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Wir sind inzwischen soweit, daß selbst der Schulabbrecher, versierte Steinewerfer, gelernte Taxifahrer und ehemalige Vorzeigepazifist Prof. hc. Dr. hic. Dr. hic. “Joschka” Fischer vom baldigen Überfall Israels auf den Iran spricht. Falls Sie mit der Abkürzung “hic” nichts anfangen können: Ehrendoktorhüte israelischer Universitäten werden “honoris israeli causae” verliehen, also für Verdienste um die israelische Sache. Deshalb dürfen wir davon ausgehen, daß Herr Josef Martin Fischer seine jüdischen Freunde und Förderer kennt.
Was passiert, wenn unsere friedliebenden israelischen Freunde die von den USA geschenkten Bunkerknacker-Bomben unter die von den USA geschenkten Flugzeuge packen, sie mit von Deutschland bezahltem Treibstoff volltanken und auf von Deutschland bezahlten Flugplätzen gegen den Iran starten? Nun, die beiden unbeliebtesten Staaten der Welt befinden sich dann miteinander im Krieg.
Ja, unzensierte Umfragen haben merkwürdige Ergebnisse… Trotz aller lobenden Propaganda rangieren die freundlichen und liebenswürdigen Israelis auf dem letzten Platz in der Beliebtheitsskala der Völker, zusammen mit dem unter ständigem Propagandafeuer liegenden bösartigen und blutrünstigen Iran. Ob das daran liegt, daß die friedliebenden Israelis in den letzten 60 Jahren mindestens sechs Angriffskriege geführt haben, die bösartigen Iraner hingegen nur einen einzigen durch einen US-Vasallen aufgezwungenen Verteidigungskrieg?
Falls Sie aus diesem Artikel “antisemitische” Tendenzen herauslesen: Ja, das stimmt. Inzwischen ist jede Art von berechtigter Kritik an Israel und der israelischen Regierung “Antisemitismus”. Eine solche Selbsterhebung würde bei anderen Völkern als “Rassismus” oder gar “Herrenmenschentum” bezeichnet werden, aber in diesem Fall wird es natürlich nicht nur toleriert, sondern auf breiter Front von deutschen Medien nachgebetet.
Man kann mit seinen Nachbarn ein gutes Verhältnis haben. Selbst wenn sich dann der Nachbar einen Rottweiler oder einen Dobermann anschafft, akzeptiert man das, weil man ihm den Hund gönnt und versteht, daß der Nachbar Vorsorge gegen Einbrecher treffen möchte. Andererseits kann man sich aber auch über jeden “Knallerbsenstrauch” und “Maschendrahtzaun” aufregen und im versehentlich angebrannten Mittagessen einen Gestanksangriff sehen. Eine solche Paranoia artet in einen richtigen Nachbarschaftskrieg aus, der mit allen legalen und halblegalen Mitteln ausgetragen wird und vorzugsweise Gerichte beschäftigt.
Während paranoide Nachbarn nur selten bis zum Mord und Totschlag gehen, führen paranoide Staaten gerne “Präventivkriege”. Gewaltsame Überfälle auf fremde Staaten heißen nur dann “Angriffskriege”, wenn sie mißglücken und die Sieger die Geschichtsbücher schreiben. Im Gewinnfall war das natürlich nur eine “präventive Vorwärtsverteidigung”. Im Falle der USA ist es sogar immer Notwehr, beispielsweise als die furchterregende Weltmacht Grenada im harten, entbehrungs- und opferreichen Kampf niedergerungen werden mußte. Oder als Israel den ganzen Libanon in eine Trümmerwüste bomben wollte, weil zwei seiner Soldaten bei einem Vorstoß auf libanesischem Gebiet in Gefangenschaft der angegriffenen Miliz geraten sind.
Aber kehren wir zu den tapferen Piloten zurück, die sich in ihren für die Luftabwehr unsichtbaren Maschinen in den Iran schleichen, um dort Liebe und Frieden in Form von mörderischen Bomben abzuwerfen. Gewähren wir ihnen obendrein auch den besonderen Schutz eines rachsüchtigen und blutrünstigen Wüstengottes, damit sie heil zurückkommen. Das hat den Vorteil, daß ihre Kameraden in den von Deutschland geschenkten Kampf-U-Booten nicht ihre in Israel produzierten Atomsprengköpfe abfeuern müssen.
Also, es knallt, die Hoffnung Irans, eines Tages wie viele andere Völker auch Kernenergie zur Versorgung ihrer Industrie benutzen zu können, hat sich in blutigen Rauch aufgelöst. Gönnen wir dem Staat die Gnade Allahs, es kommt also nicht zum Austritt radioaktiven Materials, es sterben nur jene Wissenschaftler und Techniker, die von den israelischen Gottesgeschenken hingemordet worden sind.
Ich fürchte, die Iraner sind trotz aller wohlgemeinten Absichten über diese Aktion ein wenig verstimmt. Abgesehen von ein paar übergeschnappten Vertretern der deutschen Links-Szene, die mit Spruchbändern wie “Bomber Harris, do it again!” herumlaufen, wird niemand gerne bombardiert. Wir wissen zwar alle, daß es unfair und geradezu ein Verbrechen ist, sich gegen eine israelische Befriedungsmaßnahme zu wehren, aber die Verantwortlichen im Iran wollen einfach nicht auf Frau Knobloch hören.
Ganz davon abgesehen, müssen die Iraner schnell handeln. Die Israeli Doomsday Forces haben zwar große Erfahrung im Verwüsten anderer Länder, aber der Iran ist recht groß und liegt nicht einmal vor der israelischen Haustür. Das heißt, die heldenhaften israelischen Piloten müssen ziemlich oft fliegen, um alle Raketen des Iran auszuschalten. Und sollten sie dabei die eine oder andere Maschine verlieren - die USA sind bankrott, deren Luftwaffe in weiten Teilen schrottreif, wie sollen sie da den Israelis auf die Schnelle Ersatz schenken können?
Sicher, die Leute im Iran könnten ruhig abwarten und Fähnchen mit dem Davidstern schwenken, während ihr Land bombardiert wird. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, daß sie ihre Raketen abfeuern, denn dafür wurden sie ja gebaut. Keine Sorge, Israel besitzt eine Menge Patriot-Abwehr-Raketen, die Deutschland verschenkt hat. Die haben zwar gegen die Stalin-Orgeln der Hisbollah nicht geholfen, aber die iranischen Raketen holen sie bestimmt herunter.
Das macht aber nichts, es ist trotzdem ein Angriff auf das heilige Israel. Folglich schießen die USA sofort zurück. Wobei das bestimmt ganz reibungslos verläuft, um 1:17 Uhr Ortszeit fällt die erste israelische Bombe, um 1:19 Uhr greifen die B2-Formationen der USA an, weil der Iran ja mindestens zwei Minuten Zeit hatte, um sich gegen den Überfall zu wehren. Vielleicht bleibt das Spiel ja konventionell, dann schießt die US-Flotte im Golf noch eine Menge Marschflugkörper ab. Dann kommen die Iraner vor lauter amerikanischem Zurückschießen so ab 4:26 Uhr endlich dazu, den Kriegsgrund zu liefern und ein bißchen selbst zu schießen.
Um 8:53 Uhr Teheraner Zeit wird dann die deutsche Bundeskanzlerin geweckt und informiert, daß sie nun dem Iran den Krieg erklären könne, wie sie es bei ihrem letzten Israel-Besuch versprochen hatte.
Vielleicht haben die Amerikaner aber auch ein bißchen Anstand und warten ab, bis der Iran die erste Rakete auf Israel abfeuert, bevor sie atomar zurückschlagen.
Bisher hatte Israels Vorwärtsverteidigung relativ wenige Auswirkungen auf Deutschland. Die gravierendste Folge waren 1973 die Sonntagsfahrverbote. Ansonsten haben wir die Zähne zusammengebissen und die hohen Preise an den Tankstellen bezahlt. Als dann die Preise wieder nachgelassen haben - die Scheichs sind schließlich keine Unmenschen - haben sich die Herrschaften in Bonn und Berlin als neue Scheichs aufgeführt und dank ständiger Steuererhöhungen den Preis in einstmals unvorstellbare Höhen getrieben. Anders als die OPEC sehen die deutschen Regierigen jedoch niemals eine Veranlassung, ihren Beuteanteil wieder zurückzufahren.
Diesmal wird es anders. Ich setze meinen Phasenzähler sofort auf die nächsthöhere Stufe, mindestens jedoch auf 3. Wer seine Sinne beisammen hat, meldet sich krank, fährt schleunigst in den nächsten Supermarkt und deckt sich mit allem ein, was irgendwie brauchbar erscheint, von Konserven bis zum Klopapier. Bezahlen Sie mit EC-Karte, halten Sie Ihr Bargeld zurück. Aber haben Sie Bargeld dabei, falls die elektronischen Zahlsysteme schon zusammengebrochen sind. Auf der Rückfahrt halten Sie an der Bank und nehmen soviel Bargeld mit, wie Sie ohne Androhung von Waffengewalt ausgehändigt bekommen. Diese Beute schaffen Sie nach Hause und gehen dann zu Ihrem Hausarzt. Der soll Ihnen noch alle Medikamente verschreiben, die Sie ständig benötigen, in möglichst großen Packungen. Notfalls legen Sie einen 50-Euro-Schein hin, als freiwillige Spende, zwecks Motivation. In der Apotheke holen Sie die Medikamente ab. Lassen Sie sich nicht vertrösten, daß es abends ausgeliefert würde, gehen Sie lieber zur nächsten Apotheke.
Diesen ersten Hamster-Tag haben Sie frei! Die Regierung in Berlin rennt durcheinander wie ein aufgeregter Hühnerhof, sucht verzweifelt Konzepte und gibt wirre Fernsehinterviews. Vielleicht schaffen Sie es sogar, noch Ihren Heizöl-Tank auffüllen zu lassen.
In Deutschland sind Landstraßen und Autobahnen die Zwischenlager. Noch ist alles vorhanden, noch rollt alles in die Supermärkte. Ein bis zwei Tage geht es noch weiter. Schlimm wird es erst, wenn die Kanzlerin im Fernsehen auftritt und eine beruhigende Ansprache hält, denn dann hat sich Berlin soweit besonnen, daß Sondermaßnahmen in Kraft treten.
Wir sind immer noch am ersten Kriegstag! Es ist völlig egal, ob der Schlag gegen den Iran konventionell oder atomar geführt wurde, das Land ist zu groß, um in eine strahlende Wüste verwandelt zu werden. Der Persische Golf wird zum Schiffsfriedhof für die US-Navy, denn ein paar Schiffe können die Iraner versenken. Außerdem können sie die Straße von Hormuz blockieren.
Natürlich könnte ich jetzt ein wenig spekulieren… Haben die Iraner eine oder zwei Knallerbsen aus dem Nachlaß der Sowjetunion erworben, dann wird eine davon auf Haifa landen. Dort ist Israel am dichtesten besiedelt, folglich kommt es zu den höchsten Verlusten an Menschenleben. Die zweite könnte auf Tel Aviv fallen, die dritte auf Dimona… Vermutlich wird Jerusalem verschont, weil dort muslimische Heiligtümer stehen.
Ohne Atomwaffen läßt sich die ganze Welt viel leichter treffen als Israel. Der Iran hat zwar Raketen, die Israel erreichen können, aber damit richten sie weniger an, als damals bei der Bombardierung von Pforzheim. Verwüstungen wie die Feuerstürme von Hamburg, Köln oder Dresden erfordern 1000-Bomber-Angriffe. Die Hisbollah könnte schießen, die Frage ist, ob sie es tut. Syrien hat ein Bündnis mit dem Iran, aber wird es sich daran halten, wenn der Iran schwer getroffen ist?
Da niemand dem Iran modernste Waffen geschenkt hat, fehlt dem Land die Fähigkeit zur “symmetrischen” Kriegführung. Aber wer braucht die schon? China bekommt den Ölhahn zugedreht, da die russischen Pipelines noch lange nicht fertig sind, bekommen die Chinesen ein Problem. Sie machen das, was ein vernünftiger Privatmann tun würde: sie kaufen, was sie bekommen können. Und mit 1,7 Billionen Dollar kann man noch immer eine Menge kaufen, vor allem kann man die Preise hochjagen. 200 Dollar pro Barrel? 300 Dollar? 500 Dollar?
Schon seit Ötzis Zeiten gibt es eine Erfindung, die nennt sich “Rucksack”. Damit kann man Butter, Eier und Schinken über die Grenze schmuggeln, aber auch explosivere Dinge. Trainierte Sondertruppen wandern pro Nacht 50 Kilometer, mit 20 Kilo TNT auf dem Rücken. Solche Leute wissen auch, wie man die Bewacher einer Pipeline umgeht oder ausschaltet. Um den Iran gibt es viele Pipelines… Man kann auch im Schlauchboot den persischen Golf überqueren, für eine Wandertour in Saudi Arabien oder in den Emiraten.
Anders als die USA und Israel haben die Iraner unter der Bevölkerung islamischer Staaten Sympathisanten. Das sind unbescholtene Leute, die plötzlich das Gefühl haben, etwas gegen die jeweilige Regierung unternehmen zu müssen. Saudi Arabien besitzt zwar Ölterminal am Roten Meer, aber wie lange können dort Tanker laden, wenn die Zuleitungen ausfallen? Diese unbescholtenen Bürger entwickeln schnell eine Antipathie gegen jede Führung, die nicht bereit ist, Israel und Amerika gehörig zu bestrafen.
Schon gut, das wird ein paar Tage dauern. In der Zwischenzeit können wir ergriffen unserer Kanzlerin lauschen, die von unverbrüchlicher Treue zu Israel redet und den Iran scharf dafür verurteilt, diese Aggression provoziert zu haben. Wir bekommen jetzt so schöne Dinge zu hören wie “Notstand”, “Belagerungszustand” oder gar “Kriegszustand”.
Ich gehe dann schon mal auf Phase 4. Jetzt weiß die Masse der Bevölkerung Bescheid und der Sturm auf die Supermärkte beginnt. Die Tankstellen erhöhen die Preise im Minutentakt, bevor die Bundesregierung “vorsorglich” rationiert. Haben Sie noch Strom? Oh, sicher, wie sollten Sie sonst den Propaganda-Funk empfangen? Wenn die Regierung halbwegs bei klarem Verstand ist, wird sie sehr früh mit Rationierungen anfangen, obwohl noch keinerlei Engpaß eingetreten ist. Das Öl für die nächsten Wochen ist immer noch auf Supertankern unterwegs, die Logistik funktioniert noch.
Denken Sie jetzt an Dinge, die (noch) nicht rationiert sind. Wer kauft jetzt noch Camping-Bedarf? Oder Survival-Ausrüstungen? Der größte Teil der Leute steht an den Kassen im Supermarkt und streitet sich mit den Polizisten, die dort aufgestellt sind, um Plünderungen zu verhindern und die Rationierungsmaßnahmen durchzusetzen. Rechnen Sie damit, daß die Banken schließen, also niemand mehr Geld abheben kann. Und ja, Gold und Silber werden Sie nirgendwo mehr kaufen können.
Mit Ihrer wöchentlichen 20-Liter-Benzinzuteilung fahren Sie natürlich nicht mehr zur Arbeit. Im Umland gibt es Bauernhöfe, die noch Kartoffeln, Weizen oder womöglich sogar Hausmacher Wurstkonserven verkaufen. Sie verhandeln immer unter vier Augen, vielleicht müssen Sie sogar einmal eine Goldmünze vorzeigen. Seien sie bei Ihrer Heimkehr vorsichtig. Die Nachbarn helfen Ihnen gerne beim Reintragen, nur leider haben diese keinen Orientierungssinn und laufen damit in die falsche Wohnung.
Die Weltlage wird in diesen Tagen richtig gefährlich. Radioaktive Wolken ziehen über Afghanistan, erreichen Pakistan, Indien, China… Es gibt keinen Bodenkrieg, doch die USA haben trotzdem Verluste. Weltweit kommt es zu Anschlägen, auch in Deutschland. Unter der muslimischen Bevölkerung gärt es, auch in Frankreich, dessen Präsident natürlich bedingungslos zu Israel steht. Wackeln die pro-westlichen Regime rund um Israel? Stürzen sie?
Der Dollar verliert stündlich an Wert. Waren, die lange Transportwege benötigen, bleiben liegen, weil niemand mehr den Transport bezahlen will. Das betrifft nicht nur die “Flugmangos” in der gehobenen Küche, sondern auch die Bauteile für elektronische Steuerungen. Aufträge werden storniert, eine Wirtschaftskrise bricht aus. Ihr Chef weiß zwar inzwischen, daß Sie nicht wirklich krank sind, aber das interessiert ihn nicht, er muß den Betrieb sowieso schließen.
Wir leben in einem glücklichen Land, weil unsere türkischen Mitbewohner den Iran nicht ganz so sympathisch finden, wie andernorts die arabischen Mitbewohner. Die Kanzlerin würde zwar an liebsten vor jede Synagoge und jedes jüdische Gemeindezentrum einen Kampf- oder Schützenpanzer stellen, aber soviel Gerät hatte die Bundeswehr selbst in ihren besten Zeiten nach der Übernahme der NVA nicht zu bieten, also darf die Polizei Sonderschichten einlegen. Die Herren Terroristen mögen bitte trotzdem in Achtung vor der deutschen Vergangenheit mit Ministerien, Rathäusern, Finanzämtern oder Bahnhöfen vorlieb nehmen. Trotz allem können wir davon ausgehen, daß die Attentate in Deutschland in erfreulich geringer Zahl stattfinden.
Die Frage ist nun, wie geht es weiter. Die amerikanische Luftwaffe ist ziemlich alt, das bankrotte Land kann sich die Wartung nicht mehr leisten. Unter Kriegsbedingungen fallen diese Flugzeuge bei passenden Gelegenheiten von allein auseinander, und das vorzugsweise nicht am Boden. Die amerikanischen Besatzungssoldaten im Irak sind ab dann militärische Ziele. In den Persischen Golf geht nichts mehr herein, der gesamte Nachschub muß über die Luft und auf dem Landweg über die Türkei herangeschafft werden. Gleichzeitig brauchen die Angriffstruppen neue Bomben und neuen Treibstoff, der auch irgendwie herantransportiert werden muß. Und natürlich möchte auch Israel Nachschub, Schadensersatz, zusätzliche Rüstungsgüter und Wiedergutmachung, weil sonst dem armen, angegriffenen und wie immer unschuldigen Staat ein neuer Holocaust droht.
In diesem Fall entscheidet unsere geliebte Kanzlerin souverän zu teilen: die eine Hälfte der deutschen Wirtschaftsleistung und Nachschubgüter für die 82 Millionen Inländer, die andere Hälfte für die sechs Millionen jüdischen Israelis (für die palästinensischen Israelis bleibt leider nichts mehr übrig, das zu kritisieren ist selbstverständlich Antisemitismus). Wir nähern uns langsam Phase 5, weil es hier in Deutschland zu gären beginnt.
Die Frage ist, wie lange halten die USA das durch. Der dort massenhaft auftretende Joe Sixpack empfindet gegenüber den jüdischen Beamten in der US-Regierung und den jüdischen Bewohnern in Israel keine allzu innige Liebe, sein Auto steht ihm emotional viel näher. Wenn die Gallone Benzin über zehn Dollar steigt, sagt der so unschöne Dinge wie “Damned Jews!” Er kann sich das auch erlauben, in Deutschland wäre das unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Aussage Volksverhetzung. Die Frage ist nur, ob der Kerl zur Wahl geht, wenn ihm das Benzin dazu fehlt. Und natürlich, ob das, was er wählt, auch so gezählt wird.
Der schnelle, mit chirurgischer Präzision und affenartiger Geschwindigkeit ausgeführte entwaffnende Schlag ist eine Vision von Zivilisten, die von militärischen Gegebenheiten keine Ahnung haben. Ich glaube, es war1991 und nicht 2003, als ein Nachrichtensprecher verkündet hat, der Krieg gegen den Irak sei ausgebrochen und allem Anschein nach schon vorbei. Ja, es muß 1991 gewesen sein, weil ich danach das Gefühl hatte, mein Herzschlag würde aussetzen, weil als nächstes über den Einsatz nuklearer Waffen berichtet werden würde. 2003 war das nicht mehr nötig, da lag der Irak bereits vor dem ersten Schuß hilflos auf dem Boden, da konnte man gefahrlos einmarschieren und mit schmutzigen Waffen (abgereichertes Uran) nach Belieben um sich schießen.
Luftkrieg ist Terrorkrieg, das wissen wir Deutschen aus leidvoller Erfahrung. In den 1920er Jahren konnten die Briten mit Luftangriffen (gerne auch mit Giftgas) noch aufständische “Untertanen” befrieden, heute wird davon niemand wirklich überrascht. Die Israelis haben 2006 im Libanon schon mal geübt, ein Land zu verwüsten, in der Hoffnung, ein paar aufmüpfige Freischärler zur Aufgabe zu bewegen. Trotz totaler Luftüberlegenheit ohne jegliche Belästigung durch Luftabwehr wurde der Krieg nicht gewonnen. Die einstmals gefürchteten israelischen Bodentruppen mußten ausrücken und es zeigte sich, daß der heutige Schlomo Geldher ein deutlich schlechterer Soldat ist, als es seine nach Wehrmachts-Handbüchern gedrillten Väter unter Mosche Dajan gewesen waren. Aus Doomsday Forces wurden Destroyed Forces, die sich liebend gerne durch UNO-Truppen ablösen ließen.
Die gescheiterte Generalprobe verheißt für die Premiere nichts Gutes, zumindest nicht für die willigen Vollstrecker Israels. Aus der Luft läßt sich ein Land zerstören, aber nicht erobern und auch nicht unterwerfen. Die Weltwirtschaft ist schon jetzt, in Friedenszeiten, schwer angeschlagen. Ein Krieg in der Ölregion gibt ihr den Todesstoß. Ja, die USA können diesen Krieg gewinnen, wenn sie Maßnahmen ergreifen, wie im zweiten Weltkrieg: Allgemeine Wehrpflicht, ja, alles mobilisieren, was eine Waffe tragen kann. Aus Joe Sixpack wird G.I. Joe, von denen die eine oder andere Million in den Berglandschaften es Iran ums Leben kommt. Der Krieg fordert alle Ressourcen der USA und natürlich auch die ihrer Verbündeten, die selbstverständlich zu folgen haben.
Ein Sieg der USA würde jedoch eine besondere Situation schaffen. Die Welt hätte problemlos hinnehmen können, wenn Österreich-Ungarn 1914 Serbien annektiert hätte. Sie hätte ebenso problemlos hinnehmen können, wenn Deutschland 1939 Polen annektiert hätte. In beiden Fällen hätte die Beute kaum die zusätzlichen Probleme aufgewogen. Die Welt kann aber nicht hinnehmen, wenn die USA 2008 den Iran zur neuen Kolonie annektieren. Mit der vollständigen Beherrschung der Region um den Persischen Golf verschiebt sich das geostrategische Gleichgewicht, was weder Rußland noch China hinnehmen können. Beide Mächte brauchen im Krieg nicht einzugreifen, sie können in Ruhe abwarten, wie sich die USA beim Siegen verbluten.
Die Situation nach einem Sieg im Iran wäre eine ganz andere als 1945. Stalin hat die westliche Sowjetunion verwüsten lassen, um den Vormarsch der Wehrmacht zu behindern, sein Staat hing mit seinen Kriegsanstrengungen am Tropf der Hilfslieferungen der USA. Die USA hatten eine ungeheuere Kriegsmaschinerie geschaffen, die mit kampferfahrenen Soldaten in Europa stand bzw. sehr schnell dorthin zurückkehren konnte, außerdem hatten die USA als einzige die Atombombe. Die USA waren 1945 unangefochtene Weltmacht Nummer Eins, mächtiger als der zerschlagene Rest der Welt zusammengenommen. Am Ende des Iran-Krieges wäre die USA eine ausgeblutete Macht, mit weit überdehnten Versorgungslinien, kriegsmüden Soldaten und noch weitaus kriegsmüderer Bevölkerung, finanziell am Ende. China und Rußland sind reich, ihre Armeen und Infrastruktur sind intakt. Das Einzige, was sie sich nicht leisten können, ist, in Ruhe abzuwarten, bis die USA ihre Beute konsolidieren und die Ölstaaten ausplündern.
Die Risiken in diesem Krieg sind weitaus höher als die zu erwartende Beute. Außer in deutschen Propagandanachrichten ist Israel kein Staat, der sich selbst erhalten kann. Israel übersteht fünf iranische Atombomben besser, als einen Zusammenbruch der Weltwirtschaft. Dieser Zusammenbruch droht ohnedies, weil die USA seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse leben. Wir haben die Wahl… Entschuldigung, wir leben ja in einer Demokratie, also haben wir keine Wahl - vor uns liegen also die Möglichkeiten, dem Zusammenbruch langsam entgegen zu taumeln, wenn alles ruhig bleibt, oder mit Vollgas in den Untergang zu steuern, wenn ein Herr Olmert glaubt, ein kleiner Krieg sei die beste Methode, um einem Verfahren wegen Korruption zu entgehen.
Ich möchte noch auf einen Punkt eingehen: Angenommen, es knallt im Iran. Werden wir, von der Gehorsamspflicht unserer bunten Kanzlerin gegenüber USA und Israel abgesehen, in diesen Krieg hineingezogen? Die Antwort ist: Vorerst nicht. Oh, wir werden leiden, wir werden den Hunger und den Mangel kennenlernen, im Winter frieren und wegen Unterversorgung sterben, aber zunächst ist das für uns ein ferner Krieg. Die abgerüstete Bundeswehr kann gar keine Kampftruppen für eine Bodenoffensive im Iran stellen, von ein paar Spezialkräften abgesehen. Die Bundesluftwaffe wird nicht gebraucht, höchstens ein paar Aufklärungs-Tornados. Die Bundesmarine kommt nicht mehr in den Persischen Golf, Iran hat keinen Zugang zum Mittelmeer.
Es gibt allerdings einen weiteren Grund, um diesen Krieg zu führen. Unsere jüdischen Freunde - und die evangelikalen Christen der USA - nehmen das Alte Testament der Bibel wortwörtlich. Nicht nur die netten Teile, sondern auch jene Geschichten, in denen gottbefohlene ethnische Säuberungen stattfinden, wo Völker restlos, mit Frauen, Kindern und sogar ihrem Vieh niedergemetzelt werden. Diese Herrschaften erwarten die Ankunft des Messias (die Christen: die Wiederkunft Jesu Christi), wenn in Jerusalem der “dritte Tempel” gebaut wird. Den ersten hat der legendenbehaftete König Salomon errichtet, den zweiten der geschichtsbekannte König Herodes, der dritte fehlt noch. Dummerweise kann man heutzutage nicht einfach drauflosmauern, weil auf dem Bauplatz ein paar muslimische Heiligtümer stehen - der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Da diese zu den höchsten Heiligtümern des Islam gehören, werden die Iraner bestimmt keine Raketen darauf abschießen. Aber was nicht passiert, kann in den Medien herbeigeschrieben werden. Eine “verirrte” Rakete schlägt dort ein, leider, das ist Kismet. Oder besser, geschickt angebrachte Sprengstoffladungen. 250 Kilo aus der Rakete, 20 Tonnen, die vor Ort installiert worden sind, und schon ist der Bauplatz bereinigt. Hat beim World Trade Center doch auch geklappt.
Ja, und dann sind die Vorzeichen eingetroffen. Zu denen gehört übrigens auch der “Holocaust”, die sechs Millionen sind prophezeit, deshalb darf es auch nicht einer weniger sein. Schon allein deswegen, damit der Gott, der die Völkermorde im Alten Testament befohlen hat, nicht auf den Gedanken kommt, daß im geheiligten Israel derzeit sechs Millionen Juden leben.
Quelle: Michael Winkler




38 responses so far ↓
1 griesgram // Jul 2, 2008 at 6:25
Ich wünschte, es würde wahr!
Muß ja nicht SO dicke kommen, wird es aber wohl.
Zu verhindern ist es sowieso nicht mehr, der Lude will Krieg.
2 michael // Jul 2, 2008 at 6:40
Als potentieller Mossad-Agent muß der potentielle Krypto-Jud’ JOSEF Fischer natürlich durch Täuschung seinen Teil am Propaganda-Krieg Israels beitragen, um Iran von Befreiung Palästinas abzuhalten. Dem steinewerfenden Großmaul Fischer wird es nicht gelingen.
Offizielles Mossad-Motto: “Durch Täuschung sollst Du Krieg führen.”
3 's Fritzle // Jul 2, 2008 at 7:15
Ja, und ’s Fritzle weiß sogar, wie er dort genannt wird: “De gefillte Fisch”. Das soll wohl andeuten, daß er “gestopft” worden ist?
Ja. Und das ist so unglaublich, daß es niemand glauben will und jeder, der darauf hinweist als “Verschwörungsidiot” abgewertet wird. Aber nicht derjenige ist der Idiot, der davon berichtet, daß die Leute im Hintergrund vom “wörtlichen Wort” geleitet werden, sondern diejenigen, die an eine solche Führung durch Gott glauben. (Und diejenigen, die hier Subjekt und Objekt nicht auseinanderhalten können oder wollen.) Und was macht diese “Wortgläubigen” so gefährlich? Sie haben Macht und handeln aus bester Motivation heraus: Sie glauben ein (auserwähltes) Werkzeug Gottes zu sein und (demütig) Gottes Willen zu tun.
’s Fritzle weiß das aus erster Hand. Weil nämlich einer dieser spirituellen Führer einmal versucht hat, ’s Fritzle für seine Organisation und seine Ziele (= Gottes Ziele) zu gewinnen.
4 Individualistin // Jul 2, 2008 at 8:42
Sehr gut Herr Winkler, vielen Dank!
.
5 Eichenlaub // Jul 2, 2008 at 8:48
Sehr geehrter Herr Winkler,
eure geschichten sind sehr Spannend erzählt. Allerdings zweifle ich an der glaubwürdigkeit, dass so etwas die nächsten 3 jahre passieren könne. Begrüßen würde ich es, da wir daran erkennen ob unser Volk leben oder sterben möchte. Entweder es geht den deutschen lebenden oder den jüdisch sterbenden Weg.
Dennoch sehr aufschlussreich formuliert.
6 Dr. phil.-soz. // Jul 2, 2008 at 8:49
Prof. hc. Dr. hic. Dr. hic. “Joschka” Fischer… spiegelt den Geist unserer Bildungseinrichtungen wieder. “Den Muff von tausend Jahren” haben die 68er mittlerweile “aus den Talaren” getrieben - und diese sich selbst umgehangen. Das ist das ewige Schicksal der bolschewistischen Umstürzler: Sie hetzen gegen den König auf, indem sie Neid und Haß schüren, und wenn er von dem Pöbel erschlagen wurde, setzen sie sich die Krone auf und hausen und schmausen noch irrwitziger.
Gab es da nicht einmal ein Buch von George Orwell: “Die Herrschaft der Schweine” oder “Der Schweinestaat” oder so ähnlich?
7 Bube // Jul 2, 2008 at 9:07
@ Dr. phil.-soz.
George Orwell hat die “Farm der Tiere” geschrieben. Die Schweine übernehmen die Führung beim Aufstand der Tiere gegen den Bauern, nur um dann selbst in die Rolle des Bauern zu schlüpfen und despotisch zu herrschen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Farm_der_Tiere
8 Der deutsche Michel // Jul 2, 2008 at 9:23
Winklers Artikel werden immer mehr zum Pflichttermin….”und das ist auch gut so, Genossinnen und Genossen” (Wo Gayboy53 Pobereit Recht hat hat er Recht).
RESPEKT
9 michael // Jul 2, 2008 at 9:28
@ Dr. phil.-soz.
Wo haben Sie ihren Doktor her? Jeder Idiot weiß, daß der Titel “Farm der Tiere” (Animal Farm) ist.
10 bergischer Löwe // Jul 2, 2008 at 9:43
Guter Kommentar,vielleicht hier und da etwas überzogen.Fakt ist jedoch,ein Angriff auf den Iran wird den ganze nahen und mittleren Osten in eine Feuerhölle verwandeln.Am Ende wird vielleicht der Iran vernichtet,ganz bestimmt aber Israel und die gesammte Weltwirtschaft.
11 rechtsaussen // Jul 2, 2008 at 9:57
Von Mao gibt es ja diese schöne Zitat:
“Wenn der Tiger in den Bergen fehlt, ernennt sich der Affe zum Großkönig!”
Das beschreibt die Situation in fast allen Demokratien doch sehr treffend…
PS: Könnte auch von IHM sein, oder?
12 Fasci/Nation // Jul 2, 2008 at 10:28
Vielen Dank für den genialen Artikel.
13 Eichhörnchen // Jul 2, 2008 at 11:05
Wieso ist die Luftwaffe der USA “in weiten Teilen schrottreif” - trotz dieses aberwitzigen Verteidigungsbudgets (auf Pump)? Das ist doch verrückt! Warum haben die dann nicht erst einmal ihre Luftwaffe auf dem neuesten Stand der Technik gehalten, bevor sie einen (teuren) Krieg nach dem anderen anzetteln? Wo ist das ganze (ohnehin nicht vorhandene) Geld geblieben?
14 Detlef // Jul 2, 2008 at 11:07
Was können wir tun?
Wir könnten z.B. auf Altermedia eine Adressliste von Juden und Firmen veröffentlichen.
Nicht um diese Typen als Ziele zu markieren, nein um ihnen unsere Solidarität kund zu tun.
Eine gelegentliche öffentliche Nachfrage, lebst du noch, macht diesen gehassten Kreaturen bestimmt Mut.
Ist auch eine gute Maßname zur Arbeitsbeschaffung , da ja die brD Stasi permanent mitliest und sich berufen fühlt all diese Armageddon-Anbeter zu beschützen.
Dies würde aber wiederum von Knobloch & Co als antisemitisch eingestuft werden, da diese bei allen Seiten unbeliebte brD Stasi damit dem jüdischen Traum im Wege steht.
Die Sicherheit für die deutsche Bevölkerung sollte dann aber ehrlicherweise vom unfähigen System auf die professionellen freien Kameradschaften übertragen werden, auch weil diese nicht unter ausländischem Kommando stehen.
Ergo: Die Welt wird immer komplizierter.
15 Pol Pot Superstar // Jul 2, 2008 at 11:32
Klar, es könnte so kommen. Aber bisher hat die “westliche Wertegemeinschaft” noch jeden Krieg überstanden, warum sollte es ausgerechnet diesmal anders sein?
16 BdU // Jul 2, 2008 at 11:52
“Ob das daran liegt, daß die friedliebenden Israelis in den letzten 60 Jahren mindestens sechs Angriffskriege geführt haben”
Ich bin kein Freund Israels aber eine solche Geschichtsklitterung ist auch nicht akzeptabel. Zumindest der Jom-Kippur-Krieg war ein Verteidigungskrieg und auch bei dem Unabhängigkeitskrieg hat Israel erst einmal um die nackte Existenz gekämpft. Diese Aussagen bleiben von den Umständen der Staatsgründung und den anderen Kriegen erst einmal unberührt.
17 Dr. phil.-soz. // Jul 2, 2008 at 12:00
@michael // Jul 2, 2008 at 9:28
“Jeder Idiot weiß, daß der Titel “Farm der Tiere” (Animal Farm) ist.”
Ich beschäftige mich nicht mit Trivialliteratur, lediglich mit ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Im vorliegenden Fall nutzte ich sie zur Versinnbildlichung eines gesellschaftlichen Problems, um es für Konsumenten von Trivialliteratur verständlich und greifbar zu machen.
18 S.Braun // Jul 2, 2008 at 12:03
Hoffentlich ist unsere Bundesf…. nicht dumm genug den Juden Waffenhilfe zuzusichern ! Sollen sich doch die Amis und die Juden blutige Nasen holen. Vielleicht ist das “auserwählte ” Pack danach entgültig Geschichte !
19 Bube // Jul 2, 2008 at 12:06
@ michael // Jul 2, 2008 at 9:28
“@ Dr. phil.-soz. Wo haben Sie ihren Doktor her? Jeder Idiot weiß, daß der Titel “Farm der Tiere” (Animal Farm) ist.”
Ich ging davon aus, dass der Herr Doktor (falls er denn einer ist) “Der Schweinestaat” etc. als absichtliche Verhöhnung der BRD geschrieben habe. Für weniger Literaturfeste habe ich deswegen den Titel geschrieben.
Ihre Annahme über die Unwissenheit des Dr. sozl.dings. mag aber auch zutreffen. Die Allgemeinbildung ist auch bei vielen Akademikern so miserabel, dass man ihnen sämtliche Bildung absprechen möchte.
20 BdU // Jul 2, 2008 at 12:23
“Ich setze meinen Phasenzähler sofort auf die nächsthöhere Stufe, mindestens jedoch auf 3. Wer seine Sinne beisammen hat, meldet sich krank, fährt schleunigst in den nächsten Supermarkt und deckt sich mit allem ein, was irgendwie brauchbar erscheint, von Konserven bis zum Klopapier. Bezahlen Sie mit EC-Karte, halten Sie Ihr Bargeld zurück”
Ja diese “Survivalist”-Szenarien kennen wir von Herrn Winkler zur Genüge, in Amerika könnte er damit auf diversen Seiten große Sympathien ernten. Dort bereiten sich seit Jahrzehnten tausende von Amerikanern auf den “Großen Knall” in der einen oder anderen Form vor, die Amis nennen solche Leute “Survivalists”. Sie bauen Bunker, sammeln Vorräte und Waffen und warten auf den Untergang der Zivilisation.
Selbst wenn die Israelis den Iran angreifen, das wird genau so wenig zu einer großen Eskalation führen wie die diversen früheren Angriffe auf den Irak. Vor dem Irakkrieg warnte man vor einem Flächenbrand, der ist ausgeblieben. Und auch ein Überfall auf den Iran wird lediglich zu einer weiteren Teuerung der Lebenshaltungskosten führen. Insofern würden wir sogar davon profitieren weil das System weiter an Sympathien verlieren würde.
21 Beobachter aus Deutsch Südwest // Jul 2, 2008 at 12:26
Detlef // Jul 2, 2008 at 11:07
Was können wir tun?
Wir könnten z.B. auf Altermedia eine Adressliste von Juden und Firmen veröffentlichen.
Gute Idee! Ich kauf am liebsten beim Juden und Waren aus Israel. Besonders gerne mache ich mit diesen Leuten Geschäfte.
Die sind doch alle so nett und seriös.
Und was denen in Auschwitz geschehen ist, da muß man doch Wiedergutmachung leisten.
Beobachter
22 BdU // Jul 2, 2008 at 12:40
Einige militärische Prognosen des Herrn Winkler entbehren übrigens jeder Grundlage. Alleine die Marineluftwaffe, die auf den Trägern der US Navy stationiert ist, ist zahlenmäßig stärker als jede andere Luftwaffe der Welt mit Ausnahme Russlands und Chinas. Die Kampfflugzeuge sind nicht “schrottreif” sondern hervorragend gewartet, ihre Piloten gehören zu den besten der USA (und damit der Welt)
Ein Träger der Nimitzklasse transportiert mehr als 80 Flugzeuge, darunter etwa 70 Kampfflugzeuge. Von dieser Klasse besitzen die USA derzeit alleine 9. Die iranische Luftwaffe hat etwa 300 Kampfflugzeuge ( die Schätzungen schwanken) von denen eine ganze Anzahl nicht einsatzfähig ist. Lassen wir es 250 einsatzfähige Flugzeuge sein. Viele davon veraltet, zB F-4 Phantoms und mit Piloten die den US-Topguns auf den Trägern leider weit unterlegen sind. Dann benötigen die USA nur 4 Träger im Persischen Golf und sie sind bereits deutlich überlegen.
Winklers militärisches Szenario entbehrt weitgehend der Grundlage.
23 jochen // Jul 2, 2008 at 12:42
Herrn Prof.Dr.Dr. hc. Josef Fischer, ehemals der wohl einzige Außenminister, der die Welt wirklich verstand, indem er sich einer Albright/Frenzel an den Hals schmiß, wird noch heute in Stuttgart-Heslach zugute gehalten, daß er in der Zeit seines Taxi-Studiums alle geliehenen Geldbeträge innert der gesetzen Frist zurückbezahlte.
Kann es für einen Politiker eine schönere Würdigung geben?
24 Schnecke // Jul 2, 2008 at 13:50
Für mich bleibt dieser Joschka Fischer ein Steinewerfer in Turnschuhen und nichts weiter. Um so schlimmer, wie es dieser Mann schaffen konnte in diesem Staat so weit zu kommen. Es sagt doch alles über die Politik dieses Landes aus.
25 Oswald Spengler // Jul 2, 2008 at 14:31
“Winklers militärisches Szenario entbehrt weitgehend der Grundlage.”
Wie wir aus dem Libanonkrieg lernen konnten eher nicht.Natürlich wird es zu keiner großen Seeschlacht kommen.Die iranische Marine wird wohl bis auf ein paar kleine Einheiten und die Kilos vernichtet.Um den Amis zu schaden brauchen die eigentlich nur ihre landgestützten ASW´s,Minen und Schnellboote.Im Libanonkrieg haben die hibzullahis eine hochmoderne israelische Korvette knapp versenkt.Dass wird den Iranis dank vieler Ziele direkt vor der Haustür auch gelingen.In der Straße von hormus kann man an den Dickschiffen ja schon quasi garnicht mehr vorbei zielen.Da brauchen nur 2-3 dicke Pötte in der Fahrtrinne liegen und die Straße ist dicht.Das eigentliche Problem ist eben dass der Krieg nicht nach 2 Tagen aufhört sondern wie im Libanon immer weiter geht da man den Gegner nicht wirklich schlagen kann.
Die Iraner werden den Amis schon kräftig einheizen indem man z.Bsp. die Greenzone mit Raketen beschießt oder die Mahdi Armee vom Stabel läßt und die Verlustlevel 3 oder 4 mal so hoch steigen lassen.Einen Hochtechnologiekrieg gegen den Iran kann man vielleicht 4 Wochen aber nicht 12 Monate führen.An den Einsatz von nuklearen Waffen glaube ich allerdings nicht.
Ergebniss wird wohl sein dass der hohe Ölpreis von 200 bis 500 USD per Barrel die Weltwirtschaft crasht und die USA/Israel wie im Libanon mit eingezogenem Schwanz abziehen müssen.
26 Goi Gentile // Jul 2, 2008 at 14:45
Lesenswertes Szenario. Weiter so!
27 wolzow // Jul 2, 2008 at 16:24
@BdU // Jul 2, 2008 at 12:40 :
So gut sind die Flugzeuge der VSA nun auch wieder nicht. Die Wartungsstundenzahl erhöht sich aufgrund des Gesamtalters der Flz nach jedem Einsatz. Denn noch haben die VSA inkl. NATO und Israel die grössere kriegsentscheidende Feuerkraft.
Ein Luftschlag gegen den Iran wird definitiv zugunsten der VSA und Israel entschieden. Da aber ein Krieg immer erst am Boden endgültig entschieden werden kann, nützt allein eine Luftüberlegenheit herzlich wenig. Interessant wird erst der Einsatz von Bodentruppen gegen den Iran. Der Vorteil liegt dann hier beim Verteidiger und dieser dürfte sich gegen die wirklich schlecht ausgebildeten Truppen der westl. Wertegesellschaft mehr als nur erfolgreich durchsetzen. In Afghanistan hat die Bw bereits ihren ersten “hochtechnisierten” und “ultramodernen” Fennek eingebüsst. Die Verteidiger bekämpften den Fennek allerdings nicht mit modernen Waffen, sondern mit einem selbstgebastelten Sprengsatz. Militärdienstleister in gepanzerten Toyota- Pickups können eine Lösung sein, allerdings werden sich diese Söldner hoch bezahlen lassen und für die ein oder andere “Menschenrechtsverletzung” oder “Kriegsgreuel” stehen.
Der Iran wird gewinnen, das ist klar, so oder so.
28 Wigbold // Jul 2, 2008 at 20:41
Da wir gerade über den Untergang, Krieg, Phase 3 usw. reden: Anliegend eine wirklich lesenswerte Broschüre der Central Intelligence Agency, das “Freedom Fighters Manual”, zum Einsatz gekommen in Nikaragua in den 1980ern.
http://www.ballistichelmet.org/school/free.html
29 ReichsAF // Jul 2, 2008 at 20:44
Die USA könnten zusammen mit Großbritanien und Israel den Iran spielend vernichten. Sie könnten den Iran zwanzig oder fünfzig mal “umgraben”, wenn´s pressiert. Die Frage ist eine ganze andere: Wie verhalten sich die übrigen Völker der Erde - insbesondere das chinesische und das russische Volk- dazu ? Das wurde ja trefflicherweise mit dem Begriff “geo-politisches Gleichgewicht” im Artikel (der keine Langweile aufkommen lässt, danke Herr Winker) erwähnt.
30 Adminus Diabolus // Jul 2, 2008 at 21:18
Mit glühenden Augen, feuchten Händen und staehlerndem Blick habe ich zu Hause die Waffenkammer geöffnet. Ich bin bereit zum letzten Gefecht.
WH
31 Hagen // Jul 2, 2008 at 22:54
Interessant zu sehen, wie viele Militärstrategen es bei hier gibt. Da ist wohl bei vielen der Wunsch der Vater der Gedanken. Ich denke, daß die Kampf- und Verteidigungsbereitschaft der Iraner hier ziemlich überschätzt wird. Die Mehrzahl der Iraner hat überhaupt kein Interesse das Leben im Widerstand in irgendwelchen Bergen zu verbringen. Wer will denn den Iran besetzen? Ist doch gar nicht nötig. Nachdem die iranische Luftverteidigung innerhalb kürzester Zeit zerschlagen wird, kann der iranische Staatschef anschließend die Trümmer seiner Atomanlagen besichtigen. Später wird er froh sein, wenn ihn die eigene Bevölkerung nicht zum Teufel jagd. Die Revolutionsgarden schaffen es vielleicht die Opposition im Lande niederzuknüppeln, militärisch sind sie wertlos.
32 Oswald Spengler // Jul 3, 2008 at 10:24
“Ich denke, daß die Kampf- und Verteidigungsbereitschaft der Iraner hier ziemlich überschätzt wird.”
Ok aber wie bewertest du dann den Libanonkrieg 2006.Der passt nicht in dein Schema vom schnellen Sieg.Genausowenig wie die Kriege im Irak und in Afghanistan die ebenfalls nicht haushoch gewonnen sind.
“Die Mehrzahl der Iraner hat überhaupt kein Interesse das Leben im Widerstand in irgendwelchen Bergen zu verbringen.”
im Krieg gegen den Irak haben sich die Iraner ziemlich gut geschlagen und todesverachtend gekämpft.Du kennst die Iraner wohl eher schlecht.
33 Detlef // Jul 3, 2008 at 11:10
Hagen //
Nachdem die iranische Luftverteidigung innerhalb kürzester Zeit zerschlagen wird, kann der iranische Staatschef anschließend die Trümmer seiner Atomanlagen besichtigen.
Ich bin kein Militärstratege, aber zuschauen, wie der Jude in seinen relativ sicheren Bombern das Land zerstört wäre nicht meine Definition von Verteidigung.
Man muss also den Krieg zum Feind tragen, damit er sich nicht in den Wolken verstecken kann.
Da gibt es einige legale Möglichkeiten, zumal der Irak der Angegriffene ist und ein Recht auf Verteidigung hat.
In Frage kommt jedes Gebiet/Staat, welches den Aggressor unterstützt und sich also nicht als neutral erklärt.
Sollten von hier aus Terrorbomber starten, ist auch die brD legitimes Ziel, wenngleich auch nicht erstrangiges. Ich denke da an Irak, Afghanistan, Israel, Saudi-Arabien, Kuwait und natürlich die Schiffer der Unterstützer.
Kamikazeanschläge in all den genannten kommen hinzu. Da sich die Nato vermutlich nicht von ihren Herren distanziert, sind also praktisch auch alle Nato-Staaten berechtigte Ziele.
34 Detlef // Jul 3, 2008 at 11:28
Bleibt die psychologische Frage: Der Irak muss seiner Bevölkerung erklären…. , der Westen muss seiner Bevölkerung erklären….
Ein Aspekt, die haben zerbombte Häuser, wir unbezahlbares Öl,….. .
Na mal sehen wer besser damit klar kommt!
35 Hagen // Jul 3, 2008 at 22:50
Die Auseinandersetzung mit dem Islam ist ohnehin überfällig und unausweichlich. Also lieber jetzt als später. Raushalten können wir uns ohnehin nicht und für Islamisten bleiben wir sowieso ungläubige Schweinfleischfresser.
36 Mjölnir // Jul 4, 2008 at 0:15
Naja, Winkler übertreibt manchmal mit seinen “Sehungen”. Aber was solls, er hat ja genug Zeit, um sich solche Geschichten auszudenken. Aber zum Diskussionsanschub ist dieser Gedanke spannend.
Wie verhält es sich zum Beispiel für einen Deutschen Soldaten, wenn er in diesem Krieg mitkämpfen muß!? Nach dem Soldatengesetz und auch nach dem Grundgesetz hat er die Pflicht, den Dienst zu verweigern, wenn so ein Krieg gegen das Humanitäres Völkerrecht vertößt und das tut das israelische Vorgehen bereits jetzt….
Und was ist mit den moslemischen deutschen Soldaten, die immer häufiger in der Bundeswehr anzutreffen sind (übrigens waren auch einige 9/11 Attentäter vorher bei der Bundeswehr Soldaten!)?
Ob ein Befehl eines heidnischen deutschen Offiziers mehr wert ist, als der Wille Allahs? Diskrminiert werden darf so ein Soldat ja nicht. Dann sind es plötzlich nicht nur “Deutsche mit Migrationshintergund”, die sich weigern gegen Israel zu spielen, wie der Wolfsburger Spieler Dejagah, sondern es sind Soldaten der Bundeswehr, die nicht FÜR Juden und GEGEN eigene Glaubensbrüder kämpfen…. Auch dieser Aspekt wird nochmal sehr spannend….
Grüße
Mjölnir
37 Goy und stolz drauf! // Jul 4, 2008 at 12:53
Hat Herr Winkler auch http://www.bibelzitate.de/gbz.html gelesen, oder kennt er das Alte Testament noch aus seiner christlichen Erziehung?!?
38 Schörner // Jul 5, 2008 at 11:26
Zur These der schrottreifen USAF: Bush II hat doch vor wenigen Jahren den größten Luftrüstungsauftrag der Geschichte für 2000 Jäger unterschrieben.
So großartiges logisches Denkvermögen kann dem ZOG nur ein Dorn im Auge sein.
Extrem gute und wichtige Überlegung!
In hyperinflationären Zeiten wird die Planung für langlebige Güter ein großes Problem. Je länger die Transportwege, umso größer das Problem.
Und wie kalkuliert man die Herstellung eines Produktes in China, wenn der Dollar rapide verfällt und die Transportkosten ständig steigen?
Ich glaube die meisten derer, die sich in ihrer Kurzsichtigkeit heute über Hr. Winklers Weitsicht lustig machen, werden früher als ihnen lieb ist erkennen, wie dünn die Haut des Wohlstandes ist und auf welcher ungeheuer komplexen Maschine er fußt, einer Maschine, die den meisten heute so sicher erscheint, wie seinerzeit die Unsinkbarkeit der Titanic eine Tatsache darstellte.
Zu dem Thema kann ich
Wolfgang Eggert - First Manhattan dann Berlin: Messianisten Netzwerke treiben zum Weltenende
nur empfehlen!
@BdU
An der eindeutigen Überlegenheit der USAF zweifle ich keinen Augenblick, aber die Luftüberlegenheit ist nur ein Aspekt eines solchen Konfliktes.
Welche Reederei (bzw. welche Versicherung) würde das decken, daß man mit einem dicken Tanker in der Straße von Hormuz herumkurvt?
Die Überlegenheiot USraels in der Luft mag noch so groß sein, eine einzige Boden-Boden-Rakete genügt, um einen Tanker zu versenken.
Die ganze Luftüberlegenheit nützt eben nur für gewisse Aspekte, ist aber kein Allheilmittel.
Mal ganz davon abgesehen, daß es auch schlechtes Wetter geben kann, wo Flieger am Boden bleiben müssen.
Mich würde es außerdem nicht überraschen, wenn der Iran etliche asymmetrische Überraschungen für den Weltfeind parat hat, wenn er tatsächlich angreifen sollte.
@Hagen
KönnenSie für Ihre These auch nur ein einziges Beispiel aus der Geschichte anführen, wonach ein Volk, welches völlig ungerechtfertigt angegriffen wird, sich nicht gegen den Aggressor, sd. gegen seine Regierung wendet?
Haben Sie die Befreiungspropaganda der Plutokraten verinnerlicht?
Warum glauben Sie, inszenieren die USA vor einem Krieg den sie führen wollen, immer einen Angriff auf sich?
M.E. wird die Folge des jüdsichen Angriffs sein, daß die Iraner wie EIN MANN hinter ihrer Regierung stehen werden. Und nicht nur das: in weiten Teilen der arabischen Welt wird es schweren Druck auf die westlichen Marionettenregime geben, vielleicht wird sogar das eine oder andere Regime stürzen. Vor allem wenn im Zug einer dann voll ausbrechenden Weltwirtschaftskrise der Lebensstandard in der arabischen Welt einbricht, kann Ägypten oder Pakistan ganz schnell umgedreht sein.
@Detlef
Unsere Mauern brechen, unsere Herzen nicht!
Eine ganz klare Sache.
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