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	<title>Comments on: Michael Winkler: Jagt diesen Staat zum Teufel! (11.06. 08)</title>
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	<description>In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)</description>
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		<title>By: frei</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-310026</link>
		<dc:creator>frei</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 07:38:27 +0000</pubDate>
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		<description>Macht eigentlich schon nachdenklich die Amis fanden keine einzige vergaste Leiche nach der Befreieung laut Angaben, Ihrer eigenen Soldaten!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Macht eigentlich schon nachdenklich die Amis fanden keine einzige vergaste Leiche nach der Befreieung laut Angaben, Ihrer eigenen Soldaten!</p>
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		<title>By: GB</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-307551</link>
		<dc:creator>GB</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 08:00:52 +0000</pubDate>
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		<description>@ TH

Mein Dank und Respekt für und vor Ihren fundierten Beiträgen zum Historischen Revisionismus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ TH</p>
<p>Mein Dank und Respekt für und vor Ihren fundierten Beiträgen zum Historischen Revisionismus.</p>
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		<title>By: BdU</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-305984</link>
		<dc:creator>BdU</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 22:43:10 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Zyklon B wurde aber ja gerade daraufhin entwickelt, daß es die Blausäuredämpfe langsam freisetzt, damit man es halbwegs sicher handhaben kann. Das Gas beginnt ziemlich langsam zu verdampfen oder zu verdunsten.&quot;

Stimmt. Ich erinnere mich, daß dadurch dem Entwesungspersonal genug Zeit gegeben werden sollte die Entwesungsgaskammer, aber auch durch Gas zu entwesende Gebäude zu verlassen. Nun könnte man ja ganz ketzerisch fragen, und wenn ich mich nicht irre machen ja genau das die Revisionisten, warum setzte man in Birkenau ein Mittel ein das:
1) Sehr teuer 
2) Nicht in beliebigen Mengen verfügbar
3) Offensichtlich nicht perfekt für den Zweck geeignet war
wenn man in Monowitz tonnenweise Kohlenmonoxid zur Verfügung hatte das man problemlos durch Leitungen nach Birkenau hätte leiten können. Billig, schnell wirksam und leicht verfügbar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Zyklon B wurde aber ja gerade daraufhin entwickelt, daß es die Blausäuredämpfe langsam freisetzt, damit man es halbwegs sicher handhaben kann. Das Gas beginnt ziemlich langsam zu verdampfen oder zu verdunsten.&#8221;</p>
<p>Stimmt. Ich erinnere mich, daß dadurch dem Entwesungspersonal genug Zeit gegeben werden sollte die Entwesungsgaskammer, aber auch durch Gas zu entwesende Gebäude zu verlassen. Nun könnte man ja ganz ketzerisch fragen, und wenn ich mich nicht irre machen ja genau das die Revisionisten, warum setzte man in Birkenau ein Mittel ein das:<br />
1) Sehr teuer<br />
2) Nicht in beliebigen Mengen verfügbar<br />
3) Offensichtlich nicht perfekt für den Zweck geeignet war<br />
wenn man in Monowitz tonnenweise Kohlenmonoxid zur Verfügung hatte das man problemlos durch Leitungen nach Birkenau hätte leiten können. Billig, schnell wirksam und leicht verfügbar.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: TH</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-305888</link>
		<dc:creator>TH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 20:08:45 +0000</pubDate>
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		<description>@BdU:

&lt;blockquote&gt;
Nach meinem Wissen tritt bei einer ausreichenden Konzentration, auch bei der Vergasung durch CO, bereits nach 20-30 Sekunden eine Bewußtlosigkeit ein.
&lt;/blockquote&gt;


Bei einer ausreichenden Konzentration, vielleicht. Bei amerikanischen Exekutionen nimmt man ja extra ein Cyanidsalz, das schlagartig in konzentrierte Säure geworfen wird. Daraus entwickelt sich dann schnell, wie bei einer Brausetablette, konzentriertes Blausäuregas. Und dem Verurteilten wird im eigenen Interesse geraten, einen tiefen Atemzug davon zu nehmen, damit es schneller geht. Man braucht also ein kooperatives Opfer und eine starke Gasquelle.


Zyklon B wurde aber ja gerade daraufhin entwickelt, daß es die Blausäuredämpfe langsam freisetzt, damit man es halbwegs sicher handhaben kann. Das Gas beginnt ziemlich langsam zu verdampfen oder zu verdunsten. Kein Vergleich zu dem Sprudelbad in einer US-Todeszelle. Wahrscheinlich würde es sogar Minuten bis zur Bewußtlosigkeit dauern, wenn man direkt neben so einer offenen Dose stehen würde. Wenn man dann noch bedenkt, daß die meisten Opfer ja mehrere Meter von den Einwurfluken entfernt gestanden hätten, kann man sich denken, daß es bei denen noch länger gedauert hätte, bis überhaupt erstmal etwas Gas bei denen angekommen wäre.
Und tiefe Atemzüge hätten die bestimmt nicht mehr genommen.


Die notwendigen Vorraussetzungen für einen schnellen Tod, eine schnell erreichte hohe Konzentration und Kooperativität / tiefe Atemzüge dürften also für Nazigaskammern ausscheiden. 


Kritiker von Rudolf argumentieren ja so, daß es deshalb kaum Cyanidspuren in den vermeintlichen Menschengaskammern gibt, weil dann eben angeblich sehr niedrige Blausäurekonzentrationen verwendet wurden. Rudolf hält dem entgegen, daß man nicht beides gleichzeitig haben kann: Entweder, man hätte wirklich sehr geringe Gaskonzentrationen benutzt, dann können die behaupteten kurzen Vergasungszeiten aber kaum stimmen, oder man hätte doch einen massiven Überschuß an Zyklon B und damit an Blausäuredämpfen nehmen müssen, um auf diese kurzen Tötungszeiten zu kommen. Dann wäre es aber um so unerständlicher, warum sich in den Wänden im Gegensatz zu den Entlausungskammern praktisch keinerlei Eisenblauspuren finden lassen.


Was Kohlenmonoxydvergasungen angeht, mit Dieselmotoren dürfte das eher eine Sache von Stunden sein, falls es überhaupt klappt, und selbst bei Abgasen von Benzinmotoren dürfte es schwierig sein, die Opfer in so kurzer Zeit bewußtlos zu bekommen. Da soll ja schließlich ein einziger Motor mehrere Gaskammern in einem größeren Gebäude mit Abgasen versorgt haben. Aber bei Bezinmotoren gibt es ja genug Fallbeispiele von Selbstmorden. In 30 Sekunden war da glaube ich noch niemand bewußtlos.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@BdU:</p>
<blockquote><p>
Nach meinem Wissen tritt bei einer ausreichenden Konzentration, auch bei der Vergasung durch CO, bereits nach 20-30 Sekunden eine Bewußtlosigkeit ein.
</p></blockquote>
<p>Bei einer ausreichenden Konzentration, vielleicht. Bei amerikanischen Exekutionen nimmt man ja extra ein Cyanidsalz, das schlagartig in konzentrierte Säure geworfen wird. Daraus entwickelt sich dann schnell, wie bei einer Brausetablette, konzentriertes Blausäuregas. Und dem Verurteilten wird im eigenen Interesse geraten, einen tiefen Atemzug davon zu nehmen, damit es schneller geht. Man braucht also ein kooperatives Opfer und eine starke Gasquelle.</p>
<p>Zyklon B wurde aber ja gerade daraufhin entwickelt, daß es die Blausäuredämpfe langsam freisetzt, damit man es halbwegs sicher handhaben kann. Das Gas beginnt ziemlich langsam zu verdampfen oder zu verdunsten. Kein Vergleich zu dem Sprudelbad in einer US-Todeszelle. Wahrscheinlich würde es sogar Minuten bis zur Bewußtlosigkeit dauern, wenn man direkt neben so einer offenen Dose stehen würde. Wenn man dann noch bedenkt, daß die meisten Opfer ja mehrere Meter von den Einwurfluken entfernt gestanden hätten, kann man sich denken, daß es bei denen noch länger gedauert hätte, bis überhaupt erstmal etwas Gas bei denen angekommen wäre.<br />
Und tiefe Atemzüge hätten die bestimmt nicht mehr genommen.</p>
<p>Die notwendigen Vorraussetzungen für einen schnellen Tod, eine schnell erreichte hohe Konzentration und Kooperativität / tiefe Atemzüge dürften also für Nazigaskammern ausscheiden. </p>
<p>Kritiker von Rudolf argumentieren ja so, daß es deshalb kaum Cyanidspuren in den vermeintlichen Menschengaskammern gibt, weil dann eben angeblich sehr niedrige Blausäurekonzentrationen verwendet wurden. Rudolf hält dem entgegen, daß man nicht beides gleichzeitig haben kann: Entweder, man hätte wirklich sehr geringe Gaskonzentrationen benutzt, dann können die behaupteten kurzen Vergasungszeiten aber kaum stimmen, oder man hätte doch einen massiven Überschuß an Zyklon B und damit an Blausäuredämpfen nehmen müssen, um auf diese kurzen Tötungszeiten zu kommen. Dann wäre es aber um so unerständlicher, warum sich in den Wänden im Gegensatz zu den Entlausungskammern praktisch keinerlei Eisenblauspuren finden lassen.</p>
<p>Was Kohlenmonoxydvergasungen angeht, mit Dieselmotoren dürfte das eher eine Sache von Stunden sein, falls es überhaupt klappt, und selbst bei Abgasen von Benzinmotoren dürfte es schwierig sein, die Opfer in so kurzer Zeit bewußtlos zu bekommen. Da soll ja schließlich ein einziger Motor mehrere Gaskammern in einem größeren Gebäude mit Abgasen versorgt haben. Aber bei Bezinmotoren gibt es ja genug Fallbeispiele von Selbstmorden. In 30 Sekunden war da glaube ich noch niemand bewußtlos.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: BdU</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-305623</link>
		<dc:creator>BdU</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 15:16:20 +0000</pubDate>
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		<description>@TH

Leider kann ich nur kurz antworten:

&quot;Das Problem ist, daß man das innere Ersticken bei vollem Bewußtsein miterlebt.&quot;

Nach meinem Wissen tritt bei einer ausreichenden Konzentration, auch bei der Vergasung durch CO, bereits nach 20-30 Sekunden eine Bewußtlosigkeit ein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@TH</p>
<p>Leider kann ich nur kurz antworten:</p>
<p>&#8220;Das Problem ist, daß man das innere Ersticken bei vollem Bewußtsein miterlebt.&#8221;</p>
<p>Nach meinem Wissen tritt bei einer ausreichenden Konzentration, auch bei der Vergasung durch CO, bereits nach 20-30 Sekunden eine Bewußtlosigkeit ein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: TH</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-305431</link>
		<dc:creator>TH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 12:46:28 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;@BdU:&lt;/strong&gt;

Die ganzen Adjektive, die ich gebraucht habe, nämlich pervers, grausam, kaltblütig, usw., waren eher so gemeint, daß die vorgeworfenen Tötungsmethoden und Greuel mal eher pervers, mal eher grausam, mal eher menschenverachtend, mal eher kaltblütig, usw. waren, nicht unbedingt alles auf einmal. Bei den Gaskammern und Gaswagen steht eher die Kaltblütigkeit und Menschenverachtung im Vordergrund, der Hintergedanke ist die Massentötung auf industrielle Weise. Angebliche Tötungen von Kriegsgefangenen mit Phenolinjektionen ins Herz erfüllen für mich eher das Klischee von besonderer Grausamkeit und Perversität. Weitere Beispiele wären Lagerwachen, die kleine Babies mit bloßen Händen zerreißen, oder Gaskammerpersonal, daß jüdischen Frauen noch schnell mit einem großen Messer die Brüste abschneidet, damit mehr Menschen in die Gaskammer passen, Opfer, die bei lebendigem Leibe in die Öfen geworfen wurden, Opfern, denen Fleischstücke aus den Beinen geschnitten wurden, die dann anschließend noch so zuckten, daß der Eimer, in dem sie lagen, herumhüpfte, usw. Diese Beispiele sollen die Deutschen wohl doch eher als besonders grausam und pervers darstellen.


&lt;blockquote&gt;
[...]wären froh gewesen wenn sie einen derart schmerzlosen Tod erlitten hätten wie es der Tod durch HCN-Vergiftung nun einmal ist, nämlich durch innere Erstickung, eine Art Einschläferung weshalb auch alle “Augenzeugen” die von Keuchen, Husten, nach Luft ringen usw. faseln niemals eine Vergasung gesehen haben können. Bei einer inneren Erstickung kann man unbehindert und frei atmen, man kriegt genügend Luft[...]
&lt;/blockquote&gt;
Ich muß gestehen, daß ich noch keiner Massenvergasung mit Blausäure beigewohnt habe, nicht mal einer Einzelvergasung.
Ganz so angenehm wie Sie sich das vorstellen, dürfte ein solcher Tod aber trotzdem nicht sein. Zum einen wäre da das Beispiel des längsten Todeskampfes eines zum Tode verurteilten, der in den USA mit Blausäuredämpfen hingerichtet wurde. Auf diesen Bericht wird in der revisionistischen Literatur hingewiesen, er müßte sich aber auch leicht durch Google finden lassen, die Quelle selber ist nicht revisionistisch. Bei dem Delinquenten wurden die konzentrierten Blausäuredämpfe dirket unter dem Stuhl  freigesetzt, und dennoch wurde der Tod erst nach 18 Minuten festgestellt. Der Todeskampf soll ziemlich quälend und unapetitlich gewesen sein.
Das Problem ist, daß man das innere Ersticken bei vollem Bewußtsein miterlebt. Deshalb gibt man bei Einschläferungen von Tieren oder bei Todesstrafen per Giftspritze auch erst ein Medikament, daß das Bewußtsein ausschaltet u./o. Beruhigungsmittel. Dazu kommt, daß die Reaktion und der Todeskampf wohl etwas dramatischer wird, wenn das Opfer weiß, daß es umgebracht werden soll. In einer Gaskammer hätten die Opfer, die weiter weg von den Einwurfluken gestanden hätten, mitangesehen, wie die Opfer direkt bei den Einwurfluken langsam erstickten. Der Körper kann zwar soviel atmen wie er will, aber er merkt auch irgendwann, daß die Luft nicht reicht. In der Fachliteratur wird deshalb als Symptom von Cyanidvergiftungen auch Atemnot und Lufthunger genannt. Oral aufgenommenes Cyanid gilt auch als brechreizerregend. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß es auch bei Blausäuregasen zu Brechreiz kommen kann. Ich kann noch mal nachsehen, vielleicht finde ich Quellen dazu.
Als Symptome kurz vor dem Tod werden in der Literatur noch Atemstillstand mit zentralen Krämpfen und Kollaps erwähnt. Also kein ganz so friedlicher Tod, wie Sie sich das ausmalen.
Dazu kommt, daß als Beleg für Vergasungen ja oft Rechnungen / Lieferscheine angeführt werden, nach denen gegen Kriegsende Zyklon B ohne Warnstoff geliefert wurde. Daraus kann man dann umgekehrt schlußfolgern, daß die Vergasungen vorher mit Zyklon B mit Warnstoff stattfanden. Und dieser Warnstoff muß wohl ziemlich unangenehm sein. Starker Hustenreiz dürfte damit garantiert sein, vermutlich wird man so ein Gemisch kaum atmen können, weil die Lunge sich dagegen streubt. Das Zeug war glaube ich sogar mal direkt als Kampfstoff im Gespräch. 

&lt;blockquote&gt;
[...]denn die Erstickung funktioniert bekanntlich durch Anbindung der Blausäure an die roten Blutkörperchen.
&lt;/blockquote&gt;
Nicht ganz, daß Cyanid lagert sich fest an das dreiwertige Eisen in der Atmungskette sauerstoffatmender Zellen und blockiert dadurch die Zellatmung. Die roten Blutkörperchen sind dabei nebensächlich. Die Haut wird nur schön rosig, weil das venöse Blut noch stark sauerstoffgesättigt ist, weil die Körperzellen den Sauerstoff der roten Blutkörperchen nicht mehr verbrauchen können. Bei Kohlenmonoxydvergiftungen kommt die rosige Farbe auf etwas anderem Wege zustande. Da ist es die Verbindung von CO und Hämoglobin bzw. Myoglobin, die direkt eine hellrote Farbe bewirkt.





&lt;strong&gt;@Doofer Deutscher:&lt;/strong&gt;

&lt;blockquote&gt;
Mir geht es bei der Auschwitzthematik um die Grundfrage der Sittlichkeit. Und da macht es keinen Unterschied, ob nun hundertfünfzigtausend oder sechsmillionen Menschen dort umgekommen sind. Schon allein dieses Leichenzählen finde ich unsittlich von beiden Seiten. Die einen machen damit Reibach und die anderen argumentieren so nach dem Motto: “Na wenns nur hundertfünfzigtausen waren, wars ja nicht so schlimm.” Und dann wird Verbrechen gegen Verbrechen aufgewogen, Zahn um Zahn sozusagen. Die Wahrheit besteht aber nicht aus Fakten.
&lt;/blockquote&gt;


Also wenn ich einen Menschen umbringe, kann ich ruhig gleich noch einen umbringen, einer mehr oder weniger ist dann ja auch egal? Und Leichenzählen ist dann ja unmoralisch?
Und nach ihrer Argumentation macht es also keinen Unterschied, ob nur ein Zivilist durch eine britische Bombe gestorben wäre, vielleicht sogar unabsichtlich, oder ob hunderttausende gezielt getötet wurden und praktische sämtliche größeren deutschen Städte bewußt in Mondlandschaften verwandelt wurden? Ich finde, es macht einen Unterschied.

Ihnen ist aber schon aufgefallen, daß öffentlich immer wieder Deutschlands immerwährende Schuld beschworen wird? Die Schuld für diese Toten, wieviele auch immer, wird also eindeutig uns Deutschen zugeschoben. Wie schon die Schuld am ersten Weltkrieg. Ich habe aber oben bereits versucht darzulegen, daß ich diese Schuldfrage für gar nicht so eindeutig geklärt halte. Ich behaupte, daß die Alliierten durch ihre Politik mindestens eine Mitschuld, wenn nicht sogar die Hauptschuld an den Toten in den deutschen Lagern haben. Diese Behauptung wird mancher vielleicht empörend finden, aber ich will nochmal versuchen, meinen Standpunkt zu erklären.
Sie schreiben:

&lt;blockquote&gt;
Und daß das eine politische Verbrechen (in ihrer Erwiderung die der Siegermächte) dem anderen folgt oder vorausgeht, ist eine Binsenweisheit, sie sie bei Machiavelli wie bei Clausewitz nachlesen können. Sie bringt uns aber nicht weiter.
&lt;/blockquote&gt;

Da haben Sie mich anscheinend falsch verstanden. Sie scheinen mich so zu verstehen, daß das eine Verbrechen dem anderen notwendigerweise als Rache / Vergeltung folgen müßte, je nach Standpunkt ja vielleicht sogar mit einer gewissen Berechtigung. Sie scheinen mich so zu verstehen, daß die Deutschen die Lager sozusagen als Folge, und somit als Vergeltung der britischen Kriegserklärung und Bombardierungen mit Sträflingen gefüllt hätten. So habe ich aber gar nicht gedacht.
Meine Argumentation geht dahin, daß die Westalliierten die Deutschen in eine Lage manövriert haben, wo es mehr oder weniger unausweichlich war, daß die Deutschen ihre echten oder eingebildeten inneren Feinde internieren und zur Rüstungsproduktion heranziehen würden. Deutschlands Kriegsgegner haben ihre inneren Feinde ebenfalls in Lager interniert, Amerikaner haben auch nicht davor zurückgeschreckt, kleine japanische Kinder in Lager zu stecken. 
Ich wiederhole es noch einmal, die Westalliierten haben einerseits öffentlich und im großen Stil versucht, die deutsche Zivilbevölkerung abzuschlachten, und gleichzeitig die bedingungslose Kapitulation eben dieses Volkes gefordert. Dazu kommt noch, daß die Deutschen noch aus frischer Erfahrung wußten, wie sie nach der letzten Kapitulation von den gleichen Gegnern betrogen wurden. Wie würden Sie es anders beschreiben, als daß Deutschland mit dieser Kombination in die Enge gedrängt wurde und quasi gezwungen wurde, sich mit allen Mitteln zu verteidigen? In dieser Situation war nichts anderes zu erwarten, als daß alle wahrgenommenen Feinde interniert und zur Zwangsarbeit herangezogen wurden. Ich würde ziemlich viel darauf wetten, daß jedes andere Volk auch so gehandelt hätte. Und da diese Folge abzusehen war - man muß schon etwas begriffsstutzig oder böswillig sein, um diese Konsequenz nicht einzusehen - tragen diejenigen, die für das Entstehen dieser Situation verantwortlich waren, auch mindestens eine Mitschuld an dem Teil der Lagerinsassen, die durch Hunger und Seuchen umgekommen sind. 
Und ich behaupte sogar, sie tragen den Hauptteil der Schuld, denn wer hätte etwas an dieser Situation andern können?
Die Deutschen am allerwenigsten, denn man hatte sie vor die Wahl gestellt, bedingungslose Kapitulation, oder durch britische Bomben oder Rotarmisten abgeschlachtet zu werden. Und wegen der britischen Flächenbombardements rechneten die Deutschen bei einer Kapitulation wohl mit dem schlimmsten. Die Deutschen hatten also aus ihrer Sicht nur wenig Optionen. Umgekehrt waren die Deutschen aber weder für Briten, noch für Amerikaner eine wirkliche Bedrohung. Hitler wollte keinen Krieg mit den Angelsachsen und es gab von deutscher Seite mehrere Friedensangebote, die von unseren Befreiern jedoch heldenhaft abgewehrt wurden.
Es wären also Briten und Amerikaner gewesen, die es während des ganzen Krieges in der Hand gehabt hätten, die Voraussetzungen für die deutschen Lager zu beenden. Sie haben diese Chance nicht wargenommen. Deshalb tragen sie einen großen Teil der Verantwortung an den Toten dieser Lager. Und deshalb empfinde ich es als besonders geschmacklose Heuchelei, wenn diese Alliierten, die sich vorher sogar noch geweigert hatten, Juden aufzunehmen, sich jetzt als Retter aller Juden aufspielen.

Wenn ich jemanden in die Ecke dränge und mit dem Leben bedrohe, vorher noch seine Frau und seine Kinder umgebracht habe, und er dann wild um sich schlägt und es dabei weitere Tote gibt, wer trägt dann die Verantwortung? Ich, oder der, den ich bedroht und in die Ecke gedrängt habe?


&lt;blockquote&gt;
Die Zionisten halten nun Auschwitz für das Menschheitsverbrechen schlechthin und Sie halten mit anderen Menschheitsverbrechen der Weltgeschichte dagegen. Was soll das für einen Sinn haben?
&lt;/blockquote&gt;

Zunächst mal sind es ja nicht nur die Zionisten, es scheint sich ein weltweiter Konsens entwickelt zu haben, daß Auschwitz das größte Verbrechen aller Zeiten ist. Wo immer auf der Welt Menschen andere als böse kennzeichnen wollen, fliegen die Nazivergleiche nur so durch die Gegend.
Und was es für einen Sinn machen soll, daß ich andere Menschheitsverbrechen dagegen halte? Nun, Briten und Amerikaner halten sich aufgrund der überlieferten Version des zweiten Weltkrieges immer noch für die Retter der Menschheit. Und sie glauben, ein paar Lehren aus diesem Krieg gewonnen zu haben. Nämlich, daß Appeasement-Politik angeblich nichts bringt und gefährlich ist, daß man nämlich besser so früh wie möglich Gewalt anwendet, und daß überall auf der Welt die Demokratie eingeführt werden muß, wenn nötig eben mit Gewalt. Außerdem haben besagte Nationen es nach zwei Weltkriegen mit antideutscher Propaganda verinnerlicht, daß sie automatisch und immer die Guten sind, während es ja bewiesen wurde, daß der Feind tatsächlich immer abgrundtief böse war. Und gegen einen Feind, der das Böse repräsentiert, ist eben jede Grausamkeit gerechtfertigt. 

Und seit dem ersten Krieg haben es jene beiden Nationen ganz besonders verstanden, ihre Bevölkerungen mit einer geschmackosen Märchenpropaganda gegen ihre jeweiligen Kriegsgegner aufzuhetzen. Es ging im ersten Weltkrieg los, mit deutschen Soldaten, die belgischen Babies die Hände abschneiden, kanadische Soldaten kreuzigen, belgische Babies auf Bajonette aufspießen, oder ihre eigenen Leichen zu Seife und Dünger verarbeiten. Nach dem zweiten Weltkrieg ging es fröhlich weiter:
Gulf-of-Tonkin-Incident, die Brutkastenstory mit der Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA vor dem ersten Golfkrieg, der gefälschte Bericht des britischen TV-Senders ITN über angebliche serbische Vernichtungslager, und Colin Powells drolligem Vortrag über die Weapons-of-Mass-Destruction vor der UN. 
Ach ja, im zweiten Weltkrieg waren natürlich alle Schauergeschichten echt.

Greuelpropaganda hat sich als probates Mittel durchgesetzt, Menschen zu Kriegen aufzuhetzen, die nicht nötig sind. Ich betrachte es als meine sittliche Pflicht, meinen Teil dazu beizutragen, daß diese geschmacklose Praxis endlich ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird, damit es in Zukunft wenigstens schwieriger wird, Menschen durch Lügengeschichten aufzuhetzen, und ich betrachte es auch als meine sittliche Pflicht, meinen Teil dazu beizutragen, daß die besagten zwei angelsächsischen Völker endlich von ihrem Welterlösungswahn geheilt werden.

&lt;blockquote&gt;
Mir geht es bei der Auschwitzthematik um die Grundfrage der Sittlichkeit.
&lt;/blockquote&gt;

Mir auch. Ich glaube einfach nicht, daß deutsche Kinder zu besseren Menschen werden, wenn man ihnen von klein auf grausame Greuelgeschichten erzählt. Und das passiert ja nicht nur in Deutschland, weltweit müssen sich Kinder diese Geschichten ja mittlerweile anhören. Wieso hält man es in den meisten Ländern für unangebracht, kleine Kinder brutale Horror- und Gewaltfilme sehen zu lassen, malträtiert sie aber andererseits mit zweifelhaften, aber mehr als verstörenden Holocaustgeschichten - und Bildern? Ich glaube, daß Kinder davon psychische Schäden erleiden können, und wenn diese Geschichten nicht der Wahrheit entsprechen, muß dieser Irrsinn so schnell wie möglich beendet werden. 
Vor einiger Zeit habe ich mal gelesen, daß Juden, kann sein, daß es sich um amerikanische Juden handelte, den höchsten Prozentsatz an Menschen in psychotherapeutischer Behandlung haben. Ich weiß nicht, ob das stimmt, vielleicht handelte es sich auch nur um einen erfundenen Text eines kleinen Antisemiten, aber soweit mir bekannt ist, soll es in den USA ja tatsächlich hip sein, daß jeder seinen eigenen Psychiater hat, und unter letzteren sollen tatsächlich Juden überproportional vertreten sein. Vielleicht ist also was dran. Der Text erklärte das Phänomen soweit ich mich erinnere mit dem seltsamen Zeug, mit dem jüdische Kinder in ihren Talmudschulen indoktriniert werden, nämlich Regeln für alles und jedes, und unter anderem auch mit der Holocaustgeschichte. Ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn kleine Kinder psychischen Schäden davontragen, wenn man ihnen von klein auf einhämmert, daß alle anderen sie umbringen wollen. Die Holocaustgeschichte ist nicht nur für Deutsche schädlich, sondern auch für Juden. Für letztere hat sie sich sogar zur Legitimation eigener Greuel in Israel entwickelt. Wenn die Geschichte nicht stimmt, noch ein Grund mehr, sie als Märchen zu entlarven. Für Juden wirkt sie sich nämlich ganz bestimmt nicht so aus, daß diese dadurch sittlicher werden. Sie werden höchstens noch paranoider und glauben, daß gegen ihre Feinde alles gerechtfertigt ist, weil diese sie ja ständig umbringen wollen. Diese Denkweise wurde übrigens auch erfolgreich von unseren selbsterklärten Antifaschisten übernommen, die jedem erklären, Faschismus sei keine Meinung, sondern ein Verbrechen, und &quot;schlagt die Nazis, wo ihr sie trefft.&quot; Da wird jedem vermeintlichen Nazi gleich vorsorglich die Lebensberechtigung abgesprochen, denn im Geiste ist er ja auch ein Judenmörder, also ist jedes Mittel, sogar Mord und Totschlag gegen ihn gerechtfertigt. So wird der vermeintliche Nazi vom Antifaschisten geschickt zum Untermenschen deklariert. Fällt das bei Ihnen auch unter &quot;Verbesserung der Sittlichkeit im politischen Diskurs&quot;? 


Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen fast allen tatsächlichen Greueln und den angeblichen Holocaustgreueln. DIe meisten tatsächlichen Greuel wurden von aufgehetzten Menschen in einer Art Affekt begangen, von Menschen, die sich für den Moment tatsächlich im Recht sahen und in ihrer emotionalen Aufwühlung für den Moment glaubten, mit Recht Vergeltung zu üben. Das läßt sich zum Beispiel bei der Vertreibung der Ostdeutschen oder den Massenvergewaltigungen der roten Armee relativ leicht nachvollziehen. Die Schuldigen glaubten damals wahrscheinlich mit Recht Rache an den bösen Deutschen nehemen zu müssen. Bei Völkermorden in Afrika wird es wohl ähnlich zugehen. Britische und amerikanische Bomberpiloten lassen sich als Opfer einer sehr effektiven Hetzpropaganda erklären, sie glaubten vermutlich auch, auf der Seite der Guten zu stehen. Bei den Völkermorden an Nordamerikanern oder australischen Ureinwohnern handelt es sich dagegen um teils jahrhundertelange Verdrängungsprozesse, einzelne kleinere Greuel lassen sich wiederum leicht mit den oben genannten Mechanismen ereklären.
Nur bei den behaupteten Nazigreueln ist alles anders. Da sollen die Nazis, ja eigentlich alle Deutschen, mehr oder weniger ohne Grund versucht haben, ein ganzes Volk gezielt und industriell zu ermorden. Wäre das wahr, wäre es tatsächlich einzigartig. Es fehlt nämlich nahezu komplett die emotionale Komponente, die Deutschen hätten keinen Grund gehabt, so wütend auf die Juden zu sein, es gab keine Wut, die so eine Tat als Affekthandlung und gefühlte Vergeltung erklären könnte. So etwas läßt sich bei praktisch allen anderen Greueln finden, nur nicht bei den Nazis. Vermeintliche jüdische Kriegserklärungen, Verstrickungen in den ersten Weltkrieg, Kommunismus oder Kapitalismus reichen da auch nicht aus, um so einen Haß erklären zu können. Ich behaupte, der Haß der Deutschen wäre bei weitem nicht groß genug für so ein Greuel gewesen. Es bleibt nur eine einzige Erklärung übrig: Die Deutschen müssen schlicht und einfach böse gewesen sein. Das ist die logische Schlußfolgerung, die kleine Kinder in Deutschland und Menschen in aller Welt daraus ziehen müssen. Abgrundtief böse und gestört. Und es verfestigt das gestörte westliche Weltbild, daß es immer so etwas wie eine gute Seite und eine böse Seite gibt. Eine Achse des Bösen. Das Böse an sich, das es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Die Idee, daß der andere immer böse ist, man selber aber gut. Die Holocaustgeschichte nimmt den Menschen die Möglichkeit zu sehen, daß die Realtität anders aussieht, daß jeder Mensch und jedes Volk sich selber im Recht sieht und seine eigenen legitimen Interessen vertritt. Daß es so etwas wie eine absolut gute und eine absolut böse Seite nicht gibt. Die Holocaustgeschichte ist Gift für unsere Welt, und wenn sie ein Märchen ist, gehört sie auf den Müllhaufen der Geschichte. Zur Vergrößerung der Sittlichkeit der Menschen taugen Greuellügen nicht.



&lt;blockquote&gt;
Sie werfen der Gegenseite die moralische Holokeule vor und schwingen dann selber eine. Macht Sie das besser? “Ja”, werden Sie vielleicht sagen, “ich bin ja im Recht und Rudolf hat es bewiesen!”
&lt;/blockquote&gt;

Da verstehen Sie mich wieder falsch. Es geht mir nicht darum, selber mit moralischen Keulen rumschwingen zu können, es geht mir um die geschmacklose Heuchelei derjenigen, die mit einer beneidenswerten Selbstgerechtigkeit andere mit dieser Keule bedrohen, obwohl sie selber allen Grund hätten, mal über ihre eigenen Sünden nachzudenken.


&lt;blockquote&gt;
Sie werfen den Juden Völkermordpläne an den Deutschen vor und die Zionisten werfen den Deutschen die versuchte Ausführung eines solchen Plans vor und nun haut Ihr Euch die Beweise um die Ohren.
&lt;/blockquote&gt;

Da haben Sie mich nicht nur falsch verstanden, sondern Sie unterstellen mir sogar was. Ich habe noch nie irgendwo geschrieben, daß ich den Juden Völkermordpläne an den Deutschen unterstelle. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. 
Mir ist die Ironie aber auch schon aufgefallen, daß zumindest manche Deutsche, wohl eher aus dem rechten Lager, an solche Völkermordpläne der Juden an den Deutschen glauben, während die Juden an einen Völkermordplan der Deutschen an den Juden glauben. Für mich sind beide Seiten Verschwörungstheoretiker.

&lt;blockquote&gt;
Was interessieren uns die Massenmorde von gestern in Anbetracht der Massenmorde von heute?
&lt;/blockquote&gt;

Na ja, die Gegenseite interessiert sich insofern dafür, daß man diese Millionen Toten und die angebliche Kriegsschuld der Deutschen, also jedesmal eine mit irgendeinem Umfang bemessene Schuld, als Grund für nicht unerhebliche Reparationszahlungen und Landannexionen angeführt hat. 
Jeder psychisch gesunde Mensch wird sich gegen ungerechtfertigte Anschuldigungen und Mißhandlungen verteidigen, ich erwarte das auch bei einem Staat, besonders wenn es der ist, in dem ich wohne.

&lt;blockquote&gt;
Sein Sie doch mal realistisch! Sie können diese Schlacht nicht gewinnen, weil so eine Schlacht letztlich immer nur Verlierer kennt. Sie ist eine Machtfrage und die wird im Laufe der Geschichte eben immer mal wieder anders beantwortet. Aber noch nie ist eine Macht davon verschwunden, weil jemand ihre geschichtlichen Gerechtigkeits - oder Wahrheitsdefizite aufgezeigt hätte.
&lt;/blockquote&gt;

Das mag sein, vielleicht aber auch nicht. Wenn die Revisionisten Recht haben, wäre es zumindest die gigantischste Lüge aller Zeiten. Und nebenbei wollte man es sich ja unbedingt nicht nehmen lassen, unser gesamtes Weltbild auf der Prämisse von Auschwitz aufzubauen. Das ganze Prinzip der political correctness, intellektuelles Aids, wie einige es nennen, läßt sich über die Frankfurter Schule direkt auf Auschwitz zurückführen. Es gab auch noch keinen Staat in der Geschichte, der seine Existenzberechtigung auf einem gigantischen Greuelmärchen aufgebaut hat.

Wenn man zeigen kann, daß an dem überlieferten Bild von Auschwitz substanzielle Dinge falsch sind, schlägt man unserer Gesellschaftsordnung und unserem Staat die
Holzbeine weg. Wollen mal sehen, wie lange er in der Luft schweben kann.

Außerdem stehen den Revisionisten über die neuen Medien ganz neue Wege zur Verbreitung ihrer Thesen zur Verfügung. Und nur, weil etwas noch nie passiert ist, muß es nicht für alle Zeiten unmöglich bleiben. Einmal ist immer das erste mal. Außerdem mag ich Herausforderungen, und es ist ja noch etwas Zeit. An ihren Aussagen über die Machtverhältnisse und den Zustand der USA ist natürlich was dran. Ist aber doch eher Grund für Optimismus.

&lt;blockquote&gt;
Und die BRD wie Israel werden untergehen, wenn die USA zusammencrashen, und sie sind gerade dabei. Und ob dann das, was folgt, nun eine Ausgeburt an Gerechtigkeit und Wahrheit sein wird, wage ich zu bezweifeln. Zumindestens wäre das ein wahres Novum in der Geschichte der besten aller möglichen Welten.
&lt;/blockquote&gt;

Nö, da muß man sich wohl tatsächlich keinen Illusionen hingeben. Phantast bin ich auch nicht.


&lt;blockquote&gt;
Ohne Sittlichkeit des Einzelnen kann keine echte Gemeinschaft bestehen, und es ist nur Gefasel über eine “deutsche Volksgemeinschaft”, wenn diese nicht aus sittlichen Menschen besteht und aus der Sittlichkeit eben auch den anderen gegenüber, die nicht dazu gehören, ihre Kraft und Stärke zieht und beweist. Auge um Auge gehört sicher nicht dazu, Zahn um Zahn auch nicht und eben auch nicht Zahl um Zahl.
&lt;/blockquote&gt;

Alles richtig, aber mir ist nicht ganz klar, wieso ein Richtigstellen der historischen Geschehnisse und falscher Anschuldigungen schon gleich ein Auge um Auge und Zahn um Zahn sein soll.


Übrigens, ist Ihnen eigentlich bekannt, wieviele Menschen jeweils in den napoleonischen Kriegen in Europa und während / direkt nach dem ersten Weltkrieg in Osteuropa an Fleckfieber gestorben sind? Versuchen Sie ruhig mal, die Zahlen herauszufinden, vielleicht können Sie die Leichenberge der deutschen Konzentrationslager dann besser einordnen.
Verstehen Sie nicht, daß Revisionisten darüber verwundert sind, daß es umfangreiche Belege dafür gibt, daß die Deutschen panische Angst vor Fleckfieberausbrüchen hatten, alles versuchten, um die fleckfieberübertragenden Läuse zu bekämpfen, und dafür unter anderem ausgerechnet das Zyklon B verwendeten, mit dem sie gleichzeitig die gerade entlausten Lagerinsassen vergast haben sollen?
Sie finden es nicht komisch, daß als unterschwelliger Beweis für den angeblichen Massenmord mit Giftgas ausgerechnet Fotos von Leichenbergen mit Fleckfiebertoten aus Bergen-Belsen und Dachau mißbraucht werden, also Opfer der Krankheit, die die Deutschen mit Zyklon B bekämpft hatten?

Wieso führen die Fleckfiebertoten der Nazis zu einer untilgbaren moralischen Schuld, während die Fleckfiebertoten Napoleons oder der Russen nur tragische Unglücksfälle der Geschichte sind? Hat schon mal jemand versucht, den Franzosen Gewissensbisse wegen Napoleons Fleckfiebertoten einzureden?

Ich finde Ihre hehren Sittlichkeitsvorstellungen ja durchaus lobenswert, in ihrer Konsequenz aber etwas weltfremd. Wer als Individuum jede Anschuldigung, auch wenn sie noch so ungerechtfertigt ist, herunterschluckt und sich gar noch selber dafür geißelt und um Vergebung bittet, der wird früher oder später von seinen Mitmenschen ausgenutzt und mißbraucht werden.
Das Verhalten des deutschen Staates, das ständige Zurschaustellen der vermeintlichen eigenen Schuld, das freudige Akzeptieren, ja wild entschlossene Verteidigen auch der grotesksten Vorwürfe und das ständig wiederholte unterwürfige Um-Vergebung-Bitten wären, auf eine Einzelperson übertragen, hochgradig pathologisch. Eine Person mit solch einem Verhaltensmuster bedürfte einer intensiven Psychotherapie, sie würde von ihren Mitmenschen auch nicht akzeptiert werden. In der Realität enden solche auf Schuldgefühlen basierenden Beziehungen übrigens oft mit Mord oder Selbstmord, weil das von Schuldgefühlen zerfressene Opfer mit seinen Emotionen nicht mehr klarkommt. Meinen Sie, es wäre sinnvoll, wenn Beziehungen von Staaten auf solchen Schuldgefühlen basieren? Ich sehe da eher schon die nächste Katastrophe heraufziehen. Beziehungen auf gegenseitigem Respekt halte ich für sinnvoller.

Das Verhalten des deutschen Staates erinnert auf fatale Weise an manche Opfer von Vergewaltigungen und Kindesmißhandlungen, die glauben, daß sie selbst Schuld an ihren Mißhandlungen hätten. 

Und irgendwie klingen Sie auch wie so ein Vergewaltigungsopfer, ein Umerziehungsopfer, dem man erfolgreich eingeredet hat, daß es irgendwie auch verantwortlich ist für die Mißhandlungen, die man seinen Vorfahren angetan hat, und daß sich angeblich nur durch das bedingungslose Anerkennen und ständige Wiederholen der eigenen Schuld läutern kann. Ein allerdings vergebliches Unterfangen.

Sie finden, daß die Deutsche trotz allem die Verantwortung für das Leben und Wohlergehen der von ihnen eingesperrten Menschen hatten? Finde ich auch. Wenn ich mich mit den Originalquellen beschäftige und sehe, daß Seuchen ausbrachen und die Menschen teilweise wie die Fliegen starben, obwohl die Verantwortlichen es hätten wissen müssen, und wahrscheinlich auch wußten, daß es so kommen müßte, haben sie es nicht verhindert. Sie haben Gegenmaßnahmen ergriffen, aber anscheinend reichten diese am Ende nicht mal ansatzweise. Ähnliche Vorwürfe hat man Napoleon auch gemacht, oder den Russen nach dem ersten Weltkrieg. Aber man hat ihnen keine singuläre Schuld vorgeworfen. Wenn man uns keine singuläre Schuld vorwerfen würde, würde ich vielleicht wie Sie denken. Aber man wirft uns eben diese einzigartige Schuld vor, man wirft uns vor, diese Menschen mit Absicht alle ermordet zu haben. Und da überwiegt bei mir nun mal der Drang zur Rechtfertigung und zur Richtigstellung, und ich denke, diese Rechtfertigung ist gerechtfertigt und notwendig.

Die deutsche Justiz begegnet den Revisionisten mit einem juristischen Denkverbot, ihre Argumentation endet mit einem moralischen Denkverbot. Soll das die Lösung sein?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>@BdU:</strong></p>
<p>Die ganzen Adjektive, die ich gebraucht habe, nämlich pervers, grausam, kaltblütig, usw., waren eher so gemeint, daß die vorgeworfenen Tötungsmethoden und Greuel mal eher pervers, mal eher grausam, mal eher menschenverachtend, mal eher kaltblütig, usw. waren, nicht unbedingt alles auf einmal. Bei den Gaskammern und Gaswagen steht eher die Kaltblütigkeit und Menschenverachtung im Vordergrund, der Hintergedanke ist die Massentötung auf industrielle Weise. Angebliche Tötungen von Kriegsgefangenen mit Phenolinjektionen ins Herz erfüllen für mich eher das Klischee von besonderer Grausamkeit und Perversität. Weitere Beispiele wären Lagerwachen, die kleine Babies mit bloßen Händen zerreißen, oder Gaskammerpersonal, daß jüdischen Frauen noch schnell mit einem großen Messer die Brüste abschneidet, damit mehr Menschen in die Gaskammer passen, Opfer, die bei lebendigem Leibe in die Öfen geworfen wurden, Opfern, denen Fleischstücke aus den Beinen geschnitten wurden, die dann anschließend noch so zuckten, daß der Eimer, in dem sie lagen, herumhüpfte, usw. Diese Beispiele sollen die Deutschen wohl doch eher als besonders grausam und pervers darstellen.</p>
<blockquote><p>
[...]wären froh gewesen wenn sie einen derart schmerzlosen Tod erlitten hätten wie es der Tod durch HCN-Vergiftung nun einmal ist, nämlich durch innere Erstickung, eine Art Einschläferung weshalb auch alle “Augenzeugen” die von Keuchen, Husten, nach Luft ringen usw. faseln niemals eine Vergasung gesehen haben können. Bei einer inneren Erstickung kann man unbehindert und frei atmen, man kriegt genügend Luft[...]
</p></blockquote>
<p>Ich muß gestehen, daß ich noch keiner Massenvergasung mit Blausäure beigewohnt habe, nicht mal einer Einzelvergasung.<br />
Ganz so angenehm wie Sie sich das vorstellen, dürfte ein solcher Tod aber trotzdem nicht sein. Zum einen wäre da das Beispiel des längsten Todeskampfes eines zum Tode verurteilten, der in den USA mit Blausäuredämpfen hingerichtet wurde. Auf diesen Bericht wird in der revisionistischen Literatur hingewiesen, er müßte sich aber auch leicht durch Google finden lassen, die Quelle selber ist nicht revisionistisch. Bei dem Delinquenten wurden die konzentrierten Blausäuredämpfe dirket unter dem Stuhl  freigesetzt, und dennoch wurde der Tod erst nach 18 Minuten festgestellt. Der Todeskampf soll ziemlich quälend und unapetitlich gewesen sein.<br />
Das Problem ist, daß man das innere Ersticken bei vollem Bewußtsein miterlebt. Deshalb gibt man bei Einschläferungen von Tieren oder bei Todesstrafen per Giftspritze auch erst ein Medikament, daß das Bewußtsein ausschaltet u./o. Beruhigungsmittel. Dazu kommt, daß die Reaktion und der Todeskampf wohl etwas dramatischer wird, wenn das Opfer weiß, daß es umgebracht werden soll. In einer Gaskammer hätten die Opfer, die weiter weg von den Einwurfluken gestanden hätten, mitangesehen, wie die Opfer direkt bei den Einwurfluken langsam erstickten. Der Körper kann zwar soviel atmen wie er will, aber er merkt auch irgendwann, daß die Luft nicht reicht. In der Fachliteratur wird deshalb als Symptom von Cyanidvergiftungen auch Atemnot und Lufthunger genannt. Oral aufgenommenes Cyanid gilt auch als brechreizerregend. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß es auch bei Blausäuregasen zu Brechreiz kommen kann. Ich kann noch mal nachsehen, vielleicht finde ich Quellen dazu.<br />
Als Symptome kurz vor dem Tod werden in der Literatur noch Atemstillstand mit zentralen Krämpfen und Kollaps erwähnt. Also kein ganz so friedlicher Tod, wie Sie sich das ausmalen.<br />
Dazu kommt, daß als Beleg für Vergasungen ja oft Rechnungen / Lieferscheine angeführt werden, nach denen gegen Kriegsende Zyklon B ohne Warnstoff geliefert wurde. Daraus kann man dann umgekehrt schlußfolgern, daß die Vergasungen vorher mit Zyklon B mit Warnstoff stattfanden. Und dieser Warnstoff muß wohl ziemlich unangenehm sein. Starker Hustenreiz dürfte damit garantiert sein, vermutlich wird man so ein Gemisch kaum atmen können, weil die Lunge sich dagegen streubt. Das Zeug war glaube ich sogar mal direkt als Kampfstoff im Gespräch. </p>
<blockquote><p>
[...]denn die Erstickung funktioniert bekanntlich durch Anbindung der Blausäure an die roten Blutkörperchen.
</p></blockquote>
<p>Nicht ganz, daß Cyanid lagert sich fest an das dreiwertige Eisen in der Atmungskette sauerstoffatmender Zellen und blockiert dadurch die Zellatmung. Die roten Blutkörperchen sind dabei nebensächlich. Die Haut wird nur schön rosig, weil das venöse Blut noch stark sauerstoffgesättigt ist, weil die Körperzellen den Sauerstoff der roten Blutkörperchen nicht mehr verbrauchen können. Bei Kohlenmonoxydvergiftungen kommt die rosige Farbe auf etwas anderem Wege zustande. Da ist es die Verbindung von CO und Hämoglobin bzw. Myoglobin, die direkt eine hellrote Farbe bewirkt.</p>
<p><strong>@Doofer Deutscher:</strong></p>
<blockquote><p>
Mir geht es bei der Auschwitzthematik um die Grundfrage der Sittlichkeit. Und da macht es keinen Unterschied, ob nun hundertfünfzigtausend oder sechsmillionen Menschen dort umgekommen sind. Schon allein dieses Leichenzählen finde ich unsittlich von beiden Seiten. Die einen machen damit Reibach und die anderen argumentieren so nach dem Motto: “Na wenns nur hundertfünfzigtausen waren, wars ja nicht so schlimm.” Und dann wird Verbrechen gegen Verbrechen aufgewogen, Zahn um Zahn sozusagen. Die Wahrheit besteht aber nicht aus Fakten.
</p></blockquote>
<p>Also wenn ich einen Menschen umbringe, kann ich ruhig gleich noch einen umbringen, einer mehr oder weniger ist dann ja auch egal? Und Leichenzählen ist dann ja unmoralisch?<br />
Und nach ihrer Argumentation macht es also keinen Unterschied, ob nur ein Zivilist durch eine britische Bombe gestorben wäre, vielleicht sogar unabsichtlich, oder ob hunderttausende gezielt getötet wurden und praktische sämtliche größeren deutschen Städte bewußt in Mondlandschaften verwandelt wurden? Ich finde, es macht einen Unterschied.</p>
<p>Ihnen ist aber schon aufgefallen, daß öffentlich immer wieder Deutschlands immerwährende Schuld beschworen wird? Die Schuld für diese Toten, wieviele auch immer, wird also eindeutig uns Deutschen zugeschoben. Wie schon die Schuld am ersten Weltkrieg. Ich habe aber oben bereits versucht darzulegen, daß ich diese Schuldfrage für gar nicht so eindeutig geklärt halte. Ich behaupte, daß die Alliierten durch ihre Politik mindestens eine Mitschuld, wenn nicht sogar die Hauptschuld an den Toten in den deutschen Lagern haben. Diese Behauptung wird mancher vielleicht empörend finden, aber ich will nochmal versuchen, meinen Standpunkt zu erklären.<br />
Sie schreiben:</p>
<blockquote><p>
Und daß das eine politische Verbrechen (in ihrer Erwiderung die der Siegermächte) dem anderen folgt oder vorausgeht, ist eine Binsenweisheit, sie sie bei Machiavelli wie bei Clausewitz nachlesen können. Sie bringt uns aber nicht weiter.
</p></blockquote>
<p>Da haben Sie mich anscheinend falsch verstanden. Sie scheinen mich so zu verstehen, daß das eine Verbrechen dem anderen notwendigerweise als Rache / Vergeltung folgen müßte, je nach Standpunkt ja vielleicht sogar mit einer gewissen Berechtigung. Sie scheinen mich so zu verstehen, daß die Deutschen die Lager sozusagen als Folge, und somit als Vergeltung der britischen Kriegserklärung und Bombardierungen mit Sträflingen gefüllt hätten. So habe ich aber gar nicht gedacht.<br />
Meine Argumentation geht dahin, daß die Westalliierten die Deutschen in eine Lage manövriert haben, wo es mehr oder weniger unausweichlich war, daß die Deutschen ihre echten oder eingebildeten inneren Feinde internieren und zur Rüstungsproduktion heranziehen würden. Deutschlands Kriegsgegner haben ihre inneren Feinde ebenfalls in Lager interniert, Amerikaner haben auch nicht davor zurückgeschreckt, kleine japanische Kinder in Lager zu stecken.<br />
Ich wiederhole es noch einmal, die Westalliierten haben einerseits öffentlich und im großen Stil versucht, die deutsche Zivilbevölkerung abzuschlachten, und gleichzeitig die bedingungslose Kapitulation eben dieses Volkes gefordert. Dazu kommt noch, daß die Deutschen noch aus frischer Erfahrung wußten, wie sie nach der letzten Kapitulation von den gleichen Gegnern betrogen wurden. Wie würden Sie es anders beschreiben, als daß Deutschland mit dieser Kombination in die Enge gedrängt wurde und quasi gezwungen wurde, sich mit allen Mitteln zu verteidigen? In dieser Situation war nichts anderes zu erwarten, als daß alle wahrgenommenen Feinde interniert und zur Zwangsarbeit herangezogen wurden. Ich würde ziemlich viel darauf wetten, daß jedes andere Volk auch so gehandelt hätte. Und da diese Folge abzusehen war &#8211; man muß schon etwas begriffsstutzig oder böswillig sein, um diese Konsequenz nicht einzusehen &#8211; tragen diejenigen, die für das Entstehen dieser Situation verantwortlich waren, auch mindestens eine Mitschuld an dem Teil der Lagerinsassen, die durch Hunger und Seuchen umgekommen sind.<br />
Und ich behaupte sogar, sie tragen den Hauptteil der Schuld, denn wer hätte etwas an dieser Situation andern können?<br />
Die Deutschen am allerwenigsten, denn man hatte sie vor die Wahl gestellt, bedingungslose Kapitulation, oder durch britische Bomben oder Rotarmisten abgeschlachtet zu werden. Und wegen der britischen Flächenbombardements rechneten die Deutschen bei einer Kapitulation wohl mit dem schlimmsten. Die Deutschen hatten also aus ihrer Sicht nur wenig Optionen. Umgekehrt waren die Deutschen aber weder für Briten, noch für Amerikaner eine wirkliche Bedrohung. Hitler wollte keinen Krieg mit den Angelsachsen und es gab von deutscher Seite mehrere Friedensangebote, die von unseren Befreiern jedoch heldenhaft abgewehrt wurden.<br />
Es wären also Briten und Amerikaner gewesen, die es während des ganzen Krieges in der Hand gehabt hätten, die Voraussetzungen für die deutschen Lager zu beenden. Sie haben diese Chance nicht wargenommen. Deshalb tragen sie einen großen Teil der Verantwortung an den Toten dieser Lager. Und deshalb empfinde ich es als besonders geschmacklose Heuchelei, wenn diese Alliierten, die sich vorher sogar noch geweigert hatten, Juden aufzunehmen, sich jetzt als Retter aller Juden aufspielen.</p>
<p>Wenn ich jemanden in die Ecke dränge und mit dem Leben bedrohe, vorher noch seine Frau und seine Kinder umgebracht habe, und er dann wild um sich schlägt und es dabei weitere Tote gibt, wer trägt dann die Verantwortung? Ich, oder der, den ich bedroht und in die Ecke gedrängt habe?</p>
<blockquote><p>
Die Zionisten halten nun Auschwitz für das Menschheitsverbrechen schlechthin und Sie halten mit anderen Menschheitsverbrechen der Weltgeschichte dagegen. Was soll das für einen Sinn haben?
</p></blockquote>
<p>Zunächst mal sind es ja nicht nur die Zionisten, es scheint sich ein weltweiter Konsens entwickelt zu haben, daß Auschwitz das größte Verbrechen aller Zeiten ist. Wo immer auf der Welt Menschen andere als böse kennzeichnen wollen, fliegen die Nazivergleiche nur so durch die Gegend.<br />
Und was es für einen Sinn machen soll, daß ich andere Menschheitsverbrechen dagegen halte? Nun, Briten und Amerikaner halten sich aufgrund der überlieferten Version des zweiten Weltkrieges immer noch für die Retter der Menschheit. Und sie glauben, ein paar Lehren aus diesem Krieg gewonnen zu haben. Nämlich, daß Appeasement-Politik angeblich nichts bringt und gefährlich ist, daß man nämlich besser so früh wie möglich Gewalt anwendet, und daß überall auf der Welt die Demokratie eingeführt werden muß, wenn nötig eben mit Gewalt. Außerdem haben besagte Nationen es nach zwei Weltkriegen mit antideutscher Propaganda verinnerlicht, daß sie automatisch und immer die Guten sind, während es ja bewiesen wurde, daß der Feind tatsächlich immer abgrundtief böse war. Und gegen einen Feind, der das Böse repräsentiert, ist eben jede Grausamkeit gerechtfertigt. </p>
<p>Und seit dem ersten Krieg haben es jene beiden Nationen ganz besonders verstanden, ihre Bevölkerungen mit einer geschmackosen Märchenpropaganda gegen ihre jeweiligen Kriegsgegner aufzuhetzen. Es ging im ersten Weltkrieg los, mit deutschen Soldaten, die belgischen Babies die Hände abschneiden, kanadische Soldaten kreuzigen, belgische Babies auf Bajonette aufspießen, oder ihre eigenen Leichen zu Seife und Dünger verarbeiten. Nach dem zweiten Weltkrieg ging es fröhlich weiter:<br />
Gulf-of-Tonkin-Incident, die Brutkastenstory mit der Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA vor dem ersten Golfkrieg, der gefälschte Bericht des britischen TV-Senders ITN über angebliche serbische Vernichtungslager, und Colin Powells drolligem Vortrag über die Weapons-of-Mass-Destruction vor der UN.<br />
Ach ja, im zweiten Weltkrieg waren natürlich alle Schauergeschichten echt.</p>
<p>Greuelpropaganda hat sich als probates Mittel durchgesetzt, Menschen zu Kriegen aufzuhetzen, die nicht nötig sind. Ich betrachte es als meine sittliche Pflicht, meinen Teil dazu beizutragen, daß diese geschmacklose Praxis endlich ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird, damit es in Zukunft wenigstens schwieriger wird, Menschen durch Lügengeschichten aufzuhetzen, und ich betrachte es auch als meine sittliche Pflicht, meinen Teil dazu beizutragen, daß die besagten zwei angelsächsischen Völker endlich von ihrem Welterlösungswahn geheilt werden.</p>
<blockquote><p>
Mir geht es bei der Auschwitzthematik um die Grundfrage der Sittlichkeit.
</p></blockquote>
<p>Mir auch. Ich glaube einfach nicht, daß deutsche Kinder zu besseren Menschen werden, wenn man ihnen von klein auf grausame Greuelgeschichten erzählt. Und das passiert ja nicht nur in Deutschland, weltweit müssen sich Kinder diese Geschichten ja mittlerweile anhören. Wieso hält man es in den meisten Ländern für unangebracht, kleine Kinder brutale Horror- und Gewaltfilme sehen zu lassen, malträtiert sie aber andererseits mit zweifelhaften, aber mehr als verstörenden Holocaustgeschichten &#8211; und Bildern? Ich glaube, daß Kinder davon psychische Schäden erleiden können, und wenn diese Geschichten nicht der Wahrheit entsprechen, muß dieser Irrsinn so schnell wie möglich beendet werden.<br />
Vor einiger Zeit habe ich mal gelesen, daß Juden, kann sein, daß es sich um amerikanische Juden handelte, den höchsten Prozentsatz an Menschen in psychotherapeutischer Behandlung haben. Ich weiß nicht, ob das stimmt, vielleicht handelte es sich auch nur um einen erfundenen Text eines kleinen Antisemiten, aber soweit mir bekannt ist, soll es in den USA ja tatsächlich hip sein, daß jeder seinen eigenen Psychiater hat, und unter letzteren sollen tatsächlich Juden überproportional vertreten sein. Vielleicht ist also was dran. Der Text erklärte das Phänomen soweit ich mich erinnere mit dem seltsamen Zeug, mit dem jüdische Kinder in ihren Talmudschulen indoktriniert werden, nämlich Regeln für alles und jedes, und unter anderem auch mit der Holocaustgeschichte. Ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn kleine Kinder psychischen Schäden davontragen, wenn man ihnen von klein auf einhämmert, daß alle anderen sie umbringen wollen. Die Holocaustgeschichte ist nicht nur für Deutsche schädlich, sondern auch für Juden. Für letztere hat sie sich sogar zur Legitimation eigener Greuel in Israel entwickelt. Wenn die Geschichte nicht stimmt, noch ein Grund mehr, sie als Märchen zu entlarven. Für Juden wirkt sie sich nämlich ganz bestimmt nicht so aus, daß diese dadurch sittlicher werden. Sie werden höchstens noch paranoider und glauben, daß gegen ihre Feinde alles gerechtfertigt ist, weil diese sie ja ständig umbringen wollen. Diese Denkweise wurde übrigens auch erfolgreich von unseren selbsterklärten Antifaschisten übernommen, die jedem erklären, Faschismus sei keine Meinung, sondern ein Verbrechen, und &#8220;schlagt die Nazis, wo ihr sie trefft.&#8221; Da wird jedem vermeintlichen Nazi gleich vorsorglich die Lebensberechtigung abgesprochen, denn im Geiste ist er ja auch ein Judenmörder, also ist jedes Mittel, sogar Mord und Totschlag gegen ihn gerechtfertigt. So wird der vermeintliche Nazi vom Antifaschisten geschickt zum Untermenschen deklariert. Fällt das bei Ihnen auch unter &#8220;Verbesserung der Sittlichkeit im politischen Diskurs&#8221;? </p>
<p>Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen fast allen tatsächlichen Greueln und den angeblichen Holocaustgreueln. DIe meisten tatsächlichen Greuel wurden von aufgehetzten Menschen in einer Art Affekt begangen, von Menschen, die sich für den Moment tatsächlich im Recht sahen und in ihrer emotionalen Aufwühlung für den Moment glaubten, mit Recht Vergeltung zu üben. Das läßt sich zum Beispiel bei der Vertreibung der Ostdeutschen oder den Massenvergewaltigungen der roten Armee relativ leicht nachvollziehen. Die Schuldigen glaubten damals wahrscheinlich mit Recht Rache an den bösen Deutschen nehemen zu müssen. Bei Völkermorden in Afrika wird es wohl ähnlich zugehen. Britische und amerikanische Bomberpiloten lassen sich als Opfer einer sehr effektiven Hetzpropaganda erklären, sie glaubten vermutlich auch, auf der Seite der Guten zu stehen. Bei den Völkermorden an Nordamerikanern oder australischen Ureinwohnern handelt es sich dagegen um teils jahrhundertelange Verdrängungsprozesse, einzelne kleinere Greuel lassen sich wiederum leicht mit den oben genannten Mechanismen ereklären.<br />
Nur bei den behaupteten Nazigreueln ist alles anders. Da sollen die Nazis, ja eigentlich alle Deutschen, mehr oder weniger ohne Grund versucht haben, ein ganzes Volk gezielt und industriell zu ermorden. Wäre das wahr, wäre es tatsächlich einzigartig. Es fehlt nämlich nahezu komplett die emotionale Komponente, die Deutschen hätten keinen Grund gehabt, so wütend auf die Juden zu sein, es gab keine Wut, die so eine Tat als Affekthandlung und gefühlte Vergeltung erklären könnte. So etwas läßt sich bei praktisch allen anderen Greueln finden, nur nicht bei den Nazis. Vermeintliche jüdische Kriegserklärungen, Verstrickungen in den ersten Weltkrieg, Kommunismus oder Kapitalismus reichen da auch nicht aus, um so einen Haß erklären zu können. Ich behaupte, der Haß der Deutschen wäre bei weitem nicht groß genug für so ein Greuel gewesen. Es bleibt nur eine einzige Erklärung übrig: Die Deutschen müssen schlicht und einfach böse gewesen sein. Das ist die logische Schlußfolgerung, die kleine Kinder in Deutschland und Menschen in aller Welt daraus ziehen müssen. Abgrundtief böse und gestört. Und es verfestigt das gestörte westliche Weltbild, daß es immer so etwas wie eine gute Seite und eine böse Seite gibt. Eine Achse des Bösen. Das Böse an sich, das es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Die Idee, daß der andere immer böse ist, man selber aber gut. Die Holocaustgeschichte nimmt den Menschen die Möglichkeit zu sehen, daß die Realtität anders aussieht, daß jeder Mensch und jedes Volk sich selber im Recht sieht und seine eigenen legitimen Interessen vertritt. Daß es so etwas wie eine absolut gute und eine absolut böse Seite nicht gibt. Die Holocaustgeschichte ist Gift für unsere Welt, und wenn sie ein Märchen ist, gehört sie auf den Müllhaufen der Geschichte. Zur Vergrößerung der Sittlichkeit der Menschen taugen Greuellügen nicht.</p>
<blockquote><p>
Sie werfen der Gegenseite die moralische Holokeule vor und schwingen dann selber eine. Macht Sie das besser? “Ja”, werden Sie vielleicht sagen, “ich bin ja im Recht und Rudolf hat es bewiesen!”
</p></blockquote>
<p>Da verstehen Sie mich wieder falsch. Es geht mir nicht darum, selber mit moralischen Keulen rumschwingen zu können, es geht mir um die geschmacklose Heuchelei derjenigen, die mit einer beneidenswerten Selbstgerechtigkeit andere mit dieser Keule bedrohen, obwohl sie selber allen Grund hätten, mal über ihre eigenen Sünden nachzudenken.</p>
<blockquote><p>
Sie werfen den Juden Völkermordpläne an den Deutschen vor und die Zionisten werfen den Deutschen die versuchte Ausführung eines solchen Plans vor und nun haut Ihr Euch die Beweise um die Ohren.
</p></blockquote>
<p>Da haben Sie mich nicht nur falsch verstanden, sondern Sie unterstellen mir sogar was. Ich habe noch nie irgendwo geschrieben, daß ich den Juden Völkermordpläne an den Deutschen unterstelle. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker.<br />
Mir ist die Ironie aber auch schon aufgefallen, daß zumindest manche Deutsche, wohl eher aus dem rechten Lager, an solche Völkermordpläne der Juden an den Deutschen glauben, während die Juden an einen Völkermordplan der Deutschen an den Juden glauben. Für mich sind beide Seiten Verschwörungstheoretiker.</p>
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Was interessieren uns die Massenmorde von gestern in Anbetracht der Massenmorde von heute?
</p></blockquote>
<p>Na ja, die Gegenseite interessiert sich insofern dafür, daß man diese Millionen Toten und die angebliche Kriegsschuld der Deutschen, also jedesmal eine mit irgendeinem Umfang bemessene Schuld, als Grund für nicht unerhebliche Reparationszahlungen und Landannexionen angeführt hat.<br />
Jeder psychisch gesunde Mensch wird sich gegen ungerechtfertigte Anschuldigungen und Mißhandlungen verteidigen, ich erwarte das auch bei einem Staat, besonders wenn es der ist, in dem ich wohne.</p>
<blockquote><p>
Sein Sie doch mal realistisch! Sie können diese Schlacht nicht gewinnen, weil so eine Schlacht letztlich immer nur Verlierer kennt. Sie ist eine Machtfrage und die wird im Laufe der Geschichte eben immer mal wieder anders beantwortet. Aber noch nie ist eine Macht davon verschwunden, weil jemand ihre geschichtlichen Gerechtigkeits &#8211; oder Wahrheitsdefizite aufgezeigt hätte.
</p></blockquote>
<p>Das mag sein, vielleicht aber auch nicht. Wenn die Revisionisten Recht haben, wäre es zumindest die gigantischste Lüge aller Zeiten. Und nebenbei wollte man es sich ja unbedingt nicht nehmen lassen, unser gesamtes Weltbild auf der Prämisse von Auschwitz aufzubauen. Das ganze Prinzip der political correctness, intellektuelles Aids, wie einige es nennen, läßt sich über die Frankfurter Schule direkt auf Auschwitz zurückführen. Es gab auch noch keinen Staat in der Geschichte, der seine Existenzberechtigung auf einem gigantischen Greuelmärchen aufgebaut hat.</p>
<p>Wenn man zeigen kann, daß an dem überlieferten Bild von Auschwitz substanzielle Dinge falsch sind, schlägt man unserer Gesellschaftsordnung und unserem Staat die<br />
Holzbeine weg. Wollen mal sehen, wie lange er in der Luft schweben kann.</p>
<p>Außerdem stehen den Revisionisten über die neuen Medien ganz neue Wege zur Verbreitung ihrer Thesen zur Verfügung. Und nur, weil etwas noch nie passiert ist, muß es nicht für alle Zeiten unmöglich bleiben. Einmal ist immer das erste mal. Außerdem mag ich Herausforderungen, und es ist ja noch etwas Zeit. An ihren Aussagen über die Machtverhältnisse und den Zustand der USA ist natürlich was dran. Ist aber doch eher Grund für Optimismus.</p>
<blockquote><p>
Und die BRD wie Israel werden untergehen, wenn die USA zusammencrashen, und sie sind gerade dabei. Und ob dann das, was folgt, nun eine Ausgeburt an Gerechtigkeit und Wahrheit sein wird, wage ich zu bezweifeln. Zumindestens wäre das ein wahres Novum in der Geschichte der besten aller möglichen Welten.
</p></blockquote>
<p>Nö, da muß man sich wohl tatsächlich keinen Illusionen hingeben. Phantast bin ich auch nicht.</p>
<blockquote><p>
Ohne Sittlichkeit des Einzelnen kann keine echte Gemeinschaft bestehen, und es ist nur Gefasel über eine “deutsche Volksgemeinschaft”, wenn diese nicht aus sittlichen Menschen besteht und aus der Sittlichkeit eben auch den anderen gegenüber, die nicht dazu gehören, ihre Kraft und Stärke zieht und beweist. Auge um Auge gehört sicher nicht dazu, Zahn um Zahn auch nicht und eben auch nicht Zahl um Zahl.
</p></blockquote>
<p>Alles richtig, aber mir ist nicht ganz klar, wieso ein Richtigstellen der historischen Geschehnisse und falscher Anschuldigungen schon gleich ein Auge um Auge und Zahn um Zahn sein soll.</p>
<p>Übrigens, ist Ihnen eigentlich bekannt, wieviele Menschen jeweils in den napoleonischen Kriegen in Europa und während / direkt nach dem ersten Weltkrieg in Osteuropa an Fleckfieber gestorben sind? Versuchen Sie ruhig mal, die Zahlen herauszufinden, vielleicht können Sie die Leichenberge der deutschen Konzentrationslager dann besser einordnen.<br />
Verstehen Sie nicht, daß Revisionisten darüber verwundert sind, daß es umfangreiche Belege dafür gibt, daß die Deutschen panische Angst vor Fleckfieberausbrüchen hatten, alles versuchten, um die fleckfieberübertragenden Läuse zu bekämpfen, und dafür unter anderem ausgerechnet das Zyklon B verwendeten, mit dem sie gleichzeitig die gerade entlausten Lagerinsassen vergast haben sollen?<br />
Sie finden es nicht komisch, daß als unterschwelliger Beweis für den angeblichen Massenmord mit Giftgas ausgerechnet Fotos von Leichenbergen mit Fleckfiebertoten aus Bergen-Belsen und Dachau mißbraucht werden, also Opfer der Krankheit, die die Deutschen mit Zyklon B bekämpft hatten?</p>
<p>Wieso führen die Fleckfiebertoten der Nazis zu einer untilgbaren moralischen Schuld, während die Fleckfiebertoten Napoleons oder der Russen nur tragische Unglücksfälle der Geschichte sind? Hat schon mal jemand versucht, den Franzosen Gewissensbisse wegen Napoleons Fleckfiebertoten einzureden?</p>
<p>Ich finde Ihre hehren Sittlichkeitsvorstellungen ja durchaus lobenswert, in ihrer Konsequenz aber etwas weltfremd. Wer als Individuum jede Anschuldigung, auch wenn sie noch so ungerechtfertigt ist, herunterschluckt und sich gar noch selber dafür geißelt und um Vergebung bittet, der wird früher oder später von seinen Mitmenschen ausgenutzt und mißbraucht werden.<br />
Das Verhalten des deutschen Staates, das ständige Zurschaustellen der vermeintlichen eigenen Schuld, das freudige Akzeptieren, ja wild entschlossene Verteidigen auch der grotesksten Vorwürfe und das ständig wiederholte unterwürfige Um-Vergebung-Bitten wären, auf eine Einzelperson übertragen, hochgradig pathologisch. Eine Person mit solch einem Verhaltensmuster bedürfte einer intensiven Psychotherapie, sie würde von ihren Mitmenschen auch nicht akzeptiert werden. In der Realität enden solche auf Schuldgefühlen basierenden Beziehungen übrigens oft mit Mord oder Selbstmord, weil das von Schuldgefühlen zerfressene Opfer mit seinen Emotionen nicht mehr klarkommt. Meinen Sie, es wäre sinnvoll, wenn Beziehungen von Staaten auf solchen Schuldgefühlen basieren? Ich sehe da eher schon die nächste Katastrophe heraufziehen. Beziehungen auf gegenseitigem Respekt halte ich für sinnvoller.</p>
<p>Das Verhalten des deutschen Staates erinnert auf fatale Weise an manche Opfer von Vergewaltigungen und Kindesmißhandlungen, die glauben, daß sie selbst Schuld an ihren Mißhandlungen hätten. </p>
<p>Und irgendwie klingen Sie auch wie so ein Vergewaltigungsopfer, ein Umerziehungsopfer, dem man erfolgreich eingeredet hat, daß es irgendwie auch verantwortlich ist für die Mißhandlungen, die man seinen Vorfahren angetan hat, und daß sich angeblich nur durch das bedingungslose Anerkennen und ständige Wiederholen der eigenen Schuld läutern kann. Ein allerdings vergebliches Unterfangen.</p>
<p>Sie finden, daß die Deutsche trotz allem die Verantwortung für das Leben und Wohlergehen der von ihnen eingesperrten Menschen hatten? Finde ich auch. Wenn ich mich mit den Originalquellen beschäftige und sehe, daß Seuchen ausbrachen und die Menschen teilweise wie die Fliegen starben, obwohl die Verantwortlichen es hätten wissen müssen, und wahrscheinlich auch wußten, daß es so kommen müßte, haben sie es nicht verhindert. Sie haben Gegenmaßnahmen ergriffen, aber anscheinend reichten diese am Ende nicht mal ansatzweise. Ähnliche Vorwürfe hat man Napoleon auch gemacht, oder den Russen nach dem ersten Weltkrieg. Aber man hat ihnen keine singuläre Schuld vorgeworfen. Wenn man uns keine singuläre Schuld vorwerfen würde, würde ich vielleicht wie Sie denken. Aber man wirft uns eben diese einzigartige Schuld vor, man wirft uns vor, diese Menschen mit Absicht alle ermordet zu haben. Und da überwiegt bei mir nun mal der Drang zur Rechtfertigung und zur Richtigstellung, und ich denke, diese Rechtfertigung ist gerechtfertigt und notwendig.</p>
<p>Die deutsche Justiz begegnet den Revisionisten mit einem juristischen Denkverbot, ihre Argumentation endet mit einem moralischen Denkverbot. Soll das die Lösung sein?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: GB</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-305276</link>
		<dc:creator>GB</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 09:19:36 +0000</pubDate>
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		<description>@ Doofer Deutscher

&quot;Die Wahrheit besteht aber nicht aus Fakten.&quot;

Aus was denn dann? Aus Wilkomirskis &quot;Bruchstücken&quot; oder Wiesels Phantasmagorien? Wenn Sie wissen wollen, was eine wirklich sittliche Haltung ausmacht, dann schauen Sie doch in Mannheim in der Herzogenrieder Straße vorbei.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Doofer Deutscher</p>
<p>&#8220;Die Wahrheit besteht aber nicht aus Fakten.&#8221;</p>
<p>Aus was denn dann? Aus Wilkomirskis &#8220;Bruchstücken&#8221; oder Wiesels Phantasmagorien? Wenn Sie wissen wollen, was eine wirklich sittliche Haltung ausmacht, dann schauen Sie doch in Mannheim in der Herzogenrieder Straße vorbei.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: BdU</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-305232</link>
		<dc:creator>BdU</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 07:29:43 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Aber vor Leningrad hat auch die deutsche Armee ihre Sittlichkeit verloren, wie überhaupt jede Armee dann verbrecherisch wird, wenn sie unschuldige Zivilisten bekämpft.&quot;

Was soll vor Leningrad bitte passiert sein, daß die Wehrmacht &quot;ihre Sittlichkeit&quot; verloren hat. Das Bombardement? Auch wenn es sicher bedauerlich ist, eine so schöne Stadt zu bombardieren, die Stadt war eine verteidigte, belagerte Festung. Da ist die kriegsrechtliche Situation eindeutig. Zumal jeder sich in St. Petersburg heute davon überzeugen kann, daß sich der Schaden an historischen Bauten in Grenzen gehalten hat weil vor allem militärische und industrielle Ziele beschossen und bombardiert wurden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Aber vor Leningrad hat auch die deutsche Armee ihre Sittlichkeit verloren, wie überhaupt jede Armee dann verbrecherisch wird, wenn sie unschuldige Zivilisten bekämpft.&#8221;</p>
<p>Was soll vor Leningrad bitte passiert sein, daß die Wehrmacht &#8220;ihre Sittlichkeit&#8221; verloren hat. Das Bombardement? Auch wenn es sicher bedauerlich ist, eine so schöne Stadt zu bombardieren, die Stadt war eine verteidigte, belagerte Festung. Da ist die kriegsrechtliche Situation eindeutig. Zumal jeder sich in St. Petersburg heute davon überzeugen kann, daß sich der Schaden an historischen Bauten in Grenzen gehalten hat weil vor allem militärische und industrielle Ziele beschossen und bombardiert wurden.</p>
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		<title>By: Haunebu</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-305080</link>
		<dc:creator>Haunebu</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 22:06:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ein wirklich vorzüglich gelungener Pranger, der einem aus der Seele spricht.  
Besonders den Teil mit passiven Widerstand, wie z.B., Konsumverweigerung und dem Staat den Geldhahn abzudrehen finde ich ausgesprochen angemessen und nachahmenswert, und vor allem ist es (noch) legal. 
Viel mehr bleibt vorläufig eh nicht zu tun, als diesen Staat wirtschaftlich zu boykottieren, wo es nur geht und in die eigene Tasche - in die eigene Zukunft - zu wirtschaften. 
Die BRD muss sterben, damit Deutschland (wieder) leben kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wirklich vorzüglich gelungener Pranger, der einem aus der Seele spricht.<br />
Besonders den Teil mit passiven Widerstand, wie z.B., Konsumverweigerung und dem Staat den Geldhahn abzudrehen finde ich ausgesprochen angemessen und nachahmenswert, und vor allem ist es (noch) legal.<br />
Viel mehr bleibt vorläufig eh nicht zu tun, als diesen Staat wirtschaftlich zu boykottieren, wo es nur geht und in die eigene Tasche &#8211; in die eigene Zukunft &#8211; zu wirtschaften.<br />
Die BRD muss sterben, damit Deutschland (wieder) leben kann.</p>
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	<item>
		<title>By: Doofer Deutscher</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-jagt-diesen-staat-zum-teufel-1106-08_14636.html/comment-page-2#comment-305007</link>
		<dc:creator>Doofer Deutscher</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 19:50:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://de.altermedia.info/?p=14636#comment-305007</guid>
		<description>Hallo GB,

wie sensibel, scheu und zurückhaltend Sie sind, kann wohl wirklich nur jemand ahnen, der telepatische Fähigkeiten hat, sollte es denn so sein. Ich kann darauf verzichten und so reicht mir Ihre Art zu schreiben, die wie bei einem (von mir aus dann eben nur innerlich) wütenden Menschen ja nicht gerade von des Gedanken Blässe angekränkelt ist. Wegen Ihrer Gedankenblässe sind Sie wohl auch im Rätselraten so schlecht?

Hallo TH,

die Wahl meines Pseudos &quot;doofer Deutscher&quot; war mal eine Reaktion auf einige Leute hier im Forum, die ihrem Deutschsein im eigenen Pseudo etwas zu schmeichelhafte Attribute beilegten. Ich bin da immer für den Ausgleich. ;-)

So, nun aber erstmal vielen Dank, daß Sie sich die Mühe gemacht haben, so ausführlich zu antworten. 

Mir geht es bei der Auschwitzthematik um die Grundfrage der Sittlichkeit. Und da macht es keinen Unterschied, ob nun hundertfünfzigtausend oder sechsmillionen Menschen dort umgekommen sind. Schon allein dieses Leichenzählen finde ich unsittlich von beiden Seiten. Die einen machen damit Reibach und die anderen argumentieren so nach dem Motto: &quot;Na wenns nur hundertfünfzigtausen waren, wars ja nicht so schlimm.&quot; Und dann wird Verbrechen gegen Verbrechen aufgewogen, Zahn um Zahn sozusagen. Die Wahrheit besteht aber nicht aus Fakten. Und sie erschließt sich erst recht nicht aus dem juristischen Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen, also hier bei Ihrer Argumentation einem einfachen Mord oder Massenmord. Sie stellen diesen Vergleich ja mit dem Argument der Berechtigung einer daraus folgenden Sanktionierung, also Bestrafung an, und solange wir eben auf dieser Schiene bleiben, bleiben wir an dieselbe Argumentationskette jener angekettet, die aus Sanktionierung permanente Entschädigung folgern. 
Die Zionisten halten nun Auschwitz für das Menschheitsverbrechen schlechthin und Sie halten mit anderen Menschheitsverbrechen der Weltgeschichte dagegen. Was soll das für einen Sinn haben? Und daß das eine politische Verbrechen (in ihrer Erwiderung die der Siegermächte) dem anderen folgt oder vorausgeht, ist eine Binsenweisheit, sie sie bei Machiavelli wie bei Clausewitz nachlesen können. Sie bringt uns aber nicht weiter. Genausowenig, wie es einen weiterbringt, wenn man sich an der Ungerechtigkeit dieser Welt aufreibt. Sie werfen der Gegenseite die moralische Holokeule vor und schwingen dann selber eine. Macht Sie das besser? &quot;Ja&quot;, werden Sie vielleicht sagen, &quot;ich bin ja im Recht und Rudolf hat es bewiesen!&quot; Sie werfen den Juden Völkermordpläne an den Deutschen vor und die Zionisten werfen den Deutschen die versuchte Ausführung eines solchen Plans vor und nun haut Ihr Euch die Beweise um die Ohren. Es geht nur noch um Hekatomben von Toten in der Vergangenheit, um kosmische Zahlen, aber nicht mehr um das eigene Mensch sein. Was interessieren uns die Massenmorde von gestern in Anbetracht der Massenmorde von heute? Das muß doch die Frage sein! Ich will als Deutscher nicht an dieser Schlammschlacht im Sumpf der Geschichte teilnehmen. Sein Sie doch mal realistisch! Sie können diese Schlacht nicht gewinnen, weil so eine Schlacht letztlich immer nur Verlierer kennt. Sie ist eine Machtfrage und die wird im Laufe der Geschichte eben immer mal wieder anders beantwortet. Aber noch nie ist eine Macht davon verschwunden, weil jemand ihre geschichtlichen Gerechtigkeits - oder Wahrheitsdefizite aufgezeigt hätte. Das kann nur ein 68er wie Mahler glauben. Die DDR ist deshalb auch nicht untergegangen, sondern weil die Sowjetunion am Zusammenfallen war. Und die BRD wie Israel werden untergehen, wenn die USA zusammencrashen, und sie sind gerade dabei. Und ob dann das, was folgt, nun eine Ausgeburt an Gerechtigkeit und Wahrheit sein wird, wage ich zu bezweifeln. Zumindestens wäre das ein wahres Novum in der Geschichte der besten aller möglichen Welten. 
Es bleibt Ihnen letztlich keine andere Entscheidung in ihrem Leben, um wirkliche Kraft und Stärke daraus zu ziehen, wie das eigene sittliche Handeln. Das hat überhaupt nichts mit Moral, aber viel mit praktischer Vernunft zu tun. Und wenn Sie nicht die Kraft begreifen, die aus Ihrer eigenen Sittlichkeit erstehen kann, dann macht es ohnehin wenig Sinn, sich über Wahrheit und Gerechtigkeit den Kopf zu zerbrechen. Wenn Sie aber sittlich handeln (und ich meine hier sittlich im Sinne Kants und nicht von Sittenpolizei), dann erst zeigt sich die eigentliche Überlegenheit als eben die über die Unsittlichkeit, so wie sich einst auch die Sittlichkeit der deutschen Armee eben deswegen zeigen konnte, weil sie in der Tradition sittlicher Deutscher stand (zu denen ich nebenbei Hitler ganz bestimmt nicht zähle, der sich mit dem Geld der Wallstreet seine Wahl kaufte, die NSDAP damit finanzierte und Deutschland finanziell dem Bankier der Bank von England Schacht auslieferte, damit die Briten Deutschland gegen die Russen aufrüsten und hetzen konnte, ganz im Sinne der Balance of Power). Aber vor Leningrad hat auch die deutsche Armee ihre Sittlichkeit verloren, wie überhaupt jede Armee dann verbrecherisch wird, wenn sie unschuldige Zivilisten bekämpft. Das macht sie nicht schlechter als andere Armeen, aber dann eben auch nicht besser. 
Wir können uns da sicher seitenlang drüber aufhalten, was zu was in der Geschichte geführt hat, aber wie gesagt: Am Ende stirbt jeder für sich allein und muß deshalb auch allein die Entscheidung treffen, ob er in seinem Leben sittlich sein und handeln will oder egoistisch animalisch. Ohne Sittlichkeit des Einzelnen kann keine echte Gemeinschaft bestehen, und es ist nur Gefasel über eine &quot;deutsche Volksgemeinschaft&quot;, wenn diese nicht aus sittlichen Menschen besteht und aus der Sittlichkeit eben auch den anderen gegenüber, die nicht dazu gehören, ihre Kraft und Stärke zieht und beweist. Auge um Auge gehört sicher nicht dazu, Zahn um Zahn auch nicht und eben auch nicht Zahl um Zahl.  

Ich denke, ich habe damit auch die Frage beantwortet, wie ich zu weiteren Untersuchungen bezüglich Auschwitz stehe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo GB,</p>
<p>wie sensibel, scheu und zurückhaltend Sie sind, kann wohl wirklich nur jemand ahnen, der telepatische Fähigkeiten hat, sollte es denn so sein. Ich kann darauf verzichten und so reicht mir Ihre Art zu schreiben, die wie bei einem (von mir aus dann eben nur innerlich) wütenden Menschen ja nicht gerade von des Gedanken Blässe angekränkelt ist. Wegen Ihrer Gedankenblässe sind Sie wohl auch im Rätselraten so schlecht?</p>
<p>Hallo TH,</p>
<p>die Wahl meines Pseudos &#8220;doofer Deutscher&#8221; war mal eine Reaktion auf einige Leute hier im Forum, die ihrem Deutschsein im eigenen Pseudo etwas zu schmeichelhafte Attribute beilegten. Ich bin da immer für den Ausgleich. <img src='http://de.altermedia.info/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So, nun aber erstmal vielen Dank, daß Sie sich die Mühe gemacht haben, so ausführlich zu antworten. </p>
<p>Mir geht es bei der Auschwitzthematik um die Grundfrage der Sittlichkeit. Und da macht es keinen Unterschied, ob nun hundertfünfzigtausend oder sechsmillionen Menschen dort umgekommen sind. Schon allein dieses Leichenzählen finde ich unsittlich von beiden Seiten. Die einen machen damit Reibach und die anderen argumentieren so nach dem Motto: &#8220;Na wenns nur hundertfünfzigtausen waren, wars ja nicht so schlimm.&#8221; Und dann wird Verbrechen gegen Verbrechen aufgewogen, Zahn um Zahn sozusagen. Die Wahrheit besteht aber nicht aus Fakten. Und sie erschließt sich erst recht nicht aus dem juristischen Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen, also hier bei Ihrer Argumentation einem einfachen Mord oder Massenmord. Sie stellen diesen Vergleich ja mit dem Argument der Berechtigung einer daraus folgenden Sanktionierung, also Bestrafung an, und solange wir eben auf dieser Schiene bleiben, bleiben wir an dieselbe Argumentationskette jener angekettet, die aus Sanktionierung permanente Entschädigung folgern.<br />
Die Zionisten halten nun Auschwitz für das Menschheitsverbrechen schlechthin und Sie halten mit anderen Menschheitsverbrechen der Weltgeschichte dagegen. Was soll das für einen Sinn haben? Und daß das eine politische Verbrechen (in ihrer Erwiderung die der Siegermächte) dem anderen folgt oder vorausgeht, ist eine Binsenweisheit, sie sie bei Machiavelli wie bei Clausewitz nachlesen können. Sie bringt uns aber nicht weiter. Genausowenig, wie es einen weiterbringt, wenn man sich an der Ungerechtigkeit dieser Welt aufreibt. Sie werfen der Gegenseite die moralische Holokeule vor und schwingen dann selber eine. Macht Sie das besser? &#8220;Ja&#8221;, werden Sie vielleicht sagen, &#8220;ich bin ja im Recht und Rudolf hat es bewiesen!&#8221; Sie werfen den Juden Völkermordpläne an den Deutschen vor und die Zionisten werfen den Deutschen die versuchte Ausführung eines solchen Plans vor und nun haut Ihr Euch die Beweise um die Ohren. Es geht nur noch um Hekatomben von Toten in der Vergangenheit, um kosmische Zahlen, aber nicht mehr um das eigene Mensch sein. Was interessieren uns die Massenmorde von gestern in Anbetracht der Massenmorde von heute? Das muß doch die Frage sein! Ich will als Deutscher nicht an dieser Schlammschlacht im Sumpf der Geschichte teilnehmen. Sein Sie doch mal realistisch! Sie können diese Schlacht nicht gewinnen, weil so eine Schlacht letztlich immer nur Verlierer kennt. Sie ist eine Machtfrage und die wird im Laufe der Geschichte eben immer mal wieder anders beantwortet. Aber noch nie ist eine Macht davon verschwunden, weil jemand ihre geschichtlichen Gerechtigkeits &#8211; oder Wahrheitsdefizite aufgezeigt hätte. Das kann nur ein 68er wie Mahler glauben. Die DDR ist deshalb auch nicht untergegangen, sondern weil die Sowjetunion am Zusammenfallen war. Und die BRD wie Israel werden untergehen, wenn die USA zusammencrashen, und sie sind gerade dabei. Und ob dann das, was folgt, nun eine Ausgeburt an Gerechtigkeit und Wahrheit sein wird, wage ich zu bezweifeln. Zumindestens wäre das ein wahres Novum in der Geschichte der besten aller möglichen Welten.<br />
Es bleibt Ihnen letztlich keine andere Entscheidung in ihrem Leben, um wirkliche Kraft und Stärke daraus zu ziehen, wie das eigene sittliche Handeln. Das hat überhaupt nichts mit Moral, aber viel mit praktischer Vernunft zu tun. Und wenn Sie nicht die Kraft begreifen, die aus Ihrer eigenen Sittlichkeit erstehen kann, dann macht es ohnehin wenig Sinn, sich über Wahrheit und Gerechtigkeit den Kopf zu zerbrechen. Wenn Sie aber sittlich handeln (und ich meine hier sittlich im Sinne Kants und nicht von Sittenpolizei), dann erst zeigt sich die eigentliche Überlegenheit als eben die über die Unsittlichkeit, so wie sich einst auch die Sittlichkeit der deutschen Armee eben deswegen zeigen konnte, weil sie in der Tradition sittlicher Deutscher stand (zu denen ich nebenbei Hitler ganz bestimmt nicht zähle, der sich mit dem Geld der Wallstreet seine Wahl kaufte, die NSDAP damit finanzierte und Deutschland finanziell dem Bankier der Bank von England Schacht auslieferte, damit die Briten Deutschland gegen die Russen aufrüsten und hetzen konnte, ganz im Sinne der Balance of Power). Aber vor Leningrad hat auch die deutsche Armee ihre Sittlichkeit verloren, wie überhaupt jede Armee dann verbrecherisch wird, wenn sie unschuldige Zivilisten bekämpft. Das macht sie nicht schlechter als andere Armeen, aber dann eben auch nicht besser.<br />
Wir können uns da sicher seitenlang drüber aufhalten, was zu was in der Geschichte geführt hat, aber wie gesagt: Am Ende stirbt jeder für sich allein und muß deshalb auch allein die Entscheidung treffen, ob er in seinem Leben sittlich sein und handeln will oder egoistisch animalisch. Ohne Sittlichkeit des Einzelnen kann keine echte Gemeinschaft bestehen, und es ist nur Gefasel über eine &#8220;deutsche Volksgemeinschaft&#8221;, wenn diese nicht aus sittlichen Menschen besteht und aus der Sittlichkeit eben auch den anderen gegenüber, die nicht dazu gehören, ihre Kraft und Stärke zieht und beweist. Auge um Auge gehört sicher nicht dazu, Zahn um Zahn auch nicht und eben auch nicht Zahl um Zahl.  </p>
<p>Ich denke, ich habe damit auch die Frage beantwortet, wie ich zu weiteren Untersuchungen bezüglich Auschwitz stehe.</p>
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