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Neuer Judengedenkstein in Löcknitz (28.12.05)

19:06 · Post your comment (No Comments)

Löcknitz / Vorpommern: In Löcknitz wurde am 22. Dezember wieder einmal ein Judengedenkstein eingeweiht. Am Festakt nahmen ca. 70 Personen teil, viele davon von außerhalb, angesichts der 3000 Einwohner des Ortes nicht unbedingt ein leuchtendes Beispiel projüdischer Gesinnung. Abgesehen davon demonstrierte die illustre Versammlung einmal mehr, daß die Anhänger solcher „Gedenkfeiern“ nahezu ausschließlich aus Vertretern des etablierten Parteienkartells, Kirchenfunktionären und einer Handvoll Gymnasiasten besteht, während das eigentliche Löcknitz diesem „Festakt“ eher mit Gleichgültigkeit beiwohnte.

Anlaß für das Brimborium um den Judengedenkstein ist die Tatsache, daß der Vorgänger des Steins vor zwei Jahren Gegenstand mehrerer Rowdyattacken geworden war, bei dem er einigen Schaden nahm. Für die Neuerrichtung, zu der auch noch eine 200 qm große Parkanlage gehören soll, will die Gemeinde insgesamt 42.000 Euro investieren. Ursprünglich kostete der Stein, einschließlich Renovierungskosten im Jahre 2003, noch etwa 3000 Euro. Doch scheint Löcknitz zu den Gemeinden zu gehören, in denen Geld keine Rolle spielt und man soziale Probleme nur vom Hörensagen kennt.

Einen Teil des Geldes erhofft man offenbar vom Verantwortlichen für den seinerzeitigen „Steinschlag“ zu bekommen, so meinte PDS-Bürgermeister Lothar Meistring: “Wir werden unsere Schadensersatzklage forcieren…, wir werden nicht zulassen, dass der rechte Zeitgeist bei uns Einfluss gewinnt…, wir wollen ein deutliches politisches Zeichen setzen.” Bislang bestand diese Zeichensetzung freilich nur in hehren Worten und einer Geldverschwendung bei der man sich fragt, ob man vor Ort wirklich keine anderen Sorgen hat.

Um dem Ganzen noch die richtige Weihe zu geben, trudelte dann auch noch ein Dankesschreiben von Landesrabbiner William Wolff ein, indem man huldvoll für den Kotau vor Ort dankte, gleichzeitig aber sinngemäß bedauerte, daß man keinen Betroffenheitsjuden vorrätig habe, den man als Anschauungsmaterial und Gegenstand öffentlichen Bedauerns nach Löcknitz schicken könne, so daß man mit der gewöhnlichen Gesinnungsjudenschaft aus der Region vorlieb nehmen mußte. Ein Manko für die Festivität stellte dies freilich nicht dar, da sich diese Klientel von den eigentlichen Sprößlingen des Stammes Israel eigentlich nur noch in ihrem absoluten Mangel an Rückgrat und Selbstbewußtsein unterscheidet.

Ob der neue Stein gegen allzu leidenschaftliche Liebkosungen von Seiten der Löcknitzer Bevölkerung versichert ist, entzieht sich unserer Kenntnis.

Siehe auch
Nordkurier-Pasewalk 23.12.05

Störtebeker-Netz 02.11.05

Quelle: Störtebeker-Netz 28.12.05

Tags: Allgemeines

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