“Wer Wahlkampf und Wahlkampfparolen für bare Münze nimmt, ist selber schuld.”
Alexander, überzeugter NPD-Anhänger, 2. Kommentar zu „Von der wunderbaren Leichtigkeit des Seins … und des Scheins – Ein Blick auf Kandidatenwatch.de (08.08.06)”, gepostet heute 10:42
![]() |
Conow / Malliß – Mecklenburg: Im Lokal „Elisabethquelle“ im mecklenburgischen Conow, einem Ortsteil von Malliß im Landkreis Ludwigslust, fand heute die bereits seit Tagen von der NPD angekündigte Pressekonferenz statt, in der die Partei die Öffentlichkeit über ihre Wahlkampfpläne zu informieren gedachte. Das Medieninteresse war allerdings mehr als gering. Außer einem Mitarbeiter von Radio MV und zwei Mitarbeitern des Magazins STERN erschien nur noch eine linke Journalistin (Andrea Röpke?), die aber von den NPD-Vertretern nicht zur Pressekonferenz zugelassen wurde. Darüber hinaus wird vom Treffpunkt noch eine linke Gegendemonstration gemeldet, an der einem Bericht von NDR 1 Radio MV etwa 20 Personen teilgenommen haben sollen. Ernsthafte Zwischenfälle werden jedoch keine gemeldet.
Nachdem nicht mehr Journalisten erschienen, bildete man einen Konvoi mit dem man unter Polizeibegeleitung ins etwa 21 Kilometer weiter entfernte Conow fuhr. Die ausgesprochen geringe Resonanz auf die Einladungen zur NPD-Pressekonferenz dürften nicht zuletzt ihre Ursache darin haben, weil die NPD seinerzeit beim Landesparteitag in Greifswald die Medien förmlich für blöd verkauft hat, als sie sie unter dem üblichen Heimlichkeitenzirkus zum Versammlungslokal lotste, um sie dann lediglich vor vollendete Tatsachen zu stellen, indem man ihr lediglich die bereits gewählten Spitzenkandidaten präsentierte, ohne daß man ihr die Möglichkeit gab, bei der allgemeinen Kandidatenvorstellung dabei zu sein. Angesichts solcher Behandlung verwundert es nicht, wenn die meisten Medien der Partei heute einen Korb gaben, ließen sich die dort heute von der Partei zum besten gegebenen Inhalte doch bereits in der NPD-Wahlkampfzeitung oder der NPD-Internetseite lesen, ohne daß man sich deshalb überflüssigen Unkosten, Strapazen oder sonstigen Indianerspielen aussetzen mußte.
Die Pressekonferenz wurde vom Wahlkampfleiter Holger Apfel, dem Spitzenkandidaten Udo Pastörs und dem Landesvorsitzenden Stefan Köster (Listenplatz 4) geführt. Auf die Anwesenheit eines Vertreters aus der Kandidatenriege, der auch tatsächlich aus dem Lande stammt und nicht nur zugezogen ist, legte man dieses Mal keinen Wert. Keine Überraschung, bezeichnete sich der als eine Art „Quoten-Ossi“ an der Landtagskandidatenspitze fungierende Tino Müller sich doch bei seiner Kandidaturvorstellung mehr als Mann der Tat, denn als Mann des Wortes. Auch sonst gewinnt man den Eindruck, daß Landtagskandidaten hinter Platz vier in diesem Wahlkampf kaum eine Rolle spielen werden, bislang traten sie jedenfalls in der Öffentlichkeit kaum wahrnehmbar auf. Ähnliches gilt für die meisten Direktkandidaten. Bemerkenswert ist es zudem auch, daß die NPD eine Erwähnung ihrer Landtagskandidaten 11 bis 15 noch nicht einmal in ihrem offiziellen Wahlportal für notwendig hält.
Hier noch einmal die Namen der Kandidaten zur besseren Erinnerung, wäre es doch ungerecht, sie kurz vor der entscheidenden Phase des Wahlkampfes in Vergessenheit geraten zu lassen. Schließlich sollen ja auch sie ihre Chance haben und wenn schon nicht von der eigenen Partei, so doch wenigstens von uns, schließlich haben wir einen Namen der verpflichtet:
Platz 11- Klaus Bärthel, NPD Ludwigslust
36 Ja-Stimmen, 4 Gegenstimmen, 4 Enthaltungen*
Platz 12 – Jens Blasewitz,
34 Ja-Stimmen, 6 Gegenstimmen, 4 Enthaltungen
Platz 13 – David Petereit,NPD Rostock
35 Ja-Stimmen, 8 Gegenstimmen, 1 Enthaltung
Platz 14 – Uwe Krummrei, NPD Neubrandenburg
39 Ja-Stimmen, 2 Gegenstimmen, 2 Enthaltungen
Platz 15 – Ricardo Kaster.
34 Ja-Stimmen, 7 Gegenstimmen, 3 Enthaltungen
* Diese Angaben beziehen sich auf die Stimmen, welche diese Kandidaten auf der Delegiertenkonferenz in Greifswald bekamen, bei der die Kandidaturen offiziell abgesegnet wurden. Tatsächlich waren die Spitzenplätze zuvor jedoch schon am grünen Tisch ausgehandelt worden. –
Die Schriftleitung
Wesentliche Überraschungen außer den in solchen Fallen üblichen und wahlkampfbedingten Sprechblasen gab es im Grunde nicht. Interessant war allerdings die Bekanntgabe des Wahlkampfbudgets durch Holger Apfel. So beträgt dieses, nach seinen Worten, 400.000 Euro. Eine Summe die den einen oder anderen nationalen Wahlkämpfer in Mecklenburg vielleicht aufhorchen lassen mag. So war Anfang des Jahres immerhin noch von 1,5 Millionen, bzw. einem Etat, der so hoch ist wie der des letzten Bundestagswahlkampfes die Rede. Allerdings war bereits in jüngster Vergangenheit klargeworden, daß es mit den ursprünglich geplanten Geldern nicht klappen würde. So erkannte man dies u. a. auch am im wahrsten Sinne des Wortes verschleppten Wahlkampf. Wollte man den gegnerischen Parteien eigentlich schon im Frühjahr so mal richtig zeigen, was eine Harke ist, so blieb die eigentlich erwartete nationale Propagandaoffensive aus. Ob 1,4 Millionen Wahlkampfzeitungen und eine Vielzahl von diversen Flugblättern mit Standardinhalten, die man bereits aus anderen Wahlkämpfen diesen Zeitverlust herausreißen werden?
Auch in der Zwischenzeit halten sich die Aktivitäten im Verhältnis zur Wichtigkeit der Wahl für die NPD vergleichsweise mit 1998 eher in Grenzen. Zwar fehlt es nicht an Bekundungen über angeblich vorhandenes mächtiges Bürgerinteresse, doch fällt es schon auf, daß offizielle von der NPD veröffentlichte Propagandafotos im Grunde genommen immer nur Vertreter der Partei oder ihres Anhangs, in den seltensten Fällen aber größere Ansammlungen von Bürgern mit erkennbarem NPD-Interesse zeigen.
In der letzten Umfrage wurde die NPD in Mecklenburg-Vorpommern bei vier Prozent in der Wählergunst gehandelt. Gleichzeitig wiesen die Meinungsforscher jedoch daraufhin, daß 56 Prozent der Wahlberechtigten bislang noch kein oder aber nur geringes Interesse für die Teilnahme an den Landtagswahlen zeigen. Bei den letzten Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt nahmen gerade etwas mehr als 44 Prozent der Wahlberechtigten ihr Wahlrecht wahr. Trotz offizieller Volksfront mit der NPD schaffte es die dort antretende DVU nicht in den Landtag. Wird es die NPD schaffen und dann auch noch mit 7 Prozent + X? Wir wissen es nicht, doch wären wir Landtagskandidaten, wie beispielsweise der Listenkandidat Nr. aus Rostock, so würden wir mit den Gedanken an einen Erwerb einer Eigentumswohnung in der Schweriner Innenstadt und der Bestellung eines neuen Autos noch bis nach der Wahl warten. Letztlich weiß man ja nie …
Siehe auch
Altermedia 08.08.06
Quelle: Störtebeker-Netz 08.08.06
Anhang:
Impressionen vom letzten NPD-Wahlkampfwochenende
![]() |
| “In vielen Gesprächen zeigte sich dabei nur zu deutlich, daß immer mehr Bürger längst die Schnauze voll haben vom derzeit herrschenden System und bereit sind, am 17. September bei der Landtagswahl ihre Stimme der NPD zu geben.” – Vor dem Markant in Grevesmühlen |
“…Um die Lage nicht eskalieren zu lassen, zogen es die Wahlhelfer der NPD an diesem Tage jedoch vor, ihre Aktivitäten an einen anderen Ort zu verlagern und so wurden in der Kreisstadt Grevesmühlen an verschiedenen Orten öffentliche Verteilaktionen durchgeführt. In vielen Gesprächen zeigte sich dabei nur zu deutlich, daß immer mehr Bürger längst die Schnauze voll haben vom derzeit herrschenden System und bereit sind, am 17. September bei der Landtagswahl ihre Stimme der NPD zu geben.” NPD-Lübeck/Ostholstein 05.08.06
![]() |
| “In vielen Gesprächen zeigte sich dabei nur zu deutlich, daß immer mehr Bürger längst die Schnauze voll haben vom derzeit herrschenden System und bereit sind, am 17. September bei der Landtagswahl ihre Stimme der NPD zu geben.” – Vor dem Markant in Grevesmühlen |
![]() |
| “In vielen Gesprächen zeigte sich dabei nur zu deutlich, daß immer mehr Bürger längst die Schnauze voll haben vom derzeit herrschenden System und bereit sind, am 17. September bei der Landtagswahl ihre Stimme der NPD zu geben.”- Vor dem NORMA in Grevesmühlen |
Quelle: NPD Lübeck / Ostholstein 05.08.06*
* Der dort veröffentlichte Text wurde inzwischen auch als Pressemeldung auf der offiziellen NPD-MV-Seite veröffentlicht, allerdings ohne Hinweis auf die Erstveröffentlichung durch die NPD Lübeck /Ostholstein. – Die Schriftleitung








14 responses so far ↓
1 koenig // Aug 8, 2006 at 21:55
@ oberes NPD-Logo
“NPD – Die einizig wahre Opposition!”
Soll man da lachen oder eher weinen?
2 Besonders Interessierter // Aug 8, 2006 at 22:17
Listenkandidat aus Rostock? Gibt es da nicht theoretisch zwei? Aber egal. An und für sich kann das nur der Kandidat sein, der auf dem letzten Landesparteitag während der Kandidatenvorstellung auf seine Hool- Vergangenheit hinwies.* Ferner verlieh er seinem politischen Ungeschick dadurch Ausdruck, dass er stotternd irgendwas von: \’Wirtschaft muss dem Staat dienen\’ zum Besten gab.
(Schreit es laut hinaus!) DIESER MANN GEHÖRT IN DEN LANDTAG!!! SOLCHE LEUTE BRAUCHT DAS LAND!!!
Das Auto und die Wohnung hat er sich redlich verdient. Ist nur die Frage, ob es noch eine Partei gibt, die soviel Einfältigkeit fördert. Eine Begabtenförderung braucht hier wohl niemand zu beantragen
Bingo.
Schriftleitung Altermedia
3 Gerrit // Aug 9, 2006 at 0:22
Na, denn flenn doch, Heulsuse. Mach es erstmal besser. Ich würde Deiner Partei sicherlich beitreten, aber es gibt sie ja wahrscheinlich nicht. Biete mir eine angemessene Alternative, und wir retten das deutsche Volk dann gemeinsam, Dummschwätzer!
4 Worch // Aug 9, 2006 at 5:07
@ Schriftleitung:
Zitat:
In der letzten Umfrage wurde die NPD in Mecklenburg-Vorpommern bei vier Prozent in der Wählergunst gehandelt.
Zitat Ende
Habe ich leider nicht gefunden. Alles, was ich gefunden habe, ist eine Infratest-Dimap-Umfrage vom 3. August, in der \”Sonstige\” mit sechs Prozent gehandelt werden. Nun liegt die Vermutung nahe, daß der Anteil der NPD an \”Sonstigen\” sicherlich mehr als die Hälfte sein wird, eher zwei Drittel; womit sich die genannten vier Prozent gewissermaßen bestätigen würden. Aber eben nur gewissermaßen, nicht als konkrete Zahl. Gibt es für die konkrete Zahl eine Quelle?
Grüße
Christian Worch
http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/mecklenburg-vorpommern.htm
Schriftleitung Altermedia
5 Worch // Aug 9, 2006 at 5:17
@ Dummschwätzer,
pardon: @ Gerrit:
Du zäumst das Pferd falsch auf; das passiert häufig bei Menschen, die betriebsblind sind. Empfiehl doch erst einmal der Partei, für die du mit so harschen Worten gegen die Schriftleitung zu Felde ziehst, daß sie ein Internet-Portal vergleichbarer Bedeutung wie Stoertebeker/Altermedia schaffen möge. Sollte für eine Partei, die auf die Ressourcen von 6.000 Mitgliedern, einen Umsatz von mehreren Millionen Euro im Jahr und zudem noch einen florierenden Verlag zurückgreifen kann, doch eigentlich ein Klacks sein.
Wenn die Partei diesen Klacks bewältigt hat, brauchst du dich hier nicht mehr auszuflennen.
Grüße
Christian Worch
6 Schwert // Aug 9, 2006 at 9:02
@ Gerrit
Richtig so! Die NPD ist nunmal leider nicht das, was man sich hier unbedingt wünscht, aber welche PARLAMENTARISCHE Alternative gibt es denn momentan sonst?
Um möglicherweise doch in Kürze einen beachtlichen Wahlerfolg (ob nun in den einzelnen Bundesländern oder bei der Bundestagswahl) zu erreichen, bleibt momentan wohl leider nichts anderes übrig, als dass die NPD soviel Stimmen wie möglich bekommt.
Außer es hat jemand einen anderen brauchbaren Vorschlag!?
Wenn die Geschichte lediglich nur darauf hinausläuft, daß man ein paar mehr oder minder korrupte Bonzen durch ein paar andere mehr oder minder korrupte Bonzen ersetzt, dann kann man sich wohl die Mühe eines Wahlgangs sparen. Ein NPD-freundlicher Kommentator kleidete das ja gestern in das schöne Bild, daß Wahrheit bei Wahlen ohnehin keine Rolle spiele und daß wer Wahlkampf und Wahlkampfparolen für bare Münze nimmt, selber daran schuld sei. Na und wenn so schon die NPD-Basis denkt, was will man sich dann noch über deren Führung wundern. Mit anderen Worten, wenn die Andern lügen und korrupt sind, dann können wir das auch, oder wie soll man das verstehen. Sicher, das kann man, aber dann unterscheidet man sich auch nicht von ihnen und wenn man sich nicht von ihnen unterscheidet, welchen Unterschied macht es dann noch welche Partei im Landtag oder sonstwo gibt. Nach unserem Dafürhalten keinen. Den Mummenschanz mit der angeblichen einzigen parlamentarischen Alternative kann man sich unseres Erachtens ebenfalls schenken, vielleicht sollte man sich ja mal zu der Wahrheit durchringen, daß es derzeit parlamentarisch überhaupt gar keine Alternative gibt.
Schriftleitung Altermedia
7 Schwert // Aug 9, 2006 at 9:45
@ Schriftleitung
\”Ein NPD-freundlicher Kommentator kleidete das ja gestern in das schöne Bild, daß Wahrheit bei Wahlen ohnehin keine Rolle spiele und daß wer Wahlkampf und Wahlkampfparolen für bare Münze nimmt, selber daran schuld sei.\”
Das sollte man nicht überbewerten bzw dort zuviel hineininterpretieren.
Sie haben nur einen sehr schwachen Begriff davon, was wir alles interpretieren können … und werden.
\”Den Mummenschanz mit der angeblichen einzigen parlamentarischen Alternative kann man sich unseres Erachtens ebenfalls schenken, vielleicht sollte man sich ja mal zu der Wahrheit durchringen, daß es derzeit parlamentarisch überhaupt gar keine Alternative gibt.\”
Wenn es wirklich so wäre, dann hätten die Etablierten doch nicht soviel Angst vor der NPD. Ich denke, ein Wahlerfolg der NPD könnte den Damm bei vielen Deutschen brechen. Das sehe ich auch in meinem näheren Umfeld. Die Bereitschaft, national zu denken und zu wählen, wird stetig größer. Es fehlt meist nur ein wenig Zuversicht.*
Und darüber wundern Sie sich wirklich? Wir nicht mehr.
\”Wenn die Geschichte lediglich nur darauf hinausläuft, daß man ein paar mehr oder minder korrupte Bonzen durch ein paar andere mehr oder minder korrupte Bonzen ersetzt, dann kann man sich wohl die Mühe eines Wahlgangs sparen.\”
Das dachten viele bei Adi auch. Doch nichts ist gewiss. Man sollte es auf einen Versuch ankommen lassen – nicht schon vorher resignieren. Denn eine einmal angestoßene Entwicklung könnten selbst die \”Bonzen\” bei der NPD (sofern sie sich als solc he herausstellen sollten) nicht aufhalten.*
Irgendwas muß jedenfalls schnellstens probiert werden. Warten auf ein Wunder können wir immer noch.
Dann sollten Sie nicht versäumen NPD zu wählen, unser Bedarf jedenfalls ist vorerst gedeckt. Wahlen machen nur dann Sinn, wenn das Angebot auch echte Alternativen zeigt und wenn Sie diese bei der NPD sehen, dann sehen Sie mehr als wir, wozu wir Ihnen übrigens gratulieren, was uns betrifft, so kennen Sie ja sicher unseren diesbezüglichen Slogan: Danke, wir haben schon gespendet. Nichts für ungut.
Schriftleitung Altermedia
8 Schwert // Aug 9, 2006 at 10:19
@ Schriftleitung
Ihre kritische Haltung und Ihre kritische Arbeit ist sehr sinnvoll. Aber man sollte auch nicht zu fatalistisch denken. An der NPD gibt es sehr viel Veränderungs- und Verbesserungspotential. Aber ich denke nicht, dass die Veränderungen und Verbesserungen einfach durch Stimmenthaltung eintreten werden. Ganz im Gegenteil. Das würde nur die Etablierten freuen, die sich somit in ihrem \”Kampf gegen Rechts\” bestätigt fühlen.
Ist die NPD nirgends in den Parlamenten vertreten, gehen die Medien über sie hinweg. Ist sie vielerorts vertreten, kann man nicht mehr über sie (und somit über nationale Belange) hinweggehen.
Und die paar \”Bonzen\” in der NPD bleiben auch nicht ewig. Die werden (oder sind schon) auch alt. Nur wegen denen (und anderen unliebsamen Mitgliedern) kein Kreuzchen zu machen, halte ich für den absolut falschen Weg. Außer man hat in Kürze etwas konkret besseres anzubieten.
Jeder hat das Recht das für richtig zu halten, was er für richtig hält. In diesem Fall gehen die Meinungen wohl auseinander.
Schriftleitung Altermedia
9 Worch // Aug 9, 2006 at 11:45
@ Schwert:
Die Medien nehmen die Parlamentsarbeit der NPD (in Sachsen) vornehmlich dann wahr, wenn vom Bombenholocaust die Rede ist oder Uwe Leichsenring Bemerkungen über Sonderzüge macht, die er begrüßenswert findet. Die Sacharbeit der NPD im Sächsischen Landtag wird von den Medien vornehmlich verschwiegen. Nicht, weil sie keine leistet. Das tut sie nämlich. Oder nicht, weil die nichts taugen würde. Sie ist im Gegenteil vornehmlich sehr gut. (Ja, ich nehme solche Dinge wahr. Und würdige sie. Zwar durchaus kritisch, aber ich würdige sie. Ich bin da nicht so einseitig, wie manche fanatischen NPD-Anhänger gern glauben möchten.) Über diese Sacharbeit liest man aber leider nur in Randbemerkungen der etablierten Medien; wenn überhaupt. Beispielsweise, wenn mehr als 30 Abgeordnete für den Verbleib der NPD-Parlamentarier im Untersuchungsausschuß über die Landesbank stimmen, obwohl die NPD selbst nur 9 Stimmen hat. Zweifellos ein Beleg dafür, daß die Sacharbeit der NPD qualifiziert und kompetent ist; sonst würden ja nicht rund zwei Dutzend Abgeordnete von der NPD grundsätzlich feindlich gegenüberstehenden Parteien für den Verbleib der NPD-Mitglieder im Untersuchungsausschuß stimmen. Nur, das wird lediglich mal ganz am Rand erwähnt; wer nicht besonders aufmerksam ist, überliest es im Regelfall.
Damit ist die Grundhypothese, eine parlamentarische Vertretung sei notwendig, damit berichtet werde, mindestens teilweise falsch.
Es gibt nämlich kein Gesetz und keine Instanz, die die Medien zu sachlicher und ausgewogener Berichterstattung verpflichten.
Grüße
Christian Worch
10 Schwert // Aug 9, 2006 at 13:08
@ Worch
Insgeheim stimmen viele Leute ja auch den Äußerungen einiger Landtagsabgordneter zu…
Aber wie Sie bereits festgestellt haben, fällt die NPD im sächsischen Landtag eigentlich meist nur positiv auf bzw. die Medien haben nicht wirklich etwas negatives oder diletantisches zu berichten. Das spricht doch schon mal für die Qualität der Abgeordneten und der Arbeit der NPD.
Dieses Beispiel muß man doch versuchen, auch in andere Landtage zu tragen, auch wenn das dortige Personal momentan nicht so hoch zu bewerten ist, wie im sächsischen Landtag.
Ist die NPD einmal in mehreren Landtagen vertreten, wird das Medienecho und das Interesse der Leute automatisch größer, auch wenn es natürlich keine \”sachliche und ausgewogene Berichterstattung\” bei den Etablierten geben wird.
Was dann kommt, oder ob es überhaupt Erfolg haben wird, kann man im Vorfeld nicht wirklich abschätzen. Man sollte es aber wenigstens versuchen.
11 Tull Harder // Aug 9, 2006 at 17:41
@ Worch
Ich würde die Bedeutung der parlamentarischen Arbeit nicht allein von der Medienresonanz abhängig machen. Denn sollte es zu Ereignissen wie 1989 tatsächlich noch einmal in Deutschland kommen, hätte die nationale Bewegung überhaupt keine Möglichkeit, diese historische Chance zu nutzen. Sie verfügt bisher über keine Kader, die überhaupt Kenntnisse im Zusammenhang mit Staatsführungsaufgaben haben. Diese Erfahrungen kann man im Inland halt nur in Parlamenten sammeln…
12 Kommentar_adS // Aug 9, 2006 at 18:17
/\”Was dann kommt, oder ob es überhaupt Erfolg haben wird, kann man im Vorfeld nicht wirklich abschätzen. Man sollte es aber wenigstens versuchen. \”/
Stimmt. Probieren geht über studieren.
WER glaubt in den Medien der Etablierten nicht genügend und/oder richtig wahrgenommen zu werden, kann ja selbst Medien aufbauen. Diese Medien/Tageszeitungen können sich ja dezidiert neutral geben und als inhaltliche Ausrichtung recht neutral die \”Bekämpfung der pc haben\”. Man kann ja auch Zeitungsanteile kaufen, es wird ja immer wieder eine Zeitung verkauft. Nur eines muß klar sein, richtige Parteizeitungen, wie die anderer Parteien, sind nur zur Information der Funktionäre geeignet, als was anderes taugen sie nicht!
Wer eine gute Tageszeitung gründen will, soll sich die erfolgreichste Tageszeitung der Welt in bezug auf Einwohnerzahl und Verbreitungsgrad vornehmen. Wer weiß, wo sie ist und wie sie heißt?
Verbreitungsgrad von etwa fast 50 % der tageszeitunglesenden Bevölkerung. Dies entspricht etwa 1/3 der in diesem Staat lebenden Bevölkerung.
Aber wer nicht einmal in der Lage ist, ein gutes Infoportal aufzubauen, wie z.B. Störtebeker, bei Landtagswahlen auch – besser wäre nur – Kandidaten aus dem Land aufstellt und nicht nur Zuagroaste! präsentiert, der muß noch einiges lernen.
Abgesehen davon halte ich es für eine taktische Dummheit sondergleichen, die Wahlplakate Wochen vor der Plakatierung zu veröffentlichen. Eine Wahlkampagne muß sich ja normalerweise nach einem taktischen Konzept richten. Aber wahrscheinlich ist keines vorhanden, wenn doch – dann taugt es nicht besonders viel.
Interessant, wir würden gern von Ihnen lernen, wie war doch gleich die Adresse Ihres Infoportals? – Schriftleitung Altermedia
Wenn die NPD klug ist, muß sie ins Land eine Wendestimmung und/oder eine Proteststimmung bringen, dann fällt auch die RotrotRote Burg.
Übrigens, das schlimmst für einen Politiker ist es, wenn er sich selbst lächerlich macht, wenn er die Glaubwürdigkeit verliert. Danach kann man ihn vergessen!*
* Gemessen an dieser Logik dürften die wenigsten NPD-Landtagskandidaten in M-V eine Chance haben. – Schriftleitung Altermedia
Betreffend WÄHLEN:
Wie heißts so schön: Wer nicht wählt, redet (i.S.v. stimmt) auch nicht mit. Wer nicht wählt, darf sich dann auch nicht mehr aufregen, wenn ihm etwas nicht paßt. Der Nichtwähler läßt ja anderen die Entscheidung. Wer nicht wählt, hat das Recht zu meckern verloren.
Wer nicht wählt, ist selbst Schuld, er hätte ja sein kleines Scherflein zur Wahl einer Linste/politischen Grupierung/Partei beitragen können. Und wenn es auch als das kleinere Übel angesehen wird.
Wer wählt nicht wählt darf sich nicht aufregen, weil er das Recht zu meckern verloren hat. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß man nur so viel Recht hat, wie man auch Macht hat es durchzusetzen. Bislang ist es uns noch nicht aufgefallen, daß der Wähler in Deutschland das Recht hätte irgendwo mitzubestimmen. Ob er nun alle vier oder fünf Jahre mal wählen geht oder nicht, ist dabei völlig wurscht. Und wenn es die einzige Empfehlung der von Ihnen favorisierten Partei ist, daß kleinere Übel zu sein, dann kann man sich im Grunde genommen jede weitere Diskussion sparen, denn Übel bekämpft man entweder oder man geht ihnen aus dem Weg. Ein Dazwischen gibt es nicht. – Schriftleitung Altermedia
Ein wähler trägt mit seiner Stimme einen bestimmten Teil (1/x) zur Wahl eines MdL teil, bei überspringen der Hürde. Wie viel Stimmen man für einen Abgeordneten in M-V braucht, weiß ich nicht. Schätzungsweise etwa 15 000 bis 20000 Stimmen, oder?
Und wem keine Partei gefällt bzw. wer keine als das kleinere Übel ansieht, dem empfehle ich zu zeigen, daß er es besser kann. Soll er eine Partei gründen und damit in den Landtag einziehen. Wenn dies nicht im (derzeitigem) Rahmen seiner Möglichkeiten, dann kann er ja Bürgermeister seiner Heimatgemeinde werden und zusätzlich mit einer Liste im Gemeinderat einziehen. Also, worauf warten die \”Meckerer\” noch? Wenn Sie glaube, Sie können es besser, beweisen Sie es! Ein \”guter\” Bürgermeisterkandidat bringt nicht nur Bürgermeisterdirektwahlen mit einer 70 %igen Mehrheit zusammen, sondern auch eine Mehrheit im Gemeinderat. Hier kann er dann versuchen zu zeigen, was er besser kann. Ich weiß, in einer einzelnen – noch dazu – kleinen Gemeinde ist es schwer, wenn die Oberen wollen, \”verhungern\” sie in der Gemeinde, da können sie sich noch so anstrengen, ..
Übrigens, es erinnert sich ja wohl jeder noch an die Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt? Bei etwa 44%. Die Nichtwähler stellen dort die Mehrheit – die nicht aufscheint.
Wenn alle Nichtwähler zur Wahl gegangen sein würden und etwa 90% von Ihnen hätte die gleiche Partei gewählt, so hätte diese Partei jetzt die Mehrheit im Landtag.*
Dies muß den Leuten ins Bewußsein gehämmert werden. Wer dies verstanden hat geht wählen.
Also, das Potential zur Veränderung ist vorhanden. Es muß nur noch geweckt werden. Wer jetzt nicht zugreift, ist selbst schuld.
Ja und dann? Das letzte Gastspiel der \”nationalen\” Partei in Sachsen-Anhalt dürfte wohl noch allzu vielen Sachsen-Anhaltinern im Gedächtnis gehaftet haben, als daß man das Risiko einer neuerlichen Luftnummer dieser Art riskieren wollte. – Gehn Sie man hämmern. – Schriftleitung Altermedia
Alles unter der Voraussetzung, daß sich das Ergebnis einer Wahl aus dem getätigtem Wahlverhalten ableitet.
13 Schwert // Aug 9, 2006 at 19:02
O-Ton Schriftleitung: \\”Das letzte Gastspiel der \\”nationalen\\” Partei in Sachsen-Anhalt dürfte wohl noch allzu vielen Sachsen-Anhaltinern im Gedächtnis gehaftet haben, als daß man das Risiko einer neuerlichen Luftnummer dieser Art riskieren wollte.\\”
Die Schriftleitung meint hier wohl das 4-jährige \\”Gastspiel\\” der DVU. Aber die DVU nun als DIE \\”nationale Partei\\” zu bezeichnen, ist wohl ziemlich daneben. Die DVU bezeichnet sich selbst als eine absolut GG-treue Partei. Mir wäre auch neu, dass man jemals versucht hätte, gegen die DVU ein Verbotsverfahren anzuleiern.
Die DVU als Beispiel herzunehmen, ist nicht wirklich objektiv bzw repräsentativ. Außerdem sollte man nicht ewig darauf herumreiten, was vor 6 oder 8 Jahren alles so für Mist verbockt wurde.
Aber bitte, bitte, wer wird denn jetzt den wichtigsten Bündnispartner der Speerspitze des Nationalen Widerstands schlecht machen wollen? – Schriftleitung Altermedia
O-Ton Schriftleitung: \\”Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß man nur so viel Recht hat, wie man auch Macht hat es durchzusetzen. Bislang ist es uns noch nicht aufgefallen, daß der Wähler in Deutschland das Recht hätte irgendwo mitzubestimmen.\\”
Klar, die NPD hatte ja auch noch nirgends die Mehrheit
.
Eine Garantie, das es einmal so ablaufen könnte, kann einem eh niemand geben. Demokratie bedeutet aber eigentlich auch nicht, dass jeder einzelne Wähler nun bei allen politischen Details mitbestimmt, sondern dass das Volk seine Vertreter selber bestimmen kann. Solange das Volk nicht (oder nur wenig) Interesse an der Nation und ihren Belangen hat, solange wählt es auch Vertreter, die wenig Interesse an der Nation und ihren Belangen haben. Deswegen ist Ihr (und jedes andere nationale) Infoportal für die allgemeine Meinungsbildung ja auch so wichtig. Aber national wählen muß man dann trotzdem noch.*
Klar, wenn was Entsprechendes da ist. Der Name allein tut es auch nicht. Übrigens, kein Mensch muß müssen.
Schriftleitung Altermedia
14 Worch // Aug 10, 2006 at 23:53
@ Tull Harder:
Woher willst du wissen, wie meine Befähigung zur Staatsführung ist? Um nur ganz egozentrisch mich persönlich als Beispiel zu nennen. – Und meinst du, in einem bundesdeutschen Parlament – gleichviel, ob auf Landes- oder Bundesebene – lernt man soviel über Staatsführung?!
Grüße
Christian Worch
Leave a Comment