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Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Junge Nationaldemokraten und freie Nationalisten protestierten in München gegen Hinrichtung Saddam Husseins (31.12.06)

December 31st, 2006 · Post your comment (51 Comments)

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JN-Mahnwache vor US-Botschaft in München 30.12.06

München / Bayern: Von Kundgebungen und Gedenkmahnwachen im ganzen Bundesgebiet aus Anlaß der Hinrichtung Saddam Husseins im ganzen Bundesgebiet weiß eine Pressemeldung der bayrischen Jungen Nationaldemokraten zu berichten. Eine Aussage, die wir freilich nicht verifizieren können, da uns außer der Mahnwache der JN für Saddam Hussein vor dem US-Generalkonsulat in München keine weitere Veranstaltung dieser Art bekannt ist. Allerdings lassen wir uns diesbezüglich nur allzu gern eines Besseren belehren, zumal es außer Frage steht, daß die Hinrichtung des früheren irakischen Staatspräsidenten auch im nationalen Spektrum nahezu einhellig auf Ablehnung stößt.

Umso vorbildlicher ist das Verhalten der Nationalisten in München, sich gar nicht erst lange bitten zu lassen, sondern spontan vor das US-Generalkonsulat zu gehen, um öffentlich kundzutun, was sie von diesem politischen Mord im Irak halten. Über die Aktion heißt es von seiten der bayerischen JN in einer Pressemeldung wie folgt:
„…Saddam Hussein stand als Sozialist nationaler Prägung im geistigen Schulterschluß mit der völkischen Freiheitsbewegung in Deutschland und ist nach der US-amerikanischen Besatzung seines Landes und nicht zuletzt nach seiner feigen Ermordung für uns Sinnbild für den Widerstand gegen das USraelische Terrorregime, welches ihn gegen 04.00 Uhr MEZ erhängte. Eine militärische Erschießung wurde ihm verwehrt. Die Verwendung solch mittelalterlicher Hinrichtungsmethoden ist ein weiteres Merkmal für den geistigen „Fortschritt“ des Mordregimes, das ausschließlich durch Besetzung, Umerziehung und Terror seine Vorherrschaft zu sichern weiß.
Ab 15.00 Uhr versammelten sich rund 20 Aktivisten aus dem Umfeld der JN Bayern sowie freier Kräfte vor der amerikanischen Botschaft in München um dort dem Unrecht der Besatzer zu mahnen und mit schwarzen Fahnen Saddam Hussein zu gedenken.
Zu ihnen stießen immer wieder Passanten, die angeregt diskutierten und sich solidarisch mit dem Widerstand gegen Unterdrückung, Zwangsdemokratisierung und völkerrechtswidrige Kriege zeigten.
Die Versammlung verlief störungsfrei und konnte nach 2 Stunden erfolgreich beendet werden, so daß die Teilnehmer die Heimreise antreten konnten.
Der positive Eindruck der freiheitsstrebenden Jugend wird jedoch bleiben.“

Für eine Welt der freien Völker – gegen den „American Way of Life“
Quelle:

JN-Bayern 30.12.06

Als Äquivalent zu diesem positiven Zeichen aus München der Eselstritt, den Springers WELT dem hingerichteten Staatsführer widmet. So ließ sich dort der Redakteur für das Ressort Innenpolitik der BERLINER MORGENPOST, Thorsten Jungholt, unter der Überschrift „Kein Mitleid mit Saddam“ wie folgt vernehmen:

Thorsten Jungholt

„Die Abschaffung der Todesstrafe ist zweifellos eine große zivilisatorische Errungenschaft. Hinrichtungen auch von fürchterlichen Verbrechern sind grausam und mit dem moralischen Wertekanon des aufgeklärten Europa nicht in Einklang zu bringen. Insofern ist es gut und richtig, wenn die Staaten der Europäischen Union die Strangulierung des ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein nutzen, für eine weltweite Ächtung dieser archaischen Strafe zu plädieren.

Nicht angemessen aber ist es, die Entscheidung der Iraker in Bausch und Bogen zu verurteilen. Das Getöse, mit dem EU-Politiker, der Vatikan und Menschenrechtler von Amnesty International bis Human Rights Watch sich für den Massenmörder Saddam in die Bresche werfen, ist übertrieben. Der Irak ist nur einer von 68 Staaten, in denen die Todesstrafe noch praktiziert wird. Wo aber war der internationale Aufschrei, als Japan vorige Woche vier Todesurteile vollstreckte?

Gibt es nicht in China, Nordkorea oder anderswo Tausende unschuldig Eingekerkerte, die viel größeres Anrecht auf die Aufmerksamkeit der Welt haben als der Tyrann von Bagdad? Es drängt sich der Eindruck auf, mit der Kritik an Saddams Hinrichtung kleide so mancher Gegner der Amerikaner seine Ablehnung des Irak-Krieges nur in ein neues Gewand.

Damit aber wird dem Diktator auch nach seinem Tod noch in die Hände gespielt. Saddam Hussein hat keine Gelegenheit ausgelassen, seinen Prozess als Siegerjustiz zu brandmarken. Genau das aber war er nicht. Der Irak ist seit 2003 Schritt für Schritt in ein demokratisches Staatssystem mit Gewaltenteilung nach westlichem Vorbild umgewandelt worden.

Es war kein Zufall, dass Saddam nicht dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag überstellt wurde. Der darf nämlich nur tätig werden, wenn Staaten entweder unwillig oder nicht in der Lage sind, Menschenrechtsverbrechen selbst zu ahnden. Beides trifft auf die irakische Justiz nicht zu.

Der Prozess entsprach nicht in allen Details westlichen Standards, aber angesichts der Lage im Land haben die Richter ihr Möglichstes getan, ein ordentliches Verfahren durchzuführen.

Das Gericht hat sich an die Vorgaben der UN-Charta gehalten und “mit der Hinrichtung des Verbrechers Saddam dem irakischen Gesetz Genüge getan”, wie es Ministerpräsident Maliki ausdrückte. Man kann gegen dieses Gesetz und die Todesstrafe sein, ohne übertriebenes Mitleid mit Saddam Hussein zu empfinden.

Hier spricht nicht nur blanker Haß, sondern auch völliges Ignorieren der eigentlichen Lage im Irak. So sollte inzwischen selbst dem Hause Springer bekannt sein, daß der Irak völkerrechtswidrig von den USA und ihren Verbündeten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen überfallen und seiner legitimen Regierung beraubt wurde. Diese wurde nach einer erkennbaren Wahlfarce durch ein Besatzungsregime ersetzt, daß man wohl kaum anders als gewöhnliche Marionettenregierung nach dem Vorbild artverwandter Regierungen im Südvietnam der 60iger und 70iger Jahre bezeichnen kann und deren einzige Aufgabe es im Prinzip ist, die Bodenreichtümer des Landes den USA und deren Verbündeten in die Hände zu spielen. Ein klassischer Fall von Re-Kolonialisierung unter dem Vorwand der Demokratisierung.

Vielleicht erleben wir ja auch einmal in Deutschland eine Zeit, wo man sich solcher Kommentare erinnern wird und man dann der Meinung sein wird, daß übertriebenes Mitleid mit dem Hause Springer und seinen journalistischen Zöglingen ebenso fehl am Platz ist, wie dort heute das Mitleid mit Saddam Hussein.

Quelle: Störtebeker-Netz 31.12.06



Tags: Allgemeines

51 responses so far ↓

  • 1 Schutztruppler // Dec 31, 2006 at 11:00

    Man bedenke dabei auch noch die Rechtsanwälte die ihn verteidigten und ums Leben gebracht wurden. Schon allein das ist Grund genug an eine gerechte Justiz zu zweifeln, wohlmöglich hatten hier Geheimdienste die Finger mit im Spiel. Ich glaube man ermordete insgesamt drei Rechtsanwälte. Kann sich jemand anderes auch noch daran erinnern?

  • 2 Völkischer Beobachter // Dec 31, 2006 at 11:06

    Man kann’s auch übertreiben mit den Solidaritätsbekundungen für diesen orientalischen Despoten.

    Man scheint bei der NPD zuweilen eine bizarre Vorliebe für allerlei psychopathische Tyrannen zu entwickeln, so stand man vor Jahren ja anscheinend schon mal kurz davor, einen Fanclub für Kim Jong Il zu gründen.

    Wie wär’s stattdessen eigentlich mal mit einer spontanen Mahnwache vor dem Mannheimer Landgericht für Germar Rudolf, der hat für Deutschland unvergleichlich viel mehr getan und geopfert und hätte unsere Solidarität somit tausendmal mehr verdient als der ebenso verschlagene wie grausame Beduinenfürst Hussein!

  • 3 Eichenholz Original // Dec 31, 2006 at 11:16

    Seit der Besetzung des Iraks durch die USA sind drei- bis viermal mehr Menschen ums Leben gekommen, als Saddam zur Last gelegt werden. Wenn auch nicht durch Amerikaner getötet, so ist doch der Zusammenbruch der staatlichen Ordnung nach der Besatzung Ursache für blutige Zusammenstöße aller Art und eine enorme Kriminalität und Gewalt, die ein normales Leben in vielen Teilen des Landes unmöglich macht.
    Zumindest wurde also etwas zestört ohne einen gleichwertigen oder besseren Ersatz zu haben.
    Das es in Wirklichkeit nicht um Menschenrechte oder Terrorismus ging ist auch offensichtlich, es geht um Öl und andere wirtschaftliche Interessen sowie um den Ausbau der Macht in der gesamten Region.
    Insoweit nichts Neues.
    Allerdings Saddam im geistigen Schulterschluß mit der völkischen Freiheitsbewegung in Deutschland zu sehen, halte ich für sehr gewagt. So unterdrückte sein Regime freiheitsliebende Völker wie die Kurden, auch nicht anders als die Türkei. Auch andere Gewalt- und Unterdrückungstaten sind unstrittig, jedenfalls wenn man mit Irakern spricht. Vom Vorbild war Saddam sehr weit entfernt.
    Der Feind meines Feindes ist nicht automatisch mein Freund. Selbst denken, selbst handeln, im Interesse des eigenen Volkes.
    Die Mehrzahl der Deutschen wird für Sympathie zugunsten Saddams zu Recht kein echtes Verständnis aufbringen, sondern eher argwöhnisch und ablehnend reagieren. Vielleicht sollte man es nochmal mit Nordkorea versuchen, bevor man sich endlich den eigenen Problemen zuwendet?

  • 4 Der Hans // Dec 31, 2006 at 11:21

    Die US-Botschaft befindet sich in Berlin. In München gibt es nur ein Generalkonsulat der USA.

    Hans

  • 5 OswaldSpengler // Dec 31, 2006 at 12:00

    Es ist nun so das der “Rais” Saddam Hussain in seiner politischen Frühphase als ba´athistischer Politiker dem arabischen nationalen Sozialismus nahegestanden hat.In der Spätphase allerdings hat er sich als Marionette der USA im Kampf gegen den sozialrevolutionären Iran missbrauchen lassen.Es ist richtig dass Saddam vorallem Schiiten und Kurden massenhaft ermorden ließ aber dies ist in der Region nichts besonderes.Wie wäre er wohl mit sich selber ins Gericht gegangen ? Den Strick hat er nach allen Kriterien verdient und auch erwartet.Nichts destotrotz bewahrte er Größe in der Niederlage und überrragt die BRD Politikmaden um ein Vielfaches.Legen wir allerdings die moralhistorische Dialektik der Gutmenschen an wie der Spiegelkommentator so ist anzumerken das insbesondere die USA an vielen Toten mitschuldig ist bzw. sogar als Helfershelfer was Giftgas etc. betrifft angeht.Rumsfeld gehört also dann genauso an den Galgen.Es ist also sehr wohl Siegerjustiz in der die Rolle der USA nicht näher beleuchtet wurde.Die schnelle Hinrichtung ist aber auf Insistieren von Muktada as Sadr und Nuri al Maliki aus politischen Gründen erfolgt.Maliki ist ganz gewiss keine Marionette der USA.Eher schon die Tehrans was man von Sadr nicht behaupten kann.Er ist klerikaler Nationalist.Meine persönliche Meinung ist dass man sein Verhältniss und Handeln in der Außenpolitik von seinen eigenen Interessen abhängig machen sollte und nicht von moralischen Kriterien.Feind ist die USA und wenn Nordkorea ebenso ein Feind der USA ist , ist Nordkorea ein Verbündeter.Machtpolitik ist ein Feld auf dem die Deutschen noch viel lernen müssen.Idealismus ist fehl am Platz.Der Kommentar ist natürlich absolut absurd.Allein die Aussage: “…Der Irak ist seit 2003 Schritt für Schritt in ein demokratisches Staatssystem mit Gewaltenteilung nach westlichem Vorbild umgewandelt worden…” grenzt schon an unfreiwilliger Komik.Die Gewalten im Irak sind von Milizen , vorallem von den Schiiten unterwandert und ganz gewiss nicht rechtstaatlich.Der Prozess selbst war eine Farce nach allen Maßstäben und von Willkür geprägt.

  • 6 OswaldSpengler // Dec 31, 2006 at 12:16

    Eines noch:

    Wenn man schon für Saddam demonstriert bitte die iranische Flagge zu Hause lassen.Bei den Iranern gilt Saddam als zweiter Bayezid*, also ein Schiitenschlächter.Lieber die irakische mitnehmen.Ansonsten mein Hochachtung für den Mut zu demonstrieren und sich Repressionen auszusetzen.

    Gut aufgepaßt, aber dann auch selber ganz konsequent sein, der türkische Sultan Bayezid II. war nämlich nur der Vater des Schiitenschlächters Selim I..
    Schriftleitung Altermedia

  • 7 Rudolf // Dec 31, 2006 at 13:37

    Finde diese Saddam-Solidaritätsbekundungen fehlgeleitet. Worum geht es denn? Geht es darum, “immer dagegen” zu sein? Man kann ja meinetwegen gegen USrealischen Terror protestieren oder dergleichen, dafür hat immerhin der ein oder andere Bürger noch verständnis, aber speziell für Saddam zu demonstrieren, nützt nichts und hat auch nichts mit Deutschland zu tun.

    Und wir finden diesen Kommentar naiv, so gleicht sich eben alles wieder aus. Der ein oder andere Bürger wird dies sicher verstehen, na und wenn nicht … wen interessiert’s? - Schriftleitung Altermedia

  • 8 Feirefitz // Dec 31, 2006 at 14:35

    Mehr als häßlichen Antiamerikanismus und kranke Sympathie für orientalische Schurken zeigt der Protest aber nicht. Das ist nichts weiter als die Solidarisierung der Schmuddelkinder und die reinste Negativwerbung. Zum Glück waren es nur 20 und nicht mehr. Künftig bitte nicht mehr als JN oder freie-Nationalisten in dieses Horn tuten, sondern lieber als Verein der Amerikahasser, Freundeskreis Saddam Hussein o.ä. damit die Lorbeeren nur denen zufallen, denen sie auch gebühren. So könnten diese politischen Genies auch besser herzliche internationale Freundschaften mit Amerikafeinden in der ganzen Welt schließen. In Arabien, Südamerika und Ostasien gibt es noch viel mehr Brüder im Hasse, die genauso verblendet sind und das teilen, was den obigen Demonstrieren so am Herzen liegt.

  • 9 buntspecht // Dec 31, 2006 at 14:36

    @Völkischer Beobachter, Oswald Spengler, Rudolf
    Wenn ich ( und Passanten ) das gezeigte Transparent richtig beurteilen, wird hier in erster Linie gegen die Einmischung der USA im Nahen Osten und anderswo demonstriert. Der optische Eindruck ist maßgebend, während die Pressemeldung wohl keine Verbreitung in den Medien findet.

  • 10 griesgram // Dec 31, 2006 at 15:12

    Wie der VB schon andeutet:
    Könnte ein Eigentor werden, sehen hier in Krankfurt zumindest viele so. Ich auch!

  • 11 Markus S. // Dec 31, 2006 at 15:17

    Ich finde die Protestbekundung der Jungen Nationaldemokraten zum Justizmord an Saddam Hussein richtig und wichtig! Gerade die Tatsache, dass nur aus den Reihen des Nationalen Widerstandes eine derartige Protestdemonstration und nicht durch unsere allseits bekannten “Humanitätsduselern” erfolgte, spricht Bände! Für die Freiheit der Völker, Amerikanismus zerschlagen!

  • 12 PA // Dec 31, 2006 at 16:32

    “Der Irak ist seit 2003 Schritt für Schritt in ein demokratisches Staatssystem mit Gewaltenteilung nach westlichem Vorbild umgewandelt worden.”

    Der unfreiwillige Humor in diesem Satz ist einfach nur köstlich …!

  • 13 OswaldSpengler // Dec 31, 2006 at 17:10

    @Schriftleitung

    ich meine den Umayaden Kalifen ba´ Yazīd ibn Muʿāwiya nicht den Osmanen.Meine Transkription hätte genauer sein müssen.sorry

    Nicht so wild, die Umayaden sind ohnehin eine Art Lieblingsfeindbild der Schiiten, der Selim dürfte allerdings dem Jezid um Längen übertroffen haben.

    Schriftleitung Altermedia

  • 14 Pinguin // Dec 31, 2006 at 17:24

    @Völkischer Beobachter
    Wenn Du Saddam als einen Despoten bezeichnest und Kim Jong Il als einen psychopatischen Tyrannen, verrätst Du damit, daß Du von Weltpolitik und den Hintergründen keine wirkliche Ahnung hast. Bitte noch mal genauer informieren und und zwar aus den richtigen Quellen diesmal!!!

    @Schriftführer
    Michael Koth vom KDS in Berlin hatte gestern auch zu einer spontanen Kundgebung vor dem Außenministerium der BRD in Berlin aufgerufen. Leider weiß ich nichts weiter über die Durchführung.

    Ob die USA den wirklichen, richtigen, echten Saddam gehenkt haben, wage ich zu bezweifeln. wieviele unterschiedliche Bilder vom Angeklagten hatten die Medien uns denn schon gezeigt. Bitte mal ganz deutlich auf die Zähne achten. Saddam hatte immer makellose Beißerchen, nur während des Prozesses waren die dann ganz krumm und schief….!!!

  • 15 Zuschauer // Dec 31, 2006 at 19:17

    @Eichenholz Original

    “So unterdrückte sein Regime freiheitsliebende Völker wie die Kurden, auch nicht anders als die Türkei.”

    Fragen Sie doch mal die irakische wie auch die türkische Bevölkerung warum der Hass gegenüber den Kurden so groß ist.

    Der grösste Wunsch der Kurden ist, erneut* ein eigenes Land zu besitzen, welches Amiland in Aussicht stellt(e), wenn sich diese dem Kampf gegen Saddam Hussein stellen. Im Kampf gegen Kurden sind sich Iraker und Türken einig, oder denken Sie wirklich dass die Menschen die aufgrund des Todes von Saddam Hussein in westliche Kameras lächeln und tanzen Iraker sind ?

    Wann hatten die Kurden denn schon mal ein eigenes Land?
    Schriftleitung Altermedia

  • 16 Baldur Nauheim // Dec 31, 2006 at 20:03

    Thorsten Jungholt:………..Saddam Hussein hat keine Gelegenheit ausgelassen, seinen Prozess als Siegerjustiz zu brandmarken. Genau das aber war er nicht. Der Irak ist seit 2003 Schritt für Schritt in ein demokratisches Staatssystem mit Gewaltenteilung nach westlichem Vorbild umgewandelt worden.

    Es war kein Zufall, dass Saddam nicht dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag überstellt wurde. Der darf nämlich nur tätig werden, wenn Staaten entweder unwillig oder nicht in der Lage sind, Menschenrechtsverbrechen selbst zu ahnden. Beides trifft auf die irakische Justiz nicht zu. ………

    in welcher Welt lebt dieser Schmierfink eigentlich?

    Die Verhandlung gegen Saddam war nicht nur eine Siegerjustiz, sondern eine Farce.
    Sogar die Systemmedien haben noch vor zwei Tagen berichtet, daß Saddam nicht etwa in einem Irakischen Gefängnis, sondern in einem US Gefängnis auf seine Hinrichtung warte. Das Todesurteil wurde von Bush vorgegeben. Die Iraker wollten Saddam Ende Januar hinrichten, da seine Hinrichtung nicht mit dem Opferfest zusammenfallen sollte, die Amerikaner aber haben bestimmt, daß Saddam sofort hingerichtet wird. Zudem wollten die Iraker Saddam auch noch für den “Gasmord” verurteilen, das haben die Amis aber nicht erlaubt, weil dabei die Wahrheit (amerikanisches Giftgas gegen Iran- Iranisches Giftgas gegen Irak…)ans Tageslicht gekommen wäre.

  • 17 Feirefitz // Dec 31, 2006 at 20:16

    Leider trägt auch der NPD-Vorturner auf der Parteihomepage heute dieselbe Hasskappe wie die anderen Amerikaverächter. Wird ihm höchstens die Sympathien von Radikalinskis aller Herren Länder einbringen, aber mehr auch nicht.

    @ Pinguin: Ach Du grüne Neune, sie haben absichtlich den falschen Saddam Hussein gehängt? (sic! kann man heutzutage auch so schreiben) Potzblitz! Die Weltverschwörungsparanoia treibt heute mal wieder tolle Blüten. Tu doch mal kund, aus welchen Quellen man sich informieren soll, wenn man den Medien nicht mehr vertraut und malträtier den Völkischen Beobachter nicht mit so vielen Ausrufezeichen.

  • 18 Torvald // Dec 31, 2006 at 21:27

    Mit SH hat man bestimmt nicht den Falschen gehenkt, verdient hat er´s allemal. Dass die JN deswegen Solidaritätsveranstaltungen veranstalten, ist mal wieder ein Schuss ins Knie, damit wird nur das Psychopathen-Image der Rechten bestätigt.

  • 19 Pseudo-Klarmann // Jan 1, 2007 at 8:29

    Tod eines “Freiheitskämpfers”

    Michael Klarmann 01.01.2007

    Saddam Hussein ist hingerichtet worden und die rechtsextreme Szene hat offenbar einen guten Kameraden verloren
    Der frühere irakische Machthaber Saddam Hussein ist am Samstag hingerichtet worden. Die Neonazi-Szene trauert dem Mann, dem schwere Menschenrechtsverletzungen zur Last gelegt wurden, nach. Fordert die NPD üblicherweise die “Todesstrafe für Kinderschänder”, so kritisiert die Partei jene Vollstreckung des Todesurteils nun als “Rache und Siegerjustiz”. In Szene-Foren halten sich jene, die den Tod begrüßen, in der Minderheit. Das Gros der Braunszene findet indes, dass kein irakisches Gericht, sondern “USraelis” die Hinrichtung beschlossen haben. “Ein großer Freiheitskämpfer wider den US-Imperialismus ist von uns gegangen”, findet ein Neonazi. In München gedachten Rechtsextremisten Hussein.

    “Und jetzt stellt er sich als Märtyrer hin. erbärmlich. aber ich muss sagen in seiner Diktatur gab es zwar folter und Verfolgung von Regimegegnern, aber es sind auf jeden fall weitaus weniger leute gestorben als zurzeit unter herrschaft von terror bush,” schreibt ein Neonazi im Forum einer bekannten Rechtsrockband. Später fragt er sich noch, “obs überhaupt der Echte war?” Da sich einige anderen Diskussionsteilnehmer auch abfällig über den ehemaligen Diktator äußern, ergänzt ein Neonazi schließlich: “wie respektlos ihr über diesen großen und bewundernswerten Mann redet ist ja wohl das letzte…” Und in einem anderen großen Szene-Forum merkt ein User über die ehemalige Baath-Partei des Diktators an, sie sei “ein[e] Nationalistische Arabische Partei. Sie sind unsere Brüder im Geiste. Lang lebe der irakische Widerstand!”

    Das Spektrum der Meinungen reicht in Foren und Stellungnahmen der Braunszene von Zustimmung und Kritik zur Hinrichtung bis zur Verklärung Husseins als Märtyrer. Auffallend ist bei nahezu allen Beiträgen, dass Verschwörungstheorien die Runde machen. Schon die Festnahme sei “eine perfekte Inszenierung” gewesen. Ebenso sei auch Husseins Hinrichtung ein “Trauerspiel des USraels Journalismus”, findet ein Neonazi im Forum des “Freien Widerstandes”. Das Neonazi-Portal “Störtebeker-Netz” schreibt derweil, dass “die Richter der irakischen Marionettenregierung bei ihrer Urteilsfindung US-amerikanischen Vorgaben Folge leisteten” und dass “diese juristischen Farcen” an die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse gegen die Größen der NS-Diktatur erinnerten.

    In Anlehnung an einen solchen Vergleich schreibt der rechte Verschwörungstheoretiker Gerd Honsik in einer Stellungnahme, “nie” sei “ein Staatsmann wegen geringfügigerer Vorwürfe gehenkt worden”. Honsik spielt darauf an, dass das Todesurteil nur wegen einer im Vergleich zu anderen Vorwürfen geringen Straftat verhängt wurde und die Aufklärung weiterer Straftaten sowie deren Hintermänner “nicht zu seinen Lebenszeiten verhandelt werden durfte[n]“. Honsik weiter: “Jetzt ahnt man auch, warum [der Reichsführer SS] Heinrich Himmler seinerzeit den Nürnberger Prozeß nicht erleben durfte und rechtzeitig beim Verhör [durch Selbstmord; mik] verschied.” Während in anderen Foren im Zusammenhang mit den “Nürnberger Schauprozessen” das damalige Deutschland als ein “einziges zwangsbefriedetes Umerziehungslager” beschrieben wird, kommentiert ein Neonazi einen Bericht dazu beim “Störtebecker”-Schwesterportal “Altermedia” so: “Die Iraker lassen sich keine BRD II in ihrem Land installieren….!”

    Dabei will die rechte Szene sowieso andere am Galgen sehen. Unter “Altermedia” kommentiert etwa ein Neonazi: “Warum hängt man Bush, Blair, Aznar & Co. nicht gleich daneben?” Ein weiterer findet: “Ich möchte mich hiermit offiziell als Henker anmelden, wenn die israelischen, amerikanischen und britischen Massenmörder ihrer gerechten Strafe zugeführt werden!” In ihrer ganz besonderen Art von Ironie kommentiert dies die “Schriftleitung Altermedia” mit den Worten: “Bitte hinten anstellen und nicht drängeln.” Später merkt ein Neonazi indirekt an, hinter Husseins Hinrichtung stehe nur der “fundamentalistische Christ-Jude und Zionist Bush” und “Israel, für das dieser Stellvertreterkrieg unter Leitung der Moses-Juden und Zionisten Wolfowitz (heute: Weltbankpräsident), Perle, Feith, Fromm [...] geführt wurde.”

    “Alles für Deutschland, Freiheit für den Irak!!”, kommentiert ein Neonazi unter “Altermedia” mit einer SA-Losung den “Kampf” des deutschen und des irakischen Volkes gegen den gemeinsamen Feind. Ähnliche Bündnisse scheinen auch Vertreter der NPD-Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” (JN) zu befürworten. Einer JN-Stellungnahme zufolge hielten sie am Sonnabend anlässlich der Hinrichtung eine “Mahnwache” in “Erinnerung an den irakischen Präsidenten Saddam Hussein” mit zwanzig Personen vor der US-Botschaft im München ab. Grund: “Saddam Hussein stand als Sozialist nationaler Prägung im geistigen Schulterschluß mit der völkischen Freiheitsbewegung in Deutschland.” Der Ex-Diktator aber sei “feige” ermordet worden von dem “Usraelische[n] Terrorregime”, findet der NPD-Parteinachwuchs. Die JN glaubt zudem, ungeachtet ihrer sonstigen Forderung nach der “Todesstrafe für Kinderschänder”: “Eine militärische Erschießung wurde ihm verwehrt. Die Verwendung solch mittelalterlicher Hinrichtungsmethoden [wie mit dem Strang] ist ein weiteres Merkmal für den geistigen ‚Fortschritt’ des Mordregimes.”

    Auch wenn der Bundesvorsitzende der NPD, Udo Voigt, nicht ganz so harsche Töne anschlägt, eigentlich meint er dasselbe, wenn er kundtut: “Die ungeheuren Verbrechen der Alliierten am irakischen Volk [sind] die Ursache für den Schauprozeß gegen Saddam Hussein gewesen”. Durch die Hinrichtung wolle man nur von jenen eigenen Verbrechen ablenken. Der Tod des Ex-Diktators durch die “Vasallen der USA” zeige “einmal mehr das wirkliche Gesicht des amerikanischen Imperialismus!” Doch nicht bei allen “Kameraden” treffen Voigts Worte auf Gegenliebe: “Endlich ist dieser Verbrecher tot”, findet im FW-Forum ein “Ex-NPDler”. In einem NPD-eigenen Webforum kann man lesen: “Letztlich töten US-Vasallen einen anderen – lästig gewordenen – US-Vasallen (falls er denn überhaupt wirklich getötet wurde)…”

    Unter “Altermedia” kommentiert ein Neonazi Voigts Äußerungen und die JN-Mahnwache kritisch: “Man kann’s auch übertreiben mit den Solidaritätsbekundungen für diesen orientalischen Despoten.” Im Forum eines großen Rechtsrock-Versandhandels findet sich in einem Kommentar: “Hussein zu gedenken, halte ich für völlig übertrieben. Man darf nicht vergessen, dass er auch viele Menschenleben unrechtmäßig auf dem Gewissen hat und im ersten Golfkrieg noch mit den US-amerikanischen Agressoren unter einer Decke im Krieg gegen den Iran steckte.” Das findet Zustimmung: “Saddam als Martyrer zu feiern ist ja wohl mal echt daneben.” Im einflussreichen Skadi-Forum bilanziert jemand: “Wer Kinder und Frauen ohne mit der Wimper zu zucken dem Tode ausliefert, gehört aus der Welt geschafft.”

    Vergessen scheint fast in all den Diskussionen und Stellungnahmen, wie Neonazis Hussein als einfachen Ausländer in Deutschland willkommen heißen würden. Ideologische Widersprüche einer ausländerfeindlichen Szene, wie unlängst noch bei den verhinderten Kofferbombenanschläge auf zwei Regionalzüge ( Aus Freund wird wieder Feind), scheinen fasst vergessen. Manchmal indes findet man diesbezüglich doch Klartext, etwa im Skadi-Forum: “Und wisst ihr was mich richtig freut?”, fragt ein Rechtsextremist rhetorisch dort. “Das dieser elendige Kameltreiber gehängt wurde wie ein gemeiner Verbrecher. Nix wars mit Ehrentod und Märtyrer, Mr. Muselmann!”

    Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24347/1.html

  • 20 OswaldSpengler // Jan 1, 2007 at 10:51

    Also am Telepoliskommentar, die ich obschon der weltanschaulichen Gegensätze immer wieder gerne lese, finde ich vorallem interessant dass sich der Analyse- und Wertungsteil am Schluß äußerst kurz gefasst ist.Anscheinend ist der Schulterschluß mit den neuen Alternativen zur US-Hegemonie einwenig verwirrend für die aufgeklärte Linke, daher extrapoliert sie als Kernthese Stereotype vom ausländerhassenden Skinhead ist also in der Argumentation selbst sehr eindimensional.
    Wie und warum kommt der einfache Ausländer Hussain in die BRD ? Wo ist der Zusammenhang zwischen Innen- und Außenpolitik ? Wo bleibt die Konsequenz der eigenen Argumentation ? Die Anteile eines Donald Rumsfeld , die Iran Contra Affäre etc. all die wird bei Telepolis ausreichend erörtert - aber die Schlüsse fehlen.Bekommt da jemand Angst vor der eigenen Courage ? Mithin wittern die Macher von Telepolis wohl instinktiv dass das Ende der US-Vorherrschaft wohl auch das Ende der BRD bedeutet.Sie ist daher gewollt impotent was ihren Gestaltungsspielraum angeht.Diesen gilt es zu füllen.Kommentare wie Freude über tote Kameltreiber sind absolut kontraproduktiv.

  • 21 Martin aus Jena // Jan 1, 2007 at 13:15

    Also die Tatsache, daß da die iranische Flagge mitgeschleppt wurde, zeugt davon, daß es sich bei den Leuten um ignorante Tölpel handelt. Wird bei der JN in München jeder Idiot an den Start gelassen? Mal ein wenig Auslese, wenn ich bitten darf. So was in die Öffentlichkeitsarbeit zu lassen ist doch einfach schädlich.

  • 22 Thomas Brehl // Jan 1, 2007 at 13:36

    @ Pinguin
    @ Schriftleitung

    Ich habe gerade einen Anruf aus Berlin erhalten, die Mahnwache des KDS für Saddam Hussein hat stattgefunden, ungefähr 30 Beteiligte (KDS´ler und Freie) fanden sich ein. Ausführlicher Bericht und Fotos wurden mir angekündigt…

    Allen Nationalisten und besonders der Schriftleitung von Altermedia ein glückliches und erfolgreiches Kampfjahr 2007!

  • 23 Eichenholz Original // Jan 1, 2007 at 13:52

    @ Zuschauer

    Das auch die Kurden einen eigenen Staat gründen wollen, ist doch nachvollziehbar und legitim. Das sie bisher keinen hatten ist völlig unerheblich; irgendwann hat jeder mal angefangen. Das es sich um ein eigenes Volk mit eigener Sprache handelt ist außerhalb der Türkei unstrittig.

    Wichtig für Deutsche ist nur, daß die Kurden ihren Staat in Kurdistan gründen und nicht in Berlin oder sonstwo in Deutschland.

    Vielvölkerstaaten funktionieren nicht auf Dauer, das war in Jugoslawien zu sehen und es wird auch der Türkei vermutlich nicht anders ergehen.
    Aufgabe der deutschen Regierung ist es eigentlich Deutschland aus diesen ganzen Krisen herauszuhalten und unser eigenes Land zu sichern, welches im Zuge des Klimawandels immer begehrter werden wird.

  • 24 Feirefitz // Jan 1, 2007 at 14:04

    Der in rechten Kreisen oft stumpfsinnigst gepflegte Antiamerikanismus und internationale Solidarisierungsfimmel könnte auch mal überdacht werden.* Mit welchem Staat der Welt die USA Krieg führen und ob ein orientalischer Schurke oder ein westlich ausgerichtetes Regime im Irak herrschen, ist nämlich fürs Reich so bedeutungslos wie ein Sack Reis, der in China umfällt. Aber es gibt leider auch dieses rechte Gutmenschentum, das sofort nach Gerechtigkeit und internationaler Solidarität ruft für Iraker, Perser, Koreaner und weiß-der-Teufel-wen. Scheint aber eher ein emotionaler Kurzschluß, denn politisches Kalkül zu sein. Man mag sie jedenfalls gar nicht mehr sehen, solche Lichterketten-Nazis und wie sie dämlich ihr internationales Gerechtigkeitsbedürfnis befriedigen.

    *Geht sogar noch viel besser. Leute wie Sie sollten vielleicht überdenken, ob sie nicht gleich ganz und gar in ’stars and stripes’ machen sollten, wäre nicht nur übersichtlicher, sondern erspart auch mögliche Verwechslungen und jeder weiß, woran er ist.

    Schriftleitung Altermedia

  • 25 Feirefitz // Jan 1, 2007 at 14:54

    Wer aus emotionalen Beweggründen gegen die USA demonstriert, verwechselt Politik mit Sentiment. Sollte unter den Demonstrierern einer sein, der tatsächlich politische Gründe dafür vorbringen kann, stellt sich aber immer noch die Frage cui bono? Was für ein Interesse hätte Deutsche Politik denn daran, in der US-amerikanischen Kriegspolitik Partei zu ergreifen?* Keins. Nicht mal ein Ungefähres, außer man betreibt internationalen Sozialismus oder eine nationalistische Abwandlung davon.

    Hm, die Bundesrepublik hat doch bereits in diesem Fall Partei ergriffen, aber Deutschland ist bekanntlich nicht die Bundesrepublik, so daß in diesem Fall durchaus auch andere Parteinahmen gerechtfertigt sind, selbst wenn diese nicht im Sinne von Gottes eigenem Land und dessen hiesigen Satrapen wären.

    @ Schriftleitung : Danke für den Tipp, aber täuschen Sie sich nicht, denn es wimmelt hier von Cola-Trinkern, Kino- und Musikfreunden die ihres Lebens nicht mehr froh wären ohne amerikanische Segnungen.*

    Dann gäbe es eben andere und damit würde man auch zurechtkommen. Man muß nicht immer denken, die Amerikaner seien der Nabel der Welt. Alles eine Frage der Einstellung und der Gewohnheit. - Schriftleitung Altermedia

  • 26 Feirefitz // Jan 1, 2007 at 16:13

    Nur war die Parteinahme der Bundesrepublik damals ziemlich zurückhaltend. Wer glaubt, unsere Republik sei Befehlsempfänger der USA, muß sich doch wundern, warum wir uns damals nicht aktiver mit Panzern und Bombern beteiligt haben. Nämlich nicht allein wegen der Sozis und Pazifisten, die damals in der Regierung saßen. Es fehlte auch einfach an Relevanz für unser Land, Arabien ist nicht Schlesien.

  • 27 Zuschauer // Jan 1, 2007 at 16:47

    @Schriftleitung Altermedia

    Die Republik Kurdistan bestand unter sowjetischer Herrschaft mit der Hauptstadt Mahabad 1946/47.

    Brockhaus Enzyklopädie 1970

    …auch nachzulesen bei Wikipedia !

    Unter sowjetischer Herrschaft und dann noch nicht mal ein Jahr sowie noch nicht mal von meisten eigenen Landsleuten anerkannt? Das läßt sich wohl kaum als eigenständiges Staatswesen bezeichnen, sondern wohl eher als flüchtige Zeiterscheinung oder politische Luftnummer von der Art des korsischen Königreichs des Baron Neuhoff.

    Wikipedia:
    “…Mit Unterstützung der Sowjetunion wurde in der Stadt Mahabad 1946 ein kurdischer Staat von der kurdischen Bewegung Komeley Jiyanewey Kurd unter der Führung von Qazi Mohammed ausgerufen. Da der Kleinstaat nur die vier Städte Mahabad, Bukan, Naqada und Oshnaviyeh im Iran umfasste, wurde diese Staatsgründung nicht von allen iranischen Kurden getragen. Es gab sogar Kurden die bei der Eroberung der Republik Mahabad der iranischen Armee halfen. Die Republik Mahabad überdauerte weniger als ein Jahr, da mit Abzug der sowjetischen Kräfte nach Ende des Krieges die Zentralregierung in Teheran die Armee der Republik besiegte und das Gebiet der ehemaligen Republik wieder an den Iran angliederte. …”
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kurdistan#Geschichte

    Schriftleitung Altermedia

  • 28 Eichenholz Original // Jan 1, 2007 at 17:35

    @ Feirefitz

    Zum Glück sieht Schlesien selbst heute nicht so aus wie Arabien, aber für die derzeitige und für die vorherige Bundesregierung hat Arabien höhere Relevanz als Schlesien. Das kann also nicht der Grund für die “Nichtteilnahme” am Irak-Krieg sein.

    @ Schriftleitung

    Auch wenn Kurdistan noch nie als Staat organisiert war, ist das kein Grund dem kurdischen Volk diese Staatsbildung für immer zu versagen. Jedes Volk hat ein Recht auf nationale Selbstbestimmung, allerdings kein Recht darauf, daß andere Völker dieses Recht durchsetzen, also die heißen Kartoffeln aus dem Feuer holen.

    Nanu, sollten wir etwa dem kurdischen Volk die Staatsbildung versagt haben? Dürfte wohl kaum in unserer Entscheidungsbefugnis liegen. Wir meinten lediglich, die Kurden noch nie staatlich organisiert waren, von dieser kläglichen “Sowjetrepublik” mal abgesehen, aber die zählt nun wirklich nicht.

    Daher gönne ich den Kurden, Türken, Iranern und Arabern usw. alles Gute, nur bitte in ihrem eigenen Land und ohne Deutsche Dauerhilfen.

    Für uns Deutsche heißt das, es werden nicht andere für uns die Kartoffeln aus dem Feuer holen und wir werden auch später keine Hilfe von anderen erwarten können. Selbstlose Hilfe kommt vor, ist aber ohnehin äußerst selten, so daß man hier sowieso sehr vorsichtig sein sollte.
    Die Deutschen, die glauben heute die Sache der Islamisten vertreten zu müssen, weil es “Deutschlands Feinden” schadet, würden sich wundern wie schnell sie als nützliche Idioten von der Landkarte verschwänden.

    Mal sehen, Amerikanisierung, geistige Verniggerung und Verjudung - oder Islamisierung, für was entscheidet man sich da nur, wenn einem auf lange Sicht keine weitere Wahl bleibt. Irgendwie verliert man als Deutscher in jedem Fall. Dilemma, Dilemma.
    Wer die Wahl hat … - Im alten Konstantinopel hieß es kurz vor der türkischen Eroberung: “Lieber den Turban als den römischen Hut” und wenn wir wüßten, daß die deutsche Geschichte letztlich nur auf Davidstern und Halbmond hinausläuft, dann hätten wir sicher keine größeren Probleme mit der Entscheidungsfindung, gäbe es in einem solchen Fall ja doch nur eine einzige Alternative. -
    Schriftleitung Altermedia

    Hier lebende Araber und Türken sprechen mittlerweile ganz offen aus, was viele Deutsche noch als Unsinn ansehen; sie werden die Herrschaft in diesem grünen, wasserreichen Land übernehmen, da die Deutschen als erstes Volk der Geschichte es fertig bringen, aus Bequemlichkeit keine eigenen Kinder großzuziehen.

  • 29 Zuschauer // Jan 1, 2007 at 17:48

    @Schriftleitung Altermedia

    Auch wenn es diese nur von 1946/47 gab, so existierte doch eine Republik Kurdistan. Wielange sich diese Republik gehalten hat oder wieviele Befürworter oder Gegner es unter dieser gab, ist dahingehend hinfällig.

    Sie fragten ob die Kurden schon einmal ein eigenes Land hatten und bekamen Antwort.

    ” noch nicht mal von meisten eigenen Landsleuten anerkannt? Das läßt sich wohl kaum als eigenständiges Staatswesen bezeichnen,”

    Die BRD wird von mir und anderen auch nicht wirklich anerkannt, ist aber trotzdem ein eigenständiges Staatswesen !

    Ob die BRD nun von Ihnen oder einigen Freunden anerkannt wird oder nicht, dürfte in diesem Fall wohl nebensächlich sein, genügt es in diesem Fall doch daß man diplomatisch weltweit anerkannt ist und das ist in diesem Fall ausschlaggebend. Die BRD gibt es nun schon seit 1949. Wie lange währte doch noch mal diese kurdische “Sowjetrepublik”, die nie etwas anderes war, als der russische Versuch einen Brückenkopf im Iran zu bilden, ohne daß die Welt diese Scharade je anerkannte?
    Schriftleitung Altermedia

    Schriftleitung Altermedia

  • 30 Zuschauer // Jan 1, 2007 at 18:19

    @Schriftleitung Altermedia

    Egal wie Sie dieses ehemalige Gebilde definieren, es reichte dennoch aus dass es unter Wikipedia, im Brockhaus oder anderweitig zu finden ist und als Republik dargestellt wie auch bezeichnet wird. Das alleine zählt.

    Sie fragten mich ob es jemals schon ein Land Kurdistan* gab und bekamen Antwort. Das war es doch was Sie wünschten.

    Nicht ganz, wir fragten, ob es schon mal ein eigenes Land Kurdistan gegeben hat. Zugegeben, man hätte vielleicht eigener Staats sagen sollen. Daß es Kurdistan als geographischen Begriff gibt steht ja außer Frage. Im Übrigen sind wir wohl unterschiedlicher Ansicht über das was zählt, wir wollen es daher damit genug sein lassen. Die Darstellung bei Wikipedia und bei Brockhaus steht nach unserem Dafürhalten mit unserer Ansicht über das “eigenständige Land” Kurdistan keineswegs im Widerspruch.

    Schriftleitung Altermedia

  • 31 Nationaler? // Jan 1, 2007 at 18:42

    Wenn sich NPD & Co. wirklich mal um nationale Probleme kümmern würden anstatt sich mit anti- jüdisch, antizionistischer Zeitverschwendung und Solidarität mit Kameltreibern zu beschäftigen würde ich wahrscheinlich zu einem der aktivsten Kämpfern für die nationale Sache werden. Ich kann kann gar nicht verstehen warum Antifanten solch eine Panik vor so einem peinlichen Haufen hat. Anstatt mit iranischen oder irakischen Fahnen herumzurennen enpfehle ich die Fahne von Trinidad und Tobago zu verwenden, denn die hat wenigstens die richtigen Farben.

  • 32 Eichenholz Original // Jan 1, 2007 at 19:22

    @ Schriftleitung

    Wer behauptet denn, daß es nur die von Dir genannten Alternativen gibt? Das von Dir genannte Dilemma ist wohl eher ein eingebildetes Dilemma.
    Ob die Bewohner von Konstantinopel sich kurze Zeit nach der Eroberung durch die Osmanen immer noch gegen den römischen Hut entschieden hätten ist wohl nicht überliefert.* Das seitdem alle Griechen aus der Stadt verschwunden sind sowie aus ganz Kleinasien sollte jedenfalls ein warnendes Beispiel geben. Heute als Deutscher in Duisburg Marxloh zu leben ist jedenfalls kein Zuckerschlecken, kannst es gerne mal ausprobieren.

    O doch, um das zu wissen, muß man sich freilich schon mit der Geschichte des Osmanischen Reiches etwas näher befassen. Wikipedia oder moderner Brockhaus dürften da nicht reichen. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Griechen in Konstantinopel, nachdem sie so ziemlich allen nationalen Geist verloren hatten, eine der festesten Stützen des Osmanischen Reiches. so fest, daß ihre Herren nicht nur als willige Kollaborateure zu allen möglichen Handlangerdiensten, sondern sogar unter dem Namen Fanarioten (nach dem Griechenviertel Phanar in Konstantinopel) als faktische Statthalter in den den rumänischen Fürstentümern benutzten. Auch hätten die Zwistigkeiten zwischen Griechen und Türken in Konstantinopel und Kleinasien nicht solche Verwicklungen angenommen, wenn die Türken angesichts des Aufstandes im griechischen Mutterland mehr Besonnenheit und Distanziertheit an den Tag gelegt hätten, statt dem Mob freie Hand zu lassen.

    Verschwunden sind die Griechen aus Kleinasien erst im 20. Jahrhundert als das neue Griechenland auf Seiten der Alliierten den Freiheitswillen der Türken unterschätzte, die sich keineswegs gewillt zeigten, dem Siegerdiktat von Versailles - oder in diesem Fall von St. Germain en Laye - zu beugen und ihr Land zugunsten großgriechischer Träumereien zerstückeln zu lassen. Manche geschichtliche Entwicklungen lassen sich nunmal nicht rückgängig machen, versiebt ist versiebt.
    In Deutschland ist das Problem bekanntlich hausgemacht und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, daß nicht wenige von denen, die sich heute über die Zustände in Gütersloh und anderswo beklagen, nichts getan haben, als es noch möglich war, es gar nicht erst zu solchen Zuständen kommen zu lassen. Nur reden und wenn es akut wird wegziehen ist ja auch um so vieles einfacher, nicht wahr?
    Gewisse nordöstliche Gegenden Deutschlands haben sich immerhin bislang einen Namen gemacht, dessen Klang zuweilen schon allein ausreicht, um gewisse Ausländer zu bewegen, sich ein lieber anderes Domizil zu suchen. Ein bißchen muß man eben schon selbst tun, dann klappt es auch besser als in Duisburg Marxloh, man muß eben nur beizeiten handeln und sollte nicht nur über die Schlechtigkeit der Verhältnisse klagen oder wegziehen wenn es brenzlig wird.

    Schriftleitung Altermedia

  • 33 Feirefitz // Jan 1, 2007 at 21:32

    “Amerikanisierung, geistige Verniggerung und Verjudung - oder Islamisierung” sind ja ganz hübsche Metaphern für Multi-Kulti, geistige Vertierung, Raffgier und religiöse Verblendung, aber selbstverständlich keine Option für Deutsche. Das haben sicher auch unsere törichten Saddam-Freunde verinnerlicht, nur leider wollen oder können sie nicht Metapher von Denotat unterscheiden.

  • 34 Feirefitz // Jan 1, 2007 at 22:57

    Denkbar ist aber auch, daß die NPD solche Narreteien nur aus rein taktischen Erwägungen duldet, wie dieser (linke) Kommentar glauben machen will:

    “Staubsauger sein für alle Wütenden, Unzufriedenen, etwas aus dem Tritt gekommenen, mit Denkresten aus nationaler und nazistischer Vergangenheit: muss alles in den Sack hinein, den Müllsack. Dass man dabei nicht wählerisch sein darf, und dass sich öfter Unliebsames einstellt, wissen die Schlaueren in der Partei und nehmen es in Kauf.”

    Quelle: http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=1308

  • 35 Baldur Nauheim // Jan 2, 2007 at 0:08

    @Michael Klarmann

    Sie schnallen das einfach nicht?

    ………Vergessen scheint fast in all den Diskussionen und Stellungnahmen, wie Neonazis Hussein als einfachen Ausländer in Deutschland willkommen heißen würden………….

    Es gibt auch Menschen anderer Nationalitäten die gerne in ihrem Land bleiben, die niemals als Sozialschmarotzer in die jrD kommen würden. Für Nationale aller Länder gilt:

    der Irak den Irakern, die Türkei den Türken, Palästina den Palästinensern, Deutschland den Deutschen usw.

    Aber wie soll so einer wie Sie das verstehen? Für Sie gilt eben nur “Die ganze Welt den USraelis”!

  • 36 Eichenholz Original // Jan 2, 2007 at 8:08

    @ Schriftleitung

    Da es ja auch schon vor der griechischen Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts einige Millionen Griechen gegeben hat, die nicht alle Statthalter des osmanischen Reiches waren, verwechselt ihr vielleicht das griechische Volk mit der griechischen “Elite” dieser Tage.* Es gibt ja immer Leute, die mit allem und jedem zusammenarbeiten, wenn es um Geld, Macht oder Geltungssucht geht.

    So, so, wirklich, da sind wir ja richtige Verwechsler. Lord Byron, eigentlich ein ausgemachter Philhellene, der später sogar als Teilnehmer des griechischen Unabhängigkeitskrieges gegen die Türken starb dürfte da wohl mit seiner Sicht von Land und Leuten jener Zeit richtiger liegen, als er 1813 seiner Sicht über Griechen und das griechische Volk im Gedicht “Der Giaur” u. a. folgenden Ausdruck verlieh:
    “…Was preist er, der dein Land betritt?
    Nicht Sagen deiner goldnen Zeiten,
    Nicht lockt der Muse Flügelschritt
    Zu Sternenhöhn wie sonst ihn mit,
    Eh Menschen dein Gefild entweihten.
    Das Herz in deinem Tal geboren,
    der stolze Geist, dazu erkoren,
    Den Sohn zu mahnen an die Pflicht,
    Kriecht jetzt zu Grab mit seinem Rechte,
    Ein Knecht - nein! Sklave nur vom Knechte -
    Gefühllos, nur für Laster nicht.
    Die Menschen nur zu Tieren macht.
    Selbst rohe Tugend ist entschwunden -
    Kein kühnes Herz wird mehr gefunden.
    Die Tück’ und List der Griechenhorden,
    Zum Sprichwort ist sie rings geworden.
    Darin zeigt zeigt sich der Grieche fein,
    Dies ist sein Ruhm - doch dies allein!
    Vergebens riefe Freiheit wach
    Den Geist, der durch die Fesseln schwach
    Das Joch küßt, das so mannigfach. …”

    Und Byron sprach durch aus eigener Kenntnis von Land und Leuten. Erwähnenswert sei an dieser Stelle noch, daß die griechischen Greueltaten während des Unabhängigkeitskrieges sich von denen der Türken qualitativ in nichts unterschieden. In den früheren Auseinandersetzungen zwischen Türken und Venezianern auf griechischem Boden, ergriffen die Griechen übrigens meist eher die türkische, denn die venezianische Partei. Sollte vielleicht auch zu denken geben, denn alles in allem waren die Griechen über Jahrhunderte die fügsamsten Untertanen der Türken und wenn das so war, so liegt dies ganz gewiß nicht nur allein an einer wie auch immer gearteten Oberschicht.

    Wer als Deutscher in Deutschland unter welchen Umständen umzieht, ist ihm noch immer selbst überlassen, jedenfalls gibt es in Westfalen vermutlich bald mehr gebürtige Pommern als in Pommern selbst.
    Das es in Stralsund weniger Ausländer als in Duisburg gibt liegt ja wohl an den fehlenden Arbeitsplätzen, deshalb ziehen ja auch so viele Deutsche fort. Gäbe es in Stralsund ein paar Tausend Arbeitsplätze zu besetzen, so wie in Duisburg vor 20- 30 Jahren, würden hier auch viele Ausländer herziehen und daran würde der “Klang” von Stralsund herzlich wenig ausrichten.
    Also kein Grund für Überheblichkeit, die ich euch natürlich nicht unterstelle.

    Nicht immer etwas in Sätze etwas reininterpretieren was gar nicht drin steht, wenn wir von Stralsund hätten schreiben wollen, hätten wir von Stralsund geschriegen und wenn wir vom Nordosten schreiben, dann meinen wir auch den Nordosten und der ist bekanntlich etwas größer als Stralsund. Ob du was unterstellst oder nicht ist Jacke wie Hose und ändert nichts an der Sachlage.

    Schriftleitung Altermedia

  • 37 OswaldSpengler // Jan 2, 2007 at 11:02

    “Mit welchem Staat der Welt die USA Krieg führen und ob ein orientalischer Schurke oder ein westlich ausgerichtetes Regime im Irak herrschen, ist nämlich fürs Reich so bedeutungslos wie ein Sack Reis, der in China umfällt.”

    “Wenn sich NPD & Co. wirklich mal um nationale Probleme kümmern würden…”

    Das ist eben nicht egal, wohl und wehe der BRD und ihren Zuständen hängt davon inwiefern die USA der Hegemon der Welt ist.Die Probleme der BRD die Nationaler anspricht sind die Symptome, nicht die Ursache, der liberal-kapitalistischen Gesellschaft.Gelingt es die USA in ihre Grenze zuverweisen ist die BRD von ihrem Beschützer abgeschnitten.Hauptfeind ist also die USA.Feinde der USA sind Verbündete , wenn auch nur temporär .Die staatstragenden Medien der BRD haben dies schon längst begriffen.Übrigens waren die Attentäter von 9-11 begeisterte Coca Cola Trinker.Ich selbst trinke auch gern Cola light.Deswegen werde ich nicht zum USA-Apologeten sondern wünsche sie zum Teufel.Ein Softdrink isteben nur ein Softdrink und keine Weltanschauung.

  • 38 Feirefitz // Jan 2, 2007 at 11:32

    Apropos Duisburg, da gab es ja in den 80ern, als das multikulturelle Elend im Stadtteil Marxloh noch nicht ganz so unerträglich war, recht aktive ANS-Kader samt Umfeld. Nur leider sind die eher für die Spaltung der Bewegung (Mosler-Flügel), als für nachhaltigen nationalen Klimawandel wie später im Nordosten bekannt geworden. Man muß dem Elend aber auch heute nicht tatenlos zusehen. Was spricht gegen legitime Provokationsmärsche durch gewisse Viertel?

  • 39 Feirefitz // Jan 2, 2007 at 11:53

    @ Oswald: Überschätz nicht den Einfluß der USA auf unser Land. Nimm z.B. mal die Verausländerung unseres Landes. Die ist ein ernstes Problem, aber eindeutig ein hausgemachtes und wenn Du die Schuldigen dafür suchst, wirst Du die nicht hinterm großen Teich finden, sondern unter urdeutschen 68ern, Grünen, Multi-Kultis, etc. die übrigens die USA und den Kapitalismus genauso hassen wie Deiner einer.

  • 40 OswaldSpengler // Jan 2, 2007 at 12:12

    “Nimm z.B. mal die Verausländerung unseres Landes.”

    Eben , genau dass.Die sogenannte “Verausländerung” ist integraler Bestandteil der globalistischen Agenda der USA und ihrer Eliten.Migration ist dort ein integraler Bestandteil.Die Grünen hassen auch die USA nicht, sie betreibenen eine offene Parteinahme für sie.Schuld an den Migrationsströmen sind übrigens auch nicht die Grünen sondern die Atlantiker von der CDU und die SPD.Der Zustand der BRD ist ihrem Geburtshelfer geschuldet.

  • 41 Feirefitz // Jan 2, 2007 at 15:39

    Der gemeine grüne Wähler auf der Straße wird den USA trotzdem eher feindlich gegenüber stehen. Die grünen Führer taten das einst auch, als sie noch Turnschuh und Motorradhelm zu ihrer Garderobe zählten. Macht und Geld korrumpieren eben jeden, nicht nur SPD und CDU-Fritzen. Ich würde nicht so weit gehen, ihnen deshalb gleich einen nebulösen Atlantizismus oder sowas Schwammiges anzuhängen. Die hängen nur ein wenig an ihrem bißchen Macht und Geld und wollen in der Öffentlichkeit gut dastehen und nicht anecken.

  • 42 Mjölnir der echte // Jan 2, 2007 at 16:15

    Mjoelnir.Thorshammar.Feindschmetterer@web.de
    @Nationaler:
    … Anstatt mit iranischen oder irakischen Fahnen herumzurennen enpfehle ich die Fahne von Trinidad und Tobago zu verwenden, denn die hat wenigstens die richtigen Farben…

    Ich empfehle die jemenitische, denn die hat nicht nur “die richtigen Farben”, sondern auch noch “die richtigen Farben” im richtigen Breitenverhältnis, in der richtigen Reihenfolge (nur falschrum sortiert):
    http://www.fahnenversand.de/shop/details.php?id=1141&kategorie=11&main_kat=3&start=0&nr=

  • 43 Cogito // Jan 2, 2007 at 16:25

    „Ich selbst trinke auch gern Cola light. Ein Softdrink ist eben nur ein Softdrink“

    Zu diesem lockeren Geständnis möchte ich dennoch einen guten Rat geben: sich aus wissenschaftlichen Quellen schlauzumachen über den darin enthaltenen Zusatzstoff Aspartam (Lebensmittelzusatz Nr. E 951).

  • 44 Baldur Nauheim // Jan 2, 2007 at 17:00

    Gestern habe ich auf CNN einen Bericht über die EU gesehen. Merkel ist jetzt für die Amis die große Hoffnung, da sie die Präsidentschaft übernimmt. Sie wurde über den grünen Klee gelobt, da sie auf Amerika höre und eine echte Atlantikerin sei!

  • 45 Feirefitz // Jan 2, 2007 at 20:24

    @ Mjöllnir: Schade, daß es Obervolta nicht mehr gibt. Das Land hatte eine schwarz-weiß-rote Fahne wie man sich eine wünscht, die aber 1984 bei der Umbenennung von Obervolta nach Burkina Faso gegen eine langweilige ausgetauscht wurde. In den einheimischen Sprachen Mossi und Dioula bedeutet der neue Name “Land der Aufrichtigen” und dessen Einwohner nennen sich Burkinabé oder Burkinabè, verdeutscht Burkinaben oder Burkiner, was folglich “die Aufrechten” bedeuten dürfte. Bräuchte einen Burkinaben, der das bestätigen könnte. : ) Im Süden hat Burkina Faso auch eine Grenze mit Togo. Die 50 verschieden burkinischen Völker kommen zusammen auf 13,1 Millionen Einwohner (plus ca. 3 Millionen Auslandsburkinaben), von denen sich 50% zum Islam, 40% zum Animismus und 10% zum Christentum bekennen. Hauptstadt ist die Millionenstadt Ouagadougou (Wagadugu), deren Einohner sich Ouagalais bzw. Wagalesen nennen. Mehr zum Land am schwarz-weiß-roten Flusse Volta: http://en.wikipedia.org/wiki/Burkina_Faso , http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/BurkinaFaso.html

    @ Baldur: Ich weiß, Atlantiker, CNN und die unsichtbaren Strippenzieher im Hintergrund sind faszinierende Vorstellungen und Begriffe und man kann sich tolle Geschichten damit ausdenken. Leute die dieses Spielchen übertreiben, heißen Werschwörungstheoretiker und die sind fast so schlimm dran wie Spaltungsirre.

  • 46 Eichenholz Original // Jan 2, 2007 at 21:17

    @ Schriftleitung

    Gut, der Nordosten ist größer als Stralsund, aber mit Arbeitsplätzen ist die gesamte Region ja wohl nicht gerade gesegnet. Und die arbeitssuchenden Ausländer gehen nunmal in Regionen in denen Arbeitsplätze angeboten werden, die anderen Ausländer kommen dann nach, denn da wo einmal viele sind, kommen immer mehr.

    Großstädte sind mehr betroffen als Kleinstädte oder Dörfer, da sich Ausländer in überschaubaren Gemeinden aus verschiedenen Gründen nicht so wohl fühlen, jedenfalls diejenigen, die sich nicht assimilieren möchten.

    Die Griechen interessieren mich eigentlich genau so viel oder wenig wie die Türken; gegen beide Völker habe ich überhaupt nichts, solange sie in Griechenland, der Türkei oder sonst wo leben, nur nicht in Deutschland, jedenfalls nicht in so großer Zahl.

    Lord Byron hatte ursprünglich ein idealisiertes Bild von den Griechen, welches natürlich sehr enttäuscht wurde, als er sie nicht mehr aus Büchern, sondern in Griechenland erlebte.

    Ist mir persönlich auch schon so gegangen, aber nicht mit den Griechen, sondern mit Deutschen einer bestimmten politischen Richtung, die ich alle für Idealisten hielt, die aber auch nur “normale” Pensions- und Diätenliebhaber mit allen möglichen Lastern sind.

    Umso mehr wünsche ich mir, daß die wenigen aufrichtigen Idealisten zusammenhalten.

  • 47 Eichenholz Original // Jan 2, 2007 at 21:28

    @ Feirefitz

    “Was spricht gegen legitime Provokationsmärsche durch gewisse Viertel?”

    1. die geringe Wahrscheinlichkeit diese zu überleben, jedenfalls ohne massiven Polizeischutz,

    2. die wenig erfolgversprechende Außenwirkung auf die deutschen Medien, denn die Bösen sind sowieso die Deutschen

    3. die Schwierigkeiten, mit denen die Deutschen anschließend weiterleben müssten.

    So gesehen spricht also alles dafür.

    Aussichtsreicher wäre wahrscheinlich eine Lichterkette für die bedrohten Naturvölker in Zentralafrika oder die Koka-Bauern in Peru in Verbindung mit den aussterbenden Deutschen in Duisburg.
    In dieser Kombination hätte die Aktion Chancen auf einen Nachrichtenplatz.

  • 48 Thomas Brehl // Jan 2, 2007 at 23:34

    Für die hardcore-Fraktion:

    Coca-Cola war im Dritten Reich NS-Musterbetrieb!

  • 49 OswaldSpengler // Jan 3, 2007 at 11:54

    @Feirefitz

    diese Thesen sind keine Verschörungstheorie sondern gelebte Politik.Für den theoretischen Unterbau könnstest du mit Brzezinskis “Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft.” beginnen.Das Vorwort der deutschen Ausgabe ist von einer deutschen Satrappe verfasst.Da ist nichts geheim.Ebensowenig wie die Zustimmung der Grünen zum Kosovoeinsatz oder dem Afghanistaneinsatz.Das es in der CDU Atlantiker wie Pflüger gibt findest du selbst in den Systemmedien.
    Es bleibt dabei ohne die USA keine BRD.Ohne BRD keine der von dir aufgeführten Probleme.Darum fängt man bei der Ursache der Krankheit an und nicht beim Symptom.Eben deshalb sollte man seine Frustration nicht gegen Ausländer richten, die meist nur Mittel zum Zweck sind.

  • 50 Feirefitz // Jan 3, 2007 at 15:26

    @ Eichenholz: Das ist natürlich nichts für halbe Deutsche. Aber das war es auch noch nie, wenn wir beispielsweise mal an den Altonaer Blutsonntag denken. Damals marschierte die SA mit 7000 Mann (Altonaer SA-Sturm 2/31, unterstützt durch Kräfte aus ganz Schleswig-Holstein) durch das rote Altona. Die Polizeistärke geben die heutigen Berichte nicht an, sagen nur es wären trotz kurzfristiger Verstärkung zu wenig gewesen. Polizei und Kommunisten waren mit Schußwaffen bewaffnet, die SA nicht. Es fielen 2 SA-Männer, doch die Gegenseite verlor 16 Angreifer und Dachschützen bei Scharmützeln mit der Polizei. Der politische Erfolg des Provokationsmarsches war die Entmachtung der damaligen SPD-Regierung in Preußen. Den Stoff aus SPD-Sicht gibt’s übrigens im Roman “Das Beil von Wandsbek”, der auch 1951 (DEFA) und 1983 (NDR/WDR) verfilmt wurde.

    Aufsehenerregende Provokationsmärsche nutzen auch die nordirischen Oranier, wenn sie den traditionellen Konflikt mit ihren katholischen Landsleuten austragen. Soll nur ein Denkanstoß sein, wie man die Wiederherstellung von Recht und Ordnung fördern könnte in solchen Vierteln, in denen Deutsche kapitulieren und wo sich deutsche Frauen nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf die Straße wagen. Freilich wird das auch für die Polizei ein Marsch durch Feindesland.

    @ OswaldSpengler: Nun ja, die Atlantiker-Hypothese ist gerade modern, man kann viele Probleme auf einen Schlag mit ihr erklären, aber leider ist sie nicht zu verifizieren und wird daher nur zu gern in Belletristik und Verschwörungstheorien versponnen. Übrigens, wenn ich einen Burkinaben kennen würde, dann würde ich ihn auch noch gerne fragen, ob in seinem Land denn auch heimlich die Atlantiker regieren. Falls ja, dann hätte er ja auch einen bequemen neuen Sündenbock für die Probleme seines Landes, mal was anderes als immer den alten Kolonialherren alles in die Schuhe zu schieben.

  • 51 Eichenholz Original // Jan 4, 2007 at 0:01

    @ Feirefitz

    Wie schon gesagt, es spricht eigentlich alles dafür, aber 7000 Mann??

    Heutzutage macht man Lichterketten.

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