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Mitgliederschwund bei den etablierten Parteien

14:30 · Post your comment (No Comments)

Den großen Parteien laufen nicht nur die Wähler davon sondern auch die Mitglieder. Außerdem drohen sie zu vergreisen. Das ergibt sich aus einer Studie des Politikwissenschaftlers Oskar Niedermayer von der Freien Universität Berlin.

Ende 2003 waren fast 46 Prozent der CDU-Mitglieder über 60 Jahre, zehn Jahre zuvor waren es nur 32 Prozent. Ende 1998 lag dieser Anteil unter 40 Prozent. Noch viel schlimmer entwickelt sich die Vergreisung bei den Sozialdemokraten. Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil der über 60 jährigen von 40 Prozent auf über 42 Prozent. Vor zehn Jahren war nur ein Viertel der SPD-Mitglieder über 60 Jahre alt. Die Lage ist bei der CSU in Bayern nicht anders. Nur die Freien Demokraten haben bessere Zahlen aufzuweisen. Da ist nur etwa ein Drittel der Mitglieder 60 Jahre und älter. Eine Partei der Greise ist vor allem aber die PDS, die Partei also, die bis 1990 SED hieß und den DDR-Terrorapparat steuerte. Hier sind bereits zwei Drittel der Mitglieder älter als 60 Jahre.
In allen Parteien mit Ausnahme der FDP stagniert der Anteil der Parteimitglieder, die jünger sind als 29 Jahre.
Bei der SPD beträgt er knapp fünf Prozent, bei der CDU etwas mehr als fünf Prozent und bei der CSU knapp sechs Prozent. Bei der FDP liegt der Anteil der Jungen bei knapp zwölf Prozent. Niedermayer schlußfolgert aus diesen Zahlen, daß dadurch die Modernisierungsfähigkeit der Parteistrukturen sicher nicht gestärkt werde.

Auch im Jahr 2003 hielt der Mitgliederschwund der Parteien an. Die Sozialdemokraten verloren 6 Prozent ihrer Mitglieder, in Nordrhein-Westfalen waren es sogar sieben Prozent, was sicher mit der sogenannten Reformpolitik des Bundeskanzlers zusammenhängt. In den fünf neuen Bundesländern haben gerade mal 25.000 Bürger das Parteibuch der SPD in der Tasche, das ist weniger als im kleinen Saarland, wo es 30.000 Mitglieder gibt.

Die CDU verlor in Mecklenburg-Vorpommern sechs Prozent ihrer Mitglieder und in Berlin fünf Prozent, während sie in Hamburg sechs Prozent hinzugewann. Insgesamt kehrten ein Prozent der Mitglieder der CDU den Rücken. Bei der FDP waren es zwei Prozent, die mit der Partei nichts mehr zu tun haben wollen. Die höchsten Verluste hatten die Liberalen in Mecklenburg-Vorpommern mit 7 Prozent und in Sachsen mit sechs Prozent zu verzeichnen. Bei den Grünen ist die Entwicklung gemischt. Während sie in Brandenburg und Bremen mit zehn beziehungsweise sechs Prozent zulegten, hatten sie in Hessen und Niedersachsen knapp zwei Prozent weniger Mitglieder.

Vergreisung, Mitglieder- und Wählerschwund, daß sind deutliche Zeichen dafür, daß das bisher sorgfältig gehütete Monopol der etablierten Parteien zu bröckeln beginnt. Wir sollten das nicht aufhalten und alles tun, diese Entwicklung zu beschleunigen. Es kann nur im Sinne einer vernünftigen und neuen Politik in Deutschland sein, wenn die Legitimation der Politiker in Frage gestellt wird, die ihre höheren Weihen an der Ostküste der Vereinigten Staaten erhalten und entsprechende Gegenleistungen erbringen müssen. Für Deutschlands Freiheit wäre es ein gewaltiger Schritt nach vorne.

Frank Schwerdt

www.NPD.de

Tags: Allgemeines

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