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Michael Winkler: Wanderpokale (27.02.08)

14:14 · Post your comment (22 Comments)

In Bayern finden an diesem Sonntag Kommunalwahlen statt. Das heißt, in unseren Briefkästen sammelt sich viel Papier für die blaue Tonne, da ich auch ohne solche Belästigung weiß, wen ich wählen werde - und vor allem, wen ich auf gar keinen Fall wähle.

Die Liste der Stadtratskandidaten steckt voller bekannter Namen. Nein, das sollte ich besser klarstellen: Die Herrschaften kennt man in Würzburg, da finden sie sich ungemein wichtig. Jenseits der Stadtgrenzen dürfte sogar ich mittlerweile bekannter sein, obwohl ich mir viel weniger wichtig vorkomme. Deshalb werde ich Sie auch nicht mit Namen belästigen, die Sie mühsam wieder vergessen müßten.

Es sind halt lokale Größen, lauter Honoratioren, die allesamt glauben, ohne sie ginge es nicht. Dabei existiert Würzburg seit mehr als 1.300 Jahren und die meiste Zeit kam die Stadt blendend ohne diese Typen aus.

Bemerkenswert an denen ist ihre Rekordsucht. “Seit 18 Jahren erfolgreich für Sie im Stadtrat!” - Ich weiß wirklich nicht, wieso diese Menschen das leichtfertig gestehen. Das heißt, diese spezielle Person hat daran mitgewirkt, daß eine baufällige Brücke seit dieser Zeit für den Verkehr gesperrt worden ist. Sie hat daran mitgewirkt, daß zahlreiche Parkplätze in der Innenstadt weggefallen sind, sich die Zahl der Ampeln auf der Strecke verdoppelt hat, auf der ich elf Jahre zur Arbeit gefahren bin, an der interessanten Verkehrsführung, die selbst Einheimische zur Verzweiflung treibt, an der Errichtung eines potthäßlichen, aber dafür leerstehenden und unvollendeten Hotelturms, an der ausbleibenden Sanierung von Deutschlands baufälligsten Bahnhof…

Ja, ich weiß, auch Ihre Stadt hat Probleme und auch bei Ihnen gibt es Leute, welche deren ungelöste Verschleppung als persönlichen Erfolg bezeichnen. Und ja, es gibt nicht nur 18ender, wir haben Leute, die das seit 24 Jahren so treiben, seit 30 Jahren, seit 36 Jahren… und immer noch nicht genug haben! Das Recht, an politisch nie verantwortlicher Stelle die Stadt herunterwirtschaften zu dürfen, gilt in diesen Kreisen als Statussymbol.

So eine Stadtrats-Wahlliste ist ein riesengroßes Stück Papier, vergleichbar einer aufgeschlagenen Zeitung. Es handelt sich also um ein zweidimensionales Objekt, bei dem es auf beide Achsen ankommt. Auf der X-Achse, nennen wir sie einmal die “Ethik-Dimension”, finden sich die Parteien. Ganz links, also an der Nullstelle, steht natürlich nicht die Linkspartei, sondern die CSU. Ganz rechts außen, bei den höchsten ethischen Werten, nicht die NPD, denn die tritt gar nicht an, dafür aber die ÖDP. Wer also rechts wählen möchte…

Im mathematischen Zahlenkreuz trägt man an der Y-Achse die imaginären Zahlen auf, was in brauchbarer Übersetzung “Dimension der Einbildung” bedeutet. In Würzburg haben wir 50 mögliche Stadträte; jene Kandidaten, die sich am wenigsten einbilden, in der Stadt unsinnige Vorhaben beschließen zu müssen, stehen folglich ganz unten, auf Platz 50. Ganz oben auf der Achse der Einbildung stehen die “Spitzenkandidaten”, also jene, von denen im örtlichen Käseblatt hin und wieder Bilder mit Sektglas in der Hand und Bundeskanzlerin oder Ministerpräsident als dekorative Staffage abgedruckt werden.

Als Physiker bin ich es gewohnt, der Zweidimensionalität eine dritte Dimension hinzuzufügen, die zeitliche Veränderung in Form einer Kurve. Ein einziger Wahlzettel ist natürlich ein statisches Objekt, da verändert sich nichts, bevor der Wähler ganz rechts außen oder im ethischen Nullpunkt seine Kreuzchen einträgt. (Laut bayerischem Wahlrecht darf man sogar richtig kreativ sein, also Namen ausstreichen, Einser, Zweier oder Dreier eintragen oder verfassungsfeindliche Symbole aufmalen. Letztere machen den Stimmzettel ungültig, es sei denn, sie lassen sich als Votum für die CSU interpretieren.)

Um ein Bewegungsbild der Stadtratskandidaten zu erstellen, muß man die früheren Wahlzettel heranziehen. Bei den Kommunalwahlen dürfen wir Wähler alle sechs Jahre die Damen und Herren ankreuzen (bzw. durchstreichen, mit Zweiern und Dreiern versehen oder einen Galgen hinten dranmalen). Die Gerontokraten der Pattex-Fraktion tauchen immer wieder auf, da lassen sich wirklich schöne Kurven erstellen.

Da diese Leute alle verdiente Parteifunktionäre sind, erwarten wir zunächst eine Verschiebung auf der Einbildungsachse. Wenn die Partei sich einbildet, daß dieser Funktionär mehr Stimmen (”Zweier” / “Dreier”) einbringt als andere, erhält er einen höheren imaginären Wert. Wobei die jeweiligen Bürgermeisterkandidaten natürlich besonders eingebildet sind.

Dafür gibt es die “Anderen”, sie aus irgendeinem Grund bei der lokalen Parteiführung in Ungnade gefallen sind und deshalb in ihrer Einbildung zurechtgestutzt werden, auf “ungünstigen Listenplätzen”. Je nach Ethikwert beginnt dieser Katzentisch auf der Wahlliste mehr oder weniger früh. Bei der CSU hat man noch auf Platz 20 gute Chancen, bei der ÖDP wird Platz 3 schon kritisch.

Damit kommen wir zum interessanteren Teil der Bewegung, der zweidimensionalen Verschiebung. Wenn sich jemand einbildet, daß er bei der CSU unter seinem eingebildeten Wert plaziert wurde (der ethische Wert ist grundsätzlich uninteressant), dann versucht dieser Jemand, bei einer anderen Liste weiter oben und abgesicherter unterzukommen. Das ergibt wunderbare verzitterte Kreuz-und-Quer-Bewegungen.

Da war mal einer Oberbürgermeister für die SPD, dann Stadtrat für die Republikaner, weil die aber mittlerweile unter Selbstversenkung leiden, kandiert er jetzt bei einer der lokalen Abtrünnigenlisten, die sich im Lauf der Zeit aus der CSU abgespaltet haben. Ein Zweiter war mal bei der CSU ganz oben, sogar Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, heute gehört er zum “Kompetenz-Team” der FDP. (Diese Partei hat zwar den alten stoiberschen Begriff aufgenommen, aber eben keine Komptenz-Kompetenz, im Gegensatz zum vormaligen CSU-Oberboß.) Aber es gibt auch Rückkehrer… Einen verdienten CSU-Bürgermeister, der auf eigene Rechnung Oberbürgermeister werden wollte, dann seine eigene fortexistierende Splittergruppe aufgemacht hat (Bürger-Forum) und jetzt gegen seine eigenen Gefolgsleute wieder für die CSU kandidiert.

Das sind die wirklich interessanten Namen auf der Liste. Weniger für den Wähler, aber unbedingt für den Physiker. Für die betroffenen Parteien sind das die Wanderpokale, die hin und her springen und dabei gerne ihr Mandat behalten. Es handelt sich bei solchen Damen und Herren um echte Überzeugungstäter, die zwar nicht von ihrer Partei überzeugt sind, aber davon, daß sie unbedingt im Stadtrat sitzen müssen. Nicht, daß am Ende noch jemand den Bahnhof saniert oder eine seit Jahrzehnten gesperrte Brücke wieder verkehrstauglich macht.

Diese Wanderpokale garantieren die Kontinuität, die schreiben besonders gerne etwas von 18, 24 oder 30 Jahren in das Altpapier, das in meiner blauen Tonne landet.

Jetzt könnte man natürlich darüber nachdenken, ob das nicht jene Freiheit des Gewissens ist, die laut der reinen Lehre der Demokratie die Politiker besitzen sollen, schließlich findet die Mehrzahl der Bewegungen auf der Ethik-Achse nach rechts statt, weg von den geringen Ethik-Werten und der CSU. Aber diese Kurven weisen bei einer solchen Translation immer steil nach oben, das heißt, die Selbstwert-Einbildung der Kandidaten nimmt bei einem solchen Parteiwechsel mit schönster Regelmäßigkeit zu und führt auf die begehrten sicheren Listenplätze.

So ein angehender Wanderpokal ist immer ein erfahrener Parteifunktionär, er verfügt also über einen Frühwarndienst, der ihm mitteilt, daß er in seiner bisherigen Partei nicht mehr wohlgelitten ist (also z.B. nicht mehr Fraktionsvorsitzender werden wird). Um sich bei seinen künftigen Parteifreunden gut einzuführen, wechselt er rechtzeitig vor den Wahlen seine Zugehörigkeit, selbstverständlich unter Mitnahme seines Mandats. Als amtierender Stadtrat rückt man auf der imaginären Achse gleich ganz weit nach oben, weil die neuen Freunde natürlich erhoffen, daß der Herr Stadtrat wieder in den Stadtrat gewählt werden wird, wie in den letzten 36 Jahren, weil der ratlose Bürger einen Namen ankreuzt, den er schon mal gehört oder gelesen hat, ohne darüber nachzudenken, ob er damit der Stadt schadet. Und weil der sichere Listenplatz bei den sondierenden Gesprächen vor dem Übertritt so ausgehandelt worden ist.

Solche Wanderpokale gibt es natürlich nicht nur im kleinen Würzburg und im lokalen Stadtrat, sondern auch in der richtig großen Politik. Oder glauben Sie, daß ein Otto Schily bei den Grünen Innenminister geworden wäre? Oder ein Günter Verheugen bei der FDP EU-Kommissar? Oder Ingrid Matthäus-Maier bei der FDP hochbezahlte Chefin der Kreditanstalt für Wiederaufbau?

Sogar unsere Bundeskanzlerin ist so ein Wanderpokal. Als FDJ-Funktionärin hatte sie 1990 keine Zukunft mehr, die SED hatte damals genug zu tun, ihre höherrangigen Funktionäre in Amt und Würden und vor allem aus den Gefängnissen zu halten. Von Angela Merkel wird überliefert, daß sich damals aufmachte, um in die SPD einzutreten. Auf dem Weg lag zufällig ein Stand von der CDU, und weil ihr Reisen nur dann Spaß machen, wenn der Steuerbürger bezahlt, sparte sie sich den Rest und trat halt bei denen ein.

Es geht schließlich um Politik und nicht um Moral oder gar Ethik. Wanderpokale können jederzeit jede Parteiposition vertreten, die ihnen ihr Mandat oder den Dienstwagen sichert. Oskar Lafontaine war ja mal SPD-Chef, jetzt gräbt er seinen früheren Genossen mit Hilfe seiner jetzigen Genossen die Wählerstimmen ab.

Natürlich darf jemand, der mit 18 Sozialist gewesen ist, mit 80 zur Besinnung gekommen sein. Ich habe sogar Verständnis dafür, daß ein Ehepaar, das mit 20 geheiratet hatte, sich binnen 30 Jahren auseinander lebt. Sogar MEINE Einstellungen und Ansichten haben sich im Lauf der Jahrzehnte verändert, schließlich lernt man lebenslang dazu.

Bei einem Politiker geht das deutlich schneller. Die vierte oder fünfte Ehefrau verrät, daß es im eigenen Privatleben ebenso unstet zugeht und lebenslange Treue nicht einmal in diesem Bereich gilt. Neben der eigenen Frau hält sich der potente Galan noch die eine oder andere Geliebte, was nur dann in die Presse gelangt, wenn sich trotz aller Vorsicht Nachwuchs einstellt und die lieben Parteifreunde Druck ausüben wollen. Die zeitweise Lebensabschnittspartnerin kann mit dem Begriff “Wanderpokal” bestimmt ebenfalls eine Menge anfangen.

Nett sind auch die offiziell ungeliebten Koalitionen. Aussagen wie jene von Holger Börner über die Behandlung eines dringend benötigten Regierungspartners mit der Dachlatte gehören in die 80er Jahre, das würde heute niemand mehr so sagen. Nicht einmal jemand von der SPD über die Lafontaine-SED.

Erinnern Sie sich noch an den Wahlkampf 2005? Da haben sich Union und SPD noch ganz toll gefetzt. Oh, wie war die SPD damals gegen die Mehrwertsteuererhöhung der Merkel-Partei… Wenig später haben die Genossen eine um 50% höhere Erhöhung im Brustton der Überzeugung mitgetragen und die Notwendigkeit der Ausplünderung der Steuerbürger hingebungsvoll verteidigt. Pecunia non olet… Besonders jenes Geld, das in den eigenen Kassen landet, kann gar nicht stinken.

Zum Glück wurde uns mittlerweile Müntefering’s Law geoffenbart, das die besondere Flexibilität der Politiker eindrucksvoll begründet. Was heute noch als unverrückbares Gebot Gottes hingestellt wird, ist morgen schon inhaltsleeres Geschwätz von gestern, an dem niemand mehr gemessen werden soll, schon gar nicht, wenn der eigene Dienstwagen auf dem Spiel steht. Was sind schon Ehrlichkeit, Überzeugungen, Ehre und Loyalität, wenn es um das eigene Fortkommen geht?

Auf der kommunalen Ebene tritt das offen zu Tage, die Bedeutungslosen im Stadtrat von Würzburg zeigen dieses Verhalten ohne jede Hemmung. Aber das ist der äußere Kreis, Leute, die für höhere Aufgaben geprüft werden, aber deren Versagen einkalkuliert ist. Es stört die Parteioberen kaum, wenn die sich vom einen Abstellgleis auf das andere rangieren, höhere Weihen werden sie nie erhalten.

Der nächsthöhere Kreis ist weitaus besser ausgesiebt, die Auserwählten sind an die Parteilinie gebunden. Hier führt der Weg von der kleinen Partei zur großen, denn dort winken die höheren Weihen - oder Einweihungen. Und wer einmal ganz oben gewesen war, der bleibt ganz oben. Denn bei aller Flexibilität und Wanderlust - jeder dieser Wanderpokale weiß, wem gegenüber er absolut treu und loyal bleiben muß.

Hierbei zu wandern wäre tödlich - oder noch schlimmer, ein Fehler, der eine Karriere ruiniert.

Quelle: Michael Winkler

Tags: Allgemeines

22 responses so far ↓

  • 1 Weiterdenker // Feb 27, 2008 at 14:25

    Nun, wenn Herrn Winkler so viele Mißstände einfallen - wäre es dann nicht an der Zeit, selbst einmal zu kandidieren, um diese dann abzustellen?

  • 2 Wigbold // Feb 27, 2008 at 14:30

    Was bisher geschah: Herr Winkler hatte letzte Woche T-Konten mit Buchungssatz plus Welterklärung zu einem sehr aussagekräftigen und präzisen Ganzen zusammengefügt. Eine beginnende Rekonvaleszenz von der Verausgabung nach dem grandiosen Lauf von vor drei Wochen war zu beobachten. Commerzbank, Dresdner, Deutsche und HypoVereinsbank hinterließen eine Schneise der Vernichtung, Winkler empfahl derweil den Besitzern einsturzgefährdeter Häuser eine Tonne Sand ins Wohnzimmer zu kippen, um darauf ein Kartenhaus zu errichten, riet aber wohlweislich ab, monatelang Zahnschmerztabletten zu schlucken. Ein Aquarium hingegen solle man, eingedenk Winklers Kenntnis der Kunstszene, gern über die Kartenhäuser stülpen.

    Nach erfolgtem Zahnarztbesuch konnte das Kartenhaus dann weiter wachsen. Als an dieser Stelle Angela Merkel ins Spiel kam, erwuchs aus dem übergroßen und fragilen Gebilde eine schwere Depression. Kein Wunder, daß Deutschland für den kommenden Hurrikan ganz schlecht gerüstet war! Sogar die große Koalition in Berlin, so Winklers Sorge, könne letztlich beschädigt werden. Insgesamt waren es letzte Woche wieder sehr nachvollziehbare Gedanken.

    Das ließe sich anhand der Aussagen zu Winklers Steckenpferd, der Beschreibung kommunalpolitischer Gegebenheiten in Würzburg und Mainfranken im speziellen und darüber hinaus sogar ganz Bayerns, zwar mit Sicherheit auch sagen, aber für eine echte Würdigung fehlt mir hier einfach die Detailkenntnis Winklerscher Prägung. Speziell bei x- und y-Achsen (Ethik und Einbildung) bin ich mit den fränkischen Verhältnissen nicht sehr vertraut. Daß die dritte Dimension Zeit am Ende zu panaschierten Wahlzetteln kumuliert, werden außerhalb Würzburgs („Weinfaß an der Zeitachse“, Eigenwerbung) nicht alle so sehen.

    Professionell als Schüler in Winklers Welt wie auch persönlich als Nichtwähler im allgemeinen und demokratischer Parteien im besonderen bin ich zudem etwas irritiert, daß Herr Winkler (CSU) am Sonntag zur Wahl zu schreiten wünscht, um so Würzburgs Schicksal in den vor seinen Bewohnern liegenden sechs entscheidenden Jahren mitzuprägen. Aber gut, wir haben alle unsere Fehler, wie unlängst jemand sagte, der damit ja auch recht nah an der Wahrheit lag.

    P.S.: Herrn Winkler gebührt Anerkennung für seine bisher weitgehend zutreffende Prognose für 2008 (vom 27.12.2007). Zwar wurde Schell bisher nicht Bahnvorsitzender, aber Harald Schmidt trat auch nicht zurück. Auch ist Kurt Beck robuster als von manchen bis Sonntag verbreitet. Der Rest stimmt eigentlich. Ab März wird’s spannend.

  • 3 Dani // Feb 27, 2008 at 14:32

    ^^Das sollte er wohl mal wirklich machen !

  • 4 Hans Kraft // Feb 27, 2008 at 14:44

    @Weiterdenker
    Nichts gegen Michael Winkler, aber das liegt (leider) in der Natur des Menschen, es wird viel geschimpft, aber ändern will keiner was.

  • 5 OD!N // Feb 27, 2008 at 14:45

    @weiterdenker: nein danke, mir ist es lieber wenn herr winkler ein ehrlicher mensch mit idealen bleibt.

  • 6 wolzow // Feb 27, 2008 at 15:02

    Dieser Artikel ist ja noch harmlos in Bezug auf politische Einfältigkeiten, werfen wir doch mal ein Blick an die mitteldeutsch-ostdeutsche Grenze bei Löcknitz:
    http://www.spiegel.de/img/0,1020,1108077,00.jpg
    Die Geschäfte der Wohnungsverwaltungsgesellschaft laufen so gut wie noch nie. “Kein Leerstand”, freut sich die Geschäftsführerin Maria-Theresia Odendall. “Unsere 1300 Wohnungen sind alle vermietet.”

    Es sind Polen aus dem boomenden Stettin, die in der ärmsten Region Deutschlands für neues Leben sorgen. Zu Beginn des Jahres 2005 hatten 35 Polen ihren ersten Wohnsitz in Löcknitz, ein Jahr später 97 und zu Beginn dieses Jahres schon 210.
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,537930,00.html

  • 7 Simplicius Simplicissimus // Feb 27, 2008 at 15:47

    Ich komme aus der Nachbarstadt. Bei uns ist es keinen Deut besser. Die politische Klasse ist anscheinend überall in Deutschland von gleich erlesener Qualität.

  • 8 nordpol // Feb 27, 2008 at 15:58

    Weiterdenker: Man sollte nicht so scheinheilig tun, als wäre das Geheimnis der jüdischen Herrschaft über uns nicht erkannt worden.

    Derjenige, der öffentlich für deutsche Interessen eintritt, derjenige wird seiner materiellen Existenz beraubt. Kaum ein Beamter oder Unternehmer kann es sich leisten, sich in einer Skandalmeldung als “Neo-Nazi” wiederzufinden. Geschweige denn, daß die Politverbrecher im Stadtrat eine deutschfreundliche Politik tolerieren dürften. Wenn es hart auf hart geht, kennen die Hintermänner der Fremdherrschaft kein Recht und keinen ethnischen Norm.

    Meine Wut über die Kollaburateure aus meinem Volk ist so ungeheuer groß. Der Blitz soll jedem Volksverräter beim Scheißen treffen.

  • 9 Beobachter aus Deutsch Südwest // Feb 27, 2008 at 16:20

    Unser Weiterdenker ist auch so ein Wanderpokal:
    Reps, NPD, DP und noch viel mehr. Er scheint sich im Moment wieder den Reps. anzunähern, oder macht er doch bei dem Projekt “Die Rechte”mit. Stefan Wollenschläger und Claudia Wiechmann sind ja alte Bekannte von ihm.
    Gott sei Dank hat es dieser Politclown bisher noch zu keinem Mandadt gebracht.
    Beobachter

  • 10 Karl Stülpner // Feb 27, 2008 at 17:07

    Genau so ist es Recht, der Blitz sollte die Angelegenheit beenden. ER SOLLTE ALLE BEIM SCHEI?EN TREFFEN DIESE VOLKSVERRÄTER.Wann kommt entlich der Sommer?? Bitte Bitte schnell. Und dann ganz schnell nach Nordamerika. Volle Ladung.

  • 11 Meckerer // Feb 27, 2008 at 17:08

    Herr Winkler ist Mitglied der CSU?????? Was der dann in diesem Forum will???

  • 12 nordpol // Feb 27, 2008 at 17:13

    wolzow: “Es sind Polen aus dem boomenden Stettin, die in der ärmsten Region Deutschlands für neues Leben sorgen.”

    Stettin ??? Da gab es einmal ein RAD-Lager. Da fällt mir eine “nette”Geschichte ein:

    “Am Morgen des 16. Februar besetzte eine russische Abteilung das RAD-Lager Vilmsee bei Neustettin.
    Der Kommissar bedeute mir in gutem Deutsch, daß das Lager aufgelöst sei und daß wir als uniformierte Einheit sofort in ein Sammellager transportiert würden. Da ich als Brasilianerin Angehörige einer verbündeten Nation der Alliierten war, betreute er mich mit der Führung des Transportes, der nach Neustettin in den Hof einer ehemaligen Eisengießerei ging. Wir waren etwa 500 Maiden des weiblichen RAD. Der Kommissar behandelte uns sehr höflich und wies uns die Fremdarbeiter-Baracken des Werkes zu. Der angewiesene Platz war jedoch für alle zu eng, weshalb ich bei dem Kommissar vorstellig wurde. Er sagte, daß es ja nur vorübergehend sei, und daß ich in die Schreibstube kommen könnte, wenn es für mich zu eng wäre. Was ich gerne annahm.Sofort bedeutete er mir, keinen Kontakt mehr mit den anderen aufzunehmen, da diese Angehörige einer illegalen Armee wären. Meine Vorhaltung, daß dies nicht den Tatsachen entspräche schnitt er mit der Bemerkung ab, daß ich erschossen würde, wenn ich in irgend einer Form nochmals etwas ähnliches wiederhole.

    Ich hörte plötzlich lautes Geschrei und schon brachten zwei Rotarmisten fünf Mädchen herein. Der Kommissar befahl ihnen , die Kleider abzulegen. Als diese sich aus Scham widersetzten, hieß er mich, es ihnen zu tun, und mit ihnen ihm zu folgen. Wir schritten über den Hof zur ehemaligen Werksküche, die man völlig ausgeräumt hatte, bis auf ein paar Tische an der Fensterseite. Es war entsetzlich kalt und die Bedauernswerten zitterten. In dem großen, gekachelten Raume erwarteten uns einige Russen, die anscheinend sehr obszöne Bemerkungen machten; denn jedes Wort wurde mit lautem Lachen quittiert. Der Kommissar bedeutete mir, hinzusehen, wie man aus Herrenmenschen Jammerlappen mache.

    Nun kamen zwei Polen, nur mit einer Hose bekleidet, herein bei deren Anblick die Mädchen aufschrien. Rasch hatten sie die erste ergriffen und mit dem Rücken über die Tischkante gebogen, bis ihre Gelenke knackten. Ich war fast einer Ohnmacht nahe, als der eine das Messer zog und ihr die rechte Brust vor den Augen der anderen herunterschnitt.

    Dann hielt er einen Augenblick inne und schnitt die andere Seite ab. Ich habe noch nie einen Menschen so verzweifelt schreien hören wie dieses Mädchen. Nach dieser Operation stach er mehrmals das Messer in den Unterleib, was wiederum vom Johlen der Russen begleitet war.

    Die Nächste schrie um Gnade, doch vergebens, da sie besonders hübsch war, hatte ich den Eindruck, man tat das schaurige Werk sehr langsam. Die anderen drei waren ganz zusammengebrochen, sie schrien nach ihrer Mutter und bettelten um einen raschen Tod, doch auch sie ereilte das Schicksal. Die Letzte war noch ein halbes Kind mit einerkaum entwickelten Brust, ihr riß man buchstäblich das Fleisch von den Rippen, bis der weiße Knochen zum Vorschein kam.

    Wieder brachte man fünf Mädchen herein, diesmal hatte man genaue Auslese getroffen, alle waren gut entwickelt und hübsch. Als sie die Leiber der Vorgängerinnen sahen, begannen sie zu weinen und zu schreien. Mit schwacher Kraft versuchten sie verzweifelt, sich zu wehren. Doch es half ihnen nichts, die Polen wurden immer grausamer. Der einen schnitten sie den Leib der Länge nach auf und gossen eine Dose Maschinenöl hinein, das sie zu entzünden versuchten. Der anderen schob ein Russe in das Geschlechtsteil, bevor sie ihr die Brüste abschnitten.

    Ein großes Gejohle begann, als aus einer Werkzeugkiste eine Säge gebracht wurde. Jetzt zerriß man den übrigen Mädchen die Brüste damit, was in kurzem den Boden in Blut schwimmen ließ. Ein Blutrausch packte die Russen. Laufend brachte man Mädchen. Wie in einem roten Nebel sah ich das schreckliche Geschehen, immer wieder vernahm ich den unmenschlichen Aufschrei beim Martern der Brüste und das laute Aufstöhnen beim Verstümmeln der Schamteile. Als mir die Knie versagten zwang man mich auf einen Stuhl, der Kommissar achtete stets darauf, daß ich hinblickte ja, als ich mich erbrechen mußte, hielten sie sogar inne bei der Marterung. Ein Mädchen hatte sich nicht ganz entkleidet, es mochte auch etwas älter als die übrigen sein, deren Alter um siebzehn Jahren lag. Man tränkte ihren Büstenhalter mit Öl und entzündete dies, was gelang, und während sie aufschrie, trieb man ihr einen dünnen Eisenstab in die Scheide, bis dieser am Nabel heraustrat.

    Auf dem Hofe liquidierte man mit Knüppeln ganze Gruppen von Mädchen, nachdem man die hübschesten für diesen Marterraum ausgesondert hatte. Die Luft war erfüllt vom Todesgeschrei vieler hundert Mädchen. Doch angesichts dessen, was sich hier abspielte war der Totschlag draußen geradezu human. Es war eine furchtbare Tatsache, daß keines der hier verstümmelten Mädchen die Besinnung verlor.

    Jede erlitt die Verstümmelung bei vollem Bewußtsein.

    Im Entsetzen waren alle gleich in ihren Äußerungen; stets war es das Gleiche, das Betteln um Gnade, der hohe Schrei beim Schneiden der Brust und das Stöhnen beim Verletzen der Geschlechtsteile. Mehrmals unterbrach man das Morden, um das Blut herauszukehren und die Leichen wegzuschaffen.

    Am Abend fiel ich in ein starkes Nervenfieber. Von da an fehlt mir jede Erinnerung bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich in einem Lazarett erwachte. Deutsche Truppen hatten vorübergehend Neustettin zurückerobert und somit befreit. Wie ich später erfuhr, wurden in den 3 Tagen der ersten russischen Besetzung etwa 2000 Mädchen ermordet, die sich in der Umgegend in RAD-, BDM- und sonstigen Lagern befanden.

    http://www.wk-institut.de/250_G_Tag_der_Befreiung__8.Mai.1945.doc

  • 13 Daggi // Feb 27, 2008 at 17:41

    Vor der Wahl am Sonntag wächst die Unsicherheit, ob der Funke auf Gesamteuropa überspringen wird.
    http://www.iht.com/articles/ap/2008/02/27/europe/EU-GEN-Russia-Kosovo-Medvedev.php

    Manche streiten auch über die Wurzeln der Kandidaten. Ist es reiner Nationalbuddhismus oder war da sonst noch was?
    http://www.haaretz.com/hasen/spages/957003.html

    Wäre das dann gut oder nicht so gut, für wen und warum?

    Jedenfalls heißt er Medwedew (sprich: [Mjädwjädjef]).
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,538105,00.html

  • 14 Dike // Feb 27, 2008 at 17:56

    Herr Winkler CSU- Mitglied????? Das darf doch nicht wahr sein!

  • 15 wolzow // Feb 27, 2008 at 18:14

    @nordpol :
    Es sind die Worte des Spiegels, ich selbst glaube nicht an ein “boomendes” Stettin unter polnischer Besatzung. Hier stellt sich übrigens die Frage, warum kommen die Polacken nach Löcknitz, wenn doch Stettin so ein “Boomtown” ist.
    Nun dürfen sich die Polacken Dank EU-Gesetze dort niederlassen und können dann auch gleich ungestört ihrem tristen Tagwerk nach gehen…… siehe ihren Beitrag….nur heute eben ganz brd-legalisiert in Form von “Freudenhäusern” in denen dann narkotisierte deutsche HARTZ4lerinnen ihren neuen polnischen “Svodnik” bedienen dürfen.
    Löcknitz eine ehemalige deutsche Stadt
    http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6cknitz#Partnerst.C3.A4dte
    wird verpolackisiert.

  • 16 wolzow // Feb 27, 2008 at 18:15

    Ein ehemaliger Löcknitzer:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Bauer

  • 17 Wigbold // Feb 27, 2008 at 19:16

    Herr Winkler tut aber seit Jahren sein bestes, um aus der Partei des Claudia-Roth- und Michel-Friedman-Freundes Beckstein ausgeschlossen zu werden. Wahrscheinlich reicht es nicht, solange immer nur Winklers treuester Freund (c’est moi) bei Gelegenheit auf die wirklich interessanten Kapitel der Parteigeschichte hinweist, während Winkler sich vornehm auf Franken beschränkt, wo wegen der dort starken SPD von der CSU außer einigen alkoholbedingten Verkehrstoten nicht viel angerichtet werden konnte.

    Wie dem auch sei, bisher haben Kirchenaustritt, Wahlaufrufe zugunsten der zukünftigen bayerischen Führungspartei NPD und Strafverfahren wegen Volksverhetzung die Christsozialen wohl nicht zum Beendigen ihrer Abbuchungen bewegen können. Es wäre jetzt auch recht spät, so kurz vor dem Untergang.

    Der oben genannte Harald Schmidt sieht sich übrigens bei den Grünen.
    http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E245C757118C34398966858C9793AB6CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  • 18 Weiterdenker // Feb 27, 2008 at 20:31

    @Beobachter aus Deutsch Südwest :

    February 27th, 2008 at 16:20
    “Unser Weiterdenker ist auch so ein Wanderpokal:
    Reps, NPD, DP und noch viel mehr. Er scheint sich im Moment wieder den Reps. anzunähern, …”

    Da scheint wohl eine Verwechslung vorzuliegen: ich war bisher nur Mitglied einer der genannten Parteien und bin es noch. Der Nic ist nicht in allen Foren der gleiche. Aber ich weiß, wen Du meinst. ;)

  • 19 Wigbold // Feb 28, 2008 at 0:13

    Da wir heute so sehr bei der Politik sind: Eine alte Geschichte aus dem September letzten Jahres möchte ich doch endlich aus dem Weg räumen. Ich hatte Ihnen damals in Ihrem Amerikauntergangspranger lückenhafte Kenntnis des von Ihnen besprochenen Hauptwerks von Karl Marx unterstellt, in dem Sie entgegen Ihrer Behauptung gar keine Indianer o.ä. hätten finden können.
    http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-die-letzten-tage-von-amerika-260907_11377.html

    Nicht Sie, ich habe mich geirrt. Zwar kommen Indianer nicht mehr nicht mehr in Marxens Hauptwerk (Kapital - Band I und II), sehr wohl aber in dem Rohentwurf zu diesem (”Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie”, 1857/58) vor. Man muss sich in dem vergleichsweise sehr kurzen Werk stark nach unten pirschen, dann findet man mit gutem Auge die wilden Rothäute in ihren Jagdgründen und mithin in ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Sogar die Welt Kara Ben Nemsis wird dort en passant gleich mit erzählt. Ich gehe davon aus, daß Sie das auch gemeint hatten. Ich bitte nachträglich um Entschuldigung!

    http://www.mlwerke.de/me/me42/me42_375.htm

    Grundsätzlich aber gilt: Über Geld und Politik spricht man nicht. Wenn nächstes Mal also wieder etwas in Richtung Waffengeklirr und Schlachtgetümmel möglich wäre, wäre das schön.

  • 20 Wigbold // Feb 28, 2008 at 0:21

    Da wir heute bei der Politik sind: Eine alte Geschichte aus dem September letzten Jahres möchte ich doch endlich aus dem Weg räumen. Ich hatte Ihnen damals in Ihrem Amerikauntergangspranger lückenhafte Kenntnis des von Ihnen besprochenen Hauptwerks von Karl Marx unterstellt, in dem Sie entgegen Ihrer Behauptung gar keine Indianer o.ä. hätten finden können, was dieses von den Werken Karl Mays unterscheide.
    http://tinyurl.com/35q46r

    Nicht Sie, ich habe mich geirrt. Zwar kommen Indianer nicht mehr nicht mehr in Marxens Hauptwerk (Kapital - Band I und II), sehr wohl aber in dem Rohentwurf zu diesem (”Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie”, 1857/58) vor. Man muss sich in dem vergleichsweise sehr kurzen Werk stark nach unten pirschen, dann findet man mit gutem Auge die wilden Rothäute in ihren Jagdgründen und mithin in ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Sogar die Welt Kara Ben Nemsis wird dort en passant gleich mit erzählt. Ich gehe davon aus, daß Sie das auch gemeint hatten. Ich bitte nachträglich um Entschuldigung!

    http://tinyurl.com/2o5azc

    Grundsätzlich aber gilt: Über Geld und Politik soll man nicht sprechen. Wenn nächstes Mal also wieder etwas in Richtung Waffengeklirr und Schlachtgetümmel möglich wäre, wäre das schön.

  • 21 Wigbold // Feb 28, 2008 at 0:36

    Mit dem “vergleichsweise sehr kurzen Werk” ist das oben angehängte kurze Kapitel über “Epochen ökonomischer Gesellschaftsformation” gemeint, nicht der gesamte Rohentwurf selbst. Und das “nicht mehr nicht mehr” ist keine doppelte Verneinung, sondern einfach versehentlich doppelt. Aber egal, Sie verstehen was ich meine.

  • 22 Lütt Matten // Feb 29, 2008 at 19:28

    Da haben einige Wissenschaftler doch nunmehr festgestellt, dass die Erde tatsächlich von zwei Monden, und nicht, wie bislang angenommen wurde, nur von einem Mond umkreist wird. Und da fragen sich die Würzburger natürlich: “Und hinter welchem leben wir jetzt?”

    Mit besten Grüßen von der Waterkant!!

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