Es kommt in Wellen über die Republik. In schöner Regelmäigkeit werden den Bundesbürgern die Schreckgespenster rechter Terroristen vorgeführt. Das Spiel wiederholt sich. Die Zutaten sind einfach. Irgendwo in Deutschland gibt es einen Spinner, der über Bomben und Waffen nachdenkt und der irgendwo anders im Lande jemanden kennt, der auch über Bomben und Waffen nachdenkt. Wenn dann allzu laut nachgedacht wird, kommt die Politik ins Spiel und die Polizei kann aktiv werden. Was dann folgt, ist immer das gleiche Strickmuster. Die Medien präsentieren Bilder mit furchterregenden Gegenständen, die als Bedrohte genannten präsentieren sich „mutig“ der Öffentlichkeit und irgendwelche Politiker fordern Maßnahmen und den „Aufstand der Anständigen“.
Selbstredend, daß sich das Geschrei nicht auf die Ertappten beschränkt. Von der NPD bis zu den Skin-Heads, von freien Kameradschaften bis zu Neo-Nazis, sie alle werden so zum Umfeld der Leute mit den Bomben. Minister fabulieren über die „neue Qualität des rechten Terrors“ und fordern neue Gesetze. Zum Terroristen will man auf diese Weise jeden machen, der anders über die Politik denkt als die Etablierten.
Erinnern wir uns. Vor drei Jahren explodierte in Düsseldorf eine Bombe. Paul Spiegel war schneller als die Polizei und wußte ganz genau, daß das das Werk von Rechtsextremisten war. Die übliche Mobilisierung der politischen Spießer folgte. Die Ermittlungen förderten aber ganz andere Täter zu Tage. Das störte in der aufgeheizten Stimmung dann niemanden mehr. Der Verbotsantrag gegen die NPD landete in Karlsruhe.
Nun ist auch dieses Kapitel zu Ende, das Verbotsverfahren weg aber Ruhe darf trotzdem nicht sein. Martin Wiese mit seinen Utensilien kam da gerade recht. Was ist besser geeignet als „rechte Terroristen“ um den Bürger in Angst und Schrecken zu versetzen. Bei Bedrohungen schart man sich eben um die vermeintlichen Beschützer, egal wie löchrig deren Reputation ist.
Wer ist Martin Wiese ? Außerhalb Münchens kennt ihn kaum jemand. Der „Spiegel“ weiß aber zu berichten, daß er nach seiner Verhaftung außerordentlich gesprächig gewesen sein soll. Seine Gesprächigkeit lieferte der Polizei gleich eine Reihe weiterer Namen. Singt ein „Terrorist“ den man ja als harten und unerbittlichen Burschen einschätzen muß, gleich nach seiner Verhaftung ? Singt er gar so laut, daß gleich seine ganze Clique auffliegt ?
Hierauf kann es nur zwei Antworten geben. Entweder ist der Mann ein Spinner, der zur Hebung seines Selbstwertgefühles mit Bomben hantiert und dies politisch einordnet. Oder aber er ist ein Mann des Staates für besondere Fälle, den man eben braucht, damit die geschürte Hysterie auch glaubwürdig wird.
Machen wir uns nichts vor. Die unter zunehmenden Ansehensverlust leidenden Etablierten im Staat brauchen Leute wie Wiese und seine Clique. Sind sie gerade nicht da, werden sie aus dem Hut gezaubert. Bei politisch exponierten und oppositionellen Gruppen sind ohnehin Leute unterwegs, die einen Sprung in der Schüssel haben. Denen kann man leicht das zur Hysterie passende Feinbild vermitteln, damit sie losrennen und zu dankbaren Figuren für Medien aller Art zu mutieren. Martin Wiese wird nicht der letzte sein, den man am rechten Terror-Netzwerk basteln läßt.
Frank Schwerdt
Quelle: www.npd.de


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