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Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Mission erfüllt

July 2nd, 2004 · Post your comment (No Comments)

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Schwere Zeiten für Bush und Rumsfeld: Der Irak geizt mit Massenvernichtungswaffen. Der irakische Widerstand verweigert sich dem Segen von Freiheit und Demokratie. Und dann tauchen auch noch entwürdigende Aufnahmen irakischer Gefangener auf, bloßgestellt und mißhandelt durch US-Soldaten. Die Weltgemeinschaft ist empört. Derweil gehen US-Firmen im Irak munter ihren Geschäften mit Öl, Wiederaufbau und privaten Militärdienstleistungen nach. Für sie jat die Bush-Regierung ihren Zweck erfüllt und kann sich beruhigt abwählen lassen.

In Amerika herrscht Wahlkampf. Die Bush-Männer machen nicht den Eindruck, als würden sie gesteigerten Wert auf eine Wiederwahl legen. Die Altherren-Riege um Vize Cheney blinzelt Richtung Ruhestand. Die Firmen-Lobbyisten haben ihr Soll erfüllt. Halliburton, Bechtel, Carlisle & Co haben ihre Aufträge in der Tasche. Die wiegen schwerer als ein ruinierter Ruf. Die militärische Abschirmung beim Anzapfen der Öl- und anderen Geldquellen kann auch die irakische Armee unter Führung von Saddams Ex-Generälen leisten. Bei allen Problemen war die Mission zumindestens wirtschaftlich von Erfolg gekrönt. Da hat sie zielsicherer eingeschlagen als alle auf Bagdad verschossenen „cruises missiles“.

Was jetzt noch an Skandalen abgeliefert wird, läßt sich beim unbedarften George W. abladen. Der wirkte zuletzt hilf- und ratlos. Derart angeschlagen scheint er nicht einmal in der Lage, sich die von seinen Beratern tagelang ausgetüftelten Ausweichphrasen auswendig zu merken. Auch seine Truppen im Irak fallen nicht gerade durch Einfallsreichtum auf. In der Rebellenhochburg Falludscha haben sich amerikanische Scharfschützen verschanzt, sogenannte „sniper“. Sie schießen auf alles, was sich bewegt. Bei Bedarf auch auf alte Leute und Krankenschwestern. Im Irak dürfen sie das. Andere Länder - gleiche Sitten - andere Gesetze, sprich Kriegsrecht. In den USA bekämen sie dafür die Todesstrafe. Im Irak heimsen sie Orden ein. Amerikas Hecken bleiben sauber. Amerikas Autofahrer brauchen nicht zu fürchten, beim Tanken hinterrücks abgeknallt zu werden. Aus den Augen, aus dem Visier. Damit die „sniper“ ihre Stellung nicht mit dem Abzug der übrigen US-Truppen verlassen, privatisiert man sie kurzerhand. So geraten US-Regierung und Militär wenigstens aus dieser Schußlinie. Wer an mehreren Fronten gleichzeitig aktiv ist (hier Irak, Presse, Wahlkampf) läuft Gefahr, sich aufzureiben.

Alexander Klein

Quelle: www.npd.de



Tags: Allgemeines

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