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NPD-Fackelzug zum Gedenken an Kriegsende in Demmin (10.05.09)

May 10th, 2009 · Post your comment (8 Comments)

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Demmin / Vorpommern: Mit einem Fackelmarsch erinnerte vorgestern abend die NPD an die « Befreiung » von Demmin durch die Rote Armee im Jahre 1945. Seinerzeit kam es zu einer der größten Massenselbstmordaktionen der Weltgeschichte. Mehr als 1000 Demminer wählten aus Furcht vor dem roten Terror, der die Stadt seinerzeit heimsuchte, den Freitod. Ein Ereignis das zu DDR-Zeiten totgeschwiegen wurde und auch nach der Wende nur eher zögerlich aufgearbeitet wurde.

Am Marsch nahmen zwischen 200 und 250 NPD-Anhänger teil.

In einer Meldung von ENDSTATION RECHTS heißt es dazu scharfsinnig
„…Der Zug, der eher an einen mittelalterlichen Pestumzug denn an eine politische Manifestation erinnerte, bewegte sich dann bis 24.00 Uhr hauptsächlich durch finstere Gassen der Hansestadt. …“
Eine Feststellung, die, trotz ihrer eigenwilligen Interpretation, angesichts der von den Demonstrationsanmeldern für einen Fackelmarsch nicht ungewöhnlich gewählten Demonstrationszeit jedoch nur bedingt erstaunen dürfte.

Versuche der Stadtoberen so etwas wie einen antifaschistischen Gegenpol zur NPD-Veranstaltung zu schaffen, zeitigten nur ein bescheidenes Ergebnis. So mochten, offiziellen Angaben zufolge, gerade mal 100 Bürger an einer sogenannten « Friedensandacht » in der Demminer Bartholomei-Kirche teilnehmen, zu welcher der Demminer Bürgermeister, seine Stadträte und der Landrat des Kreises, nebst der örtlichen Geistlichkeit beider christlichen Konfessionen in einer öffentlichen Protesterklärung aufgerufen hatten.

Einen noch ursprünglich geplanten « Gang » zum Barlachplatz, um dort der Kriegsopfer zu gedenken, ließ man dann letztlich mit dem Hinweis ausfallen, daß es ja anderntags ja auch noch eine offizielle Kranzniederlegung geben würde und man dann derlei Gedenkaktionen in einem Aufwasch erledigen könne. Von 25 Andachtsteilnehmern wird berichtet, daß sie im Anschluß an den Gottesdienst noch eine « Spontandemonstration » durchführten. Diese erinnerte zwar vielleicht nicht so sehr an einen mittelalterlichen Pestumzug, wohl aber an einem überaus moderne Narrenkavalkade von Leuten, die sich im Kalender geirrt haben und die den gestrigen Auftritt als verspätete, aber dafür umso politisch korrektere Fastnachtsposse auffaßten.

Siehe auch
Endstation Rechts 09.05.09

Nordkurier 09.05.09

Nordkurier Demmin 07.05.09
vor



Tags: Allgemeines

8 responses so far ↓

  • 1 invisibile // May 10, 2009 at 9:22

    Ihr wisst aber das der Stadt Demmin das Angebot gemacht wurde das sie freiwillig Kapituliert und die rote armee durchziehen lässt und dafür dann aber unbehelligt bleibt also das nicht geplündert verewaltigt etc. wird, doch was war mehrere Offiziere wurden von der Wehrmacht erschossen, die Brücken wurden gesprengt wärend schon Soldaten etc. auf diesen Rüberzogen und das darauf dann auch noch die rote armee geschossen wurde ist es nicht wunderlich das diese sich rächen und das NPD und konsorten so etwas wieder einmal instrumentalisiert ist jawohl klar, die rote armee wollte eig an demselben tag nach rostock….

    Aber das ist ja alles nicht war….wie war das mit dem bösen iwan?

  • 2 godzilla // May 10, 2009 at 9:50

    @Invisibile

    Lerne du mal richtiges Deutsch.

    HD

    euer godzilla

  • 3 ede-sudel // May 10, 2009 at 10:13

    Lieber kleiner invisibile,
    ab morgen gehst du aber mal wieder zur Schule, wenigstens ein klein wenig “schreiben deutsch ” lernen.
    Aber nicht überanstrengen, deine geistige Kapazitätist ist durch deinen Schrieb schon weit überschritten, oder hat dir Oma beim schreiben geholfen.
    Die kriegt wohl immer so glänzende Augen, wenn sie sich an ihre “Befreiung” durch die gut gebauten Sowjetsoldaten, erinnert.
    Ansonsten noch mehr kiffen und saufen, denken tut sowieso nur weh.
    Du willst ja schließlich ein guter BRDler werden!!

  • 4 Dr. Josef Göppel // May 10, 2009 at 10:59

    So wie die Pest den Tod brachte, so brachte auch die rote Armee den Tod.

    Also mag Endstation mit dieser Aussage bzgl. der Veranstaltung an ein Aussehen an einen mittelalterlichen Pestumzug nicht unrecht haben. Zumindenst wäre dies dann zutreffend.

    Pest= Tod; Rote Armee = Tod

  • 5 Arthur Schramm // May 10, 2009 at 15:00

    @invisible

    Längst widerlegte Räuberpistolen von kommunistischen Geschichtsverdrehern zu wiederholen, ist schon etwas dürftig.

    Auf diversen Seiten wurde ja auch wieder mal das Märchen vom bösen Apotheker herausgekramt.

    Daß der normale Bürger, welcher diesen Unfug schon andere 40 Jahre lang vorgebetet bekam, keine Lust hat einem Aufruf der korrupten Kommunalpolitiker zu folgen ist mehr als nachvollziehbar.

    Das einzig störende in Demmin an diesem Freitag war der völlig übertriebene Polizeieinsatz zu Lasten des Steuerzahlers. Bei entsprechender Ausbildung hätten 2 Einsatzwagen locker ausgereicht.

  • 6 Historiker // May 10, 2009 at 17:02

    Invisible, wenn du auch nur einen Hauch von Respekt vor menschlichem Leben hättest, würdest du deine blutroten Geschichtslügen endlich unterlassen. Du glaubst auch bestimmt bis heute an die “friedliebende Sowjetunion” und ihre Märchen. Während des Vormarsches der roten Mörderbande war es gleichgültig, ob sich eine Stadt ergeben hat oder nicht. Das Programm war immer das gleiche: Vergewaltigung, Mord, Raub. Unter diesem Programm hatten übrigens auch deutsche Genossen zu leiden, die tatsächlich dachten, befreit zu werden. Lies mal Lew Kopelew (Aufbewahren für alle Zeit!), vielleicht kann dich das heilen (falls da noch was zu retten ist). Dieser Kommunist hat alles Leid als Augenzeuge erlebt und die Sowjetarmee später als Verbrechertruppe angeklagt.

    “Im Jahre 1941 meldete er sich als Freiwilliger zur Armee, wo er wegen seiner guten Deutschkenntnisse zum „Instrukteur für Aufklärungsarbeit im Feindesheer“ wurde. Er nahm in dieser Funktion an verschiedenen Schlachten des Krieges teil, so unter anderem an der Schlacht um Moskau oder der sowjetischen Sommeroffensive mit dem Namen Operation Bagration. Während des Einmarsches der Roten Armee nach Deutschland im Januar 1945 wurde er Zeuge zahlreicher Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung Ostpreußens, die ihn zutiefst erschütterten und ein starkes Gefühl der Scham in ihm auslösten. Mit seinen Versuchen, weitere Gräueltaten zu verhindern, erntete er nur Unverständnis und Feindseligkeit bei seinen Kameraden und Vorgesetzten und wurde wegen ‘Propagierung des bürgerlichen Humanismus, Mitleid mit dem Feind und Untergrabung der politisch-moralischen Haltung der Truppe’ zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt.”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lew_Sinowjewitsch_Kopelew

  • 7 Miraculi // May 11, 2009 at 4:39

    Wie (Kriegs- u. Nachkriegs-)Gräuel-Propaganda heutzutage durch die System-Medien (”Stern”, “FAZ” u.a.) zu “FAKTEN” mutieren – am Beispiel von Demmin: “Massenselbstmord unter alliierter Besetzung in der Hansestadt Demmin 1945?”: http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=297442

    Der Verweis vorab wurde von mir unter “Befreier-Glück” bereits im Beitrag “Demokraten in Angst vor sachlicher Auseinandersetzung (10.05.2009)” zitiert. Damals habe ich den Beitrag über den “NPD-Fackelzug in Demmin” offensichtlich übersehen. Ist mir nur gerade aufgefallen.

  • 8 stanemann // May 11, 2009 at 5:50

    Wir waren dabei und wir werden auch nächstes Jahr wiederkommen.

    Widerstand Wittenburg Waschow

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