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Zossen / Brandenburg: Wie diese Woche bereits mehrfach berichtet, tobt derzeit im brandenburgischen Zossen eine Art politischer Sturm im Wasserglas. Anlaß sind einige Farbschmierereien am Hause des Versicherungsvertreters Jörg Wanke, der nebenbei auch noch als Antifa-Häuptling in der sogenannten Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ tätig ist. So wurden am vergangenen Wochenenede an seinem Haus Schriftzüge wie „Linke Sau“ oder „Volksverräter“ angebracht. Wanke schmückte daraufhin die Fenster seines Domizils mit allerlei Antifa-Transparenten. Zwei Angehörige der rechten Szene, von denen einer, nach Aussagen Wankes, ein Hakenkreuz auf der Brust eintätowiert gehabt haben sollte, sollen dann am Montag versucht haben, die Transparente runterzureißen, was angesichts der Höhe, in der diese angebracht waren, doch etwas erstaunt. Noch erstaunlicher jedoch fanden, wir daß man diese nicht festgenommen hat, obwohl Wanke gegenüber der Presse erklärte, daß man die beiden gemeinsam mit der Polizei vertrieben haben will.
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Bezeichnenderweise tauchte diese Geschichte dann bei einem RBB-Filmbericht in der Sendung BRANDENBURG AKTUELL nicht mehr auf und auch in der gestrigen Einwohnerfragestunde der Zossener Stadtverordnetenversammlung, die im Bürgerhaus des Ortsteiles Wunsdorf stattfand, war die hakenkreuzbekreuzte Brust des besagten Jünglings kein Thema mehr. Turbulent ging es jedoch dennoch zu, so machten etliche Zossener sich die Denkungsart Wankes und seiner Bürgerinitiative keineswegs zu Eigen.
So berichtet die MÄRKISCHE ALLGEMEINE:
„…Als Susanne Michler (CDU) ans Mikrofon trat und das von einigen Abgeordneten zuvor schon als „anmaßend“ und „unverfroren“ bezeichnete Auftreten von Mitgliedern der Bürgerinitiative (BI) „Zossen zeigt Gesicht“ „beschämend“ nannte, war die Stimmung in dem ohnehin schon aufgeheizten Saal auf dem Siedepunkt. Die bohrenden und kritischen Fragen von Kurt Liebau, Jörn Wanke und Georg-Heinrich von Eichborn an Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) zum Thema „Umgang mit Rechtsextremismus“ hatte die resolute Seniorin zu dem Vergleich hinreißen lassen, sie komme sich vor wie bei einem „Ketzerprozess“, wo der Schuldige schon vorher feststehe. Und als Michler der Bürgerinitiative auch noch vorwarf, „eindeutig links“ und nicht – wie so oft beteuert – überparteilich zu sein, und eine finanzielle Unterstützung der Stadt daher überdenkenswert sei, verließen die Mitglieder der BI spontan den Raum. …“
Ja, daran erkennt man die wahren Demokraten. Keineswegs nur in Zossen, wissen diese doch daß ihr politisch korrekter Zauber in der Öffentlichkeit nur dann funktioniert, wenn er sich keiner kritischen Gegenfragen zu erwehren hat. Dummerweise handelte es sich im Wunsdorfer Bürgerhaus jedoch nicht um eine eigenen Veranstaltung, bei der man den kritischen Teil des Publikums, wie in solchen Fällen üblich, unter pauschalen Rechtsextremismusverdacht stellen und ausschließen konnte.
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| Zossens “Nazifresser” Jörg Wanke |
Allerdings kam die Reaktion von Schreiber nicht überraschend, wurde diese doch durch die förmliche Arroganz und Borniertheit von Wanke regelrecht provoziert. So jammerte Wanke, daß er von der „ersten Frau der Stadt“ erwartet hätte, daß sie ihn nach dem Vorfall mit seinem Hause dort besucht hätte, um ihm „tröstende Worte“ und „moralische Unterstützung“ zu geben. Ja mehr noch, so erwartete Wanke von ihr, daß sie sich öffentlich von den Schriftzügen an der Hauswand distanziere, als ob ausgerechnet sie etwas damit zu tun hätte.
Damit nicht genug meinte Wanke, erklären müssen, daß die in Zossen durchaus vielfach auftauchenden linksextremistischen Schmierereien, wie „Nazis raus“ nicht mit den angeblich „rechten“ Schmierereien an seinem Haus in der Fischerstraße zu vergleichen wären.
Mit anderen Worten, wird eine saubere Hauswand eines unpolitischen Bürgers mit dem Spruch „Nazis raus“ verziert,so geht das in den Augen des Genossen Wanke schon in Ordnung, während entgegengesetzte Äußerungen am Haus eines bei jeder Gelegenheit gegen politisch Andersdenkend wetternden und als „Nazifresser“ bekannten Versicherungsvertreters als eine Art nationales Unglück eingestuft werden sollen. Jedenfalls aus der Sicht des Genossen Wanke.
Um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, warfen Wanke und sein Bürgerinitiativen-Spezi Georg Heinrich von Eichborn die Frage auf, was die Stadtverwaltung tun wolle, um solche Vorfälle zu verhindern. Leider bleibt uns die MÄRKISCHE ALLGEMEINE die Antwort auf diese gewiß sehr interessante Frage schuldig.
Möglicherweise schweben Wanke und von Eichborn ja so etwas wie eine Art Bürgerwache mit Schilderhäuschen vor dem Haus in der Fischerstraße vor oder eine permanente Polizeipatrouillle.
Erwägenswert wäre unseres Erachtens jedoch auch, Herrschaften wie Wanke vorzuschlagen, einfach aus Zossen wegzuziehen. Sicher, Versicherungsvertreter ist ein durchaus ehrenwerter Beruf, aber auch kein solcher für den man nicht ggfs. Ersatz finden würde.
Während man uns auf diese Weise die Antwort auf Wankes Wünsche schuldig bleibt, erfahren wir dafür aber von einem echten Akt der Zivilcourage in Zossen und damt meinen wir nicht den Auftritt von Wanke und Genossen vor der Kamera des RBB beim Entfernen der Wandschmierereien, bei der die zahlreiche Beteiligung übrigens umgehend nachließ, sobald die Kamera wieder abschaltet wurde, sondern von einem Transparent in der Berliner Straße 11. Dieses trägt nämlich den Schriftzug „12 Jahre für eine Meinung“ und spielt auf die Verurteilung von Horst Mahler an, der in diesem Jahr wegen seiner Meinung zu bestimmten Details der Zeitgeschichte bekanntlich in drei Verfahren zu insgesamt 11 Jahren und 10 Monaten veurteilt worden war.
Angebracht wurde dieses Transparent von dem dort lebenden Rainer Link, der sich schon im vergangenen Jahr in Zossen einen Namen gemacht hatte, indem er auf recht originelle Weise gegen die Verlegung von Stolpersteinen für irgendwelche während des Krieges im Osten gebliebenen Juden wehrte.
In der MÄRKISCHEN ALLGEMEINEN liest sich das so:
„…Vor allem erwarte man auch ein konsequentes Vorgehen gegen das Transparent in der Berliner Straße 11 „12 Jahre Haft für eine Meinung“, das auf ein Urteil gegen Holocaustleugner Horst Mahler anspielt. Wie Schreiber betonte, habe sie den Hauseigentümer – Holocaustleugner Rainer Link – inzwischen angeschrieben und ihn aufgefordert – bei Androhung einer so genannten Ersatzmaßnahme – das Transparent zu entfernen. Sie erklärte allerdings auch, dass man es „nicht einfach herunterreißen dürfe“, auch wenn man den Inhalt politisch und moralisch verwerflich finde. Sie habe versucht, hinter den Kulissen das Problem zu lösen, indem sie das von den politischen Parteien an der Sparkasse angebrachte Transparent zuvor abhängen lassen wollte, um dann den gesetzlich vorgeschriebenen Verwaltungsweg einschlagen zu können. Das sei nun geschehen.“
Na, da darf man wohl gespannt sein. Wir haben so eine Ahnung, daß wir aus Zossen in nächster Zeit wohl noch öfter hören werden.
Siehe auch
Märkische Allgemeine Zeitung 10.07.09
Schöner unsere Städte und Gemeinden in Zossen – Altermedia 09.07.09
Altermedia-Leserin entdeckt Nazi-Attentäter von Zossen – Altermedia 09.07.09
Heute schon gemannichlt – Altermedia 08.07.09
Ein falsches Spiel – Altermedia 07.07.09
Zossen steht Kopf – Altermedia 04.12.08
Altermedia: Zoff und Haue bei Stolpersteinverlegung… 22.11.08
Anhang:
Brandenburg Aktuell: 08.07.2009 – Angeblicher Nazi-Terror-Farbanschlag
In einem Leserbrief an die MÄRKISCHE ALLGEMEINE heißt es zu den RBB-Aufnahmen über die Beseitigung der Schmierereien an Wankes Haus u. a. wie folgt:
“…Wo bleibt eigentlich das tolle, medienwirksame Gemeinschaftsgefühl der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ im Falle der vielen Schmierereien an Hauswänden, Laternen Telefonzellen, Fahrkartenautomaten u.s.w. die eindeutig linksgerichteten Gruppen zuzuordnen sind? Warum ist man nicht auch dort vor Ort, zeigt den Hausbesitzern mit Ihrer bloßen Anwesenheit seine mentale Verbundenheit? In der Fischerstrasse mussten fast schon Platzkarten ausgegeben werden, als der RBB die Überstreichaktion ins Bild setzte. Jeder wollte im Bild sein, im Wettstreit der guten Tat. Man sah schon die Hauswand nicht mehr vor lauter Menschen. Kaum war die Kamera abgeschaltet, legte man auch größtenteils den Pinsel (Herr Liebau) aus der Hand und überließ einigen Wenigen, das Übertünchen, der wirklich nicht akzeptablen Schriftzüge, zu beenden.
Wurden bei links gerichteten Schmierereien und der wilden Plakatkleberei im gesamten Stadtgebiet von Zossen schon jemals derartige Aktionen von der Bürgerinitiative durchgeführt? Nein! Der Schaden an Häusern, Mauern und anderen Flächen ist aber der gleiche, aber damit soll dann wohl der Geschädigte selber klar kommen. Halt eben Pech gehabt! Bei rechtsradikalen Schmierereien wird gleich die Stadtverwaltung gefragt, was sie zu tun gedenkt, die betroffenen Hausbesitzer auch finanziell zu unterstützen. Welche Moral. Die Stadtverwaltung hat weder die einen noch die anderen politischen Richtungen aufgefordert, ihre Meinungsäußerungen durch Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu propagieren. …”







21 responses so far ↓
1 Werner // Jul 10, 2009 at 10:37
Morgens um halb Zwölf in Zossen:
http://www.youtube.com/watch?v=MvSac9ToMqs
2 Rittmeister // Jul 10, 2009 at 10:46
Wanke, Liebe und Eichborn – solche Bubis sind mir schon mal im Rucksack verhungert.
Und jetzt gefriert euch das Blut in den Adern, aber die Behübschung der Hauswand ist mir vollkommen egel!!
3 Meine Meinung // Jul 10, 2009 at 11:08
Da will doch ein Dorftrottel im Stile eines “Mannichl” nur ein bisschen Aufmerksamkeit.
4 Edelweiß // Jul 10, 2009 at 11:14
Zitat: So jammerte Wanke, daß er von der „ersten Frau der Stadt“ erwartet hätte, daß sie ihn nach dem Vorfall mit seinem Hause dort besucht hätte, um ihm „tröstende Worte“ und „moralische Unterstützung“ zu geben. Ja mehr noch, so erwartete Wanke von ihr, daß sie sich öffentlich von den Schriftzügen an der Hauswand distanziere, als ob ausgerechnet sie etwas damit zu tun hätte.
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An was erinnert einen das sofort?
> An Schalotte und das Holocaust-Gedenken ohne Juden
Zentralrat der Juden löst Kopfschütteln aus
Der Zentralrat der Juden in Deutschland blieb der Holocaust-Gedenkstunde im Bundestag demonstrativ fern – eine Geste, die parteiübergreifend Widerspruch der Politik auslöst.
http://www.focus.de/politik/deutschland/holocaust-gedenken-zentralrat-der-juden-loest-kopfschuetteln-aus_aid_365776.html
http://de.altermedia.info/general/der-witz-des-monats-januar-zentralratsmischpoke-boykottiert-eigene-gedenkveranstaltung-270109_22176.html
5 oinator // Jul 10, 2009 at 11:17
@Werner
http://www.youtube.co/watch?v=MvSac9ToMqs
Also nach dieser Machart, wenn es nicht ironisch gemeint wäre, könnte man sich so die Berichterstattung in einigen Jahren über die Verfolgten des BRd-Regimes vorstellen!
6 Daggi // Jul 10, 2009 at 11:45
Grundsätzlich positiv, wie Altermedia uns Lesern regelmäßig nahezu unbekannte Ostgebiete näher zu bringen versucht. Aber ich finde, Zossen reicht jetzt erst mal.
Du reichst uns auch. Gibt es nicht irgendwelchen Staub von einem Buddha in Tibet zu putzen. – Die Schriftleitung
7 Patriot54 // Jul 10, 2009 at 12:02
Ja, irgendwo hat Herr Wanke recht. Beim Opfer Mannichl kam der Innenminister an’s Krankenbett und auch der Ministerpräsident nahm sich ihm an. Hakenkreuz Rebecca bekam sogar einen Orden. Und in Zossen wurde noch nicht einmal die weiße Farbe gespendet, um die Schmierereien zu übertünchen. Ja wird denn in der BRD mit zweierlei Maß gemessen?
8 Der Deutsche Hermann // Jul 10, 2009 at 12:19
Johanniter-Burg Kühndorf:
http://www.voneichborn.de/burg/artikel1.html
9 Zossener Bürger // Jul 10, 2009 at 12:19
Wenigstens wurden Jörg Wanke und seinen Kumpanen endlich mal in die Schranken gewiesen
Gut das die “demokratischen” Leute in zossen in endlich als Linksradikalen enttarnt haben und ihm hoffentlich kein Geld mehr spenden. Da soll er mal die örtliche SED ähh Pordon “Die Linke ” Fraktion um Geld bitten, die denken nämlich genauso ROT wie er
Oder die örtlich Antifa Gruppe AATF
10 arthuro // Jul 10, 2009 at 12:25
Hoch interessantes Plakat: Endlich hat es die Opposition begriffen: was ich schon immer gesagt habe, wenn aus formalen Gründen eine Sache nicht zum Thema gemacht werden darf müssen die formalen Gründe zum Thema gemacht werden. I.e: Da man sich zum historischen Ablauf des H`s und der daraus gefolgerten Kollektivschuld sprich Verantwortung nicht ohne strafrechtlich massivst sanktioniert zu werden äussern darf muss man diesen strafrechtlichen Mechanismus in seiner undemokratisch (sic!) verfassungs- und freiheitsfeindlichen Essenz immer wieder darlegen – zumindestens solange man dazu noch was sagen darf. Insofern sind solche Anklagen der Justiz wegen unverhältnismässig hoher Meinungsstrafen immer angebracht – schön wären auch Vergleiche mit China. Für Hobbyhistoriker wie war den die tatsächliche Meinungsfreiheit im drit. R. zu Friedenszeiten d.h. vor 39. Gibts dazu Infos über Gerichtsverfahren wegen Meinungsverbrechen und wie war die Strafhöhe? Das die vielzitierten justizialen Aktivitäten meist aus der Endphase eines entsetzlichen Volkskrieges stammen verbietet eigentlich diese als Vergleich heranzuziehen. Schliesslich leben wir in BRD seit vielen Jahren in Wohlstand und Frieden und trotzdem meint die Regierung einen solche rigiden Urteile aussprechen lassen zu müssen
11 Heizölkutscher // Jul 10, 2009 at 12:42
Da sieht man was Drogen in einen Linken anrichten können. Die eine Windung im Gehirn verkraftet das nicht, das Zeigt die Gegenraktion Bettlaken gegen Rechts! Sprung aus dem Fenster mit Lebkuchenmesser in der Hand und im Fall auf den eigenem Schatten einstechen der sich windet wie eine Schlange würde von Bildung zeugen!
12 Tom der erste // Jul 10, 2009 at 12:46
Mensch es geht wie immer bei solchen Sachen ums liebe Geld,viel Presse viel Förderung und als Versicherungsvetreter wird es kein regelmäßiges Einkommen geben und man muß arbeiten dafür.
13 Unperson // Jul 10, 2009 at 14:55
„So jammerte Wanke, daß er von der „ersten Frau der Stadt“ erwartet hätte, daß sie ihn nach dem Vorfall mit seinem Hause dort besucht hätte, um ihm „tröstende Worte“ und „moralische Unterstützung“ zu geben.“
Was für eine erbärmliche, weinerliche Schwuchtel; Pfui Deibel! Dieser Versicherungsgangster (sowieso eine der niedrigsten menschenähnlichen Lebensformen) ist noch nicht mal die Kugel wert. Der kriecht irgendwann ganz von selbst wieder in den Urschleim zurück, der ihn einst ausspie.
Hmmm… Wanke – Wanker? Kommt der womöglich aus Wanker-County, Wisconsin?
http://de.wikipedia.org/wiki/Eine_schrecklich_nette_Familie#Margaret_.E2.80.9EPeggy.E2.80.9C_Bundy
14 Frankennatur // Jul 10, 2009 at 15:10
“Erwägenswert wäre unseres Erachtens jedoch auch, Herrschaften wie Wanke vorzuschlagen, einfach aus Zossen wegzuziehen.”
Ja und, was sollen andere mit diesen Zecken anfangen? Das ist doch wohl auch keine Lösung. Ich würde denen vorschlagen: “Von der Brücke springen gegen Rechts”, damit würden sie mal ein beispielhaftes Zeichen setzen.
15 Frankennatur // Jul 10, 2009 at 15:35
Zwar etwas themenfremd, doch Zentralratsoberjüdin Schalotte Knobloch hatte auch mal wieder was zu melden:
“Für einen “aufgeklärten Patriotismus in Deutschland” hat Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, geworben. Bei einem Gespräch im Evangelischen Bildungszentrum Alexandersbad sagte sie, ein solcher Patriotismus, der das Gedenken an die Schoah angemessen mit einbeziehe, sei mehr denn je gefragt. “Vaterlandsliebe darf nicht zur Domäne der Rechtsextremisten werden.”
Die Bundesrepublik hat nach Knoblochs Worten ein negatives Image absolut nicht verdient. Alle Bürger könnten auf ihr Land stolz sein, dessen politisches System sich durch Effizienz und Menschlichkeit auszeichne. Die Demokratie werde allerdings von Rechtsextremisten, die fast täglich in den Städten marschierten, für ihre menschenverachtenden Zwecke missbraucht. Mit Sorge beobachtet die Präsidentin, dass inzwischen in Ostdeutschland aus Protestwählern der NPD Stammwähler geworden seien.
Mit Nachdruck forderte die Repräsentantin von 120 000 Juden, dass unverzüglich ein Verbotsverfahren für die NPD eingeleitet werde, sobald Aussicht auf Erfolg bestehe. Es sei unerträglich, dass die rechtsextreme Partei ihren Wahlkampf aus Steuermitteln bestreiten könne: “Wir finanzieren die NPD und bekämpfen sie zugleich.” Beklagt wurde von Knobloch auch die fehlende politische Bildung in den Gymnasien. In der Oberstufe müsse ein entsprechendes Schulfach eingerichtet werden, in dem Politik- und Demokratieverständnis beleuchtet werden.
Zum christlich-jüdischen Dialog merkte Knobloch an, das Verhältnis des Judentums zur evangelischen Kirche stehe auf einem soliden, glücklichen Fundament: “Auf die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche können wir bauen.” Leider sei der Dialog mit der katholischen Kirche wegen deren Annäherung an die antisemitische Piusbruderschaft sowie die Aufforderung zur Judenmission belastet. Letztere werde als diskriminierend und als Geringschätzung der jüdischen Religion empfunden. Erfreulicherweise habe das Zentralkomitee einen anderen Weg eingeschlagen und sich von der Judenmission distanziert. Schlüssel zu einem erfolgreichen christlich-jüdischen Dialog ist Knobloch zufolge der gegenseitige Respekt und die Begegnung als gleichwertige Partner. ”
http://www.epv.de/node/4729
16 Carsten // Jul 10, 2009 at 16:54
Wie wärs denn – unter Deutschen mal – Streit beilegen – Herr Wanke und Leute helfen beim Wahlzettelverteilen der NPD – und alle machen ein Stadtfest (Wappenfest am 16. Oktober) – mit richtig viel Spiele und Sport für die Kinder (kleines Radrennen, Rollbrettstrecke, Süßigkeitenstation …) denn diese sind das wichtigste.
Grüß Gott oder auf Nimmerwiedersehen!
17 rrrassist! // Jul 10, 2009 at 22:46
@Daggi
Wir Mitteldeutsche sind keine Ostdeutschen. Wenn Altermedia statt aus Zossen (Vorort der Reichshauptstadt) z.b. aus Stallupönen (Provinz Opr.) oder Adelnau (Prov. Posen) berichten würde, könnte ich das mit “unbekannten Ostgebieten” ja noch verstehen.
Ehrlich, das hat mich geärgert! Ich hoffe mal, die Schriftleitung wird Dich trotzdem nicht “rausschmeissen” wie diesen unsäglichen “Red Flag”. Denn Du bist so verrückt wie süss. Und die Verweise, die Du beisteuerst, sind oft recht unterhaltsam
18 Arno Nym // Jul 11, 2009 at 19:00
@Frankennatur:
Natürlich könnten diese Leute wegziehen, es gibt doch genügend geeignete Plätze für sie. Ich schlage z.B. Berlin-Kreuzberg oder Neukölln vor, da dürften die sich doch wohl fühlen, sind sie schließlich doch unter ihren geliebten Kulturbereicherern, für die sie sich immer so stark machen. Aber halt, vielleicht würde da der eine oder andere mal sein Weltbild(wenn man es so nennen kann) überdenken.
Man müßte jeden engagierten Linken mal zwingen, für eine Weile einen Kulturbereicherer mit im Haus zu haben. Wie schnell würden die meisten da von ihrer Meinung abkommen…
19 Arno Nym // Jul 11, 2009 at 19:01
…und mit “im Haus” meine ich nicht nur im Mietshaus(das gibt es ja auch oft), sondern direkt in der Wohnung! Am Besten einen Neger, der sich in der Kloschüssel wäscht, ins Waschbecken kackt und Essensreste im Haus verteilt.
20 sturmführer // Jul 13, 2009 at 5:40
Der riesengroße, hakenkreuzgeschmückte und sich dann in Luft auflösende Übeltäter ist wohl auch der, welcher mit Lebkuchenmesser ahntiert.
21 zonki // Jul 13, 2009 at 21:09
Wat sin schon die paar Kilometer.
Dat warn doch die Gothaer Chaoten Sprayer aus dem linken Sumpf, wat sonst.
http://www.tlz.de/tlz/ta.videokanal.php?url=1/journal_content/56/32920/41173
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