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Stellen Sie sich einmal vor, ich hätte eine Stinkwut auf Anwälte. Kann doch sein, oder? In einem Staat, bei dem man eine Abmahnung bekommt, wenn man bei einer Internetauktion ein zu versteigerndes Buch nicht selbst photographiert, sondern einfach den Umschlag von der Verlagsseite kopiert. (Ehe jetzt 37 Anwaltskanzleien die Angebote bei Ebay durchsuchen und Textbausteine mit der Forderung nach 580,- Euro zusammenstellen: Ich habe noch nie ein Buch bei Ebay angeboten, das Beispiel ist völlig fiktiv. Sie können sich die Euro-Symbole wieder aus den Augen wischen.)
Aber bleiben wir lieber bei der Wut auf Anwälte. Ich spreche von einer solchen Wut, die mich zum Sprengstoff greifen läßt. (Wieder ein rechtlicher Hinweis: Ich besitze keinen Sprengstoff, habe nie welchen besessen und auch nicht vor, mir welchen zu besorgen. Auch das ist rein fiktiv.) Mit diesem schönen Sprengstoff jage ich ein Friseurgeschäft nach dem anderen in die Luft. Ich jage derart viele Friseure in die Luft, daß sich kein Anwalt mehr traut, ein Büroschild an seiner Haustür anzubringen.
Ich gebe zu, dieses Beispiel ist nicht nur fiktiv, sondern obendrein blöd. Selbst wenn jedes dritte Friseurgeschäft in Deutschland ein rauchender Trümmerhaufen geworden ist, stört das keinen Anwalt.
Damit unsere Juristen zufrieden sind (und ich nicht doch noch das Bedürfnis verspüre, die eine oder andere Anwaltskanzlei in die Luft zu jagen), führe ich hier das an, was jeder Normaldenkende als selbstverständlich voraussetzen würde (aber vermutlich nicht der derzeit noch amtierende Bundesinnenminister Schäuble):
Dieser Artikel soll den Terrorismus analysieren, ihn keinesfalls rechtfertigen oder gar verherrlichen. Auch wenn ich die Gründe für terroristische Handlungen nachvollziehen kann, heißt das nicht, daß ich die Handlungen selbst billige.
Terrorziele
Richtig, wenn ich etwas gegen Anwälte habe, sollte ich deren Kanzleien in die Luft jagen und nicht völlig unschuldige Friseure. Noch besser wäre es, die Anwälte zu erschießen und deren Sekretärinnen zu verschonen. Oder, abstrahiert: ich sollte gezielt gegen jene Leute vorgehen, die mich geärgert haben und ich deswegen terrorisieren möchte.
Deshalb haben die Amerikaner und die Engländer im zweiten Weltkrieg ja auch nicht die Nazi-Größen oder die KZ-Versorgungslinien bombardiert, sondern Wohngebiete, Lazarettstädte, Frauen und Kinder. Das nannte man damals ganz offiziell “terror bombing”, es sollten so viele Deutsche ermordet werden wie möglich - und nebenbei auch noch möglichst viele Kulturgüter zerstört werden. Die einzige Nazi-Größe, die mir einfällt, die bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen ist, war Richter Freisler, der mit den Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof.
Als jüdische Terrororganisationen die britische Mandatsmacht aus Palästina bomben wollten, haben die nicht irgendwelche Pilger angegriffen, sondern gezielt Einrichtungen, in denen britische Offiziere verkehren, und Amtsgebäude der Mandatsmacht. Nach ausreichend “terror bombings” sind die Briten abgezogen und der Staat Israel ist entstanden.
Im Allgemeinen wählen Terroristen ihre Ziele sehr sorgfältig aus, denn Bomben kosten Geld. Niemand verschwendet eine teuere Bombe, um amerikanische Touristen loszuwerden, das geht viel einfacher mit miserablem Essen und unfreundlicher Bedienung. Gegen amerikanische Soldaten hingegen lohnt sich ein mit Sprengstoff beladener Lkw, den man direkt in eine Kaserne fährt, oder ein Kamikaze-Motorboot, das einen Zerstörer rammt.
Wobei Touristen jedoch dann zu Terrorzielen werden, wenn der Tourismus selbst bekämpft werden soll. Touristen bringen wahlweise “die Dekadenz des Westens” ins Land oder sie “füllen die Kassen unserer korrupten Regierung”. Mit solchen Parolen werden die Touristen selbst zu Zielen, nicht um Deutschland oder die USA zu treffen, sondern nur, um die einfallenden Horden der Fremden loszuwerden. Der Tourist ist somit der zu bekämpfende Feind, also ein direktes Angriffsziel.
Die Baader-Meinhof-Gruppe / RAF wählte ihre Opfer ähnlich gezielt aus: Es handelte sich um Exponenten des Staates und der Wirtschaft, nicht um den sprichwörtlichen “Mann auf der Straße”.
Ungezielter Terror?
In Israel finden spätestens seit 1980 ständig Anschläge statt, außerdem ballern die Palästinenser immer wieder mit nicht steuerbaren Kleinraketen um sich. Dies scheint ungezielter Terror zu sein, aber er ist es nicht, sobald wir genauer hinsehen. Er ist eine direkte Antwort auf das Vorgehen der Israelis.
Für Palästinenser, deren Familien seit Jahrhunderten dort wohnen, ist jeder dort hinziehende Jude ein Eindringling und Besatzer. Außerdem schießt auch die israelische Armee eher großzügig als gezielt, zu den Opfern zählen viele Frauen und Kinder.
Die Antwort der Terroristen ist ähnlich ungezielt: eben die gesamte Bevölkerung. Statistisch kommen übrigens auf ein getötetes israelisches Terroropfer zehn getötete palästinensische Terrortäter.
Von den Terroranschlägen, bei denen Opfer getötet oder zumindest verletzt werden sollen, unterscheiden sich die früher so beliebten Flugzeugentführungen und die heute praktizierten Geiselnahmen. Es handelt sich dabei weniger um Terror, als um Erpressung. Die Entführer möchten Komplizen freipressen oder politische Ziele erreichen. Heute sollen vorzugsweise Soldaten aus irgendwelchen Weltgegenden abgezogen werden.
Eine solche Entführung kann mit Terror verbunden werden, um den erpresserischen Druck zu erhöhen. Deshalb wird zum Beispiel jede Stunde eine Geisel erschossen - vorausgesetzt, die Entführer haben genügend Geiseln übrig.
Obwohl Flugzeuge ein recht anfälliges Anschlagsziel sind, ist gerade einmal der Anschlag von Lockerbie ein Terroranschlag gewesen. Hier wurden Passagiere getroffen, keine Regierungseinrichtungen. Inzwischen sind die Sicherheitsmaßahmen verschärft worden, obwohl Flugzeuge nach wie vor eher Zeile für Geiselnahmen sind und nicht für Terroranschläge.
Nebenbei: auch wenn Luxuskreuzfahrten zumeist von schwerreichen Wohlstandsrentnern gebucht werden, ist mir nichts von Anschlägen auf Kreuzfahrtschiffen bekannt. (Die Achille Lauro war eine Entführung.)
Ein seltsamer Terroranschlag
Der bekannteste Terroranschlag ist derjenige vom 11. September 2001, bei dem mit zwei Flugzeugen drei Gebäude des World Trade Centers zerstört worden sind. Für schuldig daran wurde die Al Qaida erklärt, mit Osama bin Laden als Befehlshaber.
Terror hat die Aufgabe, den erklärten Feind zu treffen. Nur hat der gute bin Laden hier in mehrfacher Hinsicht versagt. Dank der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen läßt sich das hier leicht diskutieren, eine zweite Chance wird bin Laden nicht bekommen.
1. Das World Trade Center war kein amerikanisches Symbol.
Um die USA emotional zu treffen, gibt es genug andere Symbole: die Freiheitsstatue, das Congress-Gebäude, das Weiße Haus, das Lincoln Memorial oder eben Mount Rushmore. Oder meinetwegen das UNO-Gebäude. Das Pentagon hat wenig abbekommen, außerdem ist dieses Gebäude derart riesig, daß eine Atombombe benötigt würde. Das Flugzeug, das als einziges ein nationales Symbol zerstören sollte, ist merkwürdigerweise abgestürzt - dank wagemutiger Patrioten an Bord.
Es gibt in den USA genügend militärische Ziele. Die Marinebasis Norfolk, Parris Island, die Ausbildungsstätte des Marine-Corps, die Luftwaffenbasis Vandenberg, die NASA in Kap Canaveral… Wunderschöne Ziele, bei denen es nicht Zivilisten trifft, sondern das Militär, also direkt die Machtmittel des Staates, den die Terroristen bekämpfen.
2. Um möglichst viele Amerikaner zu töten, hätte es bessere Ziele gegeben.
Sicher, 3.000 Todesopfer sind eine Menge Leichen, aber was wäre passiert, wenn ein vollbesetztes Stadion getroffen worden wäre? Z.B. beim Super-Bowl, dem Endspiel der amerikanischen Football-Ligen? Da sind 60.000 Menschen im Stadion, die Veranstaltung wäre zudem ein “uramerikanisches” Symbol, das Stadion ist dank seiner Größe leichter zu treffen, die entstehende Panik sorgt für weitere Opfer, außerdem wird der Anschlag schon in der Ausführung weltweit übertragen. 20-30.000 Opfer wären realistisch gewesen.
3. Das Gebäude benötigte eine umfangreiche Sanierung
Das ähnelt der Situation von Pearl Harbor. Als dieser Stützpunkt angegriffen wurde, waren rein zufällig kurz zuvor die modernen, kampfkräftigen Schiffe verlegt worden. Die Japaner haben nur die schwimmenden Rosthaufen erwischt, die nur bedingt kriegstauglich gewesen waren. Das WTC war asbestverseucht und marode, es hätte aufwendig saniert werden müssen. Und weil das alles nicht ausreicht, wurde kurz zuvor die Versicherung für diese Gebäude erhöht.
4. Der Einsturz erfolgte absolut professionell
Die größte Kunst eines Sprengmeisters besteht darin, ein Gebäude in sich selbst zusammenfallen zu lassen. Richtige Profis schaffen es, daß ein Gebäude schrumpft und so zu einem Schutthaufen wird, der sich auf dem ursprünglichen Grundstück anhäuft. Fliegerbomben reißen ein Haus in Stücke, wenn es ausbrennt und danach einstürzt, bleiben halbe Mauern stehen.
Beim WTC haben Flugschüler, die zuvor mangels Talent aus mehreren Flugschulen geworfen wurden, zwei aeronautische Meisterleistungen vollbracht. Mit richtig großen Maschinen in Gebäude hineinzufliegen ist ungefähr so leicht, wie mit Tempo 130 eine enge Toreinfahrt zu passieren. (Falls Sie glauben, das probieren zu müssen, tun Sie das auf eigene Gefahr. Ich komme weder für die Schäden an Ihrem Fahrzeug noch für die am Tor auf.)
Die Flugzeuge sind schräg aufgetroffen, haben die Stockwerke unterschiedlich zerstört. Nach der offiziellen Version ist der Treibstoff ausgelaufen, hat mindestens eine Stunde gebrannt und Temperaturen jenseits der 1.100° Celsius erzeugt, was das Stahlskelett des Gebäudes aufgeweicht hat. Nur eben merkwürdigerweise gleichmäßig über das ganze Stockwerk. Deshalb ist das Gebäude nicht stückweise zusammengebrochen, sondern gleichmäßig, als würden die Stockwerke über dem Einschlag wie mit dem Fahrstuhl nach unten sinken.
Das heißt, neben einer fliegerischen Meisterleistung durch ausgewiesen unfähige Piloten erleben, wir auch noch Sprengkunst in höchster Vollendung, durch den Einschlag eines Flugzeuges, der eigentlich völlig unregelmäßige Schäden hinterlassen sollte.
5. Zwei Flugzeuge - drei Gebäude
Das Problem können Sie gefahrlos in der Küche experimentell lösen: Braten Sie einfach zwei Schnitzel in drei Pfannen, so daß in jeder Pfanne ein Schnitzel liegt. (Vegetarier dürfen Tofu-Schnitzel verwenden.) Vielleicht schaffen Sie das nicht, aber es ist eindeutig möglich, wie man am dritten Gebäude des WTC sieht. Die BBC hat es sogar geschafft, den Einsturz 15 Minuten eher zu melden, als er stattgefunden hat.
Sicher, Sprengstoff erklärt viel, der hätte auch bei den anderen beiden Gebäuden für diesen vorbildlichen Einsturz gesorgt. Was soll man auch machen, wenn man ein Flugzeug zu wenig hat? Vielleicht ein lokales Erdbeben? Ausgelöst durch den Einsturz der anderen Gebäude? Aber warum wurde dann nicht halb Manhattan pulverisiert?
Im Ergebnis haben wir einen Terroranschlag, der hinten und vorne nicht paßt. Weder das Ziel, noch die Zahl der Opfer, noch die damit verbundene Physik weißt auf einen Terroranschlag hin. Das macht zwar keines der 3.000 Opfer lebendig, die sind tatsächlich gestorben. Und die Bilder von Menschen, die oberhalb der Einschlagstellen an den Gebäuden hängen und in den Tod springen, stimmen auch mich traurig.
Doch genau das ist der gewünschte Effekt: Vor lauter Mitleid mit den Opfern wird vom Täter abgelenkt.
Ein blasser Präsident, der bis zu diesem Datum vor allem dadurch aufgefallen war, daß er sehr viel Zeit auf seiner Ranch verbracht und seine Arbeitsräume vorzugsweise geschont hat, wurde plötzlich zum eindrucksvollen Kriegsherrn - eben zum “Warlord”. So ein Krieg lenkt wunderbar von schlechten Wirtschaftszahlen ab, von schwächelnder Konjunktur, fallenden Aktienkursen, Steuerentlastungen vor allem für Reiche und reduzierte Sozialleistungen für die ganz und gar nicht Reichen.
Schläge gegen das Volk
Erinnern Sie sich an die Friseure? Wenn ich Anwälte zu einem bestimmten Verhalten zwingen will, darf ich keine Friseure bombardieren. Wenn ich eine Regierung zwingen möchte, muß ich Regierungseinrichtungen sprengen. Will ich hingegen das Volk zwingen, muß ich meine Anschläge gegen das Volk richten.
Wozu kann ich das Volk zwingen? Ich kann das Volk zwingen, meiner Politik zuzustimmen. Ich kann dem Volk so beibringen, daß es in Gefahr ist und sich wehren muß. Und ich kann Wahlen beeinflussen.
1980 gab es einen Anschlag auf das Münchner Oktoberfest. Schuld war ein böser Rechtsradikaler, Neonazis hatte man damals noch nicht erfunden. Blöd nur für Franz Josef Strauß, der mit “Freiheit oder Sozialismus” Bundeskanzler werden wollte, daß es kein Sozialist gewesen ist, der Bombe gelegt hat.
2003 gab es am 11. März in Spanien Anschläge in der U-Bahn. Ja, damals war rein zufällig Wahlkampf… Und wieder waren die Täter “Rechte”, wodurch wenig später eine “linke” Regierung ans Ruder kam.
2006 war England kriegsmüde. Rein zufällig gab es da ein paar Anschläge. Offiziell natürlich Terroranschläge, welche die Briten aus dem Irak treiben sollten. Aber, das hatte man aus dem “terror bombing” des 2. Weltkriegs gelernt, angegriffene Völker scharen sich bereitwillig hinter ihrer Regierung und werden sowohl zornig als auch mordlüstern.
Noch besser sind “knapp verhinderte” Anschläge. Erinnern Sie sich an den Schuhbomber, der daran gehindert wurde, sich mit dem Flugzeug zu sprengen? Oder jene Flüssigkeitssprengstoff-Attentäter, die auf einem sechsstündigen Atlantikflug in der Flugzeugtoilette einen Sprengstoff improvisieren wollten, den ein gut ausgestattetes Chemielabor in 13 Stunden anrührt?
Kofferbomben-Attentate hatten wir auch in Deutschland. Fürchterliche Attentate, die das Volk treffen sollten. Das heißt, wenn die Bomben gezündet hätten. Oder, besser, wenn sie überhaupt in der Lage gewesen wären zu zünden. Das mit den nichtzündfähigen Bömbchen hat sich derart bewährt, daß die jüngst vereitelten Anschläge in Großbritannien mit dem gleichen Modell durchgeführt worden sind.
Nebenbei: Wer ernsthaft im Internet sucht, findet ganz bestimmt nachbausichere Anleitungen zum Bau gut funktionierender Bomben. Allerdings nicht auf meiner Seite. Vielleicht sollte man auch Arabisch können, fragen Sie einfach mal im Innenministerium nach, die können Ihnen bestimmt weiterhelfen.
Der Vorteil nicht explodierender Bomben liegt darin, daß man, die entsprechende Medienresonanz vorausgesetzt, etwa 80% des Effektes erzielt, den wirklich explodierende Bomben haben. Deshalb kann man die problemlos von Regierungsseite legen, ohne die eigene Bevölkerung zu schädigen. Man muß den Amerikanern schließlich nicht alles nachmachen.
Terror von oben
Es ist in Deutschland nicht üblich, das Volk zu befragen, ganz egal ob es um Euro, EU-Verfassung oder Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr geht. Ob nun 50, 70 oder 90 Prozent der Bevölkerung dagegen sind, interessiert in der Regierung niemand, solange man auch diesen Leuten die Steuern abknöpfen kann, um diese Tollheiten zu finanzieren.
Es ist deshalb völlig sinnlos, Anschläge auf das deutsche Volk zu verüben. So sinnlos, wie Friseurgeschäfte in die Luft zu jagen. Wenn jemand den Staat treffen möchte, sind Anschläge in Bussen und Bahnen völlig sinnlos. Das Würzburger Rathaus ist nicht bewacht, ebenso das Finanzamt. Echte Terroristen wissen das. Statt 150 Tote im Berufsverkehr reichen 15 Tote im Rathaus völlig aus - der Staat wird gezwungen, seine Ämter zu verbunkern, jeder Amtsbesuch wird für die Bevölkerung lästig und der Ärger richtet sich schnell gegen den Staat anstatt gegen die Terroristen.
Es gibt eine einfache Frage, die bei jedem Terroranschlag gestellt werden muß: Quem uti? Wem nützt es? Wer hat demnach ein Motiv für den Anschlag?
Beim World Trade Center hatte Osama bin Laden eindeutig keinerlei Nutzen. In seiner relativ ruhigen Basis in Afghanistan sitzen jetzt zahlreiche ausländische Soldaten. Der Eigentümer des WTC hingegen hat ein sanierungsreifes Gebäude gegen eine üppige Versicherungssumme eingetauscht und der militärisch-industrielle Komplex der USA scheffelt seitdem Geld in diversen Kriegen.
Bei den Bombenanschlägen im Irak sterben weitaus mehr Iraker als Amerikaner. Tote Iraker können keine Amerikaner mehr in die Luft jagen. Sollten die Amerikaner sich zurückziehen, wäre ein Land, das auf Jahre im Bürgerkrieg versinkt, keine Gefahr für Israel. Tja, quem uti?
Bisher stößt Innenminister Schäuble noch auf ein paar Widerstände, wenn er das Grundgesetz ändern möchte. Noch ist die Online-Überwachung unzulässig, noch der Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Aber gesetzt den Fall, der nächste Anschlag gelingt, es sterben ein paar Leute. Dann trommelt das Medienkartell Tag und Nacht für mehr Sicherheit, die Gesetze passieren den Bundestag und wieder haben wir zahlreiche Freiheitsrechte verloren. Dann sollte man die Frage stellen: Quem uti? Oder, viel besser, davor fragen, wenn das Grundgesetz noch nicht geändert worden ist.
Es gab in Deutschland zu allen Zeiten Schergen des jeweiligen Systems, die zu allem bereit gewesen waren. Und sollte es in Deutschland nicht die nötigen Spezialisten für einen gut vorgetäuschten Terroranschlag geben - die USA, Israel oder Großbritannien helfen gerne, unter Freunden, versteht sich.
Nie war die Terrorgefahr höher als heute!
Das ist zweifellos richtig. Die Terroristen sind längst im Land.
George Orwell hat in 1984 nur an äußere Kriege gedacht, “wir” gegen “die”. Aber äußere Kriege haben den Nachteil, daß sie hin und wieder gewonnen werden, weil der Gegner ausgeblutet ist. Oder daß mal eine Stadt zerstört wird, die nicht hätte zerstört werden sollen. Oder daß jemand der höheren Führung ums Leben kommt, ein Milliardär, ein hoher Politiker, durch einen blöden Zufall.
Ein Terrorkrieg im Inneren ist viel überschaubarer. Da lassen sich alle Zerstörungen steuern, die Bevölkerung wird gezielt in Atem gehalten und durch Terror wirksam gefügig gehalten. Eine Offensive im Krieg gegen den Terror findet genau dann statt, wenn die eigene Regierung diese braucht, nicht dann, wenn eine feindliche Generalität sie für richtig hält. Wir sind alle jederzeit gefährdet, es sei denn, der Große Bruder beschützt uns, zu unser aller besten.
Wenn dann doch etwas passiert, dann liegt das daran, daß der Große Bruder noch nicht genügend Macht und Kontrolle besitzt, deshalb müssen wir schnellstens dafür sorgen, daß der Große Bruder noch mächtiger wird und noch mehr kontrollieren kann.
In diesem Staat wird niemand mehr einen zweiten Wolfgang Schäuble in den Rollstuhl schießen können. So sicher wird es dann sein, für uns alle. Es bleibt dann nur noch eine Frage zu beantworten, jene Frage, die wir bei Terror immer stellen müssen:
Quem uti?
Quelle: Michael Winkler

14 responses so far ↓
1 Roland Ionas Bialke // Jul 26, 2007 at 1:14
Ihr Artikel enthält einige unrichtige Aussagen, wahrscheinlich auch weil Ihnen etwas “Fachwissen” fehlt.
“(…)Bomben kosten Geld.”
Sprengstoff ist nicht teuer - Um ein Flugzeug zum Absturz zu bringen reichen 15 Euro.
“Oder jene Flüssigkeitssprengstoff-Attentäter, die auf einem sechsstündigen Atlantikflug in der Flugzeugtoilette einen Sprengstoff improvisieren wollten, den ein gut ausgestattetes Chemielabor in 13 Stunden anrührt?”
Das geht - Glauben Sie mir!
Dann wollte ich noch rüberbringen, dass es im Krieg fieseste Tricks gibt. So ist Krieg! Aber Sie haben schon recht, wenn Sie schreiben, dass Terroristen sich Ziele genau aussuchen. Darum kann man ja auch deren Bedürfnisse aus Ihrem Vorgehen lesen. Ein Anschlag Unbeteiligte in einem Zug könnte daher auf Geltungssucht und Menschenfeindlichkeit deuten.
Es gibt nicht nur islamistische Menschen die sich mit Spengstoff auskennen, sondern auch deutsche Menschen. Schützenvereine sind genauso bedeutend für Unsere Kultur wie Sprengvereine.
GEGEN TERROR
2 Gandalf // Jul 26, 2007 at 1:57
http://verschwoerungen.info/images/5/54/Bigbrotheriswatchingyou.PNG
http://verschwoerungen.info/images/c/cf/Bigbrother_sch%E4uble.JPG
3 Hauke Haien // Jul 26, 2007 at 3:02
Langsam aber sicher wird auch die Manipulation der Bevoelkerung immer ueberfluessiger. Die ist zu lethargisch um sich zu wehren.
Selbst wenn es Terrorattentate auf Politiker geben wuerde, wuerde das Volk sich nicht weiter darum kuemmern.
Die Politikerkaste und das Volk sind anscheinend zwei unabhaengig voneinander existierende Kasten. Die Politiker sorgen fuer die Unterhaltung waehrend das Volk zahlt. Das scheint die einzige Verbindung zu sein und ist eigentlich keine echte.
Meiner Einschaetzung nach sind Terroranschlaege auch bald ziemlich ueberfluessig. Wer wollte sich schon gegen eine Verschaerfung der Ueberwachung wehren? Das Volk? Noch so’n Witz?
Ich schaetze eher, dass Terroranschlaege der Unterhaltung der Politiker dienen (und natuerlich dem Geschaeft).
Wir werden ja sehen, ob bei dem zu erwartenden Angriff auf den Iran ein ‘Terrorschlag’ notwendig ist und aus welchen Gruenden.
H.H.
4 TH // Jul 26, 2007 at 7:38
@Roland Ionas Bialke:
Menschenfeindlichkeit…
Laut George Bush bedrohen die Terroristen Amerika ja, “weil sie unsere Freiheit hassen”.
Mir kann aber bis heute niemand plausibel erklären, warum afghanische oder irakische Bauern die Freiheit von irgendwelchen Typen hassen sollten, die zig Tausend Kilometer entfernt, auf der anderen Seite von einem Ozean wohnen.
Von linken Gutmenschen hört man ja auch oft die Behauptung, die pösen Nazis und Rechtsextremisten würden andere Menschen, unsere Freiheit, und was weiß ich noch alles, hassen. Einfach so. Wahrscheinlich, weil sie einfach böse sind.
Wer glaubt so einen Quatsch eigentlich? Menschen hassen andere Menschen nicht ohne Grund. Oder haben sie schon mal jemanden ohne Grund gehaßt?
Solche Behauptungen beruhen praktisch immer auf einer von zwei Möglichkeiten:
a) die Behauptung stimmt überhaupt nicht
b) es gibt einen sehr konkreten Grund für den Haß
Beispielsweise ist es kompletter Unsinn, daß Nationalisten “unsere Freiheit” hassen. Jeder kann z.B. im Wahlprogramm der NPD nachlesen, daß diese sich schon immer konsequent für mehr Bürgerbeteiligung durch Volksabstimmungen stark macht.
Wenn manche Menschen in unserem Land nicht begeistert von der Einwandererflut sind, hat daß nichts damit zu tun, daß sie diese Einwanderer hassen, sondern daß sie Angst haben, ihre Heimat zu verlieren. Das ist ein natürlicher Instinkt, den jeder Mensch auf der Welt besitzt. Wenn eine Gruppe sich durch eine andere Gruppe bedroht fühlt, entsteht Angst und eine Abwehrhaltung. Alle Menschen ohne diesen Instinkt hat die Evolution schon vor langer Zeit aussortiert, den sie konnten sich nicht gegen Konkurrenz wehren. Mit Hass hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Wenn Palästinenser oder Iraker zu Bomben und anderen Terrorakten greifen, hat das nur was mit Angst und Verzweiflung zu tun, aber nicht mit irgendeinem abstrakten und unbegründeten Menschenhaß. Und je größer die Verzweiflung, desto brutaler werden die Anschläge dann irgendwann. Aber für den Haß sind die anderen verantwortlich. Wer Hass säht, wird eben Bomben ernten. Wer keine Bomben will, sollte vielleicht einfach aufhören, Angst und Hass zu säen. Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn.
5 Michi // Jul 26, 2007 at 8:33
Sehr schöner Artikel Herr Winkler. Volk und Politikerkaste sind tatsächlich völlig getrennt voneinander existent. Inszenierte Anschläge, ob nun gegen andere oder gar für die Opferrolle im eigenen Land, dienen längst nicht mehr als Stimmungsmacher gegen den vermeintlichen Feind. Wir befinden uns meiner Ansicht nach vielmehr längst in einem neuen Krieg, im versteckten Krieg.
Das ist halt die Moderne, von wegen roter Knopf und wer die größte Atombombe hat… alles Unsinn. Hier wird ein neuer Krieg ausgetragen, bei welchem der beste Regisseur gewinnt. Ein Krieg, welcher öffentlich keiner ist. Die USA hat damit angefangen, ziemlich genau am 11. September. Der Rest der Staatengemeinschaft zog seit dem fleißig hinterher. Wenn es eben keinen Angreifer gibt, greift man sich selbst an und schiebt es auf andere, nur um weiter das zu machen, was am meisten Spaß macht - Krieg spielen.
Kann mir irgendjemand sagen, welcher Grund vor dem 11. September bestand, den Osten anzugreifen?? Wer weiss, wie lange wir noch von Terrorgefahr in Deutschland sprechen, wer weiss, wann diese Regierung einmal den amerikanischen Mumm hat, den Terrorfilm im eigenen Land abzuspielen und die ersten Bomben aus dem eigenen Labor in Berlin hochgehn. Stellen wir uns dann auch hasserfüllt hinter unsere Regierung?
Bei dem, was sich dieses Volk schon alles antun lassen hat, befürchte ich leider ja.
6 Roland Ionas Bialke // Jul 26, 2007 at 10:45
“Menschen hassen andere Menschen nicht ohne Grund. Oder haben sie schon mal jemanden ohne Grund gehaßt?”
http://www.esnips.com/doc/89a762db-bca3-4ebc-97cf-c028db6d79e3/21.10.2003-Berlin
Fragen Sie Jörg Hähnel zu diesem Vorfall vom 21.10.2006 in Berlin! Habe ich ihn oder einen der 1000 Demonstranten gehasst? Nein, wir kennen uns nich einmal und es war trotzdem genau so wie Sie es beschrieben haben: Eine Abwehrhaltung aus einer Angst heraus.
“Wenn eine Gruppe sich durch eine andere Gruppe bedroht fühlt, entsteht Angst und eine Abwehrhaltung.”
Die Vernunft sagt Uns nun, dass Wir einander von Unser gegenseitigen Abwehrhaltung wissen. Theoretisch könnten Wir nun aufeinander zu gehen. Die Praxis zeigt aber wo Bedürfnisse unvereinbar sind da geht das nicht. - Was will ich damit sagen?: Ähnliches wie Sie es beschrieben. Ich will nicht evolutionär aussortiert werden. Und stellen Sie sich mal vor, ich will auch nicht das andere (auch die ich nicht kenne) evolutionär aussortiert werden.
Aber zurück zum Terror: Sie sehen, ich bin durch plakative Hetze (und auch wegen anderer Gründe) zum “bösen Nazihasser” geworden. Also braucht Berlin wohl keine Pläne selber zu schmieden - Man kann schon damit rechnen, dass irgendwer in naher Zukunft irgendwas in Deutschland macht.
7 Olsen // Jul 26, 2007 at 10:52
Angenehm zu lesender Artikel.
@Michi
Es begann nicht nach dem 11.9.01, sondern bereits 1999 mit dem Jugoslawien- Überfall. Das war sozusagen die Generalprobe für Weltkrieg III. Und noch genauer betrachtet, wurde dieses Land bereits als imperiales Machtzentrum begründet. Ja, schon damals, als es sich noch um 13 Unterstaaten handelte, beanspruchte man den ganzen Kontinent. Kann man alles nachlesen. Deshalb fällt es auch schwer, von einzelnen Weltkriegen zu sprechen. Es handelt sich doch eher um drei gigantische Feldzüge eines Krieges, dessen Sinn darin besteht, die gesamte Welt zu beherrschen und zu kontrollieren.
8 Olsen // Jul 26, 2007 at 10:55
Nachtrag:
Rußland, China und Indien werden auch eines Tages Kriegsziel sein. Die US- Strategie spricht dafür.
9 griesgram // Jul 26, 2007 at 12:10
@Roland Ionas Bialke
“Was will ich damit sagen?”
Wissen wir jetzt immer noch nicht.
Berufspolitiker, was?
10 Roland Ionas Bialke // Jul 26, 2007 at 12:34
@ griesgram
Nein, Konzentration durch Zerstreuung! - Es handelt sich um einen Prozess im Gehirn bei Leistung - Aber ich merke auch, dass ich zu viel und unverständlich rede.
Terror ist immer auch ein Konstrukt der Gesellschaft. Irgendwas wird doch Mangeln.
11 wartender Krieger // Jul 26, 2007 at 13:26
Das schöne ist ja, daß wir, daß unsere gesamte Gesellschaft praktisch allumfassend vom Terror durchsetzt und umgeben ist.
Medienterror, Werbeterror, Tolleranzterror, Steuerterror, Behördenterror, Vorschriftenterror, Abgabenterror, Klimaterror, Recyclingterror, Pharmaterror, Holocaust, Schuldkult und Umerziehungsterror - wir werden nonstop auf so viele Arten und Weisen terrorisiert, daß wir das kaum noch richtig merken. Wir Deutschen lassen uns wirklich von praktisch allem und jedem terrorisieren.
Wir dürften eine der am meisten terrorisierten Gesellschaften sein, die jemals exisitert hat.
Darum ist der Deutsche auch so apathisch und phlegmatisch, es ist die mentale Schutzreaktion auf den allgegenwärtigen Alltagsterror!
Vielleicht wäre das mal ein interessantes Thema für Herrn Winklers nächsten Pranger?
Alltagsterror - die allgegenwärtige Gefahr.
12 Larry Pullman // Jul 26, 2007 at 19:50
Schöner Artikel. Er kratzt aber nur an der Oberfläche dieses Themas.
Ich hoffe von ganzem Herzen, daß der Journalist Christopher Bollyn, seine Frau und seine beiden kleinen Kinder nicht auch wie Gary Webb und Michael Zebuhr ermordet wurden.
Bollyn war nämlich schon ein Stück weiter an der Wahrheit dran. Nachdem er daraufhin mißhandelt und abgeholt wurde und er und seine Familie plötzlich verschwunden war, wird ihre Extstenz nun nur noch per eMail vorgetäuscht. Ihre alten Freunde bekommen keinen persönlichen Kontakt mehr zu ihnen. Neulich wurde auch sein Bruder abgeholt.
Informiert ihr euch eigentlich auch in dieser Sache regelmäßig über die mp3-Internet Radiosendung iamthewitness bzw. French Connection von Daryl Bradford Smith und Eric Hufschmid?
Der laute, bunte Rest des sog. Truth-Movements scheint jedenfalls Teil der sog. Controlled Opposition zu sein, die heimlich alle Verantwortung auf die kleinen Marionetten Bush, Chaney und Rumsfeld schieben will, jetzt wo sich kaum noch leugnen läßt, daß 911 eine Geheimdienst Operation war.
13 antibla // Jul 26, 2007 at 21:47
zum 11. Sept.
wie ich schon in einem anderen Kommentar bemerkt hatte:
Hier noch ein paar Beweise, dass wir einer Verschwörungstheorie aufgesessen sind. Alle Bilder im Weltnetz sind Fälschungen. Nur ich habe die echten:
Auch war der Rasen vor dem Pentagon nicht unberührt und die Feuerwehr löschte auch nicht nur ein paar Kabeltrommeln:
http://i9.tinypic.com/623cgfd.jpg
auch den Einschlag im Pentagon kann man sehr gut sehen!:
http://i14.tinypic.com/6auhphl.jpg
Und von wegen, da war ja nur ein Loch:
http://i10.tinypic.com/6at77tu.jpg
Von wegen „Schlupfzeug“!:
http://i11.tinypic.com/54nlcaa.gif
14 Alois Rommel // Jul 27, 2007 at 22:45
Sehr geehrter Herr Winkler,
als damals der Tag X am 11.09. sich ereignete,dachten viele das jetzt der 3.Weltkrieg eingeläutet wird.Schon damals diskutierte ich mit vielen meiner Bekannten das Szenario.Alle waren betroffen und trauerten mit den Amerikanern-ich weiß auch nicht aber mir kam und kommt die gesamte Aktion einfach unglaubhaft vor.Diese Zweifel brachte ich damals schon in meinem Bekanntenkreis zum Ausdruck-leider wurde ich nur belächelt und als Spinner abgetan.Ich weiß heute noch ganz genau den Gesichtsausdruck vom Alki Bush,als man ihm die Nachricht übermittelte-seine Miene hatte so ungefähr den Anschein:”Mister Präsident,ihr Hund hat Asthma”!Keine Regung,keine Bestürzung,nichts.Ich denke bis heute das Bush und alle im unterstellten Ministerien etc.eine riesengroße Schweinerei vollzogen hatten,egal wieviele Menschenleben es auch gekostet hätte,Hauptsache man hat einen Grund Kriege zu führen.Bis heute ist es mir eine Rätsel,das in jedem der WTC sehr viele Menschen arbeiteten,aber an diesem Tag nur knapp 3000 in beiden WTC zu Arbeit gingen.Für mich ist und bleibt die Geschichte über einen vermeintlichen Angriff auf die USA Lüge,mir wird einfach Angst und Bange wenn ich daran denke,das Bush im Suff irgendwann einmal den falschen Knopf drückt.
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