Die US-amerikanische Regierung wird den Krieg gegen den Irak führen, zur Not auch ohne Zustimmung des Weltsicherheitsrates. Das hat Außenminister Colin Powell klar gemacht. Sie verfolgen eine feste strategische Planung, die sie auch durchsetzen werden: eine Neuordnung im Nahen Osten. Neuordnung heißt für die USA: verläßliche Vasallenstaaten, die den Wirtschaftsinteressen der Supermacht dienlich sind. Die Befreiung von einem Diktator und die Bedrohung anderer Staaten durch ihn sind billige Vorwände, an die allein hiesige CDU-Politiker glauben.
Amerikanische Bomben über Bagdad bedeuten aber auch das Ende des amerikanischen Jahrhunderts, das Ende der westlichen Wertegemeinschaft. Das Verfolgen eiskalter Wirtschafts- und Machtinteressen kann keine Werte begründen. Der Hort der Freiheit, der Menschlichkeit und der Moral schlechthin sind die USA nun nicht mehr. Was in der Vergangenheit ohnehin nur Fassade war, wird jetzt mehr als deutlich.
Der Widerstand gegen die Rücksichtslosigkeit Amerikas wächst ständig. Er macht sich nicht nur durch Massendemonstrationen bemerkbar. Wichtiger sind die politischen Entscheidungsträger, die sich der Vorherrschaft der Supermacht entziehen. Allen wird klar: Die unumschränkte Herrschaft der USA schafft nur Sklavenstaaten. Wer will schon Sklave sein?
Der amerikanische Krieg fordert die europäischen Staaten heraus, eine wirksame Gegenmacht zu bilden. Mit der sich abzeichnenden Achse Paris – Berlin – Moskau könnte der Grundstein dafür gelegt sein. Die NPD unterstützt insofern die Außenpolitik dieser drei Staaten. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Teilnehmer nicht wieder mit kleinlichen Interessengegensätzen herumschlagen. Die US-Administration reagiert und sie reagiert, wie man es gewohnt ist von ihr: Sie droht mit Wirtschaftssanktionen. Die Aufgabe aller nationalen Partein in Europa muß es sein, den Trend weg von Amerika, weg von der amerika - zentrierten Außenpolitik unumkehrbar zu machen.
Eines aber steht schon jetzt fest: Die USA werden durch ihren Krieg Hunderttausende, wenn nicht Millionen Menschen umbringen. Das die Herren Bush, Rumsfeld, Powell und andere damit vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gehören, steht außer Frage. Die politische und militärische Führung hat aber aus dem Vietnam-Desaster nicht gelernt. Sie werden im Nahen Osten genauso kläglich untergehen wie damals. Überzeugungen und Gefühle ganzer Völker können nicht durch Bomben kaputt gemacht werden. Die Amerikaner werden sich in der arabischen und in der islamischen Welt zwischen alle Stühle setzen und sich einen jahrelangen blutigen und verlustreichen Partisanenkrieg einhandeln. Das macht sie moralisch immer fragwürdiger und wird sie entscheidend schwächen.
Quelle: www.npd.de



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