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Der Rubikon war der ehemalige Grenzfluß zwischen dem römischen Hauptland und den gallischen Provinzen. Als Gaius Julius Cäsar seine Truppen über den Rubikon setzten ließ, befand er sich im Krieg – im Krieg gegen seine eigene Heimat, gegen Rom, im Bürgerkrieg. Aus dem ruhm- und siegreichen Heerführer war ein Diktator geworden, ein Usurpator, der die Regierung seines Landes stürzen und selbst die Herrschaft übernehmen wollte.
Ja, wir haben Silvester 2008. Der Rubikon ist heute nur mehr ein Symbol, seine Bedeutung als Fluß ist viel zu gering. Wer heute den Rubikon überschreitet, will damit ausdrücken, daß er sich auf ein gefährliches Abenteuer einläßt, bei dem symbolisch oder real die Waffen eine wichtige Rolle spielen. Wer den Rubikon überschreitet, für den sind die Würfel gefallen, der möchte eine handstreichartige Entscheidung.
Wir hier in Deutschland merken von der Krise nichts, behaupten die Nachrichten. Wenn das die Krise ist, müssen wir demnächst anbauen, sagt der Einzelhandel zu den Umsätzen im Weihnachtsgeschäft. Die Deutschen seien sonst die sensibelsten Kunden, die beim geringsten Anzeichen schlechter Nachrichten den Einkauf einschränken, behauptet ein Wirtschaftsinstitut. Aber dieses Jahr hätten die Konsumenten in Frankreich und in Großbritannien gespart, während die Deutschen eingekauft hätten, als gäbe es kein Morgen.
Unsere Politiker können in die Weihnachtsferien, die Krise ist keine Sondersitzung wert. Höchstens ein paar Altvordere oder einige Jungspunde tönen jetzt herum, die einen in der Hoffnung, noch einmal gebraucht zu werden, die anderen in der Hoffnung, jetzt aufzufallen und nach oben zu kommen, dort, wo es die einträglichen Pöstchen und die Dienstwagen gibt.
Die CDU kungelt mit den Grünen, die CSU mit den Linken, die SPD mit der FDP – sie alle sind zuerst Kollegen, allesamt gleich unfähige und gleich ratlose Parteifunktionäre. Man hält sich alle Optionen offen, hat sich eingerichtet im Mittelmaß einer großen Koalition, die alle herausragenden Köpfe und Ideen einstampft und verwässert, die Lösungen findet, die nicht die Probleme angehen, aber dafür die Bürokratie erblühen lassen.
Der Finanzminister spricht noch von Aufschwung, als die konkreten Daten bereits die Rezession aufweisen. Die Kanzlerin spricht von einem starken Land, als die Partner in Europa schon dazu übergegangen sind, ihre Probleme ohne Merkel und ohne Deutschland zu lösen. Mehr als riesige Expertenrunden, die das Problem zerreden, hat diese Regierung nicht mobilisiert. Wenn Kanada gebannt auf die USA starrt, ihren großen Nachbarn, um zu erfahren, was der neue Präsident zu tun gedenkt, wenn er denn endlich sein Amt antritt, kann das jeder verstehen. Wenn Deutschland, auf einem anderen Kontinent gelegen, zentrales und wirtschaftsstärkstes Land seiner eigenen Region auf diesem Planeten, das Kaninchen spielt, das auf eine ferne Schlange starrt, dann wird das lächerlich.
Ich habe am Sonntag ein paar Minuten in jene Sendung hineingehört, die früher “Der internationale Frühschoppen” geheißen hatte. Die Damen und Herren Journalisten haben sich gegenseitig versichert, daß “in den letzten Jahren” die Regulationsfähigkeit der Politik abgenommen hätte. Der Staat hätte an Stärke verloren und die Bevölkerung fühle sich wohl mit einer großen Koalition. Ich habe es vorgezogen, auf eine Dokumentation über Eisbären umzuschalten, als weiterhin dem Geschwafel von Dummschwätzern zu folgen, die um den heißen Brei herumreden, ohne die Dinge beim Namen zu nennen.
Die Schwäche der Politik in den letzten Jahren ist die Schwäche der großen Koalition und der Regierung Merkel. Anstatt Impulse zu geben und das Land zu führen, wurde laviert und gemauschelt, aber nicht regiert. Der Glanz der Anfangszeit, mit EU-Präsidentschaft und G8-Gipfeln, ist längst verblaßt. Repräsentiert wurde genug, ins Ausland gereist übergenug, nur eben nicht regiert. Die Probleme des Landes wurden auf breiter Front ignoriert, anstatt so kraftvoll angepackt, wie es die rein zahlenmäßige Stärke in den Parlamenten erlaubt hätte.
Die Quatschköpfe in der Sendung haben davon gefaselt, daß die Stärke der Demokratie immer als die Stärke der Wirtschaft empfunden worden ist. Daran ist nur wahr, daß drittklassige Parteifunktionäre bei einer florierenden Wirtschaft die Mittel in die Hand bekommen, um sich die wichtigsten Probleme vom Leib zu kaufen. “Wer 10.000 Krontaler hat, der braucht kein Hirn”, heißt es in einer Operette. Genau das ist bei Politikern der Fall, wer volle Steuerkassen hat und ungezügelt Schulden aufnehmen darf, der kann sich um die eigene Karriere kümmern, das Wohl des Landes vollzieht sich von allein.
Jetzt aber müssen Politiker, die bisher nur darüber nachgedacht haben, wie sie dem Volk noch mehr Geld aus der Tasche ziehen können, dieses ausgeplünderte Volk irgendwie unterstützen. Man könne ja Straßen bauen oder längst überfällige Schulgebäude renovieren, wird überlegt. Abgaben senken, schlagen andere Funktionäre vor, Konsumgutscheine ausgeben, will eine dritte Gruppe. Wo ein klares, aufeinander abgestimmtes Konzept stehen sollte, verbreiten Hobby-Ökonomen ihre Lieblingsideen.
Die Lösungen scheinen nirgendwo in Sicht. China, die aufsteigende Supermacht, die Werkbank der Welt, wird viel stärker gebeutelt, als unsere Medien es wahrhaben wollen. Wenn Zehntausende Fabriken schließen, stehen Millionen Menschen auf der Straße. Die Parteiführung, Funktionäre wie im Westen, steht dem ratlos gegenüber. Nicht die steuernde Politik hat das Wirtschaftswunder in China bewirkt, sondern der Rückzug der Funktionäre aus der Wirtschaft, nachdem sie sich als unfähig erwiesen hatten, diese voranzubringen. Die simple Erkenntnis, daß die Menschen, wenn man sie läßt, fleißig arbeiten, um Geld zu verdienen, hat das Land soweit gebracht, daß die ganze Welt angefangen hat, vom Jahrhundert der Chinesen zu reden.
Jetzt sind die Funktionäre entzaubert. Die Arbeitslosen werden zurück aufs Land getrieben, wo sie vor einigen Jahren abgewandert sind. Anders als 1989 auf dem Platz des himmlischen Friedens walzen keine Panzer die Aufstände nieder, es wird nur unbeachtet von westlichen Medien in die Menge geschossen. Statt zu lenken wird unterdrückt. Es ist trotzdem der Ritt auf dem Tiger, das Spiel mit dem Feuer. Wie viele Menschen kann das Regime dauerhaft unterdrücken und ruhig stellen? 100 Millionen? 200 Millionen? 500 Millionen? Wann nehmen Hunger und Verzweiflung überhand? Wann muß dem Mob ein Ziel vorgegeben werden, damit sich dessen Zorn jenseits der Landesgrenzen austobt?
Als die Ölpreise nur den Weg nach oben gekannt haben, sah Rußland wie der sichere Gewinner aus, wie der Staat, der die Zukunft Europas in der Hand hält. Nicht die Sowjetunion, sondern ein erneuertes Rußland unter dem Zaren Putin, griff mächtig nach alten Positionen und Vormachtstellungen. Die USA verzetteln sich in Kriegen, Rußland wird tagtäglich mächtiger. Der Bär zeigte in Georgien seine Krallen, als ein von Israel hochgerüsteter Schoßhund der USA zu laut zu kläffen wagte.
Seitdem hat Rußland das häßliche Gesicht zurückbekommen, das westliche Medien im kalten Krieg gezeichnet haben. Damals wurde es Stalin unterstellt, daß er die Sowjetmacht ausdehnen wollte, daß es zum kalten Krieg gekommen war. Ein Krieg, in dem Rußland bedrängt wurde, der Westen die kommunistischen Vasallen mit Dauerpropaganda abwerben wollte, bis Rußland ein ums andere Mal sein Interessengebiet mit bewaffneter Macht zusammenhalten mußte. Die Sowjets hatten damals die schlechteren Deutschen abbekommen, die zweite Garnitur der Ingenieure, die größere Beute hatten die USA eingesackt. Rußland war Kriegesgebiet, die USA hatten nur andere Länder verwüstet. Der kalte Krieg wurde von den USA unter günstigsten Voraussetzungen begonnen, die sich als die Macht fühlte, die sich Butter und Kanonen gleichzeitig leisten konnte, während dem Osten trotz der fehlenden Butter schließlich die Waffen verrosteten.
Rußland schien zurück auf der Bühne des Weltgeschehens, als das Öl die Kassen füllte und die USA in immer größere Schulden versanken. Rußland, das waren reiche Leute in teueren Pelzen, die stets nur das teuerste und beste einkaufen. Amerikaner, das waren uniformierte, staubige Cowboys, die überall um sich schießen, andere Länder überfallen, bombardieren und immer wertloser werdende Dollar in den Taschen haben. Rußland, das waren Investoren, die sich langfristig und zum beiderseitigen Nutzen in Firmen einkaufen. Amerika, das waren Heuschrecken, die Firmen übernehmen, kahl fressen, Arbeitsplätze vernichten und dann zum nächsten Weidegrund fortziehen, um noch mehr Profit zu erzielen, während die betroffenen Arbeiter verelenden.
Jetzt fehlt auch Rußland das Geld. Vom glitzernden Ölreichtum ist wenig geblieben, der Rubel, der zur gleichberechtigten Ölwährung aufsteigen sollte, verfällt fast so spektakulär wie der Simbabwe-Dollar. Ja, auch Rußland beabsichtigt ein Konjunkturprogramm, eines, das an Sowjet-Zeiten erinnert, denn es sollen Panzer gekauft werden und Waffen. Aufrüstung und Schwerindustrie – bestimmt nicht deswegen, um künftig den Amerikanern Hilfstruppen zu stellen, wie die Vasallenregime in Europa.
Wo die Sowjetmacht zurückgewichen war, hatte die NATO nachgesetzt, Rußland eingekreist und nicht als Partner, sondern als strategisches Ziel betrachtet. Wenn in Kasachstan und Usbekistan amerikanische Militärbasen entstehen, wenn in Polen Abwehrraketen aufgestellt werden, gegen “den Iran” oder “Nordkorea”, wenn die Ukraine, die Kornkammer des Zarenreiches, in die NATO aufgenommen werden soll – dann muß man Rußland verstehen. Die USA haben gezeigt, daß sie nicht bereit sind, Abkommen und gegebene Versprechen einzuhalten. Das ist nicht anders als einst bei den Indianern, mit denen immer wieder “für alle Zeiten” bindende Verträge abgeschlossen worden waren, die ihnen Land und Überleben sicherten – bis eine neue Welle Siedler diese Verträge brach und die US-Cavalry den berechtigten Widerstand heldenhaft mit überlegenen Waffen niedermetzelte.
Was ist mit dem Reichtum Ölarabiens, mit der glitzernden Zukunftswelt Dubais? Despoten, die sich auf amerikanische Waffen stützen, ihre eigene Bevölkerung mit amerikanischem Geld ruhig halten und die Arbeiten durch importierte Lohnsklaven erledigen lassen, die mit amerikanischem Geld entlohnt werden. Amerikanisches Geld, das in Mengen gedruckt wurde, ohne einen inneren Wert zu besitzen. Beliebig vermehrbares Geld für Öl, das knapper wird und immer aufwendiger gefördert werden muß. Das ging gut, solange “anständige” Preise bezahlt wurden, doch jetzt, wo der Ölpreis in einem halben Jahr auf ein Niveau gesunken ist, das er vor fünf Jahren gehabt hatte, wird es schwierig.
Wir dürfen nicht vergessen, daß der Dollar heute viel weniger Wert besitzt als vor fünf Jahren. Haus- und Bodenpreise in den USA verfallen, die Industrie ist veraltet und längst nach China verlagert, die großmächtigen Autofirmen sind bankrott. Selbst die Armee, der Garant für den Dollar, ist in sinnlosen Kriegen verschlissen.
Dubai hat auf Sand gebaut, nicht auf dem Sand der Wüste, sondern auf dem viel gefährlicheren Treibsand der Kredite. Millionäre haben keinen Geldspeicher wie Dagobert Duck, sondern hauptsächlich Kredit, um in Sieben-Sterne-Hotels zu nächtigen oder sich ein “Land” auf einer im Meer aufgeschütteten Weltkarte zu kaufen. Ohne Kredit, ohne finanzierende Banken, geht nichts, denn das Vermögen ist angelegt, nicht flüssig. Wenn Billionen an den Aktien- und Derivatemärkten verschwinden, dann verschwindet die Kreditwürdigkeit. Ohne diese kein Luxuskonsum, keine Fernreisen in ein modernes Wunderland.
Ein paar Datteln und Kamelmilch, was den Vorfahren als Nahrung genügte, ist für den luxusverwöhnten Gaumen des heutigen Arabers eine Zumutung. Doch das, was da gegessen oder anderweitig konsumiert wird, sind Importwaren. Der Import funktioniert, wenn die Geldströme funktionieren. Wenn jedoch die Schiffe in billigen Häfen zwischengelagert werden, weil keine Fracht vorhanden ist, brechen die Warenströme schließlich zusammen.
Der Zauberstab des Kredits, der bloße Glaube daran, daß der Kreditnehmer seinen Verbindlichkeiten nachkommt, er zerfällt. Vorkasse funktioniert bestens mit Kleinbeträgen am Automaten, doch nicht im Welthandel. Wer kauft, muß diese Waren erst wieder verkaufen, um sie schließlich bezahlen zu können. In der Zeit dazwischen laufen die Kredite und verdienen die Banken. Doch wenn diese Banken daran zweifeln, ob die Waren auch wirklich verkauft werden, ob das Geld, das erlöst werden soll, auch wirklich eingenommen wird, gibt es keinen Kredit.
Der General Store im hintersten Minnesota, der nur noch halb so viele Hemden abnimmt, weil seine Kunden auf die Zwangsversteigerung ihrer Häuser warten, läßt die Gewinne der Importeure zusammenkrachen. Folglich bleiben Schiffe im Hafen, weil kein Mensch Hemden transportieren läßt, die er nicht verkaufen kann. Schiffe im Hafen brauchen keinen Treibstoff, weshalb die Tanker langsamer fahren können, um ihrerseits Treibstoff zu sparen. Hemden, die keiner will, werden nicht genäht, folglich stehen Chinesen vor verschlossenen Fabriktoren.
Die Globalisierung war so erfolgreich, weil sie alles mit allem vernetzt hatte. Ein Fließband von Waren umspannte die ganze Welt. Hier wurde produziert, dort transportiert, woanders konsumiert. Geld floß in die umgekehrte Richtung, zweigte zwischendurch ab, verrichtete an ganz anderen Orten Dienste, bis es schließlich als Bezahlung in irgendwelche Taschen floß.
Fließband-Produktion ist effektiv, aber auch anfällig. Jede Station ist auf die Zuarbeit der Vorgänger angewiesen. Stockt auch nur ein Arbeitsschritt, steht alles still, was danach folgt. Wenn das Band anhält, hält es im ganzen Betrieb. Früher gab es Springer, gut bezahlte Arbeiter, die an mehreren Stellen eingreifen konnten, wenn einmal ein Arbeiter Probleme hatte. Die dadurch erlangte Flexibilität hielt sich jedoch in Grenzen, kein Betrieb hatte eine komplette zweite Belegschaft, um unbegrenzt Leute ersetzen zu können.
Dieses Fließband der Weltwirtschaft gerät mehr und mehr ins Stocken. Mögen die deutschen Konsumenten es noch nicht spüren oder bewußt ignorieren – die Krise ist im Anmarsch. Rezession haben unsere Politiker akzeptieren müssen, bald werden sie von Depression und Inflation sprechen.
Wir stehen am Ufer des Rubikon, und erste Truppen setzen bereits über.
Im entheiligten Land wird schon wieder geschossen und bombardiert. Parteifunktionäre im Wahlkampf haben zum Säbel gegriffen, um ihre Stärke zu demonstrieren. Es gibt die schöne Geschichte, wonach die zugewanderten Juden ehemalige Khasaren sind, Nachkommen der Hunnen, keine Semiten, die in diesem Land nichts zu suchen haben. Aber auch, wenn es Hebräer sind, die auf der Welt verstreut waren und jetzt ihre alte Heimat wieder in Besitz nehmen – sie schlachten ihre eigenen Brüder ab, Hebräer, Juden, die im Land geblieben sind. Anders als das tolerante Christentum, das den Juden ihre Eigenheiten und ihren Glauben belassen hatte, sind die Juden in Palästina unter dem Druck des Islam schließlich übergetreten, haben zu Allah gebetet statt zu Jahwe.
Diese Nachkommen von Juden, die im Land geblieben sind und sich angepaßt haben, werden heute von den Nachkommen von Juden, die das Land verlassen und sich woanders angepaßt haben, entrechtet, verfolgt und ermordet. Der gleiche Fanatismus, der in den Führern der Hamas steckt, tritt im europäisierten Anzug bei den Politikern Israels zu Tage.
Dieser Krieg findet in einer instabilen Welt statt, die sich bereits am Abgrund bewegt. Die Regime Arabiens haben sich bis jetzt gehalten, obwohl die USA diese Region als Schießplatz mißbraucht hatte. Ströme von Dollar haben für Ruhe gesorgt, für Polizei und Militär, um das eigene Volk in Schach zu halten, wenn es das Geld nicht mehr vermochte. Die Menschen sind ausgewichen, wie sie es zu allen Zeiten getan haben. Wo der Staat nichts zu bieten hatte, übernahm die Kirche, übernahm die Religion. Religion aber predigt Haß, schürt Haß, fordert Expansion und Unterwerfung der Ungläubigen, im Namen des eigenen, barmherzigen, allgütigen Gottes, gepriesen sei sein Name!
Ja, wir sind am Rubikon angelangt. Und wie die Männer Cäsars, die von ihrem Feldherrn erwartet haben, daß sie ihn überschreiten, so können auch wir schon sehen, daß die Würfel gefallen sind.
In den Jahren davor habe ich Voraussagen gegeben, eher unterhaltend als ernst gemeint. Doch die Zeit der Unterhaltung ist vorbei, was auf uns zukommt, ist ein harter Feldzug gegen die eigenen Leute, ein Krieg mit wechselnden, tückischen Allianzen. Wer uns heute als Freund willkommen ist, kann schon morgen der Gegner sein, mit dem wir erbittert um ein paar Brotkrumen kämpfen.
Die Leute, die zu Weihnachten Flitterzeug gekauft haben, Spielkonsolen und Fernseher, Skiausrüstungen und Pelzmäntel, werden sich womöglich bald wünschen, statt dessen Ravioli und Corned Beef, Ölsardinen und Brot in Dosen im Haus zu haben.
Ein einziger Tag hat genügt, um den Rubikon zu überschreiten, doch es hat Jahrzehnte gedauert, bis Rom sich davon erholt hatte, bis im Augusteischen Zeitalter wieder Ruhe, Recht und Ordnung herrschten. Bis dahin war viel Blut vergossen worden, jede politische Entscheidung barg die Gefahr, auf der falschen Seite zu stehen. Wer sich jedoch nicht entschied, wurde zum Spielball aller Interessen, von allen bedrängt und genötigt.
Wir stehen am Rubikon und morgen beginnt 2009. Es wird kein gutes, sondern ein geschichtsträchtiges Jahr. Ein Jahr, bei dem es nicht darauf ankommt zu leben, sondern zu überleben.
Ich wünsche Ihnen eine robuste Gesundheit und immer die nötige Handbreit Wasser unter dem Kiel Ihres Lebensschiffes! Kommen Sie gut durch, in den schweren Zeiten, die jetzt anbrechen!
Quelle: Michael Winkler 31.12.08





26 responses so far ↓
1 Systemling // Jan 1, 2009 at 0:45
Ja, lieber Winkler, die fetten Jahre sind vorbei – für Sie.
Den Untergangspropheten werden Sie noch in 20 Jahren spielen, sofern Sie bis dahin nicht längst explodiert sind, Sie armer Wirrkopf.
2 Wigbold // Jan 1, 2009 at 1:53
53 Pranger haben Sie, lieber Herr Winkler, im abgelaufenen Jahr verfasst, wovon ich an die 45 kommentiert habe. Zeit für Rückschau und Ausblick: Am besten gefallen mir immer die, in denen Sie’s richtig krachen lassen und die, in denen Sie Ihre profunden Kenntnisse (Philosophen, Potentialkriege, Pulverfässer der Weltlage incl. glimmender Lunten und Karten im Spiel um diese, u.v.m.) zum besten geben. Auch Geschichte und Gegenwart der OMF (Diktatur der Mitte, http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-die-diktatur-der-mitte-300108_12831.html ) haben Sie zumeist präzise betrachtet. Ich schulde Ihnen seitdem immer noch Nudeln.
Entsetzliche Dinge trugen sich dagegen in den letzten Wochen in Bayern zu, und sähe ich nicht Ihr Foto ohne Schangentatoo, wer weiß, ob ich Sie im Stiernacken-Lebkuchenfall um die ein, zwei, drei, vier, bzw. fünf glatzköpfigen Mannichl-Mordbuben mit Irokesenfrisur nicht ein klitzeklein wenig in Verdacht gehabt hätte. Die Terrorwochen erreichten zudem jüngst mit Frau Wetekamps offener Mordhetze aus der Weihnachtsküche eine ganz neue Dimension. Nur gut, daß der Bundesrat das BKA-Gesetz zur Weihnachtsgänsezeit, anders als noch vor Martini, nun endlich mit einer Stimme Mehrheit beschlossen hat. Auch der verehrte Herr Bundespräsident (Köhler? Kommt von Köhlerei = Verkohlungsprozess – Aaauuuuufffffffpasssssssssssäääännnnn!!!) unterschrieb noch vor Silvester und das BVerfG wird die vielen verantwortungslosen Klagen dagegen angesichts der eskalierenden Bedrohungslage nun zügig zur Entscheidung bringen. Dann wäre der Rubikon entschlossen ein weiteres Stück weit überschritten und unsere Zivilgesellschaft wie einst Rom noch einmal gerettet, dank der Courage unserer wackeren demokratischen Wandersleute!
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Mussd.jpg
Aber wie dem auch sei – eines bleibt im neuen Jahr unverändert richtig: Auch vor dem Hintergrund des in den nächsten Wochen bei Phase 2,6 wohl mit voller Härte nach Würzburg stürmenden Bürgerkriegs sind die unmittelbar am Mann getragenen Nahrungsmittelreserven nicht unbedingt die vorteilhaftesten. Herzinfarkt, Mossad, Muselmob und Schlaganfall sind vier ganz tückische Widersacher, und nicht immer wird der die Weltordnung durchschauende Dissident von dem Kontrahenten ausgeschaltet, der zweifellos das größte weltpolitische Interesse daran hätte.
Was ich eigentlich sagen wollte: Möge auch 2009 keiner dieser Gegner Sie je kriegen!
3 Belphegor // Jan 1, 2009 at 4:39
Bravo, Herr Winkler!
4 Julius // Jan 1, 2009 at 6:59
Herr Winkler, haben Sie diesen Artikel im Vollrausch nach der Silvesterparty geschrieben?
Jedenfalls fallen Sie hier gewaltig hinter Ihr gewohntes, eigentlich ganz passables Niveau zurück. Ich finde in diesem Artikel keinen einzigen brauchbaren Gedanken. Ich erwähne nur die gröbsten Schnitzer, die Sie sich geleistet haben:
1) “Die Kanzlerin spricht von einem starken Land, als die Partner in Europa schon dazu übergegangen sind, ihre Probleme ohne Merkel und ohne Deutschland zu lösen.”
Herr Winkler, das wissen Sie doch eigentlich besser. Europäische Problemlösungen unter Beteiligung Deutschlands sehen gewöhnlich so aus, daß Deutschland den Zahlmeister spielt, und bei der fraglichen Angelegenheit sind sehr große Zahlen im Spiel. Das die Merkel-Regierung sich dem ausnahmsweise verweigert hat finde ich eher gut, wenn ich auch deshalb nicht gleich zum Merkel-Fan werde.
2) “Nicht die steuernde Politik hat das Wirtschaftswunder in China bewirkt, sondern der Rückzug der Funktionäre aus der Wirtschaft, nachdem sie sich als unfähig erwiesen hatten, diese voranzubringen. Die simple Erkenntnis, daß die Menschen, wenn man sie läßt, fleißig arbeiten, um Geld zu verdienen, … ”
Her Winkler, Sie sind ja eigentlich ein Neoliberaler! Das wußten Sie bisher geschickt zu verbergen. Wenn die Funktionäre (bei uns Politiker genannt) sich zurückziehen, und die Wirtschaft sich selbst überlassen wird sich schon alles richten. Das empfehlen Sie dann sicher auch den deutschen und europäischen Politikern als Lösungsansatz für die Krise. Aber warum jammern Sie gleichzeitig über mangelnde Führung der Politik?
3) “Amerikanisches Geld, das in Mengen gedruckt wurde, ohne einen inneren Wert zu besitzen”.
Der “innerere Wert” des Dollars ist gerade das Öl, das in Dollar gehandelt wird, und dessen Quellen direkt oder indirekt von den USA kontrolliert werden, das muß ich Ihnen doch nicht erklären, Herr Winkler.
4) “Millionäre haben keinen Geldspeicher wie Dagobert Duck, sondern hauptsächlich Kredit ..”
Millionäre haben Millionen, aber das sind heute ganz kleine Fische. Milliardäre haben Milliarden, manche von Ihnen haben -zig, oder sogar hunderte von Milliarden. Bald wird es Billionäre (das entspricht 10 hoch 12
und nicht 10 hoch 9, wie die Amerikaner glauben) geben, wenn das nicht schon der Fall ist, so genau weiß man das nicht.
Diese Leute werden so schnell nicht verarmen, ob es allerdings genug von denen gibt um das arabische Disneyland in Dubai zu bevölkern, weiß ich auch nicht. Der Punkt ist, es gibt Leute die außer Kredit auch jede Menge Geld haben und davon gibt es immer mehr, während es der großen Mehrheit immer schlechter geht. Daran ändert auch eine Finanzkrise nichts, eher im Gegenteil.
4) “Die Globalisierung war so erfolgreich, weil sie alles mit allem vernetzt hatte. Ein Fließband von Waren umspannte die ganze Welt. Hier wurde produziert, dort transportiert, woanders konsumiert.”
Was Sie da beschreiben, heißt Handel und existiert im Prinzip schon seit Jahrtausenden. Wenn man die Warenströme als Maßstab nimmt, war die Welt vor dem 1. Weltkrieg stärker “globalisiert” als heute. Das Wesen der “Globalisierung” ist ein anderes, nämlich der weltweit ungehinderte Fluß von Kapital. Das erklärt z. B. auch ganz zwanglos die rasante Entwicklung der chinesischen Wirtschaft. Aber in lichten Momenten wissen Sie das ja eigentlich.
5) “In den Jahren davor habe ich Voraussagen gegeben, eher unterhaltend als ernst gemeint.”
Das ist eindeutig der dickste Hund; Ihre Artikel waren also unterhaltsam gemeint, und ich Trottel habe das alles ernst genommen! Aber vielleicht schlafen Sie erst mal Ihren Rausch aus und wir vergessen den peinlichen Ausrutscher von heute. Meine besten Wünsche für das neue Jahr.
5 frei // Jan 1, 2009 at 8:19
@wigbold
Die entsetzlichen Dinge die in Bayern passierten
sind wirklich nichts was noch alles passieren wird in der Besatzer Republik Deutschland in 2009. Wahrscheinlich werden wir einige Anschlaege in Europa wieder einkassieren wie London, Madrid in der Vergangenheit und vielleicht in der nahen Zukunft Rom mit Berlin !
Und die Gesetze werden dann verschaerft um den Terror besser bekaempfen zu koennen in Europa! Paris wird die Kirsche auf der Torte bekommen/werden .
Die Finanzkrise wird sich in Amerika schneller ausbrechen wie 2008. Die Supermaerkte wie Woolworth und andere sind jetzt schon Pleite schliessen alle Laeden und viele grosse Moebelgeschaefte mit Kleiderbotikenketten in den Super teuren Malls mit teuren TV/Video geschaeften usw. Dies zieht eine riesen Kette von Arbeitslosen hinter sich her!
Bis zum Hafenarbeiter mit Truckdriver um die Warenketten in die Laeden zu beliefern brauchen ja keine Ware mehr gelle! Amerika wird jetzt auch die Kreditkartenkrise nicht mehr meistern und die anstehenden Hypoteken der Industrie – mit Ladengrundstueckhypoteken werden nicht mehr bedient (Deutsche Bank kriegt Sorgenfalten) werden, zusaetzlich steht die zweite Eigenheimkrise ins Haus!Da der bessere Mittelstand jetzt betroffen ist!
1.Einzelhandel die maehr als die Haelfte geht Pleite oder sucht Schutz unter den Schutzgesetzen des amerikanischen Staates!
2. Mehr als die Haelfte der Kreditkartenholder koennen Ihre Kreditkarten nicht mehr bedienen!
Arbeitslos usw.
3.Die Industriegrundstuecke mit Malls and andere Ladenhypoteken werden nicht mehr bedient ab Ende Januar bis Anfang Sommer 2009!
4. Eine zweite Welle von Hauseigentuemer koennen ab April Ihre Hypoteken nicht mehr bedienen Aufgrund starker Einkommenrueckgaenge und groesserer Arbeitslosigkeit!
5. Die Kriege in Irak und Afganistan verlangen weitere Billionen von US Dollar und die Moneypresse der USA ist im vollen laufenden Stress Tag und Nacht.
6.Die ausgegebenen US Dollar Derative in die Welt sind zur Rueckzahlung faellig und die Amis muessen sich das Geld Leihen ! Vom wem Bitte?
und dem Ackermann der Deutschen Bank ist wirklich absolut aeusserst schlecht da er einige Millarden Euros mit anderen deutschen Banken mit den Amiderativen verliert und dies in seinen Bilanzen berichtigen muss! Spaetestens im ersten viertel des Jahres 2009 muss er es in der Bilanz ausweisen was der Schlaumeier gemacht hat damit! Merkel und Co. Werden wieder in Erscheinung treten und das Spruechlein wagen alle Bankeinlagen sind sicher !Und wir stehen hinter Israel , Obama wird einige Millarden Euro zusaetzlich von der Ellitevasallen Regierung der BRD verlangen und natuerlich groesseren Einsatz der Bundeswehr verlangen dann aber befehlen und die Verstaendigung wird vom Sklavenhalter zum willigen Sklaven taeglich haerter und fuer die willigen Sklaven immer schwieriger da das Volk aber sicher die Nase voll bekommt! Daher haben die Deutschen eingekauft wie die Weltmeister da Sie instinktive wussten ab 2009 gibt es nichts mehr oder man kann sich nichts mehr leisten da jeder nur noch soviel Euro bekommt was er noetig hat zum Leben dies ist ja laut Schlaumeier in Berlin ca. 350 Euro und einen dicken Pulover im naechsten Winter!
Glaube mir wenn Bomben hoch gehen in Berlin waren es nicht die Araber sondern , sucht die Taeter in Eurer Umgebung mit Polit/Freunden!
Es wird ein Jahr der staerksten Veraenderung seit der Zerstoerung unseres heiligen deutschen Reiches!
Die Menschen werden klar sehen wo Ihr Geld geblieben ist und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen die wiederum werden alles daran setzen dass Sie nichts dafuer koennen! Und die Rechten dafuer verantwortlich machen! Keiner kann und wird Ihre Luegen mehr glauben auch der Systemling wird mit knurrenden Magen versuchen alles zu vergessen was er anerzogen bekam vom System!
Es wird das deutsche Reich aus den Truemmern der Besatzer Republik als Siegerin der Wahrheit wieder erwachen! Amerika zerfaellt Aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Landes!
Es Lebe das deutsche Reich
Nur im deutschen Reich sind wir FREI
Noch eins das deutsche Volk ist das einzige Land mit einem grossen positiven Handelsbilanz der westlichen Allianz , Amerika ist an letzter Stelle in der Welt, China an erster ,Deutschland and der Zweiten vor Japan alle westlichen Staaten sind im grossen Minus! Europa zu sammen zweit letzter Stelle! Wenn Ihr mir nicht glaubt geht in die Website des CIA!
Man muss kein Prophet sein, nur zusammen zaehlen muss man koennen.
Heil Euch allen!
6 frei // Jan 1, 2009 at 8:30
Meine Grosseltern wurden der Versenkung der Lusiana beschuldigt und jetzt wird bekannt das das Kaiserreich der Deutschen richtig gehandelt haben und die Amis gelogen haben und das Schiff voll beladen war mit Kriegsware! Geht in Schall und Rauch da koennt ihr es in Deutsch lesen! Wer english kann geht inWebside the truthseeker
Die Luegen der Kriegsverbrecher kommen immer schneller ans Tageslicht!
Heil ist im deutschen Reich!
Heil Euch!
7 jochen // Jan 1, 2009 at 9:22
Als Maßstab für die ungeborchene Kauflaune der deutschen Mitbürger nahm das System den Monat Dezember 2008 in Anspruch. Jedem Kleinkind ist bekannt, daß dieser Monat andere Umsätze bringt als die restlichen 11. Das war Gesundbeterei vom feinsten. Wie sich die Systempresse zu den Umsätzen für Januar 2009 äußern wird, das werde ich begierig nachlesen.
8 Lucifer // Jan 1, 2009 at 9:56
Der Aufsatz ist gleichbleibend gut, wie immer. Allerdings kommt in es in den kommenden Monaten darauf an, wiederkehrende konforme Losungen zu formulieren, die bei Wahlkämpfen(und auch sonst) stets und ständig wiederholt werden. Einfach, verständlich&einprägsam!
9 Schweinchen Schlau // Jan 1, 2009 at 10:11
Das kann man gar nicht deutlich genug herausstellen: Die heutigen Palis sind die Nachkommen der Judäer. Die heutigen “Juden” aber stammen fast alle von dem Turk-Volk der Khasaren ab.
10 Druidenstein // Jan 1, 2009 at 11:25
@ Systemling und andere Ignoranten
Wir beraten Klein- und Mittelbetriebe des Metallbaues und auch wir treffen immer noch auf Firmen, die auftragsmäßig bis Ende 2009 ausgelastet sind. Die Anzahl derer, welche nur noch einen Arbeitstvorlauf von sechs Wochen haben nimmt aber dramatisch zu. Hinzu kommen die Betriebe, bei denen die bereits fest vergebenen Aufträge urplötzlich storniert werden, so daß der Auftragsvorlauf sich Z.B. von 120. Mio auf 70 Mio reduziert. Und was dann kommt, weiß keiner.
Natürlich erzählen mir alle Fixangestellten, aber auch noch viele studierte Unternehmer, daß wir diese Situation schon mal vor dreißig Jahren durchmachten und erfolgreich überstanden. Ganz besonders optimistisch sind die Eintreiber und Gutmenschen beim Finanzamt, mitsamt ihren Steuerberatern. Wer aber über ein gewohntes Auge verfügt, der sieht die Ufer des Rubikon immer näher kommen:
Ein Flugmotorenhersteller:
Auf der Fahrt von Köln nach München habe ich erschreckend wenig LKW gesehen.
Ein Drucker:
Wenn ich sehe, wie uns die Anschlußaufträge wegbrechen, dann wir mir übel.
Ein Zeitungsbote:
Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich wieder gleich mehrere Kunden verliere.
Ein Versicherungsvertreter:
Lebensversicherungen werden so gut wie gar nicht mehr abgeschlossen.
Gestern um Mitternacht:
In der Innenstadtstraße, in der wir wohnen, machte auf einer Länge von etwa 1 km nur eine Familie ein Feuerwerk. Alle anderen wurden vor Kneipen von Fremden abgehalten. Man sah so gut wie keinen Anwohner auf der Straße, weder In- noch Ausländer.
Man achte auch auf die wenigen Öltankwagen, die unterwegs sind. Ein Ausliefererfahrer: Wir sitzen da und drehen Däumchen.
Schrotthändler Ludolf:
Es kommt immer häufiger vor, daß die Leute, die ein Ersatzteil kaufen wollen, nicht wiederkommen, wenn wir den Preis nennen.
Und vor dreißg Jahren war die BRD noch unverseucht vom Prekariat, welches die letzten Doofdeppen mit durch füttern.
11 Dagmar // Jan 1, 2009 at 12:49
Lieber Herr Winkler!
Den derzeitigen Untergang Rotchinas im Vorfeld der Auflösung der USA in sechs Teile haben Sie zutreffend beschrieben. Die Analogie zur DDR 89 / SU 92 drängt sich auf. Mit dem Exitus Amerikas soll erst ab 2010 zu rechnen sein:
http://online.wsj.com/article/SB123051100709638419.html
Höchste Zeit also für Herrn Hu, seine letzten Reden auf schöne gemeinsame Zeiten zu halten!
http://www.forbes.com/afxnewslimited/feeds/afx/2009/01/01/afx5872729.html
Freiheit für Tibet!
Besatzer raus!
12 Dagmar // Jan 1, 2009 at 12:50
Lieber Herr Wigbold,
fahren Sie denn übermorgen auch mit zur Demo nach Passau, um gegen die mediale Gleichschaltung durch das Ancien Régime zu protestieren?
Mit meinen Bonusmeilen vom Indienflug könnte ich München günstig buchen und in Erding werden sie wohl Taxen haben, die einen nach Passau bringen?
Man könnte auch Fahrgemeinschaften bilden.
13 Tand und Schande // Jan 1, 2009 at 14:20
@Druidenstein
Ganz so dramatisch sehe ich die Lage nicht. Vor kurzem habe ich 3 Wochen zum Schnäppchen-Preis von 7.000 € für zwei Personen in diesem Hotel verbracht:
http://www.trivago.de/playa-bavaro—punta-cana-93562/hotel/riu-palace-punta-cana-137016
Es wimmelte dort und in den angrenzenden Häusern nur so von Deutschen – die meisten aus den “Neuen Bundesländern”.
Wenn man auf den Autobahnen wieder zügiger fahren kann begrüße ich das nur und auch die Tatsache, daß immer mehr Menschen die Käseblätter der Meinungsmacher abbestellen macht mir keine grauen Haare.
Wenn die Menschen von dubiosen Geldanlagen wie dieser Riester-Renten-Lebensversicherungs-Beutelschneiderei die Finger lassen, dann spricht das nur für ihren gewachsenen wirtschaftlichen Sachverstand.
Bei uns wurde zu Silvester aus allen Rohren geballert. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, daß es brandpolizeiliche Auflagen gibt, die das Abbrennen von Feuerwerk in Innenstadtlagen untersagen.
Daß es vor 30 Jahren eine ähnliche “Krise” gegeben hätte, ist in dieser Dramatik gar nicht mehr so in Erinnerung. Allerdings erinnere ich mich noch sehr gut an die Mitte der 60-er Jahre. Aber die damalige “Rezession” ging auch wieder vorbei und vor lauter sogenanntem “Arbeitskräftemangel” wurden gerade damals wie verrückt “Gastarbeiter” importiert.
Damals ging 1966/67 ging das Krisengerede an und die linken Schrei-Deppen probten den Aufstand gegen Werte und Werk der Aufbau-Generation.
Die meisten Probleme, mit denen wir uns heute herumschlagen müssen nahmen schon damals ihren Anfang.
14 BdU // Jan 1, 2009 at 14:24
“Aus dem ruhm- und siegreichen Heerführer war ein Diktator geworden, ein Usurpator, der die Regierung seines Landes stürzen und selbst die Herrschaft übernehmen wollte.”
Und zwar vollkommen zurecht, weil das republikanische Regierungssystem, daß für einen Stadtstaat geschaffen worden war dessen Grenzen in Tagesmarschreichweite lagen absurd ungeeignet war für ein Weltreich, daß von den Säulen des Herkules bis Kleinasien und von der Nordsee bis nach Nordafrika reichte. So konnte es nicht weiter gehen und jeder wußte das. Cäsars radikale Reformen, die über den Umweg der Diktatur (die eigentlich in der Verfassung als Notmaßnahme vorgesehen war aber von ihm illegal auf Lebenszeit errichtet wurde) zu einer Monarchie führen sollte war die logische und richtige Konsequenz. Das sollte man nicht vergessen wenn man Cäsar als machhungrigen Usurpator darstellt.
15 Wigbold // Jan 1, 2009 at 15:11
@ Fräulein Dagmar
Wenn Sie, verehrtes Fräulein Dagmar, zu Herrn Worchs Demo in Passau reisen, um vor gefrierenden Wasserwerfern die Medien anzuprangern, werde ich mich selbstverständlich nicht lumpen lassen und Herrn Ludwig sofort Befehl zum Kurs hart steuerbord auf Fuhlsbüttel geben! Ich nehme dann am Samstag die Air Berlin 6301 (an MUC 03.01. 10:50h). Falls Sie aber Lufthansa 0041 (an 09:25h) nähmen, könnte ich auf die AB6299 (an 09:10h) umdisponieren.
Schade, dass Herr Fischer nicht mehr Außenminister ist, sonst hätten wir dank meiner Beziehungen ins Außenamt auch gleich einen Fahrer dabeigehabt. Wir können aber gern eine von den Kutschen teilen, um die 160 km nach Passau weiterzureisen. Das sollte die Kosten der Taxifahrt dann auf kaum mehr als 150 Euro pro Person (einfache Strecke) begrenzen.
So machen wir’s, ja?
P.S.: Am FJS-Airport angekommen erkennen mich am appen Kopf. Zur Sicherheit werde ich zudem eine Rose im Kopfloch tragen. Tip: Wenn Sie mich suchen, schauen Sie am besten nach unten, denn ich war schon mit Kopf nicht sehr groß!
16 Druidenstein // Jan 1, 2009 at 16:12
@ Tand und Schande
Kein Einspruch Euer Ehren. Genau das ist der Angelpunkt, an dem die 16-%-BRDDR sich täglich aus dem Dreck zieht. Die DDR-Rentner und Pensionäre leben zum großen Teil immer noch wie die Maden im Speck. Dabei haben die nie etwas für ihren Altersluxus sparen müssen. Aber warte mal, bis diese Herrschaften, welche ihre Kinder und Enkel immer noch großzügig pecuniär unterstützen, mal weggestorben sind, dann ist dauerhaft Hängen im Schacht. Auch Sozialhilfeemfänger behaupten, daß es ihnen eigentlich nicht viel schlechter geht als vor einem Jahr. Auch die Leben bequem auf Kosten des schuftenden Doofmichel!
Vor dreißig Jahren verschrieben die Hausärzte dem Hilfsarbeiter noch Tempotaschentücher und extra weiches Klopapier. Heute knausert der Hausarzt, wenn es um die Verschreibung von einfachen und lebenswichtigen Medikamente und Routineuntersuchungen geht. Aber auch davon merkt der Privatpatient natürlich nichts. Die BRDDR sorgt sich nur noch um ihre teuren Schmarotzer; denn die sind inzwischen in der Mehrheit und entscheiden die Wahlen.
Zur Erinnerung: Als Rom pleite war, schrieb man die Namen aller Gläubiger, denen die res publika Geld schuldete auf einen Permanentbogen. Und jeder Römer, der einen dieser benannten Peronen abmurkste, wurde vom Staat belohnt. So wurde der Staat damals ganz elegant seine Schulden los. Massenproscriptionen nannte man das. Man sollte sich schon mal langsam an diesen Gedankengang gewöhnen.
http://nonkonformist.net/forum/index.php?topic=22.0
17 Tand und Schande // Jan 1, 2009 at 16:44
@Druidenstein
Ich habe immer hart gearbeitet, mir wurde nie etwas geschenkt und ich bin auch jetzt keine unverdient reiche alte wohlhabende Made.
Allerdings will ich meiner linksgewirkten Brut gar nichts vererben und haue deshalb lieber jetzt alles auf den Kopf.
Denn Dank der neuen Erbschaftssteuer würde nur der Staat kassieren, wenn ich die Früchte meiner Arbeit ans Tierheim oder an Nichtverwandte vermache.
Ich glaube auch, das 2009 lustig wird und das wir Überraschungen erleben werden. Dafür bin ich noch nicht zu alt.
Was wir bald erleben, gab’s schon mal – hoffentlich geht’s diesmal besser aus.
http://www.udo-leuschner.de/liberalismus/lieder/eswirdgeschehn.mp3
http://www.udo-leuschner.de/liberalismus/lieder/trotzalledem.mp3
18 griesgram // Jan 1, 2009 at 18:23
In der BRD wurde gakauft, weil es noch was gibt fürs Geld.
Habe ich auch so gemacht.
Spezialwerkzeuge werden bald dringend gebraucht.
Und bevor das Brot eine halbe Löhnung kostet, hole ich mir lieber was werthaltiges.
Ein Kamerad hat die gesamte Löhnung für seinen Auslandseinsatz in sein Haus investiert.
Mit genau der gleichen Überlegung.
Und DAHER kommt das Konsumstrohfeuer.
Vom herbeigelogenen Optimismus einer abgehalfterten gwendeten SED Sekretärin eher nicht!
19 griesgram // Jan 1, 2009 at 18:30
@systemjude
Du pfeifst im Wald, Isidor!
20 Wigbold // Jan 1, 2009 at 20:33
@ Frl. Dagmar (Nachtrag)
P.S.: Den Kopf trage ich meist unterm Arm (während des Flugs sicher unter Vordersitz verstaut). Ein bischen können Sie sich mich so vorstellen
http://www.luisposter.de/product_info.php?info=p177_Adel-verpflichtet—original-Plakat.html&XTCsid=4bc805c52cf764a948cd01592193f576
und Teile meiner Mannschaft so
http://farm2.static.flickr.com/1028/1224139960_c8fbe3313d.jpg?v=0
Nur mich eben viel kleiner.
21 Dike // Jan 1, 2009 at 22:25
@ Wigbold (15)
Es geht nix über eine gesunde Lachnummerminute.
Köstlich, lieber Wigbold.
Sind Sie nun ein Schriftsteller oder ein Schauspieler, oder gar beides? never mind, brauchen Sie nicht zu beantworten. Ist eh egal, was jemand ist. Hauptsache er/sie i s t , was er ist.
Ihnen, lieber Herr Wigbold, ein gutes, ein wirklich gutes neues Jahr und bitte vergessen Sie nicht, die Nudeln an Herrn Winkler abliefern zu lassen, wenn Sie schon nicht selbst diese in seinem Vorgarten deponieren können. Versprochen ist versprochen.
22 Le Bor // Jan 1, 2009 at 22:56
In ARD oder ZDF kam die Lüge, Genetiker in Israel hätten harausgefunden, daß die Khasaren und Sepharden die gleichen Gene hätten und es demnach keine Unterscheide zwischen beiden gäbe – natürlich totaler Schwachsinn.
Die Palästinenser wären die unmittelbaren Blutsverwandten der Juden – das stimmt natürlich, es sind aber Nachfahren der Sepharden, nicht der Khasaren und die Khasaren bemühen sich in Israel und der gaqnzen Welt, die Sepharden auszuschalten und zurück zu drängen, aus wirtschaftlichen und politischen Funktionen und auch, wenn nötig, physisch – ich denke dabei an die sog. ‘Ringwurmkinder’.
Julius 4, wie schön ist deine Selbsterkenntnis, dich selbst als Trottel, der du in der Tat bist, zu bezeichnen.
Systemling 1, du bist einfach nur dümmlich.
23 Wigbold // Jan 1, 2009 at 23:26
@ Dike
“…die Nudeln an Herrn Winkler abliefern zu lassen, wenn Sie schon nicht selbst diese in seinem Vorgarten deponieren können. Versprochen ist versprochen”
Sie haben recht. Ich will auch gar keine Entschuldigungen suchen, denn dafür gibt es keine. Herr Winkler wird bekommen, was ihm zusteht. (Damit meine ich nicht kryptisches, sondern seine Nudeln!)
Zumal die Hartweizen-Pasta beim Discounter auch wieder billiger geworden ist (29 Cent – die Preiserhöhung vom März 2008 wurde zurückgenommen)
http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-mangelwirtschaft-190308_13348.html
24 Wigbold // Jan 2, 2009 at 0:03
Und ein gutes Neues Jahr wünsche ich Ihnen auch, liebe Dike!
25 Dike // Jan 2, 2009 at 0:13
Ach danke, lieber Wigbold. Hoffen wir das Beste!
26 Detlef // Jan 2, 2009 at 2:01
Ein mutiger Versuch der Beteiligten, wenigsten ein Hauch „intellektueller Art“ zu bewaren, auch wenn dieses Thema nicht als Ersatz für übliche Kommunikation herhalten kann.
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