Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz
Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Letztes Jahr am Rennsteig: Medinat Weimar, Für einen jüdischen Staat in Thüringen (12.04.09)

April 12th, 2009 · Post your comment (19 Comments)

Email This Post Print This Post

1 > Medinat Weimar setzt sich für die Etablierung eines jüdischen Staates in Thüringen ein. Die Hauptstadt soll Weimar sein.

2 > Medinat Weimar löst folgende Probleme: Ob jüdisches Trauma, deutsche Schuld, Nahostkonflikt, ostdeutsche Depression oder andere Weltprobleme – Medinat Weimar löst alle Lösung auf einmal.

3 > Medinat Weimar nutzt den autonomen Status der Kunst ebenso wie die Mittel der politischen Kampagne und des politischen Aktivismus, um deutsche Bürgerinnen und Bürger, die Europäische Union, die jüdischen Gemeinden dieser Welt sowie die internationale Gemeinschaft zu überzeugen, die Gründung dieses Staates zu unterstützen.

4 > Medinat Weimar definiert die Zuschreibung „jüdisch” nicht durch Blut oder Abstammung, sondern kulturell-religiös: durch ähnliche Überzeugungen und Kultur, gemeinsame Geschichte und Einheit im Glauben. Jüdinnen und Juden europäischen Ursprungs, Jüdinnen und Juden nicht-europäischen Ursprungs, palästinensische Araber und Araberinnen (Muslime und Christen gleichsam) und alle anderen Gruppen, die von den Handlungen des Staates Israel betroffen sind, sind aufgefordert ein gemeinsames Schicksal zu teilen.

5 > Medinat Weimar lädt Menschen jeglichen Hintergrunds und jeglicher Nationalität ein und ermuntert sie, aktive Mitglieder der Bewegung zu werden und daran teilzunehmen, die Vision von Medinat Weimar voran zu treiben.

6 > Medinat Weimar kann eine wichtige Rolle sowohl im Kampf gegen primären Antisemitismus, sekundären Schuldabwehr-Antisemitismus und problematische Auswüchse des Philosemitismus spielen, sowie einen Beitrag leisten, ethnischen Selbsthass und andauernde Konflikt zwischen jüdischen, arabischen und muslimischen Gruppen zu heilen.

7 > Medinat Weimar stellt keinen Ersatz für den derzeitigen Staat Israel dar, sondern ist ein anderer jüdischer Staat: ein Staat mit dem Anspruch eine Vision zu leben, die vom „Licht der Nationen” geprägt ist und eine neue kulturelle wie spirituelle Renaissance zur Blüte bringt. Außerdem schafft dieser neue Staat einen friedlichen Ort, der dem Versagen des Zionismus, der jüdischen Bevölkerung eine „normale” und sichere Heimstatt aufzubauen, Rechnung trägt.

8 > Medinat Weimar glaubt daran, dass Menschen nicht nur das Recht auf Selbstbestimmung bekommen sollen, sondern auch das Recht auf Veränderung dieser Selbstbestimmung erstreiten wollen.

9 > Medinat Weimar liegt quer zu allen ideologischen, kulturellen und religiösen Schützengräben des israelischen wie deutschen Diskurses.

10 > Medinat Weimar glaubt, dass Thüringen einerseits aufgrund seiner historisch-kulturellen Position als Ort klassischer deutscher Kultur, seiner Rolle in der Geschichte des Antisemitismus und des deutschen Nationalismus, des Vermächtnisses des jüdischen Lebens und der jüdischen Kultur und andererseits aufgrund seiner aktuellen Probleme als Bundesland mit schrumpfender Bevölkerung und einer schwachen Wirtschaft der optimale Ort für einen neuen jüdischen Staat ist. Ein jüdischer Staat in Thüringen wird nicht nur eine Lösung für die Probleme der jüdischen Welt, sondern auch einen ökonomischen und kulturellen Aufschwung für Thüringen mit seinen Problemen als neues ostdeutsches Bundesland anbieten.

11 > Medinat Weimar bietet eine saubere antifaschistische Antwort auf viele Probleme, denen sich der Staat Thüringen als neues ostdeutsches Bundesland stellen muss und wird der Entwicklung des Landes zum Vorteil gereichen und all seinen Bewohnerinnen und Bewohnern nützen. Ein jüdischer Staat in Thüringen ist keine Strafe, sondern eine Auszeichnung. Im Austausch für Thüringen bieten wir allen Deutschen die Möglichkeit zur Wiedergutmachung und zur Befreiung von den Geistern ihrer Vergangenheit an.

12 > Medinat Weimar wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie steht es um die Widersprüche der aktuellen Renaissance nationaler Projekte im Kontext ökonomischer Globalisierung und globaler Migrationsbewegungen? Wie lässt sich der Gegensatz einer Wiederentdeckung der Religion als politisch-kulturellem Identifikationsmittel bei gleichzeitiger Globalisierung des areligiösen Kapitals thematisieren?

13 > Medinat Weimar ist keine praxisorientierte Bewegung, sondern ein Versuch, Anregungen zu liefern und provokante Fragen zu stellen, die die Widersprüche antisemitischer, neoliberaler, nationalistischer und zionistischer Argumente offenbaren und ihre inneren Logik und Absurdität aufzeigen.
Wir reichen allen Menschen in Thüringen und auch dem zukünftigen souveränen jüdischen Volk, welches sich in Thüringen ansiedeln wird, unsere Hand mit einem Angebot auf Frieden, gute Nachbarschaft, gegenseitige Hilfe und Mitarbeit in unserer Bewegung. Medinat Weimar ist darauf vorbereitet, seinen Part in den gemeinsamen Bemühungen zum Vorteil für die gesamte Region beizusteuern.

* In Anlehnung an die 13 Prinzipien des Jüdischen Glaubens von Maimonides

Quelle: Medinat Weimar

Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, zeigt aber was für Geisteshaltung in manchen Köpfen steckt. Gerade passend zu Ostern, wo nicht nur Christen sagen sollten, da war doch noch was?
Wären wir nicht die Humanisten und Menschenfreunde, als die wir bekannt sind, müßten wir jetzt sagen: Knüppel raus und immer feste auf den Bregen.
So aber begnügen wir uns mit einem entsagungsvollen Mann o Mann.
Die Schriftleitung



Tags: Allgemeines

19 responses so far ↓

  • 1 Michael // Apr 12, 2009 at 2:33

    Hehe . Kranke gibts ; die gibts gar nicht ! ;)

  • 2 aha // Apr 12, 2009 at 4:50

    Noch besser wäre eine geschlossene Anstalt!

  • 3 Nababa // Apr 12, 2009 at 5:28

    Umfrage
    Macht Ihnen der Antisemitismus in Europa Sorge?

    46% Ja
    54% Nein

    2418 abgegebene Stimmen

    http://www.welt.de/politik/article3536678/Zentralrat-der-Juden-warnt-vor-Antisemitismus.html#vote_3100554

  • 4 Heizölkutscher // Apr 12, 2009 at 6:26

    Punkt 14. Kommt in das Land der Mörder, hier fließen Milch und Honig für Euch. Wir geben es Euch gern gegen Bezahlung, denn unser Geld habt Ihr ja schon!

  • 5 Gefängniswärter // Apr 12, 2009 at 6:38

    Punkt 11:
    “Im Austausch für Thüringen bieten wir allen Deutschen die Möglichkeit zur Wiedergutmachung [...].”

    Oooh, wie gnädig! Wo soll ich unterschreiben??

    Gehts noch? Da platzt einem doch der Kragen

  • 6 rabenaas // Apr 12, 2009 at 8:20

    Und alle Laternen werden Frücht(chen) tragen.

  • 7 Freiheit und Glaube // Apr 12, 2009 at 10:12

    Eigener Staat, Buchenwald.

  • 8 griesgram // Apr 12, 2009 at 10:14

    Das nenn ich Satire!

  • 9 UngeZOGen // Apr 12, 2009 at 11:11

    Die Auserwählten könnten mal anfangen, den von ihrer Hochfinanz ausgebluteten und vergewaltigten Völkern Wiedergutmachung zu leisten…. aber das wäre nie und nimmer zu schaffen, insofern wäre ich zufrieden, wenn sie einfach mal die Schnauze hielten und anfingen, den Berg Sinai aufzufressen! Der Wüstensand da ist ja ähnlich nahrhaft wie die geistige Wüste, die sie auf der Welt verbreiten…

    …*

    *Zitate dieser Art nur mit entsprechender Herkunftsquelle.
    Die Schriftleitung

  • 10 A.W.B. // Apr 12, 2009 at 13:41

    Wetten dass es inzwischen BRD-Gutmenschen gibt die daran kräftig arbeiten (und entsprechend selbstlos einzahlen, natürlich …) ?

  • 11 Tand und Schande // Apr 12, 2009 at 16:02

    Als Nachbar von Thürigen möchte ich dann vorschlagen: Gründen wir ein “Palästinensergebiet Bayern” und tauschen fröhlich Raketen über die Grenze aus.

    Dank der ungehemmten Zuwanderung ist das CSU-Christliche Milieu in Bayern ohnehin schon ziemlich ausgetrocknet. Die kriegen nicht mehr automatisch satte Mehrheiten, sondern werden – dank der Zerschlagung der demographischen Strukturen – sehr bald weg vom Fenster sein.

  • 12 Oimelchen // Apr 12, 2009 at 17:02

    Ich bin auch für einen jüdischen Staat in Thüringen! Hauptstadt auf einem Berg nahe Weimar! Heizkraftwerk ist ja schon da.

  • 13 Julius // Apr 12, 2009 at 21:21

    Das Schlimme ist, daß man heutzutage befürchten muß, daß solche wahnwitzigen Pläne tatsächlich verfolgt werden. Die Idee ist doch bestechend, wenn die Juden aus Palästina verduften müssen (ich sage wenn, nicht falls), dann bieten sich doch schon weitgehend entvölkerte und darniederliegende Gebiete in Mitteldeutschland als neue jüdische Heimstatt gerade zu an. Schließlich kann man mit den Deutschen alles machen, ohne daß sie sich wehren. Gibt es überhaupt noch irgend etwas, das sie in ihrem Wachkoma erreichen kann?

  • 14 Freibeuter // Apr 12, 2009 at 23:18

    Solche Urheber hätte man in DEUTSCHLANDS BESTEN ZEITEN am nächsten Baum mit dem Verdienstorden am Strick ausgezeichnet….

  • 15 Max // Apr 12, 2009 at 23:59

    haha… wir werden doch schon längst von den Juden regiert…

  • 16 Lacksplitt-Streusand // Apr 13, 2009 at 6:41

    Was soll dieser Spuk? Im Juni vergangenen Jahres berichtete Altermedia von einen jüdischen Aufschneider über Thüringen. Nun berichtet uns Altermedia von einem Medica Weimar, die sich das grüne Herz Deutschlands bemächtigen will. Wird die Heimtücke gegen die deutsche Nation angedeutet oder handelt es sich um ein Satirespiel?

    Such dir aus, was dir am besten gefällt.
    Die Schriftleitung

  • 17 Lacksplitt-Streusand // Apr 13, 2009 at 10:28

    Schriftführer: “Such dir aus was die am besten gefällt”. (pers. Anrede schreibt man doch nicht klein). Mir gefällt Ihre Veröffentlichung.

    Nicht unbedingt, nach Einführung der sogenannten neuen Rechtsschreibsverordnung haben wir beschlossen, nur noch so zu schreiben, wie es uns gefällt. Kritikern dieser Verfahrensweise bleibt jedoch die Möglichkeit, entsprechende “Fehler” nach Bedarf mit einem roten Stift auf dem Bildschirmmonitor anzustreichen.
    Die Schriftleitung

  • 18 Jupp // Apr 13, 2009 at 22:07

    Ich kenne die Vorgeschichte der “Staats”-Gründung israels.
    Erstmal Schwärmerei, freundliche Versprechungen dann die Heulerei von der Heimstadt (schluchz) und dann jüdischer Nazistaat mit Genozid.
    Daher sage ich NEIN! Eure Heimstadt ist die Ostküste der USA und Israel, reicht ja wohl.

    Ich finde es auch etwas sonderbar, daß Achim fordert die Deutschen sollten die Juden mit Teilen ihres Territoriums entschädigen. Wofür denn überhaupt, er sagt doch selbst, das der Holocaust nie stattgefunden hat.

    Hört sich alles lustig an so im Rahmen der Kunst und so, aber sobald da was geht werden die doch aufdringlich.
    Ich bin mir aber sicher, daß Israel nicht dahinter steckt, im Gegenteil.

    Ich bin der Meinung, daß Deutschland kein Interesse an der Einreise dieser Person hat.

    Also, deutsche Palästinenser sind nicht so doof, wie ihr es gewohnt seid, wir lassen dich nicht rein, gelle, Medinat.

  • 19 Reichsentweser // Nov 22, 2009 at 20:15

    Iran startet Mega-Manöver
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,662661,00.html

    Papiere für den baldigen Notfall http://www.youtube.com/watch?v=_iblxsUio9Y

    Kommentare lesen
    http://medinatweimar.org/deutsch/comment-page-1/#comment-3759

Leave a Comment