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„Nur“ 22 Todesopfer zählen die neuesten Unruhen in Südafrika. Normalerweise sollte man annehmen, dass dies der BRD-Presse keine Zeile wert wäre, da ja selbst die viel näher gelegenen letzten Unruhen in Frankreich ihnen kaum der Rede wert erschienen. Südafrika ist seit Jahren ein extremer Unruheherd, auch wenn die neuesten Berichte nun bedarfsweise genau das Gegenteil behaupten und es zum „einwanderungsfreundlichen Land“ stilisieren.
Nach dem Spiegel, der gestern lediglich 10 Tote zu vermelden wusste, die aber dann wenigstens am lebendigen Leibe inmitten einer johlenden Horde verbrannt wurden, meldet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG „Mörderische Jagd auf Flüchtlinge und Zuwanderer in Südafrika: Bei fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburg sind nach einer ersten Polizeibilanz binnen einer Woche mindestens 22 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden.“ und ergeht sich in tränenersticktem Gejammer, dass die Unruhen aus den Slums nun auch andere Stadteile von Johannisburg erreichten.
Es soll hier keineswegs Hartherzigkeit gegenüber den geplagten Menschen demonstriert werden, aber randalierende Neger kennt der Europäer zur Genüge im eigenen Land und wird wohl kaum vor Mitleid zerschmelzen, angesichts 22 – von einheimischen Negern – getöteten eingewanderten Negern, hat doch der Großteil der Menschen noch die Negerhatz auf alles mit weißer Hautfarbe vor nicht allzu langer Zeit noch weitestgehend im Gedächtnis.
Hinzukommt ja auch noch die allgemeine Kenntnis darüber, wie gerade Einwanderer sich bestialisch gegenüber den Einheimischen zu benehmen belieben. Wer das Los der Indianer und Aborigines vergessen hat, gönne sich einfach einen gedanklichen Ausflug nach Israel und den Gazastreifen, wenn der Blick nach Berlin-Kreuzberg und anderen deutschen Städten zu weit erscheint.
Bleibt also – angesichts der Hunderte Tote täglich in Agfhanistan, Irak und anderen, von den USA verursachten Unruheherden – nur die Frage: „Wem nutzt es?“ Soll dem deutschen Michel aufgezeigt werden „Einheimische können auch anders als Ihr Traumtüten!“? Das wiederum ließe die Frage zu „Was haben die BRD-Büttel getan, dass die Presse sie jetzt zum Abschuss freigeben will?“
„Der Fremdenhass ist von fast allen politischen und gesellschaftlichen Lagern scharf verurteilt worden. Die Regierung ordnete eine Untersuchung an. Der Vorsitzende des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), Jacob Zuma, betonte mit Hinweis auf die Unterstützung, die der ANC zu Apartheidzeiten im Ausland erfahren hatte: »Wir können es nicht zulassen, dass Südafrika wegen Ausländerfeindlichkeit berüchtigt wird!«“ Warum sollte Südafrika einen Unterschied machen? Die Ausländerfeindlichkeit macht sich weltweit bemerkbar und sollte eher Anreiz dazu bieten, schnellstens in die jeweilige Heimat zurückzukehren, wo man Einheimischer ist. So könnte man ein weltweites Problem mit ein paar Flugzeugen, Bahnen und Autos bewältigen.
Siehe auch
Süddeutsche 20.05.2008




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