Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz
Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Letzte Warnungen (16.09.06)

September 16th, 2006 · Post your comment (37 Comments)

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Schwerin / Mecklenburg: Kurz vor Toresschluß versucht das etablierte Parteienkartell in Mecklenburg-Vorpommern noch einmal, das bisher stets für dämlich verkaufte Wahlvolk noch einmal für die Wahl zu mobilisieren, indem man ihm alle möglichen Schrecknisse ausmalt, die Einzug der NPD in den Landtag zur Folge haben könnte. Nur zu dumm, daß selbst der dümmste Wähler längst erkannt hat, daß es sich hier um ganz gewöhnliche Erpressung handelt. Da es jedoch mehr und mehr Wählern inzwischen aufgrund ihrer sozialen Lage längst egal sein kann, wer im Landtag sitzt, ist es wohl nicht falsch, wenn man diesen verzweifelten Appellen nicht allzu viel Zugkraft zubilligt.

Reinhard Bütikofer

Besonders großmäulig agiert an dieser Stelle Grünen-Chef Reinhard Bütikofer, der einmal mehr den längst vorhandenen und dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – erfolglosen Schulterschluß gegen Rechts propagierte und damit deutlich machte, daß ein Parteienkartell nicht minder diktatorisch und totalitär sein kann, wie eine einzelne Partei auch. Aus diesem Grunde dürften die von ihm geäußerten Propagandahülsen, wonach die NPD “nicht nur rassistisch, fremdenfeindlich, menschenverachtend und offen antidemokratisch” sei, sondern “auch ein schlechter Anwalt für die Menschen, die auf ihr Wahlkampfgetöse hereinfallen” nicht eben gerade auf fruchtbaren Boden fallen, zumal auch in Mecklenburg-Vorpommer nur allzu gut bekannt ist, daß es mit dem grünen Wahlkampfgetöse auch nicht gerade so weit her ist. Darüber hinaus könnten wir uns ebenfalls vorstellen, daß die Wähler morgen nicht der NPD, sondern eher der Partei des Herrn Bütikofer die Rote Karte zeigen.

Assistiert wird Bütkofer vom Rechtsextremismus-„Experten“ des Verfassungsschutzes Michael Flenker, der sogar das Ansehen Deutschlands in der Welt in Gefahr sieht, sollten die Wähler im Lande sich zu einer eigenständigen Wahl durchringen können. So glaubt er davor warnen zu müssen, daß die NPD die „Verbrechen“ Deutschlands im Zweiten Weltkrieg öffentlich relativiert und damit das Geschichtsbild verändert. Was für eine Horrorvorstellung, doch könnten wir uns vorstellen, daß die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern derzeit ganz andere Sorgen, als stets und ständig den Urschleim von Anno Krug widerzukäuen, für den sich ohnehin nur in erster Betrüger, Hochstapler und Leute die nichts besseres zu tun wissen interessieren, während der große Rest gänzlich andere Sorgen hat.

Auch die Warnung vor einer Veränderung der politischen Kultur kann nur wenig schocken, da eine solche Veränderung immerhin zunächst erst einmal die Existenz einer solchen zur Voraussetzung hat. Statt dessen aber erkennt selbst der unbefangenste Beobachter, daß von einer solchen „Kultur“ auch nicht im Ansatz die Rede sein kann, es sei denn man hält interne Parteienabsprachen und Mauscheleien zur Schädigung des politischen Gegners für eine solche „Kultur“.

Flenker wie auch Bütikofer werden sich daher an den Gedanken gewöhnen müssen, daß man auch in Mecklenburg und Vorpommern – allen Vorurteilen zum Trotz – die Menschen nicht auf Dauer für blöd verkaufen kann. Wenn sie daher morgen die längst überfällige Quittung für 16jähriges Versagen erhalten, so sollten sie die Schuld nicht bei der NPD oder beim Wähler suchen, sondern in allererster Linie bei sich selber suchen. Und was die Meinung der „Welt“ betrifft, so sollte diese genügend eigene Probleme haben, als sich darum zu kümmern, für welche Partei man sich in legitimer demokratischer Wahl in bestimmten Teilen Deutschlands entscheidet, nötigenfalls auch unter Anwendung des Stinkefingers.

PS: Eine linke Demonstration gegen den möglichen Wahlerfolg der NPD wird heute aus Schwerin gemeldet. Ähnlich wie schon bei artverwandten Veranstaltungen dieser Art, blieb die Beteiligung weitestgehend auf linksextreme Kreise beschränkt, während die Öffentlichkeit lediglich darüber hinwegsah, oder sich über dadurch verursachte Verkehrsbehinderungen erregte.

Siehe auch
MVregio 16.09.06

Quelle: Störtebeker-Netz 16.09.06



Tags: Allgemeines

37 responses so far ↓

  • 1 Ferrier // Sep 16, 2006 at 21:15

    Es geht ihnen der Arsch auf Grundeis. Was aber klar ist, selbst ihnen, daß es sich nur um die berechtigte Gegenwehr des Bürgers handelt, der die kommenden Ereignisse instiktiv erahnt. Mal sehen wann wir unseren 9. September – freilich von Rechts – bekommen, aus dem man dann entsprechende Gesetze gegen jede Alternative basteln kann. Aber vermutlich sehe ich nur schwarz und sitze wieder einer der üblichen Verschwörungstheorien auf…

    …Schon “9/11 Loose Change” gesehen? Guter Film! Aber, alles Lüge haben die Mundbewegungen in der Tagesschau gesagt.

  • 2 WW // Sep 16, 2006 at 23:10

    Schlafe, Reinhard Bütidoofer, schlafe!

  • 3 Schwert // Sep 16, 2006 at 23:12

    “Assistiert wird Bütkofer vom Rechtsextremismus-„Experten“ des Verfassungsschutzes Michael Flenker, der sogar das Ansehen Deutschlands in der Welt in Gefahr sieht, … So glaubt er davor warnen zu müssen, daß die NPD die „Verbrechen“ Deutschlands im Zweiten Weltkrieg öffentlich relativiert und damit das Geschichtsbild verändert.”

    Ist das “Ansehen Deutschlands in der Welt” nicht gerade aufgrund des (juristisch) durchgesetzten aktuellen Geschichtbildes so schlecht? Wie kann man dieses Geschichtbild noch negativer verändern?

  • 4 Z-O-G // Sep 17, 2006 at 0:44

    Guten Tag,
    da ich es hier ja mit intellektuellen Rechten zu tun habe, hoffe ich, hier eine Antwort auf meine Frage zu bekommen:
    Es ist ja (leider nicht so ganz) allgemein bekannt, dass das Deutsche Reich rechtlich nach wie vor Bestand hat und die BRD ein rechtswidriger Staat ist. Meine Frage lautet nun: Wenn das Deutsche Reich den Untergang 1945 überlebt hat, müssten ja auch die vor 45 erlassenen Gesetze weiterhin bestehen. Sind also somit das Ermächtigungsgesetz und die Nürnberger Rassengesetze faktisch immer noch wirksam? Hätte ich somit theoretisch als Reichsbürger das Recht, einem jüdischen Mitbürger sein Habe zu nehmen? (da wär ich ja schnell sehr reich)

    Nicht, dass ich vorhabe Gewaltakte zu begehen, es geht hier um reines Interesse.

    Mfg, 85

    Z-O-G

  • 5 stromerhannes // Sep 17, 2006 at 2:04

    Zur Person Bütigkofers sei angemerkt, daß er seit Jahren fest in der “Atlantik- Brücke e.V:” eingebunden ist; Hochverrat betreibt!

    Die strunzdummen “Grünen” erkennen immer noch nicht, es mit einem willfährigen USRAEL zu tun zu haben, der nicht nur seine Parteifreunde, sondern unser Volk belügt, betrügt und an dessen Ausmerzung arbeitet.

    AUSGEHALTEN VON DEN AMI´S!!!

    Jedoch sind es wirklich die “Ami´s?- Nein!

    Es ist die “ATLANTIK-BRÜCKE e.V.

    Gegründet vom Bankhaus Warburg in Hamburg; einer der zwölf FED- Banken , die unsere Welt in ihren gierigen Klauen halten und unser Land und deren Parteiführungen wie Marionetten führen…!!!

    Falls am Sanktnimmerleinstag der Art.20 (4) mit Leben erfüllt wird, so ist er prädestiniert, ganz hoch gehä(e)n(k)t zu werden…

    Genau so wie alle “Vereinsmitglieder”.

    st.

    NOTBREMSE FÜR UNSER LAND!

  • 6 Ferrier // Sep 17, 2006 at 7:25

    @ZOG

    Seit wann sind Rechte intelligent? Das wäre mir neu. Mehr noch, sie wiedersprechen mit ihrer Aussage dezidiert den Mundbewegungen aller “Experten”. An ihrer statt würde ich noch einmal in mich gehen… Denn, wenn ich es richtig verstanden habe, wurde gerade vorgestern im ZDF betont, daß die Rechten keine Argumente haben und fundierte Auseinandersetzungen grundsätzlich vermeiden.* Daraus folgt: Ein Einzug der NPD in die Parlamente ist kein Problem, weil die Dumpfbacken ohnehin nichts bieten können.

  • 7 NPD Kreisverband UNNA/HAMM // Sep 17, 2006 at 8:36

    Das haben die Gutmenschen noch vergessen, wenn die NPD in den Landtag kommt, wird sich das Ozonloch über MV massiv vergrößern, die Ostsee wird steigen und MV überfluten und Israel hat uns auch nicht mehr lieb.
    Also??!!

  • 8 Schwert // Sep 17, 2006 at 8:52

    @Z-O-G

    “Wenn das Deutsche Reich den Untergang 1945 überlebt hat, müssten ja auch die vor 45 erlassenen Gesetze weiterhin bestehen. Sind also somit das Ermächtigungsgesetz und die Nürnberger Rassengesetze faktisch immer noch wirksam?”

    Das Deutsche Reich ist faktisch untergegangen. Oder ist es hier irgendwo real existent? Die Frage ist eher so zu richten, ob es einen legalen und souveränen Rechtsnachfolger gibt. Verneinte man das, dann würde eigentlich die letzte legale Verfassung weiterhin bestand haben. Dazu gehört aber nicht mehr das Ermächtigungsgestetz usw., da dieses Gesetz ja bereits die letzte “legale” Verfassung faktisch außer Kraft setzte.

  • 9 Völkischer Beobachter // Sep 17, 2006 at 9:50

    @ Z-O-G:

    Hätte ich somit theoretisch als Reichsbürger das Recht, einem jüdischen Mitbürger sein Habe zu nehmen?

    Ein solches Recht hätten Sie als Reichsbürger auch im Dritten Reich nicht gehabt.

  • 10 Thomas Brehl // Sep 17, 2006 at 10:00

    Mal ganz abgesehen davon, daß das Deutsche Reich eben nicht untergegangen ist und dies sogar vom Bundesverfassungsgericht wiederholt anerkannt wurde, zählt im Zusammenleben der Völker nicht Recht, sondern Macht.

    Das Reich ist mangels staatlicher Organe handlungsunfähig, die letzte Reichsregierung, die im Gegensatz zur Wehrmacht eben nicht kapituliert hat, wurde rechtswidrig aus Amt und Stellung entfernt.

    Gerüchten zufolge übrigens gerade dann, als Dönitz (letztes gesamtdeutsches Staatsoberhaupt) die Vorgänge in den Konzentrationslagern durch deutsche Behörden untersuchen lassen wollte, doch das nur am Rande.

    Aber auf irgendwelchen Rechtspositionen zu beharren wirkt skurril bis lächerlich, wenn einem dazu jedwede politische oder gar militärische Macht fehlt. Die verschiedenen heute noch existierenden “Reichsregierungen”, die sich auch schon mal gegenseitig wegen Hoch- und Landesverrat zum Tode verurteilen, sind der deutschen Sache nicht dienlich, sie sind -gelinde gesagt- ein Witz.

    Aber von all dem unberührt und der geschichtlichen Wahrheit zur Ehre sei abschließend noch festgestellt, daß auch in den Nürnberger Gesetzen nichts davon steht, daß jeder Reichsbürger einfach nach Gutdünken dem nächstbesten Juden sein Eigentum abnehmen kann. Das ist antideutsche Hetze vom Feinsten…

  • 11 griesgram // Sep 17, 2006 at 12:25

    @ZOG
    Was ist ein “jüdischer Mitbürger”?

  • 12 Schwert // Sep 17, 2006 at 12:58

    @Thomas Brehl

    Du schreibst: “Mal ganz abgesehen davon, daß das Deutsche Reich eben nicht untergegangen ist und dies sogar vom Bundesverfassungsgericht wiederholt anerkannt wurde,”

    Das BVerfG hat die These der Fortexistenz des Deutschen Reiches 1973 amtlich aufgestellt; damit aber nur die Bundesrepublik Deutschland als identitätsidentisch gemeint. Wie konnte eigentlich diese Bonner Republik für Gesamtdeutschland bzw das Deutsche Reich sprechen?

    Du schreibst: “Das Reich ist mangels staatlicher Organe handlungsunfähig,”

    Ein Staat ohne handlungsfähige staatliche Organe ist faktisch nicht existent. Das Fortleben einer Idee bzw eines politischen Zieles ist etwas anderes.

    Man muß nüchtern hinterfragen, was das BVerfG bzw die Bonner Republik mit ihrer damaligen Feststellung bezweckte. So verlautbarte das BVerfG (1987) diesbezüglich folgendes:

    “Der deutsche Staat ist weder mit der Kapitulation seiner Streitkräfte, der Auflösung der letzten Reichsregierung im Mai 1945 noch durch die Inanspruchnahme der “obersten Gewalt in Bezug auf Deutschland”, einschließlich aller Befugnisse der deutschen Staatsgewalt, durch die vier Hauptsiegermächte am 5. Juni 1945 (vgl. Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland, Ergänzungsblatt Nr. 1, S. 7 ff.) völkerrechtlich erloschen; die Vier Mächte erklärten vielmehr ausdrücklich, daß die Inanspruchnahme dieser Gewalt nicht die Annektierung Deutschlands bewirke.”

    Die Aufstückelung eines ehemals souveränen Staates in fremdbestimmte Besatzungszonen kommt aber schon einer faktischen Löschung dieses ehemals souveränen Staates gleich.
    Und es gab keine Annektierung? Was ist mit den Gebieten, die unter “polnischer und sowjetischer Verwaltung” gestellt wurden?
    Das BVerfG äußert sich diesbezüglich ziemlich eigenartig.
    Aber die eventuelle Erklärung hierfür hat das BVerfG dann doch noch mitgeliefer:

    “So sind etwa die Parteien des Londoner Schuldenabkommens vom 27. Februar 1953 (BGBl. II S. 333 ff.) davon ausgegangen, daß die Bundesrepublik Deutschland die Verbindlichkeiten “Deutschlands” schuldet (vgl. zahlreiche Erwägungen der Präambel) – es wurde nicht eine Schuld- oder gar bloße Haftungsübernahme für die Verbindlichkeiten eines untergegangenen Schuldners vereinbart.”

    Man kann es sich halt auch einfach machen. Wozu auch mit einem eventuellen Rechtsnachfolger neu verhandeln…

  • 13 Gerald Franz // Sep 17, 2006 at 13:24

    Liebe Landsleute,

    ich habe mir die Ausführungen unsreres Reichskanzlers und die freundlichen Entgegnungen vom finnischen General mehrfach angehört. Hier tut sich eine einzigartige Quelle für jeden Geschichtsinteressierten auf.

    Der Füher schreit nicht hysterisch, sondern er spricht mit ganz normaler ruhiger Stimme,

    er betont, daß die Wehrmacht bei Kriegsbeginn nur ganz bedingt einsetzbar war, und mit ihr bei Regenwetter keine Schlachten gewonnen werden können,

    er zeigt sich total überrascht vom sowjetischen Militärpotential und kann es immer noch nicht fassen, daß Stalin mit 35.000 Stück Panzern ausgerüstet war,

    außerdem sind Hitlers Ausführungen hinsichtlich der für das deutsche Reich verfügbaren Petroleumreserven mehr als aufschlußreich.

    BITTE: WER DRUCKT DAS GESPROCHENE AB?

    Ich habe noch ein paar Informationen angefügt. MfG Gerald Franz

    PS. Gestern war es zeitweise unmöglich die Tondokumenten in eine Privatkartei zu übertragen. Aber heute funktioniert es wunderbar!

    Quelle: dtv-Lexikon, Oktober 1972 Band 12, Seite 58

    “Mannerheim” Carl Gustav Emil, Freiherr von, finnischer Feldmarschall (1933), geb.:Auf Gut Louhisaari am 04.06.1867, verst.:In Lausanne am 27.01 1951, nahm als russischer Reitergeneral bis 1917 am am ersten Weltkrieg teil. Im Frühjahr 1918 leitete er den finnischen Freiheitskampf gegen die Bolschewisten und war 1918/1919 Reichsverweser, 1939/1940 und 1941-1944 Oberbefehlshaber im Krieg gegen die Sowjetunion. Als Staatspräsident (seit August 1944 schloß er im September 1944 den Waffenstillstand ab. Im März 1946 trat er zurück.

    http://nsl-forum.net/tontraeger/reden/

  • 14 Thomas Brehl // Sep 17, 2006 at 13:33

    @ Schwert

    Ich habe ja darauf hingewiesen, daß ein formales Recht ohne Macht sinn- und nutzlos ist. Was nutzte es den Indianern, daß sie die rechtmäßigen Einwohner Nordamerikas waren? Nichts!

    Es ist auch widersprüchlich einerseits allen demokratischen Institutionen der Nachkriegszeit ihre Legitimität abzusprechen, um sie anschließend als Zeugen aufzurufen, wenn es denn zufällig mal in den Kram paßt. So hab´ ich die Entscheidung des BVG nur ins Feld geführt, weil viele junge Aktivisten davon noch nie etwas gehört haben.

    Natürlich ist diese Entscheidung nicht ohne Hintergedanken gefällt worden und so ist das Verhalten des BVG vermutlich darauf zurückzuführen, daß man sich völkerrechtlich in einer Sackgasse befand (und befindet). Da Sieger einer kriegerischen Auseinandersetzung eroberte Staaten gar nicht auflösen, ja nicht mal die landeseigenen Gesetze ändern dürfen und durch Krieg kein Gebiet gewonnen werden kann, kam die Feststellung, die Alliierten hätten das Deutsche Reich quasi “aufgelöst”, gar nicht in Frage, weil sie dies völkerrechtlich gar nicht durften. Das Reich mußte also “kaltgestellt” werden, wenn es sich denn schon nicht legal auflösen ließ. So kommt -nach meiner Überzeugung- die eigenwillige Rechtssprechung des BVG zustande. Da -wie oben erwähnt- auch kein Gebiet durch Krieg gewonnen werden kann und keine Regierung Staatsgebiet verschenken darf, griff auch hier die abenteuerliche Hilfskonstruktion, daß das Gebiet “einstweilig” unter fremde Verwaltung gestellt wurde (auf den Karten in unserem Geschichtsunterricht, stand bis in die 70er Jahre über den zum Reich gehörenden Gebieten in transparenter Schrift “unter polnischer Verwaltung”). Anschließend erklärte dann die Regierung, die kein Land verschenken darf, zunächst einen Gewaltverzicht bezgl. jeder Grenzänderung, um dann -wenn sich die Leute dran gewöhnt haben- die Grenzen generell, also auch politisch für unantastbar zu erklären.

    Die Deutschen glauben das, die Polen in ihrer Mehrheit übrigens nicht, ein Großteil rechnet auch heute noch mit einer Rückkehr der Deutschen in das ihnen gehörende Land.

    Eine nationale Regierung hätte also nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, die deutschen Ostgebiete zurückzufordern, wobei dabei nur mit Rußland verhandelt werden muß, die Polen haben dabei nichts zu melden.

    Die Ostgebiete sind allesamt Teil des von den Sowjets besetzten Territoriums gewesen. Rechtsnachfolger der Sowjetunion ist die russische Föderation. Den Polen waren sie -wie bereits betont- nur zur einstweiligen Verwaltung übergeben worden.

  • 15 Schwert // Sep 17, 2006 at 14:03

    @Thomas Brehl

    Nun kann ich Deinen Ausführungen im Großen und Ganzen zustimmen. Aber bei Deinen letzten Punkten muß ich doch widersprechen bzw nachhaken:

    Du schreibst: “Eine nationale Regierung hätte also nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, die deutschen Ostgebiete zurückzufordern, wobei dabei nur mit Rußland verhandelt werden muß, die Polen haben dabei nichts zu melden.”

    Soll man sie gewaltsam vertreiben oder miteingliedern?

    Du schreibst: “Die Ostgebiete sind allesamt Teil des von den Sowjets besetzten Territoriums gewesen.”

    Polen und die von ihm “verwalteten” Gebiete waren nach 1945 aber meines Erachtens nicht von der Roten Armee besetzt.

    Du schreibst: “Rechtsnachfolger der Sowjetunion ist die russische Föderation.”

    Aber nur für das originär russische Staatsgebiet (und einiger Staaten, die sich der “neuen Ordnung” eingegliedert haben).

  • 16 Völkischer Beobachter // Sep 17, 2006 at 14:16

    @ Gerald Franz:

    Eine Aufnahme des heimlich aufgezeichneten Gesprächs von Hitler mit Mannerheim anläßlich dessen 75. Geburtstages habe ich in den letzten Tagen schon in Zusammenhang mit meiner Kontroverse mit “INFO68″ zum Rußlandfeldzug vergeblich im Internet gesucht.

    INFO68 behauptet nämlich (meiner Ansicht nach fälschlicherweise), Hitler habe irgendwann mal geäußert, hätte er von der Stärke der Roten Armee gewußt, so hätte er im Juni 1941 niemals angegriffen. Meiner Erinnerung nach hat aber Hitler gerade das Gegenteil geäußert – und zwar in eben diesem Gespräch mit Mannerheim. Falls ich mich recht erinnere, sagte er dort sinngemäß, hätte er um die wahre Stärke der Roten Armee, insbesondere die Zahl ihrer Panzer gewußt, wäre ihm die Entscheidung zum Angriff noch schwerer gefallen, doch wäre sein Entschluß derselbe gewesen, sei er doch heute, wo man das tatsächliche Ausmaß der Gefahr nun kenne, in vollem Umfang in der Richtigkeit seines Handelns bestätigt worden. Leider konnte ich nirgends eine Tonaufnahme oder ein Transkript des Gespräches ausfindig machen.

    Leider funktioniert der von Ihnen angegebene Link bei mir nicht (ist dieser korrekt angegeben?). Könnten Sie vielleicht den von mir erwähnten Satz Hitlers hinsichtlich der russischen Überlegenheit und deren Auswirkung auf seinen Entschluß hier einstellen, damit INFO68 seine in meinen Augen falsche Ansicht über Hitlers Ansichten nach Beginn des Rußlandfeldzuges evtl. revidieren kann?

  • 17 Gerald Franz // Sep 17, 2006 at 15:28

    Zur direkten Erwiderung an den Völkischen Beobachter:
    Ich habe soeben nochmal den “Link” in meinem Beitrag von heute 13:24 Uhr aufgerufen und mußte feststellen, daß die besagten Gespräche unserer verehrten Staatspräsidenten problemlos abgehört werden können. Allerdings hatte auch ich gestern das Problem, daß ich die Gespräche zuerst ganz verfolgte, weiter leitete, löschte und dann nicht mehr aufrufen konnte. Das war mir dann doch schon peinlich. Vielleicht versuchen Sie mal, den Rechner per Herausziehen des Netzkabels auszuschalten, um ihn dann nochmal hochzufahren. Viel Erfog und Freude an der deutsch-finnischen Geburtstagsfeier vom 04.06.42 MfG Gerald Franz

  • 18 Gerald Franz // Sep 17, 2006 at 15:37

    Hinsichtlich der hier zwischenzeitlich mehrfach undisziplinierten Hinweise und Anmerkungen bezüglich der Feier vom 04.06.42 halte ich es für dringend geboten, daß uns die Schriftleitung den großen Gefallen erweist und den zum wichtigen Gespräch gehörenden Text hier möglichst schnell veröffentlicht! Ich denke, daß das allen Betroffenen und Interessierten zur großen Ehre gereicht!

    Welcher Text?

    Schriftleitung Altermedia

  • 19 Gerald Franz // Sep 17, 2006 at 18:00

    @ Völkischer Beobachter:

    Ihre Annahmen sind korrekt! All das wird ganz ausfühlich mit ruhiger und besonnener Stimme unseres Reichspräsidenten in Finnland am 04.06.42 vorgebracht. Der zweite Teil des Tondukumentes ist sicher der interessantere und gerade hier wird ausführlich und ganz offen von der kriegerischen Politik der deutschen Führung gesprochen.

    Liebe Landsleute,

    ich habe mir die Ausführungen unsreres Reichskanzlers und die freundlichen Entgegnungen vom finnischen General mehrfach angehört. Hier tut sich eine einzigartige Quelle für jeden Geschichtsinteressierten auf.

    Der Führer schreit nicht hysterisch, sondern er spricht mit ganz normaler Stimme,

    er betont, daß die Wehrmacht bei Kriegsbeginn nur ganz bedingt einsetzbar war, und mit ihr bei Regenwetter keine Schlachten gewonnen werden können,

    er zeigt sich total überrascht vom sowjetischen Militärpotential und kann es immer noch nicht fassen, daß Stalin mit 35.000 Stück Panzern ausgerüstet war,

    außerdem sind Hitlers Ausführungen hinsichtlich der für das deutsche Reich verfügbaren Petroleumreserven mehr als aufschlußreich.

    BITTE: WER DRUCKT DAS GESPROCHENE AB?

    Ich habe noch ein paar Informationen angefügt. MfG Gerald Franz

    PS. Gestern war es zeitweise unmöglich die Tondokumenten in eine Privatkartei zu übertragen. Aber heute funktioniert es wunderbar!

    Quelle: dtv-Lexikon, Oktober 1972 Band 12, Seite 58

    “Mannerheim” Carl Gustav Emil, Freiherr von, finnischer Feldmarschall (1933), geb.:Auf Gut Louhisaari am 04.06.1867, verst.:In Lausanne am 27.01 1951, nahm als russischer Reitergeneral bis 1917 am am ersten Weltkrieg teil. Im Frühjahr 1918 leitete er den finnischen Freiheitskampf gegen die Bolschewisten und war 1918/1919 Reichsverweser, 1939/1940 und 1941-1944 Oberbefehlshaber im Krieg gegen die Sowjetunion. Als Staatspräsident (seit August 1944 schloß er im September 1944 den Waffenstillstand ab. Im März 1946 trat er zurück.

    http://nsl-forum.net/tontraeger/reden/

  • 20 Wilfried heink // Sep 17, 2006 at 18:42

    Eine Bitte an die Schriftleitung. Würden Sie so gut sein und meine, eher private, Frage an Herrn Thomas Brehl erlauben? Schicke Euch auch eine Weihnachtskarte. Übrigens, lese Ihre Artikel gern und mit Interesse. Bin nicht mit allen Ihren Ansichten einverstanden, aber das erwarten Sie doch hoffentlich auch nicht.

    Kein Problem. Adresse wird weiter gegeben. Was das Andere betrifft: Es jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst die niemand kann. Deshalb versuchen wir es auch gar nicht erst.

    Schriftleitung Altermedia

    Werter Herr Brehl. Auch Ihnen ein Kompliment zu ihren Beiträgen und bitte nicht falsch verstehen, zum Schmeicheln bin ich zu alt.

    Zur Sache. Sie schrieben in Ihrem Artikel „…Gerüchten zufolge übrigens gerade dann, als Dönitz (letztes gesamtdeutsches Staatsoberhaupt) die Vorgänge in den Konzentrationslagern durch deutsche Behörden untersuchen lassen wollte,…“. Genau so etwas interessiert mich, d.h., wie es gleich nach dem Krieg war. Könne Sie das obige erweitern, belegen? Bis jetzt habe ich geglaubt das die Dönitz Regierung verhaftet wurde, ein weiterer Völkerrechtsbruch der Sieger, weil, wie Josef Schüßlburner in seinem „Das Grundgesetz als Übergangsverfassung“ (Staatsbriefe.de), schreibt, die Dönitz Regierung die Weimaer Reichsverfassung, welche nur suspendiert war, wieder einzuführen. Das lag natürlich nicht im Interesse der Sieger.

    Würde mich über eine Antwort freuen. Meine e-Mail Adresse ist der Schriftleitung bekannt, bin einverstanden wenn diese Ihnen die Adresse gibt.

    Mit freundlichen Grüßen aus Kanada
    Wilfried Heink

  • 21 Völkischer Beobachter // Sep 17, 2006 at 18:50

    @ Gerald Franz:

    Das Herunterladen der Datei hat inzwischen geklappt. Vielen Dank nochmals für den Link!

    Kurz zu der Geschichte der Tonbandaufnahme:

    Hitler war am 4.6.1942 zum 75. Geburtstag des finnischen Marschalls Mannerheim nach Finnland geflogen. Dort wurde nicht nur seine Laudatio und die Erwiderung des Jubilars, sondern auch die anschließende Unterhaltung Hitlers mit Mannerheim in einem Eisenbahn-Salonwaggon heimlich von finnischer Seite auf Tonband aufgenommen. Es ist dies die einzig bekannte Tonaufzeichnung von Hitler im persönlichen Gespräch. Die aus dem Fenster des Zugabteils herausführenden Kabel des Mikrofons wurden von den Sicherheitsbeamten des RSD (Reichssicherheitsdienst) entdeckt und die unauthorisierte Aufzeichnung jäh unterbrochen.

    Zu dieser einzigartigen Tonaufnahme (auf David Irvings Website):

    http://fpp.co.uk/Hitler/docs/Mannerheim/recording_040642.html

  • 22 Völkischer Beobachter // Sep 17, 2006 at 18:59

    @ Wilfried Heink & Thomas Brehl:

    Eine kleine Randbemerkung zur Verhaftung der Regierung Dönitz (am 23.05.1945, auf den Tag genau vier Jahre vor der Verkündung des Grundgesetzes!):

    Die Schlagzeile über einem Artikel des US-Journalisten Drew Middleton in der New York Times am folgenden Tage lautete entlarvenderweise: “Heute starb das Deutsche Reich” (zitiert nach Der Spiegel Nr. 19/1995 vom 08.05.1995, S. 85)

  • 23 Hermann Hering // Sep 17, 2006 at 20:01

    http://nsl-forum.net/tontraeger/reden/

    Service Unavailable

  • 24 Wilfried heink // Sep 17, 2006 at 20:09

    Danke, Völkischer Beobachter.

    Ist Ihnen näheres über die Verhaftung bekannt?

    Grüße
    Wilfried

  • 25 Z-O-G // Sep 17, 2006 at 20:37

    Da sich hier ja eine lebhafte Diskussion und ein nicht uninteressanter Austausch entwickelt hat, fände ich es doch schade, wenn all die Infos mitsamt des Artikels im Laufe der Tage und im Zuge das neuen Nachrichtenzuflusses auf die hinteren Seiten und bald in Vergessenheit geraten würde.

    Wäre es nicht möglich, für diese Art von Gesprächen eine Art Altermedia-Forum einzurichten?

  • 26 Gerald Franz // Sep 17, 2006 at 21:02

    @Hermann Hering :
    September 17th, 2006 at 20:01

    http://nsl-forum.net/tontraeger/reden/

    Service Unavailable

    NEIN!

    Sehr geehrter Herr Hering, die Adresse hat sich mir gegenüber soeben noch geöffnet. Allerdings hatte ich von gestern nachmittag bis heute morgen ebenfalls keinen Zugriff auf die Seite. Man muß wohl viel Geduld mitbringen. Aber immer mehr Forenbesucher bestätigen, daß auch diese nach einer Weile des Versuchens und des Wartens die Stimme unseres in Helsinki und ganz Finnland hochverehrten, vorletzten deutschen Reichspräsidenten deutlich vernehmen konnten

  • 27 Thomas Brehl // Sep 17, 2006 at 22:53

    @ Wilfried heink

    Meinen Dank an die Schriftleitung zur Übermittlung Ihrer e-post-Adresse. Ich werde mich noch gesondert mit Ihnen in Verbindung setzen, glaube aber, daß die von Ihnen aufgeworfene Frage durchaus von allgemeinem Interesse ist und daher auch hier beantwortet werden sollte.

    Es gab für die Alliierten sicher eine ganze Menge Gründe die Reichsregierung zu verhaften, um damit das Deutsche Reich handlungsunfähig zu machen. Verschiedentlich hatte ich bereits in jungen Jahren davon gehört, daß die Regierung Dönitz beabsichtigte das Geschehen in den KL´s selbst zu untersuchen, um späteren Geschichtsklitterungen der Gegner vorzubeugen.

    So interessant ich das fand, irgendwie paßte das ja fast schon zu gut zu den Entlastungsversuchen der Revisionisten und ich war mehr als skeptisch. Erst läßt man Dönitz noch regieren, als er dann aber die Geschehnisse in den Konzentrationslagern untersuchen lassen will, setzt man ihn fest und entmachtet ihn vollends. Wie gesagt, fast schon zu schön, um wahr zu sein (nicht der Vorgang als solcher, sondern die daraus resultierenden Folgerungen).

    Ich habe diese Argumentationslinie dann auch völlig aus den Augen, bzw. Ohren verloren und eigentlich vergessen. Ich bin ja kein Historiker und bei allem Interesse an geschichtlichen Vorgängen, besonders denen des Dritten Reiches, setze ich mich in meinen Artikeln und Aufsätzen doch eher mit der Tagespolitik auseinander.

    Als ich aber dann Jahre später wieder mit dieser seltsamen Behauptung konfrontiert wurde, war mir das immerhin so wichtig, daß ich es in meine Zitatensammlung aufnahm.

    Meine verspätete Antwort ist deshalb auch dem Versuch geschuldet, dieses Zitat auf einem der zahlreichen Datenträger wiederzufinden, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

    Um es kurz zu machen: Auf keinem meiner Datenträger -auch auf denen mit Zitaten nicht- habe ich das Gesuchte gefunden. Letzte Möglichkeit war das Durchforsten meiner eigenen Schriftenreihe “…wider den Zeitgeist”, die neben “Artikel wider den Zeitgeist” oder “Gedichte wider den Zeitgeist” auch einen kleinen Band “Zitate wider den Zeitgeist” enthält. Und tatsächlich, hier wurde ich fündig. In dem im April 2001 erschienenen Heftchen befindet sich auch ein Zitat folgenden Wortlauts: “Dönitz´ Anordnung, Vorfälle in Konzentrationslagern durch das Reichsgericht untersuchen zu lassen, unterband die alliierte Untersuchungskommission.”

    Mehr habe ich nicht zu bieten, auch einen Kausalzusammenhang zwischen der Anordnung und der kurz darauf erfolgenden Absetzung der Regierung Dönitz und der Verhaftung ihrer Mitglieder gibt zumindest dieserr Satz nicht her. Da ich aber bei meinen Zitaten immer auch die Quelle angebe, ergibt sich wenigstens ein Ansatz zu weiteren Nachforschungen. Da steht nämlich (leider ohne Seitenzahl, aber das sollte das Problem nicht sein) groß und deutlich: DER SPIEGEL, 19/1995 und somit dürfte das auch zu finden sein.

    Ich hoffe allen Interessierten und besonders Ihnen, lieber Kamerad Heink, damit schon mal weiter geholfen zu haben. Vielleicht können wir diese interessante Frage gemeinsam “knacken”, zumindest aber ein paar bemerkenswerte Sachzusammenhänge erarbeiten?!

  • 28 Wilfried heink // Sep 17, 2006 at 23:23

    Vielen Dank für die Antwort, lieber Kamerad Brehl, ein Anfang ist es allemal. Und das stand ausgerechnet im „Spiegel“? Möchte wissen wo die das her haben und was noch so für Informationen im Verborgenen schlummern.

    Freue mich schon auf die Unterhaltung mit Ihnen.

    Auch Dank an die Schriftleitung für die Hilfe.

    Grüße
    Wilfried

  • 29 Völkischer Beobachter // Sep 18, 2006 at 0:08

    @ Wilfried Heink:

    Die Verhaftung der letzten Reichsregierung erfolgte unter ebenso skandalösen wie entwürdigenden Begleitumständen, die den letzten Oberbefehlhaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg, veranlaßten, seinem Leben aus Protest und Scham über die angelsächsichen Gangstermethoden an Ort und Stelle mit Hilfe einer Blausäurekapsel ein Ende zu setzen.

    Ich kann ebenfalls nur auf die Ausgabe des Spiegel vom 8.5.1995 (Nr. 19/1995), S. 80-85 verweisen (Titel des Beitrages: “Es ging nicht anders” – Wie Hitlers Nachfolger Karl Dönitz versuchte, den Geist der NS-Zeit über die Stunde Null hinwegzuretten).

    Diese Ausgabe müßte in allen größeren Bibliotheken zu finden sein.

    Einige Zitate daraus möchte ich hier nicht unerwähnt lassen (S. 84/85):

    [...] Viel Gezeter hob an, als die Alliierten von den Deutschen verlangten, das Hoheitszeichen mit dem Hakenkreuz abzulegen, das Symbol des besiegten Nationalsozialismus.
    Ein Verstoß gegen das Völkerrecht sei das, klagte Dönitz, und Jodl drohte gar mit “Rebellion”. Die würde mit “allen Machtmitteln niedergeschlagen werden” , entgegnete ihm kühl der amerikanische Generalmajor Lowell Rooks, Leiter der alliierten Überwachungskommission in Flensburg. Denn die “Politik der Alliierten” sei es schließlich, “alles Nationalsozialistische auszurotten.” [...]
    Im Hauptquartier in Mürwik ließ Dönitz trotzig die Reichskriegsflagge weiter wehen.
    Obendrein verwirrte die Deutschen das militärische Grußzeremoniell. Um sie zu demütigen, war es Wehrmachtsangehörigen untersagt, englischen und amerikanischen Offizieren – “außer bei dienstlichen Meldungen und bei Entgegennahme von Befehlen” – Ehrenbezeigungen zu erweisen. Die Russen hingegen mußten gegrüßt werden.
    Und auch der deutsche Rechtssinn war wieder erwacht. Keineswegs, mäkelte das Oberkommando der Marine in einem Gutachten spitzfindig, dürften an die bedingungslose Kapitulation, die ein “rein militärischer Akt” sei, “irgendwelche Bedingungen” der Alliierten “geknüpft werden”, denn von der “Vernichtung des deutschen Staates” könne nicht die Rede sein. [...]
    Zeitungsberichte über Greueltaten in Konzentrationslagern, an denen die Deutschen “vollkommen unschuldig” seien, so Dönitz, weil sie davon “noch nicht einmal geahnt” hätten, seien propagandistisch übertrieben. [...]
    Dönitz’ Anordnung, “Vorfälle in Konzentrationslagern” durch das Reichsgericht untersuchen zu lassen, unterband die alliierte Überwachungskommission. [...]
    Ab Mitte Mai sahen die Alliierten im Mürwick-Quartier des Hitler-Nachfolgers Dönitz nur noch einen “besonderen Kriegsgefangenenkäfig”. Es nahte, auf Druck der Russen und Amerikaner, das Ende.
    Am 22. Mai erreicht Dönitz und seine Leute die telefonische Aufforderung, sich am kommenden Tag bei Generalmajor Rooks auf dem Schiff Patria, wo die Überwachungskommission residierte, um 9.45 Uhr einzufinden, “pünktlich”. [...]
    Am nächsten Morgen werden die Mitglieder der Regierung Dönitz an Bord der Patria festgenommen. Keitel, Backe und Dorpmüller sind bereits in Haft. Alle übrigen müssen sich einer Leibesvisitation unterziehen: für die Herrenmenschen und Diener eines Regimes, das sich mit millionenfachem Völkermord unvergeßlich gemacht hatte, eine entwürdigende Schmach.
    In seinem Roman Der Fragebogen, einer polemischen Attacke auf die Entnazifizierung, erregte sich der Nationalrevolutionär Ernst von Salomon später über die Prozedur, “wie des Reiches Ministern und Staatssekretären, Generälen und Admirälen die Hosen heruntergerissen, die Gemächte visitiert, die Gesäße blank den Kameras dargeboten” worden seien, obwohl doch “eben noch von Gewalt zu Gewalt, von Macht zu Macht verhandelt worden war.”
    Als [Reichsaußenminister Johann Graf] Schwerin von Krosigk protestiert, hält ihn ein deutscher Offizier zürück: “Keep smiling!”. Kapitulationsunterhändler [Generaladmiral Hans-Georg von] Friedeburg bittet, die Toilette aufsuchen zu dürfen. Kurz darauf findet ihn ein britischer Soldat tot am Boden: Selbstmord durch Gift.
    Eine amerikanische DC-4 bringt die Gefangenen nach Luxemburg. Als sie auf dem Flugplatz durch ein Spalier von US-Soldaten mit schußbereiten Maschinenpistolen laufen müssen, fühlt sich Speer an das Ende eines Gangsterfilms erinnert. Die Reise endet im Palast-Hotel in Mondorf, von den Amerikanern “Lager Abfalleimer” genannt. [...]
    Erst spät in der Nacht findet Dönitz an diesem Tag Schlaf. Da hat der amerikanische Journalist Drew Middleton die Schlagzeile für die Morgenausgabe der New York Times bereits gefunden: “Heute starb das Deutsche Reich”. [...]

    Weiterhin verweise ich auf die Memoiren von Großadmiral Karl Dönitz Zehn Jahre und Zwanzig Tage und Mein wechselvolles Leben.

  • 30 Thomas Brehl // Sep 18, 2006 at 12:36

    @ Schwert

    Entschuldige bitte die verspätete Antwort aber aus meiner an den Kameraden Wilfried gerichteten Antwort geht ja hervor, daß ich ermittelnd tätig war und bei dieser Recherche habe ich ein weiteres interessantes Zitat gefunden, das sich mehr auf Deinen Einwand zu meinen ursprünglichen Äußerungen bezieht, aber ebenfalls von allgemeinem Interesse sein dürfte:

    „Gemäß dem Potsdamer Abkommen ist das Gebiet östlich von Oder und Neiße als Teil der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands der Republik Polen nur zur einstweiligen Verwaltung übergeben worden. Das Gebiet bleibt ein Teil Deutschlands. Niemand hat das Recht, aus eigener Machtvollkommenheit Land und Leute preiszugeben oder eine Politik des Verzichts zu betreiben.“

    Die Fraktionen des Deutschen Bundestages, Bonn, 13. Juni 1950

    Na, wenn das mal keine gute Argumenationshilfe für uns alle ist?! Das müßte vor jeder Wahl plakatiert werden!

    Zu Deiner anderen heiklen Frage bleibt noch zu bemerken, daß es das furchtbare am Unrecht ist, daß es immer neues Unrecht gebiert. Man kann aber uns vorenthaltenes Völkerrecht nicht zum Anlaß nehmen, Jahre später unseren Verzicht auf eben dieses Recht zu fordern, nur weil mit seiner Wahrnehmung weiteres Unbrecht verbunden sein könnte.

    Ich persönlich würde mich gegen eine erneute Vertreibung der Menschen aus den Ostgebieten wenden, auch wenn diese überwiegend polnischen Zivilokkupanten dort nichts zu suchen haben. Da sie aber in ihrer Mehrheit ebenfalls Opfer dieser “Welt der Täuschung und der Lüge” (Emil Meier-Dorn) sind, wäre ich geneigt, einem Arrangement zuzustimmen. Glücklicherweise ist der deutsche Osten nicht so zersiedelt, daß man nicht gemeinsam dort wohnen und leben könnte. Den Leuten sollte allerdings unmißverständlich klar gemacht werden, daß wenn sie bleiben, sie in Deutschland leben, mit all den damit verbundenen Konsequenzen.

  • 31 Olsen // Sep 18, 2006 at 16:15

    @Gerald Franz
    Ich hatte ihnen vor längerer Zeit eine persönliche Netzpost geschickt (Stichwort: Paul Gerber) und da ich weiss, daß sie auf dem Gebiet der Physik bewandert sind, möchte ich ihnen wärmstens das Buch “Die Relativitätstheorie fällt” empfehlen.
    Zu erhalten ist dies über den Verlag Kritische Wissenschaft oder mail@magazin2000plus.de.
    @Brehl
    In Bezug auf die deutschen Ostgebiete stimme ich dir besonders bei. Sicherlich ist diese Vorstellung nicht im Interesse manch eines Volksgenossen. Einerlei. Meine Familie, väterlicherseits, hat durch die Vertreibung 1945 ihren gesamten Besitz verloren. Ursprünglich war sie in Namslau/Schlesien angesiedelt, entspringt altem schlesischen Adel. Als mein Vater und drei Onkel vor Jahren unseren einstigen Besitz aufsuchten, hatten die Polen, die derzeit darauf leben anfangs Angst. Mein Vater erzählte mir, daß die Polen fürchteten, daß gerade wegen der EU eine Enteignung erfolgen könnte. Als die Vertreter meiner Linie den Polen glaubhaft machen konnten, daß der Zweck ihrer Schlesienreise ausschliesslich darin bestand, daß sie anspruchslos ihre alte Heimat besuchen wollten, haben die Polen der alten Männerriege es sogar “verboten”, in ihr Hotel zu fahren. Sie hatten es sogar den alten Herren ermöglicht, daß sie in ihren einstigen Kinderzimmern nächtigen konnten. Mein Vater war begeistert, er sagte wortwörtlich angesichts meiner Bedenken:
    “Es gibt nichts mehr, nichts zu begleichen. Soviel konnten wir gar nicht essen, was diese Menschen uns auf den Tisch stellten. Diese Geschichte ist für mich abgeschlossen. Sollen diese Familien glücklich werden.”
    Jemanden, der nicht nur seinen gesamten Besitz im Krieg verloren hat, dessen Vater in der Normandie gefallen ist, dessen Brüder in russischer oder amerikanischer Gefangenschaft lange Jahre verbrachten, dessen Mutter an den Folgen der sorgreichen Vertreibung so schwer erkrankte, daß sie sich nicht mehr um ihre verbliebenen Kinder kümmern konnte. All der Hunger, all die Not, diese Worte meines Vaters sind für mich Gesetz.

  • 32 Gerald Franz // Sep 18, 2006 at 16:42

    Sehr verehrter Herr Olsen,

    Paul Gerber wurde gründlichst bearbeitet und auch die neu von Ihnen angegebene Literatur ” Die Relativitätstheorie fällt” werde ich mir sofort vornehmen!

    Hinsichtlich Ihrer Ausführungen zur Schlesischen Heimat, muß ich immer an das Gedicht von Adelbert von Chamisso denken, welches den Titel “Das Schloß Boncourt” trägt.

    Die letzten drei Strophen lauten:

    So stehst Du, o Schloß meiner Väter,
    Mir treu und fest in dem Sinn,
    Und bist von der Erde verschwunden,
    Der Pflug geht über dich hin.

    Sei fruchtbar, o teurer Boden,
    Ich segne dich mild und gerührt,
    Und segne ihn zwiefach, wer immer
    Den Pflug nun über dich führt.

    Ich aber will auf mich raffen,
    Mein Seitenspiel in der Hand,
    Die Weiten der Erde durchschweifen,
    Und singen von Land zu Land

  • 33 Wilfried heink // Sep 18, 2006 at 20:16

    Dank für die Antwort, Völkischer Beobachter. Natürlich spöttelt „Der Spiegel“ über einen wiedererwachten deutschen Rechtsinn bezüglich der Kapitulation. Aber, sogar Carlo Schmid hat in seiner Rede vom 8. September 1948, ausdrücklich betont das nur das Militär bedingungslos kapituliert hat, der deutsche Staat aber fortbesteht. Demnach hatte Dönitz das Recht die Weimaer Reichsverfassung wieder einzuführen. Schüßlburner schreibt das die Sieger den Österreichern genau das erlaubt haben.

    Kann nicht umhin auch meinen Senf zu dem Ostdeutschland Thema zuzugeben. Als ich mich, vor vielen Monden, entschlossen hatte, die Geschichte des Dritten Reichs etwas eingehender anzusehen, habe ich mich zuerst mal in den hiesigen, kanadischen, Leihbibliotheken umgesehen. Wurde auch fündig und eins der Bücher „Meeting in Potsdam“, von Charles L. Mee, jr., hat mir geholfen. Mee, ich glaube er war Mitglied der amerikanischen Mannschaft (Müßte das Buch nochmal lesen), schreibt daß es trotz aller edlen Versprechungen letztendlich nur um die Verteilung der Beute ging. Aber eine Satz in dem Buch beschäftigt mich noch heute. Mee schreibt das Truman mit Anweisungen (Instructions) nach Potsdam kam anzudeuten, das ein Friedensvertrag für Deutschland ausgearbeitet wird, aber das Deutschland nie einen Friedensvertrag bekommt. Wer hat ihm diese Anweisungen erteilt? Mee schweigt sich aus. Aber, dieser nichtexistierende Friedensvertrag ist, m.E. nach, das ausschlaggebende in der Diskussion über die deutschen Ostgebiete. Denn, in dem Potsdamer Abkommen steht klar und deutlich das die endgültige Festlegung der polnischen Grenze in dem Friedensvertrag geregelt wird. Und niemand wird doch wohl so verwegen sein das 2+4 Geschreibsel als Friedensvertrag anzubiedern.

    Prof. Dr. jur. Hans Werner Bracht, in „Deutschland und Preußen heute nach Öffentlichen Recht“, behandelt das Thema ziemlich gründlich. Nur ein Punkt, und ich zitiere:

    „15. Demzufolge hat die Bundesrepublik Deutschland mit dem deutsch − polnischen
    “Grenzanerkennungsvertrag” vom 14.11.1990 deutsche Gebiete abgetreten, die abzutreten sie
    weder staats− noch völkerrechtlich die Möglichkeit und daher auch nicht die Befugnis hatte, da sie
    niemals die Territorialgewalt über diese Ostgebiete ausübte. Die Wiener Vertragsrechtskonvention kennt zwar keine ausdrückliche Bestimmung, wonach ein Vertrag, der eine unmögliche Leistung zum
    Gegenstand hat, nichtig ist. Doch gilt auch hier der alte Rechtssatz: Impossibilium nulla est obligatio
    (es gibt keine Verpflichtung zu etwas Unmöglichem). Dieser allgemeine Rechtssatz ist sicherlich eine
    zwingende Norm des Völkerrechts. Daher ist der Vertrag vom 14.11.1990, der Ostdeutschland an Polen abtritt, nach Art. 53 der Wiener Vertragsrechtskonvention nichtig, weil er eine Leistung verspricht, die keiner der Beteiligten erbringen kann:
    a) Die Bundesrepublik Deutschland nicht, weil sie über dieses Gebiet völkerrechtlich nicht
    verfügungsberechtigt ist.
    b) Das Deutsche Reich nicht, weil es zwar die Territorialhoheit über seine Ostgebiete hatte und
    daher auch insoweit völkerrechtlich verfügungsberechtigt gewesen wäre, es zur Zeit aber nicht
    kann, weil es völkerrechtlich nicht handlungsfähig ist…“

    Bracht schließt seine Ausführungen mit: „Nichts ist richtig, was nicht gerecht geschaffen wurde!“.

    Deshalb sollte Moral nicht mit Recht verwechselt werden.

    Grüße aus Kanada
    Wilfried

  • 34 Gerald Franz // Sep 18, 2006 at 20:50

    Quelle:http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Bad+Freienwalde/id/153531

    Aus der Märkischen Oderzeitung

    Kurgäste aus Israel

    Bad Freienwalde (MOZ) Die Kurklinik hatte in den vergangenen drei Wochen Gäste aus Israel. Arie Breitman, der sich in Bad Freienwalde medizinisch behandeln ließ, hatte seine Lebenspartnerin Sara Feldman mit auf Reisen genommen. Das Paar war nicht das erste Mal in Deutschland, aber bisher hatte es die Zwei nur in den Süden der Bundesrepublik verschlagen. Nun hatte Arie Breitman den Wunsch, Berlin und das Umland kennenzulernen. Das Paar reiste im Rahmen der Wiedergutmachung nach Bad Freienwalde, die die Bundesrepublik an das israelische Volk zahlt.

    Arie Breitman und Sara Feldman leben in der Nähe von Haifa, der Hafenstadt im Norden Israels. Kurz nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon am 14. August stiegen sie ins Flugzeug nach Deutschland. “Der Krieg war eine schreckliche Erfahrung”, sagt Sara Feldman. 34 Tage hätte er gedauert. Doch in Bad Freienwalde hätten sie sich nun richtig gut erholt. “Wir haben genug vom Krieg”, übersetzt Sara Feldman für ihren Lebenspartner Arie Breitman. Die Rentnerin wurde 1936 in Portugal geboren, 1943 emigrierte sie mit ihren Eltern nach Palästina. “Deutsch habe ich in der Schule von meinen Freunden gelernt”, erklärt die Israelin ihre guten Sprachkenntnisse.

    Während Sara Feldman bereits vor Ende des 2. Weltkrieges Europa verlassen konnte, kam Arie Breitman erst 1947 nach Palästina. “Er verlor seine Eltern als kleiner Junge und wuchs in Kinderheimen auf”, übersetzt Sara Feldman. Er habe mit seinen Eltern in Russland gelebt, als die Deutschen dann kamen, packten die Eltern ein paar Habseligkeiten und flohen. “Damals muss er ungefähr zwei Jahre alt gewesen sein”, so Sara Feldman. Die Flucht führte den damals kleinen Arie ans Kaspische Meer, weiter nach Almaty in Kasachstan bis ins usbekische Samarkand. “Dort lebte Arie in einem Kinderheim, weil seine Eltern gestorben waren”, sagt Sara Feldman. Er sei damals etwa fünf Jahre alt gewesen.

    “Arie hat keine Geburtsurkunde, er weiß nicht, wann er geboren wurde und wo”, so Feldman. Ihr Mann sei einfach international und sein Alter wisse er auch nicht genau. Nach Kriegsende kam der kleine Arie dann über Polen, Deutschland und Frank-reich, wo er in Kinderheimen lebte, nach Israel.

    Arie Breitman und Sara Feldman sind nicht verheiratet, doch sie sind bereits seit 1984 ein Paar. Kinder haben beide, aber nicht zusammen, wie Arie Breitman lachend sagt. Sein Wunsch war es auch, in eine Kurklinik bei Berlin zu reisen. “Er hat die ganze Welt bereist”, erzählt Sara Feldmann. Nun wollte Arie unbedingt nach Berlin. Die Kosten für den Aufenthalt in Bad Freienwalde hat die Bundesregierung übernommen – im Rahmen der Wiedergutmachung.

    Von Berlin war das israelische Paar begeistert. “Ich habe dort eine Bootstour auf der Spree gemacht”, so Sara Feldman. Sie war auch mehrfach allein in Berlin, da ihr Mann während der Woche Behandlungen bekommen hat. Doch an den Wochenenden waren sie zusammen in Berlin. Ostbrandenburg haben sie zusammen mit dem Klinikpersonal erkundet.

    Sonntag, 10. September 2006 (19:30)

  • 35 Thomas Brehl // Sep 18, 2006 at 21:37

    @ Wilfried Heink

    Lieber Wilfried,

    Was Prof. Dr. jur. Hans Werner Bracht schreibt, ist sicherlich richtig. In Wahrheit ist der Sachverhalt aber noch einfacher:

    Es kann nicht nur kein Gebiet durch Krieg gewonnen werden, es gibt überhaupt nur eine völkerrechtlich gültige Abtretung von Territorium und das ist eine Volksabstimmung der angestammten Bevölkerung.

    Damit wollte man wohl verhindern, daß korrupte Politiker in Versuchung geraten könnten, gegen ein entsprechendes Salär ihr eigenes Heimatland zu verscheueren.

    Haß ist ein schlechter Ratgeber und bei aller Freude, die die Sieger möglicherweise bei der Vertreibung der Deutschen empfunden haben mögen, so sehr sich einige am Leid der Menschen ergötzt haben mögen, völkerrechtlich vergab man damit die einzige Chance auf eine legale Abtretung deutschen Gebietes, denn nach der Vertreibung war eine Abstimmung der angestammten Bevölkerung gar nicht mehr möglich und damit bleibt dieses Gebiet deutsch, allen Verträgen, allen Bekundungen und allen tagespolitischen Erwägungen zum Trotz.

    Beste Grüße

  • 36 Völkischer Beobachter // Sep 18, 2006 at 23:00

    @ Wilfried Heink:

    Demnach hatte Dönitz das Recht die Weimaer Reichsverfassung wieder einzuführen.

    Dönitz brauchte die Weimarer Reichsverfassung gar nicht wieder einzuführen, da diese niemals außer Kraft gesetzt worden war.

  • 37 Germania // Sep 23, 2006 at 10:02

    @ Z-O-G:

    >> da ich es hier ja mit intellektuellen Rechten
    >> zu tun habe, hoffe ich, hier eine Antwort
    >> auf meine Frage zu bekommen:
    >> Es ist ja (leider nicht so ganz) allgemein
    >> bekannt, dass das Deutsche Reich
    >> rechtlich nach wie vor Bestand hat und die
    >> BRD ein rechtswidriger Staat ist

    Nein, das ist nicht allgemein bekannt.

    Allgemein bekannt ist, daß das Deutsche Reich nie untergegangen ist, das macht aber die BRD nicht automatisch illegitim, DENN: Völkerrecht ist, was anerkannt wird! Und international wird anerkannt, daß die BRD und das Deutsche Reich identisch sind. Die BRD übernahm die Botschaften und Sitze des Reiches in Organisationen, die BRD übernahm alle durch den Krieg entstandenen Nachteile usw.
    Von der BRD vertreten und international von allen Staaten anerkannt ist, daß die BRD das Deutsche Reich IST. Dabei ist völlig irrelevant, was das BVerfG irgendwann einmal gesagt hat, denn das BVerfG setzt kein Völkerrecht.

    Völkerrechtlich IST die BRD also das Deutsche Reich, nur unter anderem Namen. Warum das so ist? Weil es so anerkannt wird.

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