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Polizeiliche Repressalien gegen tschechische Nationalisten in Prag und Iglau (10.06.09)

June 10th, 2009 · Post your comment (5 Comments)

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Prag / Tschechei: Wie RADIO PRAG heute meldet, fand in der letzten Nacht eine groß angelegte Verhaftungsaktion gegen tschechische Nationalisten statt. Vermummte Polizisten drangen dabei in die Wohnungen der Verdächtigen ein. Wie es heißt, wurden zehn Personen verhaftet. Dazu gab es etliche Beschlagnahmungen von Computergerätschaften. Tschechischen Presseberichten zufolge, wird den Verhafteten vorgeworfen, im Internet angeblich zur Verletzung der „Menschenrechte“ aufgerufen zu haben. Ebenso wie in Deutschland ist die angebliche Verletzung von Menschenrechten auch in der Tschechei ein äußerst dehnbarer Begriff, vor allem wenn es darum geht, ihn als Druckmittel gegen politische Oppositionelle des nationalen Spektrums zu verwenden.
Einige Nationalisten protestierten gestern abend vor einer Polizeiwache im Prager Stadtzentrum gegen diese Verhaftungsaktion.

Bereits gestern hatte RADIO PRAG berichtet, dass die Polizei zwei neue Bereitschaftseinheiten zur Bekämpfung von Rechtsextremismus einrichten werde. Diese sollen in Nordböhmen und Nordmähren stationiert werden. In Prag und Südmähren gibt es Einheiten dieser Art, dem Aussehen nach waren sie auch bei der jüngsten Verhaftungsaktion mit im Einsatz.

Iglau / Mähren: Eine von der Freien Jugend Hochland (Svobodná mládež Vysočina) für den 6. Juni im mährischen Iglau angemeldete Demonstration zum Gedenken der Gefallenen des 2. Weltkriegs, die unter dem Motto „Nie wieder Bruderkrieg“ stand, wurde kurz nach ihrem Beginn von der Polizei angehalten und auf Geheiß der Stadt Iglau aufgelöst. Als Vorwand benutzte man Äußerungen von Seiten der Veranstalter, in denen es u. a. hieß: „Kommen Sie und Huldigen sie denjenigen, für die Treue die Ehre war.“ Die tschechischen Behörden sahen darin eine Anspielung auf das Motto der SS, „Meine Ehre heißt Treue“.

An der Veranstaltung nahmen ca. 150 Nationalisten aus der Tschechei, Österreich und Deutschland teil. Darunter auch die österreichischen Dissidenten Gottfried Küssel und Herbert Schweiger. Zwei Personen wurden festgenommen. Insgesamt waren 700 Polizisten im Einsatz.

Ein für den Abend in Iglau geplantes Konzert nationaler Musikgruppen wurde gleichfalls verboten. Auch hier genügte der bloße Verdacht, dass es zu „Volksverhetzung“ kommen könnte.

Erfolgreicher war man hingegen im nordböhmischen Brüx (Most) und Oberleutendsdorf (Litvinov). Hier demonstrierten etwa 150 Angehörige der »Dělnická Strana« (DS) und der »Autonomni Nacionaliste« (AN). Anlaß war der 10. Jahrestag der Ermordung eines tschechischen Nationalisten der von Zigeunern ermordet wurde. Zwischenfälle gab es hier keine.

PS: Wie RADIO PRAG am 6. Juni meldete, hat sich der tschechische Staatspräsdient Klaus gegen eine finanzielle Entschädigung historischen Unrechts ausgesprochen. In der Meldung RADIO PRAGS heißt es diesbezüglich: „…Auf seinen Internetseiten schreibt Klaus, er glaube nicht, dass man sich „mit Geld eine bessere Geschichte kaufen könne“. In Zeiten der Wirtschaftskrise solle der Staat seine Gelder nicht für Entschädigungszahlungen verwenden, so Klaus. Die Äußerungen stehen im Zusammenhang mit einem Gesetzesentwurf zur Entschädigung von früheren Bewohnern der Karpato-Ukraine, die in den Wirren des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat verlassen mussten. Das Gebiet gehörte bis 1945 zur damaligen Tschechoslowakei.“

Eine interessante Einstellung, die vielleicht auch bei deutschen Politikern Schule machen sollte.

Siehe auch
Radio Prag 10.06.09

Bilder von der Verhaftungsaktion

Radio Prag 09.06.09

Recherche Nord 09.06.09

Radio Prag 07.06.09

Radio Prag 06.06.09

Nie wieder Bruderkrieg – Altermedia 06.05.09



Tags: Allgemeines

5 responses so far ↓

  • 1 Oha // Jun 10, 2009 at 18:55

    Die Bolschewiken von Recherche-Nord haben dazu auch schon was geschrieben…

    http://www.recherche-nord.com/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=282&Itemid=207

    Deswegen haben wir den Link von Recherche Nord auch unter den Text gesetzt.
    Die Schriftleitung

  • 2 Weichselland // Jun 10, 2009 at 22:31

    Zu der Klaus-Erklärung:
    Diese tschechische Ratte sei nur mal daran erinnert wieviel Entschädigung die angeblichen tschechischen Zwangsarbeiter aus Deutschland und Österreich erhalten haben. Und mit „Entschädigung“ für weiß Gott was wurde auch das Einnisten der Tschechen in die Sudetendeutschen Gebiete nach 45 begründet. Wenn der Prager Hussitenführer bei seinen Ausführungen also mal Konsequenz beweisen will müßte er glatt seine räuberischen Landsleute aufrufen das Sudetenland zu verlassen.

  • 3 Waechter // Jun 11, 2009 at 1:16

    Richtig so, diese scheiß Tschechen müssen endlich raus aus unserem Deutschland. Dabei sollte uns jedes Mittel recht sein. Der feind meines Feindes ist mein Freund!

  • 4 griesgram // Jun 11, 2009 at 5:00

    Tschechen demonstrieren gegen Bruderkriege
    und werden vom Regime deshalb wegen Gefährdung der “Menschenrechte” eingelocht.
    Erste Absurdität!
    Die tschechische Regierung unterbindet eine freie Meinungsäußerung, soweit ich informiert bin ein “Menschenrecht”, weil die Demonstranten ein “Menschenrecht” wahrnehmen und dadurch “Menschenrechte” gefährden.
    Zweite Absurdität!
    Und ich dachte, der Merkelstaat wäre nicht zu überbieten…

  • 5 Rittmeister // Jun 11, 2009 at 5:06

    Das ist gut so!!

    Vermummte Bereitschaftseinheiten vergreifen sich an Buben und jungen Erwachsenen. So ist diese Jugend für den Staat weg und der Haß steigt und steigt…….

    Das System sägt am Ast auf dem es sitzt.

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