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Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Jürgen Schwab: Christliche und jüdische Zionisten - Teil V (26.09.06)

17:37 · Post your comment (3 Comments)

Fortsetzung vom 19.09.06:

Zum anderen, auch dies sollte angesprochen werden, ist das Völkerrecht im Kriege eine rein europäische Errungenschaft, die unserem Menschentypus entspricht. Den orientalischen Völkern war dies immer fremd. Dies trifft gleichermaßen zu auf israelische, islamische und amerikanisch puritanische Kriegs-„Kultur“. Alle drei handeln nach der Losung des Alten Testaments: „Auge um Auge, Zahn und Zahn!“ Da gibt es keine Schonung! Als Beispiele sollen das Foltern von Kriegsgefangenen – wie in Abu Ghraib –, die Verschleppung von Kriegsgefangenen auf Guantanamo von Seiten der USA, das massenhafte Töten von Zivilisten durch Israel sowie das Köpfe-Abschneiden arabischer Terroristen genügen. Sollte sich herausstellen, daß die zwei israelischen Soldaten getötet wurden, dann wäre auch dies ein Kriegsverbrechen. Aber die zwei Israelis wurden nicht „entführt“, wie es in den Medien heißt, sondern auf libanesischem Staatsgebiet gefangengenommen. Darauf müssen Spähtrupps gefaßt sein, daß sie in Kriegsgefangenschaft geraten.

Aber in der Wahrnehmung westlicher Medien gibt es nur noch die souveränen Staaten USA und Israel, deren Gegner seien ausnahmslos „Terroristen“. Dies trifft aber auf die Hisbollah nicht zu. Bei ihr handelt es sich um eine Miliz, die als „Partei Gottes“ in Beirut in Parlament und Regierung vertreten ist.

Der israelische Staat ist für die Palästinenser ein Hindernis für ihre eigene Souveränität, für den Islam ist die israelische Besetzung der heiligen Stätten in Jerusalem nicht akzeptabel. Da wir deutsche Nationalisten weder Palästinenser noch Muslime sind, sind das nicht unbedingt unsere Gründe. Für uns ist dieser Staat deshalb ein Ärgernis, weil dessen Gründungslegitimation, der „Holocaust“, unsere Souveränität verhindert. Dies meint jedenfalls der sächsische Landtagsabgeordnete Jürgen W. Gansel, wenn er auf den „Schuldkult“ hinweist, der sich seit 1945 auf die deutsche Innen- wie Außenpolitik auswirkt. Der Schuldkult verhindert freie Entscheidungen, ob in der Ausländerpolitik („Rassismus“-Vorwurf) oder in der Bündnispolitik (Staatsräson Israel zu schützen).

Der Schuldkult hat dazu geführt, daß Unsummen an Geld und an kostenlosen Waffen von Deutschland nach Israel geströmt sind. Mit diesen Mitteln wurde über Jahrzehnte hinweg auf durchaus „rassistische“ Weise das Leben des palästinensischen Volkes eingeschränkt. An jedem durch israelische Repression zu Tode oder zu Schaden gekommenen Palästinenser trägt die herrschende politische Klasse hierzulande somit eine Mitschuld. „Schuld“ ist eigentlich nach den Maßstäben der Tradition des europäischen Völkerrechts überhaupt keine Kategorie. Da aber die Apologeten des manipulierten internationalen „Rechts“ nur noch von „Schuld“ faseln, vor allem seit den Nürnberger Prozessen von 1946, sollten auch wir die „Schuld“-Frage bei uns im Lande stellen. Jawoll, die herrschende Klasse der BRD ist mit schuld an der Unterdrückung der Palästinenser.

Die israelische Souveränität wirkt sich also derzeit negativ aus auf die anzustrebende deutsche Souveränität, weil der einzigartige Opferstatus an den einzigartigen Täterstatus geknüpft ist. Sollte es möglich sein, daß der jüdische Staat seine „Einzigartigkeit“ in dem Punkt mäßigt, wäre eine neue Ausgangssituation geschaffen. Von mir aus können Juden Verbrechen, die man ihnen tatsächlich angetan hat, als einzigartig definieren, aber sie sollten dies nicht den Deutschen und der gesamten Welt auf Ewig aufdrängen. Aber dies trifft ja nicht auf alle Juden, sondern auf bestimmte zionistische Gruppen zu.

Den Nagel auf den Kopf trifft der österreichische Katholik Friedrich Romig, indem er darauf hinweist, daß es von der UNO mittlerweile einen internationalen „Holocaust“-Gedenktag gibt: „Was feiern wir eigentlich zu Ostern? Die Auferstehung Christi oder diejenige Großisraels?“ („Zur Zeit“ vom 14.-27. April 2006) Womit bewiesen ist, daß deutsche Christen auch den Zionisten kritisieren können.

Was die Bewältigung der „Einzigartigkeit“ betrifft, die einem unverkrampften deutsch-jüdischen Verhältnis im Wege steht, so könnten Juden wie Nicht-Juden an Hannah Arendt anknüpfen. Die jüdische Philosophin hatte 1964 in ihrem Buch „Eichmann in Jerusalem“ geschrieben, daß der in Jerusalem angeklagte SS-Offizier Adolf Eichmann ein „Mensch aus Fleisch und Blut mit einer individuellen Geschichte, einem immer einmaligen Gemisch von Eigenschaften, Besonderheiten, Verhaltensweisen und Lebensumständen“ gewesen sei.

In diesem Zusammenhang sprach Arendt von der „Banalität des Bösen“. Denn: „Man kann denken, daß es hier gar nicht mehr um einen bestimmten Menschen geht, der in seiner unverwechselbaren Gestalt auf der Anklagebank sitzt, sondern um das deutsche Volk überhaupt oder den Antisemitismus in allen seinen Gestalten oder um die ganze neuzeitliche Geschichte oder um die Natur des Menschen und die Erbsünde, so daß schließlich das gesamte Menschengeschlecht gleichsam unsichtbar mit auf der Anklagebank sitzt. All dies ist oft geltend gemacht worden, nicht zuletzt von denjenigen, die nicht ruhen und rasten, bis sie nicht ‚den Eichmann in jedem von uns‘ entdeckt haben.“

Das heißt also, daß der Typus des Massenverbrechers nicht deutsch, sondern „menschlich“ ist. Gerade auch gutmenschlich. Aufschlußreich ist auch diese Passage in dem Buch Arendts: „Zwar ist sich alle Welt nachgerade darüber einig, daß das, was in Auschwitz geschah, beispiellos ist; aber die Kategorien, mit denen dies Beispiellose nun politisch und juristisch erfaßbar ist, sind immer noch gänzlich ungeklärt. Denn der hierfür neuerdings eingeführte Begriff des Völkermords (Genocid) ist zwar in gewissem Sinne zutreffend, aber nicht ausreichend, schon weil Völkermorde nicht beispiellos sind – sie waren in der Antike an der Tagesordnung, und die Jahrhunderte der Kolonisation und des Imperialismus kennen mehr oder minder geglückte Versuche in dieser Richtung zur Genüge.“

Spätestens jetzt müßte die juristische Zensur dafür Sorge tragen, dieses Buch, in dem die Einzigartigkeit des „Holocaust“ bezweifelt wird, aus dem Verkehr gezogen wird. Aber bei einer jüdischen Autorin traut sich die philosemitische Zensur ohnehin nicht einzugreifen. Hierunter fällt auch folgender Satz Arendts: „Was er [Eichmann] getan hatte, war nur im Nachhinein ein Verbrechen; er war immer ein gesetzestreuer Bürger gewesen, Hitlers Befehle, die er nach bestem Vermögen befolgt hatte, besaßen im Dritten Reich ‚Gesetzeskraft‘.“

Ich höre bereits die verzweifelten Rufe aus dem rechten Ghetto: „Aber der Holocaust, den …“. Darum geht es hier nicht. Es geht an dieser Stelle nur darum, was tatsächlich getan wurde.

Fortsetzung folgt.

Siehe auch
Teil IV – Altermedia 20.09.06

Teil III – Altermedia 09.09.06

Teil II – Altermedia 02.09.06

Teil I – Altermedia 19.08.06

Quelle: Störtebeker-Netz 26.09.06

Ergänzend dazu siehe auch
Islam in Deutschland 2030- Erstellung einer begründeten Prognose
Seminarbericht Universität Tübingen, Sommersemester 2006
Dozent: Dr. Michael Blume (pdf)

Tags: Allgemeines

3 responses so far ↓

  • 1 Systemfehler // Sep 28, 2006 at 4:07

    Es geht an dieser Stelle nur darum, was tatsächlich getan wurde.

    Deshalb dieses Video über die tatsächlichen Hintergründe des 11.9.2001 unbedingt ansehen.

    http://video.google.com/videoplay?docid=-7859909765349743827&q=loose+change

  • 2 TodosAlemanesUnidos // Sep 29, 2006 at 18:10

    Herrn Schwab zur Erinnerung,

    daß sein Text-Absatz mit dem AT-Zitat aus dem 2. Buch Mose sich auf ein Ereignis bezieht, das noch keine eindeutige Aufklärung gefunden hat: “9/11″. Dieses Ereignis ist aber der politische Anpfiff zum US-militärischen Handeln gewesen.
    Der zitierte Bibelauszug hat einen Vorspann, der immer wieder unterschlagen wird:
    (2. Mose 23,21)
    “Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du
    (… geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde. ) ”

    Das “Völkerrecht” ist zumindest die spätere Version alter moralischer Gesetze, hier insbesondere der christlich-aufklärerischen Tradition.
    Von asiatischen Gesetzeskodexen wissen wir durchschnittlich recht wenig.

    Somit ist Ihre Festellung, daß “das Völkerrecht im Kriege eine rein europäische Errungenschaft” ist, unrichtig.
    Sie baut auf einer christlich-zweitausend-jährigen Tradition und ist geistig loziert, - damit wurde sie auch in andere Erdregionen mitgenommen.
    Die ersten Christengemeinden - die Galater des Neuen Testamentes z.B. - waren in der heutigen Region der Türkei ansässig und stammten völkisch von den - KELTEN !

    Der “Menschentypus” ist ein recht atmosphärischer Begriff, der mehrere wissenschaftliche Aspekte einschließt. Das Problem bei solchen “Begriffen” ist der Zeitfaktor, der am heutigen Punkt uns ein Ergebnis liefert, das in der Rückschau durch die Jahrhunderte GAR NICHT das war, was wir heute suggerieren, - sondern aus Wirkungs- Zusammenflüssen - evolutiv - entstand.
    In diesen Vergangenheiten geschahen Auseinandersetzungen, die vom “Ewig-Menschlichen” geprägt sind, das NICHTS mit “Europa” zu tun hat.
    Was “europäisch” sein kann, ist allein die spezifische Modifikation des Archetypischen, was zu Ergebnissen geführt hat, die von geographischen Vorzügen geprägt sind. Worin liegt also der “Vorzug” ?
    Was wir “europäisch” nennen, ist unser Erbe, - das wir schätzen und dessen Werden uns bewußt bleiben müssen: Wir sind nicht nur “auf dem eigenen Mist gewachsen” !

    Das “Foltern von Kriegsgefangenen” gehört zur “europäischen” Tradition genauso, wie Ihre Gene, Herr Schwab, von einem Ihrer ungeliebten Vorfahren überliefert worden sind. Sie können sich Ihre und unsere Wahrheit nicht herauspicken, schon gar nicht in Form einer pseudo-völkerkundlichen Polit-Theorie neu erfinden.
    Der Neo-Paganismus ist ein Modetick, der übersättigte Jugend und renitente Ältere in demselben destruktiven Betreiben vereinigt.
    Sie sind genau von dem übersättigt, was sie ihrerseits wieder anstreben: Raus aus der einen Kultur, rein in die andere Kultur.

    Aber fällt Ihnen nicht auf, daß Sie nichts Besseres zu bieten haben ?

    Ihre Wahrheit ist rückwärtige Auslöschung, während die Voraussicht keinerlei Phantasie entwickelt. Sie haben sich außerhalb der funktionellen Gemeinschaft begeben und suchen nun “Ableger-Anhänger”. Für Skurriles hat die Gesellschaft immer Platz, es bringt sogar Geld, wenn man es richtig anpackt …

  • 3 TodosAlemanesUnidos // Sep 29, 2006 at 19:32

    Nachtrag @ Schwab:

    Dieser Abschnitt aus der Aktuellen “Zeit für Protest” der REP. Solche Ähnlichkeit zu Ihrem Text - und doch ein wesentlicher Einstellungsunterschied:

    “Als Hilfstruppe der Israelis würde Deutschland aber sein hohes Ansehen und seine Glaubwürdigkeit in der arabischen Welt verlieren.
    Deutschland muß seinen guten Draht zu beiden Seiten nutzen und als ehrlicher Makler wirken, wenn es im nahen Osten eine positive Rolle spielen will. Partei zu werden auf diesem von unzähligen alten und neuen Konflikten vergifteten Minenfeld wäre selbstmörderisch.
    Dauerhaften Frieden kann es dort ohnehin nicht geben. Friede setzt Vergebung voraus; Israel und seine Feinde aber kennen nur die ewige Spirale von Rache und Vergeltung. Auge um Auge, Zahn um Zahn; aus diesem Geist kann kein Friede entstehen und auch keine Wertegemeinschaft mit dem christlichen Abendland.”

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