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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Licht in der Dunkelheit (11.02.06)

February 11th, 2006 · Post your comment (No Comments)

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Das vergangene Jahr brachte Hurrikans, Überschwemmungen, brennende französische Autos, eine neue „Bundes“regierung und ein neues Erzeugnis aus dem Hause Springer: „Welt kompakt“. Eine 50-Cent-Kaffeebeilage, die dem Volk alles an Halbwissen liefert, was es benötigt, um beim Oberflächengeplänkel im Bekanntenkreis als Klugscheißerle zu bestechen. Beworben wurde das Blättchen auf Standwerbetafeln an Bus- und Bahnhaltestellen. Darauf dargestellt: die Köpfe von Prominenten im Babyformat – das Feindbild aller Öffentlichkeits-Geschädigten Thomas Gottschalk, Papa-Ratzi-Benedikt, unsere neue First Lady Angela, der Seifenblasenproduzent Guido Westerwelle und andere optisch-akustische Zumutungen der Promi-Szene. Wollte der Springer-Verlag mit dieser Babymasche vorführen, daß er sie alle kleinkriegt? Oder im Betrachter einen kaufwirksamen Papa-Mama-Instinkt wecken? Vielleicht auch nur dezent darauf hinweisen, daß unsere Promis Kindsköppe sind, die man besser nicht ernst nimmt? Kindisch sind ihre Vorführungen allemal. Die vielen, deren Lebensverhältnisse sich zunehmend verschlechtern, werden es kaum zum Lachen finden. Ebensowenig wie sie von im Fernsehen diskutierenden Expertenrunden den Eindruck gewinnen, daß jene sich ernsthaft ihrer Problematik annehmen. Hier empfiehlt sich das sofortige Abschalten des nutzlosen Geredes.

Ob „Heuschrecken“ oder „Ackermänner“, das Jahr 2005 hat manche Chiffre für kalten Kapitalismus hervorgebracht. Für schlichtes Renditedenken ohne Rücksicht auf Belange von Arbeitnehmern. Manche Kritik kam oberflächlich daher. Man denke nur daran, daß Manager vor allem auch Getriebene von gewinnhungrigen Kapitalmärkten sind, also nicht zuletzt jedes Kleinaktionärs, der bei der Sparkasse sein Depot unterhält. Andere Kritik war völlig berechtigt – der Sauerländer Armaturenhersteller Grohe ist ein Beispiel für ein gesundes Unternehmen, das von Finanzinvestoren jämmerlich ausgeplündert wurde.

Nötig ist Denken in langen Fristen

Grundsätzlich wäre es falsch zu glauben, ein Konflikt zwischen Kapital und Arbeit existiere immer. Er besteht nur dann, solange Manager in dem Glauben, sie täten Geldgebern Gutes, zu kurzfristig denken. Auf lange Sicht bedingt wirtschaftlicher Erfolg und steigende Firmenwerte eine „ausreichende“ Zahl an Mitarbeitern. Die Weitsicht der Unternehmensdenker muß insofern auch darüber entscheiden, ob sie ihrer Position würdig und ihre teilweisen Millionengehälter wert sind. Das gilt auch für jene Firmen der Region, die sich aktuell mit Stellenstreichungen beschäftigen, sei es Telekom, Ford oder Gerling. Deutschland ist immer noch auf der Suche nach passenden Antworten auf die tobend-idiotische Globalisierung. Das beginnt in den Köpfen des Volkes: der Wunsch nach billigen Textilien oder Kühlschränken aus China und das gleichzeitige Lamentieren über Massenentlassungen im Inland ist zwar verständlich, paßt aber nur schwer zusammen. Und mit Blick auf die Strategien kämen zwei Extreme einer Kapitulation vor dem weltweiten Wettbewerb gleich. Einerseits: Der große Schluck aus der Pulle für die Beschäftigten, wie mancher so genannter Nachfragetheoretiker es fordert. Zu viele Firmen ächzen immer noch unter riesigen Verlusten und schwachen Kapitaldecken. Etliche börsennotierte Unternehmen haben 2005 vor allem deshalb ihre Gewinne gesteigert, weil sie die Kosten gesenkt, deshalb aber noch längst nicht neue Märkte erschlossen haben.

Muntere Einmischung durch die Politik

Andererseits: die Strategie, immer nur Lohnzurückhaltung zu betreiben, Stellen zu kürzen oder ins Ausland zu verlagern, verkennt, daß Löhne nicht nur ein Kosten-, sondern auch ein Nachfragefaktor sind. Die jüngste Bemerkung von CSU-Wirtschaftsminister Michael Glos, Löhne dürften sich nicht ausschließlich an Aktionärsinteressen orientieren, sondern müßten zugleich die Belange der Beschäftigten berücksichtigen, ist nicht nur eine einfache Wahrheit. Sie ist auch ein kleiner Lichtblick abseits aller bisher vermeintlich politischen Korrektheit. Ob sie allerdings ein positiver Beweis dafür sind, daß sich Spitzenpolitiker in der Konstellation der großen Koalition offenbar wieder zutrauen, fernab vieler bislang festgefahrener Ideologien über ihren Schatten zu springen, bezweifele ich. Der „Bundes“präsident hat sich, oh Wunder, vor wenigen Tagen ähnlich geäußert. In nur jedem vierten Unternehmen in Deutschland hängt bislang der Mitarbeiterlohn vom Gewinn ab, entsprechend groß ist der Nachholbedarf. Letztlich hat Horst Köhler angezeigt, in welche Richtung sich das Verhältnis von Unternehmen und Beschäftigten in Deutschland entwickeln muß, um den Standort zusätzlich zu Innovation, Bildung und Forschung im weltweiten Wettbewerb fit zu halten. Hin zu Flexibilisierung, zu maßgeschneiderten Lösungen, bei denen Flächentarifverträge allenfalls als Gerüst dienen. Kein Unternehmer bezahlt seine Mitarbeiter aus purer Freude unter Tarif, denn er weiß, daß er damit seine Firma vor allem für hoch qualifizierte Beschäftigte unattraktiver macht. Dieser Unternehmer muß aber die Möglichkeit bekommen, dies in schwieriger Lage zu tun. In vielen Tarifverträgen ist dies der Fall, sofern Gewerkschaften zustimmen. Nötig wäre aber mehr Entscheidungskompetenz der Betriebsräte.

Und meinst Du auch es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her

Vieles deutet derzeit daraufhin, daß sich die Konjunktur im neuen Jahr wieder besser entwickelt. Nur ist dieses auf etablierten Lügen- und Intrigenspielen aufgebaut. Die schlechten Staatsfinanzen, die demographische Entwicklung und die Globalisierung schnüren das Korsett für jeden Einzelnen sehr eng. Profitieren von dieser engen Schnürung des deutschen Volkes werden davon, wie schon in den letzten Jahren auch, unsere Etablierten in Berlin und die hier lebenden Mitmenschen, die sich schon seit Jahrzehnten auf Kosten unseres Landes gesundstoßen, quasi Sozialraub an unserem deutschen Vaterland betreiben und somit den größten Anteil daran haben, daß unser Land mit über vier Billionen (T)Euro verschuldet ist. Umfragen und Indikatoren sprechen für mehr Kauffreude weil die Mehrwertsteuererhöhung Anfang 2007 dazu verleiten wird, noch in diesem Jahr Autos, Möbel oder Computer zu kaufen. Dabei kann es auch kurzfristig für das Jahr 2006 zu mehr Investitionen und auch neuen Arbeitsplätzen kommen. Diese Beschäftigungsverhältnisse werden sich aber überwiegend auf dem Billiglohnsektor abspielen, und einem deutschen Familienvater kaum die Möglichkeit geben, seine Familie allein zu ernähren.

Die Fußball-WM 2006 ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht schlecht für unser Land. Können wir doch während dieser vier Wochen irrsinnig verpulverte (T)Euros, die in überzogene Stadienneubauten investiert wurden, vielleicht zum Teil wieder zurückholen. Ein fader Beigeschmack liegt allerdings im Motto dieser WM: „Zu Gast bei Freunden“. Durch jahrelange Überfremdung unseres deutschen Vaterlandes, leben wir Deutschen schon seit Jahren unter diesem heuchlerischen Motto. Hier muß ernsthaft angesetzt werden. Deutschlands Motto der Zukunft darf deshalb nicht lauten „Zu Gast bei Freunden“ sondern „Nicht mehr Gast im eigenen Land“!!! Dieses ist aber nur möglich, durch eine vernünftige, national betriebene Politik. Die Zeit der Heulsusen und Jammerlappen muß vorbei sein. Das deutsche Volk muß wieder stark werden im Glauben und an seine Fähigkeiten. Das geht aber nur, wenn in Deutschland nur noch explizit Politik für Deutsche betrieben wird, die dem deutschen Volk seinen Mut, Kraft, Willen, Sicherheit, Geborgenheit und Stärke wieder geben. Wörter wie „Globalisierung“ und „Multikultur“ müssen Fremdwörter in unserem Land werden. Sie müssen dem umerzogenen Geist des deutschen Volkes genommen und aus deren Köpfen getilgt werden. Deutsches Volk: Packen wir es an!!!

Alexander Klein – Freier Autor aus Köln

Quelle: Störtebeker-Netz 11.02.06



Tags: Allgemeines

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