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Da Dr. Lawrence J. Peter ein Amerikaner ist, findet sich dieses Gesetz auch unter “Peter’s Principle”. Es steht gleichberechtigt neben Murphy’s Law und dem Parkinsonschen Gesetz. Es besagt schlicht und einfach, daß jeder solange befördert wird, bis er eine Position erreicht, die er absolut nicht ausfüllen kann.
Ich möchte Ihnen das anhand eines altehrwürdigen Beispiels erklären, das natürlich in den Tagen des “Lean Management”, der flachen Hierarchien und der Produktionsautomatisierung ein wenig überholt ist. Franz Zell fängt bei einer längst nicht mehr existierenden Autofirma wie beispielsweise Borgward am Fließband an. Er ist ein angelernter Arbeiter und wir befinden uns in den Fünfzigern, als noch niemand wußte, daß man für eine Karriere in Deutschland den MBA einer amerikanischen Universität haben muß.
Herr Zell schraubt ein paar Teile im Motorblock zusammen und er macht das großartig. Das fällt seinen Vorgesetzten auf und – damals wurde gute Arbeit noch anerkannt – sie befördern ihn zum Vorarbeiter. Jetzt hat Herr Zell andere Aufgaben. Er ist kein einfacher Schrauber mehr, sondern muß anderen Arbeitern zeigen, wie sie selbst gute Schrauber werden können. Außerdem springt Herr Zell ein, wenn einer aus seiner Gruppe mal auf die Toilette muß. Vorher hat er zu 100% geschraubt, also drei bis fünf Handgriffe ausgeführt. Jetzt muß er alle 50 Handgriffe seiner Arbeitsgruppe beherrschen und das so gut, daß er diese sogar bei seinen Kollegen verbessern kann. Bestenfalls schraubt Herr Zell jetzt noch zu 60% selbst.
Aber Herr Zell ist gut und meistert auch das noch. Folglich wird er zum Schichtleiter befördert. Jetzt hat er 60 Mann unter sich und ein kleines Büro in der Werkshalle. Schrauben wird er nur noch ganz selten, dafür muß er sich darum sorgen, daß seine Leute arbeiten können. Er muß die Wartungszyklen seiner Maschinen überwachen, Materialanforderungen ausfüllen, die Urlaubsplanung verwalten – von dem großartigen Schrauber ist nichts mehr übrig, höchstens ein übellauniger Chef, der den Leuten am Band liebend gerne zeigt, daß er es besser könnte. So ein richtig guter Schichtleiter ist er auch nicht, also wird er nicht mehr befördert, nicht einmal in den Fünfzigern.
Leider sind Geschichten wie die des Herrn Zell nicht auf die Fünfziger beschränkt. Nehmen wir einmal eine Frau Hermine Pilz. Die Dame ist fleißig, legt ein gutes Abitur hin und studiert Rechtswissenschaften. Sie bewegt sich jetzt zu 100% auf dem Gebiet ihrer Kompetenz: sie kann sehr gut auswendig lernen. Wer die Meinung seiner Professoren inhaliert und diese gut formuliert in den Klausuren nachbeten kann, bekommt eine gute Note und darf in den Staatsdienst. Frau Pilz wird als Staatsanwältin eingestellt und schließlich verbeamtet. Staatsanwälte sind in Deutschland an Weisungen gebunden und funktionieren wie Automaten: Man füttert einen Sachverhalt ein, dann kopieren sie aus vergleichbaren Fällen eine Anklageschrift zusammen und spucken diese aus. Viel zu denken braucht Frau Pilz nicht, es genügt, die auswendig gelernten Gesetze zu berücksichtigen und aus dem großen Textfundus die Bausteine zusammenzusetzen. Gut, dazu kommen noch die Auftritte in den Verhandlungen, aber zu 80% bewegt sich die Dame auf dem Feld ihrer Kompetenz.
Es geht nicht mehr ganz so schnell wie in den Fünfzigern, aber bei Beamten gibt es noch die Regelbeförderung. Als Oberstaatsanwältin wird es ein wenig schwieriger, jetzt muß sie hin und wieder mal im Internet nach Texten suchen und Fachbücher wälzen, aber das kann sie, das hat sie gelernt. Noch ist sie bei 70% ihrer Kompetenz. Die nächste Stufe ist die Richterin am Amtsgericht. Jetzt muß Frau Pilz etwas tun, was sie zuvor nie tun mußte: sie muß entscheiden. Sie muß sich Argumente anhören, diese abwägen und zu einem Urteil kommen. Dann muß sie noch eine Strafzumessung finden – völlig andere Arbeiten, als sie bisher gewohnt ist. Sie verläßt damit die Ebene ihrer Kompetenz. Das merkt schon ein Laie an den Urteilen, doch die Dame ist verbeamtet, sie darf weitermachen.
Ach ja – das deutsche Beamtenwesen umgeht das Peter-Prinzip mit seinen Regelbeförderungen. Hier werden Leute sogar dann noch befördert, wenn sie schon auf der erreichten Ebene völlig unfähig sind, die Aufgaben zu erfüllen. Zwangspensioniert wird bei uns niemand wegen Unfähigkeit, sondern nur wegen unpassender politischer Ansichten. Wer das vermeidet, kann weiterhin Schaden anrichten.
Die Ursache solcher Fehlkonstruktionen liegt in unserem politischen System. Auch hier wirkt das Peter-Prinzip. Wer nach oben kommen will, muß sich in seiner Partei durchsetzen. Das heißt, er muß zuerst den eigenen Ortsverband überreden, ihn als Delegierten zu wählen. Gut, das ist nicht allzu schwer, Ortsvorsitzender wird normalerweise jemand, der glaubhaft versichert, zweimal im Jahr ein Mitgliedertreffen abhalten und dabei die Bierversorgung sichern zu können. Ortsvorsitzende haben wenig zu sagen, aber dafür ein wenig Arbeit, weil die Partei ja verwaltet werden möchte. Die Kompetenz, die nach oben führt, ist der Verhandlungs-Nahkampf, also die Absprache unter vier Augen bzw. im kleinen Kreis.
Mit dieser Kompetenz geht es weiter nach oben, auf Kreis- und Bezirksebene. Haben Sie bereits gemerkt, wieso die Regelbeförderung für Beamte so hilfreich ist? Nein? Oh… Also, wie man an der Zusammensetzung der Parlamente leicht sieht, die ungefähr zur Hälfte aus Beamten bestehen, hilft eine Beamtenstelle sehr beim politischen Aufstieg. Jetzt stellen Sie sich bitte einmal vor, mit wie vielen Leuten Sie in den Verhandlungs-Nahkampf einsteigen müssen, um Kreisvorsitzender zu werden. Nun ja, das kommt auf den Kreis und die Partei an, in einer sogenannten “Volkspartei” sind es eher hundert als zwanzig. Sie haben also recht viel zu tun, können sich folglich nicht so intensiv um Ihren Beruf kümmern. Da trifft es sich doch gut, daß Sie als Beamter trotzdem befördert werden, nicht wahr?
Sehen Sie, alles ganz einfach und logisch.
Jetzt kommt der nächste Schritt, denn Kreisvorsitzende werden leider nicht von der Partei bezahlt. Was darf es denn sein? Ein Oberbürgermeister-Posten? Ein Landtags-Mandat? Der Einzug in den Bundestag? Sicher, die Parteimitglieder stimmen darüber ab, doch über wen sie abstimmen dürfen, wird in Hinterzimmern entschieden, im Verhandlungs-Nahkampf. Unser Partei-Fuzzi bewegt sich folglich noch immer auf der Ebene seiner Kompetenz. Zumindest, solange er keine Reden halten muß.
Hat er jedoch Erfolg, dann… Also, am schlimmsten ist es, wenn der Partei-Bonze Oberbürgermeister wird. Sicher, auch da wird vieles im Hinterzimmer verhandelt, das nennt sich dann zwar ganz offiziell Büro, aber es geschieht trotzdem unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Nur führt der Oberbürgermeister eine Stadtverwaltung – in einigen Bundesländern hat man das jedoch verstanden und beschäftigt für die richtige Arbeit einen Stadtdirektor, während der Oberbürgermeister Sonntagsreden hält und neugebaute Toilettenhäuschen einweiht.
Als verantwortlicher Oberbürgermeister erreicht der Partei-Funktionär sofort sein Peter-Plateau, also jene Position, für die ihm jede Befähigung fehlt, sie auszufüllen. Als Musterbeamter, der seinen Staats-Job als Versorgungsbasis für seine politische Karriere ansieht, hat er nicht allzuviel gelernt. Als Parteifunktionär ging es darum, andere Parteifunktionäre geschickt auszumanövrieren, um sich selbst nach oben zu kämpfen. Jetzt muß er plötzlich Entscheidungen treffen, die geballten Sachverstand erfordern. Aber wo soll der arme Partei-Fuzzi das gelernt haben? Das sind dann die Leute, bei denen sich die Partei später fassungslos fragt, wieso diese schon nach einer Amtsperiode wieder abgewählt worden sind. Hier in Würzburg haben wir das gerade erlebt.
Im Land- oder Bundestag ist das Klima für Partei-Fuzzis deutlich angenehmer. Von einem Schwanzlurch – Hinterbänkler trifft es ja nicht, wenn das Parlament wie üblich schwach besucht ist, dürfen die gerne ganz vorne sitzen – erwartet niemand, daß er Politik versteht. Es reicht vollkommen, das, was in der Parteizeitung steht, mit eigenen Worten unters Volk zu bringen und ansonsten immer so abzustimmen, wie es die Partei verlangt. Das eine schafft ein dressierter Papagei genauso, für die andere Funktion bräuchte man einen Schäferhund, also gibt es kein Peter-Plateau, weil keinerlei Kompetenz verlangt wird.
Obwohl, es gibt eine kleine Falle. Wer als Schwanzlurch nicht begreift, daß er keine Lizenz zum Denken hat, wird von der Partei aus dem Mandat gekegelt. Oh, das geht nicht blitzschnell, es sei denn, es wurde eine eigene Meinung über Israel geäußert. Im Normalfall gibt es vorher die Vier-Augen-Gespräche, in denen der Wackelkandidat darüber aufgeklärt wird, wie er zum Wohl seiner Partei sein eigenes Fortkommen fördern kann und welche Meinung dazu notwendig ist. Diese kleine Kernkompetenz braucht ein Parlamentarier nun einmal.
Zumindest zu 90% bleibt der der Partei-Funktionär als Schwanzlurch im Bereich seiner Kompetenz. Über sein weiteres Fortkommen entscheiden die Hinterzimmer, die jedoch jetzt eine Publikumswirkung erwarten. Volltrunkenes Dahinstammeln auf der Rednerbühne mag im Ortsverein angehen, aber wer so den Herrn Parteivorsitzenden ankündigt, erwirbt sich damit keine Förderung von oben. Die kleinen Tricks (”Das ist eine sehr gute Frage. Ich stimme Ihnen zu, daß wir hier großen Diskussionsbedarf haben. Ich werde dieses Thema im Parteipräsidium zur Sprache bringen und mich energisch für eine praktikable Lösung einsetzen.”) bekommt selbst ein Schwanzlurch in Parteischulungen beigebracht.
Es gibt viele nette Pöstchen, die im Hinterzimmer ausgekungelt werden, Landesgruppenchef oder Fraktionsvorsitz, Staatssekretär oder Minister – nur die besten Verhandler kommen an die Futterkrippen. Dann müssen Leute, die dienen, buckeln und gehorchen können, plötzlich führen – und schon haben sie ihr Peter-Plateau erreicht. Also wundern Sie sich nicht über die fehlende fachliche Kompetenz von Landwirtschafts-, Umwelt- oder Verkehrsministern, die sind wegen völlig anderer Fähigkeiten auf diesen Posten gelangt, als sie nötig wären, um diesen auszufüllen.
Ja, das Peter-Prinzip ist unerbittlich. Beim Militär hat man das längst erkannt, deshalb gibt es unterschiedliche Laufbahnen für Offiziere und Unteroffiziere. Ein General muß Schlachten gewinnen, nicht wie ein Gefreiter durch besonders sauberen Schuhputz auffallen oder wie ein Feldwebel Rekruten zusammenbrüllen. “Wer führen will, muß gehorchen können”? Welch ein Unsinn! Wir haben eine Bundeskanzlerin, die wunderbar gehorchen kann, früher der SED und Honecker, dann ihrem Mentor Kohl, zeitweise Stoiber und heute ihren Führungsoffizieren Bush und Olmert. Mag man ihren “Machtinstinkt” noch so sehr rühmen, sowohl als Parteichefin als auch als Bundeskanzlerin ist sie auf ihrem Peter-Plateau angelangt, weil sie die Ebene ihrer Kompetenz längst verlassen hat.
Das Gegenbeispiel ist “Joschka” Fischer. Der Mann war und ist unfähig, sich unterzuordnen. Er hat in der Schule versagt und im Beruf, sein größter Erfolg war es, Anführer einer Straßenschlägerbande zu werden. Bei den Grünen bot sich ihm die einmalige Chance, gleich oben einzusteigen, ohne die parteiübliche Kompetenz der Unterordnung und des Hinterzimmer-Marathons zu besitzen. Ein Mann mit Rasierklingen in den Ellbogen hat die harmlosen Öko-Aktivisten so schnell abserviert, daß diese kaum dazu kamen, ihre Wunden zu lecken. Als Umweltminister von Hessen und als Außenminister in Berlin hat er wenig gekonnt, das Amt auszufüllen lag jenseits seiner Kompetenz. Dafür konnte er die Grünen herumscheuchen wie eine Schafherde, über die Köpfe der Parteiführung hinweg.
Das Peter-Prinzip treffen wir sehr oft an. Ein guter Lehrer wird Schuldirektor, dann steht er kaum noch vor der Klasse und hat zahlreiche Aufgaben, für die ein Verwaltungsfachmann besser geeignet wäre. Warum gibt man dem Schulleiter nicht einen solchen an die Seite, in der Laufbahn des gehobenen Dienstes, den “Schul-Manager”, der sich um die ausreichende Bevorratung von Toiletten-Papier kümmert, während der Oberstudiendirektor seine Erfahrungen an die Lehrkräfte weitergibt?
Das Peter-Prinzip wirkt jedoch auch beim Direkteinstieg in eine hohe Position, ohne vorherige Beförderung. Wer in seinem Studium der Betriebswirtschaft nachgewiesen hat, daß er die Lehren seiner Professoren zitieren kann, darf gleich auf der Leitungsebene in einem Unternehmen einsteigen, ohne einen Hauch von Praxis erworben zu haben. Weil der “Diplomkaufmann” noch zu bieder klingt, muß es heute ein “Master of Business Administration” sein (MBA, Meister der Unternehmens-Verwaltung). Ausgebildete Verwaltungsfachleute sollen ein Unternehmen führen? Wir sehen das Ergebnis, es sind die bekannten “Nieten in Nadelstreifen”.
Warum ausgerechnet Verwaltungsfachleute und Erbsenzähler (Buchhalter / “Controller”) besonders geeignet sein sollen, Unternehmen zu führen, habe ich nie verstanden. Was diese Leute wirklich können, ist Verträge aushandeln, vorzugsweise ihre eigenen Verträge. Deshalb steigen die Vorstandsgehälter unaufhörlich, es gibt Erfolgsprämien, selbst wenn die Firma Verluste einfährt, und am Ende lassen sich diese Herrschaften bei ihrem Rauswurf wegen Versagens noch mit Abfindungen überschütten. Genau das haben sie gelernt, hier sind sie kompetent, doch bei den Aufgaben, für die sie eingestellt worden sind, erleben sie ihr Peter-Plateau.
Im Privatleben gibt es Möglichkeiten, das Peter-Prinzip zu umschiffen. Abgesehen davon, daß heute sowieso kaum jemand befördert wird, kann man eine Beförderung aktiv vermeiden. Dr. Peter hat sich zu diesem Zweck hin und wieder “versehentlich” auf den Parkplatz seines Vorgesetzten gestellt, harmlose “Vergehen”, die jedoch in ihrer Summe dazu führten, daß er bei Beförderungen übergangen wurde.
Wer auf untergeordneter Ebene nicht kompetent ist, also nicht gehorchen kann, braucht nicht auf eine Beförderung zu hoffen. Er kann auf eine Krise warten, um dabei seine Fähigkeiten zu beweisen, oder er macht seinen eigenen Laden auf. Wer selbständig ist, hebt sich damit auf die Leitungsebene. Anders gesagt: Wenn ich die besten Brötchen der Stadt backen will, genügt es, in einer Bäckerei zu arbeiten. Wenn ich jedoch die beste Bäckerei der Stadt haben will, muß ich nicht einmal backen können, sondern die richtigen Leute einstellen und sie so behandeln, daß sie die beste Leistung erbringen.
Das Peter-Prinzip wirkt unerbittlich, ob wir nun wollen oder nicht. Wir können nur entscheiden, ob wir es mißachten oder zu unserem Vorteil benutzen. Solange eine Karriere bedeutet, daß ein Fachmann mit Führungsaufgaben betraut wird und schließlich vor lauter Verwaltung nicht mehr dazu kommt, das zu tun, was er am besten kann, heben wir kompetente Leute auf ihr Peter-Plateau und lassen sie dort versauern, anstatt gute Leistung mit den richtigen Aufgaben zu belohnen. Ein Entwicklungsingenieur mit 50.000 Euro Jahresgehalt sollte Oberingenieur mit 70.000 Euro und schließlich Chefingenieur mit 100.000 Euro werden, dabei aber immer am “Reißbrett” stehen, anstatt als Gruppen- und Abteilungsleiter über Urlaubsplänen zu brüten.
Verwaltungsfachleute sollten verwalten, nicht führen. Richtiges Führen lernt man nicht an Fallbeispielen im Oberseminar, sondern in der Praxis. Der ideale Chef muß meine Arbeit nicht besser können als ich, sondern dafür sorgen, daß ich meine Arbeit gerne und mit Freuden erledige. Er muß wissen, was ich tue, aber sich hüten, mir ständig in meine Arbeit hineinzureden.
Es erfordert jedoch ein gesellschaftliches Umdenken. “Ich habe zwanzig, hundert, tausend Mann unter mir” – das besagt wenig über das Können des Einzelnen. Dies ist altes, hierarchisches Denken, das wir uns nicht mehr leisten sollten. Hier trifft Peter auf Parkinson, weil jeder versucht, die Zahl seiner Vorgesetzten zu verringern und die Zahl seiner Untergebenen zu erhöhen, solange das die einzige Möglichkeit ist, in seiner Karriere voranzukommen.
Leider sind die Hierarchien nur in Zeiten von Krisen und Umbrüchen durchlässig. Vom künftigen Chef wird die Ochsentour erwartet, das Sich-hoch-Dienen, was entweder zum Aufstieg in die Unfähigkeit führt, oder die Talente auf der falschen, untergeordneten Ebene verschwendet.
Es gibt in der deutschen Geschichte Beispiele. Der wirtschaftliche Aufschwung ab 1933 und ab1948 erfolgte, weil plötzlich die richtigen Leute an die richtigen Positionen gelangt sind. Legendäre Kriegsgeneräle wie Rommel oder Guderian, versauerten zuvor lange Jahre als Hauptmann oder Major, bis der Krieg sie von Geführten zu Führern werden ließ. In ruhigen, ereignislosen Zeiten steigen hingegen die Nieten ganz nach oben, Leute, die Chrysler kaufen oder die Telekom-Aktien zu Milliardengräbern werden lassen, eben keine Führer, sondern Geführte, deren beste Leistung im Abschluß des Abfindungsvertrags nach dem viel zu spät erfolgten Rauswurf besteht.
Was uns diese Herrschaften beschert, ist das Peter-Prinzip, die Beförderung für das, was man kann, nicht für das, was man können sollte. Diese Gewohnheit kostet uns eine Menge Geld und doch wird sie überall praktiziert, weil es letztlich die Versager selbst sind, die in friedlichen Zeiten über die Beförderung ihrer Nachfolger entscheiden – und ebenfalls wieder Versager berufen.





40 responses so far ↓
1 Helmuth // Jul 9, 2008 at 11:10
Fast durchwegs sehr vernünftig.Mich wundert nur,dass Herr Winkler mit seinem Verstand sich so viel Mühe für eine “brotlose” Sache” ,wie bei Altermedia zu schreiben ,hingibt. – Reiner Altruismus?
2 Bube // Jul 9, 2008 at 11:14
Schön (gruselig) ist auch die Theorie, dass nur derjenige befördert wird, der in seiner Arbeit unfähig(!) ist. Die Begründing ist, dass kein vernünftiger Vorgesetzter einen gut arbeiten Mitarbeiter aus einer Position abzieht, sondern eher froh ist, einen schlechten Mitarbeiter mittels Beförderung “weiterzureichen”.
3 2. Münchner // Jul 9, 2008 at 11:52
Sehr geehrter Herr Winkler,
das haben Sie geschrieben:
„… und studiert Rechtswissenschaften. Sie bewegt sich jetzt zu 100% auf dem Gebiet ihrer Kompetenz: sie kann sehr gut auswendig lernen. Wer die Meinung seiner Professoren inhaliert und diese gut formuliert in den Klausuren nachbeten kann, bekommt eine gute Note …“
Wäre das wahr, müssten Sie doch in der Lage sein, einen simplen Fall aus dem ersten Semester, der keinerlei Vorkenntnisse und damit auch kein gutes Gedächtnis erfordert, zu lösen. Also schau ma mal:
Der Fall spielt in X-Land. Die Gesetze von X-Land bestehen aus zwei Paragraphen; weitere Vorschriften existieren nicht.
Die Normen lauten:
§ 1: Wer ein Lebewesen tötet, wird … bestraft.
§ 2: Wer das Eigentum eines anderen verletzt, ist zum Ersatze des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.
Sachverhalt:
Y hat einen Hund. Y hat zwei Nachbarn, N1 und N2. N1 gibt dem Hund ein Gift, das nach 10 Tagen absolut tödlich wirkt. Es existiert kein Gegenmittel. Neun Tage nach der Gabe des Giftes erschießt N2 den Hund.
Frage: Gegen wen richten sich Schadensersatzansprüche? Wie sieht`s mit der Strafbarkeit der Nachbarn aus?
Ich wette € 100 gegen Sie und erwarte obendrein eine Entschuldigung bei allen Juristen, wenn Sie den Fall nicht lösen können.
4 Angemerkt ! // Jul 9, 2008 at 12:58
Danke, das Michael Winkler uns anhand eines Beispiel das Funktionärswesen der NPD erklärt.
5 Wigbold // Jul 9, 2008 at 13:18
Lesenswert zum „Peter-Prinzip“ ist auch das daraus hervorgegangene „Dilbert-Prinzip“ –allerdings schon seit gut zehn Jahren vor Erscheinen dieses Prangers. http://www.dilbert.com/
Und zu Sätzen wie „Es erfordert jedoch ein gesellschaftliches Umdenken…“ (Pranger) oder „obwohl sie … die Reformen vernachlässigt hat“ (Tageskommentar 8.7.) sei klargestellt: Die Reform die wir brauchen, lieber Herr Winkler (CSU), ist eine Guillotine auf dem Platz der Republik. Denn eine Tankstelle, an der man ein totes Ferkel kopfüber aufhängen könnte mit dem fast ebenso beliebten Steinbeisser daneben, die gibt es dort ja nicht. Diese praktische Umwidmung erfordert jedoch ein gesellschaftliches Umdenken.
P.S.: Apropos Steinbeisser, liebe Dike: Nähere Informationen zu diesem possierlichen kleinen Nager (auch bekannt als Steinlaus, lat.: lapis pediculi) gibt es hier:
http://www.clipfish.de/player.php?videoid=ODc2MDB8NDI%3D
P.S.2: Da haben Ys Anwälte aber Glück gehabt, was 2. Münchner? Gleich zweimal Geld! Plus Kohle für den Pflichtverteidiger von N2. Es lebe die Gelehrtenrepublik!
6 Bodo // Jul 9, 2008 at 13:29
Der Fall ist doch ganz einfach zu lösen. Y misachtet § 1 (eben nicht theoritisch, sondern ganz praktisch – jeweils an N1 und N2) und verspeißt aus Trauer seinen Hund. Frage zurück: Wer wird jetzt angeklagt? Kleiner Hinweis: das verabreichte Gift wirk noch.
7 Kopflos // Jul 9, 2008 at 14:52
Was sollen diese langen Texte die man viel knackiger und Zusammenfassender schreiben kann? Da schläft man ja ein beim lesen.
Für Leute wie Dich gibt es doch auch Artikel mit Bildern. – Der Hausmeister
8 Bube // Jul 9, 2008 at 15:13
@ 2. Münchner // Jul 9, 2008 at 11:52 (3)
Das ist genau die kleinkarierte Konrinthenkackerei der Juristen: Fühlen sich angegriffen, wobei es doch nur um ein beliebiges Beispiel ging. Aber sofort schreit das kleine Rechtskundler-Ego auf!
9 Anonymous // Jul 9, 2008 at 15:47
Er ist Jurist, und Sie ist auch von mäßigem Verstande!
10 Bube // Jul 9, 2008 at 15:55
@ (7) Kopflos // Jul 9, 2008 at 14:52
“Was sollen diese langen Texte die man viel knackiger und Zusammenfassender schreiben kann? Da schläft man ja ein beim lesen.”
Dann einmal los! Nur Mut! Den hoffentlich doch vorhandenen Kopf angestrengt und eine knackige Zusammenfassung in die Kommentarspalte gestellt! Ich freue mich immer über aussagenstarke Fünf-Zeiler!
11 Hagen // Jul 9, 2008 at 16:40
@2. Münchener
Vielleicht würde ich Dir bei der Lösung ja helfen. Die Frage ist nur: Bekomme ich auch die 100 Euro? Bei wem und wo kann ich sie ggf einklagen? Oder ist das nur ein Scherzangebot?
Die 100 Euro würde ich natürlich dem Tierschutzverein spenden.
12 Andreas // Jul 9, 2008 at 18:00
Wieder ein ausgezeichneter Winkler! Seine Beiträge entwickeln sich immer mehr zum Hausschatz im Kampf um die Wahrheit. Gegen einen Könner wie ihn können Linke Bazillen wie Bodo, 2. Münchner, Kopflos, Wigbold, Hagen, Feldklo usw. sowieso nicht gegen anstinken!
13 Lodmund // Jul 9, 2008 at 18:10
@ zweitklassigen winkelkonsulenten:
Es hängt in beträchtlichem Maße auch davon ab, ob Y, N1 oder N2 Eingeborene oder Kuffnucken sind. Je nachdem, ist das Messer hinterrücks bis zum Anschlag in den Buckel: “Körperverletzung mit tödlichem Ausgang” – oder eine Revierklopperei unter Strolchen, bei der der Moor aus Mocambique liegenbleibt, ein abartiger rassistischer Mord, für den “wir” uns alle zu schämen – und zu blechen – haben.
14 Hagen // Jul 9, 2008 at 19:24
@Andreas
Hast Du zu tief ins Glas geguckt? Mich als linke Bazille zu bezeichnen ist schon ein starkes Strück. Dieser Beitrag von Herrn Winkler gehört zwar auch aus meiner Sicht zu den lesenswerteren Aufsätzen, ist ber leider nicht immer der Fall. Du scheinst mir allerdings nicht zur geistigen und kulturellen Elite in diesem Land zu gehören, da Du entweder meine Beiträge nicht gelesen hast oder sie nicht verstehst. Wegtreten und 3 Stunden nachsitzen!
15 Dagmar // Jul 9, 2008 at 19:35
Lieber Herr Winkler!
Ich glaube jeder macht das, was er gelernt hat. Ron Sommer hat sich zum Beispiel nie für Geld interessiert und keinen MBA-Abschluß aus Amerika.
Statt dessen entwickelte er, seinen Neigungen entsprechend, mit 21 Jahren in seiner Doktorarbeit “Grenzwertsätze über die Entropie zahlentheoretischer Transformationen”, die er dann bei Nixdorf, SONY und der Telekom (vormals “graue Post”) konsequent umsetzte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ron_Sommer#Leben
Nach erfolgreicher Privatisierung und Modernisierung der Telekom, deren Weg Scharen toter Heuschrecken und gehackter Hacker säumten, arbeitet er heute für deutsche, amerikanische, russische und indische Spitzenkonzerne als Vorstand, Aufsichtsrat und Berater.
Was waren eigentlich Ihre Stationen, Herr Winkler, bevor Sie ein erfolgreicher Publizist wurden?
16 F. Heusinger // Jul 9, 2008 at 19:52
…Wir bekaempfen die korrumpierende Parlamentswirtschaft einer Stellenbesetzung nur nach Parteigesichtspunkten ohne Ruecksichten auf Charakter und Faehigkeiten.
(Auszug aus Punkt 6 des Parteiprogrammes der NSDAP)
17 Nur mal so // Jul 9, 2008 at 20:53
@Helmuth
…………Fast durchwegs sehr vernünftig.Mich wundert nur,dass Herr Winkler mit seinem Verstand sich so viel Mühe für eine “brotlose” Sache” ,wie bei Altermedia zu schreiben ,hingibt. – Reiner Altruismus?……………..
Herr Winkler schreibt NICHT FÜR Altermedia sondern für seine eigene Seite http://www.michaelwinkler.de/ “der Pranger”
Das macht er, weil er somit für seine Bücher Käufer findet, denen seine “Kostproben” gefallen.
In meinen Augen sinnvoll und legitim.
18 2. Münchner // Jul 9, 2008 at 21:41
@Wigbold
Lieber Vollnazi, die Anwälte von Y haben kein Glück gehabt. An den möglichen zwei Strafprozessen könnten sie nach dt. Recht nur als Nebenkläger – in X-Land mangels Vorschrift gar nicht – beteiligt sein; im Falle einer Sachbeschädigung wäre eine Nebenklage nicht möglich. Zwei Zivilprozesse wird es auch nicht geben, denn eine der beiden denkbaren Klagen wäre eindeutig chancenlos. Ihre Lösung hat also Mängel, ähem, und die des Teilnehmers “Bodo” erscheint mir überdies kreativer.
@Hagen
Durch Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet, vgl §762 BGB.
@Lodmund
Y, N1 oder N2 sind ausnahmslos Eingeborene von X-Land.
19 Völkischer Beobachter // Jul 9, 2008 at 22:58
@ 2. Münchner:
Lösung:
N2 wird gemäß § 1 bestraft.
Darüber hinaus muß er dem Y gemäß § 2 den Wert des Hundes ersetzen und dem N1 denjenigen des Giftes.
Die 100,- € spenden Sie bitte der Familie von Vincent Reynouard:
(IBAN): FR76 3000 4018 8600 0010 3849 161
BIC (Bank Identification Code): BNP AFRPPPGB
Herrn oder Frau Bourbon Fabrice
o Bankanschrift:
BNPP ARB PARIS
PTE DE CHOISY
Code banque: 30004
Code guichet: 01886
Numéro de compte: 00001038491
Clé RIB: 61
http://de.altermedia.info/general/fur-die-wahrheit-bin-ich-bereit-ins-gefangnis-zu-gehen-070708_15068.html
20 albalongus // Jul 10, 2008 at 0:23
Das Peter-Prinzip ist schon sehr lehrreich und kann früher oder später von jedem erlebt werden. Prof. Peter ist zwar Amerikaner im gröberen Sinne, nämlich Kanadier. Das Peter-Prinzip, Die Peter-Pyramide, Schlimmer geht`s immer gehört bei mir schon seit knapp 20 Jahren
zu meiner Lieblingslektüre. Sehr lesenswert, liest sich sehr locker und erinnert vom Stil her vllt. etwas an Mark Twain. Hilft außerdem sehr bei der Beurteilung von (Un-)Taten unserer “heißgeliebten Führer” in Politik u. Wirtschaft. Ups, ich habe mich gerade versündigt. Führer geht ja schon gar nicht.
21 Wigbold // Jul 10, 2008 at 8:12
@ 2. Münchner
“Ihre Lösung hat also Mängel, ähem”
Kein Wunder also, wollen Sie wohl sagen, daß meine so hoffnungsfroh begonnene geistliche wie akademische Karriere letztlich formal unzureichend verlief? http://de.wikipedia.org/wiki/Magister_Wigbold
Hundsgemein nachgetreten! Pfeffersäcke sind doch überall gleich – in Hamburg, in München und in Iffezheim. Und Anwälte sind die schlimmsten. Erst sich von Y zweimal Prozessvollmacht erteilen lassen und die Advocard belasten, und nachher von nichts gewußt haben wollen und eine der beiden (die verlorene) Zivilklagen als eh chancenlos bezeichnen!
Wirklich stringent erscheint dagegen die Lösung des VB. Auch die Verwendung der 100 Euro-Escudos ist im Sinne der Vitalienbrüder. Für solche Zwecke bitten wir gern zur Kasse.
22 Michael // Jul 10, 2008 at 9:50
Winkler, “eat your heart out”! Nachfolgend nur einige der juristischen “Auswendiglerner”:
Cicero
Johann Wolfgang von Goethe
Karl Marx
Joseph von Eichendorff
E. T. A. Hoffmann
Franz Kafka
Theodor Storm
Franz von Liszt
Carl Schmitt
23 Hagen // Jul 10, 2008 at 10:02
@2.Münchener
Ich wußte doch, daß Du Dich drücken wirst. An Winkeladvokaten wird es also auch in Zukunft nicht mangeln. Ich will aber kein Spielverderber sein.Die Lösung ist doch ganz einfach:
Y ist ein sog. bekannter Rechtsextremist (oder Neo-Nazi). Sein Hund ist ein Deutscher Schäferhund aus einer bekannten Rassezüchtung. N1 und N2 sind stadtbekannte Gutmenschen und Antifanten, die unter den Decknamen 2.Münchener und Freiherr von Brösellager ihr Unwesen treiben. Somit befinden sich also N1 und N2 im Besitz der aboluten Wahrheit und ihr Handeln ist stets gerechtfertigt. Rassezüchtungen sind politisch nicht gewollt und gehören ausgerottet. Die Tötung des Hundes ist somit gerechtfertigt und Y (ohnehin ein “Rechter” und somit rechtlos) geht leer aus. Y trägt die Kosten des Verfahrens und wandert für 3 Jahre in ein Umerziehunslager, das von “red sox” geleitet wird. N1 und N2 erhalten vom Richter eine Belobigung für ihren mutigen Einsatz gegen “Rechts” und dürfen den ausgestopften Schäferhund behalten.
24 2. Münchner // Jul 10, 2008 at 14:48
@Völkischer Beobachter
„N2 wird gemäß § 1 bestraft. Darüber hinaus muß er dem Y gemäß § 2 den Wert des Hundes ersetzen …“
Sie haben fast ein Viertel der zu behandelnden Probleme der Klausur zutreffend erkannt. Damit liegen Sie bei exakt 0 Punkten, auch wenn Ihre Lösung des strafrechtlichen Teils im Ergebnis richtig ist. Zum Bestehen der Klausur hätte man ungefähr folgendes schreiben müssen.
Zunächst zum Strafrecht:
N1 versuchte den Hund zu töten, hat es aber nicht geschafft. Da das Gesetz von X-Land keine Vorschriften zur Strafbarkeit des Versuchs einer Straftat enthält, existiert keine Versuchsstrafbarkeit. N1 ist deshalb straflos. N2 hat ein Lebewesen getötet – das haben Sie schön gesehen.
Schadensersatzansprüche:
N1 und N2 haben das Eigentum eines anderen verletzt. Fraglich ist, welcher Schaden aus der Verletzungshandlung jeweils entstanden ist. N2 tötete einen Hund, der zum Zeitpunkt der Tötung noch einen Tag zu leben hatte. Ein Hund, der noch einen Tag zu leben hat, hat keinen (materiellen) Wert. Folglich sind Schadensersatzansprüche gegen N2 ausgeschlossen. Die Verletzungshandlung des N1 verwandelte einen gesunden Hund in einen todgeweihten und damit wertlosen.
Ergebnis: N2 wird bestraft und N1 zahlt den Hund.
Sie werden Verständnis dafür haben, daß ich Sie nach dieser unterirdischen Leistung aufzufordern habe, die eigentlich mir geschuldeten € 100 Frau Claudia Roth persönlich in bar zu übergeben.
@Wigbold
„… wollen Sie wohl sagen, daß meine so hoffnungsfroh begonnene geistliche wie akademische Karriere letztlich formal unzureichend verlief?“
Sie wurden geköpft, was soll da „formal unzureichend“ sein? Vielleicht erklärt der bedauerliche Zwischenfall auf dem Richtbock Ihre doch erheblichen Probleme bei der Lösung des Falles. Mir bleibt nur, Sie wie den „Völkischen Beobachter“ aufzufordern, Frau Claudia Roth € 100 … ok, ich erlasse Ihnen einen Teil der Schuld, sagen wir € 50, weil Sie ja durch den Richtbock beeinträchtigt waren.
@Hagen
Sie haben recht. Ich hätte mich um die Zahlung gedrückt, wenn ich verloren hätte. Der Volksmund hat ganz recht, wenn er sagt, daß Spiel- und Wettschulden (nur) Ehrenschulden sind … bevor ich einem Nazi oder Holocaustleugner einen Cent bezahle, verbringe ich lieber den Rest meines Lebens in Unehre und Schande.
25 Völkischer Beobachter // Jul 10, 2008 at 16:24
@ 2. Münchner:
Nur damit ich das richtig verstehe:
Wenn VB in Erfahrung gebracht hat, daß W eine Zeitbombe unter dem Ferrari des Rechtsanwaltes R plaziert hat, die in exakt 45 Minuten explodieren und das Fahrzeug zerstören wird (”Feuer unterm Arsch verkürzt den Langen Marsch!”), so kann VB in exakt 40 Minuten das Fahrzeug mit einer Planierraupe überrollen, ohne dem R schadensersatzpflichtig zu sein?
26 Völkischer Beobachter // Jul 10, 2008 at 16:28
@ 2. Münchner:
Auf welchen Namen soll ich die Spendenquittung ausstellen lassen?
Wir wollen doch nicht, daß es der Partei der Kriegstreiber (”Bomben, Bomben, Bomben auf Serbenland!”) ebenso ergeht wie der NPD Thüringen, nicht wahr?
27 Lodmund // Jul 10, 2008 at 17:13
Peinlich, peinlich. Der “Mohr” natürlich. Grrrh, diese Schmach.
Aber jetzt verstehe ich erst so richtig, was Florus über die Behandlung der Juristen im Troß des Varus schrieb (”Jetzt kannst du nicht mehr zischen, du Schlange…”) – wenn es erfunden ist, dann gut erfunden.
28 Hermann Ludwig // Jul 10, 2008 at 17:42
Es ist abscheulich und dem politischen Dissidenten Herrn Winkler, dem Verfasser des legendären und total verbotenen Prangers “Das Undenkbare”, gegenüber ganz ungerecht, hier immer wieder nur auf das eine Thema zu sprechen zu kommen. Ich bin auch vom 2. Münchner (”bevor ich einem Nazi oder Holocaustleugner einen Cent bezahle”) letztlich enttäuscht, da er die Dummen immer wieder aufs Glatteis führt – statt seine kulturelle und geistige Überlegenheit zu nutzen, die kranken Seelen behutsam zurück ans Licht zu führen, wie andere das tun. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/489244?inPopup=true
Michael Peter Winkler hat seine publizistische Karriere übrigens als Kochrezeptautor begonnen, Frl. Dagmar. Daraufhin hat er eine Beförderung zum Dissidenten erfahren.
29 Wigbold // Jul 10, 2008 at 17:51
2. Münchner
“Frau Claudia Roth € 100″
Ist die grüne Kriegspublizistik wirklich so knapp bei Kasse? Gegen welche Monster soll’s denn diesmal gehen? Schreiben Ihre Zeitungen nicht 1. freiwillig und 2. mit weit größerem Vorteil für ihre Verleger von gegrillten Föten, Köpfen zum Fussballspielen, Lagern zur Vergewaltigung und KZs zur ethnischen Säuberung? Ich bin besorgt.
30 Carsten // Jul 10, 2008 at 19:25
2.von links –
Sie haben recht, daß der Hund mit einen Lebenstag keinen materiellen Wert hat – denn wenn er in dieser Zeit Ihr Leben zum Beispiel retten würde oder das eines Ihrer Kinder oder ganze Familie (Weckgebell bei Brand im Haus) –
diese Leistung ist nunmal unbezahlbar.
Als Familienmitglied..
Damit tritt automatisch § 1 für beide Täter in Kraft.
Nur in einer Schachergesellschaft wie der Araber, Hoppla, Fernöstler,
und westlichen “Wertegemeinschaft” hat der Hund weder einen Wert noch Unwert….
So wie die Werktätigen dort…. Reines Gebrauchsgut ohne materiellen Nennwert…
Lebendig nur Kostenfaktor – aber vielleicht profitabel
Tot nur Kostenfaktor – aber vielleicht noch profitabel…
Vielleicht gibt es ein Lebewesen auf der Erde, ob Hund oder Mensch, der solchen Leuten wie Ihnen die Handreichung und Gnade Gottes beweist – und Sie durch Herzenstat bekehrt.
31 Hagen // Jul 10, 2008 at 22:21
@2.Münchener
Wieso verbringst Du den Rest Deines Lebens in in Unehre? Hast Du denn bisher auch nur einen Tag ehrenvoll verbracht? Immerhin gestehst Du Dir diesen erbärmlichen Zustand ein.
32 Lodmund // Jul 10, 2008 at 22:22
Wäre doch auch eine schöne Prüfungsfrage: Wenn ein gutes Dutzend Kulturbereicherer einen eher spillrigen Siebzehnjährigen mit kurzem Haarschnitt mit Tritten, Knüppeln und Latten gründlich zusammenlegt, und ihm dann einer den Hals durchsägt, wieviel bekommt dann der Herr mit dem Messer? Und wieviel müßte die Moorsau von Wikiblödia bekommen, die in diesem Zusammenhang den Begriff “Auseinandersetzung” gebraucht? Das linkfaschistische Käs’blättchen “Junge Welt”, das ich um 1971 herum die Ehre hatte, es freiwillig zu zwangsabonieren, soll sogar von “Notwehr” gequakt haben…
33 Dike // Jul 11, 2008 at 2:04
“P.S.: Apropos Steinbeisser, liebe Dike: Nähere Informationen zu diesem possierlichen kleinen Nager (auch bekannt als Steinlaus, lat.: lapis pediculi) gibt es hier:”
http://www.clipfish.de/player.php?videoid=ODc2MDB8NDI%3D
Lieber Herr Wigbold, ich komme nach Tagen wieder auf diese Seite (mein Rechner war aufgedunsen und schwerkrank) und überfliege gerade mal nur die Kommentare OHNE die jeweiligen Artikel dazu gelesen zu haben. Man kommt ja kaum noch nach und fühlt sich wie ne ausgestopfte Gans mit Infos, die sowieso immer skuriller werden.
Steinmeier alias Steinbeißer ist ja noch viel zu gnädig für so ne Laus.
34 Dike // Jul 11, 2008 at 2:38
@Wigbold
Ach ja, und der Eintritt zu “clipfish” ist von dem Land, in dem ich mich gerade aufhalte, nicht gewährt. KA also, was für ein Beißer der Stein ist, oder sein soll.
35 2. Münchner // Jul 11, 2008 at 10:00
@Völkischer Beobachter
@Wigbold
Ihre Zahlung an Frau Roth wird als Handschenkung an diese persönlich erfolgen. Eine Unterstützung der grünen Kriegshetzer – wie Sie wissen, die einzige Partei, die ich nie (wieder) wählen werde – ist damit nicht verbunden. Nach nochmaliger Durchsicht Ihrer Klausurlösungen muß ich Sie auffordern, bei der Übergabe des Geldes auf die Knie zu sinken.
Im von Ihnen, geschätzter Immobilienbesitzer, lieber Miethai und veehrter Grundstücksspekulant, gebildeten Vergleichsfall haften Sie ohne Zweifel für den Schaden, da dieser bis zu Ihrem Eingreifen noch nicht eingetreten ist.
@Carsten
Die Anwendung von § 1 hängt nicht davon ab, ob der Hund einen Wert hat. Weiter bitte ich, sich die Frage vorzulegen, wieviel Sie für einen Hund bezahlen würden, wenn dieser in der Tierhandlung mit dem Hinweis “Sonderangebot, lebt nur noch bis heute nachmittag” angeboten würde.
Sie schließen sich bitte den beiden oben genannten Herren an.
@Lodmund
“Peinlich, peinlich. Der “Mohr” natürlich. Grrrh, diese Schmach.”
Unsinn. Jeder glaubt Ihnen, daß Sie wissen, wie man “Mohr” schreibt und daß deshalb ein Flüchtigkeitsfehler vorliegt … daß Sie ein Rassist sind, das ist eine Schande.
@Hagen
Ich habe keine Ehrenschulden, da ich nicht verloren habe. Bis zur Zahlung an Frau Roth müssen Sie sich als entehrt betrachten.
36 Völkischer Beobachter // Jul 11, 2008 at 11:11
@ 2. Münchner:
Solcherlei Zumutungen muß ich nun wirklich ganz entschieden zurückweisen – sie widerspricht dem angeborenen Ehrempfinden eines aufrechten Deutschen zutiefst.
“Es mejor morir de pie que vivir de rodillas!”
(”Es ist besser. aufrecht stehend zu sterben, als auf den Knien zu leben”)
“La Garde meurt mais ne se rend pas”
(”Die Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht!”)
Generals Pierre Cambronne (1770 – 1842), der mit diesen Worten die englische Aufforderung zur Kapitulation in der Schlacht bei Waterloo (18.6.1815) ablehnte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Cambronne
Das heißt im Umkehrschluß zwingend, daß Sie die künftige Wahl der NPD zumindest nicht gänzlich ausschließen können – erwischt, Herr Neo-Nazi in spe!
In den Umerziehungslagern der roten Genossen hätten Sie über so einen Satz jetzt seeeehr lange nachdenken müssen (bei Wasser und Brot).
37 Wigbold // Jul 11, 2008 at 13:04
Schade, Dike, denn da verpassen Sie Loriot als Prof Dr Grzimek beim Erklären der Lebensgewohnheiten der possierlichen Steinlaus. Die Möglichkeiten in dem Land, in dem Sie sich aufhalten, sind wohl nicht immer ganz unbegrenzt. Daß die Sperre kommerzielle Gründe haben wird, ist da kein Trost.
Sie, verehrter oberbayrischer Leninbube, sind also nicht nur eine “Linke Bazille” (anderer Teilnehmer), die gegen Herrn Winkler nicht gegen anstinken kann, sondern auch noch hundsgemein (wie ich weiter oben bereits festgestellt hatte). Wenn ich schon total versagt und alles (bzw. die Hälfte, 50 EUR) verloren habe, darf ich nicht wenigstens an die Khmer Rouge oder einen ähnlich fortschrittlichen Personenkreis spenden? Claudia Roth ist einfach yuk (igitt), und ich habe schon vor Jahren aufgehört, mich mit sochen Leuten zu befassen. So möchte ich’s beibehalten. Sonst flöhe ich wohl bald wieder hinaus auf hohe See.
38 2. Münchner // Jul 11, 2008 at 16:08
@Völkischer Beobachter
“Das heißt im Umkehrschluß zwingend, daß Sie die künftige Wahl der NPD zumindest nicht gänzlich ausschließen können …”
Bei der Auslegung einer Willenserklärung ist der wirkliche Wille zu erforschen und nicht an dem buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften, § 133 BGB … Da Sie wissen, daß die NPD für mich keine Partei, sondern eine kriminelle Vereinigung ist, kann Ihre Deutung meiner Äußerung nicht überzeugen.
@Wigbold
Klar ist Claudia “bäh” und “igitt”. Gerade deshalb versprach ich mir einen läuternden Effekt davon, daß Sie sich dieser in bittender Haltung nähern und ihr auf den Knien den letzten Fuffi in die Hand drücken. Aber gut, die Verhältnismäßigkeit muß stets beachtet werden. Ich erlaube Ihnen daher, die € 50 an Frau Clinton zu überweisen.
39 Lodmund // Jul 11, 2008 at 18:43
Ein Rassist zu sein ist keine Schande, oder wäre Albert Schweitzer ein Schandbube gewesen? Und die medientauglichen Parteien (genauer: die medientaugliche Partei SPCDUSED, auch: Fünferbande) sind eitel Lichtgestalten, die tagtäglich mehren das Recht und kränken das Unrecht. Latürnich ü b e r h a u p t nicht kriminell.
40 Dike // Jul 12, 2008 at 1:14
37
@ Wigbold
Nach eingen Bemühungen, hab’ ich die läppische BRD Zensur des clipfishs umgehen können und stieß ordungsgemäß auf
http://de.youtube.com/watch?v=DVKsbeayihI
und Loriots i.e. des Profs Gr.Erklärungen zur besagten Steinlaus.
Na ja… was soll man dazu noch sagen…
@ Münchner der Zwote
Find’s ulkig, wie Sie immer wieder versuchen, Wigbold mit aufgeblasener Heißluft zu ”kontern”.
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