Wer diese Kolumnen schon längere Zeit liest, kennt natürlich den Phasenzähler, der sich langsam auf 2.0 zubewegt. Diese Phasen habe ich zum ersten Mal im Artikel Der Untergang benutzt, als “Taktgeber” oder “Meilensteine” auf dem Weg in den Zusammenbruch unseres Staatswesens. Seit dem 9. November 2007 stehe ich auf Phase 1, die ich aufgrund beginnender Versorgungsschwierigkeiten in Deutschland für erreicht ansehe. Phase 2 bedeutet merkbare Versorgungsschwierigkeiten, oder eben Mangelwirtschaft.
Das Phasenmodell betrachtet die Auswirkungen des Weltgeschehens aus deutscher Sicht. Zynisch formuliert: Solange Israel den Gazastreifen bombardiert, hat das für uns keinerlei Bedeutung, weil die dort eingepferchten semitischen Ureinwohner nichts haben, was uns fehlen könnte. Bombardiert Israel hingegen die iranischen Atomanlagen, dann wirkt sich das auf die Phase aus; nicht etwa deshalb, weil hier Angehörige eines arischen Volksstammes sterben, sondern weil dies direkte Auswirkungen auf den Ölpreis haben wird.
Beginnende Mangelwirtschaft erkennt man nur, wenn man ganz genau hinschaut. Es sind die billigsten Nudeln, die nicht mehr im Regal stehen, oder die sich um ein paar Cent verteuern. Wenn etwas, das bisher 29 Cent gekostet hat, ab sofort 34 Cent kostet, bedeuten diese läppischen 5 Cent immerhin eine Teuerung um 17,2%. Die beginnende Mangelwirtschaft zwingt zu überlegten Käufen und zur Vorratshaltung. Wer konsequent Sonderangebote in größeren Mengen einkauft, kann diese Entwicklung weitgehend abfangen.
Die Symptome sind ganz selten “Hamm wa nich”, sondern: “Wir warten auf Lieferung”, außerdem eine höhere Inflationsrate - sogar offiziell eingestanden - und ausbleibende bzw. geringe Lohnerhöhungen. Schauen Sie sich das aktuelle Angebot der Arbeitgeber im öffentlichen Dienst an: 5% auf zwei Jahre, bei gleichzeitiger 1,5 Stunden Mehrarbeit pro Woche. Das hießt, 3,9% Mehrarbeit und eine effektive Lohnerhöhung um 1,06%. Die offizielle Inflationsrate beträgt 2,2 bis 2,3%, also ein effektiver Kaufkraftverlust von 1,2%. Wenn man noch berücksichtigt, daß der höhere Lohn dank der Progression zu einer höheren Lohnsteuer führt, wird der Verlust an Kaufkraft noch weitaus stärker. Die Mehrzahl der Deutschen erfährt in den letzten Jahren eine schleichende Ausplünderung durch verlorene Kaufkraft.
Großaktionäre, Manager, Fußballspieler, Fernsehnervensägen und Bundestagsabgeordnete merken von solchen Niederungen des Alltagslebens natürlich nichts. Deren Bezüge steigen schneller als die offizielle Inflation. Solange solche Leute die Fernsehbildschirme beherrschen, brauchen wir nicht zu erwarten, daß der Ernst der Lage wirklich publik wird.
Aber wie hoch ist die Inflationsrate bei Lebensmitteln tatsächlich? Flachbildfernseher, die billiger werden, helfen Leuten wenig, die Kartoffeln kaufen wollen. In die offizielle Inflationsrate fließen zahlreiche Güter ein, die für das tägliche Überleben letztlich verzichtbar sind Vor einigen Jahren wurde deshalb von einer “gefühlten Inflation” gesprochen, als schönfärberischer Begriff, eine Rate, bei der die Preise des täglichen Bedarfs stärker eingeflossen sind. Diese lag damals auf etwa 7%. Heute werden im Internet für diese Bedarfsgüter Sätze von 15 bis 20% genannt. Schauen Sie auf mein Beispiel mit den Nudeln, dann wissen Sie, wie die Autoren auf solche Inflationsraten kommen. Es sind Centbeträge, scheinbar ganz klein, aber in ihrer Auswirkung deutlich fühlbar. 17,2% Gehaltserhöhung bekommen in Deutschland höchstens Manager.
Auf den Mangel vorbereiten
Die Kunst der BRD-Staatsparteien-Demokratie liegt darin, den Bürgern das Fell über die Ohren zu ziehen, ohne daß diese dagegen aufbegehren. Oder haben Sie gegen den Euro protestiert? Oder gegen die EU-Verfassung? Unser Propaganda-Fernsehen bietet Möglichkeiten, von denen ein Josef Goebbels nicht einmal träumen durfte. Da wird ein dichtes Netz gesponnen aus Nachrichten, Expertenrunden in den unentrinnbaren Dumm-Quatsch-Sendungen, netten Dokumentationen und Fernsehspielen, bis hin zu ganz normalen Filmen, in denen beiläufige Botschaften eingespielt werden.
Zigaretten waren früher der Geschmack von Freiheit und Abenteuer, richtige Männer und selbstbewußte Frauen hüllten sich in blauen Dunst. Heute sind das alles Lungenkrebskandidaten, der Gesetzgeber kassiert ab und schafft immer ausgedehntere Nichtraucherzonen, öffentlich rauchen darf gerade noch das Kanzlerfossil Helmut Schmidt, Expertenrunden diskutieren, wie groß der volkswirtschaftliche Schaden durch Zigarettenkonsum ist, und in Kriminalfilmen sind Raucher entweder die Bösewichter oder der kurzatmige Kommissar, der nach Atem ringend stehen bleibt, während der sportliche rauchfreie Kollege ganz allein drei nikotinsüchtige Schwerkriminelle in präventiver Notwehr überwältigt.
Die nächste Kampagne zeichnet sich bereits ab: Übergewicht. Sondersteuer auf Schokolade, Aufkleber auf Chipstüten: “Übergewicht verkürzt Ihre Lebenserwartung”, Nährwerttabellen auf jeder Suppentüte… Das ist nur der Anfang. Bald trommeln die Experten, schließlich wird die Krankenkasse von Ihnen fordern, den BMI ( = Body Mass Index) anzugeben - und für jeden Punkt über 30 ein Prozent höhere Beiträge verlangen.
Da trifft es sich doch gut, wenn die Lebensmittelpreise “ein bißchen” steigen. Wenn Sie es sich nicht mehr leisten können, sich den Bauch vollzuschlagen, hilft Ihnen das beim Wiedererlangen der schlanken Linie. (Kommen Sie aber bitte nicht mit “Hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder, flink wie die Windhunde”, da fliegen Sie auch aus der dümmsten Dumm-Quatsch-Sendung heraus.) Vergessen Sie “Pfarrer Braun” mit Ottfried Fischer oder den “Bullen von Tölz”, von dem hören Sie nur noch seine Krankengeschichte. Die neuen Helden sind die Hungerhaken. Aus den Kochsendungen verschwinden Trüffel und Kobe-Rind, statt dessen gibt es “Schmackhafte Zaubereien aus Nudeln und Ketchup”.
Natürlich gibt es “Ersatz”. Wenn Kaffee zu teuer wird, gibt es Kaffee-Ersatz, statt der teueren Fruchtsäfte die preiswerten Fruchtsaftgetränke, statt Butter dann Vorzugsmargarine… Es gibt eine große Menge wohlklingender Begriffe, die hauptsächlich verschleiern, daß minderwertige Produkte an den Kunden gebracht werden sollen. Oder entdecken Sie auch nur einen Hauch von Größe in der “großen Koalition”?
Der Mangel ist natürlich auch von der Politik verursacht. Da werden große, spritfressende Dienstwagen subventioniert, zum Ausgleich der Treibstoff mit “Biosprit” gestreckt. Biosprit bedeutet, daß Anbauflächen umgewidmet werden, also statt Lebensmittel “Energiepflanzen” angebaut werden. Dafür eigenen sich Mais, Zuckerrohr und Weizen, nicht nur der allseits bekannte Raps. Grundnahrungsmittel, die durch den Auspuff gejagt werden, führen zu höheren Preisen im Supermarkt. Überspitzt ausgedrückt: Damit die Besserverdienenden mit ruhigem Gewissen ihre überschweren Geländewagen fahren können, müssen die Bedürftigen ihre Cents zweimal öfter umdrehen.
Den Mangel verwalten
Um die Bevölkerung bei der Stange zu halten, muß eine Regierung den Mangel richtig verwalten, oder sogar vermarkten. Ja, das erfordert eine richtige Vermarktung, eine Werbestrategie, die dem Volk “verkauft”, daß dieser Schicksalsschlag unausweichlich ist und die persönlichen Opfer einem höheren Ziel dienen.
In früheren Zeiten gab es die schönen Ringe mit der Aufprägung “Gold gab ich für Eisen”, wenn der Staat die Wertsachen der Bevölkerung eingesammelt hat, um damit den Krieg zu führen. Um irgendwelche bösen Feinde zu bekämpfen, sind die Menschen zu vielen Opfern bereit. Ob es nun darum geht, eifrig zu arbeiten, um den Sozialismus aufzubauen, oder die Entbehrungen und Gefahren eines Kreuzzugs auf sich zu nehmen, um das Christentum unter den Heiden zu verbreiten, für eine gute Idee mußte man sich immer ein wenig einschränken. Die großartigen Belohnungen kamen später, für die Kinder oder Enkel, oder erst nach dem Tod, im Paradies.
Eine opferwütige Bevölkerung haben wir in Deutschland nicht mehr. Trotz des heiligen Evangeliums nach Guido Knopp empfinden höchstens ein paar gut dafür bezahlte Politiker den Holocaust als persönliche Schuld und niemand ist bereit, für das Existenzrecht Israels einen Fastentag einzulegen. Eine Wallfahrt geloben die Menschen heutzutage höchstens, wenn Deutschland Fußball-Europameister wird.
Das heißt, die ideologische Aufrüstung ist nirgendwo zu sehen. Es gibt nicht einmal Botschaften, in denen verkündet wird, daß ein Apfel aus heimischer Produktion viele Vitamine enthält und eine ganze Mahlzeit ersetzt. Das dränge in der umfassenden Konsumwirtschaft sowieso nicht so richtig durch.
Die Mangelwirtschaft in der DDR bedeutete, daß in den Kaufhäusern nur Ausstellungsstücke gestanden haben und man auf Fernseher oder Kühlschränke Monate bis Jahre sparen und warten mußte. Als guter Rat galt damals, ein Kind gleich nach der Geburt bei der Fahrschule anzumelden und ein Auto zu bestellen, damit beides zwischen dem 18. und 20. Geburtstag verfügbar sei.
Dafür wurden in der DDR die Grundnahrungsmittel massiv subventioniert. Brot und Bier waren billig. Brot sogar so billig, daß sogar ganze LPGs es zentnerweise gekauft haben, um es an die Schweine zu verfüttern.
Aus Kriegszeiten kennen wir die andere Variante der Warenbewirtschaftung: die Bezugsscheine bzw. Lebensmittelmarken. Wer ohne diese Marken etwas einkaufen wollte, mußte auf den Schwarzmarkt gehen oder Hamsterfahrten zu Bauern unternehmen (mit den richtigen Tauschmitteln, denn mehr als drei Perserteppiche übereinander sind selbst für den Schweinestall zuviel).
Sehr wichtig bei der Mangelwirtschaft ist außerdem “der gekochte Frosch”. Soweit mir bekannt ist, soll ein Frosch, der in heißes Wasser geworfen wird, dort schleunigst herausspringen. Setzt man ihn jedoch in einem Topf mit kaltem Wasser und stellt diesen aufs Feuer, bleibt der Frosch sitzen, bis er gar gekocht ist. (Bitte nicht experimentell nachweisen, so viele Frösche haben wir nicht mehr in Deutschland.)
Die erste Maßnahme, um einen Mangel zu verwalten, ist ihn zu verschweigen. Die Menschen verhalten sich gerne wie die Frösche. man redet sich gegenseitig ein: “Es sind schwere Zeiten, aber da müssen wir zusammenhalten, es wird schon wieder besser.” Gut ist auch: “Ja, die Merkel hat die Steuern erhöht, aber der Staat braucht doch das Geld.” Zum Beweis, daß es tagtäglich besser wird, spricht man ständig vom Aufschwung. Höchstens querköpfige Autoren wie ich sprechen von “Aufschwungs-Lüge”. Da trotz aller Beschwörungen der Aufschwung höchstens bei der Spitze der Besserverdienenden feststellbar ist, lautet die offizielle Sprachregelung inzwischen: “Der Aufschwung kommt (leider) (noch) nicht bei allen an.”
Das geht noch eine Weile gut, bis zu viele Leute begreifen, daß der vollmundig verheißene Aufschwung nur als persönlicher Abschwung bei ihnen ankommen wird. Selbst gutmütige Leute verstehen nicht, wieso unsere oberste Bundesmerkel in Heiligendamm eine politische Selbstdarstellung für 130 Millionen Euro inszeniert, wenn sie dafür hungern müssen. Es ist auch ziemlich schwer zu vermitteln, wieso Deutschland Krankenhäuser in Afghanistan baut oder im Kosovo, wenn gleichzeitig die Kreisklinik im Nachbarort aus Kostengründen Abteilungen schließen muß.
Damit die Leute ruhig bleiben, gibt es soziale Wohltaten, vor allem in Wahlkampfzeiten. Aber da Sozialrentner und Hartz-IV-Empfänger in der Mehrzahl verkommene Subjekte sind, die mehr Geld nur in mehr Bier umsetzen, wird man ihnen in anderer Weise helfen. Soviel hat man aus der DDR gelernt, daß man nicht einfach ein paar Grundnahrungsmittel subventioniert, die dann sonstwo landen.
Also werden die beiden Konzepte zur Mangelbewirtschaftung verbunden. Die Bedürftigen bekommen Bezugsscheine für subventionierte Lebensmittel (”Grundbedarf”, nach den neuesten ernährungsphysiologischen Erkenntnissen zusammengestellt), erhalten aber weiterhin Geld, um in ihrer Menschenwürde nicht eingeschränkt zu werden. Das läßt sich sehr leicht auf andere Bedürftige erweitern, je nach Bedarf. Wir haben doch keinen Mangel, oder? Die Läden sind voll, es gibt doch alles!
Stellen Sie sich einfach vor, die Preise steigen um 10%. Wo können Sie sparen? Wo auf gar keinen Fall? Wie sieht es bei 20% aus? Wie bei 30%? Wann fallen Theater und Konzertbesuche weg? Wann das Feierabendbier? Wann können Sie keine Bücher mehr kaufen? Wann müssen Sie Premiere kündigen, weil die Bundesliga zu teuer geworden ist?
Die Erscheinung, die ich gerade beschrieben habe, nennt man Inflation. Die Preise galoppieren voraus, die Löhne eilen hinterher. Die Preise steigen, folglich werden höhere Löhne ausgehandelt. Bis diese Verhandlung durchgestanden ist, sind die Preise schon wieder gestiegen… Die Steigerung wirkt sich aus, als stiegen nur die Preise unablässig, während die Löhne konstant bleiben.
Heute haben Sie ein gutes, sicheres Einkommen. Wie viele Preissteigerungsschritte um jeweils zwei Prozent degradieren Sie zu jemand, der gerade noch so über die Runden kommt? Und wie viele weitere Schritte stürzen Sie in die Bedürftigkeit? Selbst Ihr Vermögen wird Sie nicht in beliebiger Weise absichern. Es sei denn, Sie haben wertbeständige Mittel, wie Gold und Silber, denn deren Kaufkraft steigt mit den Preisen.
Tendenziell wächst die Zahl der Bedürftigen kontinuierlich, denn die Wirtschaftsleistung geht in der Inflation zurück. Steigende Preise sorgen dafür, daß immer weniger Waren gehandelt werden. Wer sein Geld für Brot braucht, kauft keine Schnittblumen. Wer nicht weiß, ob er morgen noch bezahlte Arbeit hat, baut kein Haus. Damit nährt sich der Mangel selbst.
Sie brauchen nicht auf das Ausland zu hoffen, nicht auf den schönen Titel Exportweltmeister. Die Inflation schlägt weltweit zu. Wer nicht weiß, ob er nächstes Jahr noch produzieren wird, schafft sich keine teueren Werkzeugmaschinen aus Deutschland an, sondern wartet lieber ein paar Monate, bis die Lage überschaubarer wird. So wächst sich eine Rezession zu einer Depression aus.
Was bedeutet Phase 2?
Noch werden keine Bezugsscheine / Lebensmittelkarten ausgegeben. Es gibt noch nicht einmal Hunger, denn verschiedene “Netze” fangen die Bedürftigen auf. Neben den Tafeln die kirchlichen und weitere humanitäre Organisationen. Kinder bekommen Betreuung und gespendete Mahlzeiten, Suppenküchen und Wärmestuben werden eingerichtet. Der Staat hält sich zurück, denn wenn der Staat eingreift, gesteht er sein Versagen ein - und das wäre schlecht für das Ansehen der Regierung.
Die Politiker tun das, was sie am besten können: reden. Jeder hat das allein richtige Rezept, jeder weiß es viel besser als der Andere, vor allem, als die andere Partei. Natürlich will jeder nur helfen, nur das Beste für die Menschen. Und natürlich wieder gewählt werden, denn ohne Amt und Mandat kann der Politiker leider nicht helfen.
Phase 2 bedeutet, daß die meisten Deutschen anfangen müssen, sich in irgendeiner Form einzuschränken, ohne das mit “Vernunft” begründen zu können. Nur noch zweimal pro Jahr in den Urlaub fahren, ist noch “vernünftig”. Mallorca statt Malediven ist auch noch “vernünftig”. Auf häufige Restaurantbesuche zu verzichten bedeutet bereits eine Einschränkung. Überflüssige Autofahrten zu unterlassen, ist noch “vernünftig”, den Zweitwagen abmelden hingegen Einschränkung. Kino, Theater, Konzerte, Bücher… auf Kultur läßt sich leicht verzichten, das holt man später nach, das ist zwar eine Einschränkung, wird aber noch nicht so empfunden. Die Sommerkleidung von vor drei Jahren wird hervorgeholt und als originell deklariert, anstatt sich neu einzukleiden.
Phase 2 sind Kleinigkeiten, die unser Alltagsleben betreffen, aber als Störung ins Bewußtsein vordringen. Das wichtigste Anzeichen dafür ist die allgemeine Übereinkunft, jetzt sparen zu müssen. Es ist das Gefühl, das schwere Zeiten bevorstehen. Immer mehr Leute blicken sorgenvoll in die Zukunft.
Deshalb kann Phase 2 relativ leicht durch einen Krieg irgendwo auf der Welt ausgelöst werden. Um sich greifende Unruhen in China bedeuten in der globalisierten Weltwirtschaft Lieferengpässe, bis hin zur Kurzarbeit in Deutschland. Krieg im Persischen Golf treibt den Ölpreis nach oben - und damit die Treibstoffkosten in Deutschland. Jedes Stück Brot, jede Nudel, jede Kartoffel, jedes Schnitzel benötigt einen Lkw, um in Ihren Supermarkt zu gelangen, also fließt der Ölpreis in alles ein, was auf Ihren Teller kommt. Phase 2 läßt sich nicht ignorieren.
Die Bezugsscheine, der bewirtschaftete und verwaltete Mangel, gehören zu Phase 3, zum letzten Mittel, um einen Zusammenbruch hinauszuzögern. 1923 wurde die Hyperinflation durch eine neue Währung beendet, durch einen massiven administrativen Eingriff. Die Inflation betraf damals nur einen kleinen Teil der Welt, vor allem Deutschland. Das neue Geld sorgte für Stabilität, es folgten Jahre des Aufbaus, bis schließlich 1929 die Weltwirtschaftskrise diese Zeit beendet hatte.
Die Weltwirtschaftskrise 1929 wurde 1933 vom Deutschen Reich durch ein Ausscheren aus dem bisherigen Weltwirtschaftssystem bewältigt, der damaligen Form der Globalisierung. “Barter-Geschäfte”, also Tauschhandel, ermögliche eine Ausweitung der Wirtschaftstätigkeit, außerhalb der Kontrolle der internationalen Großbanken. Staaten, die an Geld- und Goldwirtschaft festgehalten haben, gelang es erst durch den ausbrechenden Weltkrieg, sich wirtschaftlich zu erholen. Insbesondere die USA haben es nicht durch den berühmten “New Deal” geschafft, sondern erst durch die Kriegswirtschaft, zunächst als Lieferanten für Großbritannien, dann als aktiver Kriegsteilnehmer.
Wir haben heute keine isolierte Nationalwirtschaft, sondern eine globalisierte Weltwirtschaft. Deutschland kann sich nicht allein am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, wie das 1923 mit der Rentenmark möglich gewesen war. Wenn eine Weltwirtschaftskrise ausbricht, wird das Ausscheiden aus der globalisierten Welt fast unmöglich. Deutschland ist auf Öl, Gas und Kohle aus dem Ausland angewiesen, muß diese Rohstoffe mit konvertibler Währung bezahlen. Konvertibel sind dann aber kaum noch Dollar oder Euro, sondern nur noch Gold.
Eine neue Weltwährung muß erst noch geschaffen werden - und sie benötigt die Akzeptanz derjenigen, die etwas zu verkaufen haben. Hinter der Rentenmark stand damals der gesamte Staatsbesitz als Deckung, ein Wert, an den die Menschen geglaubt haben. Heute stünden Politiker dahinter, denen schon in guten Zeiten niemand mehr glaubt. Das neue Geld wird jedoch herbeigesehnt, zur Linderung der Not, die mit dem alten Geld um sich gegriffen hat. Deshalb wird es zunächst akzeptiert, doch die Frage ist, wie lange.
Das neue Geld weckt die Hoffnung auf ein Ende der Mangelwirtschaft, aber in erster Linie wird es dazu dienen, diesen bewirtschafteten Mangel zu verlängern. Es ist nur von psychologischem Wert, daß damit die Weltwirtschaft mit ihren Warenströmen wieder in Gang kommt, ist unwahrscheinlich. Vor allem deshalb, weil der Mangel die Welt verändern wird, in weit entfernten Gegenden wie auch direkt bei uns, im eigenen Vorgarten.
Die uns gewohnte Welt wird im Mangel zugrunde gehen. Genießen Sie besser die letzten Tage.
Quelle: Michael Winkler



27 responses so far ↓
1 Konrad Kujau // Mar 19, 2008 at 9:43
Mag der Winkler recht haben, trotzdem bleibt immer der fade Beigeschmack, als könnte ihm der Untergang nicht schnell genug vorangehen. Mich erinnert das an das ewige Untergangsgeseihere der typisch rechten Zivilversager, bei denen es nicht anklagend und verzweifelt klingt, sondern nach schsdenfroher Genugtuung. Endlich können sie ihr privates Versagen kaschieren und die Schuld den globalen Ereignissen geben. Deren Zivilversagen resultiert aber nicht aus bösem Kapitalismus, sondern oftmals aus Arroganz, eigener Selbstüberschätzung, Faulheit und Leistungsunwilligkeit. Das muß nicht unbedingt auf den Winkler zutreffen, trifft aber auf die meisten Rechten zu, die ähnlich argumentieren wie er: “Ätsch ihr Leistungsträger, jetzt seid ihr bald in der selben Gosse, in der ich schon lange bin.”
Würde dagegen ein anständiger Unternehmer, der es zu etwas gebracht hat, Winklers Worte benutzen, dann seien ihm meine Sympathien gewiß. Und bei aller Achtung: Herr Winkler wird zuletzt an einer Mangelwirtschaft zugrunde gehen. Die Körpermasse durchsteht so manchen Hungerwinter.
2 Schanzenstürmer // Mar 19, 2008 at 9:58
Dir mangelt es wohl auch an einigem.
Die Lösung aller Probleme: Globaler internationalistischer Klassenkampf > hinwegfegen aller reaktionären Sektchen > globaler und grenzenloser Sozialismus!
:::WegMitDemKonstruktVonVolkNationUndRasse-FürUnsGibtsNurEins***KlasseGegenKlasse!
3 Wigbold // Mar 19, 2008 at 9:59
Herr Winkler scheint beim Führen der Tabasco-Feder diesmal, anders als letzte Woche, nüchtern gewesen zu sein.
Die nur noch für Fußballspieler, Großaktionäre, Manager, Fernsehnervensägen und Bundestagsabgeordnete erschwinglichen 34-Cent-Nudeln. Der verständliche Ärger über anspruchslose Fernsehkochrezepte (Nudeln mit Ketchup statt Trüffeln). Der Mangel im Vorgarten. Die Sorge, von Ideologen einen Apfel als Hauptmahlzeit angedreht zu bekommen. Die wirtschaftliche Not, wenn zudem der Krankenkassen-Zuschlag nach BMI kommt. - Aber das wären kleinliche Scherze. Deshalb, insgesamt gesehen:
Ein gelungener Pranger - lesenswert! Sogar sprachlich viel besser als sonst.
Den Schluß mit der neuen Weltwährung habe ich noch nicht verstanden (ich dachte die nächsten 48 Monaten brächten Untergang, Hacksilberwirtschaft, Reich und Staatskirche), aber egal. Vielleicht erfahren wir nächste Woche mehr.
P.S.: Nicht nur „der Staat“ sammelt unter Mottos wie „Gold gab ich für Eisen“ die Wertsachen der Bevölkerung ein, um damit Krieg zu führen und ihnen das Opfer als höheres Ziel schmackhaft machen zu können. Auch Bevölkerungen tun das mitunter von sich aus: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/11904.jpg
(„Ich gab Gold für Eisen – I gave gold for iron“, USA 1916, Eisenschmuck für Goldspende deutschstämmiger Amerikaner). Aber das ist dann natürlich nicht so nachhaltig wie wenn der Staat dabei hilft. http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Ackermann%20Eingriffe/332368.html
P.P.S.: Falls ich irgendwann in meinem Leben in den Wochen vor dem Untergang doch noch mal nach Würzburg kommen sollte – die 100 Pfund Nudeln stehen Ihnen zu und sind nicht vergessen. Soll ich sie Ihnen in den Vorgarten stellen?
4 griesgram // Mar 19, 2008 at 10:45
Der beste Winkler seit langem!
So kapiert es auch der Videot auf der Straße.
Nun muß es nur noch an ihn rangebracht werden.
5 Tand und Schande // Mar 19, 2008 at 11:31
“Deutschland ist auf Öl, Gas und Kohle aus dem Ausland angewiesen, muß diese Rohstoffe mit konvertibler Währung bezahlen. Konvertibel sind dann aber kaum noch Dollar oder Euro, sondern nur noch Gold.”
Da können wir ja von Glück reden das die sehr großen Goldvorräte der Bundesrepublik Deutschland nicht im Inland, sondern ganz weit weg in den Tresoren unserer guten, verläßlichen und fürsorglichen Freunde in London und New York lagern.
6 wolzow // Mar 19, 2008 at 12:49
Nicht schlecht!
Letzten Endes ein reinigendes Gewitter innerhalb der Geizistgeilschnäppchenjägergesellschaft.
Warten wir auf den Rungs, dann sehen wir weiter.
7 GermannX // Mar 19, 2008 at 15:55
Wiedermal ein guter Pranger!
Aber:
“Die nächste Kampagne zeichnet sich bereits ab: Übergewicht. Sondersteuer auf Schokolade, Aufkleber auf Chipstüten: “Übergewicht verkürzt Ihre Lebenserwartung”, Nährwerttabellen auf jeder Suppentüte… Das ist nur der Anfang. Bald trommeln die Experten, schließlich wird die Krankenkasse von Ihnen fordern, den BMI ( = Body Mass Index) anzugeben - und für jeden Punkt über 30 ein Prozent höhere Beiträge verlangen.”
Würde dies nicht gegen die Menschenwürde verstossen? Bei solch einer Regelung würden wohl auch einige OMF-BRD-Insassen auf die Strasse gehen.
8 Manfred Kujau // Mar 19, 2008 at 15:57
Man lese Wolfgang Münchau:
http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/332729.html?mode=print
“Die große Finanzkrise fängt jetzt langsam an. Sie lesen richtig: Die Krise fängt langsam an. Was die gemeldeten Verluste oder die Zahl der Insolvenzen im Finanzsektor angeht, haben wir noch nicht einmal zehn Prozent der Krise gesehen - und was die Folgen für die Gesamtwirtschaft betrifft, noch nicht einmal fünf Prozent. ….”
Insofern werden Sie wohl Recht bekommen, Herr Winkler. Es brauch bloß seine Zeit !
Jedes Geld kehr irgendwann zu seinem wahren Wert zurück und hinter dem Euro steht Nichts und Niemand.
9 Mitternachtsberg // Mar 19, 2008 at 18:53
Wieder einmal klasse geschrieben von Herren Winkler. Wie wärs wen die Fahrzeuge alle mit einem Magnetmotor angetrieben werden!, das würde sich für die USA nicht mehr lohnen Krieg zuspielen.Jetzt soll keiner kommen mit das gibts nicht, alles ist möglich. Ihr ein link:
http://youtube.com/watch?v=UtYvkLkxh3g
http://youtube.com/watch?v=tL8udEWVFec
MFG
10 Dike // Mar 19, 2008 at 19:28
Anerkennung, lieber Herr Winkler!
Ob’s allerdings der “Bundi” - um Wetekamps Bezeichnung zu entlehnen -wegen der eingetreuten ironischen Häppchen kapieren wird, bleibt fraglich.
“Mangelwirtschaft” gehört ins Konzept derer, die uns in den Pranken haben. Wenn’s dann so weit ist, daß es krachen soll, gemeint ist damit der von Ihnen u.a. prophezeite “Untergang”, wird das Geld von denen eben verknappt, wie sie es schon mehrmals gemacht haben. Davor hüten die sich aber noch, laut Max, dem Finanzexperten mit Sitz Asien, weil sie uns erst noch als Kanonenfutter gegen den Islam und “die Gelbe Gefahr”, so wie der noch nicht verknechteten Gebiete brauchen…
11 Dike // Mar 19, 2008 at 19:30
Muß heißen: …eingestreuten…
12 onkel otto // Mar 19, 2008 at 20:37
Mein Artikel unter ‘Merkel zu Gast bei Freunden” March 19th , 2008 at 10.17
Armes Armes Deutschland haette beser hier hinein gepasst!
13 Iwazaru // Mar 19, 2008 at 20:55
aber was würde es “denen” bringen? Schließlich wollen sie doch ihren ganzen Krempel verkaufen, um Profit zu machen. Da wäre eine arme Bevölkerung doch fehl am Platz!
14 Kakadu // Mar 19, 2008 at 23:06
Wir befinden uns nach der Analyse von Detlef Quart am Ende der Phase 3
http://www.detlef-ouart.de/Die_vier_Regeln_des_Kapitalismus.htm
15 Hjalmar Schacht // Mar 20, 2008 at 1:18
@Konrad Kujau: Sehr guter Beitrag! Das ist leider so: So manch ein Apologet des Weltuntergangs scheint sich daran zu erfreuen. Wenn alles den Bach runter geht dann erscheint das eigene Versagen nicht mehr so groß….. Aber genug der Worte, besser als Du hätte ich es auch nicht sagen können.
@Winkler: Bei Dir ist das Glas immer halb leer, oder? Bei erfolgreichen Menschen ist es halb voll. Führe Dir mal Bücher ala “Die KRaft des positiven Denkens” zur Gemüte. Erfolg ist immer eine Kopfsache und da ist bei Dir eine Blockade. Einige Passagen haben mir gut gefallen (die mit dem Frosch z.B.), aber bei manchen Stellen kam Dein Pessimismus und Fatalismus wieder zum Vorschein.
Es ist doch klasse, wenn es Verbraucherhinweise gibt, in denen vor dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel gewarnt wird, oder? Das ist doch besser als das, was in der Vergangenheit war, egal ob Asbest in Gebäuden, krebserregende Stoffe in Kinderspielzeug, Rauchen, wo man will. Das ist heute deutlich zugunsten des Bürgers geregelt. Wir leben nach wie vor in der zweitbesten Staatsform, die es gibt, können auf das, was wir als Deutschland geleistet haben, mehr als stolz sein. Uns geht es gut, wir leisten uns noch immer Sozialschmarotzer, die von Hartz IV ein gutes Leben leben können.
Wo man den Rotstift ansetzen muß, ist an der Versorgung Nichtdeutscher. In den USA bekommt nur derjenige Leistungen, der mindestens 10 Jahre in die Staatskasse eingezahlt hat. Das wäre auch hier perfekt! Ruckizucki wären die ganzen Wirtschaftsflüchtlinge wieder weg, es gäbe hier ja nichts zu holen. Und natürlich nicht zu vergessen, das “Volk” der Juden, bei denen wir noch immer jährliche Ablaßzahlungen in Millionenhöhe leisten. Und da an ein Volk, in dessen Namen täglich Verbrechen und Staatsterrorismus vollzogen werden. Das muß auch aufhören.
Alles abstellbar. Dennoch geht es uns gut und auch Menschen wie Du, Winkler, schaffen es trotz ungeregelter Arbeit ihr Lebendgewicht zu halten.
@GermannX: Nein, dass fette Menschen mehr bezahlen müssen als sportliche, ist völlig gerecht und absolut kein Verstoß gegen die Menschenrechte. Das wird auch heute schon bei den privaten Versicherern praktiziert. Wenn man heute eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Lebensversicherung oder private Krankenversicherung abschließt, ist der BMI ein zentraler Bestandteil des Antrages. Wer zu fett ist, muß mehr zahlen. Im schlimmsten Fall bekommt er gar keine Absicherung. Und ohne Winkler zu nahe treten zu wollen, augenscheinlich würde er gar keine Versicherung in diesem Bereich mehr bekommen. Diskrininierend? Selbstverständlich! Diskriminieren heißt “unterscheiden”. Und wenn man übergewichtige absichert, müssen die Kosten die Gemeinschaft tragen. Also muß ein fetter Mensch mehr zahlen, oder wird gar nicht versichert und muß die entstehenden Kosten allesamt tragen. So einfach ist das. Gemeinnutz vor Eigennutz!
Grüße
Hjalmar
16 Rudolf der Kritiker // Mar 20, 2008 at 3:27
Der Artickel ist gut, sehr gut sogar. Aber wieder muss ich fragen: “Where is the beef” wozu erzählen Sie uns das alles?
Sehen Sie Herr Winkler, Der Pfarrer oder der Pastor schildert uns ebenfalls den kommenden Weltuntergang und das Kommen von Jesus Christus. Aber diese Gewerbetreibenden in Religion haben ein Ziel. Nämlich die Schäflein an der Stange zu halten damit die Spenden reichlicher in die Kirche fliessen.
Das Ziel der Globalisten ist, alle Völker zu vernichten welche sich den globalen Herren nicht beugen wollen. Der weisse Mann, der Arier ist solch ein Volk.
Aber was ist Ihr Ziel? Herr Winkler
Wollen Sie ein neues Nationales Deutschland gründen? Ein Deutschland, sagen wir, wie zu Bismarks Zeiten? Ich denke eine oder mehrere Atombomben genügen und der Traum ist ausgeträumt.
Vernünftiger, glaube ich, wäre es, die Idee der Juden aufzugreifen und einen internationalen >Zentralrat der Arier< zu gründen.
Die Machthaber können unmöglich unseren ganzen Globus bombardieren.
Nehmen wir also an, unser derzeitiges System bricht zusammen wie Sie sagen. Was dann Herr Winkler? Decken Sie uns bitte Ihre Karten auf!
17 Mitternachtsberg // Mar 20, 2008 at 13:17
@Hjalmar Schacht :
Hallo, ich bin auch ein Hartz 4 empfänger und 6-7 Mil. auch!!!. Heisst das ich bin ein Sozial schmarotzer nach ihrer ansicht.
Heil Hit…er
18 Andreas // Mar 20, 2008 at 20:40
Ein ausgezeichneter Winkler, er spricht mir aus der Seele. Wenn es (wahrscheinlich noch in diesem Jahres) erst soweit ist, werden die Hochnäsigen angekrochen kommen für eine Tüte Nudeln.
19 albalongus // Mar 20, 2008 at 20:58
@ Iwazaru :
March 19th, 2008 at 20:55
aber was würde es “denen” bringen? Schließlich wollen sie doch ihren ganzen Krempel verkaufen, um Profit zu machen. Da wäre eine arme Bevölkerung doch fehl am Platz!
Arme Bevölkerung gibt es zu viel auf dieser Welt. Brauchen sie nicht.
20 motschütze // Mar 20, 2008 at 21:11
Habe alle bisherigen Winkler-Thesen gelesen. Muss sagen, sie treffen die Wirklichkeit und Realität, bzw. einige Visionen objektiv und gut.
Seine Thesen zum Jahr 2008/2009 gehen langsam und in einigen sachen auf: Obama, Goldpreise, Dollarschwäche, Rezession usw.
Nur die frage der Vorschreiber: “was würden Sie machen, wenn alles zuträfe”? bleibt ein schwarzes Löchlein in Ihren guten beschreibungen und Visionen?!
Hut ab und weiter so mit scharfer Feder…
MKG
21 wartender Krieger // Mar 22, 2008 at 23:02
Ach, Herr Schacht kommt wieder aus delbigem gekrochen um uns hier die neuesten, todsicheren Anlagetipps auf dem Kapital und Rentenmarkt zu geben?
Sagen Sie Herr Schacht, haben Sie denn schon die vernichtende Riesterpleite verdaut? Sie wissen schon, jene Veröffentlichungen, nachdem die Riesterrente praktisch für die katz ist bzw. noch mehr kostet, als es eine reguläre gesetzliche Rente tun würde?
Tja, wer hatte jetzt wohl recht und wer hat sich geirrt (bzw. absichtlich Unsinn erzählt)?
Welche tollen und todsicheren systemkonformen Anlagetipps haben Sie wohl diesmal für alle Leser dieser Seite in petto, die wirklich dumm genug sind, auf ihr vorgtäuschtes Pseudoexpertentum zu hören?
Mein Tipp: halten sie besser die Klappe und machen Sie sich nicht noch lächerlicher, als Sie es bereits getan haben. Sie haben hier nichts mehr zu gewinnen!
22 Hjalmar Schacht // Mar 24, 2008 at 23:55
@Mitternachtsberg: Keine Ahnung, ob Du ein Sozialschmarotzer bist. Wenn Du es selber nicht weißt, liegt die Vermutung nahe, bei allem Respekt. Abgesehen davon hast Du eine Rechtschreibschwäche. Laß Dir bei Deinen Bewerbungen von jemanden helfen, dann kommst Du auch aus Deiner Hartz IV Geschichte raus.
@Wartender Krieger: Schon wieder völlig falsch informiert, Sesselpuperkrieger, haha. Nochmal ein plakatives Beispiel, warum sich Riester mehr lohnt, als jede andere Geldanlage:
Frau, arbeitslos, 3 Kinder. Sie zahlt 60 €/Jahr und der Staat schenkt 1.054 €/Jahr.
Anderes Beispiel: Mann, ledig, zahlt 2.100 €/Jahr ein und der Staat schenkt ihm ebenfalls über 1.000 €.
Was ist daran so schwer zu verstehen, Krieger? Nenn mir eine Anlageform, die garantiert mehr Rendite bekommt. Oder gib mir einfach mal Recht, da bricht Dir auch kein Zacken aus der Krone. Das hat nun hier jeder geschnallt, außer Dir anscheinend.
Oder amüsier uns weiter mit Deinen Plänen, Konservendosen zu kaufen und ein Waffenarsenal aufzubauen für den Endkampf, bruharharhar. Intelligente Finanzkonzepte sind einfach nicht Deine Baustelle, dann akzeptier es einfach, dass es Leute gibt, die mehr davon verstehen als Du.
Dieter Nuhr hat mal ein gutes Zitat gebracht: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten. Dich nimmt hier eh keiner mehr für voll.
Grüße
Hjalmar
23 wartender Krieger // Mar 25, 2008 at 3:36
Jaja Experte Schacht, reden wir mal weiter, wenn die Kapitalmärkte demnächst gecrasht sind, der Staat rettungslos bankrott ist und die Renten wie Sozialkassen unter den gestiegenen Belastungen zusammengebrochen sind.
Dauert alles nicht mehr lange, vielleicht sogar noch innerhalb dieses Jahres. Vielleicht haben wir auch Glück und es ist erst im Verlauf des Nächsten so weit.
Dann sprechen wir uns nochmal und evaluieren, wessen Einschätzungen zutreffender waren und wer hier nur Schmarrn erzählt hat.
Dann werden wir sehen was in einer konkreten Krise mehr zählt: Rendite einer zunehmend im Wert verfallenden Fiat Währung, gedeckt durch die Versprechungen eines bankrotten Pseudostaates oder materielle Sicherheit in stahlharten Alternativwährungen.
Und mal ehrlich, wer noch glabt, daß einem dieser Staat irgendetwas “schenkt” (es sei denn, man ist Migrant oder Jude), ohne es einem gleichzeitig doppelt und dreifach wieder aus der Tasche zu ziehen, dem kann echt nicht mehr geholfen werden.
Genauso gut kann man als kleines Kind dem netten Onkel glauben, bei dem Zuhause Süßigkeiten und tolle Spielzeuge nur darauf warten, abgeholt zu werden.
In beiden Fällen wird man gefickt und mißbraucht und kann froh sein, wenn man am Ende nur mit einer schweren, lebenslangen Psychose davon kommt.
Also Onkel Hjalmar, netter Versuch.
Aber meine mami hat mir verboten, auf fremde Männer zu hören. besonders wenn diese einem etwas “schenken” wollen!
24 Mitternachtsberg // Mar 25, 2008 at 17:17
@Hjalmar Schacht :
Träumen Sie schön weiter, ich wollte mal lesen wie Sie auf Arbeitslose eingestellt sind!!.
Was heisst ihr Sozialschmarotzer, Sie kennen mich nicht. Sie beschimpen ihr Hartz 4 empänger als Sozialschmarotzer. Ich ScheiSS auf dein Brd-System und noch was, ich kann Bewerbungenschreiben. Für mich hast du grosse fresse nichts dahinter. Sieg Heil!
25 Mitternachtsberg // Mar 25, 2008 at 17:53
@wartender Krieger :
Weiter so, wir müssen alle zusammen halten.
Ich wünsch dir was und Heil dir!!.
MKG
26 Hjalmar Schacht // Mar 25, 2008 at 21:29
@Mitternachtsberg: Laß Dir mal von jemanden sagen, dem Du vertraust, wo und wieviele Rechtschreibfehler Du allein in dem kleinen Beitrag gemacht hast. Vier Zeilen, sieben Fehler, haha. Gratuliere.
Versuche mal Dich und Dein Leben zu reflektieren und entscheide dann, ob Du ein Sozialschmarotzer bist oder nicht.
Du kannst auch tausendmal auf das BRD-System scheißen, in keinem anderen System auf Deutschem Boden würde es Dir so gut gehen, wie jetzt! Unter Adolf wärest Du in einem Arbeitslager gelandet, nix mit Geldgeschenken wie hier! Du bekommst Kohle vom Staat ohne eine Gegenleistung erbringen zu müssen! Wer mal wach! Das vergiß mal nicht, Du Vorzeigedeutscher!
@wartender Krieger: Na, dann warte doch einfach auf den Weltuntergang, ich finde das lustig. Du amüsierst uns hier alle königlich, gäbe es Dich nicht, man müßte Dich erfinden.
Du bist dennoch nicht auf meine Argumente eingegangen. Im obigen Beispiel ist es doch schon atemberaubend, wenn eine Frau mit zwei Kindern selbst 60, der Staat aber über 1.000 € zahlt, oder nicht? Dass der Staat Geld verschenkt ist der Status seitdem es Riester gibt, also seit etwa 7 Jahren. Das heißt, jeder der klever war, hat bis jetzt bis zu 7.000 € vom Staat geschenkt bekommen. Und je länger Du Unrecht mit Deinen Weltuntergangszenarien hast, desto mehr lohnt sich Riester. Auch für Dich. Sogar für Mitternachtsberg. Ist ürbigens auch Hartz IV sicher. Und jetzt kommst Du.
Grüße
Hjalmar
27 Mitternachtsberg // Mar 26, 2008 at 2:19
@Hjalmar Schacht :
Wie nett von ihnen, Sie kennen mich doch garnicht, Sie Vorzeigedeutscher. Ich habe gegen Sie persönlich nichts Herr Hjalmar und auf meine Rechtschreibe fehler kommt es nicht an. Ihre persönlichen ansichten auf Hartz 4 empfänger trifft auf Sie zu. Auserdem kennen Sie Herrn Hitler nicht oder!?. Woher wissen Sie denn, ob ich gearbeitet habe oder nicht. Sie sind Hellseher geworden wie schön!. Eines kann ich ihnen noch sagen, 1 Euro jobs die werden nicht bei den statistiken als Arbeitslose gezeigt. Die Giag GmbH ist eine Firma und gehört nicht dem Sog.Staat OMF-Brd. Die Gelder werden in Frankfurt geliehen, die Finanzagentur Deutschland GmbH gell!!!. Sie Klugscheisser.MFG BRD GmbH
Leave a Comment