8/5/2008


Lausitz-Infos: Denn sie wollten es nicht anders (08.05.08)

Posted in: — @ 10:01
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1. Mai 2008 in Cottbus

Dunkel ist es im Neubaugebiet Cottbus/Sachsendorf. Es ist der späte Vorabend des 1. Mai 2008. Doch der „Tag der Arbeit“ ist für viele hier kein Grund für Feierlaune. Arbeitslosigkeit und das triste Gesicht der Plattenbauten, steigende Lebenshaltungskosten und Kriminalität in einer Gegend, in der noch immer keine blühenden Landschaften ausgemacht werden können, treiben die meisten der Anwohner heute nicht in die teuren Bars und Cafés der Innenstadt, sondern lassen sie vor dem Fernseher Zeugen einer heilen Welt werden, die immer unerreichbarer erscheint.

Am morgigen „Männertag“ werden viele ihre Sorgen und Ängste im Alkohol ertränken. Die Wut über ein System, welches keine Perspektiven bietet und welchem man ohnmächtig ausgeliefert zu sein scheint, wird sich in Provokationen und schließlich in Gewaltexzessen entladen, ohne, dass es diejenigen treffen kann, die den vorherrschenden Zustand zu verantworten haben. Tags darauf wird jeder seinen alten Platz im System einnehmen, sich vielleicht für Geschehenes schämen und frustriert einsehen, doch selbst schuld am eigenen Schicksal zu sein. Doch sind die „Verlierer“ des Systems tatsächlich „selber schuld“? Was hätten sie tun sollen? Der Heimat den Rücken kehren, um in der Fremde Arbeit zu finden und damit Teil eines Produktionsheeres zu werden, welches ohne Rücksicht auf soziale Kontakte und familiäre Bindungen von Produktionsstandort zu Produktionsstandort kommandiert wird? Welche Alternative bietet sich jungen Familien, die ihren Kindern kein Leben in einer weit entfernten und kulturlosen Großstadt zumuten wollen? Keiner der Herrschenden und keiner, der an die Politik der Demokraten glaubt, kann hierauf eine zufrieden stellende Antwort geben. Doch wer dann?

„Nationaler Sozialismus – JETZT!“ schallt es plötzlich laut durch das Wohngebiet. Gegen halb eins formiert sich ein Zug von über 350 Widerstandskämpfern. Menschen strömen auf die Balkone, an die Fenster und auf die Straßen. Ein endlos wirkender Fackelzug biegt in die Gelsenkirchener Allee ein. Feuerwerkskörper erhellen den nächtlichen Himmel, Böller explodieren und zerreißen die nächtliche Stille. Ein gewaltiger Chor junger Deutscher ruft die Forderung nach einer neuen Zeit hinaus in die Nacht. „Das System ist am Ende – wir sind die Wende!“ erklingt es laut. Im Lichte der Straßenlaternen werden Transparente lesbar: „Nationaler Sozialismus oder Untergang“, „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“, „Kampf dem Ausbeutungskapitalismus“. Anwohner sprechen den jungen Aktivisten ihre Zustimmung aus, winken aus den Fenstern, teilweise sogar mit hierzulande verbotenem rechten Arm. Jugendliche schließen sich dem Zug an und kommen mit den Widerstandskämpfern, die oftmals in ihrem Alter sind, ins Gespräch. Es wird nicht die letzte Aktion sein, an der sie fortan teilnehmen.

Die Polizeieinheiten des Apparats sind hoffnungslos überfordert. Machtlos müssen sie zusehen, wie Deutsche ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit spontan wahrnehmen und sich damit über rechtswidrige Auflagen und schikanöse Willkürmaßnahmen hinwegsetzen. Das System selbst hat sie in diese Position gezwungen: Wo Demonstrationen von Polizisten, die an sich zum Schutz der Veranstaltung vor Ort sind, von jeder Öffentlichkeit abgeschirmt werden, wo Transparente als „Waffen“ per Auflagenbescheid verboten werden, wo Parolen und Lieder willkürlich zur Auflösung der Veranstaltung führen können, da sie gegen undurchsichtige Gummiparagraphen hätten verstoßen können, wo Festnahmen und Einschüchterungsversuche an der Tagesordnung sind, bleibt keine andere Wahl: Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit kennt keine „Genehmigungspflicht“. Zu genau dieser wird die im Versammlungsgesetz vorgesehene Anmeldepflicht von Demonstrationen aber regelmäßig umfunktioniert. Gleichsam verfälschen die Medien des Systems im Nachhinein jede Aussage nationaler Versammlungen und verängstigen bereits im Vorfeld Anwohner mit Schreckensmeldungen über vermeintliche rechtsradikale Unruhestifter.

Dieses Vorgehen des Systems hat Methode – und hebelt die Versammlungsfreiheit de facto aus. Doch die Herrschenden haben sich verrechnet: Niemals werden ihre Verbote den Freiheitskampf derer stoppen, die das System als das erkannt haben, was es ist: Der Motor des Niederganges unserer Kultur und unserer biologischen Substanz. Geradezu lachhaft wirken die Versuche des Apparates, den Widerstand zu kriminalisieren: Der Kampf gegen Willkür und Unrecht, gegen den systematischen Mord an unserem Volk und unserer Kultur wird als „Verherrlichung einer Gewalt- und Willkürherrschaft“ tituliert und unter Strafe gestellt. Wo Festnahmen junger Deutscher, die ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wahrnahmen, als Akte wehrhafter Demokratie bezeichnet werden, spricht man wohl trefflicher von Verherrlichung einer Gewalt- und Willkürherrschaft.

Die Berichterstattung in den lokalen Medien fiel erwartungsgemäß aus. Die spontane Demonstration erweist sich damit wie in den Vorjahren als wirksames Instrument, die Forderungen des Widerstandes ins Volk zu tragen. Bei allen, die je eine solche Demonstration erlebten, erfährt die Glaubwürdigkeit der Systempresse angesichts ihrer dreist erlogenen Berichterstattung eine längst überfällige Korrektur. Den Herrschenden bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten, wann und wo der Widerstand das nächste mal ihr System demaskiert. Anonym, spontan und selbstbewusster, als sie es jemals für möglich gehalten haben – denn sie wollten es nicht anders!

Quelle: Lausitz-Infos

27 Responses to “Lausitz-Infos: Denn sie wollten es nicht anders (08.05.08)”

  1. Dani :

    Super Aktion !! Vorallem der zuspruch der Leute . Weiter so

  2. Reinhard :

    Gratulation! Gelungene Aktion.

    Vor allem aber herausragende Argumentation bzgl. der Versammlungs”freiheit” des GG.
    Als Deutscher im migrantisch zersetzten Westen kann man euch nur alles Gute und den besten Erfolg wünschen, den Völkermord durch Zuwanderung in Mitteldeutschland noch abzuwehren!

  3. Birgitt :

    Klasse Demo!

    Da wird Einigkeit demonstriert und geschlossener Widerstand am 1. Mai demonstriert. Anders als in Thüringen, hier wurde vor einigen Tagen ein junger Kämpfer von einem NPD-Funktionär niedergeschlagen, weil er an einer Spontandemo des nationalen Schwarzen Blocks am 1. Mai teilgenommen hat. Unfassbar!

  4. WiderstandSAD :

    Eine klasse Aktion. Nur so kann der Bürger auch wirklich erreicht werden. Die zahllosen Polizisten die bei einer angemeldeten Demo den Zug “abschirmen” wirken abschreckend auf den Durchschnittsbürger!
    Ein großes Lob auch an den Verfasser des Berichtes!

  5. Klaus-Jürgen :

    Klasse Aktion und ein wirklich sehr gut geschriebener Artikel.

  6. dtarmee :

    Wirklich ein sehr gut geschriebener Artikel !! Ich wäre sehr gerne dabei gewesen bei Euch in Cottbus !
    Viele Grüße

  7. Frank :

    Ist ja echt gruslig, dass es in Cottbus keine Straßenbeleuchtung mehr gibt.
    Liegt Cottbus schon in Polen?

  8. Nationaler, Trier :

    Alle Achtung - für Aktion und Artikel.

    MkG,
    Micha

  9. Pflanzenesser :

    Schöne Aktion!

  10. Knuddeltiger :

    “…formiert sich ein Zug von über 350 Widerstandskämpfern… [...] …Ein endlos wirkender Fackelzug…”

    ihr widersprecht euch selbst^^

  11. Experte :

    Gehe ich recht in der Annahme, dass die Autorin oder der Autor dieses Beitrags noch in der DDR das schreiben gelernt hat?

  12. Dr. H. G. :

    Klasse Aktion! Weiter viel Erfolg!
    @Birgitt: kann ich als NPD - Mitglied kaum glauben. Wir dürfen uns von solchen Schwachköpfen - seien diese nun in der Partei oder nicht - nicht auseinander dividieren lassen. Wir haben nicht mehr soviel Zeit, uns untereinander zu zerfleischen, anstatt uns mit dem politischen Feind auseinanderzusetzen.

  13. Schicklgruber :

    Ich fand den Fackelumzug herrlich Kameraden.
    Dumm nur, dass div. Thor-Steinar Jacken aufgrund von Brandflecken die Reise nach Wallhalla antreten mussten.

  14. @Knuddeltiger :

    Richtig lesen: “…formiert sich ein Zug von über 350 Widerstandskämpfern… [...] …Ein endlos WIRKENDER Fackelzug…” das Video gibt den Eindruck gut wieder.

  15. Robespierre :

    Bemerkenswert, wie “die Masse” zugleich bekritelt und im selben Augenblick fetischisiert wird.

    Wenigstens haben die Kameraden in Cottbus mit ihren Apokalypsenzauberstückchen soviel Realismus bewahrt, dass sie um den Erfolg der Sache Nationaler Sozialismus zu wissen scheinen: Der Zug für das deutsche Volk ist abgefahren. Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft, die eng mit der restlichen Welt vernetzt ist.

  16. Spreewaldgurke :

    Klasse Sache. Hätte ich davon gewußt, dann wäre ich dabei gewesen. Mal sehen, wann bei einer Spontan-Demo die 1000er Marke überschritten wird. Die Regimepresse hat sich verständlicherweise darüber totgeschwiegen oder von “kriminellen Randalierern” berichtet. Aber das hatten sie 1989 bzgl. der Leipziger Demonstranten auch - und das hat sie nicht gerettet!

    “Gehe ich recht in der Annahme, dass die Autorin oder der Autor dieses Beitrags noch in der DDR das schreiben gelernt hat?”

    Ja, da gab es noch ordentliche Schulbildung. PISA-geschädigt sind vor allem westdeutsche Gymnasiasten.

  17. Ernst Albert :

    Unser Volk wird nicht untergehen!

    Gott ist der Herr der Geschichte und wird den satanischen (Hintergrund-)Mächten bald ein Ende bereiten!

  18. freiheit :

    @ Ernstchen Alberti

    “Gott ist der Herr der Geschichte”

    Wer hat Dir denn ins Gehirn geschissen? Dein Lattenjupp ist das letzte, was der NW braucht. Den lassen mal schön den Juden-Christen in Palästina, wo er herkommt und hingehört…

  19. BdU :

    “Der Zug für das deutsche Volk ist abgefahren. Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft, die eng mit der restlichen Welt vernetzt ist.”

    Da sie ja von Malerei so viel verstehen wollen Sie uns jetzt auch noch die Welt erklären, sehe ich das richtig? Sie werden noch merken wessen Zug in Zukunft abfährt, wer so naiv ist zu glauben, die derzeitige Gesellschaft habe einen Ewigkeitsanspruch wird schon bald auf den Boden der Tatsachen zurück geholt werden.

  20. Robespierre :

    Mit “Ewigkeit” und dem Einklang mit den - pfft - “ewigen Gesetzen der Natur” haben sie und ihre Spießgesellen es ja wohl eher als ich. (Als Studierter sollten sie, wenn sie die Zeit nicht nur verplempert haben, dies auch bei der Lektüre von Hannah Arendt genauer ausgeführt bekommen haben.) Dass ihr Wahnsinn im worst Case dazu führt, dass Züge rollen und Menschen vernichtet werden, hat die Geschichte gezeigt.

    Dem Boden der Tatsachen verweigert sich allerdings der sog. nationale Widerstand weiterhin vehement. Was man ihnen und ihrem Kameraden im Grunde nicht einmal übel nehmen kann, davon Abstand zu nehmen, hieße Einsicht zu zeigen. Was wären sie denn für Irre, wenn sie sich per Kommentarspalte heilen ließen?

  21. Lurchi :

    “Robespierre”? Du solltest einmal deinen Spitznamen überdenken!
    “Worst Case” ist es wenn “Züge rollen und Menschen vernichtet werden”, wieso das?
    Wer zuletzt lacht, lacht am besten und auch dein Kopf wird rollen, egal ob deine Anreise zur Guillotine mit dem Zug gemacht wird….

  22. Maik :

    Die Frage ist nur ob man dadurch was ereicht, ich denke die Bürger haben mehr Angst als Sympathie gehabt, vor allem weil sie gar nicht wissen wer dort demonstriert!

  23. nurdaßihrswißt :

    Achtung! Achtung! “Robespierre” alias Dekko blumenthal… Professor der Soziologie, der BR- Klappsmühle hat gesprochen!

  24. Eisiger-Sturm :

    Super Aktion!!!

    Komme selbst auch aus dem Eck(jetzt in Bayern) besser gesagt aus Forst/L - wo es Zeit ist das sich was ändert.
    Als ich den Bericht gelesen habe sind Erinnerungen wach geworden von kurz nach der Wende, als der Unmut hoch gekocht ist und sich in Cottbus Sachsendorf am dortigen Ausländerheim entladen hat.
    Damals klatschten viele von den dort wohnenden Beifall - zurechtens!!!

    Wo Hass gesäet wird kann auch nur hass geerntet werden!!!

  25. Kriker :

    Eine Masse die mitten in der Nacht durch die Straßen zieht und dabei mit Böllern um sich schmeißt, hinterlässt meiner Meinung nach, nicht gerade die besten Eindrücke. So ein Marsch hätte man auch wieder am Tage machen können, aber sicherlich war den einen oder anderen das Saufen am Vatertag wichtiger.
    Also ich sehe das Ganze mit kritischem Blick.

  26. DRF :

    Also, frueher hat das aber besser ausgesehen. Da wird ja nicht einmal in Reih’ und Glied marschiert. Selbst die Marxistische Gruppe hat das ja schon besser hinbekommen, und die sind fast so merkwuerdig wie Ihr.

  27. Germania :

    Herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenen Fackelzug! So könnte oder sollte es unter “normalen” Umständen i m m e r sein.
    Dem Berichterstatter ein großes Dankeschön.
    So liest sich “anständiger” Journalismus: sachlich und sehr anschaulich (ohne zurechtgesponnene
    Phanthasien). Da kommt Freude (schöner Götterfunken…) auf.

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