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Nationaler Beobachter Sachsen-Anhalt: Wolmirstedt: ein Krankenhaus, eine Bürgerinitiative und eine Wahl – Demokraten auf Stimmenfang (16.08.09)

August 16th, 2009 · Post your comment (4 Comments)

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„Fürchtet es nicht, wenn die Meute aufschreit, denn nichts ist so gehasst und gefürchtet wie die Wahrheit!“ (Theodor Fontane)

„Es sind mal wieder die Rechten (…) Sie wollen sich überall dort einmischen wo es um die sozialen Belange der Bevölkerung geht (…). Im Gegensatz zu den Rechten arbeitet die Bürgerintiative Pro-OK-Klinikum nicht mit hohlen Phrasen, sondern mit Aktionen im Bündnis mit allen demokratischen Kräften.“ So stand es dereinst – kundgetan durch besagte Bürgerinitiative – in der hiesigen Lokalzeitung.

Weit über zwei Jahre ist es mittlerweile her, als durch die breite Öffentlichkeit des Ohrekreises der Verkauf des ehemaligen Wolmirstedter Kreiskrankenhaus heiß diskutiert wurde. Schnell formierte sich Protest aus breiten Schichten der Bevölkerung.

Eine weitere Einschränkung der schon wesentlich zurück gebauten Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen bzw. die Befürchtung einer vollständigen Schließung des Krankenhauses wurde schon damals erwartet. Schnell fand sich vor dem Hintergrund der großen Resonanz eine Bürgerinitiative – laut Selbstdarstellung „völlig überparteilich“ – zusammen, um die Bedenken der Bevölkerung zu bündeln. Eine großangelegte Unterschriftenaktion zum Klinikverbleib in kommunaler Trägerschaft lief rasant im August 2006 an und endete schließlich mit einer nach eigenen Angabe gesammelten Unterschriftenzahl jenseits der 10.000 er Marke.

Zu argen Reaktionen seitens der Bürgerinitiative, die vordergründig von lokalen PDS-Angehörigen in Zusammenarbeit mit einer Wolmirstedt Bundestagsabgeordneten (SPD) getragen wurde, kam es, als nationale Aktivisten das Thema aufgriffen und verstärkt ihre Ansichten unter das interessierte Volk streuten.

Fast gebetsmühlenartig distanzierte man sich öffentlich immer wieder, betonte wie bereits geschildert die demokratische Grundausrichtung der Initiative und zudem deren Überparteilichkeit (dies vor dem „Gespenst“ einer NPD-Kampagne).

Außen vor blieb bei der Argumentation der Initiative in weiterer Folge jedoch, dass der Klinikverkauf bereits auf einer Kreistagsitzung im Dezember 2006 abgesegnet wurde – zu diesem Zeitpunkt sammelte man noch eifrig Unterschriften! Ein Antrag auf die Durchführung eines Bürgerbegehrens (dafür die gesammelten Unterschriften) wurde jedoch erst Ende Februar 2007 gestellt. Aus welchen Gründen auch immer…

Wenige Wochen später – im März 2007 – zeigte sich die „Überparteilichkeit“ und der Hintergrund des gesamten Spektakels erstmalig deutlich, als plötzlich in Wolmirstedt nahezu sämtliche Akteure besagter Bürgerinitiative aktiv in den Wahlkampf zur Kreistagswahl 2007 eingriffen. Merkwürdig mutete an, dass ihre Partei (Die Linke) überall in dunkles rot getünchte Wahlplakate gegen die Privatisierung von öffentlichem Eigentum anbrachte. Plötzlich war das Thema und damit indirekt das Schicksal des Wolmirstedter Krankenhauses Hauptargumentationsfeld für den beginnenden Kreistagswahlkampf der Linken!

Da sich auf Dauer Schlechtigkeit und Verlogenheit nie auszahlen, blieb das Wahlergebnis und die für Die Linke so wichtige Beteiligung am neuen Kreistag Börde mit 16,7 % eher ernüchternd.

Fortlaufend verstummten auch die Töne der Bürgerinitiative zunehmend. Vom nunmehr privatisierten Krankenhaus wurde nach der Bekanntgabe fast sensationeller Neubaupläne (ein Ärztehaus mit vielen Schwerpunktpraxen etc.) der Hauptteil abgerissen. Der Neubau sollte Ende 2008/Anfang 2009 stehen – heute ist das von einem wackligen Bauzaun umgebene Gelände von hohem Unkraut verwachsen. Von Bauarbeitern weit und breit keine Spur herrscht Bewegung lediglich zweimal wöchentlich in der direkt neben dem Krankenhaus untergebrachten Essenausgabe für Hartz IV Empfänger.

Vor dem Hintergrund der dargelegten Ereignisse und dem aktuellen Zustand unseres Krankenhauses werden örtliche Widerstandskämpfer – wohlbedacht im Vorzeitraum der Bundestagswahl – vermehrt die Bevölkerung auf die Umtriebe der damaligen Akteure hinweisen um den trüben Grund ihres widerlich anmutenden demokratischen Weihwassers aufzuwirbeln. Wir berichten….

Quelle: Nationaler Beobachter Sachsen-Anhalt 15.08.09



Tags: Allgemeines

4 responses so far ↓

  • 1 Kampfgruppe Bitterfeld // Aug 16, 2009 at 9:01

    Ja, ja die Zauberlehrlinge.
    Nun üben sie ihre Überfälle ersteinmal bei ihrem …*.

    *Bißchen flexibler im Ausdruck mußt du schon sein, ist hier kein rechtsfreier Raum. – Die Schriftleitung

    Ach da fällt mir ein, heute beten, oder was evangelische Juden so nennen, alle ihre Kirchen/-gänger für ihren inhaltlichen Ursprung.
    Und wie heißt der ?
    Richtig: ISRAEL!

    Wir lernen, ein BRD-Christ (evangelisch) vereint alles in sich, Rassist, Zionist, Gottesstaatler und natürlich Christusverleugner.
    Tiefer kann man kaum noch sinken.

    Die SPD/CDU-Bonzen waren natürlich besonders früh in ihren Kirchen.
    Soetwas sind Pflichtveranstaltungen.

  • 2 Frage an die Schriftleitung // Aug 16, 2009 at 12:46

    Bezüglich dieser Aussage:

    “*Bißchen flexibler im Ausdruck mußt du schon sein, ist hier kein rechtsfreier Raum. – Die Schriftleitung”

    habe ich eine mal eine Frage, über die ich schon immer mal nachgedacht habe:
    Soweit mir bekannt ist, steht Euer Server in den JEWSA und der Altermedia-Betreiber in der BRD ist offiziell unbekannt. Was hindert Euch letzlich daran, alles zu veröffentlichen, wie es kommt?*

    *Unser guter Geschmack und ein bißchen Sinn für sprachliche Ästhetik. – Die Schriftleitung

  • 3 Frage an die Schriftleitung // Aug 16, 2009 at 13:30

    Hat also mit dem vorgebrachten Rechtsargument garnix zu tun?

    Doch auch, sagen wir mal ein bißchen. Man kann doch nicht einfach so jemanden einen Oberterroristen nennen. Wo bleibt denn da der Anstand. Wenn es denn noch wenigstens so jemand wäre, aber doch nicht diese Null. Man kann sich durchaus auch etwas gepflegter ausdrücken und wo das nicht geht, da helfen wir eben ein wenig bei der Selbstfindung, selbstlos wie wir sind. Schließlich hat man ja auch sowas wie eine volkspädagogische Verpflichtung. – Die Schriftleitung

  • 4 Wolfgang Kieckbusch // Aug 17, 2009 at 9:10

    Und ausgerechnet die Nazi-Schwacken wollen und können das ändern . . .
    Als die Braune Pest das letzte Mal das Sagen hatte, war Deutschland
    und halb Europa in wenigen Jahren zerstört.
    Und was sagt euer neuer Führer, der seinen Vorgänger bis heute hin
    verehrt?
    *Das Reich ist unser Ziel – die NPD ist der Weg*

    Na dann – am 27.9. ist Zahltag.
    Zum Glück werdet ihr wieder ungenannt unter *Andere* verschwinden.
    Und das ist wirklich gut für Deutschland.

    Wolfgang Kieckbusch

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