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Neulich in Anklam: NPD-Abgeordneter Michael Andrejewski schickt Bürgermeister in den Urlaub! (29.01.08)

January 29th, 2008 · Post your comment (16 Comments)

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Anklam/ Pommern: Hochmut kommt stets vor dem Fall. Im Juli 2004 tönte Michael Galander hinsichtlich des neugewählten Kreistags in dem sich seither auch die NPD befindet, in einem Interview mit dem Nordkurier: „Das Volk hat die NPD gewählt, und zwar deutlich. Ich werde mir nun ganz in Ruhe ansehen, wie die Mehrheiten im Stadtparlament organisiert werden, ob sich aus Altstrukturen heraus ein Block CDU/PDS bildet. Auch wenn es nun Stimmen gibt, dass man dem Galander das Leben schwer machen will: Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, überlebe ich auch dieses Parlament als Bürgermeister.“

Michael Andrejewski

Jetzt befindet sich der parteilose Bürgermeister erst einmal für drei Monate im „Urlaub“. Zu verdanken hat er das zwar nicht ausschließlich dem NPD-Kreistagsabgeordneten Michael Andrejewski – aber er hätte es verhindern können. Als in der vergangenen Woche in einer nichtöffentlichen Sitzung über die Beurlaubung des Stadtoberhauptes abgestimmt wurde, entstand unter den Abgeordneten zunächst ein Gleichstand. Die ausschlaggebende Stimme gab Michael Andrejewski –auch Landtagsabgeordneter und im Mai Landratskandidat im Kreis Ostvorpommern.

Ob Galander dieses Parlament überlebt, ist bislang noch nicht ganz klar. Dem Bürgermeister wird vorgeworfen sich im Zusammenhang mit Bauvorhaben der Untreue schuldig gemacht zu haben.

Michael Andrejewski gilt als einer der wenigen Lichtblicke im bisherigen Verlauf kommunalpolitischer Tätigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Im Mai kandidiert der Jurist zusätzlich für den Landrat. Auch wenn von einem Erfolg dieser Absicht nicht auszugehen sein dürfte, so schickt die NPD dennoch einen der aussichtsreichsten Kandidaten ins Rennen – anderen kommunalpolitischen Blindgängern wie dem Stralsunder Dirk Arendt hat die Partei den Antritt zur Bürgermeisterwahl hingegen untersagt.

Michael Galander

Die Beurlaubung Galanders widerlegt einmal mehr als deutlich das Argument NPD-Abgeordnete mit wenig Mandaten hätten ohnehin keinen Einfluß. Regelmäßig wird dieses Argument dann auch nur von solchen Personen angeführt, die dadurch lediglich ihre eigene kommunalpolitische Unfähigkeit kompensieren und entschuldigen wollen. Daß man sehr wohl auch mit nur einer Stimme im Parlament entscheidende Veränderungen herbieführen kann sieht man am Beispiel Anklam und einem Bürgermeister der in den kommenden drei Monaten viel Zeit hat. Ob es für Galander noch ein Zurück gibt, bleibt abzuwarten.

Siehe auch
Endstation Rechts 25.01.08

Nordkurier 31.07.04



Tags: Allgemeines

16 responses so far ↓

  • 1 Amadeus // Jan 29, 2008 at 14:41

    Nun wollte ich Altermedia vorschnell dafür tadeln absichtlich nicht auf eine entsprechende Meldung der NPD-MV verwiesen zu haben. Aber eine solche gibt es garnicht. War das vielleicht nicht wichtig genug um es für eine Erwähnung wert zu halten?

    Ansonsten ne gute Sache. Es geht auch mit wenig

  • 2 Eine andere Feldpostnummer // Jan 29, 2008 at 15:05

    Ein donnerndes HEIL für die Kameraden Hygienewski und Hr. X. – ein großer Artikel, ein toller Artikel, ich habe gerade aus dem Fenster geschaut und doch man muss sagen sehr viele Menschen – das sind die ersten Hamsterkäufer! Das System schwindet, die Welt wird brauner…

    MEINE FRESSE! Es gab eine Abstimmung und die NPD gab den Ausschlag, was wohl bedeutet dass die Person immerhin den Auftrag des Wähler durch Teilnahme honoriert, sicherlich nicht schlecht für NPD-Verhältnisse.

    Ansonsten, auch wenn ich kein Freund der Anglismen bin, – so what?

  • 3 jochen // Jan 29, 2008 at 15:41

    Das geschieht dem Strolch recht. Bravo, Herr Andrejewski. MV (nicht etwa Mayer-Vorfelder) wird mir immer sympathischer.

  • 4 Gott // Jan 29, 2008 at 17:02

    Mensch, da hat er es aber dem System mal so richtig gezeigt, der holde Recke!
    Hat er überhaupt richtig erfasst worum es ging, oder sein Stimmchen als “Potestwähler” in die Waagschale geworfen?

  • 5 1+1 // Jan 29, 2008 at 17:04

    Ein politischer und moralischer Erfolg auf kommunaler Ebene.
    So erkämpft man sich die positive Aufmerksamkeit der Nicht- NPD- Wähler.

  • 6 1+1 // Jan 29, 2008 at 17:11

    @Feldpost
    Ihr unsachlicher Abwertungsversuch kann getrost als Zeichen dafür gesehen werden, daß sie über diesen, wenn auch kleinen Erfolg, in Verärgerung geraten sind.
    Wann sind die Grünen das letzte Mal gegen Korruption und Betrug ins Felde gezogen? Als Joseph “Joschka” Fischer die Botschaft in Kiew anwies, deutsche Gesetze zu mißachten, um sich am Menschenhandel bereichern zu können? ;-)

  • 7 Schulle // Jan 29, 2008 at 19:28

    Gut gemacht,Kamerad Andrejewski!

  • 8 Tierfreund // Jan 29, 2008 at 21:15

    Ein Hoch auf den Landtagsiltis aus dem Schweriner Schloss. Da hat er doch glatt seinen ach so deutschen Namen kompensiert …

  • 9 Gott // Jan 29, 2008 at 22:29

    @1+1
    “…..Wann sind die Grünen das letzte Mal gegen Korruption und Betrug ins Felde gezogen?…”

    Sollte da man nicht erstmal in der eigenen Hütte anfangen, ich erinnere mich da an merkwürdige Finanzaktionen in der NPD.

  • 10 Reinhard // Jan 30, 2008 at 0:44

    Er stimmt mit der Merheit?
    Na dann 88, Sieg und was weis ich noch.

  • 11 1+1 // Jan 30, 2008 at 2:34

    @Gott

    Ich habe mit der NPD nichts am Hut, also muss ich nicht deren Dreck wegkehren.
    @Feldi ist allerdings, wenn ich mich recht erinnere, ein Grüner bzw. Sympathisant.
    ;-)

    “Sollte da man nicht erstmal in der eigenen Hütte anfangen,…”

    Ja, sollten die Betroffenen immer und zwar alle Menschen überall.

  • 12 griesgram // Jan 30, 2008 at 4:37

    Mal gespann, wann auf seinem Rechner die ersten Kinderpornos gefunden werden…

  • 13 Pawel // Jan 30, 2008 at 6:52

    Anklam? Oh my god.
    Wenn der arme Otto das gewusst hätte…
    Ach so: Leo for ever!

  • 14 Eine andere Feldpostnummer // Jan 30, 2008 at 11:27

    @1+1

    “Ihr unsachlicher Abwertungsversuch kann getrost als Zeichen dafür gesehen werden, daß sie über diesen, wenn auch kleinen Erfolg, in Verärgerung geraten sind.”

    Ihre Milchmädchenrechnung bezieht leider nicht mit ein, dass ich hier alle Artikel lese und mich ab und an schlicht darüber ärgere auf irgendeinen ultraboulevardesken Müll zu treffen, dass die NPD mit solchen Erfolgen bereits Propaganda macht stört mich nun so gar nicht, es ist doch eher bezeichnend.

  • 15 Tobias // Jan 31, 2008 at 20:11

    Lassen sich da keine Fotos von Michael Andrejewski finden , die ihn etwas vorteilhafter aussehen lassen?

    Erst recht, wenn man ihm schon ein gewisses Maß an Unterstützung zuteil kommen lassen möchte. Selbst, wenn es nur der örtlichen Nähe geschuldet sein mag…

  • 16 egon // Jun 29, 2009 at 16:24

    ich selbst habe die npd 3 stimmen gegeben
    und fnde das AUCH gut

    die ausländer werden immer mehr jetzt wohnen so gar polen schon in lassan !!!!!!!!

    sowas dürfte es nicht geben die sollen dahin
    zurück wo gott sie hin geschickt hatt

    ////(zurück nach uganda ))))))))))))//////

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