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Nationale Demo am 27. Mai in Neubrandenburg (15.03.06)

March 15th, 2006 · Post your comment (1 Comment)

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Neubrandenburg / Mecklenburg: Wie der NORDKURIER gestern mitteilte, soll am 27. Mai wieder eine nationale Demonstration in Neubrandenburg stattfinden. Wie es heißt, kommt der Anmelder aus Neustrelitz, was den Schluß nahe legt, daß diesmal die Initiative seitens der Mecklenburger Aktionsfront (MAF) ausgeht und nicht wie sonst üblich, vom Sozialen und Nationalen Bündnis Pommern (SNBP). Der Endeffekt dürfte jedoch der gleiche sein. Darüber hinaus zeigt die Herkunft der Anmeldung, daß es inzwischen endlich auch vor Ort Strukturen gibt, die so etwas allein in die Hand nehmen können, ohne daß man dabei auf Hilfe von außerhalb angewiesen ist. - Motto der Demonstration “SPDPDSCDU Außer Spesen nichts gewesen - Schwerin wir kommen”.

Wie es heißt, führt die Demonstrationsroute durch das Vogelviertel und den Reitbahnweg. Anlaß für den NORDKURIER die Stirn mal wieder in politisch korrekte Falten zu ziehen, um darüber zu unken, daß die NPD bei den letzten Bundestagswahlen gerade im Reitbahnweg Stimmenzuwachs verzeichnen konnte. Namentlich genannt wird das Bürgerhaus Am Weidegang, wo die NPD 8,3 Prozent der Stimmen erzielen konnte. Im Ganzen liegt uns das Wahlergebnis für Neubrandenburg zwar nicht vor, doch schätzen wir es mal so bei vier oder fünf Prozent. In jedem Fall dürfte der Prozentsatz ausreichend sein, um bei der nächsten Kommunalwahl eine nationale Fraktion in die örtliche Stadtparlament zu entsenden, vorausgesetzt natürlich, es bleibt in Neubrandenburg nicht nur bei einer einzelnen Demonstration im Jahr, sondern auch genügend vorzeigbare Leute für eine vorzeigbare Basisarbeit, die freilich schon etwas schwieriger ist, als die alljährlichen Schaufensterveranstaltungen.

Interessant in diesem Zusammenhang auch die Wortwahl dessen sich der NORDKURIER bedient, um es den bösen Neonazis mal so richtig zu zeigen. So lesen wir: „Rechtsextreme wollen die Viertorestadt erneut als Aufmarsch-Gebiet missbrauchen.“ Wären wir Brechts lesender Arbeiter, so würden wir jetzt fragen, was denn der richtige Gebrauch wäre, denn immerhin tun diese Leute nichts anderes, als ihr verfassungsmäßig zustehendes Recht auf Demonstrationsfreiheit in Anspruch zu nehmen. Sollte gerade der NORDKURIER als Fan des Grundgesetzes damit Schwierigkeiten haben? Doch lesen wir weiter.
„Immer wieder in den vergangenen Jahren war Neubrandenburg allen Protesten zum Trotz von den Rechtsextremen heimgesucht worden. Der letzte Aufmarsch am 1. Mai 2005, der die Stadt über Stunden lahm legte, war der fünfte insgesamt.“

Der NORDKURIER übersieht an dieser Stelle, daß es nicht so sehr die nationale Demonstration war, die den Verkehr etwas einschränkte, sondern die längst nicht den Erwartungen ihrer Organisatoren entsprechenden Gegenveranstaltungen, an denen zudem nur ein Bruchteil von dem teilnahm, was man im Nachhinein auch nur ansatzweise als Querschnitt der Neubrandenburger Bevölkerung hätte verkaufen können. Wie schon bei den Demonstrationen zuvor handelte es sich auch hier wieder einmal lediglich um eine Auseinandersetzung zwischen rechter Szene aus der Region und dem Land sowie dem städtischen Parteienproporz und seinen Antifa-Schlägern. Die eigentliche Bevölkerung hielt sich vom eigentlichen Treiben beider Seiten nahezu gänzlich fern und fungierte überwiegend in der Rolle eines Beobachters, dem im Grunde genommen beide Seiten gegen den Strich gehen, ohne daß er eine Idee hätte wie es anders laufen könnte.

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Nationale Demo in Neubrandenburg am 1. Mai 2005

Wir gehen davon aus, daß sich das gleiche Schauspiel mit den nahezu gleichen Darstellern auf beiden Seiten wie sonst auch am 27. Mai wiederholen wird.

Siehe auch
Nordkurier-Neubrandenburg 14.03.06

Tags: Allgemeines

1 response so far ↓

  • 1 wotan // Feb 21, 2008 at 11:44

    Ihr seid wirklich das letzte.

    ohne Gruss

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