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Jürgen Schwab: Christliche und jüdische Zionisten / IV (20.09.06)

September 20th, 2006 · Post your comment (13 Comments)

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Fortsetzung vom 9. September:

Wir sollten bei nächster Gelegenheit mit David Duke und Nick Griffin gemeinsam ein Bier trinken und dabei unsere Englisch-Kenntnisse auffrischen, aber nicht deren Standpunkte mit der Politik von USA und GB verwechseln. Dies lehrt uns die historische Erfahrung. Ich kann mich auch noch gut an ein DS-Gespräch mit Nick Griffin erinnern, als dieser von „Europa“ sprach, wobei klar wurde, daß mit „Europa“ nicht die britischen Inseln gemeint seien, sondern natürlich der europäische Kontinent. Da hat er auch völlig Recht. Und dabei sollten wir es auch belassen. Nur weil es Adolf Hitler nicht kapiert hat, heißt dies doch nicht, daß wir Deutsche immer wieder die gleichen Fehler machen müssen. Es sei denn, wir machen aus Hitler eine Religion, den Hitlerismus, dann wäre natürlich der Messias unfehlbar und unkritisierbar. Sich von allen Leistungen des damaligen Führers zu distanzieren – dazu besteht allerdings auch keine Notwendigkeit. Hitler war immerhin kein „Islamisten“-Hasser wie manche seiner Nachahmer. Den Großmufti von Jerusalem Husseini, der in Berlin als „Asylant“ weilte, hat der Reichskanzler gerne zum Tee eingeladen. Nun werden jetzt wieder welche sagen, daß es damals in Deutschland nicht rund drei Millionen Türken gegeben habe. Richtig! Hitler hätte sicherlich den Unterschied zwischen Einwanderungsproblem und Islam zu unterscheiden gewußt.

Im übrigen verhandelten hochrangige SS-Offiziere damals ebenso mit jüdischen Zionisten, wobei es auch um Aussiedlungspläne unter anderem nach Palästina gegangen war. Die Weltpolitik ist halt wirklich kompliziert. Damals ging es für das NS-Regime um die Frage, wie man die Juden Europas umsiedeln könne, wozu man die richtigen Ansprechpartner, also die Zionisten, brauchte. Die orthodoxen Juden sind an Israel zumeist – aus religiösen Gründen, da sie noch auf den „echten“ Messias warten – gar nicht interessiert, viele lehnen diesen Staat ab. So landeten orthodoxe Juden nicht selten im KZ, deren Kapos waren hin und wieder Zionisten. Dies berichtet Oberrabbiner Friedman aus Wien. Die orthodoxen Juden eigneten sich – schon von ihrem Äußeren her – für den typischen SA-Mann auch besser als Feindbild. Das war aber mit Sicherheit die falsche Adresse.

Heute ist die Lage eine andere: Die jüdischen Zionisten haben ihren Staat Israel, der auf dem „Holocaust“ gegründet ist, wie im übrigen auch die ethnische Säuberung an den dort beheimateten Palästinensern, von denen nun viele in Lagern in den benachbarten Staaten sitzen. Da naturgemäß die jüdischen wie christlichen Zionisten ein Interesse an der Einzigartigkeit deutscher Schuld besitzen, weil dies die Legitimation der Gründung und der Existenz Israels absichert, ist dem deutschen Interesse nicht „der Jude“, sondern der Zionist entgegengesetzt.

Der nichtjüdische Zionismus ist aber keinesfalls auf die angelsächsische Welt begrenzt. Auch in Deutschland ist er zu Hause. Als Beispiele sollen an dieser Stelle der fränkische Philosemit Günther Beckstein (CSU), der Vorstandschef des Springer-Konzerns Mathias Döpfner sowie der Präsident der Sächsischen Landesmedienanstalt Kurt-Ulrich Mayer (CDU) genügen, die allesamt nicht jüdischer Abstammung sind. Mathias Döpfner hat laut „Spiegel“ nicht nur die USA, Großbritannien und Israel als „die freiheitserprobtesten Demokratien“ gerühmt, sondern auch von sich selbst gesagt: „Ich bin ein nichtjüdischer Zionist.“ (National Zeitung, Nr. 27/2006, 30.06.2006).

Günther Beckstein wurde unlängst von Charlotte Knobloch für seine pro-zionistische Grundhaltung ausgezeichnet. Kurt-Ulrich Mayer (CDU) hat 2002 in der Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth gegen meine Person erfolgreich ein Ausschlußverfahren eingeleitet, weil ich ein Feind der USA und Israels sei. Weil ich daraufhin Kurt-Ulrich Mayer als „US-Vasall“ bezeichnete, wurde ich auch aus der Burschenschaft Germania Graz ausgeschlossen. Ich werte die beiden Ausschlüsse als Auszeichnung!

In Deutschland ist es aber in der Regel so, daß Philosemiten nur deshalb Philosemiten sind, weil sie genau wissen, daß „Judenliebe“ zur eigenen Karriere förderlich ist – wie zwischen 1933 und 1945 sogenannter Antisemitismus opportun gewesen war. Was Döpfner gemacht hätte, wenn er im Verlagswesen vor 1945 tätig gewesen wäre, ob er da NS-Funktionär gewesen wäre und eine braune oder schwarze Uniform getragen hätte, darüber läßt sich nur spekulieren. Zumindest hat der Obervergangenheitsbewältiger Günter Grass unlängst zugegeben, daß er bei der SS gewesen war. Hätte das Dritte Reich den Krieg gewonnen, vielleicht wäre dann aus Grass ein völkischer Schriftsteller geworden. Wir wissen es nicht!
Also, wenn wir schon nicht grundsätzlich etwas gegen Juden haben sollten, sind wir dann wenigstens unversöhnliche Anti-Zionisten? Wir sind Anti-Zionisten, weil wir dem israelischen Staat eine Niederlage wünschen, mit der die Zionisten auf den Boden der Tatsache geholt werden. Deren Übermut und Maßlosigkeit gegen die Palästinenser und Libanesen ist ja vor allem dadurch bedingt, daß die israelischen Zionisten wissen, daß sie aufgrund der Deckung von den USA und der US-Vasallen-„Staaten“ in Europa Narrenfreiheit besitzen.

Fortsetzung folgt.

Teil III – Altermedia 09.09.06

Teil II – Altermedia 02.09.06

Teil I – Altermedia 19.08.06

Quelle: Störtebeker-Netz 20.09.06

Tags: Allgemeines

13 responses so far ↓

  • 1 Gerald Franz // Sep 20, 2006 at 9:07

    Die Namen unter dem Abbild eines ehemaligen Korporierten ergötzt zur fohen Morgenstunde. Aber ein solcher Fehler hätte wohl einem jeden von uns unterlaufen können.

  • 2 Eichenholz Original // Sep 20, 2006 at 13:48

    @ Jürgen Schwab alias Israel Shamir

    Entweder ich habe Dich früher falsch verstanden, oder Deine Auffassungen werden tatsächlich differenzierter und damit seriös. Aber die Reihe ist ja noch nicht zu Ende und so will ich den Tag nicht vor dem Abend loben.

    Nach meiner Auffassung, die ich bei Dir wiederfinde, sind Juden normale Menschen, weder “auserwählt” bzw. besser, noch schlechter als andere.
    Zionisten fordern das, was ich jedem Volk zu billige: den eigenen Staat für das eigene Volk, ein weitgehend homogenes Staatsvolk, denn nur so fußt der Staat auf weitgehend identischen Interessen und ist dementsprechend stabil. Auch in schwierigen Zeiten, z.B. in wirtschaftlichen oder demographischen Krisen.

    Die Zionisten hatten nun das Unglück, daß sie keinen eigenen Staat hatten und das historisch ihnen zuzurechnende Gebiet (fragwürdig, ich weiß) seit 1900 Jahren anderweitig bewohnt war.

    Ein Ausgleich mit den Palästinensern war von vorne herein ziemlich aussichtslos, durch rücksichtsloses und wie Du richtig sagst übermütiges und maßloses Verhalten ist es mittlerweile kaum mehr vorstellbar, jedenfalls nicht mehr für mich.

    Demenstprechend hat Merkel die Deutsche Marine nicht für ein Jahr, sondern bis zum Rückruf durch eine neue Regierung in den Nahen Osten gesendet.
    Selbst wenn man also keine moralische Wertung des Konfliktes vornehmen möchte, weil er uns eigentlich auch nichts angeht, so ist dieser Einsatz unverantwortlich, weil sein Ziel mit militärischen Mitteln garnicht erreichbar ist.

    Ein verantwortlicher Führer des jüdischen Volkes würde vermutlich wirklich an einer anderen Stelle einen jüdischen Staat gründen, sozusagen wie Moses sein Volk durch die Wüste in das gelobte Land führen.

    Aus verschiedenen Gründen würde sich eine Insel anbieten, die idealerweise nicht oder kaum bewohnt ist.

    Ausdrücklich möchte ich vorallem in Richtung Schriftleitung klarstellen, daß die Insel Rügen nicht zur Disposition steht.

    Das Schicksal der Juden ist insgesamt schon tragisch zu nennen und es ist daher auch nicht richtig über dieses Volk zu spotten oder es pauschal zu verunglimpfen. Eine Lösung des Konfliktes ist derzeitig aber nicht absehbar.

  • 3 Gerald Franz // Sep 20, 2006 at 14:18

    Quelle:http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/364446.htm

    @nereus - Polnischer Madagaskar Plan
    [ Börse & Wirtschaft: Elliott-Wellen-Forum ]

    Geschrieben von weissgarnix am 20. September 2006 11:01:27:

    Hi,

    ich glaube mich zu erinnern, dass du mich nach Belegen für einen polnischen “Madagaskar-Plan” gefragt hast, den ich unlängst hier mal erwähnte. Ich habe mal kurz gecheckt, es gibt im www diverse Quellen dazu, u.a. auch bei Wikipedia.

    Hierunter eine Rezension zu Hans Jansens “Der Madagaskar Plan” von Amazon.de für erste Einblicke. Tassie (und vor allem Ernst Nolte) haben also recht, es gibt kaum etwas an Widerlichkeiten, das von den Nazis tatsächlich “erfunden” worden wäre.

    “Unabhängig voneinander und zu gleicher Zeit bearbeiteten der Deutsche Magnus Brechtken und der Niederländer Hans Jansen die Geschichte des Madagaskar-Planes, oder besser gesagt: Der Madagaskar-Pläne, deren Mehrzahl vor allem bei Jansen deutlich wird. Jeder Historiker erfährt in seinem Studium, daß es 1940 unter Hitler Planungen gegeben hat, die europäischen Juden nach Madagaskar auszusiedeln. Das ist zutreffend, und Jansen belegt die Ernsthaftigkeit dieser Planungen. Da der Siedlungsraum für mehrere Millionen Juden in Palästina niemals auszureichen schien, gab es auch von zionistischer Seite Vorschläge, in Ländern wie z.B. Uganda und Madagaskar zu siedeln. Besonders die polnische Regierung drängte ab 1936 darauf, für einen beträchtlichen Teil der etwa 3,5 Millionen Juden Polens einen neuen Siedlungsraum zu finden. Eine polnische Regierungskommission besuchte Madagaskar und gab ihren Bericht 1938 als gedrucktes Buch heraus. Im selben Jahr kam es zu offiziellen Verhandlungen zwischen Frankreich (da Madagaskar dessen Kolonie war), Polen, dem Deutschen Reich, Großbritannien und den USA über neue Aufnahmestaaten bzw. -kolonien für Juden, die aus dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland, Polen und Rumänien die Konsequenzen ziehen und auswandern wollten oder mußten. Der Krieg stoppte dann alle derartigen Pläne; doch wurde 1940 - nach dem Sieg über Frankreich und einem Frieden im Westen - von Hitler noch einmal ernsthaft erwogen, Frankreich dazu zu zwingen, in Madagaskar Juden in großer Zahl siedeln zu lassen. Ende 1941 ließ man derartige Pläne jedoch fallen und wollte die Juden in den Raum südöstlich des Ural abschieben, dessen Eroberung durch deutsche Truppen nur noch eine Frage der Zeit schien, so daß man mit den Transporten nach Osten bereits begann. Bemerkenswert ist in dem Buch von Jansen vor allem auch das Vorwort von Simon Wiesenthal, der die inzwischen unter Historikern anerkannte These bestätigt, daß mit diesen Transporten ein Mechanismus in Gang kam, der - mit Billigung von Himmler und Hitler - sich über lokale Erschießungen zur Massenvernichtung auswuchs, ohne daß es vor 1941 einen Plan dafür gab. Daß angesichts des arabischen Widerstands 1946 britische Stellen noch einmal erwogen, Juden nach Madagaskar anstatt nach Palästina zu siedeln, ist ein weiteres Kapitel in dem Buch von Jansen, das bei Brechtken fehlt. Der Stoff und seine Quellen sind so vielfältig, daß sich beide auf hohem fachlichen Niveau stehende Bücher in großartiger Weise ergänzen und beide sehr empfohlen werden können.”

    http://www.amazon.de/gp/product//3784426050/ref=cm_aya_asin.title/302-5934610-6828068?ie=UTF8

  • 4 Eichenholz Original // Sep 20, 2006 at 15:05

    @ Gerald Franz

    Tragisch, daß aus den Madagaskar Plänen nichts geworden ist.

    Als Anhänger der “Schlußstrich”- Theorie wäre mir eine vergleichbare Lösung die liebste, denn es bestünde dann zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß das jüdische Volk einfach vergessen wird. Und das wäre für das jüdische Volk das beste und für den Rest der Welt auch.

    Für den Schlußstrich spricht übrigens vorallem, daß die Deutschen genug eigene und sehr ernste Probleme haben, die volle Konzentration erfordern.

  • 5 TodosAlemanesUnidos // Sep 20, 2006 at 16:38

    Aus Schwab-Text:
    “Im übrigen verhandelten hochrangige SS-Offiziere damals ebenso mit jüdischen Zionisten, wobei es auch um Aussiedlungspläne unter anderem nach Palästina gegangen war.”

    Nach dem Hohmann-Fall vom Nov. 03 verschwand auf Nimmerwiedersehen die deutsche Seite der rabbinischen “breslov.org” (breslov.de) vom Bildschirm, - auf dieser stand genau dasselbe.

  • 6 Völkischer Beobachter // Sep 20, 2006 at 18:21

    Zum Madagaskar-Plan:

    http://www.vho.org/VffG/1999/2/Weckert219-221.html

    Zu den Verhandlungen mit zionistischen Organisationen siehe z.B.:

    http://www.vho.org/GB/Journals/JHR/13/v13n4p29_Weber.html

  • 7 Wilfried heink // Sep 20, 2006 at 19:23

    Stimme im großen und ganzen mit Ihnen, Herrn Schwab, überein, aber m. E. nach vereinfachen Sie einiges. Mit den verschieden Lobbys in den USA haben sie vollkommen recht, es sind nicht nur „Die Juden“. Eisenhower, nicht mein Idol, hat vor der Waffenhersteller-Mafia gewarnt. Und das mit den sogenannten Christen, die versuchen Armageddon herbeizuführen und damit die Zionisten unterstützen, stimmt auch. Manchen orthodoxen Juden wehren sich jetzt gegen diese Symbiose, denn die „Christen“ behaupten ja das sich die Juden, im letzten Moment, zum Christentum bekehren werden.

    Jede Diskussion über die Juden, auch über die Zionisten, ist riskant, denn uns wird ja per Gesetz vorgeschrieben wie wir das Thema behandeln müssen, auch hier in Kanada.

    Mit dem Antisemitismus, damit meine ich den Realen, nicht den heute herbeigeredeten, beschäftige ich mich schon seit einiger Zeit, da ich nicht glauben kann das es immer nur die Schuld der Wirtsvölker war. Prof. Nolte hat, in seinem „Feindliche Nähe“, einen ‚rationellen Kern’ entdeckt, er behandelt aber nur die Rolle einiger Juden im Kommunismus/Bolschewismus, läßt aber den religiösen Aspekt außer acht. Nolte schreibt auch das Kapitalismus und Kommunismus nur zwei Seiten der selben Münze sind.

    Ein Buch hat mir sehr geholfen, „Deutsche und Juden“, von Heinrich Härtle. Stimme nicht in allem mit Härtle überein, aber er behandelt die religiöse Seite des Problems ausführlich. Er schreibt, daß das „Auserwältsein“ sich unweigerlich auf die Psyche der gläubigen Juden auswirken muß. Dazu kommt noch, und ich zitiere:

    „…Der Wahn glaube der »Auserwähltheit« allein hätte nie diesen religiösen Fanatismus erzeugen und durch Jahrtausende bewahren können, wäre er nicht unabtrennbar verbunden gewesen mit den messianischen Zukunftserwartungen, der fixen Idee einer kommenden Weltherrschaft dieser verfolgten und verachteten Minderheit aus Palästina; über mehr als hundert Generationen hinweg. Gerade in Zeiten des Unglücks und der Unterdrückung tröstete der Talmud: »Wie aus der Übertretung des Gesetzes deine Zertretung erfolgt, so wird Gehorsam gegen das Verbot dadurch belohnt, daß du selber gebieten wirst.« (Aboth IV, 5) Eine dämonisch-geniale Phantasie hat diese fiebrige Zukunftsvision der Weltherrschaft Jahwes erzeugt, die zugleich die Weltherrschaft seiner Auserwählten erzwingen werde. In diese Zukunft leuchten die Prophezeiungen wie die berühmt-berüchtigte des Jesaja (LX), die den Gläubigen verspricht, einst würden alle Könige der Welt vor den Juden im Staube liegen und die Tore Jerusalems Tag und Nacht geöffnet bleiben, damit die Schätze aller Welt hineingetragen werden könnten. Die Knechte Gottes wären dann Jahwes Herren geworden: »Dein Volk wird das Erdreich ewiglich besitzen.« (Jesaja LX, 2l) Von dieser Droge berauscht, erzeugt das Judentum jenen unzerstörbaren Lebenstrieb, der es durch Jahrtausende ausharren läßt, jedes Opfer und tiefste Schmach auf sich nehmend.
    Mit ausschweifender Phantasie wird diese Halluzination der Endzeit suggeriert: »Könige sollen deine Wärter sein und ihre fürstlichen Gemahlinnen deine Ammen; mit dem Angesicht zur Erde sollen sie dir huldigen und den Staub deiner Füße lecken. Und ich will deinen Bedrückern ihr eigenes Fleisch zu essen geben, und wie am Most sollen sie sich in ihrem eigenen Blut berauschen.« (Jesaja XLIX, 23,26) …“

    Jesaja Kapitel 60 ist lesenswert und diese Erwartung der Weltherrschaft sollte, m. E. nach, in jeder Diskussion über jüdisch-wasimmer Verbindungen berücksichtigt werden.

    Das Alte Testament gehört nicht zur christlichen Bibel, es kann keine jüdisch-christliche Religion geben. Nur wollen die sogenannten Christen da nicht hin, leider.

    Grüße aus Kanada
    Wilfried.

  • 8 Gerald Franz // Sep 20, 2006 at 20:54

    Betreff: Hachschara

    Quelle:http://www.politikarena.de/showthread.php?t=11116&page=7

    Noch eine information zur auswanderung der juden aus dem dt. reich nach palästina:
    Durch eine broschüre der bfa bin ich vor jahren auf folgendes thema gestossen:

    Hachaschara.

    “Hachschara heißt wörtlich Tauglichmachung und war/ist die organisierte Vorbereitung auf ein Leben in Palästina/Israel.

    Die kollektive Vorbereitung von Gruppen (Kewuzot) auf Lehrgütern, die auf landwirtschaftlichen, handwerklichen und hauswirtschaftlichen Gebieten ausbildeten, war die gebräuchlichste Form der Hachschara…. als Vorbereitung auf ein Arbeitsleben in Palästina.

    Es ging um eine Berufsausbildung gepaart mit einer gemeinsamen Suche nach einer jüdischen Identität. Das Leben in einer Kewuza bedeutete gemeinsame Arbeit, gemeinsames Lernen, gemeinsames Feiern jüdischer Feste. Berufliche Arbeit, Leben in der Gemeinschaft, Unterricht in Hebräisch, zionistischer Geschichte, Geschichte des Judentums, Palästinakunde und die freie Aussprache in der Gruppe über alle Belange des Lebens in einer Stätte der Mittleren-Hachschara waren die vier festen Elemente in den zahlreichen Lehrgütern und -werkstätten.”
    http://forge.fh-potsdam.de/~SWABD/allg.htm

    Schlimm, schlimm war das alles…..

    Und auch in österreich fand das statt:

    “Vor allem der SD und die aus diesem hervorgegangene, im August 1938 eingerichtete und zunächst von Adolf Eichmann geleitete Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien hatten sich die Vertreibung der Juden aus Deutschland und dem annektierten Österreich zum Ziel gemacht. In diesem Kontext förderten sich auch die handwerkliche und landwirtschaftliche Berufsumschichtung…..

    Wie aus einem SD-internen, von Eichmann gezeichneten Schriftstück hervorgeht, hatte der SD bereits Anfang 1939 den Ankauf von zwei eigenen Gütern in Niederdonau für die landwirtschaftliche Umschulung geplant, auf denen 1000-2000 Juden untergebracht werden sollten.

    …….das Gut Sandhof bei Waidhofen an der Ybbs (Niederösterreich) und Doppl bei Altenfelden (Oberösterreich).”

    Während in der brd die renten gekürzt werden, bei frauen, die mit 60 in renten gehen um 18% und auch nun die ausbildungszeiten….
    werden die zeiten der hachschara als rentenwirksam angerechnet.
    Und vor vier jahren hat man auch noch die ghetto-rente erfunden!

    Und da hat doch dieser böse eichmann mit steuermitteln güter gekauft, um die juden auf staatskosten auszubilden, damit sie einen guten start in palästina haben…..
    Versteht das einer…..

    Auch nur
    Theo Retisch…..
    Schliesslich ist der eichman ja als der personifizierte antijüdische teufel in die geschichte eingegangen……
    Allgemeines über Hachschara

    NEUER TEXT

    Quelle:http://forge.fh-potsdam.de/~SWABD/allg.htm

    Hachschara heißt wörtlich Tauglichmachung und war/ist die organisierte Vorbereitung auf ein Leben in Palästina/Israel.
    Erste Gruppen dieser Chaluzbewegung, die sich die kollektive Besiedlung Palästinas und das gemeinsame Leben und Arbeiten dort in ihr Programm geschrieben hatten, gab es etwa seit der Zeit des 1. Weltkrieges in Amerika und in Rußland. 1991 trafen sich Chaluzverbände Polens, Rußland und Galiziens auf einer gemeinsamen Konferenz. Als der 12. Zionistenkongreß 1921 in Karlsbad tagte, konstituierte sich zu diesem Anlaß der Hechaluz auf seiner ersten Weltkonferenz. Der Hechaluz, der bereits seit 1920 ein eigenes Büro in Palästina unterhielt, war von nun ab die weltweite Organisation der Chaluzbewegung und verantwortlich für Hachschara und Alija (Einwanderung). Der deutsche Landesverband des Hechaluz gründete sich 1923 und besaß 1928 etwa 500 Mitglieder. Zur gleichen Zeit gab es auch schon vier Lehrgüter der Hachschara-Bewegung in Deutschland. Die kollektive Vorbereitung von Gruppen (Kewuzot) auf Lehrgütern, die auf landwirtschaftlichen, handwerklichen und hauswirtschaftlichen Gebieten ausbildeten, war die gebräuchlichste Form der Hachschara. Einige Fotos der Hachschara-Stätten in Neuendorf, Gut Winkel und Wolzig zeigen das landwirtschaftliche Gepräge. Aber auch die Einzelstelle bei einem Bauern oder Handwerker war eine Form der Vorbereitung auf ein Arbeitsleben in Palästina. In den zwanziger Jahren war auch die Chaluzbewegung in Deutschland eng mit den zionistischen Organisationen und ihren Programmen verbunden. In der Zeit der Weltwirtschaftskrise, der Massenarbeitslosigkeit und der sozialen Not, trat das Moment der Berufsneuorientierung und Berufsumschichtung verbunden mit einer neuen sozialen Perspektive verstärkt hinzu. Trotzdem konnte der deutsche Hechaluz spürbar nicht an Kraft gewinnen. Die Mitgliederzahl blieb unverändert bei 500. Eine Neuorientierung der deutschen Juden kam erst mit dem Jahr 1933, dem Beginn der nationalsozialistischen Diktatur. Die Diskussion um Zionismus oder Nicht-Zionismus, um Palästina oder Nicht-Palästina waren gewaltsam abgebrochen worden. Für jüdische Jugendliche gab es nach dem Abschluß der Schule kaum noch eine Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen. Viele Berufe, die zum Teil auch traditionell im deutschen Judentum verankert waren, waren ihnen durch Gesetze verschlossen worden. Oft waren die jüdischen Lehrgüter und -werkstätten die einzige Möglichkeit, eine berufliche Ausbildung zu erhalten, die zertifikatsberechtigt war und Grundlage für den Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz im Ausland sein konnte. Der Rahmen der Hachschara-Bewegung, der zuvor durch eindeutig zionistisch orientierte Jugendorganisationen geprägt worden war, wurde dadurch gesprengt. 1934 hatte der deutsche Hechaluz bereits 15 000 Mitglieder; 3 500 zumeist junge Menschen befanden sich in Hachschara-Zentren. Neu entstandene Lehrgüter verstanden sich zumeist als Zentren der Mittleren-Hachschara (Mi-Ha), die vor allem Jugendliche zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr aufnahmen. Viele dieser Jugendlichen hatten zuvor keiner jüdischen Jugendorganisation angehört und kamen aus zumeist assimilierten Elternhäusern. Aber auch die Mittleren-Hachschara hatte als Erziehungsziel das des Chaluz. Es ging um eine Berufsausbildung gepaart mit einer gemeinsamen Suche nach einer jüdischen Identität. Das Leben in einer Kewuza bedeutete gemeinsame Arbeit, gemeinsames Lernen, gemeinsames Feiern jüdischer Feste. Berufliche Arbeit, Leben in der Gemeinschaft, Unterricht in Hebräisch, zionistischer Geschichte, Geschichte des Judentums, Palästinakunde und die freie Aussprache in der Gruppe über alle Belange des Lebens in einer Stätte der Mittleren-Hachschara waren die vier festen Elemente in den zahlreichen Lehrgütern und -werkstätten.

  • 9 Baldur Nauheim // Sep 20, 2006 at 23:51

    ……..Es gab unter den deutschen Juden eine Vielzahl von Gruppen und Untergruppen
    mit zahlreichen voneinander abweichenden politischen Meinungen. Neben rein
    religiösen Vereinigungen existierten die unterschiedlichsten Verbände mit oft
    entgegengesetzten Ansichten zu bestimmten Fragen.
    Die vier größten jüdischen Vereinigungen waren:
    1. Der “Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens”, kurz
    “Zentralverein” oder CVgenannt. Er bestand seit 1893. Er wurde 1935 umbenannt
    in “Central-Verein der Juden in Deutschland”. Mitglieder ca. 70.000. Sein
    politisches Organ war die C.V.-Zeitung.
    2. Die “Zionistische Vereinigung für Deutschland” (ZVfD), gegründet 1897.
    Mitglieder ca. 10.000. Sie gab die Jüdische Rundschau heraus.
    Im Jahr 1925 hatte sich die “Zionistische Vereinigung” gespalten. Es entstand
    eine “Neu-Zionistische Bewegung”, die sich auch “Revisionisten” oder
    “Staatszionisten” nannten. Der Name “Staatszionisten” kennzeichnete das Streben
    nach einem eigenen, jüdischen Staat. Gründer und Leiter der Revisionisten war
    Vladimir Jabotinsky. Sein Vertreter in Deutschland wurde Georg Kareski.
    3. Der “Reichsbund jüdischer Frontsoldaten” (RjF), gegründet 1919. Mitglieder
    ca. 10 000, Zeitung: Der Schild.
    4. Der “Verband nationaldeutscher Juden” (VNJ), gegr. 1921, Mitglieder ca.
    10.000, Zeitung: Der nationaldeutsche Jude.
    Um die jüdischen Interessen gegenüber der Regierung besser vertreten zu können,
    wurde 1933 ein Dachverband gegründet mit dem Namen “Reichsvertretung der
    deutschen Juden” (RV). Die “Reichsvertretung” wurde 1935 umbenannt in
    “Reichsvertretung der Juden in Deutschland” und 1939 umbenannt in
    “Reichsvereinigung der Juden in Deutschland”. Der VNJ weigerte sich jedoch,
    diesem Dachverband beizutreten.
    Trotz aller Differenzierungen lassen sich zwei Grundrichtungen unterscheiden:
    eine, deren das Deutschtum die Hauptsache und Judentum nur
    Religionsangelegenheit war, und eine andere, die mit der jüdischen Religion auch
    das Bewußtsein einer anderen Volkszugehörigkeit verband. Diese zweite Gruppe
    waren die Zionisten. Innerhalb der deutschen Juden waren sie zwar in der
    Minderheit, gewannen aber im Laufe der Zeit den größten Einfluß.
    Die überwiegende Mehrzahl der deutschen Juden lebte schon seit weit über hundert
    Jahren hier. Mit dem Judenedikt (1812) war die politische Gleichstellung der Juden
    erreicht und waren die bis dahin geltenden Restriktionen aufgehoben worden. Sie
    fühlten sich demnach als Deutsche und nicht als Fremde. Die Anhänglichkeit an
    Deutschland führte, zumindest in den ersten Jahren nach 1933, nicht nur zu
    Sympathiekundgebungen und positiven Stellungnahmen für ihr deutsches Vaterland
    und die nationalsozialistische Bewegung, sondern teilweise auch zu einer
    ausgesprochenen Feindschaft gegenüber den Zionisten, die im Laufe der Zeit immer
    stärker auf Unterbindung jedweder Assimilierung und auf Auswanderung drängten.
    Zunächst hatte es auch in der zionistischen Jüdischen Rundschau noch geheißen:
    “Das deutsche Volk soll wissen, geschichtliche Verbundenheit von Jahrhunderten
    ist nicht so einfach zu lösen.” (13.4.1933)
    Und etwas später schrieb die gleiche Zeitung:
    “Wir glauben, daß auch die deutschen Juden ihren Platz und ihre Eingliederung in
    diesem Staate finden müssen und wir hoffen, daß sich noch die Form hierfür, die
    mit den Grundsätzen des neuen Staates in Einklang steht, wird finden lassen.”
    (29.8.1933)
    Noch nach den sogenannten “Nürnberger Gesetzen” schrieb die Jüdische
    Rundschau, daß es jetzt die Aufgabe der Juden sei, ihre Sonderstellung innerhalb
    des deutschen Volkes nach der positiven Seite zu entwickeln. (17.9.1935)……………….

    aus: Auswanderung der Juden
    aus dem Dritten Reich
    Ingrid Weckert

    Orthodoxe Juden fordern zur
    Auflösung Israels auf:

    …………..Das jüdische Volk ist dazu berufen, sich der Torah und dem Dienst Gottes zu widmen. Uns wurde von unserem Schöpfer auferlegt, in den Ländern unseres Exils als loyale Bürger zu leben und allen Menschen gegenüber Aufrichtigkeit zu wahren. Der Zionismus ist eine üble Abweichung, die ihre Opfer in endlose Konflikte mit anderen Völker verstrickt.

    Wir haben uns heute mit den Palästinenser eingefunden, um unser Mitgefühl für ihr Leiden zu bekunden. Die Anwesenheit Ariel Sharons in Washington heute, stellt eine Beleidigung der gläubigen Juden und der leidenden Palästinenser dar…………..
    http://www.nkusa.org/
    http://www.nkusa.org/Foreign_Language/German/feb0602german.cfm
    http://www.jewsagainstzionism.com/

  • 10 Gerald Franz // Sep 20, 2006 at 23:57

    Quelle:http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/364479.htm

    Das Problem mit der gespaltenen Zunge und der Iran, da habe ich noch etwas
    [ Börse & Wirtschaft: Elliott-Wellen-Forum ]

    Geschrieben von prinz_eisenherz am 20. September 2006 18:26:14:

    Als Antwort auf: Nun mache es dir mal nicht ganz so einfach, du kannst es besser… geschrieben von prinz_eisenherz am 20. September 2006 17:25:07:

    Ein Interview, das Geschichte schrieb
    Von: Ingrid Rimland
    Datum: 17. September 2006 22:20:46 GMT+02:00

    Ein sehr lesenswerter, intelligenter und mutiger Kommentar zum Spiegel-Interview mit Ahmadinedschad. Publiziert im Magazin “eigentümlich frei”, Ausgabe Nr. 65, September 2006 Der Mann, vor dem sich der “Spiegel” (nicht) fürchtet. Ein Interview, das Geschichte schrieb.
    Von Kaspar Rosenbaum

    Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad wuchs in einfachen Verhältnissen auf als eines von sieben Kindern eine Schmieds. Dabei ist er hochintelligent. 1975 nahm er an den landesweiten Universitätseingangsprüfungen teil und erreichte den 130. Platz unter vielen Zehntausenden Mitstreitern. Der promovierte Bauingenieur ist ähnlich wie Russlands Präsident Putin den meisten westlichen Politikern intellektuell haushoch überlegen. Auch deshalb fürchten sie ihn und verweigern schon mal das Gespräch. Spitzfindige Briefe an Merkel oder Bush werden lieber erst gar nicht beantwortet, da man sich der Diskussion mit dem gewitzten und schlagfertigen Teheraner Ex-Bürgermeister nicht gewachsen glaubt.

    Der Mann, vor dem “taz” und “Welt” sich fürchten.
    Im Frühjahr hat er einen eindrucksvollen ersten Beweis seines Könnens darin abgelegt, den Westen an seiner Achillesferse zu packen und ihn in seinem wunden Punkt vorzuführen. Der “Karikaturen-Streit” tobte und viele westliche Politiker und ihre Mainstreammedien schworen die ach so “westliche Meinungsfreiheit”. Von “Welt” bis “taz” druckte man höchst “mutig” die Mohammed-Karikaturen nach und fühlte sich seiner Sache als einer Achse des Guten sicher und moralisch überlegen. Bis Präsident Mahmud Ahmadinedschad plötzlich selbst zu einem Karikaturenwettbewerb aufrief und Gewinnern Goldmünzen auslobte. Das Thema sollte diesmal nicht Mohammed sein, sondern der Holokaust. Er sei gespannt, so Ahmadinedschad, ob die westlichen Medien diese Karikaturen auch drucken würden, ob sie also wirklich für Meinungsfreiheit stritten. Dabei weiß er nur zu gut, dass Autoren oder Zeichner solcher Karikaturen in Deutschland oder Österreich, aber auch in Belgien, Frankreich oder Polen, sofort im Gefängnis landen und wie Schwerverbrecher behandelt würden.

    Seit diesem Coup hat Ahmadinedschad, der selbst mit Freiheit kaum etwas am Hut hat, ja im Gegenteil durch und durch ein Kollektivist ist, sein Lieblingsthema in der Auseinandersetzung mit westlichen Politikern und Medien gefunden. Er hat die wunde Stelle entdeckt und bemerkt, dass sie wohl noch waidwunder ist, als er es schon ahnte.

    Vom Erfolg der Taktik überwältigt, lud Ahmadinedschad zum Entsetzen der westlichen Politiker und Mainstreammedien zu einer Holokaustkonferenz ein. Als Tony Blair darüber Unverständnis äußerte, lud er ihn persönlich ein, doch teilzunehmen und seinen Standpunkt auf der internationalen Konferenz mit einzubringen. Daraufhin erwiderte Blair, Ahmadinedchad möge doch mal lieber nach Auschwitz gehen und sich das Lager ansehen. Worauf Ahmadinedschad erst seinen wirklichen Coup landete:

    Ja, er würde ja gerne kommen. Und dabei wolle er dann gleich ein Team unabhängiger Wissenschaftler mitbringen, zwecks Begutachtung.

    Der polnische Außenminister beeilte sich danach anzumerken, es sei “ausgeschlossen, dass irgend eine iranische Untersuchungsgruppe die Erlaubnis bekommt, das Ausmaß des Holokausts auf polnischem Boden zu untersuchen”.

    Die Politiker Zweifel am Holokaust nähren.
    Ahmadinedschad führt sie alle vor, weil er weiß, dass über dieses Tabu in Europa und in den USA nicht diskutiert und nicht geforscht werden darf. Also wurde das Thema nicht kommentiert, sondern allenfalls in kleinen Teilen kurz vermeldet. Doch erstmals erfuhr auch so eine breitere Masse, dass Wissenschaftler, wie unseriös auch immer sie sich gebärden, für ihre Untersuchungen eingesperrt werden, dass Historiker für abweichende Meinungen abgeurteilt werden und dass weitere Untersuchungen “ausgeschlossen” sind.

    Wieviele Menschen mögen dadurch inzwischen Zweifel an der offiziellen Holokaustgeschichte gewonnen haben? Eigentlich Grund genug, dieses Tabu im Westen endlich zu hinterfragen und eine freie Diskussion zu erlauben, damit nicht noch mehr Wasser auf die Mühlen der sogenannten Holokaustleugner fließt. Doch Mut schreibt man sich zwar gerne unter Journalisten oder Politikern zu, nur kaum einer hat ihn. Und deshalb werden solche Fragen allenfalls in einer eigentümlich freien Zeitschrift diskutiert. (Anmerkung: Name der Zeitschrift, der dieser Artikel entnommen ist)

    Ahmadinedschad jedenfalls hatte allen gezeigt, wozu er fähig ist und wie er Menschen mit Hilfe dieses Tabuthemas Holokaust vorführen kann. Das deutsche Nachrichtenmagazin “Spiegel” schlug im Mai dennoch alle Warnungen in den Wind und ließ sich auf ein Interview mit Ahmadinedschad ein - vermutlich unter der Vorgabe, den kompletten Gesprächsverlauf exakt so zu drucken, wie er stattfand. Gleich drei hochkarätige Redakteure des “Spiegel” reisten nach Teheran - darunter auch der Chefredakteur Stefan Aust. Es sollte nichts schief gehen, man war auf alles gefasst. Was dann entstand, veröffentlicht am 29. Mai 2006 im Zentralorgen der deutschen Mainstreampublizistik, ist schon heute ein Stück Mediengeschichte.

    Wohl niemals zuvor wurden ausgerechnet im “Spiegel” seitenlange geschichtsrevisionistische Aussagen gedruckt, die - wie die Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Charlotte Knoblauch, anschließend empört hinzufügte - eigentlich “in Deutschland strafbar sind und bestraft werden müssen”.

    Nun verhält es sich mit dem Mainstreamflaggschiff “Spiegel” und strafrelevanten falschen Meinungen etwa so wie mit den etablierten Parteien und vermeintlich “verfassungsfeindlichen” Aussagen: was bei Bemerkungen unbedeutender Möchtegernpolitiker von Kleinparteien im Verfassungsschutzbericht zitiert wird, ist aus dem Munde von Koch, Steuber, Müntefering oder Wieczorek-Zeul eine “eigenwillige” Aussage. Insofern ist auch das, was im “Spiegel” zu lesen war, und was etwa in der “Jungen Freiheit” zu neuen Lichterketten der Anständigen und zu Verhaftungen geführt hätte, ein “eigenwilliger” Artikel. Wenn nur der iranische Präsident die drei “Spiegel” Spitzenreporter nicht so vorgeführt hätteŠ

    Mahmuds Interview mit drei “Spiegel”-Redakteuren.
    Es lohnt sich, die wichtige erste Passage des sieben Seiten langen Interviews noch einmal in Revue passieren zu lassen. Von Anfang nämlich führt Ahmadinedschad - und nicht etwa die “Interviewer” - das Gespräch. Der “Spiegel” beginnt locker mit Fußball und erwähnt die Furcht deutscher Politiker vor einem Besuch des iranischen Präsidenten anläßlich der WM in Deutschland. Ahmadinedschad versteht die Aufregung nicht. Also hakt der “Spiegel” nach: “Erst machen Sie Ihre Bemerkungen über den Holokaust, dann kommt die Nachricht, Sie reisen eventuell nach Deutschland - das sorgt für Aufregung. Also waren Sie doch überrascht?”

    Hier schlägt Ahmadinedschad erstmals zu:” Nein, in keiner Weise, denn das Netzwerk des Zionismus ist weltweit sehr aktiv, auch in Europa, daher habe ich mich nicht gewundert. Wir haben das deutsche Volk als Ansprechpartner gesehen. Mit Zionisten haben wir nichts zu tun.” Er will das “Spiegel”-Trio offensichtlich provozieren und fügt hinzu: “Ich weiß, dass der “Spiegel” ein renommiertes Magazin ist, aber ich weiß nicht, ob Sie die Möglichkeit haben, die Wahrheit über den Holokaust zu veröffentlichen. Sind Sie befugt, alles zu schreiben?”

    Schon sind die gängigen Klischees der “Holokaustleugner” bedient: das deutsche Volk als Opfer des “Zionismus” und der Spiegel als willfähriges Organ der “zionistischen Strippenzieher im Hintergrund”. Darüber würde sich nun jede andere westliche Zeitschrift mit jedem anderen Gesprächspartner lustig machen. Oder besser so einen Unsinn gar nicht drucken. Aber vor den drei weitgereisten “Spiegel”-Fechtern sitzt der leibhaftige iranische Präsident. Und man ist stolz auf dieses seltene Exklusiv-Interview.

    Deshalb reagiert das Trio defensiv: “Ganz sicher sind wir befugt, über die Erkenntnisse der historischen Forschung in den letzten 60 Jahren zu schreiben. Aus unserer Sicht besteht kein Zweifel daran, dass die Deutschen an der Ermordung von sechs Millionen Juden die Schuld tragen.”

    Da ist es schon, das Kollektivschuldbekenntnis, die intellektuelle Bankrotterklärung. Und da ist sie, die Zahl von sechs Millionen, die man als deutscher Journalist sofort noch einmal festschreiben muß. Und bei Gefängnisstrafe keiner anzweifeln darf. Obwohl genau diese Zahl zuletzt ein leitender Redakteur des “Spiegel”, Fritjof Mayer, indirekt angezweifelt hatte. Hinter vorgehaltener Hand bestehen denn auch sehr wohl Zweifel bei seriösen Wissenschaftlern über das straftrechtsbewehrte Dogma der “sechs Millionen” - wohlgemerkt nicht nur bei Holokaustleugnern”.

    Ahmadinedschad jedenfalls muß ob dieser sofortigen Selbstkasteiung innerlich ein kleines Freundentänzchen aufführen und fügt scheinbar gelassen hinzu: “Nun, dann haben wir eine ganz konkrete Diskussion angeregt. Wir stellen zwei ganz konkrete Fragen. Die erste lautet: hat sich der Holokaust wirklich ereignet? Sie bejahen diese Frage. Also lautet die zweite Frage: wer trägt die Schuld daran? Die Antwort muß in Europa gefunden werden und nicht in Palästina.” Doch stopp, der Präsident will zunächst beim Holokaust bleiben und fügt deshalb an: “Erlauben Sie mir, noch auf einen weiteren Punkt einzugehen. Wir sind der Meinung, wenn eine historische Begebenheit der Wahrheit entspricht, wird diese Wahrheit umso mehr ans Tageslicht kommen, ja mehr danach geforscht wird. Wir wollen den Holokaust weder bestätigen noch bestreiten. Wir sind gegen jede Art von Verbrechen an jedwedem Volk, aber wir wollen wissen, ob dieses Verbrechen wirklich geschehen ist oder nicht. Wenn ja, dann müssen diejenigen bestraft werden, die dafür Verantwortung tragen, und nicht die Palästinenser. Warum ist es nicht erlaubt, über eine Tatsache zu forschen, die vor 60 Jahren passiert ist?”

    Der erfahrene Stefan Aust und seine Mannen versuchen an dieser Stelle abzulenken und bemerken: “Herr Präsident, mit Verlaub, der Holokaust hat stattgefunden”. Ahmadinedachad erwidert: “Wenn es den Holokaust wirklich gegeben hat, dann erlauben Sie doch, dass unparteiische Gruppen aus aller Welt forschen. Warum beschränken Sie die Forschung auf eine bestimmte Gruppe? Ich meine natürlich nicht Sie, sondern die europäischen Regierungen.”

    Von dieser nun sehr konkreten Frage versucht der “Spiegel” noch einmal wegzulenken: “Bleiben Sie dabei, dass der Holokaust ein Mythos sei?” Ahmadinedschad spielt den Ball zurück: “Ich akzeptiere nur dann etwas als Wahrheit, wenn ich wirklich überzeugt bin. “Der “Spiegel” tappt in die Falle: “Obwohl alle westlichen Wissenschaftler keinen Zweifel am Holokaust hegen?” Ahmadinedshcad kann nun konkreter werden: In Europa gibt es dazu doch zwei Meinungen. Eine Gruppe Wissenschaftler oder Personen, die meistens politisch motiviert sind, sagen, dass der Holokaust stattgefunden hat. Dann gibt es aber die Gruppe jener Wissenschaftler, die eine gegenteilige Auffassung vertreten und deshalb zum größten Teil inhaftiert sind. Normalerweise fördern und unterstützen Regierungen die Arbeit der Forscher über historische Ereignisse und stecken sie nicht ins Gefängnis.”

    Aust und seine Untergebenen tun zunächst unwissend: “Wer soll das sein, welche Forscher meinen Sie?” Und Ahmadinedschad landet seinen Coup, indem er dafür sorgt, dass der Spiegel selbst die Revisionisten nennen muß: “Das wissen Sie besser als ich, Sie haben die Liste. Es sind Leute aus England, aus Deutschland, aus Frankreich und aus Australien.” Treffer. Und es zeigt sich, dass die “Spiegel”-Reisenden einige Namen der für ihre Meinungen im Gefangnis Inhaftierten gut kennen: “Vermutlich meinen Sie zum Beispiel den Briten David Irving, den Deutsch-Kanadier Ernst Zündel, der in Mannheim vor Gericht steht, und den Franzosen Georges Theil.”

    Der Zweite Weltkrieg war ein riesiges Verbrechen
    Aust und Co. Wissen um die Brisanz und versuchen, das Thema auf Israel zu lenken. Aber Ahmadinedschad setzt noch einen drauf: “Ich glaube, dass heute auch das deutsche Volk der Gefangene des Holokaust ist. Im Zweiten Weltkrieg sind 60 Millionen Menschen gefallen, der Zweite Weltkrieg war ein riesiges Verbrechen. Wir verurteilen all das, wir sind gegen Blutvergießen, und zwar unabhängig davon, ob ein Verbrechen gegen einen Muslim oder gegen einen Christen oder Juden begangen wird. Die Frage aber ist: warum stehen unter diesen 60 Millionen Opfern nur die Juden im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit?”

    Unerhört und irritierend, weshalb die Spitzenjournalisten sich lieber gleich noch einmal und ein für allemal zur Kollektivschuld bekennen: “Wir als Deutsche können uns nicht von einer speziellen Schuld freimachen, nämlich von der systematischen Ermordung der Juden. Aber vielleicht sollten wir nun doch zum nächsten Thema übergehen.

    Um die Tragweite der braven Antworten des “Spiegel”-Trios zu verstehen, lohnt es sich, beim im Sommer verstorbenen ef-Redaktionsbeirat und großen Libertären Gerard Radnitzky nachzuschlagen. Dieser schrieb nämlich im Mai 2003 in dieser Zeitschrift: “Als ich in die BRD einwanderte, kam ich aus den USA, meine akademische Ausbildung hatte ich in Schweden absolviert, und ich dachte, ich käme in ein normales Land. Bei Exoten gibt es Ehrkulturen und Schamkulturen. In der BDR gibt es einen Erbschuldkult: Schuld wird nicht auf Personen bezogen, sondern auf ein Kollektiv, auf das deutsche Volk, sie wird geerbt: Rassismus! Ein Kuriosum, das sich als eine Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln entpuppte. Man würde vermuten, dass Kollektivschuldbehauptungen als Verstoß gegen die Menschenwürde des Individuums strafbar seien. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: in der Bundesrepublik könnte man unter Umständen bestraft werden, wenn man sich gegen die aus “Singularität” abgeleitete Kollektivschuldzurechnung wendet, weil dies eine “Relativierung” impliziere, die gegen die Menschenwürde gerichtet sei. Um das Phänomen zu beschreiben, braucht man Begriffe aus der Psychopathologie und Religionssoziologie. Beim ständigen Insistieren auf Handlungen ihrer Väter- oder Großvätergeneration - ganz unabhängig von ihrem eigenen Tun und Lassen - handelt es sich um nichts anderes als um eine Form der Rassismus: aufgrund “seiner” Vergangenheit ist ‘der Deutsche’ moralisch minderwertig.”

    Auch Ahmadinedschad lässt den Rassismus des “Spiegel” nicht durchgehen: “Nein, ich habe eine Frage an Sie. Was für eine Rolle hat die heutige Jugend im Zweiten Weltkrieg gespielt? Warum soll sie Schuldgefühle haben? Warum sollen die Kosten für die Zionisten aus ihrer Tasche bezahlt werden? Wenn Leute damals Verbrechen begangen haben, dann mussten sie vor 60 Jahren vor Gericht gebracht werden. Schluß! Warum muß das deutsche Volk heute dafür erniedrigt werden, dass es im Laufe der Geschichte eine Gruppe von Menschen gab, die Verbrechen begangen haben?”

    Der “Spiegel” stammelt: Das heutige deutsche Volk kann nichts dafür. Aber es gibt eine Art Kollektivscham für jene Taten, die unsere Väter oder Großväter in deutschem Namen begingen.” Ahmadinedschad, inzwischen souveräner Moderator des “Spiegel”-Gesprächs, fragt relativ gnädig weil formaljuristisch: “Wie kann eine Person, die zur damaligen Zeit gar nicht gelebt hat, juristisch verantwortlich sein?”

    Der “Spiegel” auf der Rückzugslinie: “Nicht juristisch, sondern moralisch.”

    Der Moralismus der Mainstreammedien
    Auch hier lohnt es innezuhalten. Der konsequente Liberale Radnitzky hat den “Schuldkult-Rassismus und Moralismus” von Medien wie dem Spiegel wie folgt begründet: “Die Strategie ist zweckrational: wenn es gelingt, bei den Massen ein Schuldbewußtsein zu erzeugen und wach zu halten, dann sind sie fügsam, bereit, Buße zu tun. Und sie sind erpressbar, auch in finanzieller Hinsicht. Cui bono? Interessengruppen, die davon profitieren, sind leicht zu identifizieren. Auch Politiker und Medienmächtige sind an der Massenhysterisierung interessiert, bereits deswegen, weil sie ihnen Gelegenheit bietet, als Moralapostel zu posieren und Opponenten als unmoralisch auszuschalten. Kurz, für alle involvierten Entscheidungsträger ist es zweckrational, das Spiel mitzuspielen.”

    Nun ist Ahmadinedschad anders als Radnitzky kein Individualist oder Liberaler, weshalb es sich an dieser Stelle mitten im ehrwürdigen “Spiegel” wie folgt in die Herzen der deutschnationalen Kollektivisten spielt: “Warum wird dem deutschen Volk soviel auferlegt? Das deutsche Volk trägt heute keine Schuld. Warum darf das deutsche Volk nicht das Recht haben, sich zu verteidigen? Warum werden die Verbrechen einer Gruppe so betont, anstatt vielmehr das große deutsche Kulturerbe herauszustellen? Warum sollen die Deutschen nicht das Recht haben, ihre Meinung frei zu äußern? Ich habe eine Frage an Sie. Wie lange soll das so weitergehen ? Wie lange, glauben Sie, muß das deutsche Volk die Geisel der Zionisten sein? Wann ist das zu Ende, in 20,50, in tausend Jahren?”

    Der “Spiegel stammelt: Wir sind kritisch, wir sind unabhängig, wir lassen jedoch nicht zu, jedenfalls nicht ohne Protest, dass das Existenzrecht des Staates Israel in Frage gestellt wird.”

    Und wieder hat Ahmadinedschad sie da, wo er sie haben wollte: “Ich freue mich, dass Sie ehrliche Menschen sind und sagen, dass Sie verpflichtet sind, die Zionisten zu unterstützen.”

    Der “Spiegel” fühlt sich wie einst Tony Blair sicher und antwortet: “Das haben wir nicht gesagt, Herr Präsident”.

    Darauf Ahmadinedschad kurz und schmerzlos: “Sie haben Israelis gesagt.”

    Man wird wohl nie erfahren, wie viele Leser des “Spiegel” nach Lektüre des Interviews Zweifel am Ausmaß des Holokaust bekamen. Wie viele Leser werden wohl anschließend neugierig auf revisionistischen Internet-Seiten weitergesurft haben? Hunderte? Tausende? Zehntausende?

    Das alles lag natürlich nicht in der Absicht der bedauernswerten “Spiegel”-Profis. So wie es nicht die Absicht der Politik ist, durch Meinungsverbote diese abseitigen Meinungen gerade erst interessant zu machen. Kritik muß sich der “Spiegel” dennoch gefallen lassen. Am Tag nach Erscheinen des Interviews sah man sich sogar gezwungen, auf “Spiegel Online” ein wenig zurückzurudern. Hubert Kleiner kommentierte dort das Interview des eigenen Hauses wie folgt: “Wer die aktuelle Ausgabe des Spiegel durchsieht, wird in dieser Woche dort ein Interview finden, das, soweit ich sehen kann, in dieser Form ohne Beispiel ist: ein leibhaftiger iranischer Staatspräsident verbreitet sich per Interview seitenweise über angebliche Ungeklärtheit des Holokaust. Ganz unverhohlen werden dabei die zentralen Argumentationsfiguren wiederholt, die für gewöhnlich zu Haftbefehlen und Verurteilungen führen, wenn sie in der rechtsextremen Szene öffentlich geäußert werden.” Der frühere enge Vertraute von Joschka Fischer und heutige Professor für Politikwissenschaft fügt hinzu: Wer öffentlich so redet, bekäme hierzulande nicht Besuch von Redakteuren namhafter Zeitschriften, sondern von der Staatsanwaltschaft.”

    Die Suche nach dem neuen Hitler
    Der iranische Präsident ist wie fast jeder Politiker ein übler Typ, ein Kollektivist und letztlich als Verantwortlicher für Steuerraub auch ein Dieb. Darüberhinaus ist er vermutlich auch ein hasserfüllter Antisemit. Und doch ist er genauso wenig ein neuer Hitler (Charlotte Knoblauch) wie George Bush (Herta Däubler-Gmelin). Auch die “Holokaustleugner” sind vermutlich alles andere als sympathische Zeitgenossen. Die meisten sind vermutlich einfach widerliche Nazis. Und doch hat zum Beispiel der in Mannheim inhaftierte “Holokaustleugner” Germar Rudolf eine kleine Tochter, welcher von der deutschen Justiz der Vater entrissen wurde und welche nun bis zu seiner Freilassung in einigen Jahren von ihrer Mutter alleine großgezogen werden muß. Und das nur, weil ihr Vater eine amtlich nicht genehme Meinung äußerte.

    Es wird Zeit, dass Leuten wie Ahmadinedschad das Handwerk gelegt wird. Nicht durch ein weiteres Interview im “Spiegel”. Der hat sich genug blamiert. Sondern durch wirkliche Meinungsfreiheit in Deutschland.

    David Schah formulierte es in dieser Zeitschrift bereits im Dezember 2005 wie folgt: Wenn ein Liberaler die Meinungsfreiheit ausgerechnet derjenigen verteidigt, die er für moralisch verkommen und deren Ansichten er für gemeingefährlich hält, dann basiert das auf dem Grundsatz, dass meine Freiheit auch immer die Freiheit der Andersdenkenden ist. Sobald man dieses Prinzip durch Staat und Justiz auch nur ausnahmsweise außer Kraft setzen will, weil einem eine bestimmte Ansicht zuwider ist, stellt man auch seine eigene Meinungsfreiheit auf tönerne Füße.”

    Ahmadinedschad hat die tönernen Füße laut vernehmlich im “Spiegel” zerschlagen.

    Es ist nun an der Zeit, die Scherben aufzusammeln und wegzufegen. Oder noch einmal in den Worten von David Schah: “Eigentlich sollte ein Aufschrei zugunsten der Meinungsfreiheit für jedes freie Presseorgan eine Selbstverständlichkeit sein.” Der “Spiegel” jedenfalls hätte sich so einige Peinlichkeit erspart.
    Oder war das Interview ganz versteckt und (hinter)listig genau dieser Aufschrei? Wollten die Erben Augsteins nur aufzeigen, wie beschränkt doch die tabuisierte Diskussion ist? Zuzutrauen wäre so etwas unter allen Mainstreammedien nur dem Spiegel unter Stefan Aust - er hat schließlich schon einige ähnliche Tabus in den letzten Jahren geschliffen. Dann allerdings würde dem “Spiegel” Hochachtung gebühren. Ein Meilenstein in der deutschen Mediengeschichte ist das Interview so oder so.

  • 11 TodosAlemanesUnidos // Sep 21, 2006 at 19:46

    ” … ist dem deutschen Interesse nicht „der Jude“, sondern der Zionist entgegengesetzt. ”

    Herr Schwab, das ist Ihre Schlußfolgerung.

    Sie ist eine vereinfachende Schlußfolgerung, die Sie in einem mehrteiligen Elaborat verkünden und viele Beifallspender finden.

    Was ist “deutsch” ? - diese Frage wird Ihnen eine Bibliographie beantworten, nicht aber Ihr männlicher Frust !
    Sagen Sie daher bescheidener, daß die politische Methodik der “Zionisten” Ihnen zu religiös erscheint, um bloßes weltlich-politisches Handeln zu sein. Sehen sie die Gewaltenteilung gefährdet, nichts sonst !

    Das “Interesse” des “Deutschen” ist ein langes und breites: Es kann sich kaum auf ein “Reich” von 12 Jahren, sondern muß sich auf ein “Reich” von 1.200 Jahren beziehen ! Dieses Letztere ist (war) der Versuch der europäischen Völkerschaften, im Hort des Christentums die Leuchte der weißen Welt zu werden.

    Die heutigen Imitatoren, die unsere alte nationale Partei verfälschen, brauchen wir nicht ! Solange gewisse NPD-Teile im Schatten der NS-Diktatur bleiben - ungeachtet der historischen Dispute um Wahrheiten -, wird die Partei unser politischer Mundgeruch bleiben. Das Hitlertum war eine Agonie, niemals eine “Renaissance”.

    Es hängt sich überall der Dreck an die Räder, sagt ein altdeutsches Sprichwort. Lassen Sie die alte Karre stehen, suchen Sie sich eine neue.

  • 12 Olsen // Sep 22, 2006 at 2:37

    @Todos
    Sie sind nicht nur der Dreck am Rade der Geschichte, sie sind der Dreck am Rade des Bewußtseins, des Wissens, der Völker!

    “Dieses Letztere ist (war) der Versuch der europäischen Völkerschaften, im Hort des Christentums die Leuchte der weißen Welt zu werden.”

    Sprechen sie all ihren dunkelhäutigen Glaubensbrüdern und das sind vielfach mehr, als die weissen, den Glauben ab? Sie sind nicht nur ein philosophisch betrachteter Narr, sie sind eine, glücklicherweise, äußerst begrenzte katholisch-faschistische Koriphäe. Werden sie mit ihrem Lügengebilde, mit ihrem Wunderglauben glücklich, aber verschonen sie damit die Menschheit! Der von ihnen gepredigte Schwachsinn hat sich über Zweijahrtausende offenbart; die Menschheit, so sie eine Zukunft haben möchte, benötigt diesen geistlichen Müll nicht mehr und hätte ihn lieber nie benötigt. Viel Elend wäre erspart geblieben. Stellen sie ihren Durchfall in vatikanische Foren! AMÖBE!!!

  • 13 Olsen // Sep 22, 2006 at 2:43

    Ist das geistliche Weihwasser bereits so verdreckt, daß sich nicht einmal geistige Einzeller darin bewegen können? Ja!!! (und es war es schon immer)
    Wir sollten das Umweltproblem endlich zu unser Problem machen! Gibt es nur einen Planeten.

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