Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz
Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Nur auf Altermedia: Neue Broschüre von Thomas Brehl – Teil 6 (05.01.09)

January 5th, 2009 · Post your comment (15 Comments)

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Der Nationale Widerstand

Rückschau, Analyse, Aussichten

Hier geht’s zum fünften Teil!

Frage 12: Unterhalten bzw. unterhielten Sie Verbindungen auch zu anderen nationalen Organisationen? Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu diesen anderen Gruppen beschreiben?

Ich und früher auch der KDS unterhalten eine Vielzahl von Kontakten zu anderen Gruppen des In- und Auslandes. Manche KDS´ler waren gleichzeitig auch Mitglieder anderer Organisationen, was nicht nur gestattet wurde, sondern ausdrücklich erwünscht war. Wir sahen und sehen uns nicht als Konkurrenz zu anderen, sondern als wertvolle Ergänzung, da wir den Befreiungskampf durch unsere Bemühungen in den Bereichen „Querfront“ und „Auslandsarbeit“ um wichtige Komponenten bereichern wollen. Auch durch die Selbstauflösung des KDS hat sich an der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit nichts geändert. Auch unsere Ziele werden wir nicht aus den Augen verlieren.

Frage 13: Als wie stark schätzen Sie die Geschlossenheit der „Nationalen Bewegung“ ein?

Die Geschlossenheit des Nationalen Widerstandes ist ein immer wieder gern geträumter Wunschtraum, der mit der Realität nicht das geringste zu tun hat. Manche halten das für eine Katastrophe, ich nicht. Es ist ganz gut, daß die Einheit des Nationalen Widerstandes wie ein Fernziel in unsere dunklen Tage herüberleuchtet. Eine Partei oder eine Person wird dereinst ihren Weg machen, alle anderen werden sich anschließen müssen oder sind dazu verdammt, in der völligen politischen Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. In den von uns erwarteten chaotischen Zeiten, wird sich auch ein charismatischer (An-) Führer finden, ein Massenbeweger, der dann mit Macht in die geschichtliche Entwicklung eingreifen kann. Was sollten wir jetzt mit ihm? Er wäre verheizt, ohne seine Wirkung überhaupt erst entfalten zu können. Das geht nur unter ganz bestimmten Umständen, in ganz bestimmten Zeiten. Jetzt befinden wir uns in einer Reinigungs- und Selbstfindungsphase, ein neuer Volksführer wäre momentan völlig fehl am Platze, der israelische oder amerikanische Geheimdienst hätte ihn beseitig, noch bevor sein Name deutschland- oder europaweit bekannt würde.

Was ich indes als sehr stark, bzw. hoch einschätze, ist die Fähigkeit (fast) aller Nationalen sich unter bestimmten Umständen oder historischen Situationen zu einer unerwartet starken Einheitsfront zusammenzuschließen, der sich dann sicher auch weite Teile des Volkes anschließen werden. Von dieser revolutionären Phase sind wir aber kilometerweit entfernt, noch steht das Auto vollgetankt in der Garage und die Putzfrau fliegt nach Mallorca, noch…

Frage 14: Wie sehen Sie die Zukunftsperspektive der „Nationalen Bewegung?

Langfristig gut, sehr gut. Das tiefe, dunkle Tal haben wir in den letzten 40, 50 Jahren wohl durchschritten, erste Silberstreifen leuchten am Horizont. Es muß und wird europaweit eine Rückkehr zum Nationalismus geben, als Voraussetzung zur Schaffung eines Europas der Vaterländer, das allein geeignet erscheint, ein Gegengewicht zu jenem multikulturellen Albtraum zu bilden, dessen negative Auswirkungen auf das friedliche Zusammenleben der Menschen jeden Tag deutlicher zu Tage treten.

Noch kapituliert die Masse der Menschen vor der regierungsamtlichen Verblödungspropaganda, obwohl die Realität schon lange nicht mehr mit den zweckoptimistischen Bildern der herrschenden Nomenklatura übereinstimmt. Immer größer wird die Unzufriedenheit gegenüber den frecher und frecher werdenden Zivilokkupanten und der Nachgiebigkeit des Systems. Das ganze liberalistische Geschwafel regt immer mehr Normalbürger auf, die sich in ihrem Alltag auch immer öfter der multikulturellen Traumblase und ihren negativen Auswirkungen gegenüber sehen. Auch die Tatsache, daß man nicht mal mehr verbal Dampf ablassen kann, weil immer neue „Antidiskriminierungsvorschriften“ erlassen werden, die uns vor lauter „political correctness“ sogar den Mohrenkopf (Negerkuß) und das Zigeunerschnitzel vermiest haben, läßt viele schon die geballte Faust in der Tasche spazieren tragen. Wann sie sie herausholen werden, weiß ich nicht, die Situation muß nur unerträglich werden und daß sie das irgendwann wird, daran kann kein vernünftiger Zweifel bestehen. Die Umfragen über die Unzufriedenheit der Menschen, die Wahlmüdigkeit und Politikverdrossenheit sagen vielmehr über den inneren Zustand dieses Systems aus, als die Wählerstimmen für die eine oder andere rechte Partei.

Noch zieht die Systempropaganda, nach der Rechte böse, brutal, dumm, kriegslüstern, ausländerfeindlich und was weiß ich noch alles sind, aber irgendwann wird das den Leuten schlichtweg egal sein, sie werden wieder Herr im eigenen Haus sein wollen und sei es, daß sie sogar zu einem Bürgerkrieg bereit wären. Dann müssen Europas Nationalisten bereit stehen, dann kommt erneut unsere Stunde. Alles andere wird – wie immer in Zeiten der Umwälzungen – vergessen sein. Die Jahrzehnte einer relativ stabilen Demokratie werden nichts mehr zählen, das wird Schnee von gestern sein.

Es muß dem Nationalen Widerstand jetzt gelingen, die Vorläufer geeigneter Strukturen aufzubauen, die dann in kürzester Zeit ausgebaut werden können. Dazu gehört im Innern ein Netz von Kameradschaften Gleichgesinnter, wie es ja in Ansätzen bereits existiert, dazu gehört der Ausbau europaweiter Kontakte und Vernetzungen, eine Aufgabe, der sich gerade der KDS immer wieder verstärkt gewidmet hatte. Und es gehört dazu das Schmieden einer antiglobalistischen, antiimperialistischen und antikapitalistischen Allianz weltweit, auch hier versuchte der KDS bzw. seine Kader nicht ganz ohne Erfolg, bereits heute eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Während in Südostasien noch jeden Tag zehn neue Mc-Donalds- Filialen eröffnen, machen wir uns bereits Gedanken über die postkapitalistische Zeit. Unsere Visionen sind unser größter Vorteil gegenüber einer nur noch mehr schlecht als recht verwaltenden Liberaldemokratie, die nicht mal mehr in der Lage ist, das einst durch die Hände deutscher Arbeiter Geschaffene zu bewahren, geschweige denn neue Ziele zu weisen oder auch nur die Existenz des eigenen Volkes für die nächsten zwei, drei Generationen zu garantieren.

Kopfschüttelnd werden kommende Generationen vor diesem Wahnsinn stehen, den eine von Beginn an kranke, ungerechte und verlogene Nachkriegsordnung mit sich gebracht hatte. Das völlige Ausgrenzen aller Rechten, das die vermeintlich „wehrhafte“, in Wahrheit aber wild um sich schlagende Demokratie derzeit zelebriert, wird einst unser größter Vorteil sein. Die Menschen werden nach einer Systemalternative außerhalb des herrschenden Systems suchen und sie werden uns finden, idealistische Menschen, die ohne Zwang die größten Opfer zu bringen bereit waren, schon als das System noch stabil aussah.

Teil D: Ergänzende Fragen

Eigentlich waren die ursprünglichen Fragen bereits beantwortet, dennoch kam es in den darauffolgenden Tagen zu Nachfragen und Ergänzungen, die ebenfalls dokumentiert werden sollen.

Ergänzung von Martin Thein:

Hallo Herr Brehl,

komme nochmals auf unser gestriges Telefonat zu sprechen: Habe für Sie folgenden Text zum Thema „Anti-Amerikanismus“ der 70er/80er Jahre nachformuliert. Ist das in Ordnung?

„Damals war unsere Abneigung gegenüber den USA mehr von einer kulturellen als vor einer politischen Dimension bestimmt. Die USA galt ja immerhin noch als quasi „Schutzschild“ vor der sowjetischen Bedrohung. Und als Kennedy in Berlin rief „ich bin ein Berliner“ fanden wir das natürlich auch nicht unerfreulich. Trotzdem wollten wir natürlich, dass die unser Land besetzenden US- Truppen Deutschland verlassen sollten“.

Eine Frage noch zu Ihrem „Demokratieverständnis“. Habe die vorliegenden Antworten mal in Typen eingeteilt, frei nach der Methodik der qualitativen Forschung.

Typ 1: „Der demokratiefeindliche Nationalist“

Typ 2: „Der autoritär-demokratische Nationalist“

Typ 3: „Der basisdemokratische Nationalist“

Ich weiss, eine Einordnung ist immer eine gewisse Künstlichkeit. Aber trotzdem, wo würden Sie sich einordnen? Vielleicht können Sie mir ja kurz was dazu schreiben.

Bedanke mich, auf bald
Ihr Martin Thein

Antwort von Thomas Brehl:
Nein, das können Sie so nicht schreiben, denn „als Kennedy in Berlin…“ war, war ich sechs Jahre alt und pflegte das Zeitgeschehen noch nicht zu kommentieren, ja nicht mal einzuordnen. Ich meinte gestern eher, daß die Bevölkerung auch vieles, was aus Amerika kam, ablehnte, besonders die Mode, die Musik, bestimmte Filme, also kulturelle Dinge, man aber andererseits sehr froh war, daß die Amis dem Russen sagten „Bis hier her und nicht weiter!“ und daß infolgedessen auch ein Kennendy sich der großen Begeisterung überwiegender Teile der Bevölkerung sicher sein konnte, als er seinen berühmten Satz sprach. Das hat lange nachgewirkt, erst mit dem nicht endenwollenden Vietnam-Krieg kam nach und nach der wirklich breite Protest auch gegen den amerikanischen Imperialismus und damit gegen eine Kriegspolitik, die aber hauptsächlich von linken Kreisen als bedrohlich empfunden wurde. Der Durchschnittsbürger betrachtete die Dinge ohne Tiefgang, so daß weniger eine links-rechts Trennlinie durch die bürgerliche Gesellschaft lief, als vielmehr eine alt-jung Trennlinie, wobei die Jungen in ihrer Masse von der amerikanischen Mode, der Musik und den Filmen begeistert waren und alles fleißig kopierten und die Alten aufgrund ihrer Erziehung und dem eigenen Erleben in der Jugend, das alles in zunehmendem Maße ablehnten.

Als wir dann anfingen, war die deutsche Jugend schon durch und durch amerikanisiert, natürlich ohne jeden politischen Bezug. Was die amerikanische Regierung machte, war denen egal, aber was an Jugendkultur rüberschwappte wurde begeistert aufgenommen, was aber auch an dem völlig falschen Bild lag, das über Amerika vorherrschte. Man kannte damals nur das reiche, mächtige und dynamische Amerika, von Slums, Rassenkonflikten, Armut und ähnlichem hörte man wenig oder nichts und wenn doch, interessierte es die deutsche Jugend nicht sonderlich. Man lebte eine Illusion, die man fälschlicherweise für Amerika hielt.

Der linke Antiamerikanismus war von Anfang an jugendbewegt und deshalb sehr viel erfolgreicher als der von rechts. Die Alten galten ja zu allen Zeiten und in allen Kulturen immer als die, die der Jugend ihren Spaß nicht gönnen und alles miesmachen müssen, daher fielen rechte Parolen gegen Amerika auch nicht auf fruchtbaren Boden. Das änderte sich erst, als wir, junge Rechte eben, unseren Antiamerikanismus formulierten und öffentlich machten. Damit konnten wir zwar auch keine Massenbewegung entfachen, aber Antiamerikanismus von rechts wurde plötzlich glaubhafter und ergriff jetzt auch junge Kameraden, die sich schon mal vor versammelter Mannschaft den „Levis“-Aufnäher von der Jeans trennten…

Alfred Rosenberg

Ihre Typisierungen sind natürlich untauglich, da müßte man erstmal eine genaue Begriffsbestimmung vornehmen und selbst dann wird eine Einordnung schwierig. Mehr noch als andere Bereiche des menschlichen Zusammenlebens braucht Politik Fachleute, jeden bei allem mitbestimmen zu lassen, muß langfristig katastrophale Folgen haben. Ich erinnere mich da an die Geschichte einer kleinen Rhöngemeinde, die bei jeder Wahl eine Stimme für die DKP aufwies und nun wollten alle wissen, wer denn der Kommunist in ihren Reihen sei und man beäugte sich mit großem Mißtrauen, was die Atmosphäre im ganzen Dorf belastete. Wie es am Ende rauskam, weiß ich nicht mehr, jedenfalls stellte sich heraus, daß es immer eine bestimmte erzkatholische alte Frau war, die DKP gewählt hatte, weil sie glaubte, daß das „DKP“ für „Deutsche Kommunionspartei“ stünde…

Ein starker Staat muß jedenfalls anderen Ländern gegenüber bestimmt und als monolithischer Block auftreten. Die Staatsführung sollte dabei aber unbedingt vom Vertrauen des Volkes getragen werden. Dieses Vertrauen muß immer wieder neu gewonnen werden und daher sind Wahlen natürlich wichtig. Dazu brauchts aber keine Mehrparteiendiktatur, wie sie heute am Entstehen ist, sondern die Schicksalsfragen der Nation müssen angesprochen werden und es muß eine tatsächliche Wahl geben. Dabei müßten heute Fragen beantwortet werden wie: Wollen wir wirklich eine multikulturelle Gesellschaft? Wollen wir wirklich die Aufgabe staatlicher Souveränität zugunsten einer Brüsseler Bürokratendiktatur, die uns sogar den Krümmungswinkel unserer Gewürzgurken vorschreibt? Wollen wir die stabilste Währung der Welt wirklich für die europäische Integration opfern? Und wo bitte endet Europa? Kann die Türkei, kann Israel überhaupt Mitglied eines vereinten „Europa“ sein? Diese Fragen sind Schicksalsfragen und nicht die nach Hartz-IV, ein Euro-Jobs oder Riester-Rente. Auch das mag wichtig sein aber erst, wenn das andere geklärt ist.

Deshalb bleibt zu Ihrer Typisierung zu sagen: Ja, ich bin ein Feind dieser Demokratie, ja ich bevorzuge eine autoritäre Demokratie aber eben eine Basisdemokratie, so daß von allen Typen etwas einfließt…

Sie haben natürlich Recht, am Anfang sagte ja überhaupt keiner „Demokraten“, sondern stets „Demokröten“ aber alle, die ein wenig was zu melden hatten über die ganzen Jahre, machten sich zum Teil natürlich auch tiefgreifendere Gedanken. Es waren nicht zuletzt kritische Überlegungen zum historischen Nationalsozialismus (hier haben mich besonders Alfred Rosenbergs „Letzte Aufzeichnungen“ bewegt, weil ich da zum ersten Mal las, daß auch die Elite des NS-Staates sich sehr wohl Gedanken über die weitere Entwicklung, z.B. einen NS-Staat ohne Adolf Hitler gemacht hatte) führten dazu, daß man sagt, gut, hier haben wir eine Idee und hier die Versuche zu ihrer Verwirklichung. Da kam man natürlich schnell drauf, daß die ursprüngliche Idee der Demokratie gar keine schlechte war, daß aber die moderne Liberaldemokratie mit all ihren volksfeindlichen Auswüchsen und ihrem Kampf gegen die Patrioten dieses Landes, eine bekämpfungswürdige entartete Form darstellt, die niedergerungen werden muß, wenn unser Volk überleben soll.

Außerdem war die Geschichte voll mit Beispielen, daß die Demokratie immer wieder gescheitert ist und daß sie einem wirklich entschlossenen Gegner nichts entgegenzusetzen hatte. Für uns hatte sie nichts Erstrebenswertes, bot keine Visionen, ein langweiliger dauernder Verwaltungsakt, mehr nicht. Und dem gegenüber dann das starke Reich vergangener Tage, das Riesenräume beherrschen und kultivieren und eine Friedensordnung in Europa schaffen wollte, für die nächsten Jahrhunderte. Kein demokratischer Politiker, so viel Charisma er auch immer haben möge, kann jene begeisternde Zustimmung der Massen erringen, wie zum Beispiel Adolf Hitler, wobei ich keinesfalls die Gefahren der Machtkonzentration in einer Hand vergessen machen will. Hitler aber war aus der Not geboren und zwischen Retter und Verderber liegen oft nur wenige Entscheidungen und kurze Zeiträume. Trotzdem – oder gerade deshalb – war Hitler für uns der Retter, während Millionen ihn bis heute für den Verderber halten. Selbst Joachim C. Fest mußte einräumen, daß – wenn Adolf Hitler 1938 einem Attentat zum Opfer gefallen wäre – kaum jemand gezögert hätte, ihn als einen der größten Deutschen der Geschichte zu bezeichnen.

Ergänzung von Martin Thein:

Hallo Herr Brehl,
im Verfassungsschutzbericht 1986 wird davon gesprochen, dass Adolf Hitler bis 1982 „unbestrittenes Leitbild aller Neonazis“ war, dies aber in der Folgezeit durch den zunehmenden Einfluss nationalrevolutionärer Neonazis in einen „antihitleristischen Kurs“ gemündet sei. Nach meinen Recherchen kann ich dieser Aussage nicht zustimmen, da Kühnen noch 1982 einen Aufsatz mit dem Titel „Adolf Hitler ist und bleibt ein Vorbild“ (in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt vom 14. 02.1982) schrieb.

Können sie mir eine persönliche Einschätzung diesbezüglich abgeben?

Antwort von Thomas Brehl:

Was Ihre Frage betrifft, so bleibt zunächstmal anzumerken, daß – um es vorsichtig auszudrücken – auf den VS-Bericht nur bedingt Verlaß ist. Er ist eher politisches Instrument, als objektive Informationsquelle und es gab auch schon eine Menge faktischer Fehler dort zu lesen, die kaum dem Zufall zu verdanken sein werden. Schon der 85´er VS-Bericht deutete einen „zunehmenden Einfluß“ der Antihitleristen an, im 87´er rudert man schon wieder zurück und schreibt nur noch einen abgeschwächten Nebensatz zu diesem Thema. Tatsache ist, daß sich die einflußreichsten Gruppen des damaligen Widerstandes stets zu Adolf Hitler bekannt haben, das betrifft sogar die Zeit nach der Spaltung, wo beide zunächst quasi gleichstarke Fraktionen trotz aller Grabenkämpfe niemals Adolf Hitler als Initiator und Ideengeber der nationalsozialistischen Bewegung in Frage stellten. Der einzige überhaupt ernstzunehmende Versuch der Abkehr vom „Hitlerismus“ ging von der Gruppe um Hepp aus, deren völliges Scheitern aber auch schon wieder den Schlußpunkt unter diese Entwicklung setzte. Kexel zu Zwölf Jahren Haft verurteilt, beging Selbstmord, Hepp, weltweit gejagt, gelang es mit Hilfe der Stasi unterzutauchen, die Gruppe selbst, die ja auch nie mehr als vielleicht 15 Personen umfaßte, komplett aufgeflogen, ihre Mitglieder wegen Sprengstoffanschlägen und Banküberfällen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Natürlich gab es noch diverse Zirkel, wie die Münchner Gruppe um Josi Heggmeir, die sah man aber nicht auf der Straße und dem VS werden sie dadurch aufgefallen sein, daß sie hochtrabende Positionspapiere ausgearbeitet und verbreitet haben. Oder alte Anhänger von Strasser, besonders jene von Otto, die seine Thesen mit beeindruckendem finanziellen Aufwand sogar über ein Zeitungsprojekt an den Kiosken verbreiten wollten. Es hat nur niemanden interessiert. Von politischer Bedeutung war das alles nie, weder für die Szene, noch für die Öffentlichkeit, die ja eine Abkehr von Adolf Hitler durch die medial stets präsenten „Neo-Nazis“ auch irgendwie registriert hätte. Mir sieht das alles so ein bißchen danach aus, als ob der VS hier sagen will: „Seht her, wir wissen viel mehr, als alle anderen, die Nazis wenden sich von Adolf Hitler ab!“

Bei objektiver Betrachtung muß ganz einfach festgestellt werden, daß 90% der FAP-Mitglieder hitlertreu waren und außer der FAP lediglich das „Komitee zur Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Adolf Hitlers“ (KAH) von Bedeutung war, das sich ja nicht aus Abneigung zu Hitler so genannt hatte.

Zur Entwicklung von der absolut hitlertreuen hin zur mehr und mehr nationalrevolutionären Bewegung fallen mir im Rückblick zwei wesentliche Punkte ein, die ich kurz erläutern möchte:

1. Historischer Bezug:

Als wir politisch zu arbeiten anfingen, gab es als historische Vorbilder ausschließlich Leute, die aus der Erlebnis- und Frontgeneration stammend, ihr gesamtes Weltbild am gelebten Nationalsozialismus hitler´scher Prägung ausrichteten. Die meisten waren ehemalige Frontsoldaten wie Rudel, Remer, Degrelle, Riehs, Dahl und wie sie alle hießen, für die allesamt Adolf Hitler der politische und historische Bezugspunkt ihres Lebens und ihrer weltanschaulichen Arbeit überhaupt war. Eine Kritik an der Person des Führers war in Gegenwart dieser Leute undenkbar, aber von uns auch gar nicht angedacht, denn Nationalsozialismus, Adolf Hitler und Drittes Reich bildeten in unserer Vorstellung eine untrennbare Einheit und damit auch den Bezugspunkt für eine politische Revision der Geschichte und die Rückkehr zu einem Deutschland, wie es von 1933 bis 1945 existiert hatte. Die Frage der Umsetzbarkeit unserer Ideen stellte sich erst allmählich ein, zumindest was mich persönlich betrifft. Ich weiß das aber auch von einer Menge anderer Kameraden, die sich zum Teil erst nach Jahren des politischen Kampfes die Frage stellten: Ist das, was wir wollen auch unter den günstigsten weltpolitischen Umständen überhaupt möglich? Konkret: Kann an die Geschichte des Jahres 1945 angeknüpft werden, so als habe es die Zeit zwischen damals und heute gar nicht gegeben?

Sehr bald (nachdem die Frage erstmal gestellt war) gelangte ich zu der Ansicht, daß der historische Nationalsozialismus untrennbar mit der Person Adolf Hitlers verbunden war und folglich ohne Adolf Hitler eine Fortsetzung des Dritten Reiches ohnehin nicht möglich sei, völlig ungeachtet der macht- und außenpolitischen Umstände, die eine Neuauflage des Dritten Reiches sowieso unmöglich gemacht hätten.

So rückte bald die Frage in den Vordergrund, was denn an der Idee eines nationalen Sozialismus und der einer Volksgemeinschaft per se so faszinierend war, daß es den erneuten Versuch einer realpolitischen Umsetzung dieser Vorstellungen lohnenswert erscheinen lassen würde, auch gegen alle bereits vorhandenen und alle noch zu erwartenden Widerstände.

Durch Kühnen waren die Namen Röhm und (Gregor) Strasser in die Debatte geworfen worden und bei näherer Beschäftigung mit den Ideen dieser Personen, trat immer deutlicher zu Tage, daß es auch während des Dritten Reiches unter den Anhängern Adolf Hitlers und sogar unter den Entscheidungsträgern von Staat und Partei erhebliche Unterschiede in der Beurteilung der zu wünschenden Entwicklung des ersten nationalsozialistischen Volksstaates gegeben hatte. Besonders faszinierend fand ich in diesem Zusammenhang auch die letzten Aufzeichnungen von Alfred Rosenberg, der sich noch im Angesicht des Galgens tiefgreifende Gedanken über die mögliche Entwicklung nach einem gewonnenen Krieg und einen nationalsozialistischen Staat ohne Adolf Hitler gemacht hatte.

Während an Rosenberg seine Gedankenwelt faszinierte, er ansonsten als Mensch wenig Begeisterndes oder Mitreißendes an sich hatte (farblos), war es im Falle Röhm und Strassers eher ihre Dynamik und revolutionäre Konsequenz, die zu begeistern wußte. Röhm wollte der nationalen Erhebung die zweite, die sozialistische Revolution folgen lassen und alle die Kräfte zu Boden werfen, die dann tatsächlich später, besonders im Kriege, wieder ihr reaktionäres Haupt erhoben. Auch für Kühnen zog sich ein roter Faden vom Wortbruch reaktionärer Verräter im Zusammenhang mit dem „Marsch auf die Feldherrnhalle“ (1923), über den Putsch gegen Röhm (1934), bis hin zu den Vorgängen des 20. Juli 1944, wo wir die Quittung dafür erhielten, daß die alten Eliten der Reichswehr eben nicht konsequent durch ein nationalsozialistisches Volksheer ersetzt worden waren. Wenn es eine Lehre aus dem Niedergang des Dritten Reiches gibt, dann die, daß eine konsequente Revolution die alten Eliten rigoros aus Amt und Stellung entfernen muß, um eine neue Elite aus den eigenen Reihen heranzubilden. Es muß kein Blut fließen – um hier nicht falsch verstanden zu werden – aber die vormals „gesellschaftlich relevanten Gruppen“ dürfen niemals mehr irgendwas zu melden haben.

Die einzelnen politischen und besonders sozialpolitischen Forderungen Röhms und Strassers zu erörtern, sprengt den Rahmen dieser kurzen Antwort auf die sich hier neu ergebende Fragen. Die Zuwendung zu ihrer Gedankenwelt muß nicht die Abwendung von Adolf Hitler als historischer Gestalt höchsten Ranges bedeuten, denn jenseits aller Detailüberlegungen steht unumstößlich fest, daß auch Röhm und Strasser erst durch Adolf Hitler zu historischen Persönlichkeiten geworden sind. Ich bin daher auch strikter Gegner des „Ausgrabens“ all der bereits überwundenen Konzepte und Personen der 30er Jahre. Die Sozial- und Nationalrevolutionäre jener Zeit sind an der Dynamik und am Erfolg Adolf Hitlers gescheitert und unsere Zeit bringt vollkommen andere Herausforderungen und Notwendigkeiten mit sich, so daß wir nicht auf alte Ideengebäude zurückgreifen können und dürfen, sondern die Antworten auf die brennendsten Fragen unserer Zeit gefälligst selbst zu geben haben.

2. Völlig neue Herausforderungen:

Das bundesdeutsche Strafrecht ist in ganz besonderem Maße darauf ausgerichtet, Bestrebungen ehemals nationalsozialistischer Organisationen zu verhindern. Alle im Bezug zur NSDAP und zum Dritten Reich stehenden Symbole sind verboten, darunter besonders Kennzeichen, wie Lieder, Symbole, Grußformen und sogar das Brustbild Adolf Hitlers. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre mag es deshalb noch als genialer „Trick“ gegolten haben, statt vom Nationalsozialismus von einem nationalen Sozialismus zu sprechen. Heute aber ist das anders, denn der von jungen Aktivisten geforderte nationale Sozialismus hat in Wirklichkeit immer weniger mit dem historischen Nationalsozialismus zu tun. Die aus der Erlebnisgeneration stammenden Alt-Aktivisten, deren oberstes Ziel tatsächlich die möglichst schnelle Rückkehr zu den Verhältnissen (auch machtpolitischen Verhältnissen) des Dritten Reiches gewesen ist, ist – sofern sie noch lebt – auch innerhalb der Szene heute ohne jede aktuelle politische Bedeutung. Grund für den Paradigmenwechsel ist nicht nur der zeitliche Abstand zu besagter Epoche, sondern schlicht und ergreifend die Tatsache, daß wir mittlerweile vor völlig neuen Voraussetzungen und Erfordernissen stehen. Die Feinde Deutschlands sind heute die Feinde Europas, die Bedrohungslagen gehen nicht mehr von benachbarten Völkern und Staaten aus, sondern vom US-amerikanischen Imperialismus, von der Überfremdungspolitik der Etablierten und von der weltweiten Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschheit durch eine vergleichsweise kleine Gruppe monopolkapitalistischer Verbrecher, die notfalls ganze Völker „verschrotten“, wenn es ihren menschenfeindlichen Zielen dient.

Ergänzung Thomas Brehls zum Thema „Gruppeninterne Kommunikation und Kohäsion“:

Die Gruppenbildung in den 70er (bis in die 90er) Jahren erfolgte in erster Linie aus politischem, also rationalem Antrieb. Die emotionale Schiene, also das was man gemeinhin „Freundschaft“ nennt, spielte eine untergeordnete Rolle und entwickelte sich oftmals erst durch Gemeinschaftserlebnisse wie gemeinsame Aktionen, Verfahren, Festnahmen und Verurteilungen. Heute steht vielfach die Freundschaft am Beginn eines Politisierungsprozesses, früher stand sie eher an dessen Ende.

Mit Kühnen in Wunsiedel

Auch gab es früher den Typus des „Feierabendrevoluzzers“ viel seltener. Wir hatten der bürgerlichen Gesellschaft den Krieg erklärt, alles was wir taten, war in weitestem Sinne politisch, ein Privatleben nach bürgerlichen Maßstäben fand zumindest in der Führungsebene von Organisationen wie der ANS/NA gar nicht statt. Heute gibt es vielerorts „anpolitisierte“ Jugendgruppen, die den überwiegenden Teil ihrer Freizeit miteinander verbringen und dabei auch – aber nicht nur – politisch tätig sind. Den Brückenschlag bilden dabei oft die Konzerte von Musikgruppen, die nach den Inhalten ihrer Texte als „rechts“ verortet werden müssen. Die Teilnahme an einem solchen Konzert ist per se noch keine politische Tat, aber auch schon nicht mehr reines Freizeitvergnügen, da man als Besucher eines solchen Konzerts integraler Bestandteil einer Szene wird, die wiederrum „rechts“ und damit politisch ist.

In dieser Phase mag man dem Jugendlichen noch glauben wenn er sagt: „Für Politik interessiere ich mich nicht, aber die Konzerte sind total geil!“ Finden aber solche Konzertbesuche häufiger statt, erfolgt nahezu automatisch – bei einem eher, beim anderen später – eine Identifikation mit den Inhalten der Lieder und spätestens dann sind diese Konzertbesuche auch politisch.

In den 70er Jahren kamen 90% der Leute zu uns, weil sie bereits ein geschlossenes ideologisches Weltbild hatten und die Gruppe als Instrument zur Durchsetzung (auch ihrer) politischer Ziele sahen. Heute stoßen viele Jugendliche zu rechten Gruppen, weil es vor Ort keine Möglichkeiten vernünftiger Freizeitgestaltung gibt, weil sie Halt und Orientierung suchen oder weil ihr bester Freund auch dabei ist und man dazu gehören will. Es liegt dann im wesentlichen am Politisierungsgrad des jeweiligen Anführers (der sich in solchen Gruppen immer herausbildet), in wie weit die ganze Gruppe politisch tätig wird, wobei das Spektrum von gelegentlichen Konzertbesuchen, bis hin zu einem aktiven Kameradschaftsbetrieb mit Sprüh- und Klebeaktionen, mit Demoteilnahmen und Besuchen von Vortragsveranstaltungen reichen kann.

Daß es bei uns damals zu keinem tiefgreifenden, für neue Interessenten attraktiven Zusammengehörigkeitsgefühl kam, ist allerdings schlichtweg falsch. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ergab sich aus unserem politischen Selbstverständnis, das ja sehr viel ausgeprägter war als heute. Wir sahen uns als kleine, völkische Elite, die sich als verschworener Haufen der heute herrschenden Minuswelt entgegenstemmt. Wir gegen die ganze Welt und am Ende steht der Sieg. Das war die Marschrichtung und sorgte bei den Gruppenmitgliedern für jenes stolze Selbstbewußtsein, das durch die ständige Medienberichterstattung seine rationale Grundlage erhielt. Wenn denn so wenige, dazu auf verlorenem Posten stehende Jugendliche ohne tatsächliche Macht, ohne Lobby, ohne sonstigen politischen Einfluß Kamerateams und Journalisten aus allen Teilen der Welt herbeilocken konnten, dann mußte dahinter ja weit mehr stecken, als das wenige, das sichtbar wurde. Politische Soldaten mit Elitebewußtsein, das waren wir und das machte unsere Attraktivität für Interessenten aus. Wenn man entgegenhält, daß auch die ANS/NA nie wesentlich mehr Mitglieder als etwa 500 hatte, dann halte ich dem entgegen, daß die ANS/NA nur zehn Monate existierte und wöchentlich mehrere neue Kameradschaften gegründet wurden, so daß es nach diesen zehn Monaten über 30 solcher Kameradschaften gab, dazu Stützpunkte und Einzelmitglieder. Nicht zuletzt wegen ihrer Sogwirkung (so steht es in der Verbotsverfügung) wurde die Truppe dann ja auch verboten.

Ergänzung von Martin Thein:

Hallo Herr Brehl,

würden Sie in der lokalen Verwurzelung des Kameradschaftsmodells in den Jugendmileus einen diametralen Unterschied zu dem früheren, klassisch überregional ausgerichteten Organsitionsmodell sehen?

Antwort von Thomas Brehl:

Diametral würde ich diesen Unterschied nicht nennen wollen. Früher gab es diese Verwurzelung in regionalen Zusammenhängen auch. Denken sie an die vielen, verschiedenen Wehrsportgruppen, die meistens sogar den Namen der Region, in der sie gegründet wurden, trugen („Wehrsportgruppe Fulda“). Die Gruppen strebten meist aber den Anschluß an etwas Größeres an oder gründeten sich erst, als das Größere schon da war, um sich diesem dann anzuschließen.

Besprechung der Wehrsportgruppe Fulda 1980

Die heutigen Gruppen bleiben vielfach autonom und schließen höchstens einmal Zweckbündnisse oder werden im Rahmen von Demonstrationen oder Wahlkämpfen Teil eines größeren Ganzen, um sich dann wieder in die Region zurückzuziehen, aus der sie stammen. Diese Organisationsform wurde durch die Verbreitung des Internets gefördert oder sogar erst möglich. Man bleibt autonome Kameradschaft und ist dennoch bei Bedarf Teil einer erweiterten Aktionseinheit und damit des gesamten Nationalen Widerstandes.

Gerade in der ehemaligen DDR wird dieses Organisationsmodell mit großem Erfolg praktiziert aber auch im Westen bleibt man mittlerweile gerne autonom, wobei größere politische Veranstaltungen, meistens Demonstrationen, von den regionalen Aktionsbüros koordiniert werden. Damit treten weltanschauliche Diskrepanzen, die es allenthalben gibt, zugunsten eines pragmatischen Kurses der Aktionsfähigkeit zurück, was die Beweglichkeit, die Flexibilität großer Teile des Nationalen Widerstandes beweist, der aus den Vereinsverboten vorangegangener Tage die richtigen Konsequenzen gezogen hat.

Was die Attraktivität des heutigen Organisationsmodells zusätzlich steigert, ist die Tatsache, daß Mitgliedern örtlicher Gruppen eine sehr viel größere Bandbreite der Möglichkeiten sich einzubringen zur Verfügung steht. Früher bedeutete der Beitritt zu einer Gruppe wie der ANS/NA, daß sich der Betreffende voll einbringen mußte. Es wurde die Teilnahme an möglichst vielen Aktionen nicht nur erwartet, sie wurde gefordert. Ansonsten hieß es sehr schnell: „Was willst Du bei uns? Du bist hier fehl am Platze!“ Heute entscheidet der Aktivist selber, in wie weit er sich wie und wo beteiligt. Das reicht in manchen Gruppen von der puren Teilnahme an geselligen Abenden, bis hin zum Vollzeitaktivismus innerhalb der Kameradschaft und/oder Partei.

Für den Einzelnen bedeutet das natürlich eine viel größere Entscheidungsfreiheit was die eigene Person betrifft, was manchem den Beitritt zur örtlichen Kameradschaft sicher sehr erleichtert. Der Beitritt zur ANS/NA war ein ziemlich kompromißloser Vorgang und beraubte das neue Mitglied wesentlicher Elemente persönlicher Freiheit, obgleich das Ganze natürlich auch nur auf der Basis der freiwilligen Disziplin funktionierte. Deshalb lehnte es Kühnen stets ab, einen zum Austritt entschlossenen Kameraden zurückhalten zu wollen oder einen Ausstieg gar mit Strafe zu bedrohen, wie es ja heute gerne von außenstehenden „Rechtsextremismusexperten“ behauptet wird. Kühnen war der Meinung, daß es ausgesprochen schädlich für die örtliche Gruppe, aber auch für die Gesamtorganisation sei, wenn man Austrittswillige nun partout am Austritt hindern wollte.

Ergänzung von Martin Thein:

Hallo Herr Brehl,

Sie sprachen von einem von Michael Kühnen ausgegebenen „Organisationsbefehl“, der den Besitz und das Horten von Waffen verbot! Wie erklären Sie sich die Verstrickung von Kühnen in den so genannten Bückeburger Prozess? Wie war die grundsätzlich Einstellung von Kühnen zur Gewalt?

Antwort von Thomas Brehl:

Kein Organisationsbefehl Kühnens wurde mit solcher Konsequenz durchgesetzt, wie der, der nicht nur das Sammeln und Horten von Waffen, Sprengstoff und Munition verbot, sondern sogar Strategiegespräche zu deren Gebrauch. Sonst eher auf Diskussionen, Austausch von Argumenten und anschließendem Konsens bedacht, war Kühnen in dieser Frage absolut kompromißlos. Sicher hat der Bückeburger Prozeß dazu entscheidend beigetragen, denn hier waren in der Tat Leute aus Kühnens unmittelbarem Umfeld wegen Gewalttaten angeklagt und er selber galt lange als Drahtzieher dieser Gewalt. Am Ende war er der einzige, der ausschließlich wegen Propagandadelikten verurteilt wurde und es gab nicht mal den kleinsten Hinweis darauf, daß er, Kühnen, eventuell heimlicher Anstifter der Gewalt gewesen sein könnte.

Als später zwei Neonazi-Organisationen Kühnens verboten wurden (ANS/NA und Nationale Sammlung), kam es zwar zu bundesweiten Hausdurchsuchungen bei allen Funktionären und vielen Gefolgsleuten, jedoch nicht zu einer einzigen Verhaftung, gerade auch, weil der oben zitierte Organisationsbefehl von Kühnens Gefolgschaft strikt eingehalten worden war.

Michael Kühnen – Das Wort als Waffe

Ich habe an vielen Besprechungen im kleinsten Kreis teilgenommen und – gerade auf unseren Deutschlandfahrten – ungezählte Vieraugengespräche mit Kühnen geführt, nicht ein einziges Mal ließ der Chef auch nur erahnen, daß seine Politik der Gewaltlosigkeit nur Taktik sein könnte. „Ich will nichts gegen das Volk!“, hat er immer wieder betont und wußte genau, daß die Anwendung von Gewalt niemals auf die Akzeptanz breiter Massen stoßen würde. Außerdem war Kühnen ein Feingeist, dem die Anwendung von Gewalt in der politischen Auseinandersetzung ganz einfach zuwider war.

Kühnen war auch sehr erbost darüber, daß die Journaille immer wieder versuchte eine „Braune Armee Fraktion“, sozusagen als Pendant zu „RAF“ herbeizuschreiben. Und auch mir war natürlich klar: Gewalt konnte eigentlich nur einem nutzen, dem herrschenden System. Der Staat würde einen Terror von rechts sicherlich als Vorwand dazu benutzen, mit noch größerer Härte gegen uns vorzugehen und unsere spärlichen Freiräume weiter zu beschneiden. Mit Gewalt aber würde weder das System zu destabilisieren, noch größere Volksmassen zu gewinnen sein, so daß die Gewalt sogar jenseits aller moralischen Bedenken auch politisch abzulehnen war und ist.

Schlußbetrachtung

Keine Frage, der von Männern wie Rudel, Remer, Rammke und Riehs initiierte Nationale Widerstand ist lebendiger denn je. Die Liebe zu Volk und Heimat kann ungeheure Kräfte mobilisieren, wir wissen das nicht nur aus der Geschichte unseres eigenen Volkes.

In vielen Dingen aber steht sich der NW sozusagen selber im Wege.Andere Kameraden und Gruppierungen werden mit Argwohn beäugt, weil sie verschiedene Strategien gewählt haben. Man gönnt ihnen keine Erfolge, die man selbst nicht hatte. Dabei ist die Vielschichtigkeit des NW seine größte Stärke und hat ihn auch gegen Verbote unangreifbar gemacht.

Experimenten – von denen es gar nicht genug geben kann – stehen die meisten ablehnend gegenüber, obwohl sie doch wissen und tagtäglich sehen, daß der eigene Weg bisher auch keinen Durchbruch gebracht hat. Niemand kann heute einem anderen mangelnden Erfolg vorwerfen, da noch niemandem – auch der NPD nicht – jener durchschlagende Erfolg zu einer politikfähigen Massenbewegung gelungen ist.

Ich werde oft völlig zu Unrecht als Gegner der NPD verortet, das bin ich aber gar nicht, ich kritisiere bestenfalls bestimmte Strategien der Partei oder ihren Umgang mit Kameraden, die nicht zu ihr gehören. Insgesamt wünsche ich der Partei Erfolg, obwohl jedem denkenden Menschen klar sein muß, daß sich gerade die NPD in einem furchtbaren Dilemma befindet: Bleibt sie erfolglos, läßt man sie gewähren, fährt sie aber wirklich große, sichtbare Erfolge ein oder wird sie gar irgendwann einmal eine starke Fraktion im Bundestag bilden, wird man sie verbieten. Trotzdem ist sie wichtig, sie wird in der Öffentlichkeit als Fundamentalopposition wahrgenommen, finanziert ihre Propaganda zum Teil durch staatliche Gelder und ist durch den Einzug in verschiedene Länderparlamente dem System so nah auf den Leib gerückt wie keine andere Gruppierung des NW. Jedem, dem der Weg der NPD nicht als der richtige erscheint, steht es ja frei, eigene Wege zu gehen.

Der falsche Weg ist es aber sicher, wenn heute diverse Möchtegernführerchen den größten Blödsinn verzapfen können, nur weil die Gefolgschaft ihrem Anführer intellektuell oder sogar nur körperlich unterlegen ist. Ich weiß, daß sich viele Kameraden nach einer Atmosphäre des Vertrauens und der gegenseitigen Achtung sehnen. In vielen Gruppen herrscht aber „Hauen und Stechen“. Der Nationale Widerstand kann nur von verantwortungsvollen Unterführern aus der Bedeutungslosigkeit geführt werden.

Ein guter Unterführer wird immer versuchen, seine Gefolgschaft zu sich empor zu reißen, ein schlechter hingegen drückt das Niveau seiner Gruppe auf seinen beschränkten Horizont herab und wird daher auch in jedem guten Mann keine Bereicherung, sondern lästige Konkurrenz sehen.

Die Masse der Aktivisten wird auf die Dauer begreifen müssen, dass ihr Kampf ein Dienst für Deutschland ist und daß „Dienst“ von „dienen“ kommt. Dem Gruppenführer jedoch, der in gewissenhafter Einsicht die Mitglieder seiner Gruppe einzig und allein an deren Einsatzbereitschaft mißt und nicht an deren Präferenzen in Sachen Musik, Kleidung oder Lebensstil, wird die Zukunft gehören. Wer sich in der Gruppe geborgen und wohl fühlt, wird frohen Herzens und in freiwilliger Disziplin seinen Dienst tun, seine jeweilige Aufgabe erfüllen und seinem Gruppenführer bereitwillig folgen. Es ist das Prinzip des „Politischen Soldatentums“, das leider heute in den Hintergrund gedrängt, ein Schattendasein führt. Dabei verschafft gerade dieses Prinzip auch einer kleinen Gruppe ungeheure Schlagkraft und einen unbezahlbaren Vorteil gegenüber einem Gegner, der nach demokratischen Prinzipien organisiert ist.

Statt jedoch an einem Strang zu ziehen, herrscht vielerorts eine Atmosphäre des Nebeneinander, wenn nicht Gegeneinander. Häme, Angriffe, Grabenkriege und Intrigen bestimmen das Innenleben des Nationalen Widerstandes in erschreckendem Maße. Wenn dieser Tage ein völlig unbekannter Aktivist im Zusammenhang mit Axel Reitz bemerkt, der habe ja jetzt anderthalb Jahre im Gefängnis gesessen und müsse sich daher erstmal wieder bewähren, so ist das einerseits schon fast zum Lachen, andererseits aber leider auch symptomatisch für den Zustand des Nationalen Widerstandes in vielen Bereichen. Anderthalb der besten Jahre seines Lebens dem politischen Kampf und damit dem Leben seines Volkes zu opfern, ist eine ganz besondere Art der Bewährung. Eine solche Haft nicht nur zu ertragen, sondern danach sofort wieder an der politischen Front zu stehen, beweist den ehernen Willen und die Ernsthaftigkeit des politischen Wollens des Betreffenden. Das sollte eigentlich auch dem namenlosen Aktivisten klar sein, der vielleicht schon seine letzte vorläufige Festnahme für eine Heldentat hält.

Ich habe in den über 30 Jahren an zum Teil vorderster Front soviel an Gemeinheit, Lügen, Hinterlist, ja sogar Haß kennengelernt, daß es für mehrere Leben reichen würde. Der Nationale Widerstand ist ein von Intrigen und Grabenkämpfen geschwächter Haufen, dem man leider in weiten Teilen jede Politikfähigkeit absprechen muß.

Das große Ganze wird oft aus den Augen verloren und kleiner, tagespolitischer Vorteile wegen geopfert. Damit muß Schluß sein und Hetzer und Intriganten – die ja vielfach in Lohn und Brot staatlicher Stellen stehen – dürfen keine Chance mehr erhalten, ihr zersetzerisches Werk fortzusetzen. Der Weg zur vielfach zitierten aber selten gelebten „verschworenen Gemeinschaft“ ist lang und steinig. Beginnen wir doch damit über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg anzuerkennen, daß es eine Pflicht zur Kameradschaft gibt und daß umgekehrt nur derjenige das Recht auf Kameradschaft einbüßt, der sich selbst aktiv am Geist der Kameradschaft vergangen hat. Solange wir es z.B. mit unbewiesenen Gerüchten über einen Kameraden zu tun haben, sollte sich die Aufmerksamkeit der Gruppe weniger auf das Opfer der Intrige, als vielmehr auf den Verbreiter der Gerüchte konzentrieren.

Es ist meine feste Überzeugung, daß früher oder später eine revolutionäre Bewegung gegen Kapitalismus, Internationalismus und Globalisierung auftreten und nicht nur in Deutschland, sondern mindestens in ganz Europa ihren Siegeszug antreten wird. Für diesen Fall wage ich schon jetzt zwei Prognosen:

1. Diese Bewegung wird sich der klassischen Verortung „rechts“ oder „links“ entziehen, sich aber dennoch für das Lebens- und Existenzrecht der Völker und Nationen einsetzen.

2. 90% derer, die heute im Nationalen Widerstand das große Wort zu führen trachten, werden dieser neuen revolutionären Bewegung entweder gar nicht angehören oder aber nicht in führender Position.

Dennoch kann der Nationale Widerstand in seiner Gesamtheit Ideenschmiede und personelles Reservoir für diese neue Bewegung werden. Der Revolutionierung der Völker Europas muß die Revolutionierung des Nationalen Widerstandes in Deutschland vorausgehen. Eine Aufgabe, die jeden einzelnen von uns betrifft. Schluß mit der Realitätsverweigerung vergangener Jahre, Deutschland hat die zwei verheerendsten Kriege der Menschheitsgeschichte verloren und war nach dem zweiten dieser Kriege seinen Feinden völlig hilf- und wehrlos ausgeliefert. Wir können das Rad nicht zurückdrehen und die schreckliche Vergangenheit ändern. Aber die Zukunft können wir ändern, alle gemeinsam, den Blick fest auf das Fernziel gerichtet, nämlich unseren geschundenen Planeten aus den raffgierigen Händen der Raubtierkapitalisten zu befreien. Wenn mich heute, da wir eine kleine, nahezu mittellose politische Randgruppe sind, jemand fragt, wie wir das denn bewerkstelligen sollen, dann kann ich ihm nur antworten, daß wir keine Wahl haben, denn der Sinn unseres Kampfes ist ja nur Freiheit oder Vernichtung und mit der geschundenen Natur wird es kein Arrangement geben. Lassen wir die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu, sind wir dem Untergang geweiht, wollen wir aber leben und wollen wir das auch für die kommenden Generationen nicht nur dieses Volkes, dann muß eben die Macht der internationalen Kapitalsverbrecher gebrochen werden.

Laßt uns daher heute unsere gesamte Kraft dafür einsetzen, daß spätere Generationen in Glück und Freiheit lebend feststellen müssen, daß der Kampf um die Befreiung der Völker Europas und gegen die Versklavung der Menschheit ihre Wurzeln auch im Nationalen Widerstand Deutschlands hatte. Wenn Deutschland aber stirbt, dann geht das Licht der Welt aus!

Unser Leben für Deutschland! – Europa erwache!



Tags: Allgemeines

15 responses so far ↓

  • 1 Etter // Jan 5, 2009 at 10:38

    Die Antworten auf die «Ergänzenden Fragen» sind beeindruckend. Ich habe selten eine so klare Analyse des Nationalen Widerstands gelesen.

  • 2 Herfried // Jan 5, 2009 at 12:17

    Sehr geehrter Herr Brehl

    Sie erarbeiten sich einen Titel als “Tacitus der neuesten nationalen Bewegung”!
    Wir alle können davon lernen, und ich möchte mich bei Ihnen dafür bedanken!

    Herfried

  • 3 ᛇ Runenritzer ᛇ // Jan 5, 2009 at 12:59

    ANS-Liederabend mit Gottfried Küssel an der Gitarre: http://de.youtube.com/watch?v=7xVLW3yJwdE

  • 4 Deutescher // Jan 5, 2009 at 23:36

    Wow!!

    Klare Worte ohne diese verdammte rachelüsterne (Realitäts-)Verblendung, die alle Bewegung nur verhindert!

    Danke, Herr Brehl!

  • 5 Gunvald Larsson // Jan 6, 2009 at 11:17

    “Da kam man natürlich schnell drauf, daß die ursprüngliche Idee der Demokratie gar keine schlechte war, daß aber die moderne Liberaldemokratie mit all ihren volksfeindlichen Auswüchsen..”

    Und was dabei noch der immense Nachteil ist, dieses System ist nur auf Kurzfristigkeit angelegt. Dieses Wogen zwischen den unterschiedlichen Strömungen, sog. Christdemokraten bis Linke, innerhalb dieser liberal-kapitalistischen Demokratie geht auf Kosten nachhaltiger Politik für das Volk.
    Da werden natürlich keine Schicksalsfragen, wie die oben angesprochenen, geklärt, sondern nur Plätze im Parlament vergeben, Massnahmen mit heisser Nadel gestrickt, siehe “handwerkliche Fehler”= BverfG kassiert Gesetze, Steuergelder ‘verbrannt’, Schlüsselindustrien verscherbelt usw.
    Nach 2,5 – 3 Jahren einer Legislaturperiode ist Stillstand, nun schon wieder zu beobachten bis zur nächsten Wahl. Wobei nach einer Wahl auch schon wieder ein Vierteljahr abzuziehen sind von der 4-Jahresfrist (Koalitionsverhandlungen, Postengeschacher usw.)
    Immerhin, wer es dann allerdings ins Berliner Parlament, oder ein Landesparlament, nicht schafft, nicht mal über Liste, kann immerhin noch aufs Altenteil im EU-Parlament, oder Brüssel, hoffen. Da tummeln sich die abgehalfterten Quassler von Cohn-Bandit und Özdemir bis Stoiber. Oder werden “geparkt”, bis man sie evtl. als Parteibonzen noch aktivieren kann.

    Und wenn es läuft wie meistens, ausg. “Grosse Koalition”, fast 2/3, regiert der kleinste gemeinsame Nenner, der für ein Land wie Deutschland tödlich ist, und das grosse Wort dabei führt bei einer solchen Konstellation noch der “kleine Partner”, sozusagen die Minderheit der Minderheit.
    DAS nennt sich dann “demokratischer Konsens” und alle sind zufrieden. Nur das Volk hat bei dieser Art von Volksherrschaft etwas das Nachsehen. Das ist eben diese “Demokratie” heutzutage. Man fragt sich unweigerlich, was gibt es eigentlich daran verteidigenswertes?
    Man hört da auch nichts logisches von unseren Gegnern. Und deshalb auch zu Brehls Beitrag (noch) nichts.

  • 6 Heydrich // Jan 6, 2009 at 11:30

    Dem guten Brehl scheint wohl entgangen zu sein, dass Röhme Kontakte ins Auslang pflegte!

    -Röhm erhielt Waffenlieferungen für die SA aus dem Ausland
    -Röhm erhielt Gelder aus dem Ausland

    In der Rede der Verteidigung der SA anläßlich des “Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses” kam folgende Passage vor: “Es wurden Verhandlungen mit den Westmächten geführt.” Einer der letzten Verhandlungsführer war SA-Obergruppenführer v. Detten – Leiter des Politischen Amtes der SA! Georg v. Detten wurde am 2.Juni 1934 auf dem Gelände der ehemaligen preußischen Hauptkadettenanstalt Berlin-Lichterfelde erschossen.

    Vor 1933 war die SA nationalsozialistisch, das stimmt, nach 1933 kamen alle mit wehenden Fahnen angerannt und wollten Mitglied werden, selbst Rotfrontkämpfer mitsamt ihren Schallmeienkapellen.

    So ergab es sich, daß rund 75% der 1934= 3,5 Millionen SA-Männer nicht der NSDAP angehörten.
    (Historische Tatsachen 89, Seite 11)
    “Daher konnten auch manche Einheiten des Rotfrontkämpferbundes geschlossen zur SA überwechseln. Man nannte diese Formationen “Beefsteak-Stürme”: außen braun, innen rot! Und viele dieser neuen Mitmaschierer lösten sich von ihrer linksgerichteten Vergangenheit nicht und folgten gern Röhms Parolen von der Zweiten Revolution.” 1) Seite 151
    1)Wilfried von Oven, Mit ruhig festem Schritt, 1998

  • 7 Wehrwolf // Jan 6, 2009 at 12:10

    Klare Sache und damit Hopp! Klare Worte mit teilweise bitteren Nachgeschmack. Es ist wichtig das die Jugend aufgeklärt wird und damit Charakterfest wird. Denn manch einer sieht den Nationalen Widerstand als modische Erscheinung, und als Tummelplatz für Radaubrüder und Möchtegernsoldaten, mit der Propaganda eines Guido Knopp im Gepäck eine gefährliche Verbindung mit Rückkopplungseffekt. Deswegen ist Kaderschulung und Ausbildung in Geschichte, nicht nur 3. Reich äußerst wichtig.Danke an Herrn Brehl, der eine einigermaßen fürs Volk verständliche Sprache benutzt, und sich nicht in Ewiglangen Monologen verliert. Kurz und präzise für jeden verständlich. Jeder der Deutschland liebt und seine Kultur, sollte sich diese Worte zu Herzen nehmen und ein vorbildlicher Deutscher sein. Damit meine ich auch eine gute Bildung, ein gutes Benehmen in jeder Lage.Deutschland hat viel von dem Ruf verloren,,Das Land der Dichter und Denker zu sein. Made in Germany was gilt das heute noch? Zur Rettung Deutschlands und seiner schönen Kultur müssen wir zusammenhalten.

  • 8 Gunvald Larsson // Jan 6, 2009 at 13:12

    @Heydrich :

    “So ergab es sich, daß rund 75% der 1934= 3,5 Millionen SA-Männer nicht der NSDAP angehörten.”

    Richtig. Denn man brauchte nicht Mitglied der NSDAP zu sein um Mitglied der SA zu werden. Das war ja auch richtig so.
    Nur bei SA-Führern wurde es gerne gesehen, wenn sie auch gleichzeitig Mitgliede der Partei waren.
    Und das Röhm Kontakte ins Ausland unterhielt war ebenso richtig. (Übrigens war er 3Jahre lang Militärberater in Bolivien) z.B. Frankreich.

    Du glaubst doch ernsthaft nicht das dieser Wahnsinn (Zweifrontenkrieg, Überdehnung der Fronten) im 2.Weltkrieg so stattgefunden hätte, wäre Röhm noch am Leben gewesen. Und ich bin überzeugt davon das Hitler auf ihn gehört hätte.
    Röhm war zwar ebenfalls ehemaliger kaiserlicher Offizier, aber weit davon entfernt auf genauso reaktionäre Weise wie andere ehemalige kaiserliche oder Reichswehroffiziere die Landkarte Europas umzugestalten, wie des danach passieren sollte, MIT diesen Offizieren. Diese wollten nur aufgrund der erlittenen Niederlage des 1.Wk ihr Mütchen kühlen.
    Und als einige dann kalte Füsse bekamen, traten die “Staffenbergs” auf den Plan.
    Diese reaktionären, zumeist, “von’s und zu’s” waren der Untergang.
    Und, logisch das diese eine bewaffnete Volksmiliz verhindern mussten. Mit der Beseitigung Röhms. Schlimm genug, das sich H & H, und auch Göring, in dieses Intrigenspiel mit einspannen liessen.

  • 9 Parteiloser // Jan 7, 2009 at 5:01

    “Und was dabei noch der immense Nachteil ist, dieses System ist nur auf Kurzfristigkeit angelegt. Dieses Wogen zwischen den unterschiedlichen Strömungen, sog. Christdemokraten bis Linke, innerhalb dieser liberal-kapitalistischen Demokratie geht auf Kosten nachhaltiger Politik für das Volk.” — Gunvald Larsson

    Ist richtig. Dass ein Fundament nicht für die Ewigkeit gedacht ist, heißt nicht, dass es schlampig erarbeitet sein muss. Erst recht, wenn es das Leben von 60 Millionen Menschen auf unabsehbare Zeit betreffen sollte.

    Zweitens handelt es sich bei einer Demokratie um eine Volksherrschaft gemäß dem Credo “Alle Macht dem Volke” und nicht “Das Volk erhält das, was eine Minderheit für das Beste erachtet”.
    Sie sollten erstmal verstehen was eine Konsensgesellschaft ist. Meinungspluralismus ist unumgänglich, was selbstverständlich zu einem stetigen Prozess führt. Ihnen mag das vielleicht nicht schnell genug gehen, aber die Intrigen, Einflussnahme von Außen und Differenzen innerhalb der Herrschenden Klasse haben in alten monarchischen Zeiten auch nur zu häufig Entscheidungen hinausgezögert und ebenfalls nicht immer das Beste zu Tage gefördert.

    Betrachtet man die gesellschaftliche Geschichte der Demokratie in Deutschland und Global, so muss man zugeben, dass der Raum des Konsens auf nationaler wie auch internationaler Ebene stetig wächst, was unweigerlich permanent zu einer besseren Entscheidungsfindung führt. Und dies, mein Herr, gerade weil der Mensch in seiner Allgemeinheit das Zündlein an der Waage und somit zur Gewissenhaftigkeit gefordert ist und nicht das Bauchgefühl eines dahergelaufenen Führers entscheidet wer oben und wer unten sitzt, welcher — mal ganz nebenbei — auf internationaler Ebene selber auch gezwungen ist einen demokratischen gesellschaftlichen Konsens zu finden, will er nicht ein intriganter Strolch und somit zum Verbrecher gegenüber andere im Namen seines Volkes werden.
    Hören Sie auf so zu tun als ob eine Gesellschaft wie ein Gericht irgendwann servierbereit sein könnte resp. müsste. Dem ist eben nicht so.

    Nach wie vor nichts begriffen und trotzdem Spaß dabei nach eigener Fasson konstruierten Dünnsinn zu verbreiten. Durch Ihre braune Sonnenbrille würd’ ich gern mal schauen.

  • 10 Gunvald Larsson // Jan 7, 2009 at 11:57

    @Parteiloser (gesprochen wohl ..luser) :

    Auch mit scheinarroganten Beleidigungen werden ihre Thesen nicht wahrer.
    Fakt ist, daß diese Republik in den Klauen von Parteien ist, denen das Wohl des Volkes am Allerwertesten vorbei geht. Die Parteienmafia hat dieses Land im Griff, sowohl zum ausplündern, wie auch zum Diktieren der alleinseligmachenden Wahrheit.

    “Zweitens handelt es sich bei einer Demokratie um eine Volksherrschaft gemäß dem Credo “Alle Macht dem Volke” und nicht “Das Volk erhält das, was eine Minderheit für das Beste erachtet”.”

    Ganz genau nach diesem Motto wird doch hierzulande verfahren. Ob bayern-csu oder hessen-Ypsilanti, mal als Beispiele arroganter Machtbesessenheit in jüngster Zeit, da wurde/wird so getan als könne man sich alles so hinbiegen wie man es braucht. Ypsilanti noch das krassere Beispiel.
    Mich persönlich belustigt das ja eher, allein, nun kann dieser TSG, dieser Zwillingsbruder von Elton für Arme zusehen wie er die Karre wieder aus dem Dreck zieht, den die ehemalige Flugbegleiterin dort hineinfuhr.
    Aber ich bin überzeugt davon, daß sie irgendwann im EU-Parlament bestimmt noch ein warmes Plätzchen erhaschen kann.

    Ein “dahergelaufener” Führer, wie sie sich auszudrücken beliebten, wird übrigens auch nicht machen können was er will.
    Sie sollten mal ihre 3.Reich-Schere aus dem Kopf nehmen, weil Leute ihres Schlages nämlich unentwegt alles 1:1 zu kopieren denken. “Damals war da und das so, und heute wollen diese das genauso…”
    (Wobei es damals auch nicht so war wie sie glauben das es war.)
    Ein Vorwurf eigentlich, der mich nicht treffen kann. Aber es muss ja mal gesagt werden, daß sie auf dem Holzweg spazieren.
    Ich glaube ja, daß sie die Ausführungen des Brehl gar nicht, oder nicht richtig gelesen haben.

  • 11 L.F. // Jan 7, 2009 at 17:53

    @ Th. Brehl

    Was ist eigentlich aus A.-H. Marx geworden?

  • 12 Carsten // Jan 7, 2009 at 21:55

    Parteiloser –
    frühestens seit der Treuhand, Santos, spätestens seit der Bankenkrise sollten alle “Demokraten” den Ball vielvielviel flacher halten mit den (ihren) Sprüchen von wegen “Volksdemokratie”, “Leistungsgesellschaft”, “Eliten”, “international”, “Wertegemeinschaft”…..
    Frühestens seit den Vietnamkriegsverbrechen und spätestens seit der Irak-Lüge. auch in den großen Dingen dessen.
    Ganz flach halten…. aber gaaaaaanz flach!

  • 13 Schwaben-Gau // Jan 10, 2009 at 17:09

    Wann gibt es die Broschüre zu kaufen -und vor allem wo??

  • 14 Tarnkappe // Jan 15, 2009 at 14:55

    Also wenn ich das alles so lese, Brehl´s Analysen und auch seine Lebenserinnerungen ( sehr gut geschrieben übrigens), dann könnte man immer meinen er, Kühnen und Co. seien in den achtziger Jahren so etwas wie ein ernsthafter politischer Machtfaktor in der Alt-BRD gewesen, die wohl nicht kurz vor der Machtübernahme, aber immerhin kurz vor dem Einzug in die Bonner Quasselbude stand. Dabei blieben sie immer nur auf das Terrain einer Politsekte beschränkt. Brehls aufwertige Ausführungen erinnern mich irgendwie an die derzeitige Schwemme von Büchern zu Ehren des neunzigjährigen “Elder Statemans” Helmut Schmidt.

  • 15 Wewelsburg // Jan 18, 2009 at 10:56

    @L.F.

    A.H. Marx hat sich schon vor vielen Jahren ins Privatleben zurückgezogen und hat heute einen gutbezahlten Job in der privaten Sicherheitsbranche.
    Wäre ideal als zukünftiger Innenminister ;-) ))

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