Der traditionsreiche deutsche Lastwagen- und Maschinenbaukonzern MAN (Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg) steht offensichtlich kurz vor der Zerschlagung. Die größten Anteilseigner, die Allianz-Versicherung, die Münchener Rückversicherung und die Commerzbank, die zusammen 27 % der Aktien halten, seien mit dem Kurs der Aktien des Maschinenbauers nicht zufrieden. Die Börse bestrafe Mischkonzerne wie MAN, heißt es in gut informierten Wirtschaftskreisen.
Der Wolfsburger Autobauer VW interessiert sich für den Nutzfahrzeugbau, also die LKW-Sparte. Die übrigen Teile von MAN, nämlich Druckmaschinen, Schiffsdiesel, Anlagenbau und Stahlhandel sollen nach dem Willen der dominierenden Anteilseigner an eine „Private Equity Firma“ verkauft werden, was immer das dann sei.
Wohlgemerkt: MAN steckt keineswegs in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Allein die Lastwagensparte erwirtschaftete im Jahr 2002 6,5 Milliarden EURO Umsatz. Nur der Börsenwert, der mit der Produktivität eines Unternehmens im Allgemeinen nichts zu tun hat, entscheidet auch hier wieder einmal über die Zukunft eines deutschen Unternehmens. Die zukünftigen Eigentümer der einzelnen Industriesparten von MAN dürften in der ganzen Welt zu finden sein und nur eines im Auge haben: Ausschlachten solange es geht. Da könnten sich dann zu mindestens die Lastwagenbauer freuen, daß sie bei VW untergekommen sind.
Quelle: www.npd.de



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