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| Wolfram P. Kastner |
Unlängst hatten wir ja wieder einmal Gelegenheit, über die nekrophoben Aktivitäten des linken „Aktionskünstlers“ Wolfram P. Kastner zu sprechen, der im Oktober, gemeinsam mit Gesinnungsgenossen, in Landsberg (bei München) einen Gedenkstein für den 1923 während des Ruhrkampfes von den französischen Besatzern erschossenen Leo Schlageter umgestoßen hatte. Darüber hinaus brachte man daneben eine Tafel an, auf der es in kaum zu überbietender Dümmlichkeit und geschichtsverfälschender Weise hieß: „Albert Leo Schlageter wegen rechtsextremer Terroranschläge 1923 hingerichtet. Von den Nazis zum Mythos ihrer Gewalt-Ideologie verklärt. Dieser Stein wurde mehrfach gestürzt und wieder aufgerichtet, 2006 symbolisch aus dem Fundament gekippt – als Denkanstoß. Denn den Totschlagworten folgte millionenfacher Mord.“ Dafür wurde gegen Kastner ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Doch ist Kastner seitdem nicht untätig gewesen. So dehnte er seine „Aktionskunst“ zum Volkstrauertag mal wieder nach Österreich aus. Dort ist Kastner kein Unbekannter, so hatte er bereits am Volkstrauertag des vergangenen Jahres auf dem Salzburger Kommunalfriedhof, u. a. mit der Brecht-Tochter Hanne Hiob, Kranzschleifen vernichtet, die an Gebinden angebracht waren, mit denen Kriegsveteranen ihre gefallenen Kameraden geehrt hatten. Auch in diesem Jahr gab es auf dem Salzburger Kommunalfriedhof eine ähnliche Aktion.
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Kastner selber aber war bereits schon im Oktober in Graz aktiv. Dort war es das Grab des 1934 im Verlauf des NS-Putsches gegen das Dollfuß-Regime umgekommenen SA-Sturmbannführers Hans Tita Probst Gegenstand ins Fadenkreuz seiner Aufmerksamkeit geraten war. Probst war seinerzeit als Regimegegner erschossen worden. Nach dem Anschluß Österreichs an Deutschland erhielt er wie viele andere Opfer des Dollfuß/Schuschnigg-Regimes, daß nebenbei bemerkt, gegen Sozialdemokraten und Kommunisten nicht minder gewalttätig vorgegangen war, wie gegen die Nationalsozialisten, ein Ehrengrab, das mit einem Hakenkreuz und dem Spruch „Er fiel für Großdeutschland“ verziert wurde. Erstaunlicherweise überlebte dieses Grabmal sogar die Besatzungszeit, ohne beanstandet zu werden, was in der Tat ein bemerkenswertes Ereignis ist, da man von dieser Seite gegen solche Gräber für gewöhnlich recht rigoros vorging und sie in den meisten Fällen sogar einebnete. Wenn das Grab von Probst diesem Schicksal entgangen ist, so vermutlich deshalb, weil er bereits 1934 ums Leben gekommen war, also außerhalb der eigentlichen NS-Zeit in Österreich. Vielleicht aber auch nur aus der Einsicht einiger nicht ganz so verbohrter Zeitgenossen, die es als unsinnig empfinden, selbst Tote im Nachhinein noch ideologisch und durch verspätete Bilderstürmerei bekämpfen zu wollen. Vielleicht.
Mehr als 60 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges scheint dieser harmlose Grabstein freilich die Gemüter politisch allzu überkorrekter Zeitgenossen nicht mehr ruhen zu lassen, befürchten sie doch offenbar das ein solcher Stein an den Grundfesten ihrer „Demokratie“ rütteln könnte. Anlaß für „Aktionskünstler“ Kastner mal wieder in Erscheinung zu treten. So brachten er und Gesinnungsgenossen am 18. Oktober am Grabstein Probsts eine Tafel an, auf der es hieß:
“Hans Tita Probst war Mitglied der in Österreich verbotenen SA und wurde im Juli 1934 als Teilnehmer am Putsch der Nazis im diktatorisch regierten Österreich erschossen. Vier Jahre später, als die österreichischen Nazis und ihre Helfer an der Macht waren, wurde seine Urne hier feierlich beigesetzt. Der rassistische Attentäter wurde als Held Großdeutschlands gefeiert.
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Vorkämpfer für die NS-Verbrechen verdienen keine Ehre. Hakenkreuz und Inschrift auf diesem Grabstein glorifizieren seit 68 Jahren die Nazi Gewalt. Der Verharmlosung von NS Verbrechen muss ein Ende gesetzt werden – rechtsextreme Ideologie und Gewalt dürfen nie mehr zur Herrschaft gelangen.“
Was Kastner unterschlägt ist, daß kurz vor dem NS-Putsch, die Sozialdemokraten in Österreich ebenfalls auf die Barrikaden gegangen waren und zwar im durchaus wörtlichen Sinne und in weitaus größerem Maße als die Nationalsozialisten im Juli 1934. So wird heutzutage gern übersehen, daß Österreich seit März 1933 ebenfalls diktatorisch regiert wurde und daß diese Diktatur Sozialdemokraten, Kommunisten und Nationalsozialisten gleichermaßen unterdrückte und bei Widerstand in Konzentrationslager sperrte. Diese Gleichbehandlung dürfte letztlich auch dafür gesorgt haben, daß der Anschluß von 1938 später so reibungslos vor sich ging, da das verkommene Regime niemanden mehr fand, der bereit war für seine Erhaltung zu kämpfen.
Wie es heißt, wurde das Hakenkreuz auf dem Stein bereits schon mal 1988 überklebt, später aber wieder freigelegt. Aufforderungen an die für den Friedhof zuständige Kirchendiözese gegen ein solches Grabmal einzuschreiten, wurden seinerzeit von dieser zurückgewiesen, weil sie dazu keine Einwilligung von Seiten der Familie hatte. Dazu heißt es von Seiten der für diese Grabschändung Verantwortlichen:
„…Das Argument es handle sich um ein Privatgrab, deshalb könne man nichts machen ist absurd, denn es gibt kein Recht auf das öffentliche Herzeigen von Hakenkreuzen. Vielmehr legt das Abzeichengesetz fest, dass Symbole aus der NS-Zeit nicht öffentlich gezeigt werden dürfen. Der Friedhof ist Eigentum der Stadt Graz und wird von der katholischen Kirche verwaltet. Wären die zuständigen Politiker und die Kirche ihrer Verantwortung nachgekommen, das Hakenkreuz zu entfernen, würde kein Gericht den Hakenkreuzgrabbesitzern rechtlichen Schutz gewähren. Wir verstehen unsere Textinstallation als einen Vorschlag, wie mit Geschichte und NS-Zeit umgegangen werden kann und fordern eine dauerhafte transparente Beschriftung des Grabsteins.“
Nun mag man ja über Hakenkreuze denken wie man will, aber eines ist wohl klar, wäre man gleich nach dem Krieg gegen solche Grabdenkmäler vorgegangen, so hätte man dies als Recht des Siegers dulden müssen und irgendwie verstehen können, jetzt aber mehr als 60 Jahre nach Kriegsende so zu tun, als ob von irgendwelchen Grabsteinen nahzu unbekannter Leute, deren einziges Verbrechen es ist, vor etlichen Jahrzehnten mal nicht die Ansichten gegenwärtiger Moralapostel vertreten zu haben, die Zukunft der „Demokratie“ abhänge, um sie unter diesem Argument zu schänden oder zu beschädigen ist einfach nur noch schäbig, aber durchaus zum Geist dieser Zeit passend.
Abgesehen davon, würde man die abstruse Logik von Kastner & Co. auch nur im Ansatz ernst nehmen, so müsste man auf die gleiche Weise gegen solche Monumente vorgehen, auf denen nach wie vor kommunistische Symbole zu sehen sind, brachte und bringt diese Ideologie doch weitaus mehr Elend über die Menschheit als der Nationalsozialismus. Eine Hand wäscht die andere?
Besser wär’s.
Siehe auch
Indynews 18.11.06 0:49
Humanistischer Pressedienst 24.10.06 12:07 Nr. 387
Quelle: Störtebeker-Netz 26.11.06
Nachtrag:
Ein “Fingerzeig” vom Rathaus Fulda (Hessen). Genosse Kastner bitte übernehmen.
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Das Bild wurde uns von Th. Brehl zur Verfügung gestellt. - Die Schriftleitung







13 responses so far ↓
1 Thomas Brehl // Nov 26, 2006 at 13:33
Bin nur mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis übereifrige Geschichtsdeuter auch das Hakenkreuz am Alten Fuldaer Rathaus entfernt sehen wollen. Es stammt zwar nicht aus nationalsozialistischer Zeit, sondern war das Zunftzeichen eines mittelalterlichen Steinmetzes.
Es wurde auch erst bei der Restaurierung des Gebäudes Ende der 70er Jahre wieder angebracht, als das Rathaus nach einem heiß diskutierten Stadtratsbeschluß wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wurde.
Aber für einen zeitgeistverseuchten Vergangenheitsbewältiger mit selbstgestelltem antifschistischem Auftrag ist natürlich klar, daß der mittelalterliche Steinmetz als einer der frühesten Vorreiter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gesehen werden muß und genau genommen sollte man sich auch auf die Suche nach seinem Grab machen, um es schleunigst einzuebnen, falls es noch vorhanden ist.
2 Hotzenplotz // Nov 26, 2006 at 13:47
Ich bin mir sicher, daß es für das Grab von Herrn
Kastner schon ein paar gute Vorschläge
gibt.
3 Wetekamp // Nov 26, 2006 at 14:25
Man sollte Herrn Kastner auf Asientournee schicken. Das gibt es so viele Hakenkreuze, daß er eigentlich einen Herzkasper kriegen müßte …
4 Germane // Nov 26, 2006 at 15:00
Seid gegrüßt!
Hier mal eine gute Seite zur nochmaligen Aufklärung zum Hakenkreuz!
http://www.swastika-info.com/
Germane
5 Lutz Merkel // Nov 26, 2006 at 15:18
Stichwort: Denkmale!!!
Auszüge WELT-online So 26.11.2006:
Geschundene Schinder: Vom Mut der einfachen russischen Soldaten
Die britische Historikerin Catherine Merridale setzt ihnen ein Denkmal.
UND DANN NOCH:
Dass sie sich als Sieger nicht selten barbarisch aufführten, muss man entschuldigen mit ihrem barbarischen Gegner. So sehen es noch heute auch die Nachgeborenen im besiegten Deutschland, die in Verwüstung, Vertreibung, Vergewaltigung die irgendwie gerechte Strafe erblicken.
ALLES KLAR???
http://www.welt.de/data/2006/11/25/1122261.html
6 bildad // Nov 26, 2006 at 18:52
” Neues vom Friedhofsmader Kastner”
Wenn es nicht so traurig wäre, wäre die Überschrift lustig.
7 bildad // Nov 26, 2006 at 19:00
Der Kastner soll sich mal mit Kernstockstraßenschilder beschäftigen, da hätte er noch viel zu tun.
” In Österreich wurden nach seinem Tod zahlreiche Straßen und Plätze nach Kernstock benannt. Nach dem Anschluss 1938 wurden vor allem das Hakenkreuzlied von den Nationalsozialisten zur Propaganda verwendet. Nach 1945 geriet er zunehmend in Vergessenheit. Teilweise wurden die Benennung von Straßen und Plätzen - oft erst nach längeren Debatten - rückgängig gemacht”
http://de.wikipedia.org/wiki/Ottokar_Kernstock
8 bildad // Nov 26, 2006 at 19:07
” An anderer Stelle dichtete er:
[...]
Bleib, edles Wien, der Himmel walt’s,
Des Deutschtums Zitadelle!
[...] ”
Naja Kernstock ist 1928 gestorben, der weiß nicht wie es heutzutage in Wien ist.
Die dritte Türkenbelagerung haben wir wirklich verloren.
9 Günter Kursawe // Nov 26, 2006 at 19:39
Die Taten von diesen “Aktionskünstler” sind gezielte Angriffe auf die Volksgemeinschaft und
mir erscheint es so, daß der Schutz der Toten des deutschen Volkes nicht mehr gesichert ist.
Als einen Grund sehe ich die Zerstörung moralischer Werte und deshalb nehmen Grabschändungen
zu. Grabschändungen sind zu verurteilen und müssen verfolgt werden. Mit mehr Respekt vor den
Toten würde es weniger Grabschändungen geben.
10 Baldur Nauheim // Nov 26, 2006 at 21:48
In welch geistiger Umnachtung müssen sich solche Menschen befinden?
Kämpfen gegen Geister die schon über 60 Jahre tot sind und im selben Moment geschehen überall auf der Welt die furchtbarsten Verbrechen. In KZs wird gefoltert und gemordet, Völker und Länder werden mit schonungslosen Kriegen überzogen, Frauen vergewaltigt und Kinder verstümmelt und umgebracht. Und all dies im Namen der Demokratie, der Freiheit und der Menschlichkeit, welche solche Figuren wie dieser Kastner predigen und verbreiten.
11 Elisa // Nov 27, 2006 at 0:57
das war bei uns zu lesen:
Der “deutsche” Scharlatan Wolfram Kastner hat wieder zugeschlagen:
Alle Jahre wieder vergeht er sich an Denkmälern des aufrechten Deutschtums. Seine pathologischen Aktionen sind allerdings weder intelligent noch originell noch mutig: Mit seinen abartigen Kumpanen schleicht er sich nachts auf unbewachte Friedhöfe und Denkmalstätten und macht sich an düsteren Orten zu schaffen.
Hierbei fühlt sich der verkommene Alkoholiker zumindest seinem Namen verpflichtet - Kast-ner. Gemahnt doch das Abschneiden einer Kranzschleife oder das Umstoßen eines hochgereckten Gedenksteins an gewisse Phobien, denen Kast-ner offensichtlich nachgeben muß.
Kast-ner unterliegt dem Wahn, das aufrechte Deutschtum kast-rieren zu müssen.
Ob dabei ein Taschentuch zum Einsatz kommt, wissen wir nicht.
Was wir aber wissen: Derlei Kreaturendasein hat ein baldiges Ende zu finden !
12 Freibeuter // Nov 27, 2006 at 3:46
Kastner und Konsorten sind Fälle für die forensischen Abteilungen der Psychatrie….oder zur Dauereinweisung in ein israelisches Kibbuz !
13 TodosAlemanesUnidos // Nov 27, 2006 at 19:44
@ Nauheim
“Geister, die schon über 60 Jahre tot sind”
Nach 60 Jahren gehen Wellen der Wiederholung über das Land, - dieses Prinzip wird bei dem alten Kulturvolk der Japaner “Kanreki” (Zyklen) genannt.
Zur Zeit wiederholen sich:
Entnazifizierung (vom individuellen Sauberkeits-Attest zur gesellschaftlichen Nachsäuberung per Geschichtsbild etc.)
Demontage (vom Abbau industrieller Güter und Lager zum gesellschaftlichen Abtransport des bruttosozialprodukt-gebundenen Firmeneigentums in ausländischen Besitz)
Vertreibung (von der individuellen Entheimatung zur gesellschaftlichen Entheimatung per sukzessiver Marginalisierung des Kernvolkes per Migration)
Vier-Zonen-Aufteilung (von der tatsächlichen Zerreißung des deutschen Staates auf die Vier Mächte zur gesellschaftlich-staatlichen Zerschlagung des Staates Deutschland innerhalb einer Euro-Zone mit politischen Direktiven aus Brüssel)
Weitere Vergleiche offenbart die Rückschau !
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