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Die olympischen Winterspiele in Turin sind nun vorbei und ein Blick auf den Medaillenspiegel lohnt. An Staaten liegt die BRD (vor 1990 getrennt als DDR und BRD angetreten) auf Platz 1, gefolgt von USA und Österreich. Die Schweiz liegt auf Platz 8, Italien auf 9, Frankreich und Holland auf 10. Da wir jedoch nicht in Kategorien von willkürlich errichteten Staaten denken, sondern in jener von Völkern, ziehen wir die brd- und österreichischen Athleten problemlos zusammen. Aber auch die Schweizer Medaillengewinner sind fast alle Deutschschweizer, zudem stammt ein Drittel der italienischen Medaillengewinner aus Südtirol. Wer will, der kann auch noch die niederdeutschen Holländer (Hymne: „Wilhelmus von Nassawe bin ich von teutschem blut, dem vaterland getrawe bleib ich bis in den todt“)* hinzuzählen und untersuchen, ob sich unter den Franzosen noch Elsässer oder Lothringer befinden. Wenn die Olympiade ein Wettkampf der Völker wäre, anstatt ein Wettkampf von Staaten,dann wären die deutschen Sportler mit mehr als dreimal soviel Medaillen gesegnet worden wie der Zweite USA. Es wäre natürlich müßig, auch die Abstammung der US-Sportler zu untersuchen. Dieser Medaillensegen aber macht Hoffnung, daß in den Deutschen auch heute noch ein guter Kern von Ausdauer, Zähigkeit, Kampfeswillen und Ehrgeiz steckt.
* Die Melodie der niederländischen Volkshymne ist in Deutschland geläufiger als „Wenn alle untreu werden …“. – Die Schriftleitung
Der Südtiroler Rodler und Bronzemedaillengewinner Gerhard Plankensteiner zeigte, daß das Singen der italienischen Nationalhymne für die südlichen Auslandsdeutschen auch nach 90 Jahren Fremdbestimmung und Italienisierung noch ein Problem ist. Sein Bekenntnis „Ich kenne dieses Lied nicht“ hinsichtlich der italienischen Hymne „Fratelli d´Italia“ (Brüder Italiens) führte sogar zu politischen Verwicklungen. Francesco Cossiga, ehemaliger Ministerpräsident und nun Senator, maulte beleidigt: „Wer sich nicht als Italiener fühlt, soll erst gar nicht bei den Winterspielen für Italien starten“. Riccardo Villari, Süditalienbeauftragter der linksliberalen Partei „La Margherita“, fühlte sich sogar „zutiefst gedemütigt“ von dem Südtiroler Rodler.
Die Südtiroler Zeitungen „Dolomiten“ und „Tageszeitung“ hatten daraufhin die italienische Nationalhymne auf ihren Titelseiten abgedruckt. Die außergewöhnliche Aktion war als Nachhilfe für die Südtiroler Medaillengewinner gedacht, die allesamt bei den Olympischen Spielen in Turin große Textschwächen gezeigt hatten. Sinnvoller aber als hymnische Forderungen der „Brüder Italiens“ wie „Fest geschlossen wollen wir dem Tod uns weihen, Italien erwacht!“ wäre für Südtiroler die erste Strophe des friedfertigeren Liedes der Deutschen gewesen. Darin nämlich wird Deutschlands Grenze entlang der Volkstumsgrenze von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt gezogen.
Siehe auch
Yahoo 23.2.2006
http://www.reise-nach-italien.de/nationalhymne.html
Quelle: Störtebeker-Netz 27.02.06



1 response so far ↓
1 hajo // Feb 28, 2006 at 11:49
Recht hat der Italiener Cossiga. Deutsche Südtiroler sollten nicht für Italien starten.Man sollte Ihnen das Selbstbestimmungsrecht geben, damit sie für einen deutschen Staat starten könnten.
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