Wie üblich, werden nach Wahlen die Ergebnisse von den Anhängern des
etablierten Parteiensystems schöngerechnet. So auch nach der
Bayernwahl. Genauer betrachtet, ist der strahlende Wahlsieger Stoiber
gar keiner. Erstmals stärkste “Partei” in Bayern sind nämlich
diejenigen, die von allen die Schnauze voll haben: Die Nichtwähler.
Die “strahlen” zwar nicht, haben aber 10,6 Prozentpunkte
dazu”gewonnen”.
Methodische Anmerkung: Für die Berechnung von Abgeordneten Sitzen sind diverse Berechnungsverfahren üblich (in Bayern das Reststimmenverfahren nach
Hare-Niemeyer). Dies sagt aber nichts aus über Veränderungen des
Wählerwillens. Der Grund liegt darin, daß vom Anteil der Stimmen an
den abgegebenen (!) Stimmen ausgegangen wird. Die Nichtwähler (und
Ungültigwähler) fallen so unter den Tisch. Deshalb werden häufig
Parteien als “glänzende Sieger” dargestellt, weil sie (scheinbar)
dazugewonnen haben, während in Wirklichkeit die Zahl ihrer Wähler
abnahm. Die Täuschung kommt dann zustande, wenn die anderen Parteien
noch mehr Wähler verloren haben. So ist es auch diesmal bei der
Bayernwahl. Die CSU hat im Saldo der Zugänge und Abgänge keine Wähler
hinzugewonnen, sondern sogar geringfügig abgenommen. Um nicht
Nachkommastellen zu bewerten, kann man großzügig sagen, die CSU hat
weder zu- noch abgenommen.
Ich empfehle dringend, nach Vorliegen des Endergebnisses die absoluten
Zahlen (also die wirklichen Stimmen) zu betrachten und nicht die in
den Medien herausgestellten Prozentzahlen. Dann wird erkennbar sein,
daß die CSU nicht gewonnen hat! Dabei ist zu beachten, daß in Bayern
jeder Wähler zwei Stimmen hat; also bitte nicht über die Anzahl wundern.
Größte Partei sind die Nichtwähler geworden. Sie haben rund zehn
Prozentpunkte hinzubekommen. Das heißt: Jeder zehnte Bürger Bayerns
hat vor fünf Jahren noch gewählt, hat jetzt aber die Schnauze dicke voll
und ging gar nicht zur Wahl. Insgesamt deutlich über 40 Prozent haben
den Parteien die kalte Schulter gezeigt - soviele wie noch nie. Der
bisherige Höchststand war 1990 mit 34,1%.
Nur noch gut die Hälfte der bayerischen Bürger steht hinter den
etablierten Parteien. Die andere Hälfte lehnt sie ab. Ebenfalls ein
historischer Rekord. Von zehn erwachsenen bayerischen Bürgern lehnen
vier alle angetretenen Parteien ab, ebenfalls rund vier wählen CSU.
Einer wählt SPD und ebenfalls einer eine der anderen Parteien (Grüne,
freie Wähler, Rep, ÖDP oder FDP). Man muß sich das klar machen: Von
zehn beliebig zusammengesetzten Menschen, die man etwa auf der Straße,
im Zug oder in der Kantine sieht, wählt in Bayern nur noch einer SPD!
Hier eine erste Schlußfolgerung:
1. Der politische Umbruch rückt näher.
2. Wir leben in einer vorrevolutionären Zeit.
3. Wichtig ist die Vorbereitung auf die Machtübernahme. Diese Vorbereitung muß jetzt erfolgen.
Quelle: www.npd.de



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