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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


PDS kontra Wikipedia – Wer ist denn der Genosse Lutz Heilmann? (16.11.08)

November 16th, 2008 · Post your comment (15 Comments)

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Lübeck / Schleswig-Holstein: Wie sich der eine oder andere Leser vielleicht noch erinnern mag, berichteten wir am 12. Oktober dieses Jahres über einen Vorfall aus der PDS Lübeck. So war in der Öffentlichkeit ein Foto aufgetaucht, dass den Lübecker PDS-Chef Ragnar Lüttke mit einer Stalintorte vor einem Stalinporträt zeigte. Dies sorgte seinerzeit in der Lübecker Bürgerschaft, der besagter PDS-Chef angehört zeitweilig sogar für etwas Unruhe, versank dann aber, da es sich nicht um eine Hitlertorte vor einem Hitlerporträt handelte, wieder im politischen Nirwana.

Lutz Heilmann

Als Drahtzieher dieser Fotogeschichte gilt der PDS-Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann, der auf diese Weise den aufgrund innerparteilicher Rivalitäten unbequem gewordenen Lüttke aus der Bürgerschaft kanten wollte.

Inzwischen machte Genosse Heilmann auf andere Weise von sich reden. So erwirkte Heilmann dieser Tage eine richterliche Sperrung der Internetadresse der Online-Enzyklopädie „wikipedia.de“. In einer Meldung des norddeutschen Nachrichtendienstes MVregio heißt es diesbezüglich:
„…Wie der Verein auf seiner Homepage am Samstag mitteilte, hat das Landgericht Lübeck Wikimedia Deutschland e.V. per einstweiliger Verfügung vom 13. November untersagt, “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten” – solange “unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org” bestimmte Äußerungen über Heilmann vorgehalten werden.“

Unter wikipedia.de selber kann man inzwischen lesen:

„Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann, MdB (Die Linke), wird es dem Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten”, solange “unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org” bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden. Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.
Der Wikimedia Deutschland e.V. ist nicht Anbieter der unter de.wikipedia.org zugänglich gemachten “Wikipedia” und hat auch keinen Einfluss auf die in der Online-Enzyklopädie abrufbaren Inhalte. Der Wikimedia Deutschland e.V. ist vielmehr ein gemeinnütziger Verein zur Förderung Freien Wissens, der lediglich über die Anwendung der Wikipedia aufklärt. Betreiber der Enzyklopädie ist die in der Anbieterkennzeichnung der Enzyklopädie genannte Wikimedia Foundation, eine in Florida, Vereinigte Staaten, inkorporierte Stiftung mit Sitz in San Francisco. …“

Der inkriminierte Artikel ist freilich dennoch problemlos über http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Heilmann zu erreichen. Wie es aussieht, suchte Heilmann bei seinem Vorgehen noch nicht einmal die persönliche Auseinandersetzung mit den Wikipedia-Machern, sondern ging gleich vor Gericht. So heißt es in einer gestrigen Meldung von Wikimedia diesbezüglich:
„…Ursache für die Verfügung war ein Antrag von Lutz Heilmann, seines Zeichens Bundestagsabgeordneter in der Fraktion der Partei “Die Linke”. In dem Antrag beschwert sich Herr Heilmann über Aussagen, die im Wikipedia-Artikel über ihn stehen und die seiner Ansicht nach wahrheitswidrig sind. Ob sie wahrheitswidrig sind oder nicht, wissen wir nicht. Unabhängig davon, ob Herr Heilmann also recht hat, haben wir der Verfügung erstmal folge geleistet und wikipedia.de mit dem Hinweis auf das Schreiben abgeschaltet. Bis gestern fand man dort ein Suchformular, mit dem man Artikel in der Wikipedia nachschlagen konnte. …“

Die Reaktionen, denen sich der Verein nun ausgesetzt sieht, dürften jedoch vermutlich nicht den Vorstellungen des PDS-Genossen entsprechen, so lesen wir weiter:
„…In Folge der Abschaltung gab es seit Freitag Unmengen an E-Mails, Spenden, Telefonanrufen und Blogeinträgen, in denen Unterstützung für die Wikipedia bekundet wurden. Dafür möchten wir uns natürlich jetzt bereits vielmals bedanken. Wikipedia ist ein Gemeinschaftsprojekt und lebt von den vielen kleinen und großen Beiträgen vieler, vieler engagierter Benutzer. Natürlich passieren bei der Arbeit in der Wikipedia auch immer wieder Fehler und es werden, absichtlich oder nicht, problematische Informationen in Artikel gestellt. Aber es gibt Wege, wie in solchen Situationen auf verhältnismäßige Weise reagiert werden kann. Mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Verein vorzugehen ist allerdings kein solcher. …“

Reaktionen wie diese gibt es freilich nicht nur seitens der PDS und nur bei Wikipedia, auch manche nationale Internetseiten können davon ein Lied singen. Hier ist es für gewöhnlich so, dass man sich jemanden herausgreift, den man für verantwortlich hält, um ihn dann ein Verfahren anzuhängen. Eine Methode, die freilich auch ins Auge gehen kann, wie man inzwischen u. a. bei der CDU-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern weiß, der ein solcher Versuch, jemandem ohne Beweis etwas anzuhängen, immerhin ca. 12.000 Euro Gerichtskosten einbrachte, was die Partei freilich nicht daran hinderte, diesen teuren Spaß in einer Pressemeldung dennoch als „Sieg“ zu feiern. Ist ja auch nicht das eigene Geld, das dabei flöten ging.

Doch zurück zum Genossen Heilmann. Was ist es nun, was ihn dazu inspirierte, ausgerechnet gegen die nicht eben als rechtslastig bekannte Internetenzyklopädie vorzugehen. Lesen wir seinen dort veröffentlichten Lebensweg einfach selber nach:
„…Nach dem Abitur 1985 an der EOS Zittau leistete Heilmann einen freiwillig von 18 Monate auf drei Jahre verlängerten Wehrdienst beim Ministerium für Staatssicherheit ab. Anschließend wurde Heilmann hauptamtlicher Mitarbeiter der dortigen Hauptabteilung Personenschutz. Heilmann wurde nach eigenen Angaben nur im Objektschutz staatlicher Einrichtungen eingesetzt. Im Oktober 1989 soll Heilmann nach eigenen Angaben ein Entlassungsgesuch eingereicht haben. Tatsächlich schied er erst im Januar 1990 aus dem Ministerium für Staatssicherheit aus, als dieses aufgelöst wurde.

1991 begann Heilmann ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Zittau. Ab 1992 absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft an der FU Berlin und der Christian-Albrechts-Universität Kiel, welches er 2005 nach dem ersten juristischen Staatsexamen unterbrach, weil er in den Bundestag einzog. 2005 war er Rechtsreferendar in Lübeck.
Seit etwa 2006 lebt Heilmann bekennend schwul. Er gründete 2007 die Landesarbeitsgemeinschaft queer, eine Gruppe für Schwule, Lesben und transidentische Personen innerhalb der Linken in Schleswig-Holstein und engagierte sich auf Christopher-Street-Day-Veranstaltungen in verschiedenen Städten.

Heilmann wurde 1986 Mitglied der SED. Nachdem er 1992 deren Nachfolgepartei PDS verlassen hatte, wurde er 2000 erneut PDS-Mitglied.[2] Von 2000 bis 2002 gehörte er dem Vorstand des PDS-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg an.[3] 2004 baute Heilmann in Mecklenburg-Vorpommern eine ['solid]-Gruppe auf.
Seit 2005 ist Lutz Heilmann Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist als einziger Kandidat der Linken über die Landesliste Schleswig-Holstein in den Bundestag eingezogen.

Im Oktober 2005 enthüllte Der Spiegel die von Heilmann bislang verschwiegene Stasi-Vergangenheit. Heilmann gibt bis heute öffentlich an, von 1985 bis 1990 einen „verlängerte[n] Wehrdienst (Personenschutz MfS)“ geleistet zu haben.[2] Heilmann war nach Ableisten der allgemeinen Wehrpflicht von 18 Monaten für die Zeit bis 1990 als Berufssoldat beim MfS beschäftigt und verließ dieses erst, als es aufgelöst wurde.[4]
Vor der Wahl hatte Heilmann den Mitgliedern des Landesverbandes seine Tätigkeit beim MfS verschwiegen. Dies stellte einen Verstoß gegen innerparteiliche Richtlinien dar. Auf dem Landesparteitag am 4. Dezember 2005 stimmten die Mitglieder des Landesverbandes Schleswig-Holstein über einen Misstrauensantrag gegen Heilmann ab. Das Ergebnis war 47 Stimmen für Heilmann zu 42 gegen ihn.[4] Heilmann ist seitdem innerhalb der Linken in Schleswig-Holstein umstritten.

Außerdem erstellte Heilmann Anzeige gegen drei Wikipedia-Autoren. – Nicht eben ein Novum, so kam es vor etwa elf Monaten schon mal zu einem Vorgehen der PDS gegen Wikimedia, weil Wikipedia in einem Artikel über die Hitler-Jugend ein Symbol derselben verwendet hatte.

Alles klar? – Alles klar! Ach, wie war es zu DDR-Zeiten doch noch schön, als man jede Kritik an Parteigenossen unter den Tisch fallen lassen musste. Doch befindet sich Heilmann in guter Gesellschaft mit Leuten, die an diese Traditionen gern wieder anknüpfen möchten und die sitzen in Deutschland beileibe keineswegs nur in der PDS.

Wer dem Genossen Bundestagsabgeordneten selber seine Meinung zum Thema Pressefreiheit mitteilen mag, der tue dies unter lutz.heilmann@bundestag.de

Siehe auch
MVregio 16.11.08

Wikimedia Pressemeldung 15.11.08

Netzpolitik.org 15.11.08

Lutz Heilmann-Wikipedia

Lutz Heilmann

Wenn Genossen sich das Streiten kriegen – Altermedia 12.10.08

Nanu, Schuß nach hinten losgegangen? – Ein Nachtrag:
Erklärung des Genossen Lutz Heilmann vom 16.11.08

Keine weiteren juristischen Schritte gegen Wikipedia

Zur Beendigung der juristischen Auseinandersetzung mit dem Wikimedia e.V. erklärt Lutz Heilmann:

Nachdem die falschen, ehrabschneidenden und deshalb mein Persönlichkeitsrecht verletzenden Inhalte weitgehend aus dem entsprechenden Artikel entfernt wurden, habe ich gegenüber dem Wikimedia e.V. erklärt, dass ich keine weiteren juristischen Schritte unternehmen werde und die Weiterleitung auf die Wikipedia-Inhalte unter http://de.wikipedia.org wieder geschaltet werden kann.

Wikimedia e.V. kann also ab sofort die Inhalte der freien, nicht kommerziellen Internet-Enzyklopädie Wikipedia wieder über die URL www.wikipedia.de zugänglich machen. Ich bedaure außerordentlich, dass durch die von mir beantragte Einstweilige Verfügung des Landgerichts Lübeck die deutschen Wikipedia-Userinnen und -User in den letzten 24 Stunden keinen direkten Zugriff mehr auf die Wikipedia-Inhalte hatten.

Mir ging es dabei keineswegs um Zensur, sondern schlicht um eine wahre Tatsachen-Darstellung. Der juristische Weg hat sich dafür insoweit als problematisch erwiesen, als durch die Struktur von Wikipedia die anderen Userinnen und User in Mitleidenschaft gezogen werden. Das war nicht meine Absicht. Gemeinsam mit Wikimedia e.V. werde ich nach anderen Wegen suchen, um den offenen und freien Charakter von Wikipedia so weiter auszugestalten, dass Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben.

Quelle: http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1246470002



Tags: Allgemeines

15 responses so far ↓

  • 1 Hanni // Nov 16, 2008 at 13:00

    Ist ja lustig, nachdem dieser Artikel ständig auf Indymedia gepostet war, hat man hier anscheinend einen Abnehmer gefunden.

    “Dieser” Artikel? Vielleicht solltest du den ja vorher mal lesen. Geh mal auf Google und du wirst feststellen, daß es außer Indymedia auch noch ein paar andere Seiten zum Thema gibt. Abgesehen davon geben wir unsere Quellen in der Regel an. – Die Schriftleitung

  • 2 Elbing // Nov 16, 2008 at 13:05

    Anstatt Wikijueda benutze ich http://de.metapedia.org/wiki/Hauptseite

  • 3 Hermann Ludwig // Nov 16, 2008 at 13:14

    Der Kenner seiner Persönlichkeitsrechte ist mittlerweile zurückgerudert. Es war nicht seine Absicht

    http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1246470002

  • 4 Hermann Ludwig // Nov 16, 2008 at 13:16

    Feige ist er halt auch noch.

  • 5 Ulmer // Nov 16, 2008 at 13:23

    OT


    Neues aus dem Süden Deutschlands.

    Ulm war einmal eine vorbildliche schwäbische Stadt. Sauberkeit, Fleiß und Anstand waren selbstverständlich. Auch Demokratie war kein Fremdwort. Erfolgreiche mittelständische Unternehmen, meist Familienbetriebe, sorgten für Arbeitsplätze, Wohlstand und genügend Steuereinnahmen. Die „Kehrwoche“ war so selbstverständlich wie der sonntägliche Gang in die Kirche.
    Ein großer, erfolgreicher Sportverein brachte verschiedene Mannschaften bis in die ersten Bundesligen.
    Aber all das war einmal.
    Heute sieht es in Ulm ganz anders aus. Erfolgreiche Unternehmen werden an ausländische „Investoren“ oder „Heuschrecken“ verkauft. So ist GARDENA schon seit längerem in ausländischer Hand und demnächst soll das erfolgreiche und weltbekannte Generika Unternehmen RATIOPHARM verscherbelt werden.
    Der große Sportverein ist Pleite und die Ulmer Fußballer sind von der ersten Liga direkt in die unterste Liga durchgereicht worden, weil sie das nötige Geld nicht nachweisen konnten.
    Das Ulmer Straßenbild hat sich ebenfalls geändert. Viele alt eingesessene Ladengeschäfte sind verschwunden und wurden durch türkische Ramschläden ersetzt. Kleine Bäcker, Metzger und Lebensmittelhändler um die Innenstadt herum sind verschwunden. Heute verkaufen dort Türken ihre Waren, die meist nur noch türkisch beschriftet sind. Afrikanische, Indische, Chinesische, Italienische, Serbische, Kroatische und andere Läden sprießen wie Pilze aus dem Boden. Das Straßenbild ist geprägt von Kopftuchfrauen. In letzter Zeit sieht man auch immer öfters Totalverschleierte. Türkische Jugendgangs machen die Parks und Nächte unsicher.

    Gestern schreibt die Südwest-Presse:

    Helga Malischewski (FWG) machte auf Ratten aufmerksam, die den Fahrgäs¬ten frühmorgens am Busbahnhof „über die Schuhe und Koffer sprin¬gen”. Sie fordert, dass Haus- und La¬denbesitzer in der Innenstadt stär¬ker in die Pflicht genommen wer¬den, vor den Türen zu kehren.

    Ich selbst habe dies schon öfters erlebt. Wenn ich bei Dämmerung durch die Fußgängerzone gehe, sehe ich oft Ratten, die aus den Grünflächen herauskommen und ungeniert an den Fußgängern vorbei auf Nahrungssuche um die Sitzgelegenheit gehen.

    Aber Ulm hat wesentlich größere Probleme!
    Ein furchtbares Schreckgespenst geht um!
    Die NPD hat eine Demonstration angemeldet.

    Zum Glück ist im Schwabenland eine Demo genehmigungspflichtig!

    Die Südwestpresse schreibt dazu:

    „ Ulm stellt sich NPD in den Weg

    ULM. In Ulm regt sich Widerstand gegen einen NPD-Aufmarsch am 1. Mai. Die Stadtverwaltung will die beantragte Kundgebung nicht ge¬nehmigen.
    Von EDWIN RUSCHITZKA

    Ulm. „Die Bundesrepublik vernich¬tet unsere Zukunft.” Mit Sätzen wie diesen rufen die NPD Und deren Jugendorganisation, die Jungen Natio¬naldemokraten (JN), schon jetzt auf ihren Seiten im Internet zu einer Großkundgebung am 1. Mai nächs¬ten Jahres in Ulm auf. Ein Antrag auf die Genehmigung eines Demonstrationszugs durch die Innen¬stadt und auf eine abschließende Kundgebung vor dem Ulmer Haupt¬bahnhof ist bei der Ulmer Stadtver¬waltung bereits Ende Oktober einge¬gangen. Gestellt wurde er vom NPD-Landesgeschäftsführer aus Crailsheim. Das Ziel der Stadtver¬waltung ist klar: Die Veranstaltung soll auf gar keinen Fall genehmigt werden. Das haben gestern Ober¬bürgermeister Ivo Gönner (SPD) und der Chef der Fachabteilung Bür¬gerdienste, Roland Häußler, über¬einstimmend erklärt. „

    Natürlich kann auch die Gewerkschaft eine solche Frechheit der NPD nicht hinnehmen
    Die Südwestpresse schreibt weiter:

    Ausgerechnet am 1. Mai, dem seit Jahrzehnten traditionellen Kundgebungstag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf dem Ulmer Münsterplatz, auf dem stets friedlich gefeiert wurde. Entspre¬chend entsetzt ist der DGB-Vorsit¬zende für die Region Ulm/Biberach, Wolfgang Klook: „Wir erwarten, dass die Stadt Ulm alle rechtlichen Schritte unternimmt, die NPD-Ver¬anstaltung zu verhindern”, sagte er gestern. Sollten aber Gerichte letzt¬endlich den Neonazis die Kundge¬bung doch bewilligen, „werden wir entsprechend darauf eingehen”, kündigte Klook an.
    „Wir bereiten uns natürlich vor”, sagte dazu gestern der Pressesprecher der Polizeidirektion Ulm, Rai¬ner Durst, „aber wir sind hier nicht als Genehmigungsbehörde gefragt.” Durst geht davon aus, „dass die Stadt alles versucht, die NPD-Demonstration zu unterbinden”.
    Dennoch laufen die polizeilichen Vorbereitungen auf einen vielleicht heißen 1. Mai im nächsten Jahr. Durst: „Es ist damit zu rechnen, dass die verschiedenen Gesinnungs¬lager aufeinander treffen.” Genau das müsse unterbunden werden, wofür die Ulmer Direktion auch Un¬terstützungskräfte der Bereitschafts¬polizei anfordern wird. ……………………
    Der Chef der Ulmer Abteilung Bürgerdienste, Roland Häußler, ist ebenfalls besorgt: Am 1. Mai sei die Konfrontation geradezu program¬miert, sollten die Veranstaltungen des DGB und der NPD zeitgleich stattfinden.

    Polizei bereitet sich auf einen heißen Tag vor

    Zumal auch noch mit ei¬ner Gegenkundgebung von Antifaschisten zu rechnen sein dürfte.“

    Natürlich muss auch die Bahn in das antifaschistische Geheul mit ein stimmen:

    „Der Bahnhofsvorplatz, den die NPD als Kundgebungsort ausgesucht habe, „ist dazu völlig ungeeignet”. Die gleiche Meinung habe auch die Bahn geäußert.

    Und als Speerspitze des Antifaschismus ist sich der SPD-Bürgermeister natürlich sicher, dass er diese Demonstration auf keinen Fall genehmigen wird. Und ich dachte immer, dass eine Demo nicht genehmigt werden muss, sondern dass sie, wenn entsprechende Gründe vorliegen, eventuell verboten werden könnte. Aber man lernt ja nie aus und im Schwabenland ticken die Uhren eben anders. Und Recht wird nicht nach dem Gesetzbuch gesprochen, sondern nach den Interessen der Herrschenden!
    Die SW schreibt weiter:

    „Auch wenn er absolut nicht ge¬willt ist, den Neonazis Raum in Ulm zur Verfügung zu stellen, war der Ul¬mer OB Ivo Gönner gestern darum bemüht, möglichst unaufgeregt an die Sache heranzugehen. Die Stadt werde die NPD-Veranstaltung nicht genehmigen, „damit die Ruhe und die öffentliche Ordnung aufrecht er¬halten werden”. Sollte die NPD aber nicht locker lassen, „werden sich da¬mit wohl die Gerichte zu befassen haben, zuerst das Verwaltungsge¬richt, dann das Oberverwaltungsge¬richt”. Gönner hofft, dass sich die Richter dann aber letztendlich hin¬ter die Interessen der Stadt stellen.

    Um dem Leser aufzuzeigen, wie menschenverachtend alles Nationale doch ist, finden wir in derselben Ausgabe der SW noch einen Artikel über das Ulmer KZ.

    Furchtbare Verbrechen sind hier begangen worden:

    Obwohl das Wachpersonal dazu angehalten wurde die Gefangenen gut zu behandeln, „die Gefangenen sind menschlich zu behandeln,“ kam es zu unbeschreiblichen Taten.
    Der Sozialdemokrat Kurt Schumacher wurde besonders schlimm behandelt.

    Die SW schreibt:

    „Schumacher, der im 1. Weltkrieg sei¬nen rechten Arm verloren hatte, muss Wasser pumpen, Steine schleppen, Schubkarren mit Kies fahren (!)“

    Man stelle sich vor, wie man mit einem Arm eine Schubkarre schiebt! Wasser pumpen und mal einen Stein unter den Arm klemmen geht natürlich auch mit einem Arm. Kriegsversehrte, die nicht in Gefangenschaft waren, mussten in diesen schweren Zeiten auch mit anpacken.

    Dem Leser der SZ ist mit diesem Artikel aber eingeblaut worden:
    Nein, mit einer solchen Vergangenheit dürfen wir es nicht zulassen, dass die NPD in Ulm demonstriert. Lieber werden wir von Ratten und Heuschrecken aufgefressen und lassen unsere Kinder weiterhin auf Ulmer Schulen gehen, in denen nur noch ein verschwindend geringer Teil der Mitschüler Deutsch sprechen. Lieber lassen wir unsere Kinder weiterhin verprügeln, als deutsche Schlampen bezeichnen und als „Scheißdeutsche“ ausgrenzen.
    Der Autor spricht hier aus leidvoller Erfahrung!

  • 6 Klaus-Jürgen // Nov 16, 2008 at 13:30

    Hierzu paßt wie die Faust aufs Auge folgendes Buch:
    Hubertus Knabe: “Die Täter sind unter uns”

    http://www.amazon.de/Die-Täter-sind-unter-uns/dp/3548608183/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1226842425&sr=8-1

  • 7 Andreas Fritz // Nov 16, 2008 at 13:47

    Irgendwie erinnert mich der Typ an Sara Wagenknecht:

    Ein Gesicht wie ein Wiesel !!!

    (Und bestimmt so verschlagen, wie eine Ratte)

  • 8 griesgram // Nov 16, 2008 at 15:10

    Wie kurzsichtig von der SED!
    Wikiblödia ist eines der wichtigsten Umerziehungs- und Geschichtsfälschungsinstrumente, die es gibt!

  • 9 Blücher // Nov 16, 2008 at 16:10

    @griesgram

    8

    Genau,da wird gelogen und gefälscht,daß sich die Server biegen.
    Und ganz besonders über deutsche Geschichte zwischen 1914-1933.

    Und Meinungsfreiheit gilt immer nur für den,der die Meinung vorgibt.

    “Was ihr den Geist der Zeiten heißt,
    Das ist im Grund der Herren eigner Geist,
    In dem die Zeiten sich bespiegeln.”

    Dr.Faust zu Wagner im “Faust”

  • 10 Olaf // Nov 16, 2008 at 16:48

    “Ist ja lustig, nachdem dieser Artikel ständig auf Indymedia gepostet war, hat man hier anscheinend einen Abnehmer gefunden.”

    Der Nonkonformist ist da eher die passende Quelle. Im Schnitt dauert es bei Altermedia aber immer 6-12 Stunden um die Artikel vom Nonkonformisten satzbautechnisch abzuändern. Dann werden noch Worte wie “linkslastig” zu “nicht gerade rechtslastig” verändert, damit es nicht so auffällt und schon hat Altermedia einen neuen Artikel.

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil: http://www.nonkonformist.net/?p=2067#more-2067
    Die Schriftleitung

  • 11 Ulmer // Nov 16, 2008 at 19:50

    Wie es an Ulmer / Neu-Ulmer Schulen zugeht, beschreibt dieser Artikel:

    14 jähriger prügelt auf seinen Lehrer ein

    Ein erst 14 jähriger Junge hat am Mittwoch in einer Neu-Ulmer schule seinem Lehrer zweimal die Faust ins Gesicht geschlagen. Auslöser dafür war ein Verweis, da der Jugendliche durch Störungen des Unterrichts aufgefallen war. Als dieser sich weigerte das Klassenzimmer zu verlassen und der Lehrer nochmals auf seine Anordnung bestand, eskalierte die Situation.
    Der 58 jährige Lehrer wurde nun vorübergehend dienstunfähig geschrieben. Bislang sind auch Spätfolgen nicht auszuschließen.
    Den 14 jährigen, welcher schon des Öfteren durch Störungen und Provokationen aufgefallen sei, erwartet ein Hausverbot an der Neu-Ulmer Hauptschule.

    Jeden Tag kommt es zu Gewaltexzessen an deutschen Schulen. Ob nun in Berlin, Frankfurt oder Ulm, meistens sind es Schulen mit hohem Ausländeranteil.
    Hilfe von Seiten der Politik wird zwar immer wieder Versprochen, doch geändert hat sich bislang nichts. Noch immer werden Lehrer von Schülern verbal und körperlich attackiert. Noch immer werden Schüler von brutalen Jugendlichen erpresst, beleidigt und verprügelt.

    http://www.ag-schwaben.nationales-netz.com/?p=614

  • 12 Miraculi // Nov 17, 2008 at 7:07

    Ulmer (5)

    “Um dem Leser aufzuzeigen, wie menschenverachtend alles Nationale doch ist, finden wir in derselben Ausgabe der SW noch einen Artikel über das Ulmer KZ.”

    “Die Südwestpresse” (Untertitel: “DIE GROSSE TAGESZEITUNG FÜR ULM, DEM ALB-DONAUKREIS UND DEM KREIS NEU ULM”) fällt mal wieder auf …
    Dieses Pamphlet http://www.dzokulm.telebus.de/Presse/presse2007/presse004.html (1/2007) stammt ebenfalls von jenen und es strotzt geradezu von historischer Unkenntnis und anti-deutschem Gesinnungsterror. Bei demjenigen, welcher bereits in den ersten Zeilen mit seinem vollem Namen genannt wird, war es allerdings eine mehr als leichte Übung, über das Netz, die wahre “Intuition” hinter diesem Volksverhetzenden und billigster Machart konstruierten Geschichtsklitterungen im vorg. Artikel heraus zu bekommen.

    Zitat: “Markus Heckmann, studiert Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft in Berlin. Von 1998 bis 2000 war er FREIWILLIGER im „Holocaust Center of Greater Pittsburgh“ (USA) und hat seit dem Sommerlager in Sachsenhausen und Ulm geleitet.”
    -
    Info zu dem im Artikel verunglimpften Dr. Gerhard Klopfer (= einer der Teilnehmer der sog. “Wannsee-Konferenz”): “Er war von 1945 bis 1949 wie alle deutschen Führungspersönlichkeiten inhaftiert und wurde in Nürnberg des Kriegsverbrechens beschuldigt. Die Alliierten hatten jedoch ihre Anklage wegen fehlender Beweise wieder fallen gelassen(= im Jahr 1949, also NACH Kempners Fund des Protokolls). Nach seiner Haftentlassung hat die Staatsanwaltschaft 1960 (!) NOCH EINMAL versucht, die Anklage zu erwirken. Das Ermittlungsverfahren wurde aber am 29.1.1962 mit der Begründung eingestellt, dass Klopfer trotz der Teilnahme an der Konferenz KEINE STRAFTAT nachgewiesen werden könne.”

    Wenn eine überregionale Zeitung solch Hetz-Artikel OHNE jegliche Quellen-Angaben des darin kolportierten veröffentlicht, dann sollten man jenen zumindest androhen, im Wiederholungs-Fall die Lizenz für eine Zeit lang entziehen zu wollen. Als ob man in (finsterster) deutscher Vergangenheit nicht bereits abschreckende Reaktionen genug auf so etwas gesammelt hätte…

  • 13 Miraculi // Nov 17, 2008 at 7:27

    (NACHTRAG)

    Bei dem im Beitrag von “Ulmer” (5) aus dem Artikel der SWP zitierten Artikel des “Ulmer KZ”, handelt es sich mutmaslich um das mit dem “wohlklingen” Namen: KZ Oberer Kuhberg. Als Letzteres kann dieses allerdings einzig in der Zeit von November 1933 bis Juli 1935 als solches bezeichnet werden. Siehe “KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg Ulm” http://www.dzokulm.telebus.de/index1.htm Zitat daraus: “Besichtigt werden kann DAS EINZIGE KZ in Süddeutschland, das in seiner baulichen Substanz erhalten ist.” Frage: Ist das (mal mit, mal ohne “menschliche Gaskammer” bezeichnete) KL Dachau (genauer: “Gedenkstätte” – Gedenken, wohl an die nie vorhandene M-GK?) denn mittlerweile komplett verschwunden? Gott sei es auf Knieen und mit sämtlichen Rosenkränzen in aller Ewigkeit gedankt dafür – wenn dies einmal tatsächlich Wirklichkeit (*) werden sollte!

    (*) Man darf ja noch träumen dürfen, das diese anti-deutschen Hetz-Parolen (i.d. Medien) und die ganze Gräuel-Propaganda (nicht nur) über und im KL Dachau doch einmal ein Ende finden werden. Bei etwa 900.000 (!) “Horror”-Touristen jährlich, wird dies aber wohl auch zukünftig bei einem frommen Wunsch bleiben. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

  • 14 Andreas Vesalius // Nov 18, 2008 at 11:07

    “Niemand ist so reich, sich seine Vergangenheit zurückzukaufen.” Oscar Wilde

    Selbst Herr Lutz Heilmann hat da seine Probleme…, auch mit dem riesigen Parteivermögen (SED) im Hintergrund…

  • 15 Wehrwolf // Dec 7, 2008 at 0:02

    Schade, das es keine Stalinorgel war!!!

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