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Neustrelitz / Mecklenburg: Mit einer Hetzkampagne, die sich freilich qualitativ nicht im geringsten von dem unterscheidet, was man landläufig ohnehin schon gegen politisch Andersdenkende einsetzt, will der Landesjugendring M-V e. V. bei den kommenden Landtagswahlen den Einzug der NPD in den Landtag verhindern. So meinte Verbandsgeschäftsführer Friedhelm Heibrock gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG: „Es muss den jungen Leuten klar gemacht, dass die Rechten keine Lösungen für die Probleme der Gesellschaft haben.“ Lösungsvorschläge von seiner Seite vermochte der Berufsjugendliche Heibrock freilich auch nicht zu nennen, statt dessen beklagte er das geringe Interesse der jungen Leute, sich überhaupt noch auf Wahlen einzulassen, von denen die Erfahrung bekanntlich lehrt, daß diese längst verboten wären, würden sie auch nur annähernd etwas bewirken.
| Berufsjugendlicher Friedhelm Heibrock |
Mit Aktionen in den Fußgängerzonen glaubt der Landesjugendring nunmehr, die Jugend auf die große Bedeutung von Wahlen aufmerksam machen zu müssen - Und damit nicht genug. So stellte die sogenannte „Beteiligungswerkstatt“ des Landesjugendrings unlängst, auf der 18. Vollversammlung der Organisation ein „Planspiel“ vor, mit dem durch Berufsschulen und Gymnasien touren möchte, um die dortigen Schülerschaften gegen Rechts zu indoktrinieren. Wie es in einer Presseerklärung des Landesjugendringes heißt, dauert das Planspiel sechs Stunden und ist somit ein kompletter Projekttag. Nähere Details dazu wurden nicht genannt, doch lehrt die Erfahrung, daß Projekttage dieser Art letztlich nicht bei vielen Jugendlichen nichts weiter erreichen, als gewöhnliche Lippenbekenntnisse mit denen man sich wohl eine gute Note sichert, im wesentlichen aber auf der bereits bisherigen Meinung beharrt.
Mit seinen Aktionen demonstriert der Landesjugendring eigentlich nur, daß er alles andere als ein Vertreter der Jugend im Lande ist, da diese inzwischen zu einem sehr großen Teil national eingestellt ist und von solchen Spirenzchen gar nichts wissen will, geschweige denn sich beeinflussen läßt.
Siehe auch
Ostsee-Zeitung 27.03.06
Quelle: Störtebeker-Netz 29.03.06




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