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Vor einigen Tagen gaben wir an dieser Stelle die Klagen der pro-israelischen PI-News wieder, die u. a. greinten: „…Da pro-israelische Gesinnung weltweit so verhasst zu sein scheint, dass man meint, gegen pro-israelische Websites einen erbitterten Cyberkrieg starten zu müssen …“ Tatsächlich sind Cyberkriege dieser Art längst keine Seltenheit mehr, nur daß sie nicht selten gerade von der jetzt angegriffenen Seite bzw. deren Handlangern, gegen Seiten geführt werden, die ihnen nicht als politisch korrekt genug erscheinen.
Inzwischen scheint dieser Kampf jedoch in weit größerem Maßstab entbrannt zu sein und zwar nicht nur in Gaza, sondern auch im Reich der Virtualität. So berichtete das Israelnetz gestern, daß seit dem Beginn der jüngsten Kämpfe in Palästina rund 10.000 israelische Webseiten von Hackern angegriffen wurden, die man als islamistisch einstuft. Die meisten von ihnen kommen aus Marokko, dem Libanon und der Türkei sowie dem Iran.
Ein besonderes Husarenstück leistete sich dabei die marokkanische Gruppe „Team Evil“. Darüber heißt es in einem Bericht von ZDF Heute:
„…Den marokkanischen Hackern gelang es, in die Server des israelisch-amerikanischen Internetdienstleisters “Domain The Net Technologies” einzudringen und dort gehostete populäre Webseiten zu manipulieren. Betroffen waren unter anderem die Webangebote der großen englischsprachigen Nachrichtenseite “YnetNews.com”, die Webseite der israelischen Fluggesellschaft “Israir” und die Info-Seite “terrorism-info”, die aus israelischer Sicht Informationen über den Gaza-Krieg verbreitet.
Wer die gehackten Seiten aufrief, wurde auf einen fremden Server in Chicago umgeleitet, der von den Hackern kontrolliert wurde. Hier wurden ihm israelfeindliche Texte und Bilder präsentiert. Die Bilder zeigten tote Palästinenser, Folterszenen aus dem irakischen Gefängnis Abu Graib und eine Reihe von Landkarten, die demonstrieren sollten, wie der geografische Lebensraum der Palästinenser seit der Gründung des Staates Israel immer kleiner wurde.
Wie die Hacker in das System des Internetdienstleisters eindringen konnten, ist offenbar noch nicht geklärt. Fest steht, dass sie das Administrator-Passwort kannten, mit dem sie vollen Zugriff auf sämtliche Systeme bekamen. Offenbar gelang es ihnen, mit Hilfe dieses “Generalschlüssels” auch die Passworte von Kunden des Internetdienstleisters herauszubekommen. Außerdem konnten sie die IP-Adressen der Webseiten, die bei “Domain The Net Technologies” gespeichert sind, auf die Adresse des Chicagoer Servers umändern. …
Israelische Hacker wollen nun zurückschlagen. So hat sich eine Studentengruppe zusammengefunden, die nun auf gleicher Basis gegen die HAMAS zurückschlagen will. In einer von ZDF Heute verbreiteten Erklärung dieser Gruppe heißt es:
„Wir sind eine Gruppe von Studenten, die genug davon haben, untätig herumzusitzen, während die Bürger von Sderot und den anderen Städten um den Gaza-Streifen herum leiden. Damit ist jetzt Schluss”, erklären sie auf einer eigens eingerichteten Webseite. “Wir werden nicht mehr tatenlos zusehen, wie unsere Kinder Angst haben und um Hilfe rufen, während die Raketen über ihre Köpfe hinweg fliegen.”
Allerdings unterschlägt man dabei geflissentlich, daß der Terror von Israel entfesselt wurde, während die Aktionen der HAMAS lediglich die Reaktionen eines seit Jahrzehnten unterdrückten und gedemütigten Volkes sind.
Über die Aktionen der israelischen Hacker schreibt ZDF Heute:
„…Die Gruppe hat vor, die Webserver zu blockieren, “auf denen die Hamas ihre diversen Webseiten gespeichert hat”. Man benötige dafür eine große Anzahl von Computern, die zu einem schlagkräftigen Netz zusammengeschlossen werden sollen. Mit der vereinten Rechenleistung dieses Computernetzes werde man die “feindlichen” Webserver mit einer Fülle von Anfragen bombardieren und letztlich in die Knie zwingen. “Dadurch werden die Seiten wirksam blockiert und sind übers Internet nicht mehr zu erreichen.”
Die Studenten benutzen ein Programm, dass die Fernsteuerung von Rechnern erlaubt und zum Download angeboten wird. “Diese Datei ist für deinen Rechner völlig harmlos”, heißt es auf der fraglichen Webseite. Die Software könne später problemlos wieder deinstalliert werden. Wer sie installiert, gibt seinen PC für Angriffe auf fremde Rechner frei. Mehr als 8000 Mal wurde das Programm bis dato heruntergeladen.“
Es ist wohl davon auszugehen, daß dieser Art von Krieg auch nach den militärischen Aktionen im Gazastreifen fortgesetzt wird.
Siehe auch
ZDF Heute 05.01.09





13 responses so far ↓
1 Humbug // Jan 8, 2009 at 12:06
Wie armselig! Während die israelfeindlichen Hacker ganze Server per ausgefuchstem Hacking erobern, fällt den Laumännern aus Israel nur ein armseliger “denial of service”-Angriff ein. Das ist die primitivste und dümmste Form aller Attacken. Das ist es also was die Auserwählten zu bieten haben? Ich glaube, die Server auf denen die Hamas-Seiten liegen sind einiges an Attacken gewohnt.
2 Germershausen // Jan 8, 2009 at 12:22
Aha Humbug – ein Experte. Dann erklär uns doch bitte sehr wie heute modernes Hacking funktioniert? Es gibt hier bestimmt einige die wollen das lernen.
Das Problem der “Hamas-Seiten” ist das diese Seiten im arabischen Raum angesiedelt sind und nicht auf den hiesigen Daten-Autobahnen. wie jene von Altermedia im obigen Artikel erwähnten Webseiten. Ausserdem hacken die Hacker ungerne Webseiten der Glaubensbrüder und die meisten Hacker stammen nicht aus Magdeburg, Bielefeld oder Kiel sondern aus Ankara, Istanbul oder irgendwo aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.
“Ausgefuchstes Hacking” ist oft nur eine differenzierte Suche via Google nach php Schwachstellen. Siehe B & H. Mehr steckt in 98% aller Fälle nicht dahinter!
3 oh yeah // Jan 8, 2009 at 12:36
Wo kann ich mir das Programm runterladen?
4 jochen // Jan 8, 2009 at 12:38
Spieler einer israelischen Baseballmannschaft wurden durch das Werfen von Schuhen in der Türkei aus der Sporthalle vertrieben. Die Türken skandierten israelfeindliche Parolen.
5 Humbug // Jan 8, 2009 at 12:43
Bin zufällig tatsächlich Experte. Denial of service ist primitiv. Ausnutzen von php Schwachstellen ist etwas für typische Kinder des WWW, die zu Zeiten als php noch nicht existent war noch ein feuchter Traum ihrer Eltern waren. Man konnte Rechner aber schon zu Zeiten der Akkustikkopler hacken. Ich werde hier aber garantiert keine detaillierte Gebrauchsanweisung veröffentlichen. Die Informationen sind im Netz verfügbar. Man muss allerdings etwas mehr tun als “computer hacken” in Google einzugeben und die ersten Ergebnisse durchlesen
6 Abc // Jan 8, 2009 at 12:56
Ähm, die ganzen die jetzt Meckern wie armselig die israelischen Hackversuche sind, sollten mal an unsere eigene Lage denken.
Daran wie die Linken unsere Seite hacken…
Hm, irgendwie ein guter Vergleich…
7 Parteiloser // Jan 8, 2009 at 13:18
Also russischer Bot-Netz-Betreiber würd’ ich sowas auch vorgeben tun zu wollen und mich über 8000 neue kostenlose Mitarbeiter freuen, die glauben, sie hätten meinen Bot wieder deinstalliert.
Mal so nebenbei. Hacker-Attacken sind Standard im heutigen Informationskrieg: Informationen verbreiten, den Gegner daran hindern, den Gegner ausspionieren etc pp.
Diese gab es mit Sicherheit auch schon vor dem Gaza-Krieg.
DOS-Attacken mögen primitiv sein, aber effektiv, wenn die Masse groß genug ist. Altermedia kann sicherlich ein Lied davon singen..
8 Nachlese // Jan 8, 2009 at 19:54
> Wie die Hacker in das System des Internetdienstleisters eindringen konnten, ist offenbar noch nicht geklärt.
Hier muss ich echt schmunzeln, denn das staatlich kontrollierte Gebühreneinzugskonsortium hat für solche “Meldungen” mal wieder Fachpersonal zu Rate gezogen, so wie man es vom ZDF täglich vom hörensagen her kennt.
> Fest steht, dass sie das Administrator-Passwort kannten, mit dem sie vollen Zugriff auf sämtliche Systeme bekamen.
Eine Meisterleistung an Logik!
> Offenbar gelang es ihnen, mit Hilfe dieses “Generalschlüssels” auch die Passworte von Kunden des Internetdienstleisters herauszubekommen.
Offenbar?
Mit Hilfe eines “Generalschlüssels”?
Die zweite Meisterleistung an Logik!
> Außerdem konnten sie die IP-Adressen der Webseiten, die bei “Domain The Net Technologies” gespeichert sind, auf die Adresse des Chicagoer Servers umändern. …
Hört sich an, als wenn einer von denen auch schon begriffen hat, dass es neben dem Telefon noch andere Möglichkeiten der Kommunikation gibt.
Die Gebühren der GEZ wurden am 01.01.2009 erhöht, aber das Niveau bleibt gleich Sche…
9 Everding // Jan 8, 2009 at 20:38
Nationalsozialistische Zeitungs-Klassiker im Nachdruck für alle am Kiosk:
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/3488/zeitungszeugen.html
10 Thomas // Jan 8, 2009 at 23:20
Pro-israelische Hacker hin oder her, es
ändert nichts daran, dass die Israelis
ihren mörderischen Feldzug gegen
wehrlose Menschen unvermindert -
und das mit Zustimmung der judengesteurten Kanzlerin und ehemaligen FDJ-Sekräterin – fortführen!
11 Frei geboren! // Jan 9, 2009 at 11:52
Und wir unterstützen den Spuk auch noch mit unser eh schwer verdienten Geld!
Muss man sich mal vor Augen halten!
Mein tiefstes Mitleid für die Unterdrückten und Hochachtung vor deren Widerstand!Ehrlich!!!
12 Deine Stimme zählt! // Jan 9, 2009 at 13:37
Landtagswahl Hessen 2009
Hier könnt Ihr kräftig wählen:
http://www.wahlautomat.com
13 winfried aus chemnitz // Jan 21, 2009 at 20:49
Die Mehrheiten liegen bei den natürlichen Bloggern. Wenn die Leute dann kommen braucht man nur die entsprechenden Links zu setzen.
Außerdem heizt man dann auch nur die Gegenbewegung an, die Scheichs haben mehr Kohle!
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