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	<title>Comments on: Schadenfreude ist die schönste Freude? – Das „Groschengrab“ von Delmenhorst &#8230; (14.01.08)</title>
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	<description>In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)</description>
	<lastBuildDate>Sun, 22 Nov 2009 11:03:24 +0000</lastBuildDate>
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		<title>By: GBI</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-219541</link>
		<dc:creator>GBI</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 20:08:08 +0000</pubDate>
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		<description>Miraculi

Ich habe in meinen ersten Semesterferien als Maschinenhilfsarbeiter in der Produktion bei einem Zulieferbetrieb der Autoindustrie gearbeitet. Autos sind ja wohl in Punkto Komplexität durchaus mit der Me 262 und der V2 zu vergleichen oder? Meine Tätigkeit wurde mir in knapp 10 Minuten beigebracht und das habe ich dann 2 Wochen gemacht. Danach kam ich an eine andere Maschine. 10 Minuten Einweisung, weitere 2 Wochen. Zum Schluss noch eine etwas kompliziertere Maschine, 20 Minuten einweisung, 2 Wochen Tätigkeit. Ich hätte auch Jagdflugzeugteile herstellen können ohne es zu wissen. Ein dressierter Schimpanse hätte meine Arbeit verrichten können!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Miraculi</p>
<p>Ich habe in meinen ersten Semesterferien als Maschinenhilfsarbeiter in der Produktion bei einem Zulieferbetrieb der Autoindustrie gearbeitet. Autos sind ja wohl in Punkto Komplexität durchaus mit der Me 262 und der V2 zu vergleichen oder? Meine Tätigkeit wurde mir in knapp 10 Minuten beigebracht und das habe ich dann 2 Wochen gemacht. Danach kam ich an eine andere Maschine. 10 Minuten Einweisung, weitere 2 Wochen. Zum Schluss noch eine etwas kompliziertere Maschine, 20 Minuten einweisung, 2 Wochen Tätigkeit. Ich hätte auch Jagdflugzeugteile herstellen können ohne es zu wissen. Ein dressierter Schimpanse hätte meine Arbeit verrichten können!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Miraculi</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-217642</link>
		<dc:creator>Miraculi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 05:44:53 +0000</pubDate>
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		<description>@Schörner

Erstmal danke für deine Antwort.
Vorab. Ich würde weder die ME262 und noch weniger die V2, als ein Massenprodukt bezeichnen.
Die Produktionszahlen sprechen einfach dagegen - u.a. auch wegen der entsprechenden Materialknappheit.

Guss- oder Spritzteile, welche z.B. noch entgratet und anschließend gedreht, geschliffen oder gebohrt werden müssen, 
kann man sicher auch mit Massen von un- bzw. angelernten Arbeitskräften bewerkstelligen, überhaupt keine Frage.
Allerdings kamen meines Wissens solche Art von Teile nur in sehr 
geringem Umfang bei den zwei Eingangs genannten Produkte zum Einsatz.

---

Über das Thema &quot;Zwangsarbeiter&quot; im Deutschen Reich verweise ich auf den sehr ausführlichen Artikel dazu 
im &quot;Post Scriptum Info-Board&quot; - Vertreibungsverbrechen - &quot;&quot;Fremd&quot;- oder &quot;Zwangsarbeiter&quot; im III.Reich ?&quot;

Vorab nur so viel: 
Wer lt. „Sonderdruck aus dem Reichsarbeitsblatt: &quot;Der Einsatz ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland&quot;&quot;, Berlin 1942 
(zu finden im BUNDESARCHIV in Koblenz) für seine Arbeitsleistung BEZAHLT wurde, im Krankheitsfall LOHNfortzahlung 
bekam, URLAUBsanspruch hatte usw. den kann man sicher NICHT als Zwangs- oder gar Sklavenarbeiter o.ä. bezeichnen. 
Die davon Begünstigten stellten hierbei dennoch die überwiegende Mehrheit aller &quot;Fremdarbeiter&quot; im Deutschen Reich dar.
Deren Anzahl vor ein paar Jahren sogar höher lag, als die, welche heutzutage hier als &quot;Gastarbeiter&quot; tätig / eingewandert sind. 

Ein Gruppe, welche allerdings NICHT darunter fiel, waren hierbei - eigentlich auch nur logisch - die der KL-Internierten.
Für seine Internierung auch noch mit Lohn und Urlaub honoriert zu werden, passt ja auch irgendwie nicht wirklich zusammen.
Dieser Personenkreis bekam bei freiwilliger Mitarbeit in einem Rüstungsbetrieb dennoch stets einer Art von Vergünstigung.
Mangels Freiheit, würde ich diese im weitestens Sinne sogar als Zwangsarbeiter bezeichnen - allerdings nur diese Gruppe.


Unter Zwang, hätten man die Produktionszahlen - vor allem in den letzten beiden Kriegsjahren - auch gar nicht umsetzen können, 
argumentierten ebenfalls die Verteidiger von Sauckel u.a. Angeklagten in Nürnberg. Dies rettete sie aber auch nicht vor dem Strick.
Dies hinderte die sog. Alliierten nach Kriegsende allerdings auch nicht im geringsten daran, ihren vorab längst abgesprochenen 
Sklavenhandel abzublasen, nicht nur die Masse der &quot;deutschen&quot; Soldaten, sondern auch 100.000de von Zivilisten, z.T. für Jahre, 
als billige Arbeitssklaven ihren Helfershelfer - nach dem Verteilen der erlegten Beute - Anfangs sogar in Armeestärke zu überlassen!

1949 war man schließlich auch in Genf so weit, diese und andere alliierte &quot;Befreiungstaten&quot; als Kriegsverbrechen &quot;zukünftig&quot; verurteilen 
zu wollen. Rückwirkung, wie z.B. 2 der 4 Hauptanklagepunkte in Nürnberg, setzten diese &quot;nur&quot; die Alliierten OHNE Völkerrecht durch.
Dem &quot;Völkerrecht einzig für Alliierte&quot; (= Haager Landkriegsordnung 1907 &amp; Genfer Konvention 1929) sind wir heute noch &quot;dankbar&quot; dafür!
(Dies hätte man uns aber auch VOR der Ratifizierung mitteilen können, dann hätte man wehrlose Alliierte wohl auch anders &quot;behandelt&quot;.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Schörner</p>
<p>Erstmal danke für deine Antwort.<br />
Vorab. Ich würde weder die ME262 und noch weniger die V2, als ein Massenprodukt bezeichnen.<br />
Die Produktionszahlen sprechen einfach dagegen &#8211; u.a. auch wegen der entsprechenden Materialknappheit.</p>
<p>Guss- oder Spritzteile, welche z.B. noch entgratet und anschließend gedreht, geschliffen oder gebohrt werden müssen,<br />
kann man sicher auch mit Massen von un- bzw. angelernten Arbeitskräften bewerkstelligen, überhaupt keine Frage.<br />
Allerdings kamen meines Wissens solche Art von Teile nur in sehr<br />
geringem Umfang bei den zwei Eingangs genannten Produkte zum Einsatz.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Über das Thema &#8220;Zwangsarbeiter&#8221; im Deutschen Reich verweise ich auf den sehr ausführlichen Artikel dazu<br />
im &#8220;Post Scriptum Info-Board&#8221; &#8211; Vertreibungsverbrechen &#8211; &#8220;&#8221;Fremd&#8221;- oder &#8220;Zwangsarbeiter&#8221; im III.Reich ?&#8221;</p>
<p>Vorab nur so viel:<br />
Wer lt. „Sonderdruck aus dem Reichsarbeitsblatt: &#8220;Der Einsatz ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland&#8221;", Berlin 1942<br />
(zu finden im BUNDESARCHIV in Koblenz) für seine Arbeitsleistung BEZAHLT wurde, im Krankheitsfall LOHNfortzahlung<br />
bekam, URLAUBsanspruch hatte usw. den kann man sicher NICHT als Zwangs- oder gar Sklavenarbeiter o.ä. bezeichnen.<br />
Die davon Begünstigten stellten hierbei dennoch die überwiegende Mehrheit aller &#8220;Fremdarbeiter&#8221; im Deutschen Reich dar.<br />
Deren Anzahl vor ein paar Jahren sogar höher lag, als die, welche heutzutage hier als &#8220;Gastarbeiter&#8221; tätig / eingewandert sind. </p>
<p>Ein Gruppe, welche allerdings NICHT darunter fiel, waren hierbei &#8211; eigentlich auch nur logisch &#8211; die der KL-Internierten.<br />
Für seine Internierung auch noch mit Lohn und Urlaub honoriert zu werden, passt ja auch irgendwie nicht wirklich zusammen.<br />
Dieser Personenkreis bekam bei freiwilliger Mitarbeit in einem Rüstungsbetrieb dennoch stets einer Art von Vergünstigung.<br />
Mangels Freiheit, würde ich diese im weitestens Sinne sogar als Zwangsarbeiter bezeichnen &#8211; allerdings nur diese Gruppe.</p>
<p>Unter Zwang, hätten man die Produktionszahlen &#8211; vor allem in den letzten beiden Kriegsjahren &#8211; auch gar nicht umsetzen können,<br />
argumentierten ebenfalls die Verteidiger von Sauckel u.a. Angeklagten in Nürnberg. Dies rettete sie aber auch nicht vor dem Strick.<br />
Dies hinderte die sog. Alliierten nach Kriegsende allerdings auch nicht im geringsten daran, ihren vorab längst abgesprochenen<br />
Sklavenhandel abzublasen, nicht nur die Masse der &#8220;deutschen&#8221; Soldaten, sondern auch 100.000de von Zivilisten, z.T. für Jahre,<br />
als billige Arbeitssklaven ihren Helfershelfer &#8211; nach dem Verteilen der erlegten Beute &#8211; Anfangs sogar in Armeestärke zu überlassen!</p>
<p>1949 war man schließlich auch in Genf so weit, diese und andere alliierte &#8220;Befreiungstaten&#8221; als Kriegsverbrechen &#8220;zukünftig&#8221; verurteilen<br />
zu wollen. Rückwirkung, wie z.B. 2 der 4 Hauptanklagepunkte in Nürnberg, setzten diese &#8220;nur&#8221; die Alliierten OHNE Völkerrecht durch.<br />
Dem &#8220;Völkerrecht einzig für Alliierte&#8221; (= Haager Landkriegsordnung 1907 &amp; Genfer Konvention 1929) sind wir heute noch &#8220;dankbar&#8221; dafür!<br />
(Dies hätte man uns aber auch VOR der Ratifizierung mitteilen können, dann hätte man wehrlose Alliierte wohl auch anders &#8220;behandelt&#8221;.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Schörner</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-216329</link>
		<dc:creator>Schörner</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 14:26:29 +0000</pubDate>
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		<description>Miraculi,
der Vorteil der Massenfertigung liegt gerade darin, daß auch ungelernte Arbeitskräfte verwendet werden können. Sie müssen z.B. nicht verstehen, wie die Einspritzanlage funktioniert, wenn Sie mit einem fest eingestellten Drehmomentschlüssel die vier Schrauben dafür anzuziehen haben.
Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, wurden allein um die Serienfertigung der V2 zu ermöglichen, 65000 Planänderungen gemacht.
Außerdem halte ich die Verwendung von Zwangsarbeitern für völlig legitim, wenn ein Volk in einem Kampf um Leben und Tod steht. Die zwölf Millionen Ermordeten Deutschen, nach dem Deutschland die Waffen niederlegen mußte, sollte ausreichen um zu erkennen, daß jedes dieser Mittel nicht nur gerechtfertigt, sd. heilige Pflicht jeder anständigen Regierung ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Miraculi,<br />
der Vorteil der Massenfertigung liegt gerade darin, daß auch ungelernte Arbeitskräfte verwendet werden können. Sie müssen z.B. nicht verstehen, wie die Einspritzanlage funktioniert, wenn Sie mit einem fest eingestellten Drehmomentschlüssel die vier Schrauben dafür anzuziehen haben.<br />
Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, wurden allein um die Serienfertigung der V2 zu ermöglichen, 65000 Planänderungen gemacht.<br />
Außerdem halte ich die Verwendung von Zwangsarbeitern für völlig legitim, wenn ein Volk in einem Kampf um Leben und Tod steht. Die zwölf Millionen Ermordeten Deutschen, nach dem Deutschland die Waffen niederlegen mußte, sollte ausreichen um zu erkennen, daß jedes dieser Mittel nicht nur gerechtfertigt, sd. heilige Pflicht jeder anständigen Regierung ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Miraculi</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-216017</link>
		<dc:creator>Miraculi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 05:46:10 +0000</pubDate>
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		<description>@VB - January 20th, 2008 at 20:30

Nur mal so am Rand erwähnt, ohne dass es an den bisherigen und stets  
hochinteressanten Beiträgen etwas Gravierendes für mich zu kritisieren gäbe.


Das mal eben &quot;Hundertausend&quot; völlig unausgebildete Hilfskräfte aus ganz Europa zur Montage 
von technisch hochkomplexem Kriegsgerät (= ME262, V2 u.a.) gezwungen (= da Zwangsarbeiter 
- inkl. den damit verbundenen negativen Auswirkungen!) worden sein sollen - man denke hierbei nur an 
die unzähligen Schlampereien, oder auch Sabotage-Möglichkeiten im gesamten Fertigungsprozess - 
halte ich für völlig abwegig und kann deshalb in den dahingehenden Zitaten, weder eine nachvollziehbare Logik, des 
dabei offensichtlich stets völlig unberücksichtigten Risikos, noch diesen einen Ansatz von Glaubwürdigkeit zusprechen.


Wer würde heutzutage wohl einen sog. &quot;Hinterwäldler&quot; dazu ZWINGEN, 
auch nur einen Öl- / Bremsenwechsel an seinem Auto vorzunehmen?
Einen Düsenjäger oder V2 unter Zwang und Mangelernährung, ohne jegliche Vorkenntnisse / Schulungen zu montieren 
- von der Herstellung der hochkomplexen Einzelteile, mit einer Genauigkeit oft im Millimeterbereich, ganz abgesehen - hält man 
heutzutage dagegen einzig mit &quot;Manpower&quot; (= jeder Menge ungelernter Arbeiter) dagegen für selbstverständlich und machbar.
Nun ja.

---

Stets mit einer logisch nachvollziehbaren Denkweise vorgegangen, entpuppt sich manch 
Zitat oft recht schnell als das, was heutzutage u.a. als &quot;Offensichtlichkeit&quot; strafbewehrt ist.
Deshalb sollte man mMn stets den Inhalt einer Aussage ZUVOR auf dessen stimmige 
Logik hin überprüfen und daran anschließend den eigentlichen Wert der Aussage ermessen.
Jeder andere Vorgehensweise wird ansonsten früher oder später 
einzig im (Aber-)Glauben, aber NICHT-Wissen (darüber), enden!


Ein entsprechend fundiertes Quellenstudium der Person und deren Glaubhaftigkeit, setze ich hierbei natürlich stets voraus, eh klar.
Entsprechende negative Erfahrungen haben sich mMn in den letzten Jahrzehnten schon mehr als erträglich genug angesammelt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@VB &#8211; January 20th, 2008 at 20:30</p>
<p>Nur mal so am Rand erwähnt, ohne dass es an den bisherigen und stets<br />
hochinteressanten Beiträgen etwas Gravierendes für mich zu kritisieren gäbe.</p>
<p>Das mal eben &#8220;Hundertausend&#8221; völlig unausgebildete Hilfskräfte aus ganz Europa zur Montage<br />
von technisch hochkomplexem Kriegsgerät (= ME262, V2 u.a.) gezwungen (= da Zwangsarbeiter<br />
- inkl. den damit verbundenen negativen Auswirkungen!) worden sein sollen &#8211; man denke hierbei nur an<br />
die unzähligen Schlampereien, oder auch Sabotage-Möglichkeiten im gesamten Fertigungsprozess &#8211;<br />
halte ich für völlig abwegig und kann deshalb in den dahingehenden Zitaten, weder eine nachvollziehbare Logik, des<br />
dabei offensichtlich stets völlig unberücksichtigten Risikos, noch diesen einen Ansatz von Glaubwürdigkeit zusprechen.</p>
<p>Wer würde heutzutage wohl einen sog. &#8220;Hinterwäldler&#8221; dazu ZWINGEN,<br />
auch nur einen Öl- / Bremsenwechsel an seinem Auto vorzunehmen?<br />
Einen Düsenjäger oder V2 unter Zwang und Mangelernährung, ohne jegliche Vorkenntnisse / Schulungen zu montieren<br />
- von der Herstellung der hochkomplexen Einzelteile, mit einer Genauigkeit oft im Millimeterbereich, ganz abgesehen &#8211; hält man<br />
heutzutage dagegen einzig mit &#8220;Manpower&#8221; (= jeder Menge ungelernter Arbeiter) dagegen für selbstverständlich und machbar.<br />
Nun ja.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Stets mit einer logisch nachvollziehbaren Denkweise vorgegangen, entpuppt sich manch<br />
Zitat oft recht schnell als das, was heutzutage u.a. als &#8220;Offensichtlichkeit&#8221; strafbewehrt ist.<br />
Deshalb sollte man mMn stets den Inhalt einer Aussage ZUVOR auf dessen stimmige<br />
Logik hin überprüfen und daran anschließend den eigentlichen Wert der Aussage ermessen.<br />
Jeder andere Vorgehensweise wird ansonsten früher oder später<br />
einzig im (Aber-)Glauben, aber NICHT-Wissen (darüber), enden!</p>
<p>Ein entsprechend fundiertes Quellenstudium der Person und deren Glaubhaftigkeit, setze ich hierbei natürlich stets voraus, eh klar.<br />
Entsprechende negative Erfahrungen haben sich mMn in den letzten Jahrzehnten schon mehr als erträglich genug angesammelt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Völkischer Beobachter</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-215094</link>
		<dc:creator>Völkischer Beobachter</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 19:30:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html#comment-215094</guid>
		<description>@ GBI:

Noch zwei nachgelieferte Zitate aus Manfred Jurleits Buch &quot;Strahljäger Me 262 - Die Technikgeschichte&quot; (Motorbuch, Stuttgart ²1995) zu der oben angeschnittenen Frage der ungarischen Juden:
&lt;blockquote&gt;Nur wenige Tage später, am 6. April 1944, kam Generalfeldmarschall Milch im Hauptquartier mit Hitler, Göring  und Saur zusammen. Er  bat Hitler und Saur um Zustimmung zur Erweiterung der unterirdischen A-4 Raketenproduktionsstätte &quot;Mittelwerk&quot; bei Nordhausen und darum, in diesem Bau monatlich 1000 Me 262 montieren zu lassen. Beide sagten zu. &lt;b&gt;Hitler versprach sogar, Himmler zu veranlassen, daß dafür 100.000 ungarische Juden als Arbeitskräfte bereitgestellt werden.&lt;/b&gt; [S. 77]

Bereits einen Tag nach dem Vortrag bei Hitler saß der Jägerstab erneut zusammen, um das Problem der Beschaffung von Arbeitskräften für das Jägerprogramm zu beraten. An diesem 26. Mai 1944 debattierten u.a. Speer und Saur mit SS-Obergruppenführer Kammler und dessen Chef der Baugruppe, Dt. Schlempp. Bereits am 4. Januar 1944 hatte Gauleiter Sauckel Hitler versichert, daß der &quot;...mit fanatischem Willen versuchen werde, die für das Jahr 1944 benötigte Gesamtzahl von 4.050.000 neuen Arbeitskräften zu beschaffen, damit die derzeitigen Produktionsziffern gehalten und im  Laufe der Zeit noch gesteigert werden können.&quot;

&lt;b&gt;Nunmehr erkundigte sich Speer nach den von Hitler am 6. April zugesagten Arbeitskräften. Konkret: &quot;Was ist mit den ungarischen Juden?&quot;
Kammler: &quot;Sie sind unterwegs. Am Ende des Monats treffen die ersten Transporte für die Unter-Tage-Arbeit in den unterirdischen Bunkern ein.&quot;
Schlempp: &quot;...Dorsch sagte gestern, daß er 100.000 Juden aus Ungarn&lt;/b&gt;, 50.000 Italiener, 10.000 Menschen aus bombengeschädigten Fabriken, 1.000 aus Waldbröhl bringen wird; dann will er Leute aus Greisers Gau bringen, 4.000 italienische Offiziere, 10.000 aus Süd-Rußland, 20.000 aus Nord-Rußland. Das wären zusammen 200.000.&quot; [S. 81]&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ GBI:</p>
<p>Noch zwei nachgelieferte Zitate aus Manfred Jurleits Buch &#8220;Strahljäger Me 262 &#8211; Die Technikgeschichte&#8221; (Motorbuch, Stuttgart ²1995) zu der oben angeschnittenen Frage der ungarischen Juden:</p>
<blockquote><p>Nur wenige Tage später, am 6. April 1944, kam Generalfeldmarschall Milch im Hauptquartier mit Hitler, Göring  und Saur zusammen. Er  bat Hitler und Saur um Zustimmung zur Erweiterung der unterirdischen A-4 Raketenproduktionsstätte &#8220;Mittelwerk&#8221; bei Nordhausen und darum, in diesem Bau monatlich 1000 Me 262 montieren zu lassen. Beide sagten zu. <b>Hitler versprach sogar, Himmler zu veranlassen, daß dafür 100.000 ungarische Juden als Arbeitskräfte bereitgestellt werden.</b> [S. 77]</p>
<p>Bereits einen Tag nach dem Vortrag bei Hitler saß der Jägerstab erneut zusammen, um das Problem der Beschaffung von Arbeitskräften für das Jägerprogramm zu beraten. An diesem 26. Mai 1944 debattierten u.a. Speer und Saur mit SS-Obergruppenführer Kammler und dessen Chef der Baugruppe, Dt. Schlempp. Bereits am 4. Januar 1944 hatte Gauleiter Sauckel Hitler versichert, daß der &#8220;&#8230;mit fanatischem Willen versuchen werde, die für das Jahr 1944 benötigte Gesamtzahl von 4.050.000 neuen Arbeitskräften zu beschaffen, damit die derzeitigen Produktionsziffern gehalten und im  Laufe der Zeit noch gesteigert werden können.&#8221;</p>
<p><b>Nunmehr erkundigte sich Speer nach den von Hitler am 6. April zugesagten Arbeitskräften. Konkret: &#8220;Was ist mit den ungarischen Juden?&#8221;<br />
Kammler: &#8220;Sie sind unterwegs. Am Ende des Monats treffen die ersten Transporte für die Unter-Tage-Arbeit in den unterirdischen Bunkern ein.&#8221;<br />
Schlempp: &#8220;&#8230;Dorsch sagte gestern, daß er 100.000 Juden aus Ungarn</b>, 50.000 Italiener, 10.000 Menschen aus bombengeschädigten Fabriken, 1.000 aus Waldbröhl bringen wird; dann will er Leute aus Greisers Gau bringen, 4.000 italienische Offiziere, 10.000 aus Süd-Rußland, 20.000 aus Nord-Rußland. Das wären zusammen 200.000.&#8221; [S. 81]</p></blockquote>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Völkischer Beobachter</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-214867</link>
		<dc:creator>Völkischer Beobachter</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 10:33:23 +0000</pubDate>
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		<description>@ GBI:
&lt;blockquote&gt;ich erlaube mir hiermit auch ihnen das Du anzubieten, ich schätze Sie ähnlich wie Pg. Schörner.&lt;/blockquote&gt;
Nehme ich gerne an, geht mir genauso!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ GBI:</p>
<blockquote><p>ich erlaube mir hiermit auch ihnen das Du anzubieten, ich schätze Sie ähnlich wie Pg. Schörner.</p></blockquote>
<p>Nehme ich gerne an, geht mir genauso!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: GBI</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-214665</link>
		<dc:creator>GBI</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 00:07:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html#comment-214665</guid>
		<description>@VB

Puuh, da erst einmal durchlesen hat eine Weile gedauert. Vielen Dank, daß sie sich soviel Zeit nehmen. Entschuldigen Sie bitte wenn...ääh ich erlaube mir hiermit auch ihnen das Du anzubieten, ich schätze Sie ähnlich wie Pg. Schörner.

Zu einigen der Themen kannte ich die Hintergründe natürlich. Ich wußte, daß Hitler vollkommen absurde Offensiv-Fantasien mit dem Festhalten an der Kurlandfront verband. Natürlich war mir auch bekannt, daß man fürchtete, daß Leningrad eine einzige Sprengfalle ist (allerdings WAR Kiew ähnlich und fiel innerhalb weniger Tage). Was ich nicht wußte war die Neubewertung von Prochorowka und Zitadelle allgemein, da muß ich mich dringend reinlesen. Und die beiden von Ihnen genannten Zitate Hitlers sowie dieses Dokument kannte ich noch nicht, sie bestätigen aber meine These, daß eine Dezimierung, keine Ausrottung der Juden geplant gewesen sein könnte.
Was die Atombombe angeht habe ich zum ersten Mal Quellen gefunden, glaubwürdige, daß das Reich näher an der Atombombe war als bisher vermutet. 
Es gäbe noch vieles zu schreiben aber leider fehlt mir die Zeit und das wird noch über einen Monat so bleiben, daher erst einmal danke, die genannten Quellen habe ich mir teilweise schon angesehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@VB</p>
<p>Puuh, da erst einmal durchlesen hat eine Weile gedauert. Vielen Dank, daß sie sich soviel Zeit nehmen. Entschuldigen Sie bitte wenn&#8230;ääh ich erlaube mir hiermit auch ihnen das Du anzubieten, ich schätze Sie ähnlich wie Pg. Schörner.</p>
<p>Zu einigen der Themen kannte ich die Hintergründe natürlich. Ich wußte, daß Hitler vollkommen absurde Offensiv-Fantasien mit dem Festhalten an der Kurlandfront verband. Natürlich war mir auch bekannt, daß man fürchtete, daß Leningrad eine einzige Sprengfalle ist (allerdings WAR Kiew ähnlich und fiel innerhalb weniger Tage). Was ich nicht wußte war die Neubewertung von Prochorowka und Zitadelle allgemein, da muß ich mich dringend reinlesen. Und die beiden von Ihnen genannten Zitate Hitlers sowie dieses Dokument kannte ich noch nicht, sie bestätigen aber meine These, daß eine Dezimierung, keine Ausrottung der Juden geplant gewesen sein könnte.<br />
Was die Atombombe angeht habe ich zum ersten Mal Quellen gefunden, glaubwürdige, daß das Reich näher an der Atombombe war als bisher vermutet.<br />
Es gäbe noch vieles zu schreiben aber leider fehlt mir die Zeit und das wird noch über einen Monat so bleiben, daher erst einmal danke, die genannten Quellen habe ich mir teilweise schon angesehen.</p>
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	<item>
		<title>By: Schörner</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-214334</link>
		<dc:creator>Schörner</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 15:07:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html#comment-214334</guid>
		<description>Der Dilettantismus dieser Verräter zeigte sich mir jedesmal, wenn ich einen Ostfrontkämpfer zu seiner Meinung über das Attentat ansprach. &lt;b&gt;Kein Einziger&lt;/b&gt; war darunter, der es befürwortete! Ausgerechnet die Soldaten der Ostfront! Das allein ist schon die Widerlegung aller Lügen um die Stauffenwichse.
Außerdem sind diese Leute ja davon ausgegangen, daß es nicht um die Vernichtung Deutschlands gehen würde. Ihre Grundeinschätzung war also schon völlig falsch.
Und von meinem Großvater mütterlicherseits habe ich heute noch im Ohr: &quot;Die Leute um Stauffenberg hatten ja überhaupt keine Ahnung, was der Krieg im Osten bedeutete.&quot; 

Zum Thema Besudelung des Führers will ich auf Paul Carell verweisen, der sich da leider in dieser Phalanx nicht gerade ruhmreich hervorgetan hat und zu den bereits gemachten Ausführungen von VB, noch anmerken, daß die 3 SS-Panzerdivisionen, die in Frankreich bereit gestanden wären, auf Hitlers Veranlassung genau dort standen. 

Und noch ein Märchen wird als solches erkennbar, wenn man sich einmal ansieht, wie die Generäle ihre Meinungen durchgesetzt haben:
Eines Tages, da kratzt Manstein offenbar all seinen Mut zusammen und gibt nicht nach (es ging glaube ich um die Rücknahme von Einheiten, die bei der zerbrechenden Heeresgruppe Mitte abgeschnitten wurden. Manstein bleibt hart und stellt, wenn er diesen Befehl erhalten würde, seine Position zur Verfügung. Die Entscheidung wird auf die Abendlage verschoben. Und was passierte am Abend? Wurde Manstein an die Wand gestellt? Nein, der Führer hat ihn freundlich begrüßt und nachgegeben. Carell kann das natürlich gar nicht verstehen.

Man kann das interessanterweise auch bei GFM Schörner erkennen. Schörner hat sich desöfteren über Befehle hinweggesetzt, wenn sie undurchführbar waren.
Oder bei Hausser ebenfalls.

Man nenne mir einen General, der seinen Kopf verloren hätte, weil er klar unhaltbare Befehle nicht ausgeführt hat und dann dazu gestanden wäre.

Das ist doch nichts als eine Lüge.
Für mich ist die Sache sonnenklar: jene Führer, die dem Führer gegenüber bewiesen haben, daß sie nicht leichtfertig zurückgehen, und die dann mit ALL IHRER KRAFT ihren Standpunkt verteidigten und auch begründen konnten, die hat er IMMER respektiert.
Das ist auch der Schutzschild, den sich ein Führer zulegen muß: eine Meinung haben kann jeder Feigling, einen Standpunkt auch bis zum äußersten vertreten, das ist aber etwas anderes. Nach den zahllosen Fehlschlägen der Generalität  und des Verrats in den eigenen Reihen, wäre jedes andere Verhalten sicherer Selbstmord gewesen.

Wenn es so wäre, wie die Legende darstellt, daß Hitler der cholerische sture Bock gewesen wäre, warum hat er dann veranlaßt, daß - ich glaube ab Stalingrad - die Lagen mitstenographiert werden mußten?! Die Generäle kamen nachher und wollten nichts mehr von ihren alten Meinungen gewußt haben!

Wer sich mit dem politischen Menschen Adolf Hitler einigermaßen aueinandergesetzt hat, erkennt, daß es ein Mensch von ganz seltener Vernunftfähigkeit war, der, wenn er einmal zu einem Entschluß gelangt war, zum Glück nicht leicht umfiel, dar aber IMMER für Argumente und aufrichtiges Handeln offen war.
Und ein Argument eines Frontkommandeurs ist nun mal in letzter Konsequenz, daß er sein Kommando zur Verfügung stellt, oder, im Fall der rückwirkenden Verantwortung, seinen Kopf. Ja was denn sonst?

Wenn Hitler so wäre wie die Legende behauptet, wieso haben die versagenden Generäle dann alle überlebt?

Und wenn der Führer so falsch gelegen haben sollte, dann frage ich mich schon, warum in der Beurteilung der sowjetischen Militärführung, Schörner als der beste deutsche Kommandeur angesehen wurde?
Komisch, wie gibt es das?

So einfach ist die Sache also nicht!

Das Mißtrauen, das der Führer in die Generalität entwickelte, war nicht aufgrund seiner Sturheit oder Unfähigkeit entstanden. Das ist doch dieselbe Psychologenmasche, wie die Siegergeschichtsschreibung den Weltkrieg deutet, wenn man alle deutschen Argumente den Siegerlügen gegenüberstellt. Notfalls, wenn man alle Argumente zerpflückt hat, war er halt dann ein Wahnsinniger.
Und so ist es mit der militärischen Führung: dann war er eben uneinsichtig und stur, für Argumente nicht zugänglich.

Die Sache ist für mich sonnenklar: es gab einfach viel zu wenige nationalsozialistische Generale welche das Führerprinzip verinnerlicht hatten, die Generalität war aus der alten Zeit, Befehlsempfänger ohne Zivilcourage.
Als symptomatisch für die unbeschriebliche Feigheit muß ich immer an den Soldaten denken, der sich vom Kammerdiener in der Nacht der Invasion abwimmeln ließ, weil der Führer noch schlafen würde!

Es gibt, gerade gegenüber Führern, VOR ALLEM eine BRINGSCHULD ihres Beraterkreises. Der beste Führer kann nichts ausrichten, wenn seine Leute schlicht zu feige sind, seinen Ansichten in den dafür vorgesehenen Besprechungen, &lt;b&gt;mit entsprechendem Nachdruck&lt;/b&gt; entgegenzutreten und ihren Standpunkt zu vertreten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Dilettantismus dieser Verräter zeigte sich mir jedesmal, wenn ich einen Ostfrontkämpfer zu seiner Meinung über das Attentat ansprach. <b>Kein Einziger</b> war darunter, der es befürwortete! Ausgerechnet die Soldaten der Ostfront! Das allein ist schon die Widerlegung aller Lügen um die Stauffenwichse.<br />
Außerdem sind diese Leute ja davon ausgegangen, daß es nicht um die Vernichtung Deutschlands gehen würde. Ihre Grundeinschätzung war also schon völlig falsch.<br />
Und von meinem Großvater mütterlicherseits habe ich heute noch im Ohr: &#8220;Die Leute um Stauffenberg hatten ja überhaupt keine Ahnung, was der Krieg im Osten bedeutete.&#8221; </p>
<p>Zum Thema Besudelung des Führers will ich auf Paul Carell verweisen, der sich da leider in dieser Phalanx nicht gerade ruhmreich hervorgetan hat und zu den bereits gemachten Ausführungen von VB, noch anmerken, daß die 3 SS-Panzerdivisionen, die in Frankreich bereit gestanden wären, auf Hitlers Veranlassung genau dort standen. </p>
<p>Und noch ein Märchen wird als solches erkennbar, wenn man sich einmal ansieht, wie die Generäle ihre Meinungen durchgesetzt haben:<br />
Eines Tages, da kratzt Manstein offenbar all seinen Mut zusammen und gibt nicht nach (es ging glaube ich um die Rücknahme von Einheiten, die bei der zerbrechenden Heeresgruppe Mitte abgeschnitten wurden. Manstein bleibt hart und stellt, wenn er diesen Befehl erhalten würde, seine Position zur Verfügung. Die Entscheidung wird auf die Abendlage verschoben. Und was passierte am Abend? Wurde Manstein an die Wand gestellt? Nein, der Führer hat ihn freundlich begrüßt und nachgegeben. Carell kann das natürlich gar nicht verstehen.</p>
<p>Man kann das interessanterweise auch bei GFM Schörner erkennen. Schörner hat sich desöfteren über Befehle hinweggesetzt, wenn sie undurchführbar waren.<br />
Oder bei Hausser ebenfalls.</p>
<p>Man nenne mir einen General, der seinen Kopf verloren hätte, weil er klar unhaltbare Befehle nicht ausgeführt hat und dann dazu gestanden wäre.</p>
<p>Das ist doch nichts als eine Lüge.<br />
Für mich ist die Sache sonnenklar: jene Führer, die dem Führer gegenüber bewiesen haben, daß sie nicht leichtfertig zurückgehen, und die dann mit ALL IHRER KRAFT ihren Standpunkt verteidigten und auch begründen konnten, die hat er IMMER respektiert.<br />
Das ist auch der Schutzschild, den sich ein Führer zulegen muß: eine Meinung haben kann jeder Feigling, einen Standpunkt auch bis zum äußersten vertreten, das ist aber etwas anderes. Nach den zahllosen Fehlschlägen der Generalität  und des Verrats in den eigenen Reihen, wäre jedes andere Verhalten sicherer Selbstmord gewesen.</p>
<p>Wenn es so wäre, wie die Legende darstellt, daß Hitler der cholerische sture Bock gewesen wäre, warum hat er dann veranlaßt, daß &#8211; ich glaube ab Stalingrad &#8211; die Lagen mitstenographiert werden mußten?! Die Generäle kamen nachher und wollten nichts mehr von ihren alten Meinungen gewußt haben!</p>
<p>Wer sich mit dem politischen Menschen Adolf Hitler einigermaßen aueinandergesetzt hat, erkennt, daß es ein Mensch von ganz seltener Vernunftfähigkeit war, der, wenn er einmal zu einem Entschluß gelangt war, zum Glück nicht leicht umfiel, dar aber IMMER für Argumente und aufrichtiges Handeln offen war.<br />
Und ein Argument eines Frontkommandeurs ist nun mal in letzter Konsequenz, daß er sein Kommando zur Verfügung stellt, oder, im Fall der rückwirkenden Verantwortung, seinen Kopf. Ja was denn sonst?</p>
<p>Wenn Hitler so wäre wie die Legende behauptet, wieso haben die versagenden Generäle dann alle überlebt?</p>
<p>Und wenn der Führer so falsch gelegen haben sollte, dann frage ich mich schon, warum in der Beurteilung der sowjetischen Militärführung, Schörner als der beste deutsche Kommandeur angesehen wurde?<br />
Komisch, wie gibt es das?</p>
<p>So einfach ist die Sache also nicht!</p>
<p>Das Mißtrauen, das der Führer in die Generalität entwickelte, war nicht aufgrund seiner Sturheit oder Unfähigkeit entstanden. Das ist doch dieselbe Psychologenmasche, wie die Siegergeschichtsschreibung den Weltkrieg deutet, wenn man alle deutschen Argumente den Siegerlügen gegenüberstellt. Notfalls, wenn man alle Argumente zerpflückt hat, war er halt dann ein Wahnsinniger.<br />
Und so ist es mit der militärischen Führung: dann war er eben uneinsichtig und stur, für Argumente nicht zugänglich.</p>
<p>Die Sache ist für mich sonnenklar: es gab einfach viel zu wenige nationalsozialistische Generale welche das Führerprinzip verinnerlicht hatten, die Generalität war aus der alten Zeit, Befehlsempfänger ohne Zivilcourage.<br />
Als symptomatisch für die unbeschriebliche Feigheit muß ich immer an den Soldaten denken, der sich vom Kammerdiener in der Nacht der Invasion abwimmeln ließ, weil der Führer noch schlafen würde!</p>
<p>Es gibt, gerade gegenüber Führern, VOR ALLEM eine BRINGSCHULD ihres Beraterkreises. Der beste Führer kann nichts ausrichten, wenn seine Leute schlicht zu feige sind, seinen Ansichten in den dafür vorgesehenen Besprechungen, <b>mit entsprechendem Nachdruck</b> entgegenzutreten und ihren Standpunkt zu vertreten.</p>
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		<title>By: GBI</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-214130</link>
		<dc:creator>GBI</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 23:57:20 +0000</pubDate>
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		<description>@VB
&quot;Wollten sie abwarten, ob es Stauffenbergs Clique gelingen würde, den zunehmend starrsinnig und inkompetent führenden Hitler zu beseitigen, um danach - ja was?&quot;

Sie stimmen mir also in der Einschätzung Hitlers als militärischer Führer zu? Später mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@VB<br />
&#8220;Wollten sie abwarten, ob es Stauffenbergs Clique gelingen würde, den zunehmend starrsinnig und inkompetent führenden Hitler zu beseitigen, um danach &#8211; ja was?&#8221;</p>
<p>Sie stimmen mir also in der Einschätzung Hitlers als militärischer Führer zu? Später mehr.</p>
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		<title>By: Völkischer Beobachter</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html/comment-page-2#comment-214092</link>
		<dc:creator>Völkischer Beobachter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 22:38:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html#comment-214092</guid>
		<description>@ GBI:

Auch ich bin, wie ich schon mal in einer meiner Antworten an den 2. Münchner schrieb, der Meinung, daß man Stauffenberg zumindest sein ehrliches Wollen, das Reich zu retten (und auch Hitlers sich zunehmend verheerend auswirkende Eingriffe in alle möglichen Einzelheiten der Kriegsführung, sein absurder Glaube, nur er werde die richtige Entscheidung treffen und deshalb dürfe ohne seine Billigung - übertrieben gesagt - kein Regimentskommandeur den Posten vor seinem Gefechtsstand ablösen) zugute halten muß und auch seinen zweifellos vorhandenen Mut.

Jedoch bleibe ich dabei, daß der Versuch, so wie er durchgeführt wurde, aussichtslos und obendrein stümperhaft vorbereitet war.

Ich darf auch Ihnen das Buch von Hans Paar (&quot;Dilettanten gegen Hitler&quot;) ans Herz legen, falls Sie es nicht schon gelesen haben sollten. Es bringt eine Fülle von Einzelheiten und Überlegungen, die von den Hofhistorikern niemals angestellt wurden.

Zu Hitler:

Ich bin nicht nur kein Stauffenberg-Bewunderer, sondern ebensowenig ein unkritischer Hitler-Bewunderer. Dazu hat er zu viele und zu schwere Fehler gemacht und seine mitleidlose Opferung so vieler tapferer Soldaten in der zweiten Kriegshälfte ruft in mir nur Wut und Verachtung hervor.

Allerdings ist es aber leider auch so, daß Hitler nach dem Kriege als bequemer Sündenbock herhalten mußte, dem alle Fehlentscheidungen, Fehlentwicklungen und Fehlbeurteilungen angelastet wurden, auch wenn er sie z.T. gar nicht verschuldet hatte - oder diese aus einer Fülle von Gründen unvermeidbar waren. Und da muß man ihn dann in Schutz nehmen, zumal viele ehemalige Generale ihr eigenes Versagen auf die Unperson Hitler abzuwälzen versuchten.

Ich glaube, in dem Buch des Systemhistorikers Gert Buchheit &quot;Hitler der Feldherr. Die Zerstörung einer Legende&quot; findet man irgendwo den Satz, nach dem Kriege hätten gewisse Generäle an der Legende gezimmert, Hitler habe gewissermaßen während des Krieges alles in seiner Macht stehende getan, seine Generäle daran zu hindern, für ihn den Krieg zu gewinnen.

Da auch ich leider gerade nicht viel Zeit habe, nachfolgend kurzgefaßt einige Anmerkungen zu den von Ihnen angeführten Beispielen:
&lt;blockquote&gt;Schon alleine weil ER, der militärische Dilettant, der seine vielleicht 2 oder 3 flüchtigen Anfälle von Feldherrngenie, mit unzähligen Fehlentscheidungen den Krieg verloren hatte und diese Wahnsinnsentscheidungen bis zum letzten Kriegstag fortsetzte.&lt;/blockquote&gt;
Grundsätzliche Zustimmung, wenngleich man das so pauschal nicht sagen kann (s.u.).
&lt;blockquote&gt;Die Weigerung Leningrad zu erobern und stattdessen verlustreich zu belagern&lt;/blockquote&gt;
Kann man so nicht stehen lassen. Die Entscheidung, Leningrad zunächst nicht durch verlustreiche Straßenkämpfe (wie in Rostow zweimal (1941 und 1942) und in Stalingrad 1942 geschehen (Haus um Haus, Stockwerk um Stockwerk) zu erobern (Carell irrt, wenn er glaubt, daß Leningrad im Handstreich zu nehmen gewesen wäre - Hitler hat es mal das &quot;Rote Jerusalem der Weltrevolution&quot; genannt, es wäre von der Roten Armee, NKWD-Einheiten usw. fanatisch verteidigt worden, es war ebenso wie Kiew (und Moskau) zur fernzündbaren Sprengung  wichtiger Gebäude vorbereitet, es stand eine spezielle deutsche Pioniereinheit, die solche Ladungen ausfindig machen und entschärfen sollte bereit, ebenso wie eine für Moskau vorgesehen war - zum Einsatz kam nur die für Kiew bestimmte), sondern es einzuschließen,  war zunächst durchaus vernünftig (gerade in Stalingrad wird ja zurecht kritisiert, daß die Panzerverbände und Pionierbataillone dabei vollkommen verfehlt eingesetzt wurden, blutige Verluste erlitten, dabei geradezu verschlissen und aufgerieben wurden).
Allerdings hatte man dabei (wie schon im ganzen Ostfeldzug) den wahnsinnigen Fanatismus der Sowjets unterschätzt, Leningrad kapitulierte eben nicht, sondern man hatte ebenfalls riesige Verluste bei der Aufrechterhaltung der Belagerung und der Abwehr der Entsatzangriffe im Winter.
Deshalb sollte Leningrad ja im Sommer 1942 durch Mansteins 17. Armee, die soeben im Süden Sewastopol erobert hatte, gestürmt werden. Die Armee war schon herantransportiert worden, da griffen die Sowjets an und dieser Angriff konnte nur unter Einsatz der für die Erstürmung vorgesehenen 17. Armee zum Stehen gebracht werden, an einen Sturmangriff war danach nicht mehr zu denken.
&lt;blockquote&gt;Der Angriff auf Stalingrad bevor der Kaukasus gesichert war.&lt;/blockquote&gt;
Dazu empfehle ich das Kapitel &quot;Stalingrad und Kaukasus 1942/43. Tiefpunkt der deutschen Militärgeschichte&quot; in dem ganz hervorragenden Buch von Bw-Gen.Lt. a.D. Franz Uhle-Wettler &quot;Höhe- und Wendepunkte deutscher Militärgeschichte&quot;.

Oder die Schilderung bei Carell (&quot;Unternehmen Barbarossa&quot;) des &lt;b&gt;Verhängnisses bei Woronesch&lt;/b&gt; (es war den Sowjets ja bekanntlich 1942 gelungen, sich der angesetzten Umfassung zu entziehen und mit Hauptteilen über den Don zu entkommen, der Kessel erwies sich als leer). Hitler hat hier aber geradezu vorbildhaft gehandelt, was ihm von Carell wieder vorgeworfen wird: Er sagte zu von Bock, er &quot;bestehe nicht mehr auf der Einnahme von Woronesch&quot; - er räumte also dem OB volle Handlungsfreiheit ein und delegierte die Entscheidung. Bock entschied sich, die Stadt zu erobern und dieser Zeitverlust ermöglichte es den Sowjets, aus dem sich bildenden Kessel zu entkommen. Nun gut, Fehler passieren in jedem Krieg, doch sollte man nicht Hitler dafür verantwortlich machen, wie es Carell tut:
&lt;blockquote&gt;Er befahl Feldmarschall von Bock nicht: Sie lassen die Stadt links liegen und verfolgen ohne Zeitverlust den Fahrplan nach Stalingrad. Nein, er ließ Bock ausrichten, er bestehe nicht mehr auf der Eroberung von Woronesch. &lt;b&gt;Die Verantwortung, ob man die Schwenkung ohne den Besitz dieser wichtigen Verkehrsdrehscheibe machen sollte, blieb also an dem Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd hängen&lt;/b&gt; 

Carell, Unternehmen Barbarossa. Der Marsch nach Rußland, S. 430&lt;/blockquote&gt;
Gerade darüber beklagten sich doch die Generäle nach dem Kriege ständig,  daß der angeblich so inkompetente Hitler sich ständig in alle operativen Einzelheiten eingemischt habe und sie eben &lt;b&gt;keine&lt;/b&gt; Verantwortung übernehmen hätten können - und nun beschwert man sich, Hitler habe sich nicht genug eingemischt und die Verantwortung &quot;blieb an von Bock hängen&quot; (dafür war er ja schließlich Generalfeldmarschall und Heeresgruppen-OB!).

Gleiches beim Haltbefehl vor Dünkirchen - diese Sache hatte Rundstedt verbockt und nach dem Kriege wurde es auf Hitler geschoben. Lesen Sie dazu bitte die äußerst interessante und aufschlußreiche Darstellung des MGFA-Historikers Dr. Karl-Heinz Frieser &quot;Blitzkrieg - Legende. Der Westfeldzug 1940&quot; (Hrsg. vom MGFA), Oldenbourg, München 2005. Sehr zu empfehlen, alle älteren Darstellungen sind dadurch überholt.
&lt;blockquote&gt;Die Weigerung die Heeresgruppe Afrika aus dem verlorenen Nordafrika rechtzeitig zu evakuieren. Oder die stupide, starrsinnige Weigerung Haussers SS-Pz.K. aus Charkow zurückzuziehen die dieser tapfere, große, deutsche Soldat aber zurecht ignorierte und damit eine unverzichtbare Eliteeinheit für die Ostfront rettetete.&lt;/blockquote&gt;
Volle Zustimmung.
&lt;blockquote&gt;Die Weigerung am Dnjepr einen Ostwall zu bauen bis es zu spät war.&lt;/blockquote&gt;
Grundsätzlich d&#039;accord, wenngleich die Erfahrung im 2. WK gezeigt hat, daß alle Befestigungslinien relativ schnell durchbrochen wurden (Maginotlinie, Metaxas-Linie, Stalin-Linie, Atlantikwall). Es wäre aber sicherlich besser gewesen, auf dem hochgelegenen Westufer gut ausgebaute Stellungen zu haben, zumal die Luftlage im Osten den relativ unbehinderten Ausbau auch zugelassen hätte.
&lt;blockquote&gt;Die kriegsentscheidenden Fehler um Unternehmen Zitadelle.&lt;/blockquote&gt;
Hier liegen Sie falsch. Hitler war keineswegs ein großer Freund der Zitadelle. Es war der Generalstab des Heeres, der darauf drängte. Model und Guderian waren dagegen, Hitler unschlüssig (er sagte, er habe kein gutes Gefühl). Manstein schlug noch in letzter Minute einen gegen alle Regeln verstoßenden Frontalangriff auf den Frontbogen vor, statt der Umfassungsoperation, die vorbereitet worden war und dann auch durchgeführt wurde (weil klar war, daß die Sowjets diesen erwarteten). Hitler war sofort dafür (wie 1940 für den Sichelschnitt), doch Zeitzler vereitelte diesen Vorschlag (Hitler nach der Schlacht: &quot;Das war das letzte Mal, daß ich auf den Generalstab gehört habe!&quot;)

Im übrigen ist die ganze Kursker Schacht bisher völlig falsch dargestellt worden, nicht zuletzt durch Carell (&quot;Verbrannte Erde&quot;). Siehe dazu die wegweisende Untersuchung des Generalmajors der Bw. Dieter Brand in der Österreichischen Militärischen Zeitschrift (offizielles Organ des österr. Verteidigungsministeriums):
http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=142

http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=158

Und in dem offiziellen Band des MGFA &quot;Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg&quot; Bd. 8 &quot;Die Ostfront 1943/44&quot; (Kapitel &quot;Die Schlacht im Kursker Bogen&quot; von Karl-Heinz Frieser). Habe ich mir zu Weihnachten gekauft - lohnt sich sehr!

&lt;blockquote&gt;Das vollkommen verfehlte Konzept der “Festen Plätze” an der Ostfront, daß zum Untergang von 33 Divisionen und dem “Cannae (Carell) der Heeresgruppe Mitte” führte.&lt;/blockquote&gt;
Volle Zustimmung!
&lt;blockquote&gt;Die Weigerung alle Hinweise auf eine Landung in der Normandie ernst zu nehmen und weiter darauf zu beharren daß die Landung in Calais erfolgt.&lt;/blockquote&gt;
Stimmt so nicht. Hitler hat sogar frühzeitig auf die Normandie hingewiesen. Die Fixierung auf den Pas de Calais kam von der Abteilung Fremde Heere Wes (unter Leitung des Widerständlers und 20. Juli - Verschwörers Alexis von Roenne. Jodl erklärte schon relativ frühzeitig nach der Landung, daß nicht mehr mit einer weiteren Großlandung am Pas de Calais gerechnet werde (siehe dazu: David Irving, &quot;Schlacht um Europa. Mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Invasion 1944&quot;). Wenn ich mich recht erinnere, findet man das auch im veröffentlichten KTB des OKW so bestätigt.
&lt;blockquote&gt;Der kaum noch in Worte zu fassende Wahnsinn die Me 262 als vollkommen ungeeigneten Jagdbomber umzubauen.&lt;/blockquote&gt;
Hier liegen Sie vollkommen falsch. Der Vorschlag dazu kam ursprünglich entgegen der Galland&#039;schen Nachkriegslegende nicht von Hitler, sondern von Messerschmitt:
http://de.altermedia.info/general/selbstzweifel-bei-der-antifa-eine-kolumne-von-jurgen-schwab-230707_10517.html#comment-129196
&lt;blockquote&gt;Am 7. September 1943 weilte Prof. Messerschmitt zu einem einstündigen Gespräch bei Hitler. Es ging wiederum um die Messerschmitt-Projekte Me 209 und Me 262. Nachdem Messerschmitt Hitler auf die Unfähigkeit Milchs hingewiesen hatte, schilderte er Hitler auch die Vorzüge dieser beiden Typen. Speziell nach der Me 262 befragt, erklärte er: &lt;b&gt;&quot;Die schnellste Möglichkeit wäre eine Bomberausführung der Me 262. Der technische Vorsprung der 262 ist so gewaltig, daß dieses Flugzeug nicht schnell genug kommen kann, da sonst zu befürchten ist, daß der Gegner mit etwas Ähnlichem früher oder gleichzeitig mit uns kommt!&lt;/b&gt;

[Manfred Jurleit, &quot;Strahljäger Me 262. Die Technikgeschichte&quot;, Motorbuch, Stuttgart ²1995, S. 33]&lt;/blockquote&gt;

Besprechung Göring bei Messerschmitt in Regensburg 02.11.1943:
&lt;blockquote&gt;&quot;...Die Hauptsache ist aber dann eine sehr wichtige technische Frage, wieweit der Strahljäger Me 262 imstande ist, eine oder zwei Bomben mitzunehmen, um als überraschender Jabo wirken zu können? Ich möchte hier den Gedankengang des Führers übermitteln, der mich vor wenigen Tagen auf diese Dinge angesprochen hat, und dem ungeheuer viel an der Erledigung dieser Angelegenheit liegt. Wenn nämlich der Gegner im Westen eine Landung versucht, und am Strande beim Ausladen von Panzern, Geschützen und Truppenteilen sich das erste Durcheinander abzeichnet und eine außerordentliche Stauung eintritt,...sollen diese schnellen Maschinen, und wenn es auch nur wenige sind, durchjagen und in dieses Durcheinander Bomben hineinwerfen.&quot;
Galland schrieb später in seinen Memoiren &quot;Die Ersten und die Letzen&quot;: &quot;Messerschmitt antwortete ausweichend&quot;.
Doch das Gesprächsprotokoll gibt, in Übereinstimmung mit dem Gespräch zwischen Messerschmitt und Hitler vom 7. September, folgende Antwort wieder:

&quot;Es ist von vornherein vorgesehen, daß bei der Maschine 2 Bombenschlösser angebaut werden, damit man mit ihr Bomben werfen kann, und zwar eine Bombe zu 500 kg oder zwei zu je 250 kg. Es kann aber auch eine Bombe zu 1000 kg oder je zwei zu je 500 kg mitgenommen werden. Vorläufig sind aber, weil die Maschine in Serie laufen sollte, die Bombenschlösser und die elektrischen Leitungen nicht eingebaut&quot;

Göring: &quot;Damit ist die Hauptfrage für den Führer geklärt, er denkt gar nicht an 1000 kg, sondern er sagte mir noch einmal: wenn wir nur 250 kg mitnehmen können, sei er schon außerordentlich dankbar. Die Mitnahme von zwei 250 kg Bomben wird ihn ... freuen&quot;

[ebenda, S. 35]&lt;/blockquote&gt;
Da wir gerade bei der Me 262 sind:
Sie fragten kürzlich mal TH, was denn dann mit den ungarischen Juden geschehen sei, wenn man sie nicht 1944 in Auschwitz vernichtet haben sollte:
Für das Düsenjägerprogramm und die anderen Geheimwaffen (V1, V2) wurden Zehntausende ungarischer Juden zur Verfügung gestellt (siehe Jurleits oben zitiertes Buch, meiner Erinnerung auch Bode/Kaiser, &quot;Raketenspuren. Peenemünde 1936 - 2000&quot;, Chr. Links Verlag).

Eine andere Frage, die Sie TH stellten, war, was denn geschehen sei, wenn die übliche Ansicht über die Aktion Reinhard - Lager nicht stimmen sollte.

Hitler am 24.7.1942 abends im FHQ &quot;Werwolf&quot; (bei Winniza/Ukraine):
&lt;blockquote&gt;In diesem II. Weltkrieg als einem Ringen auf Leben und Tod dürfe nie vergessen werden, daß das Weltjudentum nach der Kriegserklärung des Weltzionistenkongresses und seines Führers Chaim Weizmann (in seiner Botschaft an Englands Premier Chamberlain) der unerbittlichste Gegner des Nationalsozialismus, der Feind Nummer 1 sei. Geschäftlich suche das  Judentum Europa, Europa müsse es aber schon aus Sakroegoismus ablehnen, da das Judentum rassisch härter sei. &lt;b&gt;Nach Beendigung des Krieges werde er sich rigoros auf den Standpunkt stellen, daß er Stadt für Stadt zusammenschlage, wenn nicht die Juden rauskämen und nach Madagaskar oder einem sonstigen jüdischen Nationalstaat abwanderten

[Henry Picker, &quot;Hitlers Tischgespräche&quot;, Ullstein 1989, S. 456]&lt;/blockquote&gt;
Ist Ihnen das sog. &quot;Schlegelberger-Dokument&quot; von Ende März 1942 bekannt?
http://fpp.co.uk/Himmler/Schlegelberger/Schlegelberger42.JPG
&lt;blockquote&gt;Die Weigerung die deutsche Panzerproduktion auf wenige Erfolgsmodelle zu beschränken und dafür die schwachsinnige Verschwendung von Ressourcen für größenwahnsinnige Fehlkonstruktionen wie die Maus&lt;/blockquote&gt;
Teilweise Zustimmung (zum Unsinnsprojekt Maus).
Allerdings hat Hitler z.B. nach dem Westfeldzug angeordnet, daß der Panzer III statt der sich als gegen die schweren französischen Panzer als unzureichend erwiesenen 3,7 cm - KwK mit 5 cm KwK L/60 ausgerüstet werden sollte. Das Heereswaffenamt hielt dies für übertrieben und hinterging Hitler - es ließ die kürzere 5 cm - KwK L/42 einbauen. Dies stellte sich im Jahre 1941 heraus, als selbst diese Waffe nichts gegen die T-34 ausrichten konnte (zumindest nicht im Frontalbeschuß). Hitler war begreiflicherweise äußerst wütend und ordnete sofort den von ihm ursprünglich auch befohlenen Einbau der längeren Kanone an - dennoch waren die ersten Pz. III mit der langen Kanone erst im Sommer 1942 an der Front.
&lt;blockquote&gt;Das Festhalten an dem mittlerweile vollkommen verfallenen Göring als OBL.&lt;/blockquote&gt;
Zustimmung, außerdem war der sich mit einer absurden Ämterhäufung, die umgekehrt proportional zu seinem Fleiß und seiner Kompetenz war, hervortuende Göring als Morphinist zur Ausübung welcher Ämter auch immer ungeeignet - zumindest bis zu seiner ihm von den Amerikanern verpaßten Entziehungskur.
&lt;blockquote&gt;Überhaupt, dieses “Halten um jeden Preis”. Das war sein einziges Rezept und egal wie häufig es sich zeigte, daß es für eine militärische Katastrophe nach der anderen verantwortlich war, er hat gegen alle Regeln der Kriegskunst daran festgehalten, bis zum Schluss.&lt;/blockquote&gt;
Vollste Zustimmung.
&lt;blockquote&gt;Oder was sollte dieser schwachsinnige Kurlandarmee noch bewirken? Da standen fast ZWANZIG Divisionen sinnlos rum die 1945 in Ostpreußen, in Pommern und Schlesien bitter benötigt wurden.&lt;/blockquote&gt;
Zustimmung. Der von mir oben erwähnte Bd. 8 der MGFA-Reihe liefert übrigens die Erklärung dafür: Hitler wollte nach dem von ihm erhofften Erfolg der Ardennenschlacht vom Kurland-Brückenkopf wieder angreifen und die Sowjets im Rücken fassen - so wie er im Jahr zuvor nach dem von ihm erhofften Abschlagen der Invasion von dem Frontvorsprung der HGr Mitte östl. des Dnjepr aus wieder offensiv werden wollte. Seine Generäle hätten ihm nur das Hinauszögern der Niederlage anbieten können, er dagegen habe durch Wiederaufnahme der Initiative die Entscheidung erzwingen wollen.

Nützt nur leider alles nichts, wenn die Voraussetzungen dazu nicht eintreffen!
&lt;blockquote&gt;Was wäre gewesen wenn ab dem 20. Juli 1944 ein OB Ost Manstein die gesamte Ostfront kommandiert hätte?&lt;/blockquote&gt;
Da wäre es bereits viel zu spät gewesen. Man hätte es, wie es Hitler auch vorgeschlagen worden war, spätestens im Spätsommer/Frühherbst 1943 mit Manstein als Oberost versuchen müssen.
&lt;blockquote&gt;Vermutlich war die Niederlage nicht mehr abzuwenden aber für die Feindmächte wäre der Weg nach Berlin unendlich blutiger geworden.&lt;/blockquote&gt;
Wir hätten die Atombombe zu spüren bekommen (die überwiegend jüdischen Wissenschaftler des Manhattan-Projekts haben es in ihrer Siegesfeier nach Hiroshima bekanntlich in ihren Trinksprüchen beklagt, daß man nicht rechtzeitig für die Hunnen fertiggeworden war) und hätten dann kapituliert. So gesehen, ist uns wenigstens dies erspart geblieben.

Gruß V.B.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ GBI:</p>
<p>Auch ich bin, wie ich schon mal in einer meiner Antworten an den 2. Münchner schrieb, der Meinung, daß man Stauffenberg zumindest sein ehrliches Wollen, das Reich zu retten (und auch Hitlers sich zunehmend verheerend auswirkende Eingriffe in alle möglichen Einzelheiten der Kriegsführung, sein absurder Glaube, nur er werde die richtige Entscheidung treffen und deshalb dürfe ohne seine Billigung &#8211; übertrieben gesagt &#8211; kein Regimentskommandeur den Posten vor seinem Gefechtsstand ablösen) zugute halten muß und auch seinen zweifellos vorhandenen Mut.</p>
<p>Jedoch bleibe ich dabei, daß der Versuch, so wie er durchgeführt wurde, aussichtslos und obendrein stümperhaft vorbereitet war.</p>
<p>Ich darf auch Ihnen das Buch von Hans Paar (&#8221;Dilettanten gegen Hitler&#8221;) ans Herz legen, falls Sie es nicht schon gelesen haben sollten. Es bringt eine Fülle von Einzelheiten und Überlegungen, die von den Hofhistorikern niemals angestellt wurden.</p>
<p>Zu Hitler:</p>
<p>Ich bin nicht nur kein Stauffenberg-Bewunderer, sondern ebensowenig ein unkritischer Hitler-Bewunderer. Dazu hat er zu viele und zu schwere Fehler gemacht und seine mitleidlose Opferung so vieler tapferer Soldaten in der zweiten Kriegshälfte ruft in mir nur Wut und Verachtung hervor.</p>
<p>Allerdings ist es aber leider auch so, daß Hitler nach dem Kriege als bequemer Sündenbock herhalten mußte, dem alle Fehlentscheidungen, Fehlentwicklungen und Fehlbeurteilungen angelastet wurden, auch wenn er sie z.T. gar nicht verschuldet hatte &#8211; oder diese aus einer Fülle von Gründen unvermeidbar waren. Und da muß man ihn dann in Schutz nehmen, zumal viele ehemalige Generale ihr eigenes Versagen auf die Unperson Hitler abzuwälzen versuchten.</p>
<p>Ich glaube, in dem Buch des Systemhistorikers Gert Buchheit &#8220;Hitler der Feldherr. Die Zerstörung einer Legende&#8221; findet man irgendwo den Satz, nach dem Kriege hätten gewisse Generäle an der Legende gezimmert, Hitler habe gewissermaßen während des Krieges alles in seiner Macht stehende getan, seine Generäle daran zu hindern, für ihn den Krieg zu gewinnen.</p>
<p>Da auch ich leider gerade nicht viel Zeit habe, nachfolgend kurzgefaßt einige Anmerkungen zu den von Ihnen angeführten Beispielen:</p>
<blockquote><p>Schon alleine weil ER, der militärische Dilettant, der seine vielleicht 2 oder 3 flüchtigen Anfälle von Feldherrngenie, mit unzähligen Fehlentscheidungen den Krieg verloren hatte und diese Wahnsinnsentscheidungen bis zum letzten Kriegstag fortsetzte.</p></blockquote>
<p>Grundsätzliche Zustimmung, wenngleich man das so pauschal nicht sagen kann (s.u.).</p>
<blockquote><p>Die Weigerung Leningrad zu erobern und stattdessen verlustreich zu belagern</p></blockquote>
<p>Kann man so nicht stehen lassen. Die Entscheidung, Leningrad zunächst nicht durch verlustreiche Straßenkämpfe (wie in Rostow zweimal (1941 und 1942) und in Stalingrad 1942 geschehen (Haus um Haus, Stockwerk um Stockwerk) zu erobern (Carell irrt, wenn er glaubt, daß Leningrad im Handstreich zu nehmen gewesen wäre &#8211; Hitler hat es mal das &#8220;Rote Jerusalem der Weltrevolution&#8221; genannt, es wäre von der Roten Armee, NKWD-Einheiten usw. fanatisch verteidigt worden, es war ebenso wie Kiew (und Moskau) zur fernzündbaren Sprengung  wichtiger Gebäude vorbereitet, es stand eine spezielle deutsche Pioniereinheit, die solche Ladungen ausfindig machen und entschärfen sollte bereit, ebenso wie eine für Moskau vorgesehen war &#8211; zum Einsatz kam nur die für Kiew bestimmte), sondern es einzuschließen,  war zunächst durchaus vernünftig (gerade in Stalingrad wird ja zurecht kritisiert, daß die Panzerverbände und Pionierbataillone dabei vollkommen verfehlt eingesetzt wurden, blutige Verluste erlitten, dabei geradezu verschlissen und aufgerieben wurden).<br />
Allerdings hatte man dabei (wie schon im ganzen Ostfeldzug) den wahnsinnigen Fanatismus der Sowjets unterschätzt, Leningrad kapitulierte eben nicht, sondern man hatte ebenfalls riesige Verluste bei der Aufrechterhaltung der Belagerung und der Abwehr der Entsatzangriffe im Winter.<br />
Deshalb sollte Leningrad ja im Sommer 1942 durch Mansteins 17. Armee, die soeben im Süden Sewastopol erobert hatte, gestürmt werden. Die Armee war schon herantransportiert worden, da griffen die Sowjets an und dieser Angriff konnte nur unter Einsatz der für die Erstürmung vorgesehenen 17. Armee zum Stehen gebracht werden, an einen Sturmangriff war danach nicht mehr zu denken.</p>
<blockquote><p>Der Angriff auf Stalingrad bevor der Kaukasus gesichert war.</p></blockquote>
<p>Dazu empfehle ich das Kapitel &#8220;Stalingrad und Kaukasus 1942/43. Tiefpunkt der deutschen Militärgeschichte&#8221; in dem ganz hervorragenden Buch von Bw-Gen.Lt. a.D. Franz Uhle-Wettler &#8220;Höhe- und Wendepunkte deutscher Militärgeschichte&#8221;.</p>
<p>Oder die Schilderung bei Carell (&#8221;Unternehmen Barbarossa&#8221;) des <b>Verhängnisses bei Woronesch</b> (es war den Sowjets ja bekanntlich 1942 gelungen, sich der angesetzten Umfassung zu entziehen und mit Hauptteilen über den Don zu entkommen, der Kessel erwies sich als leer). Hitler hat hier aber geradezu vorbildhaft gehandelt, was ihm von Carell wieder vorgeworfen wird: Er sagte zu von Bock, er &#8220;bestehe nicht mehr auf der Einnahme von Woronesch&#8221; &#8211; er räumte also dem OB volle Handlungsfreiheit ein und delegierte die Entscheidung. Bock entschied sich, die Stadt zu erobern und dieser Zeitverlust ermöglichte es den Sowjets, aus dem sich bildenden Kessel zu entkommen. Nun gut, Fehler passieren in jedem Krieg, doch sollte man nicht Hitler dafür verantwortlich machen, wie es Carell tut:</p>
<blockquote><p>Er befahl Feldmarschall von Bock nicht: Sie lassen die Stadt links liegen und verfolgen ohne Zeitverlust den Fahrplan nach Stalingrad. Nein, er ließ Bock ausrichten, er bestehe nicht mehr auf der Eroberung von Woronesch. <b>Die Verantwortung, ob man die Schwenkung ohne den Besitz dieser wichtigen Verkehrsdrehscheibe machen sollte, blieb also an dem Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd hängen</b> </p>
<p>Carell, Unternehmen Barbarossa. Der Marsch nach Rußland, S. 430</p></blockquote>
<p>Gerade darüber beklagten sich doch die Generäle nach dem Kriege ständig,  daß der angeblich so inkompetente Hitler sich ständig in alle operativen Einzelheiten eingemischt habe und sie eben <b>keine</b> Verantwortung übernehmen hätten können &#8211; und nun beschwert man sich, Hitler habe sich nicht genug eingemischt und die Verantwortung &#8220;blieb an von Bock hängen&#8221; (dafür war er ja schließlich Generalfeldmarschall und Heeresgruppen-OB!).</p>
<p>Gleiches beim Haltbefehl vor Dünkirchen &#8211; diese Sache hatte Rundstedt verbockt und nach dem Kriege wurde es auf Hitler geschoben. Lesen Sie dazu bitte die äußerst interessante und aufschlußreiche Darstellung des MGFA-Historikers Dr. Karl-Heinz Frieser &#8220;Blitzkrieg &#8211; Legende. Der Westfeldzug 1940&#8243; (Hrsg. vom MGFA), Oldenbourg, München 2005. Sehr zu empfehlen, alle älteren Darstellungen sind dadurch überholt.</p>
<blockquote><p>Die Weigerung die Heeresgruppe Afrika aus dem verlorenen Nordafrika rechtzeitig zu evakuieren. Oder die stupide, starrsinnige Weigerung Haussers SS-Pz.K. aus Charkow zurückzuziehen die dieser tapfere, große, deutsche Soldat aber zurecht ignorierte und damit eine unverzichtbare Eliteeinheit für die Ostfront rettetete.</p></blockquote>
<p>Volle Zustimmung.</p>
<blockquote><p>Die Weigerung am Dnjepr einen Ostwall zu bauen bis es zu spät war.</p></blockquote>
<p>Grundsätzlich d&#8217;accord, wenngleich die Erfahrung im 2. WK gezeigt hat, daß alle Befestigungslinien relativ schnell durchbrochen wurden (Maginotlinie, Metaxas-Linie, Stalin-Linie, Atlantikwall). Es wäre aber sicherlich besser gewesen, auf dem hochgelegenen Westufer gut ausgebaute Stellungen zu haben, zumal die Luftlage im Osten den relativ unbehinderten Ausbau auch zugelassen hätte.</p>
<blockquote><p>Die kriegsentscheidenden Fehler um Unternehmen Zitadelle.</p></blockquote>
<p>Hier liegen Sie falsch. Hitler war keineswegs ein großer Freund der Zitadelle. Es war der Generalstab des Heeres, der darauf drängte. Model und Guderian waren dagegen, Hitler unschlüssig (er sagte, er habe kein gutes Gefühl). Manstein schlug noch in letzter Minute einen gegen alle Regeln verstoßenden Frontalangriff auf den Frontbogen vor, statt der Umfassungsoperation, die vorbereitet worden war und dann auch durchgeführt wurde (weil klar war, daß die Sowjets diesen erwarteten). Hitler war sofort dafür (wie 1940 für den Sichelschnitt), doch Zeitzler vereitelte diesen Vorschlag (Hitler nach der Schlacht: &#8220;Das war das letzte Mal, daß ich auf den Generalstab gehört habe!&#8221;)</p>
<p>Im übrigen ist die ganze Kursker Schacht bisher völlig falsch dargestellt worden, nicht zuletzt durch Carell (&#8221;Verbrannte Erde&#8221;). Siehe dazu die wegweisende Untersuchung des Generalmajors der Bw. Dieter Brand in der Österreichischen Militärischen Zeitschrift (offizielles Organ des österr. Verteidigungsministeriums):<br />
<a href="http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=142" rel="nofollow">http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=142</a></p>
<p><a href="http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=158" rel="nofollow">http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=158</a></p>
<p>Und in dem offiziellen Band des MGFA &#8220;Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg&#8221; Bd. 8 &#8220;Die Ostfront 1943/44&#8243; (Kapitel &#8220;Die Schlacht im Kursker Bogen&#8221; von Karl-Heinz Frieser). Habe ich mir zu Weihnachten gekauft &#8211; lohnt sich sehr!</p>
<blockquote><p>Das vollkommen verfehlte Konzept der “Festen Plätze” an der Ostfront, daß zum Untergang von 33 Divisionen und dem “Cannae (Carell) der Heeresgruppe Mitte” führte.</p></blockquote>
<p>Volle Zustimmung!</p>
<blockquote><p>Die Weigerung alle Hinweise auf eine Landung in der Normandie ernst zu nehmen und weiter darauf zu beharren daß die Landung in Calais erfolgt.</p></blockquote>
<p>Stimmt so nicht. Hitler hat sogar frühzeitig auf die Normandie hingewiesen. Die Fixierung auf den Pas de Calais kam von der Abteilung Fremde Heere Wes (unter Leitung des Widerständlers und 20. Juli &#8211; Verschwörers Alexis von Roenne. Jodl erklärte schon relativ frühzeitig nach der Landung, daß nicht mehr mit einer weiteren Großlandung am Pas de Calais gerechnet werde (siehe dazu: David Irving, &#8220;Schlacht um Europa. Mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Invasion 1944&#8243;). Wenn ich mich recht erinnere, findet man das auch im veröffentlichten KTB des OKW so bestätigt.</p>
<blockquote><p>Der kaum noch in Worte zu fassende Wahnsinn die Me 262 als vollkommen ungeeigneten Jagdbomber umzubauen.</p></blockquote>
<p>Hier liegen Sie vollkommen falsch. Der Vorschlag dazu kam ursprünglich entgegen der Galland&#8217;schen Nachkriegslegende nicht von Hitler, sondern von Messerschmitt:<br />
<a href="http://de.altermedia.info/general/selbstzweifel-bei-der-antifa-eine-kolumne-von-jurgen-schwab-230707_10517.html#comment-129196" rel="nofollow">http://de.altermedia.info/general/selbstzweifel-bei-der-antifa-eine-kolumne-von-jurgen-schwab-230707_10517.html#comment-129196</a></p>
<blockquote><p>Am 7. September 1943 weilte Prof. Messerschmitt zu einem einstündigen Gespräch bei Hitler. Es ging wiederum um die Messerschmitt-Projekte Me 209 und Me 262. Nachdem Messerschmitt Hitler auf die Unfähigkeit Milchs hingewiesen hatte, schilderte er Hitler auch die Vorzüge dieser beiden Typen. Speziell nach der Me 262 befragt, erklärte er: <b>&#8220;Die schnellste Möglichkeit wäre eine Bomberausführung der Me 262. Der technische Vorsprung der 262 ist so gewaltig, daß dieses Flugzeug nicht schnell genug kommen kann, da sonst zu befürchten ist, daß der Gegner mit etwas Ähnlichem früher oder gleichzeitig mit uns kommt!</b></p>
<p>[Manfred Jurleit, "Strahljäger Me 262. Die Technikgeschichte", Motorbuch, Stuttgart ²1995, S. 33]</p></blockquote>
<p>Besprechung Göring bei Messerschmitt in Regensburg 02.11.1943:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;Die Hauptsache ist aber dann eine sehr wichtige technische Frage, wieweit der Strahljäger Me 262 imstande ist, eine oder zwei Bomben mitzunehmen, um als überraschender Jabo wirken zu können? Ich möchte hier den Gedankengang des Führers übermitteln, der mich vor wenigen Tagen auf diese Dinge angesprochen hat, und dem ungeheuer viel an der Erledigung dieser Angelegenheit liegt. Wenn nämlich der Gegner im Westen eine Landung versucht, und am Strande beim Ausladen von Panzern, Geschützen und Truppenteilen sich das erste Durcheinander abzeichnet und eine außerordentliche Stauung eintritt,&#8230;sollen diese schnellen Maschinen, und wenn es auch nur wenige sind, durchjagen und in dieses Durcheinander Bomben hineinwerfen.&#8221;<br />
Galland schrieb später in seinen Memoiren &#8220;Die Ersten und die Letzen&#8221;: &#8220;Messerschmitt antwortete ausweichend&#8221;.<br />
Doch das Gesprächsprotokoll gibt, in Übereinstimmung mit dem Gespräch zwischen Messerschmitt und Hitler vom 7. September, folgende Antwort wieder:</p>
<p>&#8220;Es ist von vornherein vorgesehen, daß bei der Maschine 2 Bombenschlösser angebaut werden, damit man mit ihr Bomben werfen kann, und zwar eine Bombe zu 500 kg oder zwei zu je 250 kg. Es kann aber auch eine Bombe zu 1000 kg oder je zwei zu je 500 kg mitgenommen werden. Vorläufig sind aber, weil die Maschine in Serie laufen sollte, die Bombenschlösser und die elektrischen Leitungen nicht eingebaut&#8221;</p>
<p>Göring: &#8220;Damit ist die Hauptfrage für den Führer geklärt, er denkt gar nicht an 1000 kg, sondern er sagte mir noch einmal: wenn wir nur 250 kg mitnehmen können, sei er schon außerordentlich dankbar. Die Mitnahme von zwei 250 kg Bomben wird ihn &#8230; freuen&#8221;</p>
<p>[ebenda, S. 35]</p></blockquote>
<p>Da wir gerade bei der Me 262 sind:<br />
Sie fragten kürzlich mal TH, was denn dann mit den ungarischen Juden geschehen sei, wenn man sie nicht 1944 in Auschwitz vernichtet haben sollte:<br />
Für das Düsenjägerprogramm und die anderen Geheimwaffen (V1, V2) wurden Zehntausende ungarischer Juden zur Verfügung gestellt (siehe Jurleits oben zitiertes Buch, meiner Erinnerung auch Bode/Kaiser, &#8220;Raketenspuren. Peenemünde 1936 &#8211; 2000&#8243;, Chr. Links Verlag).</p>
<p>Eine andere Frage, die Sie TH stellten, war, was denn geschehen sei, wenn die übliche Ansicht über die Aktion Reinhard &#8211; Lager nicht stimmen sollte.</p>
<p>Hitler am 24.7.1942 abends im FHQ &#8220;Werwolf&#8221; (bei Winniza/Ukraine):</p>
<blockquote><p>In diesem II. Weltkrieg als einem Ringen auf Leben und Tod dürfe nie vergessen werden, daß das Weltjudentum nach der Kriegserklärung des Weltzionistenkongresses und seines Führers Chaim Weizmann (in seiner Botschaft an Englands Premier Chamberlain) der unerbittlichste Gegner des Nationalsozialismus, der Feind Nummer 1 sei. Geschäftlich suche das  Judentum Europa, Europa müsse es aber schon aus Sakroegoismus ablehnen, da das Judentum rassisch härter sei. <b>Nach Beendigung des Krieges werde er sich rigoros auf den Standpunkt stellen, daß er Stadt für Stadt zusammenschlage, wenn nicht die Juden rauskämen und nach Madagaskar oder einem sonstigen jüdischen Nationalstaat abwanderten</p>
<p>[Henry Picker, "Hitlers Tischgespräche", Ullstein 1989, S. 456]</b></p></blockquote>
<p>Ist Ihnen das sog. &#8220;Schlegelberger-Dokument&#8221; von Ende März 1942 bekannt?<br />
<a href="http://fpp.co.uk/Himmler/Schlegelberger/Schlegelberger42.JPG" rel="nofollow">http://fpp.co.uk/Himmler/Schlegelberger/Schlegelberger42.JPG</a></p>
<blockquote><p>Die Weigerung die deutsche Panzerproduktion auf wenige Erfolgsmodelle zu beschränken und dafür die schwachsinnige Verschwendung von Ressourcen für größenwahnsinnige Fehlkonstruktionen wie die Maus</p></blockquote>
<p>Teilweise Zustimmung (zum Unsinnsprojekt Maus).<br />
Allerdings hat Hitler z.B. nach dem Westfeldzug angeordnet, daß der Panzer III statt der sich als gegen die schweren französischen Panzer als unzureichend erwiesenen 3,7 cm &#8211; KwK mit 5 cm KwK L/60 ausgerüstet werden sollte. Das Heereswaffenamt hielt dies für übertrieben und hinterging Hitler &#8211; es ließ die kürzere 5 cm &#8211; KwK L/42 einbauen. Dies stellte sich im Jahre 1941 heraus, als selbst diese Waffe nichts gegen die T-34 ausrichten konnte (zumindest nicht im Frontalbeschuß). Hitler war begreiflicherweise äußerst wütend und ordnete sofort den von ihm ursprünglich auch befohlenen Einbau der längeren Kanone an &#8211; dennoch waren die ersten Pz. III mit der langen Kanone erst im Sommer 1942 an der Front.</p>
<blockquote><p>Das Festhalten an dem mittlerweile vollkommen verfallenen Göring als OBL.</p></blockquote>
<p>Zustimmung, außerdem war der sich mit einer absurden Ämterhäufung, die umgekehrt proportional zu seinem Fleiß und seiner Kompetenz war, hervortuende Göring als Morphinist zur Ausübung welcher Ämter auch immer ungeeignet &#8211; zumindest bis zu seiner ihm von den Amerikanern verpaßten Entziehungskur.</p>
<blockquote><p>Überhaupt, dieses “Halten um jeden Preis”. Das war sein einziges Rezept und egal wie häufig es sich zeigte, daß es für eine militärische Katastrophe nach der anderen verantwortlich war, er hat gegen alle Regeln der Kriegskunst daran festgehalten, bis zum Schluss.</p></blockquote>
<p>Vollste Zustimmung.</p>
<blockquote><p>Oder was sollte dieser schwachsinnige Kurlandarmee noch bewirken? Da standen fast ZWANZIG Divisionen sinnlos rum die 1945 in Ostpreußen, in Pommern und Schlesien bitter benötigt wurden.</p></blockquote>
<p>Zustimmung. Der von mir oben erwähnte Bd. 8 der MGFA-Reihe liefert übrigens die Erklärung dafür: Hitler wollte nach dem von ihm erhofften Erfolg der Ardennenschlacht vom Kurland-Brückenkopf wieder angreifen und die Sowjets im Rücken fassen &#8211; so wie er im Jahr zuvor nach dem von ihm erhofften Abschlagen der Invasion von dem Frontvorsprung der HGr Mitte östl. des Dnjepr aus wieder offensiv werden wollte. Seine Generäle hätten ihm nur das Hinauszögern der Niederlage anbieten können, er dagegen habe durch Wiederaufnahme der Initiative die Entscheidung erzwingen wollen.</p>
<p>Nützt nur leider alles nichts, wenn die Voraussetzungen dazu nicht eintreffen!</p>
<blockquote><p>Was wäre gewesen wenn ab dem 20. Juli 1944 ein OB Ost Manstein die gesamte Ostfront kommandiert hätte?</p></blockquote>
<p>Da wäre es bereits viel zu spät gewesen. Man hätte es, wie es Hitler auch vorgeschlagen worden war, spätestens im Spätsommer/Frühherbst 1943 mit Manstein als Oberost versuchen müssen.</p>
<blockquote><p>Vermutlich war die Niederlage nicht mehr abzuwenden aber für die Feindmächte wäre der Weg nach Berlin unendlich blutiger geworden.</p></blockquote>
<p>Wir hätten die Atombombe zu spüren bekommen (die überwiegend jüdischen Wissenschaftler des Manhattan-Projekts haben es in ihrer Siegesfeier nach Hiroshima bekanntlich in ihren Trinksprüchen beklagt, daß man nicht rechtzeitig für die Hunnen fertiggeworden war) und hätten dann kapituliert. So gesehen, ist uns wenigstens dies erspart geblieben.</p>
<p>Gruß V.B.</p>
]]></content:encoded>
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