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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Null Punkte für die Kandidaten? – Kandidatenwatch zeigt NPD die Gelbe Karte (02.09.06)

September 2nd, 2006 · Post your comment (27 Comments)

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Am 8. August berichteten wir, bezugnehmend auf die Mitteilung eines NPD-Landtagskandidaten, dass die Möglichkeiten, Kandidaten der NPD in Form von Leserbriefen bzw. von Anfragen an Kandidatenwatch.de nur äußerst bedingt aussagekräftig sind, da sie in den seltensten Fällen von den betreffenden Kandidaten selbst beantwortet werden. Statt dessen wurden die meisten dieser Elaborate nach unserem Dafürhalten von Ghostwritern verfertigt, die vermutlich aus dem Umfeld des Wahlkampfleiters kommen dürften und die zu diesem Zweck eigens von der Landtagsfraktion in Dresden für den Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt wurden. Aufgrund des Bekanntwerdens dieser Vorgänge richtete man seitens Kandidatenwatch.de am 21. August ein Schreiben an alle NPD-Kandidaten, in dem es wie folgt hieß:

“Sehr geehrter Herr …,

wir haben in den vergangenen Tagen feststellen müssen, dass in Mecklenburg-Vorpommern die Antworten von NPD Direktkandidaten zentral über einen Rechner an uns gesandt wurden. Wir müssen daher davon ausgehen, dass zumindest einige dieser Antworten gar nicht von den NPD Direktkandidaten persönlich stammen.

Das ist ein Verstoß gegen unseren Moderationscodex, wonach kandidatenwatch.de eine Plattform für die INDIVIDUELLE Kommunikation zwischen Wählerinnen und Wähler einerseits und ihren Direktkandidaten anderseits sein soll. Daraus ergibt sich, dass Antworten individuell von Kandidaten gegeben werden müssen und nicht über ein zentrales Büro laufen dürfen.

Aufgrund des Verstoßes gegen unseren Kodex können wir E-Mail Adressen mit der Endung: \”@npd-mv.de\” – nicht mehr akzeptieren. Wir haben diese E-Mail Adresse aus Ihrem Profil entfernt. Wir möchten Sie bitten, uns eine persönliche E-Mail Adresse mitzuteilen und zwar schriftlich per Post (kandidatenwatch.de – Mtitelweg 12- 20148 Hamburg) oder per fax (fax: 040 – 317 69 10 28). Bereits freigeschaltete Antworten bleiben bestehen – noch nicht freigeschaltete Antworten müssen hingegen nach Eintrag der neuen E-Mail erneut zugesandt werden. Die Fragen werden wir Ihnen nach Eintrag Ihrer neuen E-Mail Adressen selbstverständlich noch einmal zustellen.

Im eigenen Interesse bitte wir Sie, sich umgehend bei uns zu melden (bitte ausschließlich per Post oder Fax)

Wir bitten um Ihr Verständnis und warten auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen,

team Kandidatenwatch.de

PS: Die Zusammenfassung des NPD Parteiprogramms ist uns von Herrn Köster zur Verfügung gestellt worden und befindet sich in der Überarbeitung. Wir werden es sobald wie möglich online stellen.

kandidatenwatch.de
c/o Mehr Demokratie e.V.
Mittelweg 11-12
20148 Hamburg
Tel: 040-317 69 10 – 26
Fax: 040-317 69 10 – 28
email: info@kandidatenwatch.de
www.kandidatenwatch.de“

Auf Seiten der NPD sorgte dieses an sich noch recht kulant gehaltene Schreiben für wütende Empörung, die sich inzwischen in Form eines Offenen Briefes des NPD-Landesvorsitzenden Stefan Köster Luft machte und in dem es wie folgt heißt:

Stefan Köster

“Aufgrund Ihres Schreibens vom 21.08.2006 und Ihre Äußerungen gegenüber den Medien Anfang August wende ich mich jetzt mit einem offenen Brief direkt an Sie. Von den Medien wurden Sie Anfang August (z. B. Nordkurier vom 02.08.2006) wie folgt zitiert:

Alle größeren Parteien wurden um Mitarbeit gebeten – einschließlich NPD.

“Von denen haben wir bisher nur eine E-Mail-Adresse bekommen”, sagte Projektleiter Gregor Hackmack. Mit der Internet-Kompetenz der Rechtsextremen sei es entgegen dem verbreiteten Eindruck “nicht so doll”. Zudem falle es einer autoritär-hierarchischen Partei wohl schwer, ihre Kandidaten selbständig argumentieren zu lassen.

Nicht nur, daß Sie selbst die Daten der NPD-Kandidaten fehlerhaft ins Netz gestellt haben. Nein, Sie haben ferner – trotz besseren Wissens – eine politisch-gefärbte Meinungsäußerung (Neutralität?) getätigt. Ihnen war seit Ende Juli bekannt, daß für alle NPD-Kandidaten eine entsprechende ePost-Adresse eingerichtet wird. Die Hintergründe für diese Einrichtung erläutere ich Ihnen noch in diesem Brief. Bereits Anfang August haben Sie den, von Ihnen so oftmals beschriebenen Einsatz für “Mehr Demokratie” mit Füßen getreten. Ihr “demokratisches” Handeln zeichnete sich auch in den Folgewochen durch den “Kampf gegen die NPD” aus. So brauchten Antworten von NPD-Kandidaten mehrere Tage, bis Sie auf Ihrer Seite zu lesen waren. Daher hat der Landesverband der NPD schon frühzeitig die Fragen und Antworten auf seine Weltnetzseite gestellt. Auf dieser konnten sich Interessierte bereits wesentlich früher über die Fragen und Antworten informieren, als auf Ihrem Projekt.

Skandalös sind aber Ihre vergeblichen “Bemühungen”, das NPD-Aktionsprogramm auf Ihrer Seite zu veröffentlichen. Bereits am 26.07.2006 haben wir Ihnen das Aktionsprogramm und eine gewünschte Aufschlüsselung zukommen lassen. Am 02.08.2006 erhielten wir, auf Nachfrage unserseits, die Auskunft: “leider mußten wir einige Fehler verbessern, so daß Sie anbei eine überarbeitete Version erhalten”.

Daraufhin haben wir Ihnen am 02.08.2006 erneut unser Aktionsprogramm als PDF-Datei gesendet. Kurz darauf haben wir Ihnen auch die gewünschte Aufschlüsselung zugeschickt. Auf Nachfrage von uns am 15.08.2006, warum unser Programm auf kandidatenwatch.de noch nicht ersichtlich ist, erhielten wir dann die Antwort “wir warten immer noch auf Ihr Aktionsprogramm im pdfFormat, das wir in Gänze als Quelle mit auf die Seite stellen können”. Daher erhielten Sie das Programm noch einmal als PDF-Datei. Am 21.08.2006 informierten Sie uns dann wie folgt “Die Zusammenfassung des NPD Parteiprogramms ist uns von Herrn Köster zur Verfügung gestellt worden und befindet sich in der Überarbeitung. Wir werden es sobald wie möglich online stellen”. Seit fast vier Wochen befindet sich unser Programm bei Ihnen zur Überarbeitung.

Wollen Sie das Programm umschreiben, weil es Ihnen nicht gefällt? Wenn Sie unser Programm und die Antworten unserer Kandidaten nicht veröffentlichen wollen, können Sie uns dieses auch direkt mitteilen.

Ihr Schreiben vom 21.08.2006 setzt diesem aber noch die Krone auf. Da die Antworten unserer Direktkandidaten angeblich von einem Rechner an Sie gesendet werden, gehen Sie doch tatsächlich davon aus, daß zumindest einige dieser Antworten gar nicht von den NPD-Direktkandidaten persönlich stammen.

Haben Sie sich eigentlich zuvor erkundigt, ob denn Ihre Befürchtungen/ Behauptungen zutreffend sind?
Natürlich haben Sie dieses nicht gemacht! Denn in Ihrem offensichtlichen blinden Aktionismus gegen die NPD lassen Sie jegliche Seriosität vermissen. Hätten Sie uns gefragt, wüßten Sie, daß neun Direktkandidaten über gar keinen eigenen Weltnetzanschluß verfügen und in ihrer Wohnumgebung auch nicht die Möglichkeit zur Nutzung eines Anschlusses haben. Die Fragen an diese Kandidaten wurden mittels vorhandener Möglichkeiten (Fax oder persönlich) weitergeleitet und von diesen beantwortet sowie dann von uns übermittelt. Weitere elf Kandidaten nutzen den Weltnetzanschluß ihres Arbeitgebers bzw., als Selbständige, den eigenen Weltnetzanschluß. Weitere fünf Kandidaten nutzen einen fremden Anschluß (Verwandte oder Bekannte). Es ist daher folgerichtig, daß die Kandidaten diese Daten nicht an Dritte weitergegeben haben. Auch hier mußten und haben wir eine Lösung gefunden. Hieraus zu mutmaßen, die Antworten erfolgen nicht von den Kandidaten, ist schlichtweg eine Frechheit! Durch die soziale Not in unserem Land und die Repressalien, denen politisch Andersdenkende heute ausgesetzt sind, ist leider vieles schwieriger, als es wünschenswert wäre.

Teilen Sie mir daher mit, wie wir mit den Kandidaten verfahren (25 Kandidaten), die Ihnen die private ePost-Anschrift nicht geben wollen oder können. Ein Fax der Kandidaten hilft in diesen Fällen auch nicht weiter!

Ich erwarte eine kurzfristige Rückmeldung von Ihnen.

Mit den besten Grüßen

Stefan Köster
Landesvorsitzender

26.08.2006″

Quelle: NPD-Mecklenburg-Vorpommern 02.09.06

Nun ist uns zwar nicht bekannt, inwieweit man bei Kandidatenwatch.de mit dem „Aktionsprogramm“ der NPD verfährt, die Aufregung wegen der angeblich ungerechten Behandlung der NPD-Kandidaten ist jedenfalls nur sehr bedingt berechtigt. So liegt uns der Text eines vertraulichen Rundschreibens des Wahlkampfleiters Holger Apfel vom 7. August vor, dass uns von einem NPD-Landtagskandidaten zur Verfügung gestellt wurde und aus dem glasklar hervorgeht, dass es sich bei den NPD-Kandidatenantworten zumindest teilweise sehr wohl um manipulierte Antworten handelt, so dass das Verfahren von Kandidatenwatch.de, künftig nur noch solche Antworten zu akzeptieren, die auch nachweislich von den jeweils persönlich befragten NPD-Kandidaten selber stammen, durchaus nachvollziehbar ist, da man sich ansonsten Seiten dieser Art schenken kann.

Wir zitieren wie folgt:

“Ich bitte alle Kandidaten um vertrauliche Behandlung des Inhalts!

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

wie Ihr von David bereits erfahren habt, hat der LV Mecklenburg-Vorpommern für alle Direktkandidaten eine eigene e-Post-Anschrift eingerichtet und diese an „Kandidatenwatch“ weitergemeldet. Hierbei handelt es sich um ein „unabhängiges“ Internetportal, mit dem Internetnutzer die Möglichkeit erhalten, den Direktkandidaten aller zur LTW antretenden Parteien alle möglichen Fragen zu stellen. Da sich diese Seite inzwischen großer Beliebtheit erfreut und aufgrund hoher Zugriffe auch immer stärker in den Fokus der Medien rückt, wollen wir dieses Forum intensiv nutzen – schließlich haben wir nicht allzu viele Möglichkeiten, uns in der Medienlandschaft halbwegs objektiv zu präsentieren. „Kandiadatenwatch“ ist eine interessante Gelegenheit, sich dem Dialog mit unseren Wählern zu stellen. Diesen positiven Aspekt können wir natürlich nur dann für uns nutzen, wenn die uns gestellten Fragen

David Petereit, Betreuer der NPD-Internetpräsenz und selber Landtagskandidat, vormals Mecklenburgische Aktionsfront – Die Schriftleitung

a) zeitnah – d.h. max. einen Tag später –,
b) inhaltlich kompetent auf der Basis des Partei- und Aktionsprogramms und
c) in einem einwandfreien Schriftdeutsch

beantwortet werden. Daher hat der Landesvorstand auch beschlossen, die Antworten zu den jeweiligen Fragen zentral über die Wahlkampfleitung an „Kandidatenwatch“ weiterzuleiten. Ich bitte dies nicht als Mißtrauen Euch als einzelnen Kandidaten gegenüber zu betrachten, aber es ist nur allzu logisch, daß nicht jeder Kamerad – mich selbst eingeschlossen – in allen politischen Themenfeldern über die gleiche Kompetenz bzw. optimale Voraussetzungen in Fragen der Stilistik und Orthographie verfügt. Außerdem ist es wichtig, daß sich die Aussagen der Kandidaten zu nahezu gleichlautenden Fragen nicht allzu sehr widersprechen. Deshalb ist hier Koordination und Hilfestellung im Interesse der Partei und aller Kandidaten notwendig.

Zur konkreten Vorgehensweise: Sobald eine Frage für Euch eingetroffen ist, leiten wir Euch die Frage weiter. Ihr habt dann max. 24 Std. Zeit, eine eigene Antwort zu formulieren, die (unter Berücksichtigung der vorg. Voraussetzungen) dann so authentisch wie möglich an „Kandidatenwatch“ zurückgeschickt wird. Erfolgt keine Antwort, übernimmt die Wahlkampfleitung die Beantwortung. Solltet Ihr mit einer Frage einfach nicht zurecht kommen, kein Problem, aber dann teilt uns dies am besten gleich mit, damit wir möglichst zügig handeln können. Zu „scharfe“ Formulierungen sollten von vornherein vermieden werden (vsl. strafrechtliche sowieso), da „Kandidatenwatch“ wiederum nicht so „unabhängig“ ist, daß man dort gemäß unserer Weltanschauung alles formulieren dürfte. Mehrfach ist es bereits vorgekommen, daß dann die Antworten komplett zensiert wurden. In diesem Fall schreiben die Macher nur den Hinweis, daß die Antwort gegen den „Ehrenkodex“ von „Kandidatenwatch“ verstoßen habe. Im letzten Bundestagswahlkampf passierte mir dies selbst trotz vermeintlich geschickter Formulierung zweimal. Dies sollten wir möglichst vermeiden.

Wer sich selbst mangels Zeit oder aus welchen Gründen auch immer grundsätzlich nicht an der Beantwortung der Fragen beteiligen kann oder beteiligen möchte, teile mir dies bitte umgehend mit. Wir können uns dann nämlich sofort nach Eingang der jeweiligen Fragen an deren Beantwortung machen.

…*

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Holger Apfel
Wahlkampfleiter”

*Den letzten Abschnitt ließen wir an dieser Stelle entfallen, da er lediglich E-Mail und Handynummer Holger Apfels enthielt sowie den Hinweis, dass er bis zum Montag nach der Wahl in Pommern weilt. – Die Schriftleitung

Die Gewissheit mit 7 Prozent + X in den Landtag einzuziehen verlässt die NPD freilich auch trotz solcher offenkundigen Blamagen kaum. Und zwar mit gutem Grund, so sieht die jüngste Meinungsumfrage vor der Wahl die NPD bei ca. sechs Prozent. Ein Verdienst der freilich nicht so sehr der NPD-Wahlkampfpropaganda zuzurechnen ist, sondern mehr der politisch überkorrekten Panikmache der NPD-Gegner, deren aufgesetzter Antifaschismus den Wähler förmlich dazu nötigt, sein Kreuz bei einer Partei zu machen, deren einzige Auszeichnung es gegenüber ihren Gegnern ist, dass ihr innerer Fäulnisgrad noch nicht ganz das Niveau der Gegenseite erreicht hat und das ist in der Tat heutzutage schon viel, eine wirkliche Alternative ist es allerdings auch nicht. Ungeachtet dessen würde ein solcher Prozentsatz in der Tat in etwa das derzeit greifbare nationale Wählerpotential des Landes zusammenfassen.

Tatsächliche Veränderungen würde ein Einzug der NPD in den Schweriner Landtag jedoch auch nicht bringen, statt dessen dürfte die Öffentlichkeit in absehbarer Zeit das Schauspiel erleben, dass die frischgebackenen Abgeordneten in nicht allzu ferner Zeit, all ihrem Wortgeklingel zum Trotz, jenem bekannten Verwandlungsprozeß erliegen, den Orwell seinerzeit so überzeugend am Ende seiner Erzählung „Die Farm der Tiere“ geschildert hat. Was Wunder, etwas anderes zu wählen heißt schließlich nicht zwangsläufig, dass man auch was besseres wählt, zumal, wenn sich die vorhandenen Angebote im Grunde genommen in nichts unterscheiden. Aber was soll`s, die Hoffnung höret eben immer auf.

Sieh auch
Altermedia 08.08.06

Altermedia 05.08.06

Kandidatenwatch.de

Wahlumfrage für M-V vom 01.09.06

Quelle: Störtebeker-Netz 02.09.06



Tags: Allgemeines

27 responses so far ↓

  • 1 bildad // Sep 2, 2006 at 15:40

    Nanu stoerti hat wieder offen, der freche Schreibstil ist aber gleich geblieben.

    Kann Stefan Köster besser als Udo singen, wie gesagt ein Geheimtipp, ist Ösi Wahlkampf, das wird sich der andere Spitzenkanditat in M-V nicht trauen, was die Rechtspopulisten hier treiben.
    http://www.fpoe.at und auf HC klicken, HC rappt herum, nicht schlecht gemacht, ( sowas hat Jörg nichtmal in seinen besten Zeiten gebracht) zuminderst besser als wenn “Steiner” Wulff “Wir unterwandern die Wasg” singt.

  • 2 bildad // Sep 2, 2006 at 15:59

    “die Osterweiterung ist eine gute Sache, es grüßt dich HC Strache” ha,ha

    Das sind zynischen Pointen.

  • 3 bildad // Sep 2, 2006 at 16:23

    Wie geht der Wahrheitsschmäh, stoerti hat zu, da machen sich viele Beaufragte für äh gegen Rechtsextremismus Sorgen. Das geht so nicht, von wem soll ich meinen Bericht sonst abschreiben, Von Passau bis Kiel bricht Panik aus, bei den von Steuergeld bezahlten, Rechtsextremismus Experten.
    Das müssen wir ändern.
    stoerti: ” Ruhe da , tretet meine Tür nicht ein, ich hab schon 27 Aldi-PCs”

  • 4 bildad // Sep 2, 2006 at 17:09

    “Drei Tage BZÖ-FPÖ-streit

    (Die Presse) 02.09.2006

    Am Mittwoch entschied die Bundeswahlbehörde, dass die FPÖ den begehrten dritten Listenplatz erhält. Denn auf ihrer Liste kandidiert die Mehrheit der FP-Kandidaten von der letzten Wahl. Das BZÖ muss nun mit Platz fünf am Stimmzettel Vorlieb nehmen. In Niederösterreich bekamen die Orangen sogar nur den sechsten Listenplatz, weil die KPÖ ihre Kandidatur vorher einreichte.

    Am Donnerstag entschieden die neun Landeswahlbehörden, dass die Listenbezeichnung “Die Freiheitlichen – Liste Westenthaler – BZÖ$!R” zulässig ist. Eine Verwechslungsgefahr mit der FPÖ wurde nicht geortet.

    Am Freitag erließ ein Zivilgericht eine Einstweilige Verfügung: Demnach darf sich das BZÖ nicht mehr “Die Freiheitlichen” nennen. Laut Innenministerium hat das aber keine Auswirkungen auf den Stimmzettel. ” (die Presse)

    Naja der Wahlkampf der NPD in MV scheint fad zu sein ( typisch Piefke langweilig) in Ö geht es jeden Tag wild zu zwischen den rechtspopulistischen Parteien.

  • 5 Freudenfeur // Sep 2, 2006 at 17:18

    …und was ist jetzt so schlimm daran, dass die epost gesammelt wird, Schreibfehler korrigiert werden und diese epost dann an kandidatenblabla weitergleitet wird?

    Ist doch verständlich, wenn dabei auch Dinge rausgenommen werden von der NPD, die ihre Kandiaten probleme bereiten könnte in strafrechtlicher Hinsicht.

    Kann da jetzt nichts schlimmes entdecken, ausser dass die NPD ihre Kandidaten schützen möchte. Ich selbst würde wahrscheinlich auch über das Ziel hinausschiessen, weil ich einfach keine Lust habe, meine Worte anhand eines Gesetzbuches zu kontrollieren, somit ist diese Hilfestellung doch ganz i.O., kann ja nicht jeder so toll schreiben wie vielleicht Herr Apfel, die Schriftleitung oder Günther Krass.

    Manche Menschen reden und schreiben eben so wie ihnen der Mund gewachsen ist, da das aber nicht mit dem tollen besatzer (J)STGB vereinbar ist, muss man eben vorsicht walten lassen. Finde das macht die NPD richtig, obwohl ich eigentlich kein Freund dieser Partei, oder einer anderen, bin.

    Nun von jemanden der in den Landtag möchte, sollte man wohl doch schon soviel Qualifikation verlangen können, daß er sich in halbwegs annehmbaren Schrifdeutsch ausdrücken kann sowie daß er der wichtigsten Verhaltensregeln in diesem Rechtsstaat kundig ist. Andernfalls erhebt sich die Frage, was für Menschenmaterial man denn da ins Parlament hieven möchte.

    Darüber hinaus gehen wir schon davon aus, daß ein durchschnittlicher Wähler, der eine Seite wie Kandidatenwatch.de in Anspruch nimmt, schon die Absicht hat, von seinem Kandidaten die persönliche Meinung zu bestimmten Themenkomplexen zu wissen und nicht das, was in irgendwelchen 08/15 Propagandabroschüren steht.

    Abgesehen davon läßt allein schon die Notwendigkeit des Apfelschen Rundschreibens erkennen, daß die NPD ausgesprochene Schwierigkeiten damit zu haben scheint, daß ihre Kandidaten sich frei äußern und das läßt schon tief blicken, zum einen mit Hinblick auf die innerparteilichen Möglichkeiten eine eigene Meinung öffentlich zu äußern und zum andern mit Hinblick auf die politischen Qualitäten der jeweiligen Kandidaten selber.

    Auch den Hinweis, wonach nicht eben jeder Kandidat so gut schreiben könne wie dieser oder jener andere Zeitgenosse befriedigt nur wenig, da man gerade im Landtag von den Abgeordneten ein akzeptables Minimum entsprechender Fähigkeiten erwartet, die ihn dafür prädestinieren, sich frei in Schrift und in Rede äußern zu können. Falls nicht, was will man denn dort überhaupt? Nur Gegenstand von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Parteiapparatschiks sein, die durch die Landtagsfraktion in Dresden noch nicht versorgt werden konnten? Gut, das ist vielleicht menschlich gesehen verständlich, politisch nachvollziehbar jedoch nicht unbedingt.

    Schriftleitung Altermedia

  • 6 Nunja // Sep 2, 2006 at 19:35

    In jedem Wahlkampf bekommen die verschiedenen Kandidaten massenweise Post von Vereinen, Institutionen, Privatpersonen oder eben auf von Machern einer Internetseite wie Kandidatenwatch. Dass dabei auch die eine oder andere schriftliche Frage beantwortet werden soll, liegt in der Natur der Sache. Anzunehmen, dass dies aber durch die jeweiligen Parteien und ihre Kandidaten unkoordiniert und ohne juristische Prüfung erfolgen würde, vor allem wenn die Antwort veröffentlicht wird, ist geradezu lächerlich. Wer das glaubt, glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

  • 7 Schwert // Sep 2, 2006 at 19:45

    “Was Wunder, etwas anderes zu wählen heißt schließlich nicht zwangsläufig, dass man auch was besseres wählt, zumal, wenn sich die vorhandenen Angebote im Grunde genommen in nichts unterscheiden.”

    Die Schriftleitung will doch nun echt nicht behaupten, daß die politischen Programme und Zielsetzungen der NPD mit denen der Etablierten gleichzusetzen sind?

    Und warum nicht? Propaganda ist Propaganda und Geschwätz ist Geschwätz. Was tut man nicht alles für einen gesicherten Posten. Allerdings geben wir gerne zu, daß wir jeden Menschen beneiden, der noch dazu fähig ist, sich Illusionen hinzugeben, uns ist das leider nicht mehr möglich, aber wir werfen deswegen keinen Stein.

    Schriftleitung Altermedia

    Ansonsten: Wer glaubt, daß es eine parlamentarische Partei geben könne, in der jeder machen und in die Öffentlichkeit hinausposaunen kann, was er will, hat eine doch ziemlich eigenartige Vorstellung. Wie war das noch mal in der NSDAP…

    Wenn Herr Apfel meint, daß die Kanditaten sich tatsächlich so widersprüchlich äußern könnten, dann muß man sich aber schon wirklich fragen, ob die sich überhaupt über das politische Programm ernsthaft kurzgeschlossen haben.

  • 8 bildad // Sep 2, 2006 at 20:35

    Das einzige wo sich der hübsche Köster halten könnte bei einer Wahlkampfschlacht, ist zu sagen ich schau gern Frauenboxen und ich hab meinem Namen nicht geändert.

    FPÖ Strache zu BZÖ Westenthaler , sie haben ihren Namen geändert sie heißen ja Hojac, Hojac ich sing nicht in einem Keller unsere Ehre ist Treue, wie sie Miniadolf.

  • 9 Axel Heinzmann // Sep 2, 2006 at 20:46

    Geilt Euch doch bitte nicht an solchen Lappalien auf (und liefert damit dem gemeinsamen Todfeind noch Totschlagargumente). Wenn die NPD nicht nur Intelligenzbestien als Kandidaten bekommen hat, dann hängt das auch mit mehr als fünfzig Jahren politischer Verfolgung der Rechten zusammen. Da wäre wohl von den anderen Parteien garnichts mehr übrig. Und wenn die NPD die Partei der kleinen Leute ist, ja der “Prols”, dann ist es eben so. Ein Straßenkämpfer ist heutzutage wertvoller als ein Papierwichser.
    heinzmann.axel@web.de

    Tu dir doch selbst einen Gefallen und vertrödel deine Zeit nicht mit solchen Moralpredigten, die sind hier eh an der verkehrten Adresse.

    Die Papierwichser von Altermedia

  • 10 bildad // Sep 2, 2006 at 20:48

    Was wurde eigentlich aus stoertis engen Freund, der gern wen nackt am Laterenplahl bindet.?

    stoerti: ” Hast du dich niemals in einem Menschen geirrt, bildad”

  • 11 Besonders Interessierter // Sep 2, 2006 at 21:12

    Wobei wir nicht an ein Thema vorbeireden sollten. Hat die NPD das entsprechende Personal, sprich im Kandidatenangebot, dass notfalls auch ohne Hilfe einigermaßen rational antworten kann?

    JA? Dann ist die Frage: Warum lässt man sie nicht antworten?

    NEIN (und das ist realistisch)? Dann tut die Partei sich natürlich schon einen ungeheuren Gefallen damit, wenn sie über ihre Kandidaten den Mantel des Schweigens hüllt. Andererseits ist es geradezu unabdingbar, dass Kandidaten sich der Öffentlichkeit präsentieren.

    wer nicht an die Öffentlichkeit will, aus welchen Gründen auch immer, hat absolut nichts auf einer Kandidatenliste zu suchen!

  • 12 NPD Kreisverband UNNA/HAMM // Sep 2, 2006 at 23:09

    Vielleicht hätte die NPD-MV den Kommentator von Altermedia als Kandidaten aufstellen sollen. Der ist eloquent, belesen und kann blendend formulieren. Aber wahrscheinlich wollte er nicht und so mußten die Nordlichter sich eben mit dem behelfen, was sie hatten.*
    Aber eventuell klappt es ja beim nächsten Mal. Man sollte die Hoffnung nie aufgeben. Soweit wir wissen soll diese brillante Feder ja schon einmall Mitglied bei uns gewesen sein.

    Hoffen und harren hält manchen zum Narren. Erwähnten wir eigentlich schon, daß man bei uns bereits gespendet hat?

    Schriftleitung Altermedia

  • 13 Schulle // Sep 3, 2006 at 11:06

    Habt ihr euch mal auf Kandidatenwatch.de die Medienpartner angesehen.Systemtreue pur.

    Ja und? Das hindert doch keinen Kandidaten selber für sich zu sprechen, wo dies aber erst eine bestimmte Redaktion übernehmen muß, da kann man ja wohl kaum noch von persönlichem Dialog und Kandidaten sprechen. Da genügt es eigentlich, wenn die NPD gleich reinen Wein einschenkt, indem sie sagt, daß die Wahlkampfleitung für die Kandidaten spricht. … Jedenfalls für die meisten.

    Über die Systemtreue sollte man sich darüber hinaus auch nicht so sehr mokieren, verlangt die NPD dies doch von ihren Anhängern nicht minder. Die Unterschiede sind da nach unserem Dafürhalten durchaus fließend. Selbständiges Denken ist beiden Seiten ein Greuel, doch ist die Voraussetzung um dieses Phänomen zu verstehen selbständiges Denken und das ist nicht immer ganz einfach, weil man sich zuweilen von liebgewordenen Scheuklappen trennen muß.

    Schriftleitung Altermedia

  • 14 tdurban // Sep 3, 2006 at 11:31

    @ Nunja

    Mir ist es neu das NPD Kandidaten massenweise Post von Vereinen, Institutionen oder Privatpersonen bekommen würden. Es sei den man versteht darunter den Vergangenheitsspam von UN, DS oder ähnlichen Elaboraten. In der Regel hält sich das Interesse einer aussenstehenden Öffentlichkeit an NPD Kandidaten doch eher in Grenzen.

    Das die Antworten juristisch geprüft werden ist eher der Unfähigkeit seitens der Kandidaten strafrechtsfreie Äußerungen zu tätigen als organisatorischer Notwendigkeit geschuldet.

    Ansonsten geh ich jetzt mal meinen Zitronenfaltern beim Zitronen falten zuschauen.

  • 15 bildad // Sep 3, 2006 at 11:54

    “Hoffen und harren hält manchen zum Narren§

    Der Anarcho-Spruch geht aber anders “Hoffnung und Hanf, gehört zum Kampf”

  • 16 bildad // Sep 3, 2006 at 12:12

    http://wahlkabine.at/nrw2006

    Netter Wahlomat.

    Nanu bei mir kommt FPÖ vor KPÖ raus und die Grünen nicht an letzter Stelle sondern die ÖVP.

    Was wurde eigentlich aus den 250 Millionen Teuro von der KPÖ die im 10-jährigen Treuhandprozeß von der BRD in letzter Instanz einkassiert wurde. KPÖ: “Klassenjustiz” Da hat sogar der Honecker in Chile für die KPÖ ausgesagt.

    In der Tagesschau war das damals eine Meldung und es wurde gesagt das Geld komme den Aufbau der neuen Bundesländer zu gute. Wird schon gestimmt haben, von dem Geld hat man niewieder gehört.
    Mein Cousin war Mitglied der KPÖ, der hat zwei Wochen vor der endgültigen Entscheidung gesagt, es ist geplant wenn wir gewinnen ( in 1. Instanz haben sie ja gewonnen) die Partei aufzulösen und das geld auf die Mitglieder zu verteilen.
    Ich meinte lass eine Parteieintrittsformular rüberwachsen.

  • 17 bildad // Sep 3, 2006 at 12:28

    Hab ich zwar wieder mal das Thema verfehlt, aber das mit Honecker war superpeinlich von der KPÖ. Der wollte von der KPÖ das sie sich für ihn einsetzten, dass er nach Österreich auswandern darf. Schon verständlich so ein Fremdsprachenkönig wird er nicht gewesen sein, in Ö hätte er wenigstens die Sprache verstande.
    KPÖ Führung hat sich Null für Honi eingesetzt, so nach dem Motto für stalinistische Verlierer rühren wir keinen Finger.
    Und was war dann, die KPÖ beantragt Honi in Chile einzuvernehmen, der Erich war nicht nachtragend aber geärgert wird er sich schon haben und hat als Klassensolidarität natürlich ausgesagt, dass das Geld den solidarischen österreichischen Genossen gehört und nicht der DDR.

  • 18 Eichenholz Original // Sep 3, 2006 at 19:12

    @ Besonders Interessierter:

    Haben wir genug Bessere?

  • 19 Worch // Sep 3, 2006 at 22:00

    @ Axel Heinzmann:

    Wir müssen uns allerdings auch mal die Frage stellen, warum nur ungefähr ein Siebtel der vom Verfassungsschutz angeblich erkannten “Rechtsextremisten” in der NPD organisiert sind. Hängt das mit Verfolgung zusammen?! – Du und ich wissen möglicherweise, daß man als radikaler parteifreier Aktivist eher mal Gefahr läuft, politisch verfolgt zu werden, denn als Mitglied oder funktionstragendes Mitglied der NPD. Das heißt nicht, daß die ganz aus der Schußlinie sind, aber andere sind das bevorzugte Ziel. – Also hat es andere Gründe. Es kann an den Leuten liegen oder an der Partei. Ich vermute, es liegt weniger an den Leuten als mehr an der Partei. Obwohl man – fairerweise gesagt – auch nie einer Seite die alleinige Schuld zuschieben sollte. Aber alle Schwächen oder gar Mängel der NPD mit der jahrzehntelangen Verfolgung entschuldigen zu wollen, ist auch wieder viel zu flach gedacht.

    Grüße
    Christian Worch

  • 20 Thomas Brehl // Sep 3, 2006 at 22:17

    Na, wer sagt denn, daß die rechten Wahlparteien keine Fortschritte machen? Die Frage, ob einzelne Kandidaten an sie gestellte Fragen persönlich beantworten können/sollen, hätte man mal anläßlich der berühmten DVU-Kandidatur vor einigen Jahren aufwerfen sollen.

    Die Kandidaten der Frey-Partei konnten und wollten nicht mal mündlich Fragen beantworten und versteckten sich angesichts nahender Presse hinter zufällig herumstehenden Müllcontainern. Sicher werden einige diese oberpeinlichen Bilder noch in Erinnerung haben.

    Frey hätte ehrlicherweise in seiner anschließenden Presseerklärung verlauten lassen sollen: “Selbstverständlich werden die DVU-Kandidaten die Fragen der Presse schriftlich beantworten. Allerdings nur jene, die auch schreiben können.” Viele waren das vermutlich damals nicht…

  • 21 NPD KV UNNA/HAMM // Sep 4, 2006 at 16:32

    Worch meint nur 1/7 der in den VS Berichten Aufgeführten wäre in der NPD. Das stimmtso in etwa. Wenn man dann aber sieht wo die restlichen 6/7 sind wird einem doch leicht schwindelig. Worch und der Rest die anderen freien Kameraden sind nämlich ja auch nicht so viel mehr als wir kleiner Haufen.
    Dumm, wenn wir uns dann auch noch gegenseitig
    zerfleischen.

  • 22 Schwert // Sep 4, 2006 at 17:17

    Worch schreibst: “Wir müssen uns allerdings auch mal die Frage stellen, warum nur ungefähr ein Siebtel der vom Verfassungsschutz angeblich erkannten “Rechtsextremisten” in der NPD organisiert sind. Hängt das mit Verfolgung zusammen?!”

    Das ist eine gute Frage, die sogleich die Frage aufwirft, wer warum für den VS bzw für das System eigentlich ein “erkannter Rechtsextremist” ist und wer warum nicht? Wodurch kamen diese “erkannten Rechtsextremisten” in die Kartei des VS?
    Die NPD als solche wird als “rechtsextremistisch” eingestuft, wohl aber nicht automatisch alle ihre Mitglieger.

    Worch schreibt: “aber andere [außerhalb der NPD] sind das bevorzugte Ziel.”

    Und wieso sind sie das? Sind sie gefährlicher für’s System? Oder kann man sie leichter wegen “Propagandadelikte” anklagen?

  • 23 Worch // Sep 4, 2006 at 19:01

    @NPD-KV Unna:

    Klar ist es dumm, wenn wir uns gegenseitig zerfleischen. Fakt ist aber nun mal, daß es Interessengegensätze gibt. Sowohl zwischen NPD einerseits als auch zwischen parteifreien Aktivisten andererseits. Ebenso gibt es Interessengegensätze innerhalb der NPD wie auch unter parteifreien Aktivisten bzw. Gruppen untereinander. Diese Interessengegensätze sind Fakt. Sag mir, wie Du/Ihr mit ihnen umgehen willst/wollt? Welche Lösung hast Du dazu anzubieten/ habt Ihr anzubieten? Das “Piep, piep, piep, wir ham’ uns alle lieb”? Oder das gebetsmühlenartige “Wir wollen doch alle nur das gleiche”? Oder das “es geht doch nicht um uns,sondern nur um Deutschland”? Klingt ja alles sehr schön, aber ein Kilo Persil zum wieder-Saubermachen von dreckiger Wäsche kannst Du / könnt Ihr Euch auch nicht davon kaufen. Ich genausowenig. Die Gegensätze lösen sich nicht von selbst auf. Sie lösen sich auch nicht davon auf, daß man vor laufender Kamera miteinander shake-hands macht und das cheesekake-Grinsen aufsetzt, während dann hinter dem Rücken der jeweils anderen gegen diese intrigiert, über sie gehetzt (vornehmlich anonym) oder ihnen die Leute abgeworben werden oder auf welche Weise auch immer man interner Konkurrenz mindestens das Leben schwermachen, wenn nicht ihr das Wasser abgraben kann. Das sind so die Fakten. Und, wie gesagt, nun kommst Du bzw. kommt Ihr bitte mit Deiner bzw. Eurer Lösung!

    Grüße
    Christian Worch

  • 24 Worch // Sep 4, 2006 at 19:19

    @ Schwert:

    Lies einfach mal einen VS-Bericht. Es gibt sie im Netz. Da steht dann, welche Parteien oder Organisationen als “rechtsextremistisch” eingeschätzt werden (und warum aus Sicht des VS) und wieviele Mitglieder diese haben. Die Mitglieder einer als “rechtsextremistisch” eingschätzten Partei oder Organisation werden automatisch auch als Rechtsextremisten eingestuft, gleichviel, ob die VS-Kriterien für sie als einzelne Personen zutreffen oder nicht. Da reicht also schon die Mitgliedschaft in einer Partei oder Organisation, um den “Extremismus” zu begründen. Bei kleineren, meistens nicht einmal strukturierten Personengruppen oder Einzelaktivisten werden über Zahlenangaben meist Schätzungen gemacht.

    Also werden bei der Zählung, die auf bundesweit ca. 40.000 Rechtsextremisten kommt, alle zur Zeit etwa 6.000 NPD-Mitglieder mitgezählt. (Wie auch alle Mitglieder der DVU. Ob auch die der REPs, weiß ich im Moment gar nicht mehr – ist auch schon eine Weile her, daß ich mal gelesen habe, was der VS über die REPs so schreibt, weil sie mich eigentlich nicht sehr interessieren.) Ob oder wieviele davon aktiv sind, kann der VS regelmäßig eher schwer feststellen und trifft darüber meist keine Aussagen. Es ist also ausschließlich eine quantitative und keine qualitative Auflistung bzw. Einschätzung.

    Aktivisten außerhalb von Parteien sind oft – nicht immer, wohlgemerkt! – verstärkt Zielpersonen von Repression, weil sie radikaler sind und radikaler agieren und weil Papa Staat das aus für mich begreiflichen Gründen für gefährlicher hält. Papa Staat fürchtet nämlich weniger ein gemächliches Anwachsen der Wählerschaft der NPD als mehr eine möglicherweise kurzfristige Radikalisierung breiterer Volksmassen. Eine parlamentarische Bewegung (richtiger: Partei) läßt sich immer leichter kontrollieren und partiell sogar durch Infiltranten lenken als möglicherweise radikalisierte Massen. Vor allem, wenn die Radikalisierung der Massen kurzfristig erfolgt. Hinzu kommt, daß Parteien (wie andere Organisationen) ab einer gewissen Größe ZWANGSLÄUFIG mehr oder minder verbürokratisieren. Das ist kein Vorwurf, sondern eine neutrale, sachliche Erkenntnis. (Wenn ich der NPD bisweilen Verbürokratisierung vorwerfe, dann nicht, soweit es die NOTWENDIGE Parteibürokratie betrifft, sondern das, was darüber hinaus geht und was eigentlich nur noch Bürokratie um der Bürokratie willen ist. Als gelernter Notargehilfe bin ich zugleich auch gelernter Bürokrat, nebenbei erwähnt.) Auch dadurch entsteht der – teilweise unvermeidliche, teilweise übertriebene – Effekt, daß eine Partei (oder Organisation vergleichbarer Größe) mehr Energie nach innen richten muß als sie nach außen richten kann, während es bei nicht parteilich gebundenen Aktivisten so ist, daß sie sich um den ganzen Papierkram herzlich wenig scheren müssen. Damit haben wir einen sehr gravierenden Unterschied, der den Angehörigen des Repressionsapparats durchaus bewußt ist. (Denn das sind in aller Regel keine dummen Leute. Sie sind böswillig oder verhetzt, aber nicht dumm.) Und damit haben wir die unterschiedliche Gewichtung in der Gefährlichkeit.

    Du kannst diesen Mechanismus übrigens auch im Vergleich von Parteien untereinander feststellen. Nimm mal NPD und DVU – ein Vergleich, der sich in letzter Zeit allein schon dadurch anbietet, weil sie ja gemeinsam einen Deutschland-Pakt geschlossen haben und damit wieder enger zusammengerückt sind als in früheren Zeiten. Die DVU dürfte ähnlich viele Mitglieder haben wie die NPD; vielleicht sogar noch ein wenig mehr. Aber der Anteil von nach außen aktiven Mitgliedern ist in der DVU verschwindend klein, während er in der NPD relativ hoch ist. Nicht, weil sie möglicherweise radikalere Ansichten vertritt, sondern eben wegen des Anteils an nach außen gerichteter Energie ist die NPD daher aus der Sicht des Systems gefährlicher als die DVU. Und war es auch in Zeiten, wo die DVU schon in Landtagen vertreten war, aber die NPD noch nicht. Daher gab es auch Anfang 2001 einen Verbotsantrag gegen die NPD, aber noch nie einen gegen die DVU.

    Grüße
    Christian Worch

  • 25 Schwert // Sep 4, 2006 at 23:56

    @ Worch

    Fehler meinerseits, bezüglich der Einstufung als “rechtsextremistisch”.

    Eine unkontrollierbare, radikalisierte Masse ist für das System natürlich gefährlicher, weil sie evtl völlig unerwartet auftritt.
    Nur, wird so eine unkontrollierbare, radikalisierte Masse vom nationlanen Lager ausgehen bzw wird sie von ihm gesteuert werden können? Oder anders gefragt: Welche politische bzw gesellschaftliche Zielsetzung wird eine eventuelle unkontrollierbare, radikalisierte Masse in der BRD wohl aufweisen?

  • 26 NPD Kreisverband UNNA/HAMM // Sep 5, 2006 at 10:45

    Worch meint man sollte Gegensätze nicht verkleistern auch G.Horn zu singen wäre auch unsinnig.
    Dieser Ansicht sind wir auch. Was wir nur erwarten in gegenseitiger Respekt voreinander und die Einsicht, dass wir tatsächlich alle den gleichen bzw ähnlichen Kampf führen. Das hat überhaupt nichts damit zu tun vorhandene Unterschiede zu überdecken.
    Unsere gemeinsamen Gegner sollten wir uns nicht in unserem Lager suchen und damit das Spiel der Etablierten spielen, sondern außerhalb.
    Dass seit Jahrzehnten der Umgangston und das gemeinsame Auftreten von allen Seiten, wohlgemerkt allen, oft unerträglich ist, ist leider eine Tatsache.
    Die Quittung haben wir ja auch alle erhalten, indem das rechte Lager im Westen der BRD letztlich vollkommen rudimentär ist. Ca 40.000 Mitglieder in allen rechten Gruppen ( zu denen ja noch diverse wirklich harmlose Lesezirkel gehören ) in der gesamten BRD sind doch beschämend für unser Land.
    Hierbei schließen wir uns genauso ein wie auch die freien Kameradschaften, die bei allem Respekt vor Ihrem Einsatz auch nicht so erfolgreich sind. Wie gesagt wir schließen uns bewußt ein und haben jeden Respekt vor dem Einsatz der Freien, mit denen wir uns bemühen in unserer Gegend gute Verbindung zu halten.
    Vielleicht sollten wir alle ( alle ) einmal zu denken anfangen.
    Herzliche Grüße
    NPD KV UNNA/HAMM

  • 27 Worch // Sep 5, 2006 at 22:23

    @ NPD-KV Unna

    Okay. Wir sehen jetzt, wir führen alle den selben Kampf. So weit, so gut. – Wir führen ihn aber mit unterschiedlichen Mitteln. Der eine halt die Mittel des anderen für unwirksam oder gar kontraproduktiv. Und schon haben wir wieder den Ausgangskonflikt. (Siehe beispielsweise den “Liebesbrief” des NPD-Landesvorstandes Niedersachsen an Adolf Dammann.) Und?! Wie lösen wir dieses Problem?! Dafür bietes Du / bietet Ihr nun leider auch keine Lösung…..

    Grüße
    Christian Worch

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