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Dresden / Sachsen: Nach den Hausdurchsuchungen beim inzwischen zurückgetretenen NPD-Abgeordneten Matthias Paul, gibt es derzeit noch keine neuen Erkenntnisse über den gegenwärtigen Stand der Ermittlungen. In den Medien wird der Fall verhältnismäßig ruhig beleuchtet, zwar ergeht man sich dort, wie auch innerhalb des nationalen Spektrums durchaus in Spekulationen, doch halten diese sich eher in Grenzen. Von der NPD selber gibt es in dieser Angelegenheit auch nich wesentlich mehr Licht in die Angelegenheit als vorher. Allerdings wurde der Fall von der Dresdener NPD-Fraktion heute noch einmal behandelt. Eine daraufhin verabschiedete Presseerklärung fiel in ihrem Tonfall durchaus deutlich kühler aus, als bisherige Verlautbarungen der Partei in dieser Sache.
So heißt es in der Presseerklärung diesbezüglich wie folgt:
“…Die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag hat sich auf ihrer heutigen Sitzung nochmals mit dem Fall Matthias Paul beschäftigt.
Die Fraktion begrüßt, daß Paul am Freitagabend aufgrund der Schwere der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Aufforderung von Fraktions- und Landesvorstand nachgekommen ist, sein Landtagsmandat und seine Parteifunktionen niederzulegen, um weiteren Schaden von Partei und Fraktion abzuwenden.
Matthias Paul selbst nahm nicht mehr an der Fraktionssitzung teil, hat aber für die nächsten Tage eine Stellungnahme angekündigt. Gegenüber Landtagspräsident Erich Iltgen will er heute formell seinen Mandatsverzicht erklären.
Der NPD-Fraktionsvorsitzende Holger Apfel machte deutlich, daß sich die NPD – die stets für ein hartes und konsequentes Vorgehen im Kampf für die Durchsetzung eines effektiven Kinderschutzes eintritt – für die härtest mögliche Bestrafung auch für Matthias Paul einsetzen werde, wenn sich die Vorwürfe gegen ihn tatsächlich bewahrheiten sollten.
Apfel kündigte für den Beginn des Jahres 2007 eine Informations-Offensive der NPD-Fraktion in allen Teilen Sachsens an, um verlorenes Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen. Er verwies dabei auf eine am Freitag veröffentlichte Meinungsumfrage, nach der sieben Prozent der Sachsen erneut die NPD wählen würden. Diese Zustimmungswerte müßten trotz der aktuellen Turbulenzen gehalten und weiter ausgebaut werden, so Apfel.
Als Nachfolger im Umwelt- und Landwirtschaftsausschuß wird die NPD-Fraktion den Abgeordneten René Despang benennen.
Der Zwickauer NPD-Kreisvorsitzende Peter Klose kündigte an, daß er bereit ist, das Mandat von Matthias Paul im Landtag zu übernehmen. Klose steht auf Platz 14 der 2004 gewählten Landesliste der NPD.
NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag 27.11.06
Quelle: Störtebeker-Netz 27.11.06

44 responses so far ↓
1 Thomas Brehl // Nov 27, 2006 at 19:51
Es beschleicht einen zwar das subjektive Gefühl, hier werden dauernd Nebelkerzen geworfen aber objektiv betrachtet muß man natürlich eingestehen, daß die Partei hier ja gar keine Klärung herbeiführen kann, selbst wenn sie es wollte.
Selbst der Betroffene kann nicht mehr, als sich erklären (was er allerdings längst hätte tun sollen!), ob dem dann geglaubt wird, steht auf einem anderen Blatt.
Klären wird sich der gesamte Vorgang erst, wenn die Staatsanwaltschaft die Karten auf den Tisch legt, das aber steht -wen wundert´s?- in den Sternen.
So bleibt in obiger Erklärung der interessanteste Satz folgender:
“Die Fraktion begrüßt, daß Paul am Freitagabend aufgrund der Schwere der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Aufforderung von Fraktions- und Landesvorstand nachgekommen ist, sein Landtagsmandat und seine Parteifunktionen niederzulegen, um weiteren Schaden von Partei und Fraktion abzuwenden.”
Paul ist also offensichtlich erst nach einer Aufforderung von Fraktions- und Landesvorstand zurückgetreten, bisher schien es (mir), als sei es sein ureigenster Entschluß gewesen.
2 Hybris // Nov 27, 2006 at 21:45
Wie immer bei der NPD: “Etwas Genaues weiß man nicht!” Auf den NPD-Seiten bekommt man meistens immer den gleichen nebulösen, verschleiernden euphorisch-optimistischen oder abwiegelnd-verharmlosenden Propagandamist serviert. Ein paar schnelle, informative und präzise Infos sucht man meist vergebens!
3 Hybris // Nov 27, 2006 at 21:57
Und von Paulchen selbst kommt schon mal gar nichts! Die Situation scheint ihn verschreckt zu haben.
Möglicherweise bringt ihn aber auch der Rat eines Anwalts zum Schweigen, was dadurch natürlich schon wieder Anlaß zu Spekulationen gibt.
4 wahrheit // Nov 27, 2006 at 23:28
Es gilt nach wie vor: Schweigen heißt zustimmen! Im Falle seiner Unschuld hätte die Fraktion hinter ihm gestanden und er hätte sich vehement gegen die Vorwürfe gewehrt! Was aber passiert? Die Fraktion gibt nach drei Tagen eine windige Pressemitteilung heraus und Paul schweigt. Typisch NPD !!!
5 Luise // Nov 28, 2006 at 0:25
Man sollte gerade in dieser Angelegenheit nicht immer nur mit der Erwartung herangehen, die NPD hätte quasi die Pflicht Informationen herauszugeben. Vorraussetzung wäre dazu, daß sie nähere Informationen hat.
Der Aspekt, daß die Staatsanwaltschaft bisher noch kein erstes Ermittlungsergebnis veröffentlicht hat, wird dabei völlig ausgeblendet. Vielleicht ist ja nichts dran. Vielleicht aber gestalten sich die Ermittlungen schwierig.
Mit einer entsprechenden Erwartungshaltung wird die Situation aber nicht geändert. Und eventuelle Handlungen werden dadurch auch nicht rückgängig gemacht!
Den Schade, so oder so, haben alle nationalen Kräfte. Ob innerhalb oder außerhalb der NPD. Denn der gemeine Bürger unterscheidet nur sehr selten zwischen NPD und anderen “Nazis”.
Da mit diesem Vorwurf ein breites Spektrum an politischen Kräften getroffen werden kann, werden die Verantwortlichen des Systems diese Angelegenheit schon auskosten. Und wenn nichts dran ist, dann bleibt dennoch der schlechte Beigeschmack, darauf wird “das System” setzen.
Beste Grüße
Luise
6 Wetekamp // Nov 28, 2006 at 9:22
@Luise
vollkommen richtig. Hätte die Staatsanwaltschaft tatsächliche Beweise, wäre das in den Medien längst triumphierend breitgetreten worden. So aber scheinen sie etwas Zeit zu brauchen, “Beweise” zusammenzubasteln.
Was immer wieder “ausgeblendet” wird ist der Fakt, daß die Gegner Deutschlands nach dem Motto “Teile und Herrsche” Meister der Zwietracht sind.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang mal an den “ehrenwerten” Herrn Cohn-Bendit, der im Europaparlament sitzt. Und er hat – eigenen Auskünften nach – keine Kinderpornos aus dem Netz gefischt, sondern “praktische Erfahrungen” gemacht.
Wo ist die gesunde Geisteshaltung geblieben, daß man die Argumente eines “Verdächtigen” solange als Wahrheit für möglich hält, bis ihm das Gegenteil wirklich bewiesen werden konnte?
Aufgrund der systematischen Zwietracht- und Zerstörungspolitik der Blockparteien der NPD gegenüber sollte aus meiner Sicht der erste Generalverdacht heißen: “Blockparteien nutzen die Staatsanwaltschaft für eine weitere Verleumdungkampagne”.
Schon traurig, daß Herr Paul sagen oder schweigen kann, was er will. Sein Ruf ist “dahin” dank Geisteshaltung seiner “Kameraden”.
Wessen “Kameraden”? So wie wir hier das sehen, dürften die wenigsten Kommentare zu dieser Thematik von NPD-Angehörigen stammen, so daß sich der Ausdruck “Kamerad” im Sinne der formellen in der Partei üblichen Anrede von selber erübrigt. Man sollte endlich mal mit der inflationären Verwendung dieses Wortes aufhören. Bemerkenswerterweise kommt man immer mit dieser Schiene, wenn es an eigenen Argumenten gebricht und man selbst mit der üblichen Propagandarhetorik nicht so recht weiterzukommen scheint. Außerdem, was hat man eigentlich, Kommentare wie diese zeigen doch, daß Paul in der Tat “Kameraden” hat, einige wenige und das ist vollkommen normal, denn mehr als eine Handvoll wirklicher Kameraden auf die er sich im Notfall verlassen kann, hat in der Regel ohnehin niemand, denn was man im Nationalen Widerstand so häufig als “Kameradschaft” herauszustellen beliebt, ist für gewöhnlich nicht mehr als Kameraderie und das ist ganz was anderes. Man sollte sich in dieser Hinsicht nichts vormachen.
Ungeachtet dessen ist Herr Paul an seinem Problem höchst selber schuld und nicht die Staatsanwaltschaft und um das zu erkennen, bedarf es noch nicht einmal der Lektüre hiesiger Kommentare, sondern einfach des Lesens der bisherigen NPD-Presseerklärungen zu diesem Thema, die nach unserem Dafürhalten durchaus aussagekräftig genug sind.
Schriftleitung Altermedia
7 Worch // Nov 28, 2006 at 9:50
@ Luise:
Richtig ist, daß man Informationen haben muß, um jemanden zu informieren.
Die Information beispielsweise, daß Matthias Paul nicht unbedingt von sich aus darauf gekommen ist, von Amt und Mandat zurückzutreten, sondern daß die Fraktion und der Landesvorstand ihn dazu aufgefordert haben, hatte die NPD bereits am Freitag, dem 24. November; öffentlich gemacht haben sie diese Information erst am Montag, dem 27. November.
Eine Behauptung aus linker Quelle (genaugenommen von einem Aussteiger), es sei “in der NPD” bereits vor zehn Jahren bekanntgewesen, daß der damals 19-jährige Matthias Paul mit einer aus dem Bahnhofsmilieu stammden 14-jährigen eine Beziehung gehabt haben soll, scheint seit ungefähr einem Jahr öffentlich zu sein. Das Buch des Aussteigers Nick Greger ist nämlich wohl seit November 2005 bei “books on demand” zu bekommen. Vielleicht recherchiere ich das mal nach und tue es mir an, das Greger-Buch zu kaufen und zu lesen. Danach kann man weiterfragen, wer wann was gewußt hat. Und als bedauerlich empfinde ich noch immer, daß bisher niemand imstande war, die Beschlagnahmeliste öffentlich zu machen. Das ist ein Vorwurf, der sich wahlweise an die NPD oder an Matthias Paul richten kann. Die NPD ist frei von diesem Vorwurf, wenn Matthias Paul nicht bereit ist, sie herauszugeben. Allerdings wäre zur Sachaufklärung dann meiner Meinung nach die NPD bzw. die Fraktion verpflichtet gewesen, Matthias Paul dazu aufzufordern. Und wenn sie ihn aufgefordert hätte und er der Aufforderung nicht nachgekommen wäre, wäre auch das eine wichtige Information für eine zumindest vorläufige Beurteilung der Angelegenheit gewesen. Vorläufig, versteht sich - daß eine abschließende Beurteilung erst möglich ist, wenn es eine gerichtliche Beweisaufnahme in öffentlicher Verhandlung gegeben hat, ist klar. Wir reden hier nicht über die Frage, ob wir vor einer solchen Verhandlung “entscheiden” können, ob Matthias Paul im Sinne der ihm gemachten Vorwürfe schuldig oder unschuldig ist. Wir können lediglich entscheiden, für wie hoch oder wie niedrig wir die Wahrscheinlichkeit halten, daß er es ist oder nicht ist. Dafür aber sind Informationen nötig.
Beispielsweise hatte die Fraktion bereits am Freitag die Information, daß Matthias Paul eigenem Bekunden zufolge eine e-mail mit einer vermeintlichen Kopie des Films “Herr der Ringe” zugeschickt bekommen haben soll und diese geöffnet hat und dann festgestellt hat, daß es sich mitnichten um die Verfilmung des Tolkien-Buches handelt, sondern um anstößiges, richtiger um illegales Material. Die Fraktion hat diese Information bisher nicht selbst öffentlich gemacht. Sie wurde von anonymer Seite gestreut, unter anderem hier. WER sie gestreut hat, ist für mich nicht ermittelbar. Vielleicht war es die Fraktion, vielleicht war es jemand von außerhalb der Fraktion, der zufälligerweise den gleichen Informationsstand hatte wie ich. Aber auch da frage ich mich, warum die Fraktion eine solche Information zumindest offiziell hinter dem Berg hält und allenfalls anonym streuen läßt - wenn die Information nicht gar ohne Willen der Fraktion anonym gestreut worden ist.
In mehreren Detail sehen wir hier also eine Informationspolitik, die höchst zurückhaltend ist.
Nun aber kommen wir zu der Frage, ob die Fraktion oder die NPD überhaupt eine PFLICHT hat, ihre Informationen über die Angelegenheit offenzulegen.
Ich sage, ja, und zwar eine doppelte. Einmal ihren 191.000 sächsischen Wählern gegenüber, von denen durchaus wohl die allermeisten konsterniert sein dürften, daß einem von ihnen auf der Liste der NPD gewählten Abgeordneten solche Vorwürfe gemacht werden. Und andererseits auch uns allen gegenüber, dem nationalen Lager. Denn wenn der Fall Paul ein “echter” Fall ist, mithin er wirklich schuldhaft (und nicht nur, wie anonym behauptet, fahrlässig) im Besitz strafbaren Materials war, fällt das zwar in erster Linie auf die NPD zurück, schädigt aber in zweiter Linie unser aller Ansehen. Eine - mögliche - Schädigung, die nur eingetreten ist, weil die NPD Matthias Paul in eine verantwortliche und öffentlich herausgehobene Position gebracht hat. Genau, wie die NPD es mit den Abgeordneten Schmidt, Baier, Schön und Menzel getan hat, die allesamt bisher nicht nur im engeren Sinne das Ansehen der NPD, sondern auch im weiteren Sinne unser aller Ansehen geschädigt haben.
Die NPD erhebt immerhin den Anspruch, die einzige wählbare Alternative des nationalen Widerstandes zu sein. (Wobei sie mit dieser Formulierung ihrem Bündnispartner DVU ein wenig in die Hacken tritt; möglicherweise ohne das zu merken. Ich glaube aber nicht, daß Dr. Frey so blöd ist, dergleichen Kleinigkeiten NICHT zu bemerken. Der Mann hat immerhin in Staatsrecht oder so was promoviert und durch seine wirtschaftlichen Aktivitäten ein Multi-Millionen-Vermögen erwirtschaftet, der KANN nicht blöd sein!) Mit einer solchen Erklärung ist eine Selbstverpflichtung verbunden. Vor allem, weil die NPD ja nun unter anderem in Wahlkämpfen auch die Unterstützung parteifreier Kräfte wünscht, ja, geradezu als ihr Recht einfordert.
Damit ist dann natürlich auch eine Pflicht verbunden. Und der kommt in diesem Fall die NPD offenbar nur zögerlich und unvollständig nach. Das is ihr vorzuwerfen.
Grüße
Christian Worch
8 Worch // Nov 28, 2006 at 10:05
@ Wetekamp:
Wo hat irgendwer in dieser Kommentarspalte gesagt, Matthias Paul IST schuldig? Hier werden Indizien gewogen, mit welcher Wahrscheinlichkeit er schuldig oder unschuldig sein könnte.
Das Verhalten von Matthias Paul selbst ist dabei ein wichtiges Indiz.
Der vormalige Pressesprecher eines tausendköpfigen Verbandes hüllt sich seit nunmehr fast vier Tagen in Schweigen; er hat eine Erklärung für “in ein paar Tagen” angekündigt. Das ist seltsam. Es fördert nicht gerade den Glauben an seine Unschuld. Zwar ist es durchaus kein Beweis für seine Schuld, aber als vertrauensbildende Maßnahme kann ich so ein Schweigen nun wirklich nicht ansehen. Er hat es vorgezogen, an der Sondersitzung der Fraktion am Montag, dem 27. November, nicht teilzunehmen. Auch das erweckt den Eindruck, daß er seinen (vormaligen) Fraktionskameraden ausweicht, daß er nicht offen Rede und Antwort stehen kann, nicht einmal in diesem kleinen, exklusiven Kreis. Auch das kann nicht als vertrauensbildend im Sinne eines Glaubens an seine Unschuld gelten.
Dier Frage, inwieweit einer, der möglicherweise unschuldig beschuldigt wird, vor dem Ende einer amtlichen oder gerichtlichen Untersuchung das Vertrauen seiner Kameraden genießt, ist ganz wesentlich davon abhängig, wie er selbst sich benimmt.
Grüße
Christian Worch
9 Micha B. // Nov 28, 2006 at 11:51
Misteriöse Vorfälle häufen sich in letzter Zeit, nachdem die NPD so erfolgreich ist wie schon lange nicht mehr.
Kerstin Lorenz verstirbt plötzlich und unerwartet, im Alter von nur 42 Jahren an einem “Herzinfarkt”. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Papier geduldig ist. Auch ein Totenschein besteht nur aus Papier.
Uwe Leichsenring galt als sicherer Fahrer und war Inhaber einer Fahrschule. Plötzlich verliert er auf ebener, gerader, trockener und gut ausgebauter Straße die Kontrolle über seinen Wagen und erleidet einen tödlichen “Verkehrsunfall”. Die mit Elektronik vollgestopften modernen Kraftfahrzeuge lassen sich regelrecht “fernsteuern”.
Gegen Klaus-Jürgen Menzel wird Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Glorifizierung des Nationalsozialismus erstattet. Außerdem wirft man ihm Unregelmäßigkeiten finanzieller Natur vor. Ging das von Ihm aus oder hatte er einen Auftrag dazu?
Und nun noch ein Kinderpornoskandal. Ausgerechnet in den Reihen der NPD!
Was ich hier schreibe, ist natürlich reine Spekulation, aber ein bisschen merkwürdig ist so eine Serie von Schlagzeilen trotzdem.
Ich weiß nicht genau, wieviel V-Leute des Verfassungsschutzes in der NPD ´rumwimmeln, aber ich vermute mal, es werden nicht gerade Wenige sein und den Systemparteien ist kein Mittel zu dreckig, um den politischen Gegner auszuschalten.
Ja, und anderen wiederum ist kein Mittel zu dumm und zu dämlich, um aus jeder Affäre ein dunkles Opfer von absurden Verschwörungstheorien zu machen. So gleicht sich eben alles wieder aus.
Schriftleitung Altermedia
10 Worch // Nov 28, 2006 at 12:16
@ Micha B:
Auf die Gefahr hin, vom Thema abzukommen, stellt sich mir bei deinem Beitrag doch eine Frage: Was haben eigentlich die Ermittlungen der NPD-Fraktion in Sachsen zum Tode von Uwe Leichsenring ergeben? Hat die Fraktion überhaupt eigene Ermittlungen angestellt? Beispielsweise das Unfallfahrzeug durch einen von der Fraktion ausgewählten und bezahlten Sachverständigen überprüfen lassen? Beispielsweise durch einen von der Fraktion ausgewählten und bezahlten Pathologen eine Zweitobduktion der sterblichen Überreste durchgeführt? Das wäre in einem Todesermittlungsverfahren Standard-Procedere, wenn man sich erstens wirklich Mühe gibt und zweitens über die notwendigen Mittel verfügt. Daß die Fraktion die nötigen Mittel hat, ist bekannt. Ob oder welche Mühe sie sich gegeben hat, ist allerdings nicht bekannt. Uwe Leichsenring ist sei drei Monaten tot. Er ist seit zwei Monaten unter der Erde. Aber man hört von der Angelegenheit rein gar nichts. Vielleicht, weil keine gründlichen Nachprüfungen von eigener Seite aus angestellt worden sind? Oder weil diese kein Ergebnis gebracht haben, das auf eine “Fremdsteuerung” des tragischen Ereignisses hinwies? Also, weißt du darüber vielleicht mehr? Oder weißt du genausowenig wie ich und möchtest nur mal wieder die Nebelkerze einer allgemeinen Verschwörungstheorie werfen, damit die NPD blütenrein und völlig unschuldig an allen Peinlichkeiten dasteht, die ihr bisher mit ihrer ursprünglich zwölfköpfigen Fraktion unterlaufen sind?
Grüße
Christian Worch
11 Micha B. // Nov 28, 2006 at 13:18
@ Christian Worch
Wie ich schon sagte, reine Spekulation. Die möglichen Verursacher solch einer Reihe von Zufällen werden wohl auch kaum Spuren hinterlassen. Sind ja schließlich Profies. Allerdings verwahre ich mich gegen den Begriff “Verschwörungstheorie”. Dass sich die Lizenzparteien gegen die NPD verschworen haben, ist nicht Theorie sondern, leider, Praxis. (vgl. dazu Verbotsverfahren gegen die NPD, 2003)
12 Micha B. // Nov 28, 2006 at 13:26
@ Schriftleitung Altermedia
“…kein Mittel zu dumm und zu dämlich…”
Seit wann ist es dumm oder dämlich, sich Gedanken zu machen? Ich wollte lediglich, für die Zukunft, erhöhte Wachsamkeit emfehlen.
13 Watzmann // Nov 28, 2006 at 13:45
Matthias Paul wird in der taz und in den Dresdner Neuesten Nachrichten “Porno-Paul” genannt. Wird er dagegen gerichtlich vorgehen? *
http://www.dnn-online.de/dnn-heute/67278.html
http://www.taz.de/pt/2006/11/27/a0086.1/text
Die Frage ist, kann er dagegen vorgehen. Sieht man schlecht aus, man denke in diesem Zusammenhang an “Paolo Pinkel”. Wir fürchten, Paul hat Pech gehabt, dieser Name wird wohl haften bleiben, so lange er sich in der Politik öffentlich bemerkbar. Hätten wir - und ganz gewiß nicht nur wir - auch gemacht, wenn es sich um einen etablierten Politiker gehandelt hätte. Das ist in einem solchen Fall normal. Er soll froh sein, wenn es noch nicht heißt “Kinderporno-Paul”. Das wäre wirklich eklig. - Schriftleitung Altermedia
Zitat DNN: “…Reihenweise Kinderpornos soll der Meißner Landtagsabgeordnete und Landespressesprecher Matthias Paul auf seinen Computern haben…”
“…soll haben…”? - Gibt es nun welche oder nicht? Wenn “reihenweise” alles voll ist, dann müßten die Beschlagnahmer schon fündig geworden sein - und nur von diesen könnten doch die DNN die oben zitierte Behauptung übernommen haben, wenn sie denn eine Grundlage hat, es wird sich aber auf niemanden berufen.
Man tue doch nicht immer so empfindlich, ginge es in einem solchen Fall um einen politischen Gegner wäre man auch nicht so prüde und wäre man es, so wäre man ausgesprochen blöd, gehört es im politischen Kampf doch nun einmal dazu auch mit solchen Methoden zu kämpfen, mag man es nun für richtig halten oder nicht. Politik ist eben nichts für Sensibelchen. Pornographie leitet sich übrigens wörtlich übersetzt von Hurenschriften ab und wenn es danach geht - davon gehen wir jedenfalls aus, dürfte es wohl noch weit, weit mehr Zeitgenossen geben, die sich ein Anrecht auf einen solchen Kosenamen verdienen dürften. Nicht immer gleich vor Empfindlichkeit aus den Latschen kippen, das Geschäft ist nun mal nicht anders. - Schriftleitung Altermedia
Gibt man bei Google “Porno” ein, ergibt das 65200000 Treffer in 0,10 Sekunden.
1. Wikipedia erklärt “Porno”.
2. Wikipedia erklärt die Initiative der Redaktion von “Emma” gegen Pornos namens “PorNo”.
3. Die erste Anbieterseite.
usw.
14 Wetekamp // Nov 28, 2006 at 14:02
@Schriftleitung
Ich bezog mich mit den “Kameraden” keineswegs auf die Kommentarspalte hier, sondern auf Pauls Partei”kameraden”.
@Worch
“Der vormalige Pressesprecher eines tausendköpfigen Verbandes hüllt sich seit nunmehr fast vier Tagen in Schweigen …” – würde ich auch tun, besonders, wenn ich mir sicher bin, unschuldig zu sein. Mit vorschnellen “Unschuldsbeteuerungen” oder Vermutungen, was da gegen mich in Gang gesetzt wurde, noch Stoff zu liefern, mit dem man mir dank Wort- und Sinnverdrehungen einen Strick drehen könnte oder würde? Unklug, besonders, wenn man weiß, wie die Sytembüttel der Medien agieren.
“Dier Frage, inwieweit einer, der möglicherweise unschuldig beschuldigt wird, vor dem Ende einer amtlichen oder gerichtlichen Untersuchung das Vertrauen seiner Kameraden genießt, ist ganz wesentlich davon abhängig, wie er selbst sich benimmt.” – Stimmt. Und hier habe – zumindest ich – den Eindruck, die “Informationen” über sein Benehmen samt uns sonders aus zweiter Hand sind. Nimmt man jedoch die Presseerklärung als Maßstab, scheint es sich bei dieser NPD tatsächlich nur um Kameraderie zu handeln, ich persönlich würde daraus meine Konsequenzen ziehen und diese Bande sich selbst überlassen. Besonders, wenn ich unschuldig bin.
15 Worch // Nov 28, 2006 at 15:22
@ Wertekamp:
Mir liegt inzwischen eine Kopie des Manuskripts des Buches von Nick Greger vor. Weiterhin erfuhr ich von einem für mich vertrauenswürdigen Kameraden, daß Matthias Paul dieses Buch mit der inkriminierten Stelle - Sex mit einem 14-jährigen Mädchen aus der Bahnhfosszene - seit ungefähr einem Jahr gekannt habe. Da könnte er uns doch mal erklären, ob oder wie er dagegen vorgegangen ist. Oder wenn nicht, warum nicht.
Tja, das sind wohl alles Gründe, sich lieber mal in Schweigen zu hüllen.
Grüße
Christian Worch
16 Hybris // Nov 28, 2006 at 15:23
@ Luise
Niemand will Paul etwas anhängen.
Es verlangt auch niemand, daß die NPD oder er selbst irgendwelche Aussagen machen, für die keine notwendigen Grundlagen gegeben sind.
Aber die NPD ist kein Freizeitverein, sondern eine in der Verantwortung gegenüber 100 Tsden von Mitgliedern, Sympathisanten und Wählern stehende Partei und Paul war einer der - zumindest formal - einflußreichsten Männer dieser Partei; mit 29!
Und dementsprechend hat sich der Club auch zu verhalten.
Im Rahmen seiner Möglichkeiten zu informieren,
abzuwehren und in die Gegenoffensive zu gehen. Egal ob sie lügen oder nicht.
Das Regime lügt nur!
Es stellt sich beiläufig ohnehin die Frage, egal ob er jetzt gespannt hat oder reingelegt wurde, warum die NPD kein umfassendes und mögliches
Intranet- und Internet - Security -System besitzt
und regelmäßig eine Überprüfung desselben vornimmt, angesichts der BRD-Verhältnisse.
Zumindest aber keine Windowskomponenten verwendet. Und warum es Paul überhaupt nötig hat, in kindlichen Internet-Gestaden zu surfen und herunterzuladen. Noch dazu sorglos!
Und bezüglich Geheimnistuerei der NPD:
Das ist doch kein plötzliches Novum!
Ein banales Beispiel:
Die Deutsche Stimme hatte einige Jahre eine Abokampagne laufen. Ein sog. Abometer demonstrierte Monat für Monat den Abonnentenzuwachs. Nach dem jetzt anscheinend das Reservoir ausgeschöpft ist, bekommt man selbst im Sachsen-Forum keinerlei Auskunft darüber, wie die Entwicklung momentan ist.
Und dabei handelt es sich um Pipifax!
Das ist eine nervende Charakteristik der NPD!
17 Hans Gut // Nov 28, 2006 at 15:24
wg Micha B.
Meine Freundin meint, alle Nazis seien dumm oder gestört. Deshalb schau ich mir diese Spalten nur heimlich an.
18 Worch // Nov 28, 2006 at 15:26
@ Micha B:
Daß die Lizenzparteien die NPD allesamt nicht leiden können, ist kein Geheimnis. Daß oder ob sie sich gegen die NPD “verschworen” haben, ist eine andere Frage. Unter “Verschwörung” versteht man üblicherweise einen geheimen Bund. Das Bündnis aller Lizenzparteien gegen die NPD ist eigentlich viel zu öffentlich, um im eigentlichen Wortsinn eine “Verschwörung” zu sein.
Und auch wenn die Parteien - hier: die etablierten oder Lizenzparteien - sich in welcher Form auch immer gegen die NPD verschworen haben, was sagt uns das über die Staatsanwaltschaft? Die Durchsuchung gegen Matthias Paul von Freitag ging ja wohl nicht von irgendeiner etablierten oder Lizenzpartei aus, sondern von der Staatsanwaltschaft mit richterlichem Durchsuchungsbefehl. Hat die Staatsanwaltschaft sich über die NPD schon mal öffentlich in gleicher Weise geäußert wie die etablierten bzw. Lizenzparteien? Davon ist mir nichts bekannt, aber ich lasse mich gern von dir mit Quellenhinweis informieren.
Grüße
Christian Worch
19 Schörner // Nov 28, 2006 at 15:36
Interessant für uns ist doch, WARUM zwielichtige Personen in NPD-Ämter kommen. Ausgerechnet bei einer Mini-Partei, welche wie keine andere, auf Sauberkeit und Anständigkeit ihrer Funktionäre achten sollte?
Für mich ist die Sache völlig klar: hier werden Bomben gelegt, die man bei Bedarf hochgehen lassen kann. 50% der sächs. Landtagsfraktion ist keine schlechte Zerstörungsleistung.
Und wer die Bomben slebst verantworltich macht, übersieht somit den Bombenleger.
Es wäre also interessant für Eingeweihte einmal nachzuforschen, welche von den Bomben welche Fürsprecher gehabt hat. Dabei ist darauf zu achten, daß auch indirektes Anschieben sehr effizient ist: da und dort mal ein gutes Wort über die Bombe an denjenigen dessen Wort Gewicht hat, und er wird damit vorbereitet die richtige Entscheidung zu treffen.
Für mich ist diese enorme Häufung bei einer Winzlingspartei definitiv kein Zufall.
Damit ergibt sich für mich aber auch die Vermutung, daß man die NPD wenn sie wirklich gefährlich werden sollte, und den Unmut über das Regime voranbringt, jederzeit in die Luft sprengen kann. Möglicherweise sind die Verbotsdiskussionen ja sogar nur Ablenkungsmanöver, um zu verschleiern, daß sie ohnehin auf “sicheren Schienen” geparkt ist.
Aber abgesehen von dieser Problematik will ich auf einen ganz anderen Aspekt hinweisen:
Kinderschänder mit Konsumenten von abartigen Kinderschändungsvideos gleichzusetzen ist schlichtweg falsch.
Nicht jeder, der sich abartige Videos ansieht, tut dies auch in der Realität, denn ansonsten hätte sich die Menschheit schon ausgerottet.
Nur weil sich jemand abartige Videos ansieht, tut er das nicht selbst auch in der Realität!
Schon vergessen, warum hat das Regime diesen Straftatbestand denn erfunden hat?
1. Um damit die Überwachung gegen die echte politische Opposition im Netz voranzutreiben, die Totalüberwachung des Weltnetzes wurde u.a. damit als Vorwand umgesetzt.
2. Um von ihrer VERANTWORTLICHKEIT, daß soetwas überhaupt passiert, also die TATEN zu verfolgen und die Verbrecher dingfest zu machen, abzulenken!
Der Schutz der Kinder durch Verfolgung von Videokonsumenten ist leicht erkennbar vorgeschoben, denn:
Dieselbe Politik gewährt Pädophilen Rechte für ihre Abartigkeit zu werben!
Dieselbe korrupte EU-Politkerkaste hat den französischen Mädchenhändlerring um Marc Dutroux nach Kröften geschützt und die Verantwortlichen Hintermänner, die bis in Richter- und Adelskreise reichen, nicht verfolgt!
Dieselben Politiker schützen die Verbrecher wo sie können und liefern die Jugend den Drogen und der Prostitution aus!
Und zu guter letzt ist die Diskussion, so wie sie geführt wird, doch extrem scheinheilig:
Jeder gesunde normale Mann bevorzugt junge Frauen. Genetisch vin der Natur fixiert, weil die junge Frau am kräftigsten ist und die größten Chancen auf gesunden Nachwuchs hat. Ein junges Mädel ist attraktiver als eine alte Frau (es gibt auch wieder andersrum Abartige).
Und die Grenze zum Kind ist oftmals durch Schminke und frühzeitige körperliche Reife von außen nicht immer leicht zu ziehen.
Es ist also eine gewisse Grauzone vorhanden, die bei einem Video nicht immer festzustellen ist.
Man sollte sich also bei Verdächtigungen dieser Art, gerade als Nationalist, zurückhalten, da für uns immer noch entscheidend ist, was jemand TUT, und nicht was er denkt!
Wenn man sich allerdings auf die jakobinische Schiene des Systems mit seiner Gedankenpolizei begibt, und absurderweise Besitzer von Kindervideos selbst als Kinderschänder bezeichnet, dann ist man dem System voll in die Falle getappt:
Die Politik hat die TAT der Kinderschändung strengstens und rücksichtlos zu ahnden!
Dafür müssen wir uns einsetzen!
Welche Videos sich jemand überall aus dem Netz herunterlädt, zur Grundlage von Politik zu machen, ist populistischer Unsinn, ein billiges Versprechen, das langfristig nur auf den Urheber zurückfallen kann.
Nach dersleben Logik ist jemand der Marx liest ein Marxist, jemand der den Kampf liest ein Nationalsozialist, usw.
Dieses ganze Hexentreiben zeigt mir, daß die Bewußtseinsmanipulationen auch auf nationale Kreise überzuspringen drohen und das logische Denken auch hier bedrohen.
Aufpassen.
20 Thomas Brehl // Nov 28, 2006 at 15:42
@ Worch
Spar Dir die Kohle um das Buch von Greger zu kaufen. Ich hab´s mir damals besorgt, weil ich selber drin vorkomme (Greger war ja zeitweise KDS-Mitglied), es gibt aber nichts her.
Der Name “Matthias Paul” wird dreimal erwähnt und zwar auf den Seiten 33, 37 und 77, auf den beiden Seiten 33 und 77 nur beiläufig und dem Text auf Seite 37 kann man wieder nur die Behauptung entnehmen, Paul habe ein Verhältnis mit einem 14-jährigen Mädchen aus dem Bahnhofsmillieus gehabt. Er habe Angst bekommn, das Mädchen geschwängert zu haben, was ihn sicher sein ließ, daß er für diesen Fall von der Familie enterbt und von der Partei geschaßt werden würde. Daher wollte er für den Fall der Fälle nach Polen (?) flüchten, doch die Sorge bestätigte sich nicht. Durch sein aufgeregtes Verhalten habe er sich “das Gelächter unserer ganzen Truppe” zugezogen.
Danach erfolgt noch der Hinweis auf einen 60-jährigen NPD-Funktionär, der wegen sexuellen Mißbrauchs von Kindern zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden sei. Hier nennt Greger aber nur den Vornamen “Rainer”.
Auf der Basis des Geschriebenen kann man vielleicht weitere Nachforschunegn anstellen, denn laut Greger haben das damals ja viele mitbekommen, aber Greger ist dabei als “Kronzeuge” denkbar ungeeignet, denn als Aussteiger ist er natürlich bemüht, das komplette rechte Lager und verschiedene Einzelpersonen entsprechend schlecht aussehen zu lassen.
Wer sich´strotzdem antun will: Verschenkte Jahre von Nick Greger, Herausgeber: EXIT-Deutschland, ISBN 3-8334-3809-6
21 Worch // Nov 28, 2006 at 16:01
@ Hybris:
Nein, die Geheimnistuerei der NPD ist kein plötzliches Novum. Wir kennen sie schon lange. Wir haben sie schon oftmals bemängelt. Vor allem, seit die NPD zumindest einzelne parlamentarische Erfolge erzielt und damit nicht mehr nur die Partei, sondern auch ihre Fraktionen und Abgeordneten im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, halte ich Transparenz für noch wichtiger. Dies zu lernen, scheint die NPD allerdings erhebliche Schwierigkeiten zu haben. Also ist die Kritik aus jedem sich neu ergebenden Anlaß wieder zu erneuern. Mag auf Dauer langweilig wirken. Aber entweder lernen sie es, oder sie lernen es nicht, und von diesem Lernerfolg wird mindestens auch ihr weiterer Erfolg abhängen.
Grüße
Christian Worch
22 Worch // Nov 28, 2006 at 16:33
@ Schörner:
Kinderpornographie in visueller Form sind pornographische Werke, die zwingenderweise unter Mitwirkung von Kindern als Darstellern entstanden sein müssen. Die Herstellung eines solchen Werkes ist zu recht unter Strafe gestellt. Denn da Kinder daran mitwirken müssen, erleiden sie zwingendermaßen Schäden; gleichviel, ob körperlicher oder seelischer Art. (Die seelischen Schäden sind in den meisten Fällen schwerwiegender.) Hersteller zielen logischerweise aber auch auf Konsumenten; denn ohne Konsumenten würde die Herstellung keinen Sinn machen. Also macht es Sinn, daß der Gesetzgeber auch den Konsum solcher Werke unter Strafe gestellt hat. Wobei der einfache Konsum (richtiger: Besitz) mit Gefängnis oder Geldstrafe bis zu einem Jahr noch einen sehr, sehr niedrigen Strafrahmen hat.
Was die Definition betrifft:
Man wird zwischen Kinderschändern und Pädophilen unterscheiden müssen. Ein Kinderschänder ist zwangsläufig auch ein Pädophiler, aber nicht jeder Pädophile ist zwangsläufig auch ein Kinderschänder. Es hat niemand Matthias Paul unterstellt, daß er Kinderschänder sei. Unterstellt wird ihm der Besitz kinderpornographischen Materials, was die Vermutung nahelegt, daß er pädophil sein könnte.
Grüße
Christian Worch
23 Wetekamp // Nov 28, 2006 at 16:41
Gerade in der heutigen versifften Politszene ist es doch hoffähig geworden, den einen oder anderen Dreck am Stecken zu haben. Natürlich fällt bei einer Kleinstpartei der Wegfall von 6 Leuten erheblich mehr auf als in den “großen”. Wenn die Verbrecher in den etablierten Parteien zusammengezählt würden, käme man locker über 6 Leute mit schwerwiegenderen Versäumnissen, ohne auch nur an die “50%” heranzukommen. NPD hin oder her, es paßt einfach in die gesamte System-Hysterie, die seit den Wahlen in MV etc. losgetreten wurde.
@Worch
“daß Matthias Paul dieses Buch mit der inkriminierten Stelle - Sex mit einem 14-jährigen Mädchen aus der Bahnhfosszene …”
Davon habe ich auch im Netz gelesen, allerdings mit dem Zusatz, daß Paul zu diesem Zeitpunkt selbst 19 Jahre jung war. Eine Liebelei (wie intensiv auch immer) zwischen einer 14jährigen und einem 19jährigen liest sich aber anders als Kindesmißbrauch, oder?
Ehrlich gesagt ist mir aber Schuld oder Unschuld von Paul nur relativ. Einfach nur aus Gerechtigkeitsempfinden heraus der Vergleich, wie die Medien mit – sogar verurteilten – Verbrechern in einer Systempartei umgehen, und wie mit einem lediglich “Verdächtigen” der NPD umgesprungen wird. Das alleine läßt mich persönlich für Paul “Partei ergreifen”, zumindest, bis (s)eine Schuld bewiesen ist.
24 Worch // Nov 28, 2006 at 16:49
@ Brehl:
Wie du meinem an @Wetekamp gerichteten Beitrag entnehmen kannst, habe ich inzwischen das Manuskript gelesen. Und erfahren, daß Matthias Paul es seit einem Jahr oder mehr als einem Jahr gekannt haben soll. Womit sich die logische Frage ergibt, ob oder was er dagegen gemacht hat; und wenn nichts, warum nichts. Und weiter natürlich die logische Frage, wer von seinem Umfeld - hier beispielsweise die Fraktion in Dresden! - von dieser Behauptung des Nick Greger auch gewußt hat und wie damit umgegangen worden ist. Ob Matthias Paul darauf angesprochen worden ist oder nicht.
Ich weiß, daß einige Kreise in der NPD es gern mögen, wenn ihre Kameraden “Leichen im Keller” haben und sie, aber möglichst exklusiv nur sie selbst, von diesen “Leichen” wissen. Das machtpolitische Konzept dahinter ist natürlich, daß einer, über den ich etwas anstößiges weiß, was aber außer mir niemand oder nur ein kleiner Kreis weiß, für mich oder diesen kleinen Kreis leichter kontrollierbar ist. Um nicht zu sagen: Erpreßbar. Dieses Konzept ist zwar machtpolitisch nachvollziehbar, aber begrüßenswert oder auch nur tolerabel finde ich es trotzdem nicht. Denn es rächt sich eines unschönen Tages. Wenn die “Leiche” anfangen sollte zu stinken, dann stinkt hinterher vielleicht nicht nur der, in dessen Keller sie gelegen hat, sondern auch all die, die davon gewußt haben, ohne etwas zu tun. Womit ich nicht unterstellen will, daß es in diesem Fall überhaupt eine “Leiche” gibt (wir können noch keine endgültigen Feststellungen über Matthias Pauls Schuld oder Unschuld im Sinne des Vorwurfs treffen), und wenn ja, ob oder wer alles davon gewußt hat, darauf früher hätte reagieren sollen oder müssen und die Reaktion aus welchen Gründen unterlassen hat.
Das ist zu ermitteln.
Ich denke noch immer - oder mehr als vorher!- , daß uns die NPD-Fraktion in Dresden Sachaufklärung und Information schuldig ist; über den Fall Matthias Paul, soweit es ihr möglich ist, und vielleicht anschließend auch noch über die Frage, ob oder welchen Informationsstand sie vor dem 24. November 2006 gehabt haben…
Letztlich wird dabei auf den Prüfstand zu stellen sein, ob oder wie die NPD überhaupt Kandidaten für öffentliche Ämter (=Mandate) auswählt, den Parteitagsdelegierten vorschlägt, sie vielleicht empfiehlt, so daß sie von den Delegierten dann auch gewählt werden.
Schon in der Phase des ersten Erfolges der NPD in den Jahren von 1964 bis 1969 gab es mindestens eine NPD-Landtagsfraktion, die zum Ende der Legislaturperiode nicht einmal mehr Fraktionsstatus hatte. (Die in Baden-Württemberg.)
Auch von REPs und DVU wissen wir, wie Fraktionen sich reduzieren oder gar völlig zerlegen.
Die NPD hat für sich immer damit geworben, daß es dank Kaderbildung, politischer Schulung oder allgemeiner Gnade der Götter ihr nicht passieren werde, wenn der Wähler erst einmal die Freundlichkeit habe, sie in Parlamente zu wählen.
Aber genau das macht sie uns zur Zeit in Sachsen vor. Nach weniger als der Hälfte der fünfjährigen Legislaturperiode!
Grüße
Christian Worch
25 Worch // Nov 28, 2006 at 17:30
@ Wetekamp:
Hat hier jemand Matthias Paul den Vorwurf gemacht, ein Kinderschänder zu sein? Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet “Besitz” oder möglicherweise auch “Besitz und Verbreitung” von Kinderpornogrpahie.
Die von dem Aussteiger Greger - der für sich allein genommen eine mindestens fragwürdige Quelle ist! - verbreitete Information ist insofern natürlich ein Indiz. Weil auch dann, wenn es nicht strafbar war, weil Matthias Paul noch unter 21 Jahre alt war, es in einen mindestens ähnlichen Bereich hineinfällt. Und weil die Frage, wie Matthias Paul und seine Umgebung - sofern sie frühzeitig vom Inhalt des Greger-Buchs gewußt haben - damit umgegangen sind, Rückschlüsse darauf zuläßt, wie und aus welchen Gründen mit dem jetzigen Verdacht umgegangen wird.
Für mich steht hier nicht mehr die Frage zur Debatte, ob ein einzelner Abgeordneter sich eine strafbare Handlung höchst unappetitlicher Art hat zuschulden kommen lassen oder nicht, sondern wie mit der Situation umgegangen wird. Einer Situation, die letztlich nicht nur auf die Fraktion oder die NPD zurückfällt, sondern auf alle, die im nationalen Widerstand öffentlich politisch aktiv sind.
Grüße
Christian Worch
26 Watzmann // Nov 28, 2006 at 17:44
Zitat: ““…soll haben…”? - Gibt es nun welche oder nicht? Wenn “reihenweise” alles voll ist, dann müßten die Beschlagnahmer schon fündig geworden sein - und nur von diesen könnten doch die DNN die oben zitierte Behauptung übernommen haben, wenn sie denn eine Grundlage hat, es wird sich aber auf niemanden berufen.
Man tue doch nicht immer so empfindlich, ginge es in einem solchen Fall um einen politischen Gegner wäre man auch nicht so prüde und wäre man es, so wäre man ausgesprochen blöd, gehört es im politischen Kampf doch nun einmal dazu auch mit solchen Methoden zu kämpfen, mag man es nun für richtig halten oder nicht. Politik ist eben nichts für Sensibelchen. Pornographie leitet sich übrigens wörtlich übersetzt von Hurenschriften ab und wenn es danach geht - davon gehen wir jedenfalls aus, dürfte es wohl noch weit, weit mehr Zeitgenossen geben, die sich ein Anrecht auf einen solchen Kosenamen verdienen dürften. Nicht immer gleich vor Empfindlichkeit aus den Latschen kippen, das Geschäft ist nun mal nicht anders. - Schriftleitung Altermedia”
Hä? Das ist eine Bemerkung zu dem Umstand, daß die Zeitung nicht schreibt oder schreiben kann, “das ist so…”, und soll auf die Frage verweisen, wie sie dann zu der Behauptung kommt, obwohl wenn es so ist, die Ermittler das ja gesehen haben müssen und sie schreiben könnte, “so ist es…”.
Empfindlich bin ich nur, wenn jemand meinen Hamster beschimpft.
27 Manfred Murks // Nov 28, 2006 at 17:58
Himmel, sich darüber zu brüskieren das ein Junge von 19 mit einer 14 Jährigen Sex hatte, ist wirklich Korintenscheisserei.
Jungs mit 19 haben emotional geistigen Stand eines Mädchens von 15 Jahren so heisst es.
Ich würde niemals zustimmen das Gesetz dahingehend zu lockern und das Schutzalter von 16 auf 14 zu setzen, wie es 2006 ja entschieden werden sollte, ich halte nichts davon wenn Kinder schon so früh Sex haben, ab 16 ists ok. Davon ab sollte wie in der Schweiz im Gesetz stehen das Sex ab da erlaubt ist aber nur mit Leuten die maximal 5 Jahre älter sind.
Allerdings brüskiere ich mich hier nicht so arg darüber das ein 19 jähriger mit einer 14 Jährigen eine Liebes und Sexbeziehung hatte. Aber ich kann zu der Sache auch nichts sagen. Der Bahnhof ist das, was hier allerdings etwas skuriel klingt. Was ist denn ein Bahnhofsmillieu? Punks? Kinder die von zuhause abgehauen sind und bei den Punks dasitzen? Oder Drogenabhängig die in den Ecken hocken und spritzen, oder auch sogar Huren?
Ja, armes Deutschland das du selbst das nicht in den Griff bekommst das 14 Jährige bereits schon am Bahnhof rumlungern.
Ich sehe also dies nicht als Indiz an für eine eventuelle Schuld.
Anders sind die Reaktionen, oder soll man eher sagen die NICHT-Reaktionen von Paul. Heute ist Dienstag, die haben am Freitag seinen Rechner konfisziert, warum gibt es bis jetzt keine Informationen?
Konkret DAS stinkt gewaltig nach einer Schuld.
28 Hans Gut // Nov 28, 2006 at 18:39
Man überlese den Schörner nicht:
“da für uns immer noch entscheidend ist, was jemand TUT, und nicht was er denkt!”
Mann oh mann. Ich hatte Kontakt mit dem echten Schörner. Der hatte ein grosses Herz und hätte ihn in ein Bewährungsbataillon gesteckt.
29 Nina // Nov 28, 2006 at 21:34
Das Schweigen Paul´s läßt jeden der Denken kann die offenen Fragen selbst beantworten.
Ein jeder der in selbiger “Situation” wäre ..unschuldig versteht sich - würde sich bis aufs letzte zur Wehr setzen.
Auch wäre im Falle einer tatsächlichen Unschuld kein Abtritt von Nöten - für sein “Recht” würde Man”n” doch kämpfen - gleich was es “kostet”. Argumentationen wie um Schaden abzuwenden sind doch reinster Blödsinn …
ich vorverurteile niemanden wo die Tatsachen nicht eindeutig sind aber in diesem Fall denke ich ist es doch offenkundig !!??
Nina
NS.: Derzeit wird ja angestrengt über ein neues Verbotsverfahren nachgedacht - doch müsse man dazu seine VS - Leute abziehen sonst sei es: ” nicht erfolgsversprechend”…. berichten die Medien…..
30 Schörner // Nov 28, 2006 at 22:20
@Christian Worch
“Kinderpornographie in visueller Form sind pornographische Werke, die zwingenderweise unter Mitwirkung von Kindern als Darstellern entstanden sein müssen. Die Herstellung eines solchen Werkes ist zu recht unter Strafe gestellt. Denn da Kinder daran mitwirken müssen, erleiden sie zwingendermaßen Schäden; gleichviel, ob körperlicher oder seelischer Art.”
Nur um das klarzustellen: mir geht es um die Gleichsetzung des passiven Konsums und der TAT.
Das ist in der Diskussion nicht mehr gegeben.
Zu Ihrer Argumentation:
Ihr folgend bedeutet es, daß jedes Video auf dem jemand zu Schaden kommt, nicht anderen zugänglich gemacht werden darf.
Jeder TV-Zuseher der sich in einer Reportage daran ergötzt wie jemand anderer zu Schaden kommt, ist damit also ebenfalls ein Straftäter, da ja andere bei der Produktion des Filmes zu Schaden gekommen sind.
Filmnachrichtenagenturen beispielsweise leben davon, daß sie mit dem Leid und Unglück anderer Geschäfte machen.
Es gibt sogar Kaufvideos, wo der Tod von Menschen vermarktet wird.
Alle diese Konsumenten wären, wenn man dieser Argumentation folgt, auch strafwürdig.
@Hans Gut
Schön wenn Sie den Generalfeldmarschall persönlich kennenlernen durften. Diejenigen die er in Strafbattallione gesteckt hat, haben diese aber meines Wissens nach verdient, weil sie TATEN gesetzt haben, und nicht Dinge gedacht haben. Oder habe ich was verpaßt?
31 Worch // Nov 29, 2006 at 8:28
@ Schörner:
Jetzt zählen wir aber Erbsen, was? Ein Plädoyer für die Freigabe von Kinderpornographie? Oder wie soll ich dich verstehen?
Zu deinem Argument:
Der Vergleich mit Reportagen über beispielsweise Anschläge oder sonstige Gewalttaten hinkt. Weil die anders als Pornographie nicht durch den Berichterstatter, sondern durch Dritte inszeniert werden.
Grüße
Christian Worch
32 J.B. // Nov 29, 2006 at 10:31
Über M. Paul wurde in Hinsicht „Pädophilie“ schon vor Jahren von bösen Zungen geredet. Fast jeder stellt sich unter solchen Dingen Geschlechtsverkehr mit Kleinkindern vor. Ich traf ihn mal mit einem jungen Mädchen, die war vielleicht 15 oder 16, und er 20 oder 21. Was soll da für ein Verdacht aufkommen? Ich selbst hatte mit 17 Jahren eine 14-Jährige im Bett – die mir ihr Alter aber als „15“ vortäuschte. Ich kenne einen über 30-Jährigen, der mit einer unter 18-Jährigen zusammen war, die später heirateten und nun Familie haben. Beim Vorwurf der „Kinderpornographie“ oder des „Kindesmißbrauches“ sollte also schon etwas differenziert werden. Übrigens stand Homosexualität früher auch unter Strafe, aber weil „beide in gegenseitigem Einvernehmen rummachen“, wurde diese Straftat soweit liberalisiert, daß Homos sogar heiraten dürfen. Wie sieht es bei einer 14- und einem 19-Jährigen aus, die sich lieben? Bei Inzest – Bruder und Schwester? Und Sodomie steht meines Wissens nicht unter Strafe – setzt man da „gegenseitiges Einvernehmen“ voraus?
Interessant ist aber auch, daß diese Porno-Ermittlungen genau jetzt stattfinden, wo sich die sächsische NPD-Fraktion bzgl. „schlampiger Ermittlungen im Kindervergewaltigungsfall Stefanie“ zu profilieren versucht. Wollten die „schlampigen Ermittler“ oder der Innenminister der NPD Revanche geben?
Verschwörungen hin oder her – Pauls (angebliche) Vorlieben sind der Antifa seit mindestens einem Jahr bekannt, auch der sächsischen Antifa, die mindestens zwei versierte Computerhacker bei sich hat. Wenn man sich Zugriff auf einen Computer verschafft, am besten bei einem sorglosen Nutzer, dann kann man dort runter- und raufladen, was man will. Ich selbst hatte mir schon das Szenario überlegt, daß man gewissen Leuten gewisse Bombenbauanleitungen auf den Rechner spielen könnte, um sie danach anonym zu denunzieren. Auf Kinderpornos bin ich allerdings noch nicht gekommen, das wäre aber aus Sicht des Hackers weitaus genialer.
33 Worch // Nov 29, 2006 at 14:34
@JB:
Klar, und wenn die Pressemeldungen richtig sind, daß man bei ihm auch Bücher beschlagnahmt hat, dann ist einer der Hacker vielleicht auch physikalisch in seine Wohnung eingebrochen (ohne daß es hinterher wie Einbruch ausgesehen hat) und hat da ein paar Bücher deponiert. Möglich ist alles. Ach, und bei der Gelegenheit hätte er sich auch die technische Mühe sparen können, anstößige Filme aus dem Netz auf Matthias Pauls Rechner zu laden; hätte er ja gleich an Ort und Stelle machen können. Möglich ist alles.
Schade nur, daß der Betroffene selbst auch nach fünf Tagen es noch nicht für möglich befunden hat, seine (vormaligen?) Kameraden in irgendeiner Weise zu informieren.
Grüße
Christian Worch
34 Cogito // Nov 29, 2006 at 15:13
Nachdem ein NPD-„Freund“ so zu Hochform aufgelaufen ist und immer mehr weiß und vermutet, und mir der Reinfall von „kerstin“ bei einer Kinderbuchsuche nicht so richtig klar war, habe ich mir von einem Fachmann einiges erklären lassen.
Es sind Internetseiten weit verbreitet, auf denen attraktive, aber illegale Inhalte verbreitet werden. Z.B. illegaler Download von aktuellen Kinofilmen, illegaler Download von Computerspielen, sowie illegaler Download
von Musik (MP3). Diejenigen, die diese Inhalte ins Netz stellen, finanzieren sich durch Werbung, sogenannte Banner. Das sind Werbebildchen, auf die geclickt werden soll, damit man dann auf die Seite des Werbetreibenden kommt. Der Werbende zahlt dann demjenigen, der die Banner auf die Seite
nimmt, pro Click Geldbeträge (auch Pennäler verdienen sich damit Geld). Im Umfeld von illegalen Downloadseiten ist es zwar sehr erstaunlich, daß auch etablierte Namen wie z.B. Telekom und Arcor offensichtlich diese Bannerwerbung nicht scheuen, sondern massiv nutzen, aber ein großer Teil der Banner in diesen Bereichen wird auch von der
Internet-Porno-”Industrie” gesponsert. Eine beispielhafte Liste von solchen
Sites, die illegale Downloads anbieten, ist z.B. hier:
http://toplist.gulli.com/ Wie man sieht, geben sich die Betreiber der Sites Mühe, die Links, die die Benutzer clicken wollen, zwischen Links, die die Benutzer nicht clicken wollen, zu VERSTECKEN. Denn jeder Link, den die Benutzer nicht klicken wollen, aber
dann dennoch aus Verwirrung clicken, bringt Geld oder andere Vorteile für den Seitenbetreiber (z.B. besseres Toplist-Ranking, d.h. Beliebtheit der Site, und damit wieder bessere Clickpreise für die Banner). Schnell clickt man da mal was, was einen auf Seiten bringt (z.B. Porno), wo man gar nicht
hin möchte. So könnte man das Vorhandensein von Pornografie z.B. im
Browsercache erklären. Sind die Bilder aber separat in speziellen Verzeichnissen abgespeichert, wo sie automatisch durch den Browser nie abgelegt werden würden, kann man sich natürlich nicht mehr rausreden, man
hätte gar nicht diese Bilder gewollt und sie wären einem untergeschoben worden.
Etwas zu den Erfahrungen von „Mjölnir“ aus der DDR: Es geht um Esel (Edonkey). Das sind sogenannte Peer-2-Peer-Netzwerke, die ausschließlich zum Verteilen von Daten verwendet werden, natürlich größtenteils auch mal wieder für Illegales, d.h. Filme, Spiele, Musik. (Der Kollege übt sich darin nicht aus, verständlicherweise aus beruflichen Gründen, außerdem sperren Firmen den Zugang wie auch zu rechten Seiten). Aber prinzipiell ist es natürlich möglich, nicht nur bei edonkey, sondern auch auf ganz normalen Seiten, daß z.B. ein Download namens “Herr der Ringe.avi” angeboten wird, und in Wahrheit ist es ein pornografischer Film. Wie man eine Datei benennt, hat nichts mit dem Inhalt der Datei zu tun. Man kann eine Datei “Meine Doktorarbeit” nennen, aber es ist in Wahrheit ein Lied von Michael Jackson drin oder Schlimmeres.
Was den Verdacht des “Unterschiebens” angeht, so ist das schwer einzuschätzen, welche Dreistigkeit Strafverfolgungsbehörden hierzulande haben. Eine Fälschung von Straftatbeständen wäre jedenfalls, käme sie heraus, ein Skandal erster Güte in Deutschland. Im Prinzip soll auch das möglich sein: Der Rechner ist, solange im Besitz des unliebsamen Politikers, noch jungfräulich, die Bilder von Jungfrauen werden dagegen erst bei der Polizei draufgetan. Technisch kein
Problem. Ob man unsere Strafverfolgungsbehörden in solchen Angelegenheiten mit denen der DDR vergleichen kann - großes Fragezeichen.
35 Wetekamp // Nov 29, 2006 at 15:18
@Worch :
“@Wetekamp Hat hier jemand Matthias Paul den Vorwurf gemacht, ein Kinderschänder zu sein? …”
Wieso richten Sie eine derartige Frage an mich? Können Sie nicht selber lesen? Oder bin ich etwa Ihre Sekretärin?
Eine Antwort auf meinen Beitrag kann das ja wohl kaum sein. Einzelne Worte aus dem Zusammenhang zu reißen und dann (mit empörtem Unterton) dem anderen “Behauptungen” zu unterstellen, die in keinerlei Beziehung zum Gesagten stehen, ist genau die Art der Wort- und Sinnverdreherei, die ich beschrieb. Was ich jedoch wirklich schrieb, bleibt unbeantwortet. Leider ein ziemlich “typisches” Vorgehen, das sich lächerlicherweise auch noch “Diskussion” nennt.
Ich gehe mal davon aus, daß es im Eifer des Gefechtes geschah und keine Gewohnheit ist. Also sei’s drum, ich kann auch auf eine themenbezogene Antwort von Ihnen auch gut verzichten.
36 Worch // Nov 29, 2006 at 16:38
@ Cogito:
Deine Beschreibung entspricht in groben Zügen meinen Informationen über diese Dinge.
Nehmen wir einmal Möglichkeit A - daß jemand durch Fehlklick in seinen temporären Datein Dinge hat, auf die er keinen Wert legt. Kann sein, daß darunter Sachen sind, die nicht unbedingt jedermanns Geschmack sind; daß auf diesem Wege illegale Kinderpornographie verbreitet wird, ist weniger wahrscheinlich.
Nehmen wir Möglichkeit B, gezieltes Download eines Filmes, der möglicherweise falsch betitelt ist. Wer nur ein bißchen was von solchen Dingen weiß, würde vielleicht den Unterschied zwischen dem Mammutwerk “Herr der Ringe” und einem Pornofilm mit mutmaßlich wohl deutlich geringerer Laufzeit an der Datenmenge erkennen. Aber lassen wir solche Details erst mal beiseite. (Da ich auf meinem Computer überhaupt keine Filme habe, mußte ich mich selbst erst mal erkundigen, welche Datenmenge pro Stunde Film man denn ungefähr veranschlagen kann.) Wenn eine solche falsch betitelte Datei das einzige inkriminierte Material auf einem Rechner ist, dann ist es ja nun wirklich nicht schwer, dergleichen zu erklären. Auf eine Erklärung von Matthias Paul, die über das “ich fühle mich unschuldig” hinausgeht, warten wir indes seit fünf Tagen. Auch seitens der Fraktion hat man sich in den vergangenen fünf Tagen keine Mühe gemacht, eine mittelbare Erklärung abzugeben. (Mittelbar also im Sinne der Wiedergabe von dem, was Matthias Paul der Fraktion gesagt hat. Über das “ich fühle mich unschuldig” hinaus.)
Damit ist diese Möglichkeit B zwar technisch wie logisch nicht unmöglich, aber äußerst unwahrscheinlich.
Nicht anders sieht es mit Möglichkeit C aus. Natürlich bestünde sowohl technisch als organisatorisch für die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit, Daten bzw. Dateien auf einen beschlagnahmten Computer zu laden, die vorher noch nicht drauf waren. Ich vermute, man könnte so was sogar in der Weise machen, daß selbst ein Spezialist nicht erkennen würde, WANN diese Daten geladen wurden. Aber auch wenn dies technisch wie organisatorisch möglich wäre, ist es halt sehr unwahrscheinlich.
Da die zur Zeit verfügbaren Fakten relativ wenige sind, gewinnt bei einer Zwischenbewertung der Angelegenheit natürlich das Verhalten von Beteiligten größere Bedeutung. Das erscheint mir persönlich bedeutsamer als die teilweise zwar möglichen, aber doch ausgesprochen unwahrscheinlichen Erklärungsmuster Dritter.
Grüße
Christian Worch
37 Worch // Nov 29, 2006 at 16:44
@ Wetekamp:
Du weißt, was eine rhetorische Frage ist? Vermute ich zumindest. (Daher ist auch diese Frage natürlich eine rhetorische Frage.)
Und worauf in Deinem Beitrag vom 28. Novembe, 16.41 Uhr hätte ich näher eingehen sollen? Auf deine rhetorische Frage? Daß sich eine Liebelei (naja, wie man es nennen will - rein platonisch war es ja wohl nicht, wenn er sich Gedanken um eine Schwangerschaft gemacht hat) zwischen einem 19-jährigen und einer 14-jährigen wohl anders lese als Kindesmißbrauch? Auf diese rhetorische Frage habe ich mit der rhetorischen Frage geantwortet, wer denn hier Matthias Paul Kindesmißbrauch vorwerfe. Reicht dir so was als Antwort nicht? Ist es dir zu unverständlich? Habe ich dich damit überfordert?
Grüße
Christian Worch
38 Schörner // Nov 29, 2006 at 17:16
@Christian Worch
“Jetzt zählen wir aber Erbsen, was? Ein Plädoyer für die Freigabe von Kinderpornographie? Oder wie soll ich dich verstehen?”
Es ist KEINE Erbsenzählerei, wenn das Gewicht der kriminellen TAT, welche dem Opfer Schaden zufügt, nicht mehr erkannt wird!
Und die Unterstellung mit “Plädoyer für die Freigabe von Kinderpornographie” will ich überhört haben, denn Sie sind viel zu intelligent, als daß Sie den Text, nicht verstehen würden und soetwas ehrlicherweise hineininterpretieren könnten.
Ich wüßte nicht, was man an der Aussage, daß endlich die TÄTER welche Kinder mißbrauchen verfolgt und strengstens bestraft werden müssen, für immer aus der menschlichen Gemeinschaft ausgesondert werden müssen, mit einem Plädoyer für die Freigabe von Kinderpornographe zu tun hat?!
Ich habe deutlichst auf die Ablenkung zum Schutz der Täter hingewiesen!
39 Wetekamp // Nov 29, 2006 at 17:16
@Worch
DU? Tja, Sie haben mich vermutlich überfordert. Mein IQ befindet sich wahrscheinlich im Bereich Ihrer Schuhgröße.
Worauf Sie hätten eingehen können? Na, vielleicht auf meine unqualifizierte Behauptungen in punkto Wort- und Sinnverdreherei. Ist aber schon erledigt, Sie haben es ja vorgeführt. Aber damit hätte ich Sie wahrscheinlich unterfordert. Vergessen Sie es.
40 Worch // Nov 29, 2006 at 17:59
@ Schörner:
Also, versuchen wir es noch mal. Verständnishalber. Du wehrst dich gegen die Gleichsetzung von (passivem) Konsum und der TAT. Das ist in Ordnung. Sie werden ja auch nicht gleichgesetzt. Schau dir die Strafrahmen für das eine und für das andere an, dann siehst du einen gewaltigen Unterschied.
Wenn du allerdings meinst, daß die Verfolgung des Besitzes von (passiv zu konsumierender) Kinderpornographie von der Verfolgung der TÄTER ablenkt, wäre der logische Umkehrschluß, daß man die Verfolgung des Besitzes solcher (passiv zu konsumierender) Kinderpornographie vermindern oder ganz einstellen sollte, um sich auf die realen (physischen) Täter zu konzentrieren.
Ob du diesen Umkehrschluß ziehen willst, habe ich gefragt.
Grüße
Christian Worch
41 J.B. // Nov 29, 2006 at 18:27
@Worch:
Ja, möglich ist alles, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für manche Möglichkeiten höher als für andere. Vielleicht wurden einige Fotoalben mitgenommen, die nicht nur Paul bei Veranstaltungen und Féten mit Kameraden zeigen, sondern auch seine alten Liebschaften. Vielleicht auch illegale und ultraharte Säuglingsporno-Schmuddelhefte, die er in Weinböhla am Bahnhofskiosk geklaut hat. Ich glaube allerdings eher ersteres.
Wenn man die Schwäche von jemandem kennt, dann kann man sie so ausnutzen, daß eine Diffamierung glaubhaft wird. Ich jedenfalls würde als Geheimdienstler so arbeiten. Bei M. Friedmann könnte ich eine Tonne Kokain oder Belege für Menschenhandel deponieren, bei Cohn-Bendit knallharte Kinderpornos, bei Joschka Fischer Gegenstände für einen Polizistenmord, bei Jörg Fischer einen mit einer Damenstrumpfhose erwürgten schwulen Aussteiger unters Bett legen oder bei Brehl eine Kiste voller Hakenkreuzaufkleber mit Hitlerbärtchen.
Eine interessante Sache wäre auch, einen Gegner zu ermorden und die Spuren auf einen anderen Gegner zu lenken, der einige Reibereien mit dem Ermordeten hatte. Ich kann zwar keinen solchen Fall konkret benennen, aber die Sache wäre mit etwas strategischer Planung einfach umsetzbar. Übrigens haben einige in Sachsen ansässige Adepten aus dem ehemaligen Katjusha-Umfeld ein Faible für „Strategiespielchen mit Nazis“ und ganz nette technische Möglichkeiten. Denen traue ich auch die unauffällige Manipulation von Autos zu. Nicht so stümperhaft ala „Radmuttern lockern“.
Daß Sie alle Möglichkeiten, die nicht in Ihr Weltbild passen, ins Lächerliche ziehen oder als „Verschwörungstheorie“ abtun, bin ich allerdings gewohnt. Wenn ich mir allerdings schon die Möglichkeit eines solchen Datentransfers überlege, dann vielleicht auch technisch versiertere Personen. Wenn ich einen Geheimdienst zur Verfügung hätte, Opposition ausschalten und Macht sichern müßte, könnten vielleicht auch mir dumme Gedanken kommen, die Otto Normalbürger in seinen kühnsten Träumen nicht erwägen würde. Verbürgen will ich dafür nicht.
42 Worch // Nov 29, 2006 at 19:42
@ JB:
Genau. Verbürgen kann sich keiner guten Gewissens. Weder dafür, daß Matthias Paul schuldig ist, noch dafür, daß er unschuldig ist.
Spekulationen darüber, ob der Mann “gelinkt” worden sein könnte, ob staatliche Stellen zu seinem und seiner Fraktion Nachteil eine falsche Anschuldigung konstruiert haben können, können durchaus Ausdruck einer berechtigten Sorge sein. Aber sie können auch eine andere Wirkung haben, egal, ob diese Wirkung nun beabsichtigt ist oder nicht. Sie können als Erklärungsmuster dafür herhalten, daß es seitens des Beschuldigten ebenso wie seitens der Fraktion bisher noch keine wirklich substantielle Erklärung gegeben hat. Mehr noch: Wenn ich die aufgezeigten Möglichkeiten in all ihren Konsequenzen durchdenke, mag es viele geben, die sich bei solchen Gedanken sagen: “Wozu dann überhaupt noch was tun?” Wenn gegen jeden beliebig schwere bis schwerste Anschuldigungen produzierbar sein können (oder könnten), wäre es wohl das beste, gar nichts zu tun. Wenn die NPD nicht in Sachsen von 9,2 Prozent gewählt worden wäre, gäbe es jetzt keine Fraktion, die sich seit rund einem Jahr stückchenweise zerlegt. Wenn Matthias Paul sich nicht auf die Landesliste hätte wählen lassen oder wenn das NPD-Ergebnis geringer gewesen und er nicht in den Landtag gekommen wäre, hätte es vielleicht nie diese Ermittlung oder Durchsuchung gegen ihn gegeben. Oder wenn doch, hätte sie einen ungleich viel geringeren medialen Skandalwert gehabt als bei einem Abgeordneten.
In mein Weltbild passen?
Nun, Möglichkeiten passen immer in mein Weltbild. Du wirst von mir selten hören, daß ich etwas für unmöglich halte. Aber viele Dinge halte ich für unwahrscheinlich oder für unglaubwürdig. Und die Auseinandersetzung mit Dingen, die unwahrscheinlich oder unglaubwürdig sind, kann - muß nicht, aber kann! - von produktiveren Auseinandersetzungen ablenken.
Und auch das Argument - wie es beispielsweise von dem Betreiber des Nationalen Forums Sachsen, dem der Fraktion nahestehenden Jörg Schubert, gebracht worden ist - , daß die Fraktion jetzt, in einem laufenden Ermittlungsverfahren, doch nichts mehr tun oder sagen kann, lasse ich nicht gelten. Ich habe skizziert, was man beispielsweise machen könnte, um die Sachaufklärung und die Meinungsfindung Interessierter zu unterstützen. Von Matthias Paul Durchsuchungsbefehl und Beschlagnahmeliste verlangen mit der Genehmigung, beides öffentlich zu machen. Und das dann tun. Oder aber, wenn er sie nicht rausrücken will, erklären, daß man sie angefordert hat und daß er die Herausgabe verweigert hat.
Aber je mehr beispielsweise Angehörige der Fraktion auch beispielsweise in dieser Kommentarspalte von der Möglichkeit lesen, daß Matthias Paul einfach “gelinkt” worden sein könnte, und die mehr oder minder phantasievollen (und ganz überwiegend auch technisch möglichen) Varianten, wie es geschehen sein könnte, desto weniger Handlungsdruck wird entstehen.
Ich sage nicht, daß es Absicht ist, das Entstehen dieses Handlungsdrucks zu vermindern. (Das wäre dann ja wieder eine Art Verschwörungstheorie meinerseits…. - Etwas, was ich für möglich halte, aber für mindestens unbeweisbar, wenn nicht gar unwahrscheinlich.) Ich sage noch nicht einmal, daß es tatsächlich dazu führt. Aber es kann eben diese Folge haben. Und damit schadet es meiner Meinung nach sowohl der Fraktion als auch der NPD, statt diese - wie vielleicht einige denken - zu entlasten. Das informationsmäßige “Mauern” der Partei ist das Übel, das bei mir die meiste Kritik hervorruft.
Aber wer sich ganz tief in verschwörerische Gedanken versenken möchte, kann natürlich auch gern darüber spekulieren, welche Gründe ich haben könnte, die einzig existente reale nationaldemokratische Partei überhaupt zu kritisieren.
Grüße
Christian Worch
43 Harry Hirsch // Nov 29, 2006 at 20:45
Ja, natürlich ist es einfach einen Film über Anbieter wie EDonkey und Co zu ziehen.
Dauert ein paar Stunden oder Tage je nach Verbindung, aber kein Ding.
Und selbstverständlich kann es hierbei auch vorkommen, das man nicht das erhält was man sich vorgestellt hatte. das ist vor allem dann ärgerlich wenn man einige Tage oder Wochen gesaugt hat und dann feststellen muss, das der Lieblingsfilm nur ein unnützer Porno ist. Auch mir ist das vor Jahren schon passiert.
((Einer Freundin von mir ebenfalls, die sich meines Wissens einen Kinofilm herunterladen wollte und dann am Telefon meinte “Hey das ist aber nicht der Kinofilm den ich wollte, da sind Männer und Frauen die sich gerade mit Schokopudding einreiben! IIIIIIGIT das ist gar kein Schokopudding!!!!” Ja, sehr Lecker, nun wer auf KV steht….))
Aber dieser Porno den ich unwissentlich geladen habe ist bei mir nach kurzer überprüfung im Müll gelandet und verblieb nicht auf der Festplatte.!
So wie es ja ANGEBLICH nun der Paul gemacht hat. Sofern er nicht eh wisentlich bei sich Kipo zum freudigen alleinspass gelagert hatte.
Aber alles reine Spekulationen. Tag 5 und keine Informationen. Es wirds sichs abgesessen, so wirkt es.
Aber so schnell mein Lieber vergessen wir das sicher nicht. Je länger du brauchst um so derber brodelt sich da - vermutlich nicht nur bei mir - etwas fest.
Und ich denke es wird ganz böse Konsequenzen für Paul haben, wenn sich diese Sache als Wahrheit herausstellt.
Ich für meinen Teil habe eine tiefe, fürchterlich tiefe Abneigungen gegen Pädophile, egal ob sie “nur” auf Spielplätzen hocken um Kindern beim Spiel zuzusehen und sich dabei vorstellen wie es wäre….. **Selbstzensur** oder ob sie sich Kipo ansehen oder gar selbst handgreiflich werden.
Hirsch
44 Micha B. // Dec 2, 2006 at 1:00
Jemandem mit seinem Computer fertig zu machen, ist nicht nur einfach, sondern regekrecht banal. Auch ich, der normalerwiese keiner Fliege was zuleide tut, habe eines morgens feststellen müssen, dass die Partitionstabelle meiner 80GB Festplatte gelöscht war. Nur, weil das irgend so ein krankes Gehirn da draußen zum Brüllen komisch fand. Genauso kann man natürlich belastendes Material auf irgend einen Rechner stellen und gleichzeitig, anonym, den zuständigen, entsprechend parteizugehörigen Staatsanwalt informieren. Wie auch immer die Geschichte um Matthias Paul ausgehen mag, ob er nun schuldig oder nicht schuldig ist, die nationale Bewegung, die Zukunft, an die ich unbeirrbar glaube, kann durch solche unscheinbaren Mätzchen nicht beschädigt werden. Wachsamkeit ist das Gebot der Stunde, dazu gehört auch, anstatt Microsoft-Windows, Linux als Betriebssystem zu nutzen.
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