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Zunächst muß ich voranstellen, daß ein Bürgerkrieg keine Revolution ist. Ein Bürgerkrieg kann im Rahmen einer Revolution ausbrechen, aber ist dabei eine Begleiterscheinung, die nicht notwendig eintreten muß. Auch der umgekehrte Weg ist möglich, daß sich ein Bürgerkrieg zu einer Revolution ausweitet
Eine Revolution hat primär politische Ziele, die Abschaffung der aktuellen Regierung. Eine solche Revolution erfordert Agitatoren, die sich davon persönliche Vorteile verschaffen wollen. Revolutionäre stürmen das schwer befestigte Kanzleramt, um unsere geliebte Bundeskanzlerin aufzuhängen. Eine Fraktion im Bürgerkrieg würde das Kanzleramt entweder in Ruhe lassen (und aushungern) oder es stürmen, um darin gründlich zu plündern. Treffen sie dabei auf die Kanzlerin, nehmen sie die eher als Geisel anstatt sie aufzuhängen.
Die Situation läßt sich mit Kaperschiffen und Piraten vergleichen. Kaperschiffe handelten im Auftrag irgendeiner Seemacht (zumeist England) und haben ihre Beute mit dieser Macht geteilt (also der englischen Königin). Piraten handelten auf eigene Rechnung und haben ihre Beute behalten. Höchstens im fortgeschrittenen Alter, wenn sie eine Amnestie haben wollten, arrangierten sie sich gegen eine Tributzahlung (zum Beispiel mit England).
Der bekannteste Bürgerkrieg, derjenige in Amerika, war übrigens kein Bürgerkrieg, sondern die gewaltsame Niederschlagung einer legalen Revolution. Mehrere Staaten wollten aus der Union austreten und sich zu einer eigenen Konföderation zusammenschließen, also ein anderes politisches System. Die Mehrheit der Bevölkerung der konföderierten Staaten stand hinter dieser neuen Regierung, der Prozeß ist vollständig nach den Spielregeln der Demokratie abgelaufen.
Der ach so große Präsident Abraham Lincoln wollte allerdings seine reichen Kolonien im Süden nicht verlieren und handelte amerikanisch, ließ also einmarschieren. Hätten die CSA gewonnen, stünde das heute als “der zweite Unabhängigkeitskrieg” in den Geschichtsbüchern. Da aber die USA gewonnen haben, wird dieser Verstoß gegen Demokratie und Völkerrecht fälschlicherweise als “Bürgerkrieg” bezeichnet.
Wann bricht ein Bürgerkrieg aus?
Bei einem Bürgerkrieg verlaufen die “Fronten” quer durch die Bevölkerung. Während Sie ein friedfertiger und gesetzestreuer Bürger bleiben wollen, bastelt ihr Nachbar an Molotov-Cocktails, rüstet seine Kinder mit Baseballschlägern aus und seine Frau durchsucht ihren Küchenschrank nach kampfgeeigneten Tranchiermessern.
Aber solange Ihr Nachbar allein seine Messer wetzt, ist das kein Bürgerkrieg. Gut, womöglich überfällt er demnächst einen Kindergarten, der aus konfessionellen Gründen seine Tochter nicht aufnehmen wollte, aber solange eine Hundertschaft Polizei die Familie niedermetzeln kann, ist das kein Bürgerkrieg.
Der Bürgerkrieg erfordert zwei Voraussetzungen: Eine davon ist eine gefühlte Benachteiligung oder Notsituation, die andere ist die Gruppenzuordnung, also eine “Wir gegen Die”-Situation.
Gewiß, diese Situation ist ständig gegeben. Wir Bürger leiden unter den Dauerschikanen und der Untätigkeit der hochprivilegierten Beamten, sind deren Willkür ausgeliefert. Aber das sind wir gewohnt, das ist ein Dauerzustand. Nur, weil die Staatsanwaltschaft Würzburg Dauerwinterschlaf hält, bricht noch kein Bürgerkrieg aus.
Was noch fehlt, ist der Anlaß. Wenn man einen Frosch ins heiße Wasser wirft, springt der sofort heraus, erhitzt man das Wasser jedoch langsam, bleibt er darin sitzen und läßt sich gar kochen. Ähnlich geht es auch den Bürgern. Solange man den Armen die Sozialhilfe über eine niedrige Inflationsrate kürzt und nur moderat die Steuern erhöht (also immer so um die drei Prozent), werden die Geschröpften zwar murren, aber nicht losschlagen und es sogar völlig in Ordnung finden, wenn unsere Regierung hin und wieder ein atomwaffentaugliches Unterseeboot an Israel verschenkt.
Hilfreich waren zu allen Zeiten Brot und Spiele. Brot gibt es heutzutage mittels Hartz IV und Spiele über die Satellitenschüssel. In Rom saßen die Sozialhilfeempfänger auf den schlechten Plätzen im Kolosseum, heute hingegen sitzen sie auf der heimischen Couch vor dem Fernsehbildschirm. Dank amerikanischer Produktionen erleben die Leute heute jede Woche mehr blutige Spektakel als ein durchschnittlicher Römer in seinem ganzen Leben. Das Blut garniert man mit ein paar schwachsinnigen Gerichtsshows, damit jeder glaubt, in einem Rechtsstaat zu leben, und mit ungebremsten Voyeurismus durch “Big Brother” oder “Deutschland sucht…”.
Erst, wenn sich die Lage rasch und spürbar verschlechtert, entzündet sich der Bürgerkrieg. Wenn Hartz IV nicht mehr ausreicht, um drei bis fünf abendliche Fernseh-Bierchen zu trinken, werden die Leute unruhig. Wenn die “Versorgungsengpässe” zunehmen, die Preise steigen, der Hunger ausbricht, dann wird die Bevölkerung zum Pulverfaß.
Es beginnt relativ harmlos, so stürmen beispielsweise Hungernde die Weihnachtsfeier der Deutschen Bank - und wenn die Banker still halten, wird nur das kalt-warme Buffet leergefuttert. Die Damen und Herren Großverdiener erfahren so hautnah, was ein Heuschreckenschwarm anrichtet.
Der nächste Schritt führt zu “Jugendbanden”, die sich ethnisch organisieren. “Wir Türken” haben in diesem Land keine Perspektive, bekommen keine Arbeit, genießen weder Ansehen noch Respekt… Genau das wollen sie sich verschaffen - und natürlich Geld. Es beginnt mit kleinen Aktionen, die von der Regierungspropaganda vertuscht werden. So wird die “Ausländerkriminalität” statistisch nicht ausgewiesen und in den üblichen Dummquatsch-Sendungen verharmlost.
Für die Täter ist das eine positive Rückmeldung, da die Staatsmacht kuscht und sie mit Samthandschuhen anfaßt. Es ist ja auch weitaus weniger gefährlich, einem “Volksverhetzer” die Wohnung auf den Kopf zu stellen und ihm seinen Besitz zu rauben, anstatt sich mit einer gewaltbereiten Horde russischer Kampfsportfans einzulassen.
Ehe mir jetzt jemand unterstellt, ich hätte ethnische Vorbehalte: Ich unterstelle Zugewanderten nur, daß sie als Fremde in unser Land gekommen sind und sich völlig menschlich verhalten. Einwanderer treffen sich in aller Welt mit Ihresgleichen, da sie die gleichen Probleme haben. In Ländern mit hohem Anpassungsdruck, wie es die USA lange Zeit waren, bleibt die erste Generation zugewanderte Deutsche, die zweite hingegen wird zu deutschstämmigen Amerikanern. Durch politische Fehlentwicklung gibt es in Deutschland nur einen geringen Anpassungsdruck, was dazu führt, daß auch die zweite oder dritte Generation sich noch als Araber in Deutschland empfindet.
So wie Deutsche in Sydney ihre Freizeit an Stammtischen mit anderen Deutschen verbringen, so verbringen Kossovaren in Deutschland ihre Freizeit mit anderen Kossovaren. Wenn der Einzelne keine Arbeitsstelle gefunden hat, verbleibt ihm sehr viel Freizeit, um sie mit Seinesgleichen zu verbringen. In einer Zeit, in der sich die Betriebe ihre Lehrlinge aussuchen können, stellt ein Betrieb lieber einen deutschen Hauptschulabgänger ein als einen Polen mit vergleichbar schlechten Noten, da er sich beim Deutschen nicht auch noch eine Sprachbarriere einhandelt. Der Pole hingegen fühlt sich benachteiligt, mit einer gewissen Berechtigung, denn er wurde abgelehnt, weil er eben kein Deutscher ist.
Das alles ist ganz normales menschliches Verhalten. Ganz normal ist es auch, daß junge Leute “in der Blüte ihrer Jahre” vor Kraft und Energie strotzen und diese ausleben wollen. Da ihnen der Beruf als Ventil versagt bleibt, richten sich Kraft und Energie auf andere Ziele.
Eine Integration versagt, wenn die Zuwanderer zu zahlreich werden. Zuwanderer sind dabei schon allein deshalb unterprivilegiert, weil der größte Teil des Familienbesitzes und des sozialen Netzwerks im Heimatland zurückgeblieben sind. Deutsche hingegen verfügen darüber, zwar nicht alle, aber sehr viele, die den Unterprivilegierten täglich begegnen.
Auch wenn “Antifaschisten” (Kommunisten gibt es ja keine mehr) uns etwas anderes lehren: Leibeigene haben niemals deshalb revoltiert, weil sie als Leibeigene unterdrückt wurden, während der Gutsherr in Saus und Braus gelebt hat. Revolten gab es, wenn in einer allgemeinen Hungersnot der Fürst seine Sklaven noch stärker ausbeuten wollte als sonst, anstatt ebenfalls zurückzustecken und mit seinen Leuten auf bessere Zeiten zu hoffen.
Im Mittelalter gab es keine Werbung, die den Leibeigenen ständig vorgeführt hat, was andere Leute sich alles leisten können. Im heutigen Deutschland wird eine kleine Gruppe immer reicher, während sich die Mehrzahl der Bevölkerung immer weniger leisten kann. Bei Deutschen bleibt die Illusion, sie könnten mit Wahlen ihr Schicksal beeinflussen. Auch das bleibt den Ausländern bei uns versagt. Deshalb stehen sie bei uns unter größerem Druck als Einheimische. Durch die gemeinsame Herkunft und Sprache wird außerdem die Gruppenbildung erleichtert, das Wir-Gefühl gestärkt.
Stellen wir uns ein Nobelrestaurant in Frankfurt vor. Ein Abendessen mit erlesenen Weinen kostet mehr als die 345 Euro, mit denen ein Hartz-IV-Empfänger einen ganzen Monat auskommen muß. An diesem Abend entschließt sich eine Gruppe junger Türken, ein wenig von dem dort gebotenen Luxus abzubekommen. Ein Dutzend distinguierter Kellner gegen zwei Dutzend kampfgestählter Männer mit Springmessern? Da verständigen die lieber unauffällig die Polizei, die natürlich sofort mit schweren Waffen und einem Sondereinsatz-Kommando anrückt.
Mittlerweile wird bekannt, daß sich im Lokal ein Vorstandsmitglied der Dresdner Bank und ein hessischer Minister aufhalten, die ihr diskretes Zusammentreffen ungern in der BILD-Zeitung dokumentiert sehen möchten. Das SEK tritt hart und kompromißlos auf, schließlich könnte ein Landesminister anders als ein schikanierter Bürger für eine Menge dienstlichen Ärger sorgen. Leider sind die Eindringlinge ob ihres Erfolges ein wenig ausgelassen und übermütig, hören nicht auf die freundlich gebrüllte Aufforderung, einzeln in Unterhosen und mit erhobenen Händen herauszukommen, deshalb fallen schließlich Schüsse. Zwei Türken, 16 und 17 Jahre, sterben.
Und eine Million Türken im gleichen Alter in ganz Deutschland sind sauer. Zuerst bringt die BILD nur, daß freche Jungtürken anständige Deutsche beim Abendessen überfallen haben, was die jugendlichen Migranten auch schon anheizt. Und dann verrät einer, der sich darüber ärgert, daß die Polizei wegen ihm niemals so energisch aufgetreten wäre, welche beiden Herren er in dem Lokal gesehen hat…
Wir wissen, was letztes Jahr in Frankreich passiert ist. Da haben in Paris und anderen Großstädten Autos gebrannt, weil zwei arabische Jugendliche durch Polizeieinwirkung zu Tode gekommen sind. Und genau das ist in jenem Szenario gerade in Deutschland passiert. Wir gegen Die - und WIR wehren uns!
Jetzt!
Ab sofort brennen auch in Deutschland Autos, es werden Scheiben eingeschlagen und Geschäfte geplündert. Der Bürgerkrieg hat begonnen. Vielleicht endet er schnell wieder, wenn die Regierung die Lage unter Kontrolle bekommt, mit Milliardenzahlungen, vor allem an ausländische Jugendliche, um diese ruhig zu stellen. Das belastet zwar den Bundeshaushalt und verhagelt uns das Maastricht-Kriterium, aber dafür herrscht Ruhe im Land. Und das ist doch viel wichtiger, nicht wahr?
Oh nein, denn jetzt reagieren deutsche Jugendliche, die nicht hinnehmen wollen, daß Ausländer besser gestellt werden sollen. Worauf die Regierung noch mehr Geld ausgeben muß - oder sie läßt schießen. Sind ja Deutsche, das ist keine fremdenfeindliche Handlung. Das interessiert das Ausland nicht, wenn Deutsche auf andere Deutsche schießen, das hatte man bereits 1945 so geplant gehabt.
Läßt sich unsere Polizei dazu mißbrauchen? Am Anfang mit Sicherheit, denn auch Polizisten sind gewohnt zu gehorchen. Später jedoch… Es geht Wir gegen Die, Deutsche gegen Ausländer, Arm gegen Reich. Der Zündstoff für den Bürgerkrieg wächst und ist er erst einmal ausgebrochen, wird er schwer wieder einzudämmen sein.
Wie wird ein Bürgerkrieg geführt?
Ein Bürgerkrieg beginnt schlecht organisiert und mit improvisierten Waffen. Sicher, ein paar Leute werden von Anfang an Schußwaffen haben und sie benutzen, doch in der ersten Stufe organisieren sich die Gruppen spontan. Eine Jugendbande fängt an, eine andere findet das “cool” und ahmt es nach. Zuerst hält die Polizei das Geschehen in Schach, doch das Gehalt eines Polizisten entschädigt zwar für einen Faustschlag bei einer unerwünschten Verkehrskontrolle, aber nicht dafür, Zielobjekt für ein Dutzend Baseballschläger zu werden.
In den Brennpunkten des Bürgerkriegs werden Sie keinen Polizisten sehen - und natürlich auch keinen Staatsanwalt oder gar einen Politiker. Die haben dann alle dringende Termine in den USA oder Australien. Zur Selbstverteidigung organisieren sich Bürgermilizen, welche die Herrschaft über die Straßen zurückerlangen wollen. Intelligente Polizisten werden die Gelegenheit wahrnehmen und sich in die Milizen eingliedern, diese sogar mit Waffen versorgen.
Die Kämpfe finden in den Städten statt, in den “Problemvierteln” ebenso wie in bester Citylage, wo es in teueren Geschäften gute Beute zu finden gibt. Auf dem Dorf mit 2.000 Einwohnern verfolgt man das Geschehen im Fernsehen, die wenigen Ausländer verschwinden von ganz allein. Marodierende Gruppen werden höchstens auf der Flucht aus den Städten über Land fliehen und dort von den Einheimischen aus rein präventiver Notwehr niedergemacht.
In Bürgerkriegen gibt es keine Genfer Konvention. Erwarten Sie also nicht, daß sich gegnerische Gruppierungen so korrekt wie die deutsche Wehrmacht verhalten, sondern eher wie Amerikaner in diversen Filmen, wo Kriegsgefangene spaßeshalber erschossen werden (oder wie die SS in amerikanischen Filmen, um die anschließenden Exzesse der “guten Amerikaner” dramaturgisch zu rechtfertigen). Die Zahl der Verletzten übersteigt die Kapazität der medizinischen Einrichtungen, ganz davon abgesehen, daß die Krankenhäuser keinesfalls sicher sein werden. Wenn eine Gruppe die Patienten nur ausplündert, haben diese großes Glück gehabt.
Rechnen Sie nicht damit, daß ein Arzt kommen wird, wenn Sie einen brauchen. Der weiß nämlich, daß die wütenden Horden so skrupellos auf Krankenwagen schießen, wie die Alliierten auf Lazarette. Kaufen Sie Ihrem Auto einen neuen Verbandskasten, das enttäuscht erstens den strafzettellüsternen Polizisten bei der nächsten Verkehrskontrolle und zweitens können Sie so den alten unter Ihren Wohnzimmerschrank schieben, für alle Fälle. Wenn Sie nicht gerade ausgebildeter Rettungssanitäter sind, nützt Ihnen bestimmt ein Buch über erste Hilfe, falls mal ein Querschläger Ihren Wellensittich trifft.
Im Bürgerkrieg gibt es nur wenige sichere Gebiete, er kann theoretisch überall aufflammen. Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und das Ruhrgebiet allgemein werden jedoch am schlimmsten betroffen. In Mittelstädten dürfte nur wenig passieren, Kleinstädte und das Land außerhalb des Speckgürtels von Großstädten dürften sogar ganz ruhig bleiben.
Innerhalb von Tagen organisieren sich Bürgerkriegsparteien besser. Es entwickelt sich eine Führungsstruktur, außerdem kommt es zu einer gewissen Uniformierung. Anders als bei Partisanen wollen sich die Kämpfer gegenseitig erkennen, insbesondere in Tumulten. Wenn Sie Glück haben - und keine umfangreiche Waffensammlung und eine festungsähnlich ausgebaute Wohnung besitzen - können Sie sich mit Schutzgeld gegen Plünderung absichern. Bürgerkriege dauern nicht besonders lange, entweder gelingt es der Regierung, die einzelnen Parteien zu beschwichtigen, oder eine Partei wird weitgehend vernichtet, oder sie münden in eine Revolution.
Verhalten im Bürgerkrieg
Falls Sie vorhaben, sich aktiv zu beteiligen, legen Sie sich ein paar Waffen zu, studieren Sie ein Buch über Guerillataktiken, erkunden Sie die nähere und weitere Umgebung nach plündernswerten Objekten und erstellen Sie eine Todesliste, auf der neben dem örtlichen Bürgermeister natürlich auch Ihr Chef und sein Vorzimmerdrachen stehen sollten. Und regeln Sie Ihr Erbe, denn vermutlich werden Sie den Bürgerkrieg nicht überleben.
Bei einem Bürgerkrieg ist es am sichersten, sich allen Fronten fernzuhalten. Wenn Sie gerne in Berlin-Kreuzberg leben, ist das Ihre Angelegenheit, aber Sie wohnen dann dort, wo schon in normalen Zeiten randaliert wird. Aber immerhin besitzen Sie dann bereits einschlägige Erfahrungen. Bleiben Sie in Ihrer Wohnung, wenn man Ihr Auto abfackelt. Ohne Auto können Sie immer noch zu Fuß gehen, mit einem gespaltenen Schädel nicht mehr.
Verlassen Sie Ihre Wohnung so selten wie möglich. Sie haben doch genügend Vorräte im Haus? Wenn nicht, sollten Sie diese besorgen, bevor der Bürgerkrieg ausbricht.
Bei einem Bürgerkrieg funktioniert in aller Regel noch die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser. Sie genießen also alle Annehmlichkeiten der Zivilisation. Allerdings sollten Sie sich unauffällig verhalten. Wenn Ihre Nachbarn Licht brennen haben, schalten Sie Ihres ebenfalls ein, damit Ihre Wohnung bewohnt aussieht. Wenn Ihre Nachbarn um 22:00 Uhr ins Bett gehen, sollten Sie spätestens ab 22:15 Ihre Wohnung verdunkelt haben, denn es erregt Verdacht, wenn Sie bis zum frühen Morgen aufbleiben.
Lassen Sie niemanden in Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Vermeiden Sie Gespräche mit Fremden, doch wenn es sein muß, bleiben Sie ruhig und extrem höflich. Seien Sie aber nicht unterwürfig, denn das provoziert Forderungen. Informieren Sie sich in Radio und Fernsehen, was in Ihrer Umgebung abläuft. Auch wenn Sie noch so gern Antenne Bayern hören - wenn Sie in Berlin leben, schalten Sie einen lokalen Radiosender ein. Wenn Ihr Internet-Anschluß noch funktioniert, suchen Sie doch mal nach der Homepage jener Gruppe, die gerade Ihren Wohnort tyrannisiert. Großspurige Anführer verkünden gerne, was sie demnächst beabsichtigen - und Sie können sich darauf einstellen. Lesen Sie die Flugblätter, die verteilt werden, auch wenn sie vor Rechtschreibfehlern strotzen. Information ist überlebenswichtig!
Die Alternative ist die Flucht, hinaus aus den großen Städten. Das Land ist sicherer, aber sind Sie auf dem Land auch willkommen? Spreewälder Bauern sind äußerst mißtrauisch gegen Berliner, die bei ihnen aufkreuzen, wenn in Berlin geschossen wird. Wenn niemand Sie kennt, denken die meisten, daß Sie hier sind, um auszukundschaften. Da zeigt man Ihnen höchstens, daß es hier vor allem wehrhafte Bauern gibt. Und vielleicht ein paar blaue Bohnen.
Aber wenn Ihre vergessene Großtante mütterlicherseits einen Urenkel in Gumpritzinen (145 Einwohner) hat, dann besuchen Sie den doch mal in den nächsten Tagen. Seien Sie nett zu ihm, womöglich möchten Sie einmal bei ihm unterkriechen. Und da Gumpritzinen auf keiner Karte zu finden ist, kommen auch keine plündernden Horden dorthin. Zumindest ist es wahrscheinlicher, daß Sie dort in einer Jauchegrube ertrinken, als von vagabundierenden Jugendlichen erschlagen zu werden.
Je homogener Ihr Wohnumfeld ist, um so ruhiger wird es bleiben. Allerdings sollte es sich dabei nicht um ein Millionärsviertel handeln, wie Berlin-Grunewald, Hamburg-Blankenese oder München-Bogenhausen, denn könnte jemand auf die Idee kommen, sich diese Häuser mal von innen anzusehen. Berlin-Marienfelde dürfte weitaus ruhiger bleiben als Kreuzberg oder Grunewald.
Revolution?
Der spanische “Bürgerkrieg” war in Wirklichkeit eine Revolution, denn er endete mit einer neuen Regierung, die nach ganz anderen Vorstellungen handelte als die vorherige. Die Unruhe und die Unsicherheit eines Bürgerkriegs bereiten einer Revolution den Weg. Gewiß, Politiker werden auch im Bürgerkrieg aufgeknüpft. Wenn unsere Kanzlerin ihren neuesten Hosenanzug unbedingt einer Gruppe aufgebrachter Sozialabsteiger vorführen muß, braucht sie sich nicht zu wundern, wenn die plötzlich ein gebrauchtes, aber noch gut erhaltenes Abschleppseil hervorholen und die nächste Laterne mit ihr verzieren.
Der Bürgerkrieg bereitet jedoch einer Revolution insofern den Weg, daß er Demagogen die Möglichkeit gibt, sich “an die Spitze des Volkes” zu setzen. Zur persönlichen Bereicherung, um Macht zu erlangen. Agitatoren werden oft von dritter Seite gefördert, zu eigennützigen Zielen. Wenn jedoch große Teile Europas ebenfalls im Strudel des Bürgerkriegs versinken, hat das Ausland andere Sorgen, als deutsche Revolutionäre zu unterstützen.
Die Revolution hat jedoch einen großen Vorteil: der Bürgerkrieg wird weitaus heftiger, aber er geht bald zu Ende. Wer immer gewinnt, wird für geordnete Verhältnisse sorgen.
Ach ja, eine Revolution unterscheidet sich außerdem in einem sehr wichtigen Punkt von einem Bürgerkrieg: Sie bereitet eine neue Ordnung vor. Und dann sollten Sie sich überlegen, ob das die Ordnung ist, in der Ihre Kinder aufwachsen sollen. Aus einem Bürgerkrieg sollten Sie sich so gut heraushalten, wie Sie nur können. Bei einer Revolution hingegen kann es erforderlich werden, sich für eine Seite zu entscheiden, denn nur dann können Sie dafür sorgen, künftig so regiert zu werden, wie Sie regiert werden wollen. Aber auch das sollten Sie sich genauestens überlegen.
Michael Winkler 21.03.07
Quelle: Störtebeker-Netz 24.03.07




33 responses so far ↓
1 Modernisierungsverlierer // Mar 24, 2007 at 20:41
Winklers Pranger werden von mal zu mal bescheuerter. Aber er hatte ja schon zu Silvester das Jahr 2007 als Katastrophenjahr beäugt, kein Wunder, dass die Katastrophe sich nun durch seine Pranger zieht.
Von der Europäischen Arbeiterpartei lernen heißt Frechheit lernen – wichtig im kommenden Bürgerkrieg, selbst wenn man in Mittelstädten wie Würzburg wohnt („In Mittelstädten dürfte nur wenig passieren, Kleinstädte und das Land außerhalb des Speckgürtels von Großstädten dürften sogar ganz ruhig bleiben.“): Diese siegt. So weißt Frau Zepp-LaRoche seit Jahrzehnten auf den unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch („Untergang“, Winkler) hin. Am morgigen Sonntag hier im “Spatz” aufs neue, jedes Jahr aufs neue. Irgendwann muss es ja mal klappen.
Michael Winkler, machen Sie sich nicht zum Deppen. Lassen Sie die Finger von solchen Albernheiten.
2 PA // Mar 24, 2007 at 21:56
Eine amüsant geschriebene “Bürgerkriegs-Satire”, die aber einen wichtigen Faktor außer acht lässt: Die Lenker im Hintergrund. Man sollte nicht glauben, dass die wirklich Mächtigen - das sind die Besitzer riesiger Finanz- und Immobilien-Vermögen - nicht so intelligent sind, politische Entwicklungen zu beobachten und daraus ihre Schlüsse zu ziehen: Schließlich haben sie ihre Intelligenz ja dazu benutzt, den weniger Intelligenten bzw. weniger Aggressiven das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das besondere Kennzeichen dieser Finanz-Mafia sind die “false flag”-Operationen, die bewusste Täuschung der Massen mittels des politischen Hebelgesetzes: Man baut auf beiden Seiten Parteien oder Führungspersonen auf, gibt ein paar “Terrorakte” in Auftrag, welche die Emotionen der Bürgerkriegsbewegten kanalisieren und im Hintergrund dann doch wieder in den Hafen der Interessen der Finanz-Mafia lenken.
Daraus ergibt sich eine Maximalforderung für alle, die in Bürgerkriegs-ähnlichen Zeiten die wirkliche Oberhand behalten wollen: Die Kontrolle der Medien. Um die Winkler’sche Diktion zu verwenden: Kundschaftet aus, wo sich in eurer Nähe die nächste Sendeanstalt, die nächste Druckerei befindet. Meist sind die durch besondere Vorkehrungen gesichert, auch das sollte herauszufinden sein. Es sollte auch möglich sein, ein Vertrauensverhältnis zu einzelnen in Medienbetrieben Beschäftigten aufzubauen, um so im Ernstfall sich leichter Zugang zu den betreffenden Medienressourcen verschaffen zu können.
Wichtig für die Vorbereitung zur Machtübernahme ist auch das Zwei-Kammer-Prinzip: Analog zu zwei chemischen Substanzen (früher waren das Zündhütchen und Schießpulver), die jeweils einzeln ohne Verdachterregung gehortet werden können, zusammen bei Bedarf jedoch ein explosives Gemisch ergeben, sollten die für die Übernahme der Medien benötigten Ressourcen in voneinander unabhängigen Teilbereichen systematisch aufgebaut und so organisiert werden, dass sie im Ernstfall leicht vereinigt und mit massiver Wirkung eingesetzt werden können.
Wer glaubt, dass die gegnerische Seite schläft und nicht schon längst das Gleiche tut, begeht einen gefährlichen Irrtum: Die Organisation und Bewaffnung von “Antifa-Milizen” wird von erfahrenen Akteuren präzise vorbereitet. Ich bin sicher, dass es in Deutschland bereits mindestens ein Dutzend größerer geheimer Waffenlager gibt (Gladio lässt grüßen), die im Ernstfall für die Niederschlagung eines Volksaufstandes dienen sollen. Einsatzpläne für Aktionen “behind the lines”, für sogenannte “Anti-Terror”-Aktionen der Polizei sowie für den Einsatz der Bundeswehr im Innern liegen längst in den Schubladen von CIA, Mossad und Konsorten. Was befindet sich in unseren Schubladen?
3 Straight Edge // Mar 24, 2007 at 22:11
Also echt, selten sowas dämliches gelesen. Wahrscheinlich hocken sie tagsüber in ihrem Bunker und am Abend getrauen Sie sich mal kurz heraus um solchen Schwachsinn zu schreiben. Lass mal gut sein!
Wird doch niemand gezwungen diese Seite aufzusuchen, geschweige denn zu lesen!!!
Der Hausmeister
4 Kritikaster // Mar 24, 2007 at 22:41
@Modernisierungsverlierer
Was kümmert sie das Ansehen von Herrn Winkler? Ob er sich mit seinen Texten “zum Deppen” macht muß sie nicht beschweren. Nehmen sie es für sich als schaurig schöne Fiktion. Oder lesen sie einfach Herrn Winklers Texte nicht.
Selbst wenn Herrn Winklers Prophezeiungen nicht zutreffen: Wem schaden sie? Etwas mehr Daseinsvorsorge kann niemandem Schaden. Selbst wenn die meisten von uns nie Erste Hilfe leisten werden oder ein Feuer löschen müssen: Das Können kann im Ernstfall von Bedeutung sein.
Sinnvoller als blöde vor dem TV (oder dem Computer) rumzusitzen oder sich die Birne voll zu saufen, sind Übungen für den Katstrophenfall allemal.
Also fröhnen sie ihren Hobbies, wir Pessimisten fröhnen unseren, und wir versprechen, im Ernstfall garantiert nicht zu ihnen angedackelt zu kommen.
Gruss Kritikaster
5 Bube // Mar 24, 2007 at 22:54
Ja, ja, der Bürgerkrieg kommt… BLÖDSINN! Rachephanatasien mit behoster Kanzlerin.
6 Ferrier // Mar 24, 2007 at 23:21
So ganz von der Hand zu weisen sind Winklers letzte Prognosen nicht. Obgleich ich die Datierung eher offen sehe, sind die Gedanken Winklers, als Hinweise auf mögliche Entwicklungen wertvoll und sollten nicht mit Spott und Hohn bedacht werden. Solche Szenarios sollten uns auch deshalb intensiv beschäftigen, damit wir von möglichen Entwicklungen nicht überrascht werden. Und was kann es schon schaden? Nichts!
7 Der Hans // Mar 24, 2007 at 23:25
Zunächst einmal möchte ich Herrn Winkler meine Hochachtung ausdrücken. Seine Art zu schreiben hat wirklich schon literarischen Wert. Sachkenntnis mit trockenem Humor gewürzt.
Egal wie man seine Analyse betrachtet, es ist für die Zukunft nicht auszuschließen, dass ein Szenario in dieser oder ähnlicher Form eintritt. Wir können die Augen nicht davor verschließen, dass wir in Deutschland entschieden zu viele “Menschen mit Migrationshintergrund” haben. Wer es tut ist Opfer der veröffentlichten Meinung.
Schöne Grüße
Hans
8 Mjoelnir.Thorshammar.Feindschmetterer@web.de // Mar 24, 2007 at 23:41
“Semper parati” hieß es bei den Pfadfindern oder “Allzeit bereit”, bei den Pionieren lautete es “Seid bereit” - “Immer bereit!”;
Vorbereitet sein ist alles, und wie es in Kreuzberg (Verzeihung, es muß politisch korrekt “Halbmondhügel” heißen) kocht, daß sich nicht einmal mehr die Systemschergen ‘reintrauen, kann man gar nicht gut genug vorbereitet sein, und hierbei geht es nicht nur um einen “Milleniumcrash”, der für den Wechsel auf das Jahr 2000 phantasiert wurde!
9 griesgram // Mar 25, 2007 at 0:29
@PA
Das besondere Kennzeichen dieser Finanz-Mafia sind die “false flag”-Operationen, @PA
“…bewusste Täuschung der Massen mittels des politischen Hebelgesetzes: Man baut auf beiden Seiten Parteien oder Führungspersonen auf, gibt ein paar “Terrorakte” in Auftrag, welche die Emotionen der Bürgerkriegsbewegten kanalisieren und im Hintergrund dann doch wieder in den Hafen der Interessen der Finanz-Mafia lenken”
Richtig!
Und genau deshalb wird auch der amerikanische “Unabhängigkeitskrieg” von 1776 bis…äh,heute?..als der ERSTE amerikanische Bürgerkrieg bezeichnet. Zur Hochzeit der Auseinandersetzungen dienten alleine mehr New Yorker Freiwillige in der britischen Armee, als diese bei Ausbruch der “Revolution” weltweit an Personalstärke hatte.Ca. 48000 Mann. Diese Opfer waren vergebens, die “Freiheit” der Börsenjuden hat obsiegt. Gleiches ist auch bei einem ähnlichen Szenario im bRd zu erwarten. Ziel muß es also von Anfang an sein, so viele davon wie möglich über die Klinge springen zu lassen.
10 Feirefitz // Mar 25, 2007 at 0:34
Sehr gute Beschreibung des zu geringen Anpassungsdrucks! Ansonsten, hier noch etwas Anschauungsmaterial zum Thema Bürgerkrieg:
11 Eberhard // Mar 25, 2007 at 1:16
Die derzeitige Weltlage ist brisant und gefährlich wie lange nicht mehr.
-Krieg im Irak
-Krieg im Libanon
-Krieg in Afghanistan
-usrael stationiert Raketen vor der russischen Haustür
-Möglichkeit eines Iran-Krieges mit Nuklearschlägen
-Zusammenbruch des Dollars ist möglich
-weltweiter Finanzcrash ebenfalls
-Israels Tage sind gezählt
-auch geopolitisch ist die brD falsch orientiert
Hab ich was vergessen? Das kann einem schon Angst machen - wenn man nicht auf beiden Augen blind ist!
Was wird passieren, wenn die brD beispielsweise nicht mehr in der Lage ist, die 40 Millionen Ausländer finanziell zu alimentieren? Die werden sich holen, was sie denken, das ihnen zusteht! Das ist bloß ein Aspekt…
12 OswaldSpengler // Mar 25, 2007 at 10:06
“Ziel muß es also von Anfang an sein, so viele davon wie möglich über die Klinge springen zu lassen.”
So sieht es aus.Wenn die Zustände erstmal so sind dass die Deutschen endlich wieder die Führung eines Kleinkriegs gelernt haben sollte man dieses, Polonium sei Dank ,nicht auf Deutschland beschränken.
“Hab ich was vergessen? ”
Im Großen und Ganzen nein - die selbstgefällige Sorglosigkeit ist ein Überrest der BRD Sozialisierung.
13 OswaldSpengler // Mar 25, 2007 at 11:29
Hierrüber kann sich jeder selbst Gedanken machen und abwägen.
http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/Art_2007-57_EndgameSzenarien-2.pdf
14 Wetekamp // Mar 25, 2007 at 13:20
@Eberhard
“Hab ich was vergessen?”
Jede Menge. Afrika ist kein friedliches Urlaubsparadies, dort brodelt und mordet es ohne Unterlaß. Ebenso die Anreinerstaaten um Rußland, in Asien und auch in Südamerika sind Auserwählte fleißig dabei, Unruhen zu stiften. Die Medienkonzentration auf den Nahen Osten lenkt hervorragend davon ab, daß es fast auf der ganzen Welt brodelt. Durchaus mit “ordentlicher” brd-Beteiligung.
15 DSympathisant // Mar 25, 2007 at 16:18
Wie immer die Kritiken ausfallen. Die Aufsätze von M. Winkler sind lesenswert und regen z um NACHDENKEN AN:
16 Blosenburg // Mar 25, 2007 at 16:38
Herr Winkler, der sonst durch seine Luzidität auffällt, vermittelt in diesem Artikel nicht nur gewisse eventuell nützliche Ratschläge, sondern in erster Linie ein Bild von der Kehrseite der Luzidität, die ganz schnell in eine Imprecation umschlagen und alle vorherigen Verdienste zunichte machen kann.
Selbst da ist die negative Darstellung allgemeingültiger Erscheinungen noch einigermaßen vertretbar, wenn jedoch Personen auf diese Weise impliziert werden, hört der Spaß auf.
Die Kehrseite von Frau Merkels gegenwärtiger Funktion beinhaltet lange Jahre relativer Unterdrückung durch das DDR-Regime und eine Reihe von Jahren der Erniedrigung durch das BRD-Establishement. Sie hat es verstanden durchzuhalten, die Gunst der Stunde oder der Stunden zu nutzen und an die Stelle der vorherigen Einschränkungen sind nun wahrscheinlich die nicht immer angenehmen Zugeständnisse getreten.
Sie nimmt das ebenfalls recht gekonnt auf sich und so gesehen ist sie beinahe eine Personifikation demokratischer Grundsätze und Möglichkeiten.
Da sie in ihrem Verhalten nichts Gewalttätiges an den Tag legt, ist es ein großes Unrecht, ihr mit solchen “Visionen” nahezutreten.
17 Eberhard // Mar 25, 2007 at 17:54
@Blosenburg
Der Beitrag ist mir unverständlich, was aber nicht an den Fremdwörtern liegt.
@Wetekamp
Danke für die Ergänzungen.
18 Modernisierungsverlierer // Mar 25, 2007 at 19:12
@ Blosenburg:
Eberhard hat recht, Ihr Beitrag ist unverständlich. „Imprecation“? „wenn Personen … impliziert werden“? Es liegt also nicht an den Fremdwörtern.
„Sie hat es verstanden durchzuhalten, die Gunst der Stunde oder der Stunden zu nutzen und an die Stelle der vorherigen Einschränkungen sind nun wahrscheinlich die nicht immer angenehmen Zugeständnisse getreten.
Sie nimmt das ebenfalls recht gekonnt auf sich und so gesehen ist sie beinahe eine Personifikation demokratischer Grundsätze und Möglichkeiten.
Da sie in ihrem Verhalten nichts Gewalttätiges an den Tag legt, ist es ein großes Unrecht, ihr mit solchen “Visionen” nahezutreten.“
So, so – nichts Gewalttätiges an ihr, eine Personifikation demokratischer Grundsätze stattdessen ist Frau Merkel, wenn auch nur beinnahe. Ich empfehle Ihnen, (weiterhin) das ZDF zu gucken und die „Zeit“ zu lesen, damit kommen Sie am besten weg. Bis Sie begriffen haben, wie der Hase läuft, wird noch so manches Hunderttausend Menschen die Personifikationen demokratischer Grundsätze und Möglichkeiten näher kennengelernt haben, leider nicht nur beinnahe.
19 Modernisierungsverlierer // Mar 25, 2007 at 19:13
beinahe, wie dumm.
20 Pat Bateman // Mar 25, 2007 at 20:53
“Oh nein, denn jetzt reagieren deutsche Jugendliche, die nicht hinnehmen wollen, daß Ausländer besser gestellt werden sollen.”
Ich lach mich tot! In welcher Realität lebt dieser Mann? Von einer kleinen Minderheit abgesehen, sind deutsche Jugendliche heutzutage nur noch Bücklinge und unselbständige Mamakinder. Wann reagieren diese deutschen Jugendliche denn mal mit Widerstand in Köln, Frankfurt oder Stuttgart? Ich warte gespannt, wahrscheinlich aber vergebens!
21 Eichenholz Original // Mar 25, 2007 at 21:52
Ist Blosenburg Pofalla?
22 Freibeuter // Mar 25, 2007 at 23:52
Die Beiträge von Herrn Winkler treffen zweifelsohne den Kern der Wahrheit.
Die Beiträge aber in Bausch und Bogen als Unsinn hinzustellen, mit der Begründung, nebensächliche Details wären falsch, halte ich für ungerechtfertigt. Die Grundgedanken, die Herr Winkler anstellt, sind doch überhaupt nicht abzustreiten !
23 Hakon der Gute // Mar 26, 2007 at 9:40
Die Sozialwissenschaftler - insb. die politischen Philosophen - arbeiten ständig mit solchen Gedankenexperimenten. Diese sind von großer Bedeutung, vor allem wenn man eine kohärente, in der Praxis anwendbare politische Theorie aufbauen will. Ich glaube, dass wir nicht nur über einen Bürgerkrieg/eine Revolution in der BRD Gedanken machen sollten, sondern auch über einen europäischen Bürgerkrieg/eine europäische Revolution. Wie Eberhard schreibt, ist die heutige Weltlage brisant und gefährlich wie lange nicht mehr. Das ist eine ernste Sache, und kein SF-Szenario.
24 Pat Bateman // Mar 26, 2007 at 13:10
Ob die Tatsache, daß der allergrößte Anteil der dummen brD Gutmenschen niemals ernsthaft Widerstand leisten wird, ein nebensächliches Detail in diesem Gedankenspiel ist, will ich mal dahingestellt lassen. Diese Menschen die den ganzen Tag mit gesenktem Blick durch Deutschland kriechen, um ja nicht einen “Mitbürger” dadurch zu provozieren das sie ihn angeschaut haben? Diese Menschen die sofort woanders hinschauen, wenn ein Landsmann mit diesen “Mitbürgern” Ärger bekommt? Wieviel Leute könnt ihr in 20 min. organisieren wenn ihr mal mit denen Ärger habt? 20-30? Nein? Die schon!
Philosophische Betrachtungen in Ehren, wenn man allerdings von komplett falschen Eckpunkten ausgeht, sind die völlg wertlos.
25 Nordländer // Mar 26, 2007 at 13:41
Im Großen und Ganzen sehr gut geschrieben.Warum sollte das alles nicht so eintreten?
Der Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien bach,wenn man’s genau nimmt,über Nacht aus.Die Serben fielen von einem Tag auf den anderen über ihre kroatischen,slowenischen und zum Schluß noch die bosnischen Nachbarn her.
Und wer hat am 8.Nov.1989 schon GEWUSST das am nächsten Tag die Schandmauer fiel?
26 Merktnix // Mar 27, 2007 at 0:54
@Blosenburg
Sie haben ein Bild von der Merkel, daß sich nicht an der Realität orientiert.
“…beinhaltet lange Jahre relativer Unterdrückung durch das DDR-Regime”
Merkel war aktiver Stützpfeiler dieses Regimes. Wenn Merkel unterdrückt war, welche Bezeichnung haben sie dann für die Unterdrückten?
“und eine Reihe von Jahren der Erniedrigung durch das BRD-Establishement.”
Trotz der 0,9 % oder 1,9%, die ihre damalige Partei “DA” bekam, bekam sie einen Posten in der letzten DDR- Regierung und war von Anfang an Ziehkind eines Herrn Kohl. Wenn bei Merkel eine “Erniedrigung” vorliegt, wie bezeichnen sie dann die Erniedrigten?
“Sie hat es verstanden durchzuhalten,…”
Bei soviel einflußreichem Gönnertum gibt es nichts durchzuhalten, eher abzuwarten und Anordnungen ausführen (und immer schön Augen und Ohren schliessen, wenn es verlangt wird).
“…die Gunst der Stunde oder der Stunden zu nutzen…”
Die Gunst der Stunde war vorhersehbar, spätestens als bekannt wurde (vor der entsprechenden Wahl), dass Frau M. Gast beim Bilderberger Treffen war und Herr Sch. dort als inoffizieller Teilnehmer weilte. Nennen sie es “Gunst der Stunde”, ich nenne es “wohldurchdacht”.
“…ist sie beinahe eine Personifikation demokratischer Grundsätze und Möglichkeiten.”
Ihre Definition von “demokratischen Grundsätzen” scheint mit dem Wortsinn nichts gemein zu haben. Nur ein Beispiel. Frau M. im Jahr 2004, damals Vorsitzende der CDU:
“Deutschland hat sich aus grundsätzlichen Erwägungen gegen Volksbefragungen auf Bundesebene entschieden. Das finde ich sehr richtig.”
“Da sie in ihrem Verhalten nichts Gewalttätiges an den Tag legt…”
Stetige höhere Zwangsabgaben sind eine Form von Gewalt, auch die Reformen zum ständigen Nachteil unterer Volksschichten (der Masse). Ihre aktive Haltung und Beteiligung in den heutigen Konflikten dieser Welt, nebst ihren Reden, in denen diese Person blind der aggressivsten Länder dieser Erde folgen will (Deutschland ist übrigens eines davon, nur nicht mit dem Segen des Volkes) und jede Unterstützung ankündigt, ja bedingungslos zusichert, daß nennen sie nicht gewalttätig?
27 Blosenburg // Mar 27, 2007 at 9:59
Vor den Wahlen habe ich mich zur Person von Frau Merkel geäußert - und es war nichts Gutes. Ich erwarte von ihr auch nichts Gutes.
Alles, war zur Widerlegung meiner “Thesen” oder meiner ersten “guten” Worte, die ich für sie aufbringe, angeführt wird, sehe ich als eine Art Ergänzung. Im Tagesgeschäft wird sie sich in etwa zwischen diesen beiden Polen hin und her bewegen.
So wie der Staat im Prinzip ein Untier ist, führt sie durch, was zu seiner Erhaltung notwendig ist. Doch zugute halten kann man dem, daß dem Staat ein geordnetes, überschaubares “Un”wesen zu eigen ist, dem man sich anbiedern kann, um nach oben zu kommen oder mit dem sich anlegen kann auf Art und Weisen, die noch überschaubar und einigermaßen objektiv sind.
Herrn Winkler Ausführungen sind dem gegenüber undurchsichtig, subjektiv und legen es auf die Zerstörung des letztes Restes eines geordneten Staatswesen an. Während bei Frau Merkel der Großteil ihres Tuns nachgeprüft und bewertet werden kann, sitzt ein solcher Herr im stillen Kämmerlein und läßt beliebig gegenwärtige und zukünftige Dinge und Menschen an seinem inneren Auge vorbeiziehen. Und wiederum beliebig gibt er ihnen neue Gestalten und Wendungen - aber nicht nur nicht gut, wie in Frau Merkels Fall, sondern ausgesprochen böse und übel.
Er kann dabei so weit gehen wie er will, denn dafür wird ihn kein Mensch auf Erden belangen können, nichts davon ist nachprüfbar, bewertbar, “reformierbar”.
Anstatt nun gegen seine “Truppen” angehen zu wollen, was sowieso ein Ding der Unmöglichkeit ist, bleibt mir nichts weiter übrig, als Frau Merkel künftig in einem günstigeren Licht zu sehen, denn unter ihrer “Herrschaft” bleibt mir immer noch ein größerer Spielraum als bei “Winkler”.
28 OswaldSpengler // Mar 27, 2007 at 13:56
“Herrn Winkler Ausführungen sind dem gegenüber undurchsichtig, subjektiv und legen es auf die Zerstörung des letztes Restes eines geordneten Staatswesen an.”
Du hast ihn glaub ich noch nicht richtig verstanden.Der Bürgerkrieg , der sich real bereits in den banlieues wie Clichy sous Bois manifestiert, wird nicht von einer nationalen Opposition , von links oder rechts,initiert.Für eine solche Aufgabe ist sie viel zu unbedeutend.Vielmehr werden diese Entwicklungen eben aufgrund der Politik einer BRD-Politschranze wie Merkel stattfinden.Wenn Winkler recht hat, und ich denke ähnlich, brauchst du und ich dafür nichts zu tun.Es geht einzig darum in der beschriebenen Lage bestmöglich zu handeln.Es werden Alternativen aufgezeigt.Der Bürgerkrieg wird stattfinden.
Du kannst natürlich nicht daran glauben.Die Zeit wird es dann zeigen.Die Indizien sprechen allerdings gegen die BRD.
29 Nordländer // Mar 28, 2007 at 7:59
Und gerade heute terrorisieren schon wieder Enwandererabkömmlinge Paris mit Gewalttaten.
Auslöser:Ein banaler Schwarzfahrer.
Bin mal gespannt was erst losgeht sollte Sarkozy Präsident werden?
30 OswaldSpengler // Mar 28, 2007 at 12:55
Eben Nordmann q.e.d.
31 Blosenburg // Mar 28, 2007 at 13:28
Im Zusammenhang mit all diesen Dingen wie Revolution, Bürgerkrieg, Aufruhr, Aufstand usw. sollte man unbedingt mal bei: Gustave Le Bon, “Massenpsychologie” http://www. textlog.de/35493.html nachlesen.
Er stützt sich dabei teilweise auf eigene sehr unschöne Revolutions-Beobachtungen, trennt sich aber selbst dabei nicht von einer zutiefst menschlichen Anteilnahme.
Das Wort “Bürgerkrieg” ist in gewisser Hinsicht unsinnig. “Guerre civile” trifft es da noch etwas besser, denn damit ist das Gegenstück zum Militär gemeint - so wie bei “in Uniform und nicht in Zivil sein”.
Die richtigen fest etablierten Bürger (citoyens von cité) neigen überhaupt nicht zu solchen “Kriegen”, da alles im Prinzip im Rat geklärt werden kann. In Erfurt gab es mal wegen Ueberteuerung und -steuerung ein Tolles Jahr. Das sind dann aber spontane Erhebungen, die unumgänglich werden, damit die Dinge wieder ins rechte Lot kommen.
32 Ottonormalverbraucher nach Hartz 4 // Apr 7, 2007 at 14:49
Guten Tag,
mich wundert, dass in Deutschland anscheinend nicht mal annäherungsweise Proteste kommen, die auch was bewirken.
Wie kommt es, dass es nicht laufend Demos gegen die komische Gesundheitsvorsorge mit den fiesen Praxisgebühren, Rezeptgebühren, Medikamente mit hoher Besteuerung usw. gibt,
dass es anscheinend kaum Großdemos gegen die hohen Semesterbeiträge, abgesehen von den Studiengebühren bei Langzeitstudenten gab?
Dass man Ende der Sechziger so viel demonstriert hat im Gegensatz zu heute?
Dass man keine Demos macht, die auch was bringen könnten, vielleicht durch Lahmlegen von Teilen der Infrastruktur oder halt etwas, wo Regierende dann aufgefordert werden würden, schneller nachzudenken? (Natürlich möglichst friedliche Demos)
Dass keiner auf die Straße geht, wenn man alles auf schleichende Weise teurer und unfinanzierbarer für Ottonormalverbraucher macht, also dem die Lebensgrundlagen und die Spaßfaktoren langsam entzieht anstatt sofort, ist mir auch klar. Also, wenn es ab heute verboten wäre, Alkohol in Deutschland zu trinken und keiner mehr was kaufen könnte, wären die Deutschen vermutlich sehr ärgerlich auf einmal.
Wenn dann z.B. Jugendämter in die Häuser gingen und Playstations und PCs von Jugendlichen beschlagnahmen dürften und das auch machten, wären dann die Betroffenen auch sehr ärgerlich.
Wenn dann auch noch Gesetze erlassen werden würden, dass Musikanlagen in Pkws sofort auf 2 Watt begrenzt werden müssten und Fußball nicht mehr im Fernsehen gezeigt werden würde,
ich denke, dann könnte es soweit sein, dass man demonstriert. Vielleicht sogar friedlich, weil keiner Alkohol da hat.
Ist es überhaupt bekannt, dass sich Ärzte kürzlich zusammengetan haben, um gegen das derzeitige Gesundheitssystem zu protestieren, indem viele die Praxen für eine Woche zumachen sollten, bis auf Notdienst?
Würd mich interessieren.
Gruß
Ottonormalverbraucher, zur Zeit aber “zwei Stufen” oder Ähnliches darunter (Sozialhilfe)
33 Ottonormalverbraucher nach Hartz 4 // Apr 7, 2007 at 15:23
Also, in Bezug auf IGMG :: das islamische portal
könnte ich mir eine Spaltung gut vorstellen.
Die Gefahr eines Bürgerkriegs in Deutschland, ggf. Europa, wenn man versucht, in einem Staat einen weiteren Staat zu schaffen, wobei dieser eine andere gesellschaftliche Ordnung haben möchte
Ich verstehe wohl, dass das fehlende Integrationsbestreben von beispielsweise ehemals türkischen, arabischen Bügern in die deutsche jeweils vorherrschende Gesellschaftsordnung und zwar durch Mithilfe der Deutschen, dazu führt, dass die betreffenden Eingewanderten dann halt bei ihren Gesellschaftsordnungen bleiben möchten, um wenigstens “irgendwas zu haben, was wichtig für eine Gruppe ist”, aber wenn man da nun anfängt, das Ganze zu überziehen, indem man in einem Staat einen anderen Staat aufbaut, dann könnte es zu großen Meinungsverschiedenheiten kommen, wenn noch Andersdenkende dort leben.
Und dann könnte es vermutlich zu Besetzungen kommen, zu Gebietsansprüchen verschiedener Gruppen (ob von “Ur-Deutschen” oder Einwanderern), zu Problemen, wenn deutsche Frauen Einwanderer heiraten wollen oder umgekehrt und wenn die jeweilige Familie was dagegen hat. Dann kämen vermutlich noch Nationalisten und würden versuchen, Einwanderer zu denunzieren u.a. usw.
Also, wenn ich mich dem Islam zugehörig fühlen würde oder muslimischen Glaubens wäre, dann würde ich diesen Verein vermutlich ganz gut finden. Trotzdem müsste ich auch daran denken, dass dieser Verein zu einer Spaltung im Staat führen könnte. Wäre das gut?
Also, wenn ich mir die politische Entwicklung im ehemaligen Jugoslawien anschaue (vorm Bürgerkrieg), dann, denke ich, ist so eine Spaltung ungesund.
Gruß
Otti
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