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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


KS-Aachener Land: Von Friedensfliegern, merkwürdigen Staatsschützern und unfähigen Richtern (29.06.09)

June 29th, 2009 · Post your comment (22 Comments)

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Fünf nationale Aktivisten wegen angeblicher Volksverhetzung verurteilt

Mitte Mai wurden fünf nationale Aktivisten wegen Sachbeschädigung in Tateinheit mit Volksverhetzung zu empfindlichen Geldstrafen sowie Arbeitsstunden verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, im August 2007 in Düren mittels von Transparenten, Plakaten und des Sprühens von Parolen, Rudolf Hess als “Friedensflieger” betitelt zu haben, sowie behauptet zu haben, er sei nach 46 Jahren Haft im Gefängnis Berlin-Spandau ermordet worden. Ein Verfahren, das durchaus Raum für Diskussionen bietet. Da wäre beispielsweise eine Hauptbelastungszeugin, die zum Tatzeitpunkt mit einem der Beschuldigten liiert war und nach der Trennung zusammen mit einer anderen Ex-Freundin desselben Beschuldigten zum Staatsschutz ging um dort diverse Anschuldigungen zu erheben. Das Gericht stellt hierzu in der Urteilsbegründung fest: “Unzulässige Belastungstendenzen bezüglich der Angeklagten oder einzelner von ihnen waren nicht festzustellen”. Klar, nach der Trennung ist in beiden auf einmal der Gerechtigkeitssinn erwacht. Leider ist diese Zeugin der einzige “Beweis” dafür, dass die fünf Angeklagten tatsächlich vor Ort waren. Andere Beweise wie etwa Videoaufnahmen, Personalienkontrollen, etc. gibt es nicht!

Hinzu kommt dann noch eine etwas fragwürdige Ermittlungsmethodik des zuständigen Staatsschutzbeamten. Dieser hatte besagter Zeugin nämlich kurze Zeit vor dem Prozess eine Kopie ihrer damaligen Aussage mit den Worten: “Als Gedächtnisstütze” ausgehändigt. Auf Anfrage eines der Verteidiger, bestätigte die Zeugin dies. Auf diese Handlung angesprochen, stritt der Beamte zunächst alles ab. Er kam jedoch dabei sichtlich in Bedrängnis und verstrickte sich in Widersprüche. Erst nachdem sogar der Richter ihn ermahnen musste, gestand er dann, es könne eventuell im Vorfeld zu einer solchen Begebenheit gekommen sein. Erinnern konnte er sich daran jedoch angeblich nicht. Ganz im Gegensatz zu seinen Ermittlungen, die nun bereits mehr als anderthalb Jahre zurück lagen. An diese konnte er sich haargenau erinnern. Ein seltsames Gedächtnis haben diese Staatsbüttel manchmal… Weiterhin musste er nach langem hin und her dann eingestehen, dass dies eine willkürliche Handlung gewesen sei und es hierfür keinerlei Rechtsgrundlage gibt.

Das Gericht lieβen diese Merkwürdigkeiten in den Ermittlungen jedoch völlig unberührt, sodass sie keinerlei weitere Beachtung fanden. In der Urteilsbegründung heiβt es dazu: “Zwar war der Zeugin im Vorfeld der Verhandlung durch den Zeugen … [Staatsschützer] noch einmal das Protokoll ihrer polizeilichen Vernehmung zur Verfügung gestellt worden. Die Zeugin hat insoweit eingeräumt, sich dieses Protokoll auch noch einmal durchgelesen zu haben. Die ist jedoch nicht geeignet, Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Angaben der Zeugin zu wecken”.
Für uns persönlich war es jedoch ein kleiner Sieg in dem “Katz und Maus”-Spiel, das wir seit Jahren mit besagtem Beamten spielen und ein Genuss, zuzusehen, wie besagtem Herren, auf gut Deutsch gesagt, der Arsch einmal richtig auf Grundeis ging. Ein kleiner Gruβ an Sie an dieser Stelle. Und natürlich noch nachträglich alles Gute zu ihrem 49. Geburtstag. Wir haben es letzte Woche leider versäumt, ihnen ein angemessenes Geschenk zu übersenden. Aber sie sehen, auch wir machen unsere Hausaufgaben.

Aber kommen wir nun zu den eigentlichen Helden unseres Bühnenstücks alias BrD-Gesinnungsjustiz-Gerichtsverhandlung: Der Richter und sein Henk… Ähm… Staatsanwalt. Das Gericht verweigerte mehrmals die Auskunft darüber, wer Rudolf Heβ überhaupt war. Selbst ein Antrag der Verteidigung diesbezüglich wurde abgelehnt. Es darf also mit Recht bezweifelt werden, ob das Gericht überhaupt über das notwendige Geschichtswissen verfügt, um beurteilen zu können, ob es sich bei der Bezeichnung von Rudolf Heβ als “Friedensflieger” um Volksverhetzung handelt oder nicht. Dies schlug sich, wie nicht anders zu erwarten war, dann auch in der Urteilsbegründung nieder. Wörtlich heiβt es dort: “Dadurch, dass er [Rudolf Heβ] im Zusammenhang mit seinem Flug nach England aus dem Jahr 1941 als “Friedensflieger” bezeichnet wird und er selbst als Repräsentant des sozialzozialistischen [sic!] Unrechtstaates [sic!] anzusehen ist, wird gleichzeitig das gesamte NS-Regime in einem Licht dargestellt, als ob es tatsächlich friedliche Absichten verfolgt hätte”.

Und damit wären wir dann nun beim Höhepunkt unserer Aufführung angelangt. Denn inzwischen gibt es genügend “seriöse” (sprich: systemkonforme) Quellen, die ebenfalls zu dem Schluss kommen, dass Rudolf Heβ am 10. Mai 1941 nach Schottland flog, um den Engländern ein Friedensangebot zu unterbreiten und als Dank dafür von diesen für den Rest seines Lebens hinter Gittern gesteckt wurde. Wir zitieren hier nun einmal ein paar Stellen aus der Zeitschrift “Spiegel”. “Der Flug des Paladins” (DER SPIEGEL 23/2001 vom 02.06.2001, Seite 62):
“Knapp eine Stunde nach seiner unsanften Landung, kurz nach Mitternacht, wurde Heβ in das Hauptquartier der Home Guard nach Griffnoch geführt, wo es zu einem ersten improvisierten Verhör kam. Heβ schilderte zunächst seinen Flug von Augsburg nach Eaglesham und verlangte dann, unverzüglich zum Herzog von Hamilton geleitet zu werden, den er 1936 während der Olympischen Spiele in Berlin getroffen habe und dem er nun eine wichtige Botschaft überbringen wolle. [...]
Dem Bericht zufolge, den Hamilton anschlieβend verfasste, erklärte Heβ während des Gesprächs, er befinde sich auf einer ‘Mission der Humanität’. Der ‘Führer’ wolle England nicht besiegen und wünsche ein Ende des Kampfes. Zwar sei er überzeugt, dass Deutschland den Krieg gewinnen werde, aber er wolle unnötiges Blutvergieβen vermeiden. Die Tatsache, dass er persönlich nach England gekommen sei, so Heβ, beweise die Ernsthaftigkeit der deutschen Bereitschaft zum Frieden. Hamilton möge die führenden Mitglieder seiner Partei zusammenrufen, ‘um Friedensvorschläge zu unterbreiten’. [...]
Doch Hamilton wandte sich nach seinem Gespräch mit Heβ nicht an Lord Halifax oder Neville Chamberlain, sondern reiste nach Ditchley Hall in Oxfordshire, dem Aufenthaltsort Winston Churchills.
Drei Stunden lang erörterte er mit dem Premierminister die Einzelheiten des seltsamen Ankömmlings und seiner Aussagen. Am Ende war man sich zwar einig, dass der Anlass für den Flug die Unterbreitung eines Friedensangebots sei. Aber Churchill wie auch Auβenminister Anthony Eden und der zuständige Unterstaatssekretär Sir Alexander Cadogan erkannten darin zugleich einen Beweis für das deutsche Unvermögen, England zu besiegen. Sie beschlossen daher, Heβ für die britische Politik zu nutzen, auch wenn ihnen zunächst unklar war, wie dies geschehen könne.”

Quelle: www.wissen.spiegel.de

Wem dies als Beweis nicht reicht, der kann sich gerne weiterer Quellen bedienen. Die Benennung dieser, würde nun aber den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Jedenfalls zeigt dies ganz eindeutig, dass einige deutsche Richter eine sehr mangelhafte Kenntnis von der Geschichte ihres eigenen Landes haben.
Drei der Angeklagten sind nach dem Urteil in Revision gegangen. Die nächste Instanz ist nun das Landgericht Aachen. Es geht hier weniger um die Strafen der einzelnen Aktivisten, die noch zu verkraften gewesen wären. Es geht viel mehr darum, dass wir hier vor einer gerichtlichen Grundsatzentscheidung stehen. Würden wir nicht in Revision gehen, wäre es eine rechtlich Anerkannte Tatsache, dass, zu behaupten, Rudolf Heβ sei nach England geflogen um den Frieden zu holen, nicht nur den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt, sondern obendrein auch noch eine Lüge ist. Das möchten wir nicht zulassen und so kämpfen wir auf allen Ebenen für die Wahrheit. Eben auch auf der gerichtlichen. Wir sind zur Zeit im Kontakt mit einigen Anwälten, Historikern und Gutachtern und wir sind davon überzeugt, dass wir dieses Verfahren gewinnen können.

Leider kostet uns das alles eine Menge Geld. Und wie die meisten von Euch, sind auch wir “nur” “normale Arbeiter”, Schüler oder Studenten. Wer uns also bei unserem Kampf ein wenig finanzielle Hilfe zukommen lassen möchte, kann dies gerne tun. Hier die Bankverbindung:
Kontoinhaber: Rene Laube
Kto.Nr.: 6298343
BLZ: 39050000
Verwendungszweck: Rudi-Aktion

Quelle: Kameradschaft Aachener Land 28.06.09



Tags: Allgemeines · Dissidenten · Freie nationale Szene

22 responses so far ↓

  • 1 “Auf, hebt unsere Fahnen…” // Jun 29, 2009 at 13:28

    Der Stellvertreter des Führers WAR auf Friedensmission unterwegs:
    http://de.metapedia.org/wiki/Geheimakte_He%C3%9F

    Und er IST ermordet worden:
    Abdallah Melaouhi: Ich sah den Mördern in die Augen! Die letzten Jahre und der Tod von Rudolf Heß :
    http://www.dr-olaf-rose.de/abdallah-melaouhi-buch.htm

  • 2 Zudolf // Jun 29, 2009 at 13:39

    Dann wäre es Zeit Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen den Spiegel zu stellen, ist der Artikel auch schon älter, so wird er bzw. das Heft doch noch vertrieben. Und gleich noch gegen all die anderen systemkonformen Lexika etc. die entsprechende Umstände inzwischen einräumen.

    Freiwillige vor.

  • 3 griesgram // Jun 29, 2009 at 13:39

    Wie schon beim Fall Demjanjuk festgestellt geht es dem Terrorregime längst nicht mehr um Wahrheit oder gar Recht, sondern um Schauprozesse gegen angebliche oder wirkliche Dissidenten, um eventuelle Nachahmungs”täter”, die den ganzen Unsinn mit den Grundrechten aus der BRDDR- Nichtverfassung wirklich ernst nehmen, von unbequemen Widerstandshandlungen abzuschrecken.
    Jede Wette, daß die beiden “Damen” IM sind oder doch zumindest für die Aussagen bezahlt wurden.
    Die Merkel- BRDDR und die DDR sind von der Methodik nicht mehr zu unterscheiden.
    Und wenn weiter jährlich 190 000 qualifizierte Deutsche die BRDDR verlassen, wird bald keiner die Absicht haben, am Rhein eine Mauer zu bauen.
    Das Grunzgeschwätz der BRDDR sieht übrigens die Außerkraftsetzung der persönlichen Freiheit und Wohnortwahl ausdrücklich vor!
    Heute schon.
    Auch ohne die Notstandsgesetzgebung…

  • 4 Zudolf // Jun 29, 2009 at 13:40

    Könnt ihr bitte die genauen Daten zum Urteil veröffentlichen?

  • 5 Freiheit und Glaube // Jun 29, 2009 at 14:25

    An alle Medien:
    Warum zeigt Ihr euren Zuschauern nicht die org. Dokumentation „ Geheimakte Heß“?
    Habt Ihr Angst vor der Wahrheit?
    Oder meint Ihr wirklich, dass sogar der damalige amerikanische Gefängnisdirektor von Spantau , ein Lügner ist?

  • 6 Ali Mente // Jun 29, 2009 at 14:43

    Das Demokratenpack in der Robe deutet die komplette deutsche Geschichte um. Gestern die Nachricht von diesem Schwachkopf, der sich als Spätberufener einer Spruchkammer fühlt und statt Rente auf Nationalenhatz geht, heute diese Meldung. Daß es in Österreich keinen Deut besser zu sein scheint entschädigt dabei keineswegs.

  • 7 Eichhörnchen // Jun 29, 2009 at 16:12

    Apropos “Tödliches von der Intrigeninsel”:
    Die “Times” wußte kürzlich zu berichten, Großbritannien habe im 2. Weltkrieg kurz davor gestanden, Giftpfeile (echte, keine metaphorischen) auf deutsche Truppen zu werfen.
    http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/article6578583.ece

  • 8 Kameradschaft Aachener-Land // Jun 29, 2009 at 16:48

    @Zudolf: “Könnt ihr bitte die genauen Daten zum Urteil veröffentlichen?”
    Meinst du damit die Geschäftsnummer? Diese lautet: 10 Ls-1 Js 239/07-152/08
    Auch wenn ich damit dem ein oder anderem Schmierfinken ( ;-) ) jetzt ein wenig Arbeit abgenommen habe. Aber vielleicht ist es für den ein oder anderen von unserer Seite auch noch interessant.

  • 9 Kohlhaas // Jun 29, 2009 at 16:51

    Geheimakte Hess
    http://video.google.com/videosearch?q=Geheimakte+Hess

  • 10 Kameradschaft Aachener-Land // Jun 29, 2009 at 18:17

    Der richtige Verweis zum Spiegel-Artikel ist überigens:
    http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=DER+FLUG+DES+PALADINS&id=19337150

    Ist bei der Übermittlung irgendwie verloren gegangen…

  • 11 vorm Gerichtssaal verteilen // Jun 29, 2009 at 19:20

    Dem Heß-Geheimnis auf der Spur

    Um den Todestag des Rudolf Heß 17. August 1987 ranken sich Geheimnisse, wie auch um seinen Flug am 10. Mai 1941 nach England. (http://www.rudolf-hess.org/index.php3?fs=8)

    Rudolf Heß gehört sicherlich zu den kontroversesten Personen der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Für die einen war er einfach der “Stellvertreter des Führers” und somit als rechte Hand von Adolf Hitler mitverantwortlich für die Verbrechen des Nationalsozialismus – für andere ist er der “Märtyrer des Friedens”, der mit seinem Flug nach Schottland am 10. Mai 1941 den Krieg zwischen England und Deutschland beenden wollte und für diese Tat den Rest seines Lebens, davon 21 Jahre in Einzelhaft, im Gefängnis verbrachte.

    Auch über 15 Jahre nach seinem Tod im Alliierten Militärgefängnis in Berlin-Spandau kommen die Gerüchte über seine Person und Mission nicht zur Ruhe: Was waren die Gründe für seinen historischen Flug nach Schottland am 10. Mai 1941? War es überhaupt der “echte” Heß der in Spandau starb? Beging er wirklich Selbstmord? Was enthalten die Akten über den Fall Heß, die in Großbritannien bis ins Jahr 2017 gesperrt sind?

    Viele ungeklärte Fragen.

    Zuerst die Darstellung von der Rudolf-Heß-Internetseite:

    »Der Alleinflug von Rudolf Heß nach Schottland am 10. Mai 1941 ging in die Geschichte ein. Noch heute wird über die wahren Gründe und Hintergründe gestritten. War Heß verrückt und verließ er nur das “sinkende Schiff”? Wollte er alleine Friedensverhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien führen oder flog er gar im Auftrag Hitlers, mit einem Friedensvertrag in der Tasche? Fakt ist, wir wissen es nicht genau! Daran ändern auch neue Bücher oder die Freigabe unbedeutender Akten durch die englische Regierung nichts. Rudolf Heß hat nie und vor allem durfte nie über seine Mission reden. Dazu bleibt ein Großteil der Akten in England über den Flug von Rudolf Heß weiterhin bis ins Jahr 2017 gesperrt, brisante Akten des MI5 und MI6 (brit. Geheimdienste) aus den Jahren 1940/41 über die erfolglosen Friedensbemühungen zwischen England und dem Deutsche Reich sind z.T. bis zum Jahr 2035 nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

    Was kann so (un)wichtig sein, daß Akten in England über 55 Jahre nach Kriegsende “im Interesse der nationalen Sicherheit” nicht veröffentlicht werden können? Hat da jemand, vielleicht die britische Regierung, etwas zu verbergen?

    Zurück zum Anfang des Fluges & den Fakten: Rudolf Heß war ein erfahrener Pilot. Gegen Ende des 1. Weltkrieges wurde er zum Jagdflieger ausgebildet, aber er gelangte nicht mehr zum Kampfeinsatz. In den zwanziger Jahren flog Heß im Dienste der NSDAP, um z. B. Hitler von einer Wahlkampfveranstaltung zur nächsten zu befördern oder Flugblätter über Veranstaltungen politischer Gegner abzuwerfen. 1934 gewann Heß den so genannten “Zugspitzflug”. Auf Dienstflügen steuerte er als Copilot öfter seine Regierungsmaschine vom Typ Focke-Wulf 200 “Condor”. Bei Kriegsbeginn am 1. September 1939 meldete er sich bei der Luftwaffe zum Fronteinsatz, er erhielt jedoch von Hitler ein einjähriges Flugverbot.

    Die ersten Probeflüge mit einer Messerschmitt 110 begann er im Sommer 1940; zuerst nur als Flugschüler, doch schon bald startete er zu kürzeren und längeren Alleinflügen. Vor seinem entscheidenden Flug am 10. Mai 1941 unternahm Rudolf Heß mehrere konkrete Anläufe, die er jedoch alle wegen Schlechtwetter oder Störungen an seiner Maschine wieder abbrechen musste.

    Am 10. Mai 1941 war es soweit, um 17.45 Uhr MEZ hob die voll getankte Me 110, mit zwei Zusatztanks unter den Flügeln, vom Flugplatz der Messerschmittwerke in Augsburg-Haunstetten ab, Ziel: Dungavel, Schottland. Gegen 22.23 Uhr überflog Rudolf Heß die schottische Ostküste und gegen 22.45 Uhr passierte er den Landsitz des Herzogs von Hamilton, das Ziel seiner Reise. Da es bereits zu dunkel war, um auf dem kleinen Privatflugplatz des Herzogs zu landen, mußte er mit dem Fallschirm abspringen – der erste Sprung seines Lebens und dazu noch bei Nacht. Um 23.09 Uhr landete Rudolf Heß auf schottischen Boden, seine Maschine zerschellt ca. 300 Meter neben ihm. Er wurde von einem Farmer gefunden und wenig später von der Home Guard abgeführt. Er äußerte wiederholt den Wunsch, dem Herzog von Hamilton eine wichtige Nachricht zu überbringen. Das Treffen mit dem Herzog fand am nächsten Tag tatsächlich statt und Heß übermittelte ein Friedensangebot an England, welches aber ungehört blieb.

    Am 17. Mai 1941 wurde Heß in den Tower von London überstellt, von wo er am 21. Mai 1941 nach Mytchett Place in Surrey verlegt wurde. Er verlangte noch ein Mal mit dem Herzog von Hamilton sprechen zu dürfen, doch seine Bitte wurde abgelehnt. Schließlich musste er erkennen, daß die englische Regierung um Premier Minister Winston Churchill keine Friedensverhandlungen wünschte – der europäische Krieg weitete sich zum Weltkrieg aus.«
    ——————————————————–

    Schon im November 1987 versuchte die FREIE UMSCHAU Nr. 47 vom 19.9.1987, ein kleines “unabhängiges Nachrichtenblatt” aus West-Berlin, welches hauptsächlich von rechtskonservativen Abonnenten im deutschsprachigen Kulturraum gelesen wurde, dem Heß-Geheimnis auf die Spur zu kommen.
    Hier der unvollendete FU-Bericht von Merlin Nordmann in drei Folgen von 1987, der verschiedene Sichtweisen vorstellte und interessante Fragen stellte:

    Gibt es ein weltbewegendes Heß-Geheimnis? (I)

    Das Ableben des 93jährigen Walter Richard Rudolf Hess (Schreibweise “ss” nach “Wer ist’s?” 1935) aus dem damals britisch beherrschten Alexan¬drien, Ägypten, gibt Anlaß sich mit ungeklärten Fragen und Rätsel zu be¬schäftigen. Daß mit dem Fall Heß, dem so genannten “Stellvertreter des Füh¬rers bis 1941″, ein Geheimnis verbun¬den ist, wird von verschiedenen Sei¬ten angedeutet aber nicht aufgeklärt. Auffällig sind schon die vielen Spe¬kulationen in utopische Richtungen, die an Desinformation und Verschlei¬erung denken lassen. Warum soll das “Heß-Geheimnis” nicht aufgeklärt werden, wer hat ein Interesse daran?

    Im Spiegel Nr. 35/87 will Namensvet¬ter Rudolf Augstein in seinem Kom¬mentar den Rudolf Heß zum antiauto¬ritären Widerständler und liberalen Antifaschisten machen. Augsteins Vor¬liebe für individual anarchistische Figuren und trotzkistische Rebellen, läßt Heß zum Märtyrer Stalins werden und zum Knast Provokateur a la RAF:

    “Der Greis scheint seinen Gefängnis¬wärtern das Leben nicht eben leicht gemacht zu haben.”

    Aus Augsteins Sicht ist der libertäre Realo Heß natürlich auch ein Intellektueller und Fachmann:

    “..nicht Stenograph, sondern »Mitverfasser« von MEIN KAMPF..”; “Heß verstand davon (Flug¬technik und Konstruktion) offenkun¬dig mehr (als Göring)…”

    Als England¬freund und Antibolschewist war Heß offenbar

    “der Typ des »anständigen« Nazis, ein Freund von Haushofer Vater und Sohn”.

    Der Geopolitik Professor Haushofer, der imperiale Vordenker im Dritten Reich, und sein Widerstands-Sohn, der 1945 in Berlin-Moabit er¬schossen wurde, gelten dem Spiegel offenbar als Alibi Kreis für “gute Nazis”. Da die halbjüdische Familie Haushofer 1933 von Hitler zu “Ariern” erklärt wurde, scheint der Spiegel auch in dieser Richtung zu spekulie¬ren. Bei Heß (der Mann aus Hessen?) scheint Augstein auch an den jüdischen Anarcho Sozialisten und Anhän¬ger Proudhons, Moses Heß (1812 1875), Herausgeber der ersten anarchistischen Zeitschrift in deutscher Spra¬che “GesellschaftsSPIEGEL”, gedacht zu haben. Da schon im Dritten Reich ein auffällig umfangreicher Heß Stam¬baum “bis zu Martin Luther” veröffentlicht wurde, der mehr verdunkelte, als erhellte, stellt wohl auch Augstein fest:

    “Hinterlassen hat dieser reichlich alte Kaspar Hauser uns das Rätsel Rudolf Heß”.

    Der Brockhaus, 1938, schreibt:

    “Hauser, Kaspar, berühmtes Findel¬kind rätselhafter Herkunft, angeblich 1812 1833, tauchte 1828 in Nürn¬berg auf. Seinen Angaben nach war er bisher in aller Verborgenheit, ohne Erziehung und Kenntnis des Lebens aufgewachsen. Er starb infolge einer Verwundung, die ihm angeblich ein Fremder beigebracht hatte. Das Dun¬kel um seine Gestalt hat sich nur we¬nig aufhellen lassen. Die einen hal¬ten ihn für einen Betrüger, die ande¬ren glauben an seine vornehme Herkunft (badischer Prinz) und seine Ermordung. Es gibt viele Romane und Schau¬spiele über sein Schicksal.”

    Wenn Heß für Augstein ein “Kaspar Hauser” ist, ein Werkzeug und Spiel¬ball geheimer politischer Mächte, dann verwundert es, wenn der Spiegel an anderer Stelle nicht Aufklärung in dieser Richtung, sondern Vernebe¬lung in anderer Richtung betreibt. Heß wird als wissender, selbstherr¬licher Schweiger vorgeführt:

    “Heß sagte zu mir (Pfarrer Gabel): »Es ist wirklich ein Rätsel für mich, daß man mich hier nicht raus läßt.« Meine Antwort: »Aber Sie sind ein Rätsel für sie, Herr Heß.« Er lächelt. Ich bestehe auf dem Streit der Histo¬riker wegen seines Fluges: Wußte Hit¬ler Bescheid oder nicht? Heß lächelt erneut, er blickt mich mit boshaften Augen an und sagt kein Wort.”

    DIE ZEIT (28.8.87) stellt die Sache anders, glaubhafter dar: Heß, ein Un¬wissender, Fragender.

    “Der franz. Militärgeistliche Ch. Ga¬bel: Dann sagte er, ich verstehe nicht, warum ich nicht heraus darf. Ich habe kein Geheimnis. Ich will zu meiner Familie. Ich werde keine Po¬litik betreiben. Ich bin ein alter Mann.”

    »Heß, der stolze Schweiger zu einem Geheimnis« oder »Heß, der geheimnislo¬se Verzweifelte« ? Wer baut hier Wi¬dersprüche auf, wer desinformiert hier zum Schaden des Deutschen Vol¬kes über die Aufklärung seines Schick¬sals? Sind neue “Kaspar Hausers” als Werk¬zeuge geheimer politischer Kräfte am Werke, zum Schaden des Deutschen Vol¬kes? Die Nachfolger von R. Heß?

    Gräfin Dönhoff, Herausgeberin der Zeitung DIE ZEIT, stellt Heß in ihrem Kommentar , tiefstapelnd, als armen Tropf dar:

    In schmachvoller Zeit, mit politi¬scher Ratlosigkeit und geistiger Verwirrung, wäre Heß als treuer Knappe zu seinem, neue Hoffnungen verheißenden, Führer getreten. Er suchte, wie Andere, einen al¬ternativen 3. Weg. Die Hypnotisierten waren am Ende überzeugt, jener (Hitler) kön¬ne den Weg weisen den deutschen Sonderweg , weder Kapitalismus noch Marxismus, nicht westliche Zivilisation noch östliche Unzivilisiert¬heit.

    Dann zitiert die Dönhoff den ameri¬kanischen Historiker Stern (jüdischer Herkunft) aus sei¬nem Vortrag »Der Nationalsozialismus als Versuchung«:

    “Seit 1880 gab es in Europa Sehnsucht nach einer radikal neuen Ge¬sellschaft, einer neuen Bindung und Autorität und eine leidenschaftli¬che Abneigung gegen das bestehende System. Man bekämpfte die moderne Welt schlechthin: das Materialistische und Korrupte in dieser Welt. Die Demokratie und das Parteien Parla¬ment, den allzu toleranten Liberalismus, den ausbeutenden und rein materialistischen Kapitalismus. Das alles war zu verwerfen, war Betrug an der wirklichen Nation und oft sah man im Modernen das Werk der Ju¬den. Drumonts “La France juife”, die¬se einzige Anklage gegen die Vor¬herrschaft der Juden, war mit das erfolgreichste Buch des ausgehenden 19. Jahrhunderts”.

    Anmerkung: Salomon Reinach stellte Drumont als “Werkzeug der Jesuiten” hin, wobei er zu erwähnen vergaß, daß Drumont nur eine Antwort gab auf die Schriften “Conningsby” [1844] und “Tancred” [1847], des britischen Staatsmannes und Konvertit, Benjamin Disraeli (späterer Lord Beaconsfield), der in seinen Werken die Weltmacht¬ansprüche der Bankiersfamilie Roth¬schild vorgestellt hatte, Bekannte des D’Israeli !

    Während die Dönhoff das »Unheil« den französischen Nachbarn und katholi¬schen Christen (Drumont, Le Pen) in die Schuhe schieben möchte, läßt sie Heß zur Friedenstaube werden:

    “den Toren, der ausgezogen war, den Frie¬den zu suchen.”

    Sie kommt zu der Feststellung,

    “daß eigentlich mit diesem (Heß )Verfah¬ren den Deutschen eine Lektion für den Umgang mit Menschenrechten erteilt werden sollte.”

    Bei diesen Bußlektionen fühlt sich die Dönhoff in ihrem Lerndrang augenfällig von Neonazis belästigt, da diese den Friedens-Jesus Heß mit fun¬damentalistischen Pöbeleien entweihen: “erbärmliches Niveau ihrer Plakate”.

    Auch die NATIONAL ZEITUNG und der SPIEGEL stellen klar, daß Heß ein »Realo« war und kein Symbol ist für fundamentalistische Verehrung:

    “Gabel: Wir haben über die kleinen Neonazi Gruppen in der Bundesrepu¬blik und in Berlin gesprochen, junge Leute ohne Verantwortung, zweifellos ohne Arbeit, die sich tödlich langweilen. Ich sage Rudolf Heß, daß das sehr bedauerlich für das heutige Deutschland sei. Er stimmt mir zu und äußert folgenden Gedanken: Könnte das nicht einfach eine von anderen politischen Gruppen erzeugte Provo¬kation sein?” (DER SPIEGEL)

    “Der Kampf Hitlers gegen Strasser en¬dete mit dessen Sturz. Hitler zerschlug Strassers Lenkungsapparat, ei¬ne Parteiführung gab es praktisch nicht mehr. Er ernannte Heß zu seinem Stellvertreter in der Partei. Als im Braunen Haus zu München am 3o.Juni 1934 das Schicksal des an¬geblich »hochverräterischen« SA Chefs entschieden wurde, war Heß einer der Blutrünstigsten. »Mein Führer«, schrie er, »es ist meine Aufgabe, Röhm zu erschießen!« (DER SPIEGEL)

    “..der das Opfer von Rudolf Heß für den Frieden, insbesondere sein jahr¬zehntelanges Martyrium in der Folter¬haft der Sieger, bedenkt. Freilich tau¬chen bei derlei Gelegenheiten nach Hollywood Manier abenteuerlich mas¬kierte »NS Gestalten« als Agenten, Verrückte oder Rauschtäter auf und präsentieren sich auftragsgemäß oder im Wahn willig den sie begierig erwartenden Medien in Ost und West… Derlei traurige Erscheinungen auszu¬sondern und vom Schauplatz abzuschieben, müßte für das gigantische Poli¬zeiaufgebot ein Kinderspiel sein.” (NATIONAL ZEITUNG)

    Hiermit deutet sich ein weiteres He߬-Geheimnis an: Die Realos aller Zeiten und Strömun¬gen von Heß, über Frey, Dönhoff, Augstein bis zu Cohn Bendit verabscheu¬en und bekämpfen die Fundamentalis¬ten von rechts bis links. Beim Macht¬kampf gegen konkurrierende Realo-Gruppen, gebrauchen die Realos meist aber die Fundamentalisten als Schlägertruppe, Zettelverteiler, Parteiarbeiter oder Provokateure. Nach politischen Machtübernahmen wurden die Fundamentalis¬ten, wie die Geschichte zeigt, bisher immer liquidiert, mundtot gemacht oder verächtlich beiseite geschoben. Nach gescheiterten Machtspielen, wer¬den die Fundis dann oft auch, zum Schutz belasteter Realos, als Sündenböcke aufgebaut, um für die Taten der Realos zu büßen.

    Diese volks und gemeinnutzfeind¬lichen Verhaltensweisen, besonders der deutschen Oberschichten, die zur heutigen politischen Situation in Deutschland geführt hat und von Neo¬-Realos bejammert wird, haben ihren Ur¬sprung in biblisch calvinistischen Auserwähltheits und Prädestinationslehren. In verschiedener Verpackung und auf verschlungenen Pfaden haben diese verderblichen Lehren Eingang gefunden in die Gedankengebäude und Vorstellungen der deutschen Realos. Darüber und zur gedanklichen Programmierung des Rudolf Heß wird später berichtet werden.

    Die Wochenzeitschrift STERN Nr. 35 gibt sich sachlicher und scheinbar um historische Aufklärung bemüht. Die gestellten Fragen aber sind ir¬reführend und bleiben unbeantwortet. Sie verraten die STERN Bestrebungen nach Geschichtsverdrehung und nach Eingrenzung des Heß Geheimnisses, auf den England Flug:
    ¬

    “Es bleiben Fragen: Warum wurden die verbündeten Amerikaner mit siebentä¬giger Verspätung über Heß’ Anliegen unterrichtet, die Sowjets sogar erst Ende September 1941 und nur auf ei¬genes Nachfragen? Aus welchem Grund hat die britische Regierung die Heß Akten, dessen per¬sönliche Aufzeichnungen und sämtli¬che Gesprächsprotokolle mit Kabinettsangehörigen mindestens bis zum Jahr 2017 gesperrt, wenn doch angeb¬lich nichts geheim zu halten ist? Und schließlich: Warum haben sich die Briten gegen eine vorzeitige Entlas¬sung des Greises kaum weniger zur Wehr gesetzt als die Sowjets?”

    Zu den STERN Fragen:
    Warum sollten die Amerikaner unter¬richtet werden ? Die “Unterrichtung” über den Heß Flug nach England (10.5. 1941) taten die Briten rein informativ. Erst 7 Monate später (11.12.1941 Kon¬ferenz von Washington “Arcadia”) “verbündete” sich die USA mit Gro߬britannien politisch und militärisch.
    Kein Grund war die wirtschaftliche “Verbündung” für sofortige “Unter¬richtung”, denn USA Firmen waren auch mit dem Dritten Reich “verbündet”. Die wirtschaftliche “Verbündung” war nur an
    satten Rüstungsgewinnen und Heereslieferungen interessiert und nicht an “Hiobsnachrichten” über eine eventu¬elle Beendigung dieser einträglichen Geschäfte, wie sie der Heß Flug andeutete!

    Über Wirtschafts Verbündungen:
    27.2.1930 Gründung der exterritori¬alen “Bank für internationalen Zah¬lungsausgleich” (BIZ) in Basel. Die
    Zentralbanken von England, Frankreich, Belgien, Italien, die Deutsche Reichs¬bank, die Industriebank von Japan und
    die USA Morgan Bankgruppe (J.P.Morgan & Co., First National Bank of New York, First National Bank of Chicago) ver¬bünden sich, um angeblich die deut¬sche “Kriegsschuld” (Young Plan) unge¬stört eintreiben und verteilen zu können.

    “Die BIZ Anlagen beliefen sich Ende 1932 auf ca. 300 Mill. Goldfranken. Ihre Erträgnisse sind von Deutschland bis 1945 in Gold oder konvertierbaren Währungen überwiesen worden.” !! (Bank Lexikon, 1967,Knapp¬-Verlag, Frankfurt/Main)

    Goldbestände in Millionen Reichsmark:
    Land…………….1938…………1939
    Deut.Reich:…..111,4………….99,9
    GB:………….6 668,5……………2,5
    USA:………..35 980,0…… 43 746,4

    Von 1938 bis 1939 hat England(GB) 99,96 % seiner Goldbestände in die wirtschaftsverbündete USA transportiert. Am 8.12.1940 bittet Churchill den “nichtverbündeten, aber unentbehr¬lichen Partner” Roosevelt um Wirtschaftshilfe. Dieser spricht vom “Ar¬senal der Demokratie” und bringt das Leih Pacht Gesetz bis zum 11.3.1941 in Kraft, um das britische Imperium von den USA aus direkt mit Rüstungsgütern beliefern zu können.

    Die USA-Wall-Street ist mit dem “Ar¬senal gegen den Bolschewismus” im Großdeutschen Reich “vor Ort” und an der Front, z.B:
    Ford; Opel (General Motors [Morgan, DuPont]); Telefunken, Osram, ITT, AEG, C. Lorenz AG, Schaub (alle General Electric, ITT [Morgan]); Reichskraftsprit, DPAG, Creditul Minier, Atlantic Refining, Ölhag, Socony Mobil¬-Oil (alle Rockefeller Esso, Morgan); Fanto, Rhenania Ossag (alle Rothschild Shell Samuel); Gasolin, Hydrierwerke Pölitz (Esso-Shell IG Farben); Focke Wulf (ITT Mor¬gan); Metallgesellschaft (Rio Tinto [Rothschild]) usw. usf.

    Weiter zu den Stern Fragen:
    Warum eigentlich sollten die Sow¬jets sofort nach dem 10.5.1941 von den Engländern über den Heß Flug infor¬miert werden?
    Denn: erst 23.8.39 deutsch sowjetischer Nichtangriffspakt (Hitler Stalin-¬Pakt nach monatelangen Geheimverhandlungen) mit geheimen Zusatzpro¬tokoll über Interessengebiete und die gemeinsame Polenaufteilung. Die Briten wußten offenbar alles, schlossen 2 Tage später mit Polen einen “Bündnisvertrag” und konnten so 13 Tage später durch ihre Kriegs¬erklärung an Deutschland mit in den Krieg eintreten. Die USA, das spätere “Arsenal der Demokratie” und der heu¬tige Moralprediger in Sachen Demokra¬tie, ließ die Dinge erst einmal lau¬fen und erklärten am 5.9.1939 ihre Neu¬tralität (!).
    Die Sowjets, die ohne “Demo¬kratische Kriegserklärung” geblieben waren, wurden am 14.12.1939 nur verwarnt (von den “Demokratien”), in dem sie zum “Angreifer” er¬klärt wurden und den Völkerbund ver¬lassen mußten. Zur Zeit des Heß Fluges befanden sich die Sowjets im tiefsten Frieden mit dem großdeutschen Nachbarn, lieferten vertragsgerecht Öl, Getreide und Rohstoffe nach Deutschland, die im den Kampf gegen England gebraucht wurden. Warum sollten also die Briten dem “Angreifer” und “Lieferanten des ¬Feindes”, dem Kerensky und Trotzki¬Vertreiber, dem “Ölräuber von Baku”, also den Sowjets freundliche Tips geben?

    Daß die Sowjets im September 1941 mal nachfragten, was mit Heß war, hängt doch damit zusammen, daß sie sich, nach dem Überfall des vertragsbrüchi¬gen Hitler Deutschlands (22.6.1941), am 12.7.1941 mit dem britischen Imperia¬lismus verbündet hatten. Diese selt¬same Verbündung war durch zwingende Überlebensangst herbeigeführt worden, “mehr der Not gehorchend, als dem ei¬genen Triebe.” Bei dieser Gelegenheit werden die Briten auch nicht die volle Wahrheit über den Heß Flug ih¬ren neuen Verbündeten erzählt haben. Hier liegt ein Schlüssel zum Heß Ge¬heimnis!

    Diese STERN Frage ist berechtigt: Warum eigentlich haben die Briten die Heß Akten bis zum Jahre 2017 gesperrt, wenn doch angeblich nichts geheim zu ¬halten ist? Der Grund wird bestimmt nicht darin liegen, daß das britische Königshaus als friedensunwillige Kriegstreiber ins Gerede kommen könnte, wenn die Heß Akten jetzt unmanipuliert ver¬öffentlicht würden. Bekanntlich wollte Heß, mit seinem Flug nach Schottland, dort einen Für¬sten Douglas Hamilton treffen. Die Hamilton Brüder gehören nicht nur zur Elite der alten Adelsschicht im britischen Imperium, sind höchste Of¬fiziere der königlichen Luftwaffe, Manager der britischen Wirtschaft und Mitglieder geheimer Leitungszir¬kel des Imperiums, sondern gehören auch zur nächsten Verwandtschaft und Hof¬gesellschaft des britischen Königshauses. Die Schwester Pamela von Kö¬nig George VI’ Ehefrau, die Tante der heutigen regierenden Königin Elisa¬beth II, ist mit einem Hamilton Bru¬der verheiratet!

    Wenn sich also herausstellen würde, daß ein höchster Repräsentant des Dritten Reiches als Friedensparlamentär mit den höchsten Repräsentanten des bri¬tischen Imperiums verhandeln wollte, aber abgewiesen wurde und völkerrechtswidrig als Kriegsgefangener be¬handelt wurde, dann ergeben sich so¬fort ein paar peinliche Fragen für die angebliche britische Oberschicht. Was ist aus der viel gerühmten englischen Fairneß geworden, sind die Bri¬ten zu hinterhältigen Raubrittern verkommen?

    Warum wollten jene Briten, die noch um 1920 mit ihren Invasions¬armeen in Rußland einfielen, um das junge Sowjetsystem militärisch zu beseitigen,1941 nicht mit einer eng¬landfreundlichen deutschen Lobby, nach Begrabung des Kriegsbeiles, ge¬meinsam das östliche System bekämp¬fen?
    Was versprachen sich die eng¬lischen Lords davon, stattdessen sich mit Stalin zu verbünden, die Kultur¬stätten des Kontinents mit ihren Bom¬berflotten zu verwüsten und die sow¬jetische Herrschaft sich bis zur El¬be ausdehnen zu lassen?

    Wieso hatten gerade Briten die Ideen von einer “Nordischen Gemeinschaft” aufgebracht und verbreitet (Cecil Rhodes, Joseph und Houston Chamberlain), wie sie heu¬te wieder im “Nordatlantischen Bünd¬nis” gepflegt werden, um sie 1941 zu verraten?
    So oder ähnlich könnten die Fragen lauten, die Anhänger einer “Nordischen Gemeinschaft” stellen müßten. Die Antworten aber würden wohl auch die ideologischen Fundamente der heu¬tigen NATO Gemeinschaft erschüttern!

    Doch auch Fragen aus anderer Richtung könnten auftauchen. Hatte Heß mit seinem Besuch bei der britischen Adelsoberschicht die fal¬schen Ansprechpartner für englische Machtpolitik sich ausgesucht? Waren das Königshaus und sein Hof seit 1911, dem Jahr der Baring Bankpleite wegen der Argentinien Fehlspekulation und dem Rothschild Eingreifen, nur noch Operettenfürsten für das angel¬sächsische Publikum und repräsenta¬tive Empfangschefs für die Kolonial¬-Häuptlinge im Imperium? Schrieben ganz andere Mächte die Drehbücher für die britische Machtpolitik?

    Den Machtverlust der alten Adelsschicht zu verheimlichen und das Inkognito der neuen Eigentümer des Im¬periums zu wahren, könnte ganz im Interesse der alten und neuen Herr¬scher liegen. Die Kenntnis über die wirklichen Machtinhaber, die ein Weltimperium anstreben, mußte und muß beim jeweiligen Bündnispartner oder Feind verschleiert werden, sonst hätten die kontinentalen Nachbarvölker eine an¬dere Politik betrieben, sich nicht ge¬genseitig im Zweiten Weltkrieg zerfleischt und geschwächt und den Boden für zu¬künftige weltimperiale Entwicklungen und Eingemeindungen vorbereitet.

    Unter diesem Aspekt bekommt die Ge¬heimhaltung der Heß Akten einen Sinn: Die Kenntnis der Heß Irrtümer und ihrer Ursprünge könnte zum Verständ¬nis heutiger Weltmachtpolitik und ihrer Hintergründe und Ziele führen und den Erfolg des “Planes” gefährden, der 1913 in Paris im Manifest der internationalen Banken Allianz ver¬kündet wurde:

    “Die Stunde hat geschlagen für die Hochfinanz, öffentlich ihre Gesetze für die Welt zu diktieren, wie sie es bisher im Verborgenen getan hat. Die Hochfinanz ist berufen, die Nachfolge der Kaiserreiche und Königtü¬mer anzutreten, mit einer Autorität, die sich nicht nur über ein Land, son¬dern über den ganzen Erdball er¬streckt!” (Aus dem Gründungsmanifest)

    Um den Ursprung Heß’scher Gedanken¬gänge geheim zu halten, die Beziehungen von Hamilton Haushofer Heß und den Hintergrund des Heß Fluges zu ver¬tuschen, sowie das Königshaus aus der Angelegenheit heraus zu halten und die “verbündeten” Sowjets (ab 12.7.1941) nicht auf falsche Gedanken zu bringen über die Bündnistreue der “demokratischen” Imperialisten (USA, GB), wurde
    von interessierter Seite eine Ge¬heimdienst Story in die Welt gesetzt. Diese muß bis heute von den Sowjets geglaubt worden sein, sonst hätten sie nicht so einträchtig mit den Briten den “Friedensbotschafter ohne Auftrag” in Spandau bewacht.

    Im Mai 1943 schrieb AMERICAN MERCURY, die bedeutendste Zeitschrift für amerikanische Intellektuelle:

    “Vier Monate schwierigster Verhand¬lungen waren diesem Flug vorausge¬gangen. Die Deutschen hatten ihren Vorschlag im Namen des Friedens und der nordischen Freundschaft vorangetrieben. Ihre britischen »Freunde« waren hilfsbereit, ohne jedoch über¬mäßig begeistert oder optimistisch zu sein… Was die Deutschen nicht wußten, war die Tatsache, daß sie in Wirklichkeit mit Agenten des bri¬tischen Geheimdienstes verhandelt hatten, welche Namen und Handschrift des Herzogs von Hamilton und ande¬rer Adelsleute der anglo amerikani¬schen Bruderschaftsgesellschaft (Golden Dawn) mißbraucht hatten … zwei Hurricane Maschinen nahmen die Verfolgung des geheimnisvollen Flug¬zeugs auf, mit dem Befehl, unter keinen Umständen darauf zu schießen… »Ich heiße Alfred Horn«, wiederhol¬te Heß immer wieder, als ob er um Anerkennung heische. »Sagen Sie dem Herzog Hamilton, ich bin angekommen«.”

    Diese Version ging auch in kommunistische Darstellungen ein. Paul Mer¬ker, seit 1935 Mitglied des ZK und des Politbüros der KPD, schrieb 1944/45 im mexikanischen Exil »Deutschland Sein oder Nichtsein?«. Sein Heß Be¬richt dürfte auch die sowjetische Auffassung gewesen sein. Später fiel Merker in der DDR in Ungnade. Der Merker Bericht:

    “Am 10.Mai 1941 bestieg Hitlers Stell¬vertreter, Rudolf Heß, auf dem Flug¬platz in Augsburg eine Messerschmitt-¬Maschine 110, ausgerüstet mit einem vollständigen Sende Apparat und mit genügend Gasolin und flog nach Eng¬land. Er landete in Schottland in der Nähe des Schlosses des Herzogs von Hamilton. Der wahre Grund des Fluges von Rudolf Heß nach Schottland ist von der eng¬lischen Regierung nicht offiziell bekannt gegeben worden. Aber für jeden, der Hitlers politischen Glauben an die Zündkraft seiner antibolschewistischen Losungen kannte, konnte der politische Sinn dieses Fluges nicht länger verborgen bleiben. Spä¬ter wurden folgende Einzelheiten be¬kannt:
    Hitler hatte Rudolf Heß als einen »Gesandten des Friedens« nach Eng¬land geschickt. Seine Ankunft wurde von einigen Engländern erwartet, und auf dem letzten Teil seiner Reise wurde er von einigen Flugzeugen der RAF begleitet. Hitler war Anfang 1941 zur Auffassung gelangt, daß er sei¬nen »Heiligen Krieg« gegen die Sow¬jetunion nicht länger aufschieben konnte. Sein Plan, vor seinem Angriff auf Russland erst England zu vernichten, war gescheitert. Es schien ihm nun ein leichter Ausweg, eine momentane Verständigung mit den Eng¬ländern zu erreichen und seine gan¬ze Kraft gegen die Sowjetunion zu werfen.
    Bereits im Januar 1941 versuchte Hitler, die Stimmung in England zu ergründen, um später ein Friedens¬angebot zu machen. Er schickte eine Note, aber nicht an die englische Regierung, sondern an einflußreiche Persönlichkeiten aus den Krei¬sen, die Anhänger der Münchener Po¬litik waren, unter denen sich auch der Herzog von Hamilton befand, ein Mitglied der berüchtigten »Gesell¬schaft für englisch deutsche Freundschaft« und die in neutralen Ländern erreichbar war. Ein bekannter Diplo¬mat übernahm es später, die Vorschläge Hitlers, die im Namen der »nordischen Freundschaft« gemacht wurden, zu befördern. So war man ganz gut vorwärts gekommen, und Hit¬ler glaubte, schon auf neutralem Boden verhandeln zu können. Aber die Engländer lehnten das ab. Hitler er¬bot sich nun, einen bevollmächtig¬ten Delegierten nach England zu schicken. Dem stimmten die Englän¬der nach langem Zögern zu. Der Ge¬sandte Hitlers sollte, nach dessen eigenem Ermessen, eine Persönlich¬keit sein, die offiziell im Namen der deutschen Regierung sprechen und Verpflichtungen übernehmen konnte. Die dazu geeignete Person war Rudolf Heß, Hitlers persönlicher Freund und Nazi Nr. 3. Heß war zudem in Alexan¬drien (Ägypten) geboren und aufge¬wachsen, sprach fließend Englisch und »kannte den englischen Geist.«

    In der Nacht des 10. Mai 1941 trat Heß schließlich seinen Flug nach England an. Hitler und seine Verbin¬dungsmänner, die mit einflußreichen Appeasern zu korrespondieren glaub¬ten, wußten aber nicht, daß sie mit dem militärischen Geheimdienst Englands verhandelt hatten, dessen Vertreter unter dem Namen Hamiltons und anderer Persönlichkeiten der englisch deutschen Gesellschaft aufge¬treten waren. Schon das erste Schrei¬ben, das dem Diplomaten anvertraut worden war, erreichte nie sein Ziel. Es wurde von dem englischen Geheimdienst abgefangen und von da ab war die Korrespondenz von englischen A¬genten geführt worden. Diese hatten verlockende Antworten nach Berlin gesandt, die Hitler in dem trügerischen Glauben bestärkten, daß die Appeaser einflußreich genug wären, Hitlers Angebot gegen Churchill durchzusetzen und diesen zum Rücktritt zu zwingen.

    In der Nacht des Fluges von Heß nach England wurde London heftig von deutschen Fliegern bombardiert. Plötzlich wurde berichtet, daß an der schotti¬schen Küste ein unbekanntes Flugzeug aufgetaucht sei. Nach seiner Geschwindigkeit schien es ein Kampf Flugzeug zu sein und flog nach Westen. Es kam der Befehl, das Flugzeug nicht zu beschießen. Zwei »Hurricans« wurden ab geschickt, es nicht aus dem Auge zu lassen. Hohe Offiziere verfolgten inzwischen auf der Karte den Flug. In der Nähe des Dorfes Paisley an der Westküste angelangt, stoppten die »Hurricans« ihre Meldungen. Das Flugzeug war niedergegangen.
    In Lancashire, Schottland, bemerkte stattdessen der Bauer David McLean, wie ein Mann mit einem Fallschirm niederging. Mit einer Heugabel bewaff¬net, lief McLean auf ihn zu und fragte: »Bist Du ein Nazi oder Freund?« Der Mann mit dem Fallschirm antwortete: »Ich bin kein feindlicher Nazi, sondern ein englischer Freund.« Er hatte sich beim Fall den Knöchel verrenkt und litt anscheinend große Schmerzen. In der Küche des Bauern gestand er, daß er aus Deutschland geflohen wäre und den privaten Flug¬platz des Herzogs von Hamilton suche. »Bitte, sagen Sie dem Herzog, daß Al¬fred Horn angekommen ist.«
    Inzwischen hatte sich ein »Empfangs-¬Komitee« auf dem Flugplatz des Herzog von Hamilton versammelt. Es waren die Agenten des Geheimdienstes. Da Heß wegen Benzinmangels niederge¬hen musste, wurde der vereinbarte Plan gestört und nur auf diese Wei¬se erfuhr die Öffentlichkeit vor¬zeitig von seinem Flug. Das »Empfangs Komitee« holte nun den Gast aus dem Bauernhaus ab und führ¬te in nach Maryhill, in der Nähe von Glasgow. Dort erklärte er: »Ich bin gekommen, um die Menschheit zu ret¬ten. Mein Name ist Rudolf Heß.« Er sagte weiter, daß einige vornehme Engländer ihn erwarteten.

    Ivone Kirkpatrick, früher Sekretär der Englischen Botschaft in Berlin, war beauftragt, die Vorschläge, die Heß zu machen hatte, der englischen Regierung zu übermitteln, und Hess war noch immer, trotz Abwesenheit Hamil¬tons, überzeugt, daß er mit dessen Beauftragten verhandelte. Heß trat Kirkpatrick gegenüber als Sieger auf und brachte zum Ausdruck, daß England den Krieg verloren habe. Er spielte deshalb auch den Großzügigen. Seine wichtigsten Vorschläge waren: Räumung Frankreichs mit Ausnahme von Elsaß und Lothringen; Deutschland er¬hält Luxemburg. Es räumt jedoch Holland, Belgien, Norwegen und Dänemark, Jugoslawien und Griechenland. Deut¬schland vermittelt zwischen England und Italien. England erklärt als Gegenleistung seine Neutralität im Kampfe Deutschlands gegen Rußland.

    Zur Begründung dieser Vorschläge hob Heß besonders die Wichtigkeit der Mission Hitlers hervor: »Er ret¬tet die Menschheit vor dem Bolsche¬wismus«. England und Frankreich aber
    müßten zum Arsenal des Kapitalismus gegen den »asiatischen Kommunismus« werden. Deutschland würde die volle Produktion der englischen Kriegsin¬dustrie kaufen, bis England zur nor¬malen Friedensproduktion zurückgekehrt sei.

    Zwei Tage lang erläuterte Heß seine Vorschläge. Er wies darauf hin, dass Hitler die Gegenvorschläge Englands erwarte und bereit sei, den »sinnlo¬sen Krieg mit einer Schwester Nati¬on« zu beenden, um freie Hand für die Abrechnung mit dem Bolschewis¬mus zu erhalten.

    Hitlers Plan wurde dem Präsidenten Roosevelt übermittelt. Dieser stimm¬te mit Churchill überein, daß die Vorschläge abgelehnt werden müßten.
    London und Washington machten der Sowjetregierung nun eine vertrauliche Mitteilung über Hitlers Pläne, wie sie aus den Vorschlägen von Heß ersichtlich wurden. Heß wurde von diesem Beschluß nicht benachrich¬tigt. Man ließ ihn immer noch in dem Glauben, über die Annahme seiner Vor¬schläge zu verhandeln. Als sein Fuß geheilt war, wurde er im Flugzeug nach London gebracht, wo er mit Lord Beaverbrook und Alfred Duff Cooper und anderen verhandelte. Churchill lehnte es ab, ihn zu empfangen. Nach¬dem Heß alles gesagt hatte, was zu sagen war, wurde ihm mitgeteilt, daß seine Vorschläge abgelehnt seien. Jetzt erfuhr er auch, daß der Geheim¬dienst die ganzen Verhandlungen mit ihm geführt und daß Hamilton von sei¬nem Flug erst erfahren hatte, als er in der Presse bekannt gegeben wurde.
    Heß verlangte, nach Deutschland zu¬rückzukehren, da er als Friedensgesandter nach England gekommen sei und das Recht auf freien Rückflug ha¬be. Die englische Regierung teilte ihm mit: Er habe die Reise als Dele¬gierter einer Gruppe von Privatper¬sonen angetreten und müsse deshalb als Kriegsgefangener betrachtet wer¬den. Heß stürzte nun in eine tiefe Depressionsstimmung, der »gute Ken¬ner des englischen Geistes« verstand auf einmal diese englische Antwort und die Welt nicht mehr.
    Das Scheitern der Mission Heß’ in Eng¬land wurde folgenschwer für Hitlers politische und militärische Pläne. Der Kompromiß-Frieden mit England war gescheitert, aber auch die Kriegsvorbereitungen gegen die Sowjetunion konnten von ihm bei der ganzen Lage der Dinge nicht mehr gestoppt wer¬den. Hitler, der bald einsehen mußte, daß die Mission von Heß gescheitert war, versuchte, die Welt über deren
    Hintergründe zu täuschen. Er ließ Heß als Deserteur und Verräter und schließlich als Wahnsinnigen verleum¬den.”

    Soweit Paul Merker Vorstellung.

    Die Briten gaben den wahren Grund für den Heß Flug nicht offiziell be¬kannt. Die Heß Akten bleiben bis zum Jahre 2017 gesperrt. Der Heß Häftling blieb bis zu seinem Tod von allen In¬formationen und Fragern zum Dritten Reich isoliert. Seit 1941 tauchen aber ständig Desinformationen über den Heß Fall auf. Umgibt die Briten, ihren Geheim¬dienst und ihren Kolonialbürger Heß aus Alexandrien ein teuflisches Geheimnis zum Ursprung des Dritten Reiches?

  • 12 vorm Gerichtssaal verteilen // Jun 29, 2009 at 19:26

    Sorry, die angegebene Heß-Seite wurde offenbar von interessierter Seite gehackt… Ist ja schließlich wohl die Aufgabe der demokratischen Dienste…

  • 13 ICHbinDeutschland // Jun 29, 2009 at 19:59

    Naja und wegen den paar Euro Strafe gleich ne Spendenaktion aufrufen die dann eh im Schlund offensichtlich unfähiger Rechtsanwälte landen…ich weiß nicht.

    Da hab ich als Angeklagter schon WEITAUS dramatischere Prozesse als freier Mann verlassen, ohne zum Hilfe rumzuheulen.

    Sucht euch n neune Anwalt Leute, keine Augenzeugen, Personalienfeststellung, oder Videoaufnahmen sondern alles nur basierend auf dämliches Gebrubbel irgendwelcher Ex-Fotzen…da lachen doch die Hühner!!!

    Jeder Jurastudi im 1. Semester hätte euch da rausgeboxt.

  • 14 Squirrel // Jun 29, 2009 at 21:42

    Na ja – unabhängig ob die “Ex-Freundin” nun die Wahrheit sagt oder nicht :

    Kluge Männer teilen ihre Pläne und Taten ihren Frauen nicht mit !

    http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=14316923&top=SPIEGEL

    Gruss Squirrel – brd verecke !

  • 15 Systemling // Jun 30, 2009 at 5:07

    Kluge Frauen lassen sich erst gar nicht mit Nazis ein….
    Jeder, der die Aktivitäten der KAL kennt, weiß, was sie für ein jämmerlicher Haufen sind. Neben Überfällen auf Minderjährige am Karneval, stümperhaften Schmiererreien am AZ, Besuchen der Burg Vogelsang, und dem Nachstellen von vermeintlichen Farbverschönerern von R. Laubes Karre läuft da nicht viel, abgesehen von dem übermäßigen Bierkonsum in der Pontstrasse. Die Webpräsens war überaus peinlich, unvergessen bleibt der Auftritt der “Bauern aus Aachen” in Dortmund, ebenso der öffentliche, erheiternde Klinsch auf höchstem Niveau mit örtlichen “AN’s”. Naja, vielleicht gelingt es euch, ein paar Kröten für eure stümperhafte Aktion zu erbetteln….

  • 16 Gerichtsdiener // Jun 30, 2009 at 6:57

    Bei Schauprozessen helfen auch keine Gutachter. Die Assoziationskette R.H. und Frieden ist politisch nicht erwünscht, weil sie das propagierte Negativbild des imaginären, virtuellen Feindstaates “NS-Deutschland” relativiert. Punkt. Aus.

  • 17 Kameradschaft Aachener-Land // Jun 30, 2009 at 16:11

    An “ICHbinDeutschland” #13: Obwohl ich davon ausgehe, dass du ein Provokateur von der anderen Feldpostnummer bist, will ich dir mal antworten:
    1. Hast du den Text wohl leider nicht richtig verstanden. Es geht nicht darum, von dem Geld die Geldstrafen der Angeklagten zu bezahlen. Das machen wir schon selbst. Es geht darum, die Kosten der kommenden Gerichtsverfahren zumindest zu einem kleinen Teil zu decken. Es müssen nämlich nicht nur die Rechtsanwälte, Gutachter, etc. bezahlt werden, sondern im Falle einer Niederlage sind auch die Gerichtskosten zu tragen. Und die steigen natürlich von Instanz zu Instanz. Der Artikel war auch nicht als Spendenaufruf gedacht, sondern sollte nur informieren. Die Sache mit der Spende hab ich nachträglich noch dran gehangen, weil die sowieso parallel läuft.
    2. Hatten wir bei besagtem Verfahren 4 Anwälte, die meiner Meinung nach auch relativ fähig waren. Aber in der Urteilsbegründung steht ja eben auch explizit, dass zwar anerkannt wird, dass die Aussage der Zeugin der einzige “Beweis” für die Anwesenheit der Angeklagten ist, dies dem Gericht jedoch als Beweis offenbar ausreicht! Wenn das Gericht das so sieht, macht auch der beste Anwalt nichts!

    Und dir, lieber “Systemling”, antworte ich gar nicht erst. Dass du als Antifant kein gutes Haar an uns lassen kannst, versteht sich ja von selbst! ;-)

  • 18 Gassner // Jun 30, 2009 at 19:52

    Ich frage mich wofür man als nächstes im Hefen sitzen wird. Wahrlich Orwell läßt grüßen.

    Der Verfassungsschutz der die Verfassung missgestaltet

    Der Richter der unrecht als Recht verkündet

    usw

  • 19 die Biene Maja aus S.A. // Jul 1, 2009 at 11:58

    Rene ,
    lass dich nicht unterkriegen ! Gruss von der Biene Maja aus S.A.

  • 20 ICHbinDeutschland // Jul 1, 2009 at 12:49

    Nun ja Nr. 17, wenn ich schreibe “die dann im Schlund unfähiger Rechtsanwälte landen”, meine ich wohl damit kaum irgendwelche zu bezahlenden Strafen oder? Will da auch nicht weiter gross drauf eingehen oder mich als Hobbysanwalt outen, verglichen zu meinen beigewohnten Fällen ist diese sinnlose Aktion jedenfalls kein grosses Gejammer, wie es hier vorgetragen wird wert – meine Meinung!

    Wobei mir eines allerdings tatsächlich entfallen ist, dass ihr wahrscheinlich sogar 5 Anwälte haben musstet da diese ja bekanntlich jeweils nur einen Angeklagten verteidigen dürfen auch wenn´s der selbe Fall ist. Kostet dann wohl doch einiges… Umso erstaunlicher allerdings, dass keiner von denen die Aussage der “Zeuginnen” entkräften oder widerlegen konnte. Manchmal muss man in solchen Fällen auch selber mitdenken und ggf. ebenfalls unfaire Geschütze zur Verteidigung auffahren, sofern diese zum Sieg verhelfen, und nicht nur dem Anwalt alles überlassen. Auch wenns mir eigentlich ziemlich egal ist, hätte ich die komplette Anklage trotzdem gerne mal gelesen.

    Und zu dir mal persönlich, bring erstmal RICHTIGE Aktionen bevor du hier aus argumentationslosigkeit herraus mit der Provokateurnummer gegen Leute herziehst, die im Gegensatz zu dir/euch den Kopf gegen dieses Pack und System wirklich mal hingehalten haben.

  • 21 Kameradschaft Aachener-Land // Jul 1, 2009 at 18:59

    An “ICHbinDeutschland” #20: Du hast den Sinn des Berufungsverfahrens offenbar immer noch nicht verstanden. Es geht uns verdammt nochmal nicht um die blöden Geldstrafen, die wir zahlen müssen, sondern um’s Prinzip! Ist vergleichbar mit der Klage gegen das Hannover-Verbot. Noch einmal: “Würden wir nicht in Revision gehen, wäre es eine rechtlich Anerkannte Tatsache, dass, zu behaupten, Rudolf Heβ sei nach England geflogen um den Frieden zu holen, nicht nur den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt, sondern obendrein auch noch eine Lüge ist.”
    Es geht auch nicht im geringsten um die Aktion selber. Die war jetzt nicht der Rede wert und hätte normalerweise auch keine Erwähnung auf unserer Netzseite gefunden.
    Warum die Aktion an sich sinnlos gewesen sein soll, versteh’ ich wiederum nicht ganz. Sicher war es keine große Sache, aber es war ja nur ein einziger Tag der sog. “Rudolf-Heß-Aktionswochen”. Und als ganzes ergeben die für mich schon eine sehr sinnvolle Sache.
    Wir hatten nur 4 Anwälte, da einer der Angeklagten sich nicht durch einen Anwalt vertreten lassen hat. Vorm Amtsgericht herrscht ja bekanntlich keine Anwaltspflicht. Und: Ja, die Anwälte haben zusammen circa 10.000 EUR gekostet. Aber es geht ja bei der Spendensache nicht um die bisherigen Kosten, sondern um die bevorstehenden.
    Aber dass bei dieser “Beweislast” eigentlich ein Freispruch zu erwarten gewesen wäre, sehe ich genau so wie du.

    Und zum Persönlichen: Du hast nicht die geringste Ahnung wer ich bin, was ich bisher geleistet habe, oder welche Repressionen ich bisher durch dieses System erfahren habe. Von daher kannst du dir den kompletten Absatz darüber, auf gut Deutsch gesagt, in die Haare schmieren.
    Ich denke, damit können wir diese Diskussion auch beenden. Viel sinnvolles kommt dabei wohl eh nicht herum.

    Nichts für ungut.

  • 22 ICHbinDeutschland // Jul 1, 2009 at 19:37

    Da weder ich, noch du Ahnung hast wer der jeweils andere ist oder was erlebt wurde und man sich hier mit Sicherheit wohl sowieso nie persönlich über den Weg laufen wird, solltest du das letztere auch nicht unbedingt persönlich nehmen. Aber den selben Ratschlag geb ich gerne zurück.

    Wünsche euch trotzdem viel Erfolg beim Revisionsprozess, auch wenn es soweit gar nicht erst hätte kommen dürfen meiner Meinung nach.

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