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Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Peinlich! (14.05.08)

14/5/2008 9:19 · Post your comment (28 Comments)

Thomas Brehl:
Es lebe die deutsch-amerikanische „Freundshaft“

Deutschland, Land der Ehrenmäler, der Stolpersteine und Gedenktafeln, Land der allgegenwärtigen Erinnerung an zwölf exklusive Jahre seiner 2.000-jährigen Geschichte. Soweit mußte es ja mal kommen und bei all der Hektik im Rahmen der Erinnerungskultur kann schon mal der eine oder andere Fehler unterlaufen. Peinlich nur, wenn er auf einer offiziellen Gedenktafel Platz findet und vor der Einweihung nicht bemerkt wird. Daß man den „Willy-Brandt-Platz“ einst in Frankfurt einweihte und erst bei der Enthüllung peinlich berührt feststellte, daß „Willi“ versehentlich mit „i“ statt mit „y“ geschrieben war, mag ja noch angehen, denn es handelte sich um einen Namen. Was man sich jetzt aber in Berchtesgaden geleistet hat, ist schon oberpeinlich.

Da feiert man die 3. US-Infanteriedivision, die so tapfer den Obersalzberg „befreite“ und eine angebliche Freundschaft begründete, die bis heute anhält. Und was passiert? Man schreibt „Freundshaft“ statt „Freundschaft“. Gut, Fehler machen wir alle, gerade ich als Vielschreiber weiß, daß sich in einen eilig in den PC getippten Text gerne mal Fehler einschleichen aber eine offizielle Gedenktafel, die vor ihrer Enthüllung durch –zig Hände geht und von –zig Leuten begutachtet wird, sollte schon fehlerfrei sein.

So ist diese Tafel letztlich Symbol der Oberflächlichkeit unserer Zeit und einer Freundschaft die keine ist, weil ihr was fehlt. Und das ist weit mehr als nur der Buchstabe „c“…

Tags: Allgemeines

28 responses so far ↓

  • 1 Nationaler Beobachter // May 14, 2008 at 9:23

    Hrr hrr hrr. Wie peinlich und dumm kann man sein.
    Gruß an Kamerad Brehl aus Fulda

  • 2 Walther // May 14, 2008 at 9:29

    Ob jemand, der in seinen Lebenserinnerungen “Bewegte Zeiten” auf der von vielen Augen gesehenen offiziellen Seite des KDS das Oberhaupt der katholischen Kirche mehrfach und über Monate unkorrigiert als “Pabst” bezeichnete, wirklich berufen ist, über das Deutsch einer von Amerikanern gestifteten Gedenktafel zu lästern, sei dahingestellt. Es ist wohl letztlich “Symbol der Oberflächlichkeit unserer Zeit”.

  • 3 Peinlich??? // May 14, 2008 at 9:31

    Vielleicht wollten sie nur die Wahrheit zum Ausdruck bringen?…

    Beispielsweise nach dem Motto:
    PApier ist geduldig, in Stein steht die Wahrheit!

  • 4 Anonymous // May 14, 2008 at 9:34

    Laßt Euch doch nicht verarschen, das ist kein Fehler, sondern ein ganz gezielter Angriff auf die geplante Vernichtung der deutschen Sprache. Machet doch einfach beim Gang durch die Straßen die Augen auf: Döner House, Baker, Price, Beer, 4 men, und so geht es munter weiter, bis sich alle an Freundship statt Freundschaft gewöhnt haben. Man beachte auch genau auf die Ausprache der Namen im TV. da wird alles amerikanisiert, was möglich ist. Übrigens habt Ihr in diesem Wonnemonat schon mal ein deutsches Mailied im Radio gehört?

  • 5 9. November // May 14, 2008 at 9:43

    Der Fehler liegt nicht nur in diesem einem Wort im Text, er kennzeichnet vielmehr nur den Hauptfehler: Diese s. g. Gedenktafel selbst! Aber Mauer und DDR-Grenze mit Stacheldraht als “antifaschistischer Schutzwall” sind auch verschwunden und so wird es auch einmal derartigen “Zeugnissen” gehen.

  • 6 Wetekamp // May 14, 2008 at 9:55

    Das ist völlig korrekt geschrieben. Es ist lediglich zu beachten, daß die Wahrheit sich in sog. Freudschen Fehlern offenbart: Freunds-Haft. Alles klar?

  • 7 Colin Kreuzer // May 14, 2008 at 9:57

    @ Anonymous

    Sie “Anonymous” glauben also nicht daran, daß es sich bei der “Freundshaft” um eine schöne Verschreibung handeln könnte. Und haben dafür, natürlich, auch einen Grund zur Hand. Nämlich diesen: es sei, so schreiben Sie, “kein Fehler, sondern ein ganz gezielter Angriff auf die geplante Vernichtung der deutschen Sprache”.
    Das fehlenden “c”, “Anonymous”, ist also in Ihren Augen so etwas wie die Résistance gegen den drohende Sprachverlust. Nur: ob Sie’s auch so sagen wollten? Eben.

    Colin Kreuzer

  • 8 DerDeutscheDepp // May 14, 2008 at 10:11

    Das ist kein (!) Fehler !!!

    Lt. http://www.leo.org bedeutet “shaft” die Achse.

    Und “to shaft someone”

    umgangssprachlich: jemanden aufs Kreuz legen

    jemanden eins reinwürgen

    Also für mein Verständnis kein Fehler.

    Gruß - DDD

  • 9 Colin Kreuzer // May 14, 2008 at 10:15

    @ Wetekamp

    Sie, “Wetekamp”, gehen die Sache also psychologisch an. “Das ist völlig korrekt geschrieben”, schreiben Sie, “Es ist lediglich zu beachten, daß die Wahrheit sich in sog. Freudschen Fehlern offenbart: Freunds-Haft. Alles klar?”. Alles klar. Nur leidet Ihr leidlich entdecktes Sprachunbewußtes trotz seines Hangs zum Wortspiel unter Rechtschreibschwäche. Denn der Genitiv von Freund, “Wetekamp”, lautet einmal richtig “des Freundes”.

    Colin Kreuzer

  • 10 Merkel merkt nichts // May 14, 2008 at 12:25

    ist doch egal, das ganze Gerümpel wird demnächst sowieso wieder abgerissen.

  • 11 Wetekamp // May 14, 2008 at 14:37

    @Colin Kreuzer

    Besserwisser leiden meist unter einem Mangel an Humor. Ihre steten Belehrungen kann ich mir ja bei Bedarf aus dem Freigeistforum holen.

    Ich bin mir der grammatikalischen Regeln der deutschen Sprache durchaus bewußt, hatte mir jedoch erlaubt, einen Scherz machen zu wollen, der mit Psychologie nur sehr bedingt zu tun hat.

  • 12 BlackFlag // May 14, 2008 at 15:13

    Thomas,
    das ist doch wirklich Korinthenkackerei, weil die Tafel offensichtlich zunächst in Englisch betextet und dieser Jubeltext mehr oder weniger eingedeutscht wurde. ‘Freundshaft’ wurde einfach nach ‘friendship’ gebildet … Diese Amerikaner scheitern an unserer Orthographie immerhin nachvollziehbar und auf hohem Niveau!

  • 13 Colin Kreuzer // May 14, 2008 at 15:23

    @ DerDeutscheDepp

    “shaft”, das haben Sie, “DerDeutscheDepp”, nun freundlicherweise nachgeschlagen, ist der englische Begriff für die “Achse”. Leider sind Sie, nach diesem schönen Lernvorsprung sogleich zu den Redewendungen übergegangen, anstatt kurz innezuhalten und dieses zu lesen: “shaft” bedeutet im Deutschen unter anderem eben auch Schaft. So daß Sie mit Hilfe Ihres feinen Englischwörterbuchs treffsicher “Freundshaft” in “Freundschaft” hätten zurückübersetzen können.

    Colin Kreuzer

  • 14 Schwabe // May 14, 2008 at 16:00

    Wetekamp:

    Sie haben ein scharfes Auge für Sprache.
    Man muß sich nur noch den höhnenden Ton beim Wort »Freund« oder die Anführungszeichen dazudenken, um in der Tafel eine literarische Kurzform der Nachkriegsgeschichte vor sich zu sehen.
    Der Einwand von Kreuzer ist dagegen überflüssig; obgleich der Wesfall von Freund »des Freundes« lautet, ist »Freunds« genauso richtig; ebenfalls könnte das s auch ein Fugen-s sein.
    Treffend ist auch des Deutschen Deppen Auslegung.

    Als Deutscher kann man jedenfalls Bekundungen von Freundschaft und Befreiung seitens der Tafelstifter nur als Sarkasmus empfinden.

  • 15 @Colin // May 14, 2008 at 16:02

    Oh, ich wußte gar nicht, daß ein Gedanke “angegangen” werden kann? Wenn sie schon nach einer Goldwaage schreien…

  • 16 Jens // May 14, 2008 at 16:21

    Macht den Fehler in der Überschrift bitte weg :)

    Es lebe die deutsch-amerikanische „Freundshaft“

    MkG
    Jens

  • 17 Unbekannt // May 14, 2008 at 16:52

    Vielleicht ist ja Shaft gemeint: http://www.impawards.com/2000/posters/shaft.jpg :D

  • 18 Völkischer Beobachter // May 14, 2008 at 17:50

    @ Black Flag:

    Diese Amerikaner scheitern an unserer Orthographie immerhin nachvollziehbar und auf hohem Niveau!

    Zeigt sich ja auch im sog. “Wannsee-Protokoll” recht überzeugend.

  • 19 PA // May 14, 2008 at 20:13

    Dieser “Tippfehler” ist doch der Beweis dafür, dass an der Herstellung der “Gedenktafel” kein einziger Deutscher beteiligt war. Wahrscheinlich werden solche Tafeln sowieso fabrikmäßig in den USA hergestellt und dann als Massensendung per Schiff nach “Germany” verfrachtet. Es würde mich nicht wundern, wenn einmal eine solche Tafel aufgestellt würde, bei der man eine norddeutsche mit einer süddeutschen Stadt verwechsel hat. Und es ist doch aufschlussreich - und in unserem Sinne etwas Positives - wenn sich kein Deutscher für diese Schandlüge zur Verfügung gestellt hat.

  • 20 Colin Kreuzer // May 14, 2008 at 23:59

    @ @Colin

    “Oh, ich wußte gar nicht, daß ein Gedanke “angegangen” werden kann? Wenn sie schon nach einer Goldwaage schreien…”, schreiben Sie, “@Colin”.

    So lernen beide Seiten etwas. Sie, daß Gedanken angegangen werden können. Und ich, daß Gedanken angegangen werden können. Ihre deutsch-deutsche Übersetzung des Wortes “Sache” in “Gedanke” erscheint mir dabei durchaus gelungen.

    Ausgewogen:

    Colin Kreuzer

  • 21 Colin Kreuzer // May 15, 2008 at 0:13

    @ Wetekamp

    Sie, “Wetekamp”, hatten sich “jedoch erlaubt, einen Scherz machen zu wollen, der mit Psychologie nur sehr bedingt zu tun hat” (Wetekamp).
    Verzeihen Sie, “Wetekamp”, daß ich aufgrund des kleinen Wörtchens “Es” in Ihrem Satz “Es ist lediglich zu beachten, daß die Wahrheit sich in sog. Freudschen Fehlern offenbart” (Wetekamp) an einen Wiener Psychoanalytiker dachte, dessen Name mir leider entglitten ist. Nächstes mal wird tiefer analysiert.

    Von der Couch:

    Colin Kreuzer

  • 22 griesgram // May 15, 2008 at 6:36

    Die dritte “befreit” derzeit übrigens Baghdad.
    Da ist sie sicherlich auch gerne gesehen.
    Die Bewohner sind ganz Feuer und Flamme.

  • 23 Artemidor // May 15, 2008 at 12:22

    Wann wird eigentlich Amerika befreit?

  • 24 Wetekamp // May 15, 2008 at 14:55

    @Colin Kreuzer von der Couch

    Naja, wenn Ihnen der Name entglitten ist, macht das nichts weiter, es scheint ja nicht das einzige, Ihnen Entglittene, zu sein.

  • 25 DerDeutscheDepp // May 15, 2008 at 15:30

    @Couch-Colin

    Ja, Sie haben vollkommen Recht. Shaft bedeutet auf deutsch u.a. auch Schaft. So wie der Schaft meiner Stiefel.

    Und mit denen kann ich sogar virtuell Leuten in den A…. treten.

    Gruß an den Rest hier - DDD

  • 26 wolzow // May 16, 2008 at 0:07

    Shaft- war das nicht der Neger der Polizist spielt?

  • 27 Buchholz // May 16, 2008 at 14:47

    Die Wahrscheinlichkeit, kein geborener Deutscher mit bester Kenntnis seiner Muttersprache, sei hier beteiligt, ist sehr groß! Die Kombination des “sh” für’s deutsche “sch” ist erkennbar dem angloamerischen Sprachraum entlehnt. Es ist einfach unvorstellbar, daß einem deutschen Meister so ein Unding passiert wäre. Dieser hätte seine Arbeit zig…male rezensiert und geprüft. Hier ist der Schoß, aus dem es kroch, tatsächlich offen sichtbar! Eine unglaubliche Blamage und Bloßstellung für die örtliche Kommandantur!….im besatzerdeutsch auch Stadtverwaltung genannt. Gut recherchiert, wo holt der Winkler das nur alles her?

  • 28 Sons of liberty // May 18, 2008 at 14:45

    Aber Hallo, gut das es nichts wichtigeres gibt als einen Rechtschreibfehler auf einer Gedenktafel, und der ist so gravierend, das Herr Brehl hier gleich mitteilen muß was er sonst nur seinem Tagebuch anvertraut.
    Kleiner Ratschlag Herr Brehl, wenn sie was auf der Kirsche haben sollten, dann bitte ich sie wichtigere Dinge anzupacken. Vielleicht sollten sie nicht immer nur rumschwafeln sondern mal Handanlegen!

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