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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


„NPD = Nichtskönner, peinlich, dämlich“? – Das Dummbrot der letzten Woche (02.10.06)

October 2nd, 2006 · Post your comment (14 Comments)

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Rostock / Mecklenburg: Von Zeit zu Zeit ist es immer wieder ganz belustigend, mal einen kleinen Streifzug durch die Leserbriefspalten des medialen Mainstreams zu wandeln, gewinnt man dort doch einen Eindruck von der Engstirnigkeit und Kleinlichkeit mancher Zeitgenossen. Von Zeitgenossen, die im wirklichen Leben kaum jemand beachtet und die sich dort aufspielen als wären sie der große Zampano.

In den letzten Tagen sorgten ja in Mecklenburg-Vorpommern Meldungen über angebliche Touristenstornierungen wegen des NPD-Erfolges bei den letzten Landtagswahlen für Aufregung. Eine Aufregung bei der man freilich nur allzu leicht erkennen konnte, daß sie künstlich gesteuert wird. So muß man schon wirklich ausgesprochen böswillig – oder hirnverbrannt sein, um in 12 – in Worten zwölf – Stornierungen, die dem Tourismusverband per E-mail (sic!) mitgeteilt wurden, einen Zusammenbruch der regionalen Tourismusbranche ablesen zu wollen. So wie beispielsweise die Rostockerin Anke Schmidt, die sich in diesem Zusammenhang am 27. September dazu aufraffte, um im Leserbriefforum der OSTSEE-ZEITUNG die Welt um folgenden literarischen Beitrag reicher zu machen.

So heißt es dort unter der Überschrift „NPD = Nichtskönner, peinlich, dämlich“
wie folgt:

„Es besteht meines Erachtens durchaus die Gefahr, dass der Einzug der Neonazis in den Landtag zu einem Abebben des Tourismus im Lande beitragen kann. Wer reist denn schon freiwillig für teures Geld in eine Region, in der Fremde ausdrücklich abgelehnt werden und in der die Einheimischen gewaltbereiten Antidemokraten(der Wahlkampf und die Übergriffe durch die Faschisten auf Wahlstände der demokratischen Parteien hat es ja ´mal wieder bewiesen) ihre Stimme geben?
Auf der anderen Seite warnen internationale Reiseveranstalter nicht erst seit gestern vor dem “gefährlichen Osten” (spätestens seit Lichtenhagen, natürlich). Ich selber habe es sogar in Rostock nicht selten erlebt, dass meine ausländischen Gäste und ich z.B. vom Personal (das, obwohl sie deutsche Muttersprachler sind, der deutschen Sprache alles andere als mächtig ist)in Geschäften und Cafés schief angeguckt wurden, nur weil wir uns eben untereinander nicht auf Deutsch, sondern auf Englisch oder Französisch unterhalten haben…Rostocker, WANN werdet Ihr endlich wenigstens EIN WENIG weltoffen??? Man traut sich ja schon gar nicht mehr, im Ausland Werbung für diese eigentlich durchaus sehenswerte Stadt zu machen…
MV konnte froh sein, trotz des negativen Images (Hansa Rostock, Lichtenhagen) überhaupt ein Stück vom Touristenkuchen abbekommen zu haben….aber auch diese Krümel haben die ahnungslosen Frustrierten nun verloren….schön blöd, Mecklenburger & Vorpommern! SO macht man sich weder Freunde noch baut man internationale Kontakte auf. Ihr erwartet doch wohl nicht wirklich noch Gelder von (ausländischen) Investoren oder Reisenden, oder???

Anke Schmidt aus Rostock“

Tja, was soll man dazu sagen? Wechseljahre, Schwierigkeiten mit der Periode? Man muß schon ausgesprochen beschränkt oder einen gewissen Hang zum Größenwahn haben, um solchen Schwachsinn in die Welt zu setzen. Darüber hinaus läßt uns der Inhalt dieses Schreibens annehmen, daß die Autorin keineswegs wirkliche Rostockerin ist, sondern allenfalls eine Zugereiste, die mit den Rostockern nicht allzu viel am Hut hat, vor allem wenn diese von ihrem Recht auf eine eigene Entscheidung Gebrauch machen.

Wenn daher jemand den Titel „Dummbrot der letzten Woche“ verdient hat, so ist es Anke Schmidt aus Rostock, der wir auf diesem Wege zu dieser hohen Ehre ausdrücklich gratulieren wollen, bedarf es doch schon eines recht exquisiten Schwachsinns um in den Genuß einer solchen zukommen. – Die Schriftleitung

Quelle: Ostsee-Zeitung Leserbriefe 27.09.06



Tags: Allgemeines

14 responses so far ↓

  • 1 Lanze // Oct 2, 2006 at 15:27

    Haben wohl Angst dass weniger Ausländer kommen…

    Habe heute in einen Teletext glaube Pro7 gelesen das M-V das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen ist.

    Ich vergas(!) man will ja nichts mit Deutschen zu tun haben…

  • 2 Gerald Franz // Oct 2, 2006 at 15:51

    Kampf gegen rechts – aber wie? Neonazis wurden von Arternern aus der Stadt getrieben.
    “Massenschlägerei in Artern nach rechter Provokation
    Zwiebelmarktbesucher treiben Neonazis durch die Stadt – Acht Verletzte

    erstellt 01.10.06, 19:29h, aktualisiert 01.10.06, 21:27h
    http://archiv.mz-web.de/mz-web/gespe…=1018348861777

    Artern/MZ. Rund 20 Neonazis aus Sangerhausen und dem sächsischen Muldetalkreis haben in der Nacht zum Sonntag in Artern (Thüringen) eine Massenschlägerei mit mehr als 100 Beteiligten provoziert. Sie wurden von Arternern schließlich buchstäblich aus der Stadt getrieben.

    Wie die Polizeidirektion Nordhausen mitteilte, waren die Rechten am Abend vor dem Festzelt beim traditionellen Zwiebelmarkt aufgetaucht. Nachdem ein erster Versuch, in das mit 1 300 Besuchern ausverkaufte Zelt zu gelangen, offensichtlich gescheitert war, seien 20 Rechte in der Nacht gegen ein Uhr erneut dort erschienen. Es kam zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Festbesuchern und den ungebetenen Gästen, später zu handfesten Schlägereien. “Die Auseinandersetzungen verlagerten sich auch in die angrenzenden Straßen und führten dazu, dass etwa 100 Menschen die Rechten durch die Straßen trieben”, so Polizeisprecher Thomas Soszynski. Mit Fäusten und Bierflaschen seien die Beteiligten aufeinander losgegangen. Ein brennender Müllcontainer wurde über eine abschüssige Straße in die Verfolgergruppen gerollt.

    “Immer wieder mussten Rettungswagen gerufen werden, um Verletzte auf den Straßen zu versorgen oder ins Krankenhaus zu bringen”, beschrieb Soszynski die Szenen der Massenschlägerei. 50 Beamten von Polizeistreifen aus ganz Nordthüringen und der Bereitschaftspolizei gelang es erst kurz nach drei Uhr, wieder Ruhe in den Ort zu bringen. Mehrere Rechte, die in die Polizeistation geflüchtet waren, wurden aus der Stadt gebracht. Alle 20 Angreifer erhielten Platzverweise für Artern und wurden anschließend bis zur Landesgrenze von Polizeifahrzeugen begleitet, um die Situation zu entschärfen. Festnahmen gab es Polizeiangaben zufolge nicht.

    Insgesamt, so Soszynski, mussten acht Verletzte ins Krankenhaus gebracht werden. “Wie viele Menschen insgesamt verletzt wurden, ist noch nicht bekannt”, erklärte der Polizeisprecher.” (gedruckt in MZ am 2.10.06)

  • 3 Wetekamp // Oct 2, 2006 at 16:02

    So unterschiedlich können die Erfahrungen sein. Ich war mit englischsprechenden Freunden in MV. Zum Essen in eine Dorfkneipe eingerückt, wurden wir auf das Freundlichste behandelt. Die Wirtin war sogar bemüht, ihre Englischkenntnisse zum Besten zu geben. Alles in allem hatte diese Begegnung den Tag auf schöne Weise abgerundet.

    Vielleicht kommt es ja wirklich nur darauf an, wie sich “Anderssprachige” benehmen …

    Vielleicht kommt es auch weniger darauf an, ob irgendwelche Anke Schmidts idiotische “Briefe” schreiben, sondern wie verblödet die Verantwortlichen einer “Zeitung” sein müssen, diesen Bockmist auch noch zu drucken.

  • 4 bildad // Oct 2, 2006 at 16:35

    “In den letzten Tagen sorgten ja in Mecklenburg-Vorpommern Meldungen über angebliche Touristenstornierungen wegen des NPD-Erfolges bei den letzten Landtagswahlen für Aufregung”

    Ist ja wirklich absurd, als wenn BRD-Touristen nicht nach Südfrankreich auf Urlaub fahren würden, weil die NF unter Le Pen dort ihre Hochburgen hat oder nach Antwerpen weil der VB dort stark ist.
    Wie Haider mal, beim erstenmal, Landeshauptmann ( Landesministerpräsident) in Kärtnen wurde, wurde in Holland aufgerufen in einem Naziland keinen Schiurlaub zu machen .
    Haider hat dann in holländischen Medie Falco zitiert, den Schnee auf den wir talwärts fahren,kennt doch jedes Kind.

  • 5 TodosAlemanesUnidos // Oct 2, 2006 at 16:41

    “Tja, was soll man dazu sagen? Wechseljahre, Schwierigkeiten mit der Periode?”
    @ Schriftleitung
    Bitte nicht wieder solche “Späßchen”. Geistige Trittbrettfahrerei ist wirklich nicht geschlechtsgebunden! Die Ironie verliert die Wirkung, wenn sie am falschen Punkt ansetzt.*

    *Ach ja, und wer bestimmt den? Lassen Sie uns mal machen, wir wissen schon was wir tun. Vermutungen wird man ja wohl noch anstellen dürfen.
    Schriftleitung Altermedia

    Mit der Vermutung, daß es sich um den Brief einer “Zugereisten” bzw. sogar um einen getürckten Leserbrief handelt, nehmen Sie die Rostocker zwar in Schutz, kommen dem Aspekt “Unverstand” aber näher.
    Ist es nicht ganz einfach:
    Die Hysterie um BSE erzeugte Zeichendeuterei und eine Welle von Halbwissenschaft, bis die Gründe gesichert waren. Die Hysterie um die NPD tut dasgleiche und landet zuletzt bei Aussteigerprogrammen und Jugend-Sozialtreffs, das Verbot der Partei als Damokles-Schwert.
    Beide Gefahren-Phänomene rufen ein Krisengefühl wach, das zur kollektiven Verhaltenskorrektur zwingt, um wieder in die hypnotische Normalität des Alltages zurückkehren zu können: Nur nicht aufwachen und begreifen, daß AM SYSTEM WAS FAUL ist:
    Nämlich am System unserer Ernährungsweise im ersten Fall und am System unserer politischen Angebotspalette im zweiten Fall.

    Leserbriefe und Zeitungsredaktionen zusammen sind nicht “idotisch” und ” verblödet” (ad Wetekamp), sondern die 1:1 -Wiedergabe der Verhältnisse. DESHALB gibt es ja die Wenigen von der NPD und der WASG und der NÖL u.s.w. Minderheiten brauchen Selbstdarstellung, damit die Allgemeinheit lernt, mit ihrem eigenen Potential umzugehen. Nach 60 Jahren wird Deutschland immer noch politisch “bekocht”, anstatt sich selbst etwas “einzubrocken” …
    Hier sitzt nicht die Angst tief, sondern die Unmündigkeit.

  • 6 Der größte Zampano // Oct 2, 2006 at 16:55

    Lanze vergaß, daß man “vergas” mit “ß” schreibt.
    Das Doppel-”S” bringt’s nicht, scheiß Reform.

    Habe soeben im Rostocker Telefonbuch nach “Anke Schmidt” gesucht. Wußte bisher nicht, daß zur Ergotherapie auch Französisch gehört.

    Die Juden in “Israel” erwarten doch glatt noch Gelder von ausländischen “Investoren” und anderen Mittätern – ganz gleich, wie sie in der Gegend wüten.
    Ergo ist dort Therapie angesagt:
    “Die Ergotherapie ist ein medizinisches Heilmittel und wird bei gesundheitlich beeinträchtigten Menschen mit motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuropsychologischen, neurophysiologischen oder psychosozialen Störungen eingesetzt…”
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ergotherapie

  • 7 TodosAlemanesUnidos // Oct 2, 2006 at 17:02

    @ Schriftleitung
    “den falschen Punkt” “bestimmt” der Eigennutz ! Oder anders: Was du willst, daß man dir tu, das füge keinem andern zu.*
    Ich bin Ihnen dankbar, “daß Sie mal machen” ! Sie sollen’s nur so gut tun, daß man Ihnen nicht am Zeug flicken kann, – da müßten schon Bessere kommen und die gibt’s dann eben nicht. Zufriedenheit kommt vom Schachmatt, nicht vom Verlust des Turmes.
    Die Rede vom Podium hat immer einen anderen Wert als der Zwischenruf aus der Hörerschaft.

    Wenn wir eines gelernt haben, so das, daß dieser Satz in der heutigen Politik bzw. Journalistik keine Bedeutung hat und daß es klüger ist, es gegen solche Typen wie der Anke Schmidt gar nicht erst mit sentimentalen Rücksichten zu versuchen.
    Rechnet sich nicht, bringt nichts und hinterläßt am Ende nur den Eindruck einer verpaßten Gelegenheit. Also besser gleich feste druff, trifft ja keinen Falschen.
    Schriftleitung Altermedia

  • 8 sandmännchen // Oct 2, 2006 at 20:55

    Es ist offensichtlich nichts zu dämlich, als daß man es nicht auch noch gegen die NPD einsetzten kann. Ich bin überzeugt, daß derartige Leserbriefschreiber/innen ihren Frust über den Wahlerfolg dieser Partei abreagieren und dies von der Ostsee-Zeitung begierig aufgenommen wird. Wie ich diese Zeitung von meinem diesjährigen Urlaub kenne, werden anderslautende Leserbriefe vermutlich nicht zur Kenntnis genommen.
    Urlaub in M-V ? Na klar und jetzt besonders gerne !

  • 9 Schwert // Oct 3, 2006 at 10:36

    Anke: “SO macht man sich weder Freunde noch baut man internationale Kontakte auf.”

    Freunde unter Deutschen zu sammeln, ist wohl nicht mehr erwünscht.
    Und Kontakte zu Nationalisten anderer Länder sind doch auch internationale Kontakte.

    Anke: “Ihr erwartet doch wohl nicht wirklich noch Gelder von (ausländischen) Investoren oder Reisenden, oder???”

    Meist bewirken ausländische “Gäste” höhere Kosten, anstatt daß sie Gelder mitbringen. Und das Loch, welches ausländische Investoren evtl reißen werden, können dann ja inländische Investoren füllen. Die gute Anke ist einfach viel zu depressiv drauf. Aber das liegt vielleicht auch am schlechter werdenden Wetter. Aber keine Sorge, die Gelder zu den “antifaschistischen Projekten” werden trotzdem noch eine ganze Weile weiterfließen, so daß es sich die gute Anke auch weiterhin gemütlich in M-V machen kann.

  • 10 Völkischer Beobachter // Oct 3, 2006 at 11:15

    Ihr erwartet doch wohl nicht wirklich noch Gelder von (ausländischen) Investoren ?

    Solche wie BenQ??

  • 11 Dr. Juergen-N. Klein // Oct 3, 2006 at 11:54

    Ich habe einen netten Kollegen, der könnte Frau Schmidt mal behandeln.
    Auch zu empfehlen, wäre mal ein Abend alleine in Frankfurt/Main – das wäre dann wahrscheinlich ein sog. Selbstheilungsprozess.

  • 12 griesgram // Oct 3, 2006 at 18:17

    @Dr Klein
    ..einen netten Kollegen…
    Dr Josef M.Engele etwa?

  • 13 Tippgeber // Oct 3, 2006 at 19:06

    @ griesgram:
    Ich würde ihr Dr. Karl Brandt empfehlen.
    http://frauenarzt.gynweb.de/frauenarzt/limburg/karl_brandt/6627.html

  • 14 Lutz Merkel // Oct 6, 2006 at 15:29

    Anke Schmidt aus Rostock:
    Ihr erwartet doch wohl nicht wirklich noch Gelder von (ausländischen) Investoren oder Reisenden, oder???

    Angela Merkel:
    Aufruf zu Investitionen in der Türkei
    Bundeskanzlerin Merkel und der türkische Regierungschef Erdogan haben deutsche Unternehmen zu einem größeren Engagement in der Türkei aufgerufen. Deutsche Unternehmen müssten sich anstrengen, um den Anschluss nicht zu verpassen, sagte Merkel.[mehr]
    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/15/0,3672,3985487,00.html

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