Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz
Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


PIRATEN unter sich (08.07.09)

July 8th, 2009 · Post your comment (31 Comments)

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Berlin: Eine Partei, die langsam aber sicher mehr und mehr von sich reden macht, sind die sogenannten PIRATEN. Bei ihnen handelt es sich – nach eigener Darstellung – um eine Partei, die sich u. a. die Freiheit des Internets aufs Banner geschrieben hat und den Kampf gegen die Zensur.
Ihren Ursprung haben die PIRATEN in Schweden. Dort erreichten sie bei den letzten Europawahlen sogar aus dem Stand 7,1 Prozent der Stimmen und damit einen Sitz im Europaparlament. Inzwischen gibt es Ableger dieser PIRATEN überall in Europa, auch in Deutschland.

Hier gerieten sie zuletzt in die Schlagzeilen als am 20. Juni der wegen seiner Verstrickung in eine Kinderporno-Affäre umstrittene SPD-Politiker Jörg Tauss, aus Protest gegen die, unter dem Vorwand, es ginge dabei nur um die Bekämpfung von Kinderpornographie, verfügteEinführung der Internetzensur durch den Bundestag, zur PIRATENPARTEI übertrat.

Offenbar befürchtet man auch staatlicherseits, daß sich hier möglicherweise ein Potential bilden könnte, daß auf die eine oder andere Weise beim Wähler politischen Anklang finden könnte, die nicht in das Kalkül von Schäuble & Co. paßt. Es erstaund daher nicht, wenn man jetzt damit beginnt, sich auf die PIRATENPARTEI medial einzuschießen.

So meldete der FOCUS, daß die PIRATENPARTEI einen Bodo Thiesen in ihren Reihen führt, der als sogenannter „Holocau$t“-Leugner gilt. Im FOCUS heißt es dazu:
„…Parteiaktivist Thiesen hatte vor einigen Jahren in Internetforen Holocaustleugner verteidigt und erklärt, Hitler habe den Zweiten Weltkrieg nicht gewollt. Ein Thema, das auf dem Wilhelmsburger Parteitag am Sonntag wieder hoch kochte. Thiesen saß dabei als stellvertretender Protokollant auf dem Podium. Als ein Delegierter verlangte, die Vorwürfe gegen ihn erneut zu thematisieren, blaffte er: “Wer glaubt, ich hätte den Holocaust geleugnet, soll zur Staatsanwaltschaft gehen und hier nicht Verleumdungen gegen meine Person aussprechen.”

Jens Seipenbusch, frisch gebackener Vorsitzender der Piraten, versucht, die Wogen zu glätten: “Die Holocaustäußerungen sind eine alte Geschichte”, erklärt er. Kein Grund zur Sorge. Nachdem Thiesen im Mai 2008 in einer E-Mail an die Mitglieder Position zugunsten einer Abhandlungen von Germar Rudolf – einem verurteilten Holocaustleugner – bezog, habe der Bundesvorstand sofort reagiert. Thiesen bekam eine Verwarnung mit der Auflage, sich nicht mehr unbedacht zur deutschen Nazizeit zu äußern. “Mit solchen Äußerungen darf man besonders in Deutschland den Holocaust nicht relativieren”, so Seipenbusch. Nach dem Beschluß habe sich der 28-Jährige nicht wieder zum Nationalsozialismus geäußert. Weil er die Auflagen damit erfüllt hat, darf er Mitglied der Piraten bleiben.

Im Internet hatte Thiesen seine Position so verteidigt: “Ich bin ein kritischer Mensch, der keine Probleme damit hat, bei anderen Menschen anzuecken”, schreibt er dort. “Meine Ansichten darüber, was in Deutschland
tatsächlich geschehen ist, hat keinen Einfluß auf meine politischenForderungen. Ob nun die Juden (und die nicht-jüdischen Opfer, die ich in Folge nicht jedes Mal separat aufzählen werde) in Auschwitz vergast wurden oder auf anderem Wege getötet wurden, spielt für die Entscheidung, jedes Menschenleben unabhängig von der Hautfarbe, Religion usw. schützen zu müssen, keine Rolle.” Damit war das Thema für die Piraten zunächst abgehakt.…“

Seipenbusch fügte hinzu, daß das Thema jetzt nur deshalb hochkoche, weil die Partei inzwischen zahlreiche neue Mitglieder dazu bekommen habe, die über die Zusammenhänge dieser Affäre nichts wissen. Allerdings will man auf Nummer sicher gehen und von Theisen vor die Grethchen-Frage: Wie hältst du’s mit dem Holocau$t“ stellen, klar und unmissverständlich.

In einer gestern herausgegebenen Erklärung der PIRATENPARTEI heißt es dazu:

„Der Bundesvorstand der Piratenpartei fordert das Parteimitglied Bodo Thiesen dazu auf, sich eindeutig und endgültig von seinen fragwürdigen Äußerungen zum Holocaust zu distanzieren. Bereits im Juni 2008 hatte der Vorstand Thiesen dafür eine Verwarnung erteilt. Durch die erneut laut gewordene Kritik innerhalb der Partei sowie in der Blog- und Twittersphäre hält der Vorstand eine noch klarere und deutlichere Distanzierung für nötig. Sollte Bodo Thiesen dieser Aufforderung nicht binnen 24 Stunden nachkommen, wird der Bundesvorstand die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

Die Piratenpartei steht für Bürgerrechte, Freiheit und Demokratie. Sie verteidigt die Werte der Aufklärung und des Humanismus, die u.a. durch Internet-Zensur und Überwachungsstaat gefährdet sind.

Der Bundesvorstand erklärt daher im Namen der Piratenpartei:
“Wir erklären hiermit in Übereinstimmung mit der Satzung der Piratenpartei Deutschland, dass wir faschistische Bestrebungen jeder Art entschieden ablehnen.
Weiterhin erklären wir, dass wir den Holocaust als historische Tatsache ansehen und deren Relativierung oder Verharmlosung nicht dulden werden.

Wir haben keinen Zweifel daran, dass im Zuge dieses historisch einzigartigen Verbrechens des nationalsozialistischen Deutschlands circa 6 Millionen Menschen umgebracht worden sind, die meisten von ihnen Juden.

Wir haben demütigen Respekt und tiefes Mitgefühl für die Opfer dieses Verbrechens und ihre Angehörigen.
Wir werden auch in Zukunft keine Zweifel daran aufkommen lassen, dass dies eine gemeinsame Position der PIRATEN ist.”

Diesen Schritt halten wir für nötig, weil Bodo Thiesen seit Sonntag das Amt eines stellvertretenden Schiedsrichters innehat und auf einer Liste des Landesverbands Rheinland-Pfalz steht. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes und von uns Piraten außerordentlich wertgeschätztes Gut. Amtsträger der Partei sind aber in der besonderen Pflicht, die damit verbundene Verantwortung über ihre eigenen Interessen zu stellen und Schaden von der Partei abzuwenden.“

Stil, Tonfall und Sprachgebrauch lassen bereits erahnen, wer und was sich da alles in der bundesdeutschen PIRATENPARTEI niedergelassen hat.

Eine Erklärung von Bodo Thiesen gibt es inzwischen auch. Dieser schreibt wie folgt:
Hallo Internet, hallo Welt, hallo Felix von Leitner.

Ab 2003 hatte ich mich gelegentlich an Diskussionen über die Deutsche Vergangenheit beteiligt und dabei Positionen vertreten, die von der »anerkannten Wissenschaft« und der Allgemeinheit nicht geteilt werden. Seit dem wird mir immer wieder vorgeworfen, ein Nazi zu sein oder »rechtsextremistisches Gedankengut« (was immer das jetzt auch im Einzelnen sein mag) zu vertreten, allerdings gilt für alle, die mir was vorwerfen, daß sie mich persönlich garnicht oder nur extrem flüchtig kennen. Da ich quasi seit der Gründung der Piratenpartei Deutschland Mitglied in eben dieser bin, droht dieses Bild nun auch auf die Piratenpartei Deutschland selbst abzufärben. Erschwert wird der Vorwurf, da der schwedischen Piratenpartei vorgeworfen wurde, Verbindungen zu Nazis zu besitzen. Ich möchte daher im Rahmen dieser Stellungnahme einige Punkte klar stellen:

1. Ich bin ein kritischer Mensch, der keine Probleme damit hat, bei anderen Menschen anzuecken (passiert mir irgendwie ständig – kann ich mit leben, den anderen bleibt nix anderes übrig). Ich sage was ich denke ziemlich ungeschminkt, egal wie es bei meinem Gegenüber ankommt. Dabei versuche ich immer mit bestem Wissen und Gewissen keine unwahren Aussagen zu treffen, was mir auch meistens, aber nicht immer gelingt. Ich diskriminiere niemanden ob seiner Herkunft, Religion oder aus anderen Gründen und vertrete definitiv keine rechtsextremistischen Ideen. Ich halte die freiheitlich demokratische Grundordnung für das beste Regierungssystem, das derzeit bekannt ist. Ich bin davon überzeugt, daß Ausländer und »Deutsche mit Migrationshintergrund« grundsätzlich eine Bereicherung für unsere Gesellschaft darstellen. Ich zähle solche zu meinem Freundes- und Bekanntenkreis, was diametral zu einer rechtsextremistischen Gesinnung stünde, die mir immer wieder vorgeworfen wird.

2. Meine Ansichten über die Deutsche Geschichte entsprechen sicherlich nicht der allgemeinen Lehrmeinung, allerdings ist Teil der freiheitlich demokratischen Grundordnung, seine Meinung auch dann äußern zu können/dürfen, wenn sie eben NICHT der allgemeinen Lehrmeinung entspricht. Aus diesem Grunde habe ich immer wieder deutlich gemacht, daß auch die NPD das Recht hat, Kundgebungen durchführen zu dürfen, ebenso empfinde ich es auch nicht als sinnvoll, große Gegendemonstrationen gegen die NPD zu veranstalten. Die NPD (so verwerflich ihre Ansichten auch sein mögen) ist eine nicht-verfassungswidrige Partei in Deutschland und hat somit jedes, durch das Grundgesetz zugesicherte Recht, das auch alle anderen Parteien haben. Man kann gerne gegen politische Meinungen Demonstrieren, aber doch bitte nicht gegen Parteien selbst. Deswegen hatte ich mich auch schon im März 2008 dagegen ausgesprochen, daß die Piratenpartei Deutschland als solche zu einer Gegen-NPD-Demonstration aufruft, mit dem klaren Hinweis, daß ich kein Problem damit habe, wenn die einzelnen Mitglieder selber an dieser Demonstration teilnehmen, nur eben ohne Piratenflaggen. Der Hessische Landesvorstand, der den entsprechenden Aufruf durch den Landesvorstand Hessen zu beschließen hatte, hat sich dann gegen meine Meinung FÜR den Aufruf entschieden.

3. Ich habe eine Hochachtung vor der Arbeit von Felix von Leitner und lese sein Blog (blog.fefe.de) normalerweise gerne. Als ich allerdings seinen Update-Kommentar zum Piratenpartei/Nazi-Vorwurf gelesen habe, war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Gerade von ihm hätte ich mehr Inhaltliche Auseinandersetzung erwartet. Ja, ich habe an der Satzung des Landesverbandes mitgearbeitet. Ja, ich bin in der Piratenpartei aktiv. Und, dieser Fakt ihm offenbar durch die Lappen gegangen: Ich stehe sogar auf der Landesliste für die Wahl zum Deutschen Bundestag (allerdings auf dem letzten und aussichtslosesten Platz 7, dafür bräuchten wir irgendwie so 21% der Stimmen hatte ich mal ausgerechnet). Ich habe die Satzung zusammen mit einigen wenigen anderen hyperaktiven Piraten aus Rheinland-Pfalz entworfen. Mir war der Kampf für die Freiheit damals so wichtig, daß ich als Student extra für diese Treffen von München nach Mainz gefahren bin, um die Gründung des Landesverbandes Rheinland-Pfalz mit vorzubereiten. Mir ist der Kampf für die Freiheit so wichtig, daß ich aufgrund dessen sogar eine Anstellung bei einem Unternehmen, bei dem ich eigentlich ganz gerne geblieben wäre, riskiert habe (und ich habe den Job verloren). Ich kämpfe für die Freiheit eines jeden einzelnen in Deutschland lebenden Menschen. Was sagt denn die Tatsache, daß ich an der Satzung mitgewirkt habe über die Satzung aus? Gibt es da vielleicht irgendwelche rechtsextremen Äußerungen? Nein. Sind da meine Geschichtlichen Ansichten eingebracht worden? Nein. De facto ist die Landessatzung von Rheinland-Pfalz die einzige Satzung in der Piratenpartei, die der Beschreibung »Satzung« gerecht wird. Sie enthält viele Regelungen, die die Rechte jedes einzelnen Piraten schützt, was in den anderen Satzungen der Partei so nicht enthalten ist. Auf viele dieser Regelungen habe ich gedrängt, obgleich andere der Mitstreiter diese zum Teil eher überflüssig fanden. Einen Zusammenhang zwischen meiner angeblich rechtsextremen Neigung und der Satzung kann ich nicht sehen, hier warte ich einfach mal auf einen Kommentar von Felix, ihm werde ich eine Kopie diese Stellungnahme zukommen lassen, dann kann er seinen Bloglesern das ja mal erklären, wie meine Mitarbeit an der Satzung aus der Piratenpartei eine rechte Partei macht.

4. Geschichtswissenschaft != Politik. Meine Ansichten darüber, was in Deutschland tatsächlich geschehen ist, hat keinen Einfluss auf meine politischen Forderungen. Ob nun die Juden (und die nicht-jüdischen Opfer, die ich in Folge nicht jedes mal separat aufzählen werde) in Auschwitz vergast wurden oder auf anderem Wege getötet wurden, spielt für die Entscheidung, jedes Menschenleben unabhängig von der Hautfarbe, Religion usw. schützen zu müssen, keine Rolle. Sie spielt auch keine Rolle in der Bewertung, ob die Judenverfolgung ein Verbrechen war, oder nicht. Die Verfolgung war ein Verbrechen und jeder einzelne Mensch, der verfolgt und getötet wurde, war einer zuviel. Das lässt sich nicht schön reden – das versuche ich auch garnicht. Auf der anderen Seite sehen wir uns heute vor dem Problem, daß es unglaublich viele Parallelen zwischen dem Nazi-Deutschland und unserem heutigen Deutschland gibt. Gerade die Tabuisierung des Nazi-Deutschlands aber lähmt uns heute, diese Parallelen wahr haben zu wollen, denn jeder solcher Versuch wird gerne sofort als »Relativierung des Holocausts« fehlinterpretiert. Auch aus diesem Grunde wäre es wichtig gewesen, eine neutralere Sichtweise in Bezug auf die Deutsche Geschichte an den Tag zu legen, und nicht jeden, der eine Meinung gegen den Mainstream hat, sofort als Nazi zu brandmarken.

5. Ich möchte noch anmerken, daß ich mich von den Nazi-Vorwürfen nicht werde abhalten lassen, die Freiheit in Deutschland zu verteidigen und das Recht eines Jeden in Deutschland lebenden auf ein freies Leben zu schützen mit aller mir zur Verfügung stehenden Macht und Kraft.

6.
Nachdem meine Äußerungen bzgl. Auschwitz in der Partei bekannt wurden, erntete ich enormen Gegenwind. Es ging so weit, daß einige Piraten sogar meinen Parteiausschluß forderten. Die Partei hat sich zwar offiziell nie klar von dieser Ansicht distanziert, daß mußte sie aber auch nicht, da ich diese Aussagen a) lange vor meinen Beitritt in die Partei tätigte und b) nicht im Namen der Partei. Es sind meine persönlichen Ansichten, nur weil ich zufällig in der Piratenpartei bin, werden das nicht plötzlich Parteimeinungen.
Mit piratigen Grüßen

Bodo Thiesen

PS: Interessierte aus dem Umfeld Trier, die mich eventuell persönlich kennen lernen wollen, um sich ein eigenes Bild von mir zu machen, können mich gerne in den nächsten Wochen bis zur Bundestagswahl auf einem der Infostände der Piratenpartei in Trier besuchen kommen (in der Regel Samstags auf dem Hauptmarkt, genaueres erfahrt ihr auf unserer Webseite).

PPS (7. Juli 2009): Ich bitte darum, sowohl diese (von mir zwar nicht verfasste, aber unterzeichnete) Stellungnahme, als auch die vom Bundesvorstand gegen mich verhängte Ordnungsmaßnahme zu beachten.

Quelle: Stellungnahme Bodo Thiesen 07.07.09

Angesichts solch einer Auseinandersetzung innerhalb der PIRATENPARTEI läßt sich bereits erahnen, daß die bundesdeutschen PIRATEN-Ableger gar nicht begriffen haben, um was es bei Meinungs- und Gedankenfreiheit eigentlich geht. Man mag man nun von dieser Holocau$t-Diskussion halten was man will, aber eines steht fest, wenn eine Partei, die sich den Kampf gegen Zensur und für Meinungsfreiheit auf die Fahnen geschrieben hat, kann sie nicht sagen, diese Zensur ist schlecht und diese Zensur geht in Ordnung. Sicher, man muß nicht jede Meinung teilen, aber man darf nicht verbieten, sie zu äußern.
Dies ist ein Prinzip und wer meint, dies ignorieren zu können, ist wirklich ein Pirat, aber in des Wortes ureigener Bedeutung.

Es fällt daher schon auf, wenn sich der Vorstand der PIRATENPARTEI ausdrücklich gegen „faschistische“ Bestrebungen einsetzt, kommunistische dagegen aber für so selbstverständlich hält, daß er diese noch nicht einmal namentlich erwähnt. Soll dies vielleicht bedeuten, daß Totalitarismus aus PIRATEN-Sicht schon in Ordnung geht, wenn er nur von Links kommt? Doch so ist das nun einmal mit bundesdeutschen Ablegern fremder politischer Gruppierungen, so kopieren nur die Äußerlichkeiten, der innere Gedanke derselben bleibt ihnen fremd. In dem Fall segelt man aber unter falscher Flagge.

Siehe auch
Focus 06.07.09

Der Aussteiger – Altermedia 20.06.09

Und noch ein paar Möchtegern-Piraten



Tags: Allgemeines

31 responses so far ↓

  • 1 Schnitter // Jul 8, 2009 at 11:28

    Ja bedauerlich, eine echte Piratenpartei, die auch für die wahre Meinungsfreiheit einsteht hätte ohnehin das grösste Wählerpotential, ansonsten kann man ja auch wieder SPD wählen!

  • 2 Treueschwur // Jul 8, 2009 at 11:32

    Tja, Scheißpiraten-Party! Frei nach Rosa Luxemburg: Die Freiheit ist immer auch die Freiheit, feige gegenüber den Unfreiheitlichen sich meinungsfreiheitlich Nennenden zu sein (Würg).

  • 3 Stephan // Jul 8, 2009 at 11:39

    Was wollt ihr denn? Er hat nur eine Verwarnung bekommen. Alle anderen Parteien hätten ihn entfernt. Besser geht es nicht in der Brd.

  • 4 Ali Mente // Jul 8, 2009 at 11:39

    Was man von den Piraten zu erwarten hätte ist jetzt deutlich geworden. Statthaft wäre eine Internet-Zensur für die nur dann, wenn sie gegen rechts auftritt, sonst nicht.

  • 5 König // Jul 8, 2009 at 11:52

    Ist ja dasselbe wie mit dem roten Chaos Computer Club (CCC/P).
    Alles nur Tarnung.

  • 6 RevierFörster // Jul 8, 2009 at 12:06

    @ Stephan

    Noch, wenn gewisse Herrschaften weiter Druck machen wird er bestimmt ausgeschlossen. Kennen wir ja zugenüge.

    Ausgerechnet eine Partei die sich die Meinungsfreiheit als einzigen Punkt auf die schwarze Fahne geschrieben hat, lässt sich so am Nasenring durch die Manege zerren. Die “Piraten” haben ihre BRD-Lektion wohl dermaßen verinnerlicht, das sie den Widerspruch nicht kapieren oder für eine Art “Grundkonsens” halten.

    Da lobe ich mir doch, bei allen Fehlern, unsere NPD die solchen Versuchen bisher immer trotzte…

  • 7 Max // Jul 8, 2009 at 12:16

    zunächst abgehakt.…“ Na, dann wartet mal ab. Wenn das die braven Antifaschisten hören werden sie auch mit Fackeln und Mistgabeln über euch herfallen, um den Ketzer zu vernichten.

  • 8 Mitteldeutscher // Jul 8, 2009 at 12:31

    “Weiterhin erklären wir, dass wir den Holocaust als historische Tatsache ansehen und deren Relativierung oder Verharmlosung nicht dulden werden. Wir haben keinen Zweifel daran, dass im Zuge dieses historisch einzigartigen Verbrechens des nationalsozialistischen Deutschlands circa 6 Millionen Menschen umgebracht worden sind, die meisten von ihnen Juden.”

    Lese da nur ich Ironie raus?

  • 9 Leave a Comment // Jul 8, 2009 at 12:55

    Hätte sie diese “Meinung” öffentlich erlaubt, wären sie schon längst verboten. Was erwartet Ihr?
    Realismus ist nicht Eure Stärke, oder?
    Und das Thema Kommunisten, wird auch recht heftig diskutiert.
    Aber mit Recherche haben rechte ja auch nicht viel am Hut.

    Davon abgesehen, würdet Ihr doch auch (wenn ihr die Macht hättet) andere Meinungen unterdrücken. Ist doch nix neues.

    Das Demokratie anders aussieht sollte jeder wissen.

  • 10 Stephan // Jul 8, 2009 at 13:20

    Leider werden die Linken in ihren Angriffen immer dreister. Man kann das schön im Forum der Piraten beobachten. Mich persönlich ärgert das weil sich die Piraten ja nur um ihre Kernthemen kümmern wollten. Mal sehen ob sie es schaffen sich den Attacken der Linken zu widersetzen.

  • 11 Doofer Deutscher // Jul 8, 2009 at 13:27

    Natürlich kann man Altermedia da prinzipiell recht geben, aber man sollte vielleicht mit Leuten wie Thiesen nicht allzu streng ins Gericht gehen. Da ist ein junger Mensch voller politischer Illusionen, der sicher inzwischen für Tausende steht, die sich mit dieser Piratenpartei zu identifizieren suchen und ihre Hoffnung daran binden. Doch Illusionen hin oder her, er trotzt den Tugendterroristen noch, die natürlich die Piratenpartei vereinnahmen werden. Seine Verteidigung der Meinungsfreiheit, die sogar eine NPD gelten läßt, ist daher im Prinzip hundertmal gefährlicher für die Zionisten, als etwa ein Horst Mahler. Denn der erreicht ohnehin nur seine eigene Klientel. Tiesen aber spricht der stürmischen und drängenden Jugend aus dem Herzen, will sich nicht verbiegen lassen, sondern die Demokratie beim Wort nehmen und beim Grundgesetz packen, und so wird es nun zum Lakmustest für diese merkwürdige Partei kommen. Wenn sie in dieser “Nazi”-Sache gespalten wird (und genau nach einem solchen Versuch der Zionisten sieht es aus), dann wachen mehr verblödete Party-Jugendliche auf, als es sich die Schulweisheit von Scharlotte Knofi träumen läßt. Man unterschätze das Internet nicht. Insofern kann man den Gegnern von Thiesen eigentlich nur Glück beim Rauswurf dieses ehrlichen Jungen wünschen. Denn ein solcher Rauswurf wäre tatsächlich ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und so das Gute schafft.

    Ich würde dem sympatischen Aufrechten aber dringend raten, in der nächsten Zeit Badewannen, Fallschirme und ggf. den VW-Phoenix zu meiden….

  • 12 Patriot54 // Jul 8, 2009 at 14:16

    Ich glaube, diese Piraten tanzen auch nur einen Sommer/Herbst. Das Wahlprogramm zur BTW reißt keine Menschenseele vom Hocker. Und mit den Äußerungen eines Parteimitgliedes hat der Vorstand nun auch noch so eine Erklärungsnot.

  • 13 made in germany // Jul 8, 2009 at 14:35

    Haben doch genug Deppen hier,um”der DVU eins auszuwischen”die Piraten zur Europawahl gewählt.

    Nun ja, noch größere Deppen haben zu diesen Deppen gesagt, sie sollen wenigstens irgendetwas wählen, aber wir waren es nicht, Ehrenwort. Wir gehen nach wie vor nicht zur Wahl. – Die Schriftleitung

  • 14 griesgram // Jul 8, 2009 at 14:39

    Wieder so eine Leimrute, die Protestwählerstimmen binden und verbrennen soll.
    Tendenziell aber eher was, um Linke Stimmen zu binden.
    Nix für den NAZI!

  • 15 griesgram // Jul 8, 2009 at 14:41

    @Leave a comment
    Andere Meinungen KANN man nicht unterdrücken!
    Ist doch nix neues…

  • 16 Levi Scholl // Jul 8, 2009 at 15:20

    Sind jetzt ex-SPD-MdB’er und ehemalige Neonazis und Holocaustleugner zu den letzten Liberalen der Bundesrepublik geworden?

    Wo ist meine CDU in der Frage um Meinungsfreiheit?

  • 17 Kohlhaas // Jul 8, 2009 at 15:53

    Ich leugne das es Moses, Jesus, Mohamend, Buddah und Krischna jemals gegeben hat. Außerdem leugne ich die Mondlandung….

    Das Mittelalter leugne ich auch…
    http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Topper

    Ich glaube aber ausdrücklich an Brandopfer ( Holocaust) und zwar an die Brandopfer der mit Brandbomben überzogenen deutschen Städte, an die Brandopfer von Hiroschima und Nagasaki…
    http://picasaweb.google.com/Hexer.Ketzer/Brandopfer#

    Sind diese “Glaubeswahrheiten” noch durch die “demokratische Meinungsfreiheit”, für die die Piraten eintreten, noch gedeckt?

    http://www.focus.de/politik/deutschland/holocaust-aeusserung-piraten-fuerchten-um-ansehen_aid_414632.html

  • 18 Konvertit // Jul 8, 2009 at 17:18

    Die Piraten sind – hätte irgend jemand ernsthaft etwas anderes erwartet? – eine Systempartei, die nur in einem Punkt vom politischen Hauptstrom eine abweichende Meinung vertritt.

    Wahrscheinlich sind sie wirklich bald wieder weg vom Fenster. Wenn sie ahnten, wer sie alles gewählt hat, sie würden vor Scham im Boden versinken (lauthals Lach!).

    Und nur so nebenbei: Während der Bundespiratentag eine große Aufmerksamkeit in den Medien erhielt, fand der Landesparteitag Hamburg der NPD am gleichen Wochenende überhaupt keine Beachtung. Richtig enttäuschend: Keine überwachenden Organe am Ort, keine schmierigen Reporter, keine Antifa – ach so, die waren vom Bürgerkrieg light beim “Schanzenfest” noch müde. Die internen personellen Entscheidungen gingen auch glatt über die Bühne. Wirklich schade, daß diese hochmotivierte und aktive Truppe bei der Bürgerschaftswahl 2008 wg. Deutschlandpakt nicht angetreten ist!!! Darum bin ich so froh, daß er nun weg ist.

    Wer es genauer wissen will: Bericht steht seit heute auf der Heimseite des LV Hamburg.

  • 19 Der wahre Pirat // Jul 8, 2009 at 18:27

    Störtebeker war ein guter Pirat.

    Wer sollte das nicht besser wissen als wir.
    Die Schriftleitung

  • 20 Dr. H. G. // Jul 8, 2009 at 18:39

    @made in germany (13):
    Bei der nächsten Wahl wähle ich sicher nicht mehr die Piraten, sondern die NPD. Bevor ich jedoch DVU wähle, bevorzuge ich dann doch eher die Piraten. Immerhin haben Nichtwähler und Piraten-Wähler es geschafft, den alternden Spalter – Lesezirkel unter 0,5% zu halten, und das ist gut so!

  • 21 Käpt'n Blaubär // Jul 8, 2009 at 19:34

    Die man mit der Auschwitzkeule umhauen und am Gängelband der Geschichtswahrsager herumführen kann – das sind mir aber feine Piraten! Wahrscheinlich mit Halbglatze, Schmerbauch, Brille und Gartenzwergen im Vorgarten.

  • 22 Adler // Jul 9, 2009 at 4:26

    Vielleicht wäre Molau da ja erfolgreicher gewesen als bei der DVU… Aber Scherz bei Seite!

  • 23 Wacht am Rhein // Jul 9, 2009 at 4:53

    Piraten! Haha. Ich weiß auch schon ganz genau, auf welchem Auge die Augenklappe sitzt. Und dass der Papagei auf der Schulter einen ziemlich krummen Schnabel hat.

    Piraten — > über Bord.

  • 24 Bootsmannspfeife // Jul 9, 2009 at 6:58

    Na sowas, allerdings, mit einem Kaperbrief der deutschen Königin Charlotte I. ausgestattet segelt sich’s hart am Wind einfach besser.

    Klar bei Hängematten!

    http://www.bambusspiele.de/spiele/kidd/kidd_feuer.gif

  • 25 Das Gute // Jul 9, 2009 at 7:42

    @Mitteldeutscher:

    Schwer für mich zu sagen mit der Ironie. Das kann eine politisch korrekte Fleissaufgabe sein, aber auch bitterböse Ironie, stimmt.

  • 26 Pascal // Jul 9, 2009 at 11:50

    “circa 6 Millionen Menschen”

    Das “circa” kann man ja noch nach unten korrigieren. Muss mal eben den Staatsanwalt anrufen, ob wir da nicht was machen können!!

  • 27 Royse W. // Jul 9, 2009 at 13:50

    @ König

    Der CCC war ursprünglich nicht rot, sondern recht unideologisch, ist aber leider seiner eigenen Offenheit zum Opfer gefallen, da er meinte, jeder sollte dort seine Meinung haben können, was dazu führte, daß es zu einer sukzessiven Übernahme durch Antifatzkes kam, die natürlich systematisch wirklich unbequeme Positionen unterdrückte… eigentlich ähnlich wie bei der Unterwanderung der Grünen durch die K-Gruppen. Die Altgrünen (darunter viele Konservative und sogar Nationalsozialisten) meinten auch, sich ideologieunabhängig mit Umweltschützern jeglicher Couleur verbinden zu können, was dazu führte, daß es zu einer fischeristischen Übernahme kam und die eher rechten Kräfte die Partei verlassen mußten…

  • 28 körtingiswatchingyou // Jul 10, 2009 at 21:09

    einfach nur “herrlich” BRD –
    Sommerloch, “Action-weeks”, Wahlkampf und K(r)ampf gegen Rechts in der Hauptstadt –
    EIn Interview mit dem zuständigen und wohl auch blinden
    Innensenator:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Ehrhart-Koerting-Extremismus;art270,2844604,7-pg1#pg

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Ehrhart-Koerting;art270,2844685

  • 29 Fred // Jul 11, 2009 at 7:27

    Bedenklich finde ich ja, dass die Piraten , die ja überwiegend versiert in Sachen Informationstechnik sind, ihre Mathematik-Kenntnisse offenbar nicht zur Anwendung bringen können.
    Man hat das als IT’ler ja im Blut, mal eben was validieren und so.

  • 30 Pirat // Jul 12, 2009 at 15:13

    yeah mein kommentar wurde gelöscht, Zensur jetzt auch auf altermedia.info :D

    Wir mögen nun mal keine Leute mit permanenter Kleinschreibung. Abgesehen davon, warum sollten wir uns da mehr zurücknehmen als die Piraten selber. Immer wieder amüsant, wie gewisse Leute die Freiheiten für sich verlangen, die sie anderen verwehren.
    Die Schriftleitung

  • 31 CLARA // Oct 3, 2009 at 18:53

    Zitat: „Beim Völkermord an den Juden handelt es sich schließlich um ein Staatsverbrechen, das durch zahllose Dokumente, Zeugenaussagen und Geständnisse belegt ist. Es gibt keinen ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Zweifel am gegenwärtigen wissenschaftlichen Konsens.“

    Georg Christoph Lichtenberg:

    „Was jedermann für ausgemacht hält, verdient am meisten untersucht zu werden.“

    Wer nicht die einschlägige Literatur sorgfältig studiert hat, zuerst die jüdischen Autoren, wie z.B. Hanna Arendt, Tom Segev (z.B. „Die siebte Million“), Stern, Shahak oder KZ-Opfer Weihbischof Neuhäusler . . .und sich dennoch zum Thema äußert, trägt nicht zur Klärung bei.

    INTERESSANT :

    http://usaerklaert.wordpress.com/2006/11/22/free-speech-teil-1-warum-die-usa-holocaust-leugner-schutzen/ und
    http://usaerklaert.wordpress.com/2007/03/01/free-speech-teil-2-der-schutz-des-inhalts-und-die-folgen-fur-das-internet/

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