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Zu einer Zusammenkunft der besonderen Art kam es am vergangenen Freitag, dem 10. Juli 2009, als “Die Linke” im Raum Wunsiedel eine Wahlkampfveranstaltung durchführen wollte. Thematisch lehnte sich die Versammlung an das Bundestagswahlprogramm der Partei mit dem Titel “Konsequent sozial. Für Demokratie und Frieden.” an. Mehrere nationale Aktivisten – darunter auch der oberfränkische NPD-Bezirksvorsitzende Udo Sieghart und der nationale Publizist Jürgen Schwab – statteten der Veranstaltung einen Besuch ab und wollten die Forderungen der Linkspartei hinsichtlich ihrer Ernsthaftigkeit überprüfen.
Die Veranstaltung begann mit einem Vortrag des Wahlkreisdirektkandidaten zur Bundestagswahl, Herrn Bruno Engelhardt. Letzterer umriss in seiner Rede die Eckpunkte des Wahlprogramms der Linkspartei. Im Anschluss daran folgte eine Diskussion, in welcher zahlreiche Übereinstimmungen, aber auch fundamentale Unterschiede zwischen Nationalisten und Linken deutlich wurden. Trotz dieser inhaltlichen Differenzen prägte die Debatte aber eine harmonische Gesprächsatmosphäre.
Der Direktkandidat Engelhardt verneinte im Gegensatz zu uns die Notwendigkeit eines nationalstaatlichen Ordnungsrahmens zur Gewährleistung von sozialer Sicherheit. Die Globalisierung erachtete er als eine nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung.
Aus seiner Sicht reiche es angesichts der realpolitischen Möglichkeiten zunächst aus, wenn man innerhalb unseres Landes Umverteilungsmaßnahmen, beispielsweise durch Erhöhung des Spitzensteuersatzes und der Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen, vornehmen würde. Dem Wunsch nach gesetzlichen Mindestlöhnen entgegnete ein Vertreter der nationalen Opposition, dass Niedriglöhne eine unmittelbare Folge des Wettbewerbsdrucks seien, dem sich deutsche Unternehmen ausgesetzt sehen. Auf dem Weltmarkt angebotene Güter, die in China oder Taiwan unter relativ geringem Kostenaufwand produziert werden, konkurrieren mit in Deutschland hergestellten Waren. Deshalb setze die wirkungsvolle Umsetzung der Forderung nach gesetzlichen Mindestlöhnen auch die Bejahung einer aktiven Schutzzollpolitik voraus.
Der Linkspartei-Kandidat Bruno Engelhardt vertrat schließlich auch die Meinung, dass viele EU-Richtlinien, die sich nachteilig auf die soziale Gerechtigkeit in der BRD auswirken würden, maßgeblich auf das Handeln Deutschlands zurückzuführen seien. Er nannte dabei das “deutsche Kapital” als Motor zahlreicher Prozesse, die von der Europäischen Union eingeleitet werden würden.
Auch diese Aussage konnten wir nicht widerspruchslos im Raume stehen lassen. So lasse sich das Kapital nicht mehr in nationale Kategorien einordnen – vielmehr agiere dieses transnational, wobei insbesondere viele der in Deutschland registrierten Aktiengesellschaft von ausländischen Anteilseignern dominiert werden. In Bezug auf den weltweiten Handel mit Wertpapieren kündigte Engelhardt an, dass diesen “Die Linke” stärker zu regulieren versuchen würde. Darüber hinaus forderte der Kandidat ein Ende der Privatisierung unseres Volksvermögens. Auch in diesem Punkt zeigten sich inhaltliche Schnittmengen zur nationaldemokratischen
Programmatik.
Jürgen Schwab hinterfragte im Rahmen dieser Diskussion den hypothetischen Verlauf einer “sozialistischen Revolution”, die auch vielen Mitgliedern von “Die Linke” noch vorschwebe, ohne auf nationalstaatliche Handlungsinstrumente zurückgreifen zu wollen. Geradezu paradox sei dabei vor allem die Vorstellung von manchen linken Kreisen, den internationalen Raubtierkapitalismus durch eine Abschaffung der Nationalstaaten überwinden zu können. “Hoch, die internationale Solidarität!” – selbst diese Parole der Arbeiterbewegung, die noch immer von vielen Linken skandiert wird, setzt begriffsnotwendig das Vorhandensein von Nationen voraus!
Nicht wenige Linke haben mittlerweile ihren Frieden mit dem deutschen Nationalstaat geschlossen. Beispielsweise der linke Publizist Jürgen Elsässer, der eine Volksinitiative gegen das Finanzkapital ausgerufen und deshalb seinen Arbeitsplatz bei “Neues Deutschland” verloren hat, ist längst zu der Einsicht gelangt, dass der Nationalstaat die wirksamste Medizin gegen kapitalistische Ausbeutung ist.
Vielleicht werden auch Herr Engelhardt und seine Genossen in naher Zukunft diese Zusammenhänge begreifen. Bis dahin stehen wir für Diskussionen mit Erkenntnisgewinnmöglichkeiten jederzeit zur Verfügung!





17 responses so far ↓
1 NPD Hof / Wunsiedel // Jul 13, 2009 at 9:24
Weiteres zum Thema: “Die deutsche Linke ist volksfeindlich!” unter http://www.npd-wunsiedel.de/?p=1394 oder http://www.sache-des-volkes.info/
2 Martin M. // Jul 13, 2009 at 10:43
Was mich mal interessieren würde:Haben die Linken wissentlich mit den Nationalisten debattiert?Normalerweise werden bekannte Nationalisten gar nicht zu solchen Veranstaltungen zugelassen.
3 Heinz_OH // Jul 13, 2009 at 10:56
Hervorragende Aktion. Kompliment!
So twas kann auch nur der http://www.Sache-des-Volkes.info gelingen.
Direkte Kommunikation und sachlicher Austausch von Argumenten mit der Linken. Das freut mich.
Heinz
4 Terminatrix // Jul 13, 2009 at 11:33
Heee, die tun was!
@ 2 Das möchte ich auch gerne wissen.
@ 1 Wie war das nun genau?
Themenvorschlag für die nächste Diskussionsrunde:
Mehr als 90 Prozent der 63 bis 65-Jährigen ohne Job
Die Linkspartei möchte eine Volksabstimmung über den späteren Renteneintritt initiieren. Nach ihren Angaben hat sich die Arbeitslosigkeit unter 58-Jährigen binnen eines Jahres nahezu verdoppelt. Die Hälfte der neuen Arbeitslosen seien Menschen über 55 Jahre. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht.
Von der Bundesregierung wird die Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer als “relativ günstig” beschrieben. Sie nannte > statistische Faktoren
als Grund für die hohen Zahlen.
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=775364
5 Treueschwur // Jul 13, 2009 at 11:41
Die brd-Linke ist antideutsch, oder sie ist nicht! Von indirekter Wahlkampfhilfe für die Linken durch NPD-Diskutanten rate ich ab.
6 Alfred // Jul 13, 2009 at 12:18
Es wurden während der Diskussion von Anfang an nationale Positionen vertreten. Nachdem man den anwesenden Parteimitgliedern von “Die Linke” einige NPD-Flugzettel überreicht hatte, wurde die Debatte unvermindert fortgesetzt. Nichtsdestotrotz ist davon abzuraten, bei vergleichbaren Veranstaltungen gleich mit der “Türe ins Haus” zu fallen. Die seit Jahrzehnten andauernde Stigmatisierung der nationalen Opposition hat gerade bei sich als “links bezeichnenden” Bürgern ihre Früchte getragen.
@ Treueschwur:
Es geht auch nicht darum, eingefleischte Funktionäre mit antideutscher Gesinnung von der Richtigkeit nationaler Politik zu überzeugen. Allerdings sollten wir versuchen, der Basis und den Wählern der Linkspartei (Unzufriedene) unser Programm “Sozial geht nur national” plausibel darzustellen.
7 griesgram // Jul 13, 2009 at 12:49
“Der Direktkandidat Engelhardt verneinte im Gegensatz zu uns die Notwendigkeit eines nationalstaatlichen Ordnungsrahmens zur Gewährleistung von sozialer Sicherheit. ”
Weil sie nicht begreifen könne, daß:
-Man erwirtschaften muß, was man verteilen will.
-Resourcen eines bestimmten Gebietes begrenzt sin, die Zahl der fremden Mitesser aber praktisch nicht.
“Die Globalisierung erachtete er als eine nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung. ”
Weil sie die Kehrseite der Medaille BRDDR sind.
Man erkennt es an der Politik, die sie machen, wo sie an der Macht beteiligt sind.
Und warum sollte sie auch den Internationalismus umkehren WOLLEN?
er ist integraler Bestandteil ihrer Ideologie!
Insgesamt wird wieder mal klar:
Der Feind war, ist und bleibt der gleiche!
8 Petrus // Jul 13, 2009 at 14:24
Der KV Hof/Wunsiedel mal wieder…
9 TH // Jul 13, 2009 at 14:52
@griesgram:
Das ist der entscheidende Punkt. Internationalismus ist letztendlich nichts anderes als Globalismus, also die ideologische Vorraussetzung für die Globalisierung. Und unter liberalkapitalistischen Marktbedingungen wird das eben besonders deutlich. Ein großer Teil der nun um ihren Wohlstand bangenden Mittelschicht möchte gerne eine sozialere Politik, aber natürlich möchten sie schon unsere freie Marktwirtschaft behalten. Sie wollen eine sozialere Marktwirttschaft. CDU, FDP und SPD kommen dafür nicht mehr in Frage, die sind alle mehr oder weniger Vertreter des angelsächsischen Liberalkapitalismus. Gut, denkt sich der schlichte Bunzelbürger, links heißt sozial, rechts heißt böse, nationalistisch, imperialistisch, Menschenhasser, Ausbeuter, usw. Deshalb wähl’ ich jetzt links. Da hat die jahrzehnte dauernde Propaganda ihr Werk getan. Daß die Linke aber ideologisch bedingt internationalistisch ist, oder wie von griesgram formuliert, daß der Internationalismus integraler Bestandteil der linken Ideologie ist, das macht der Bunzelbürger sich nicht klar. Und dieser Internationalismus, den der treu-doofe Bunzelbürger da wählt, in der Hoffnung, die rettende Medizin gefunden zu haben, ist genau das Gift, das alles nur noch schlimmer macht. Denn der Internationalismus ist nur die andere Seite der Medaille des Globalismus, die ideologische Vorraussetzung der Globalisierung. Ohne die Ideologie des Internationalismus, der den Menschen gegen ihre Natur von frühester Jugend an von der linken Avantgarde eingetrichtert wird, gäbe es keine Globalisierung. Die linke Ideologie ist der Wegbereiter des international agierenden Raubtierkapitalismus. Wenn die Linken nicht überall die ideologischen Schranken gegen den Internationalismus in den Köpfen der Menschen niedergerissen hätten, wären überall wie eh und je die staatlichen Schranken gegen die Globalisierung intakt. Niemand würde sich vor dem Gespenst der Globalisierung fürchten.
Die Wirklichkeit bestätigt dieses Problem der Linken übrigens überall. Überall wo die Linke Regierugsverantwortung getragen hat, ja sogar wo sie als Opposition im Parlament gesessen hat, hat sie bisher alle Schweinereien der Globalisierung mitgetragen.
Dass die Rechte eben nicht nur national, sondern als zweiter integraler Bestandteil auch sozial ist, dass haben Medien und Establishment gut vor den Bürgern zu verstecken gewußt. Fragt man einen ahnungslosen Bunzelbürger, was Rechte und Linke charakterisiert, wird man folgendes zur Antwort bekommen:
Linke: sozial, engagiert, positiv usw.
Rechte: Menschenhasser, hassen Ausländer, Nationalisten, Nazis, Ausbeuter
Der Durchschnittsbürger assoziiert mit Rechten eben nicht sozial, sondern nationalistisch im Sinne von chauvinistisch, zusätzlich zu den genannten negativen Attributen wie grundloser Hass etc. Mit den Linken hingegen assoziiert er in erster Linie sozial. Und vergisst vollkommen den Internationalismus.
Die wahren Unterschiede zwischen Recht und Links sehen eher so aus:
Links: sozial, aber Internationalismus
Rechts: sozial, aber per Nationalstaat
Bei den Linen kommt dann noch dieser völlig utopischen Egalitarismus dazu. Alle Menschen sind gleich. Wenn Einwanderer aus afrikanischen Ländern oder aus dem nahen Osten auch nach noch so vielen Bildungsreformen und Integrationsprogrammen immer noch Schulversager bleiben und kriminell werden, dann kann es nach linker Ideologie trotzdem niemals an diesen Einwanderern liegen. Denn nach linker Ideologie sind wir ja alle gleich.
Und das ist der Grund, warum die Linke in Deutschland keine Zukunft hat. Ihre Ideologie ist ein Widerspruch in sich, der nun immer offensichtlicher wird. Sozial und Internatioanlismus geht nicht zusammen, weil der Internationalismus der Wegbereiter der Globalisierung ist, die zufälligerweise sämtliche sozialen Sicherungen und Strkturen niederreißt. Dieser Widerspruch ist nicht aufhebbar. Es dauert nur leider noch ein bißchen, bis sowohl der Bunzelbürger als auch die Linke selber dieses Problem erkennt.
10 Richtigsteller // Jul 13, 2009 at 14:53
Es gibt niemals eine Zusammenarbeit zwischen Linken und Nationalisten! N I E M A L S ^^
11 TH // Jul 13, 2009 at 15:09
Noch ‘n Nachtrag:
Hab’ gerade folgendes geschrieben:
Man sollte Unwissenden noch mal klar machen, warum die Nazis sich
Nationalsozialisten genannt haben. Weil sie eine Reaktions auf die
internationalistischen Sozialisten
waren.
Linke: Internationale Sozialisten
Rechte: Nationale Sozialisten
Heute hat sich das mit dem Sozialismus für viele erledigt, man kann aber sozialistisch genausogut durch sozial ersetzen.
Deshalb auch der von rechter Seite, besonders gerne von der NPD, völlig berechtigt und oft benutzte Spruch:
Sozial geht nur national.
Also nochmal:
Rechts: sozial, aber national = einzig mögliche Lösung
Links: sozial, aber internationalistisch = geht nicht, da Widerspruch in sich, da Internationalismus = Globalismus = Vollendung des Raubtierkapitalismus
12 Kampfgruppe Bitterfeld // Jul 13, 2009 at 16:43
Autor:
Nicht wenige Linke haben mittlerweile ihren Frieden mit dem deutschen Nationalstaat geschlossen. Beispielsweise der linke Publizist Jürgen Elsässer,
Eine logische Konsequenz weil Internationalismus natürlich auch Globalisierung impliziert.
Dieser Wiederspruch bei Marx , Fachleute gefragt, beim Kapital ist es böse, warum nicht beim Politsystem, bleibt offen?
TH9
· „Links: sozial, aber Internationalismus
· Rechts: sozial, aber per Nationalstaat“
Stimmt hargenau.
Aber, TH: „Heute hat sich das mit dem Sozialismus für viele erledigt, man kann aber sozialistisch genauso gut durch sozial ersetzen“, bezweifle ich.
Dieses „Sozial“ faseln die CDU, SPD, sogar die FDP.
Es ist auch die Grundlage auch für die menschenverachtende Tätigkeit der Kirche, insbesondere der evangelischen.
Ich nehme mir alles was ich will, Mio’s, Mrd. und spende dann mal ganz sozial 100€.
Ach bin ich gut!
Und wenn die Presse dabei ist lege ich noch einmal 100€ drauf.
Jetzt sind alle gut!
Nur die unverschämte 1Mdr. Menschen, die gerade mal wieder hungern, sind halt wirklich an Faulheit nicht zu überbieten, „Amen“!
Deiner Definition, was der „Normalo“ unter „Rechts versteht, stimme ich natürlich zu.
13 Geneigter Leser // Jul 13, 2009 at 22:31
@Alfred, NPD und alle anderen
Bravo, sehr gute Aktion – an der sich viele ein Beispiel nehmen sollten.
Es ist klar, es geht nur selten – gerade wegen der “eingefleischten” Propaganda. Trotzdem sollte man es immer wieder probieren.
Und das aus gutem Grund: es gibt so einige “Schnittmengen” (trotz aller Differenzen), die BEIDE Seiten als dringenst Änderungsbedürftig ansehen.
Und in DIESEN Punkten sollte man auch VERSUCHEN gemeinsame Aktionen zu starten, um dem Parteienkartell mehr Druck entgegen stellen zu können.
Denn, DAS würde letztendlich AUCH für die Linke ein gewisser Anreiz für einzelne (!) Punkte sein:
wenn Rechts UND Links gemeinsam gegen etwas auf die Straße gehen, dann wird ‘der Michel’ eher bereit sein sich anzuschließen. Denn wenn DIE gemeinsam gehen, DANN muß es ja richtig sein und auf einer ‘breiten Basis’ stehen.
Strittige Punkte und Ansichten könnten erstmal beiseite gelegt werden. Entweder findet sich dafür irgendwann einmal ein akzeptabler Kompromiß oder eine Seite “paßt” ihr Dogma an.
Schließlich zeigte ja gerade ‘Die Linke’, wie weit sie sich in der “Realpolitik” von ihren Grundsätzen entfernen kann.
Nichts ist halt erklärender als die Konfrontation mit der Realität.
Denn eins sollten beide nicht vergessen: auch wenn sich nationale und internationale Sozialisten bei einigen Ansichten gegenteilig postulieren, so sind doch beide Seiten zu aller erst SOZIALISTEN!
Und nur gemeinsam könnten wir dieses System überwinden, so schwer es auch einigen (auf beiden Seiten) fallen würde.
14 Lacksplitt-Streusand // Jul 14, 2009 at 6:56
TH:Ihre Kommentare sind für alle Leser aufklärerisch geschrieben-gut so. Ja, die Linken sind Gift.
15 Lauser // Jul 14, 2009 at 12:45
Der Ursprung des antideutschen Internationalismusses der PDS-LINKEN
Kurz nach der Wiedervereinigung hat Frau Dr. Irene Runge ein Interview mit Gregor Gysi (PDS, LINKE) gemacht, wo der antideutsche Weltklassenkampfplan der “demokratischen Sozialisten” verraten wurde: Erzwingung und Förderung von Masseneinwanderung Fremder nach Deutschland, damit die bürgerliche deutsche Politik gezwungen wird, die Verhältnisse in der Dritten Welt zu ändern.
Frau Runge stammt aus einer jüdisch-kommunistischen Familie, ist in den USA geboren und nach Gründung der DDR mit der Familie nach Ostberlin übergesiedelt. Sie arbeitete zeitweise als IM für den Staatssicherheitsdient. Gegen Ende der DDR unternahm sie es, einen Rabbiner aus New York zu holen, der die jüdische Prominenz der SED unterrichten sollte. Gleichzeitig gründete sie den jüdischen Kultusverein in Ostberlin und versuchte reiche amerikanische Juden zur finanziellen Unterstützung der maroden DDR zu gewinnen und so das Überleben des SED-Mauermörder-Staates zu sichern. Die US-Juden hatten aber kein Interesse an der Stützung eines sozialistischen Staates, da ein umerzogenes Gesamtdeutschland als Schuldhafter für das ehemalige NS-Regime viel bessere Profite aus Rückgaben- und Entschädigungs-Forderungen versprach. Frau Runge wurde PDS-Mitglied und versuchte im Gespräch mit Gysi PDS-Zukunftsfragen zu diskutieren. Dabei zeigten die beiden, daß sie sich als elitäre Weltbürger verstanden und kaum sich für deutsche Belange einsetzen würden.
IRENE: Wer sind denn Deine Landsleute? GREGOR: Na, die Ossis …
IRENE: Sind nicht alle Deutschen Deine Landsleute?
GREGOR: Naja. Sie werden es sicherlich, aber bestimmt nicht alle.
IRENE: Aber es gibt keine Ossis mehr. Aber der Ossi, der bleibt in uns erhalten.
GREGOR: Sind wir also wieder bei diesem psycholog;schen Problem angekommen. Ich fürchte, viele Menschen werden psychisch fast krank werden.
IRENE: Wir in Berlin, wir sind ja einigermaßen gut dran. Grün, rosa, rot … Aber anderswo, ich könnte mir nicht vorstellen, außerhalb Berlins zu wohnen, wenn ich in Deutschland bleibe. Hast Du Vorstellungen von diesem zukünftigen Berlin als Weltstadt? Als europäische Weltstadt? Mit einem jüdischen Bevölkerungsanteil, mit vielen Fremden, mit Asiaten, Türken, Bayern, Russen, Amis, Schwarze, Bunte – viel mehr kann ich mir aber auch nicht vorstellen.
GREGOR: Du sprichst von der BRD und ich vom geeinten Deutschland, wir sprechen also von zwei völlig verschiedenen Dingen.
IRENE: Das heißt aber, daß sich in der BRD dann einiges ändern wird …
GREGOR: Natürlich ändert sie sich, sie ändert sich schon dadurch, daß wir ihnen den sogenannten Ostblock mitbringen …
IRENE: Heißt das, sie knallen die Türen nicht zu?
GREGOR: Das werden sie wohl nur sehr begrenzt können.Ich bin unbedingt dafür, daß viele von überall kommen, das macht das Treiben bunter. Und wenn die Chinesen das Reisen gen Deutschland erst entdecken …
IRENE: Dann gibt es hier ein kleines Chinatown, und dann müssen noch die Koreaner kommen, die sich um die Gemüseläden kümmern, 24 Stunden am Tag.
GREGOR Ach, und dieses türkische Fleisch, das sie drehen und grillen, das habe ich zum ersten Mal in Istanbul gegessen … Weißt Du, den Leuten ist ja heute nicht sehr behaglich zumute. Und daraus folgt dann auch Ausländerfeindlichkeit. Aber man kann diese Lage auch ausnutzen, ich sage das Wort sehr bewußt, und erklären, daß es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder wir lösen die Probleme der Ausländer in ihren Heimatländern mit, oder die Probleme kommen zu uns. Und wer letzteres nicht will, muß ersteres tun. Es nutzt nichts, wenn Leute gegen Ausländer sind, sie anpöbeln, verprügeln, sogar erschlagen. Der ganze reaktionäre Weg ändert nichts. Sie werden dennoch kommen, massenhaft, es gibt keinen Ausweg, außer, man ändert die Lage innerhalb der Dritten Welt. Dort kann man aber erst was verändern, wenn man es hier geändert
hat. Anders ist das nicht machbar. Das heißt, wir brauchen massenhaftes Denken in globalen Dimensionen. Und das ist die Situation. Wir waren ein isoliertes Land und haben wenig darüber, davon gelernt. Im übrigen bin ich für multikulturelle Gesellschaften.
IRENE Deutschland als Einwanderungsland? Mit quotierter Immigration und Asylrecht? Mir wäre das sehr wichtig, um der Germanisierung eine Internationalisierung entgegenzusetzen …
Quelle: Irene Runge / Uwe Stelbrink “Gregor Gysi:»Ich bin Opposition«”, dietz berlin 1990
16 Leni // Jul 14, 2009 at 19:36
# 15
Danke, für diese Offenbarung!
Das hält man im Kopf nicht aus, was sich hinter diesen dämonkrötischen Fratzengesichtern verbirgt.
Die in der DDR eingesperrten Deutschen hatten/haben zwangsläufig einen großen Hunger auf “große, weite Welt”, exotische Länder, Menschen, Lebensart – und genau das hat sich diese Imperialistenmischpoche, dieses satanisch-kommunistische Freimaurergesockse zu Nutze gemacht. Geschickt eingefädelt, das muß man ihnen lassen. Ein Langzeitplan der nach Protokoll abgearbeitet wird, über mehrere Generationen, wird seinem Endziel entgegen getrieben. Die Schafsköpfe folgen ihren Schlächtern willig zur Schlachtbank. Die wache Minderheit soll von der EUROGENDFOR in Schach gehalten werden. Satanismus pur!
Die schlafen nicht, die tun nur so
http://www.youtube.com/watch?v=W66WTe0ZXDc
http://www.eurogendfor.org/
17 Lodmund // Jul 16, 2009 at 21:28
Am Anfang des Romans “Das Totenschiff” erzählt der Held von einer Demo in Spanien Mitte der Zwanziger, wo, vom wildesten Anarchisten, bis zum schwarzen Konservativen, und alles dazwischen, gegen ein geplantes (”angedachtes”) Paßgesetz der Obrigkeit, alles zusammen auf die Straße geht, ohne sich gegenseitig an die Gurgel zu fahren. Deucht mich wünschenswert. Allerdings werden Kohnnationale dabei nicht erwähnt.
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