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Picher / Mecklenburg: Über eine tätliche Auseinandersetzung zwischen NPD-Wahlkampfhelfern und einem Bürger des Ortes Picher (Landkreis Ludwigslust) berichtet heute die SCHWERINER VOLKSZEITUNG. Nach Darstellung des Blattes, kam es am 15. August zur Auseinandersetzung, als besagter Bürger es sich verbat, daß an einer Laterne vor seinem Grundstück ein NPD-Wahlplakat angebracht würde. Dazu heißt es in der SCHWERINER VOLKSZEITUNG: „…Nach einem heftigen Disput erhielt der Bürger einen Schlag ins Gesicht. Der ältere Mann erstattete beim Polizeirevier Hagenow Anzeige. Die Beamten haben die Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen. …“
Eine Meldung die wohl jedes politisch korrekte Klischee erfüllen dürfte, wenn man sie so stehen ließe wie sie ist. Tatsächlich scheint sich der Vorfall jedoch nicht ganz so einfach abgespielt haben, wie es die Zeitung Glauben machen will. So lesen wir in einer offiziellen Stellungnahme der NPD Mecklenburg-Vorpommern zu diesem Vorfall folgende Sichtweise:
„…Am 15.08.2006, gegen 15:30 Uhr, befanden sich Wahlhelfer im Rahmen einer Plakatieraktion in der Gemeinde Picher. Unmittelbar am Ortsausgang des Ortes war beabsichtigt, ein Wahlplakat an einem Laternenmast anzubringen. Zu Zweit begaben sich die NPD-Wahlhelfer in Richtung dieses Laternenpfahles, als sich ein älterer Mann vor die Laterne stellte und laut rief Nicht bei mir! Hier werden keine Naziplakate aufgehängt. Unmittelbar hiernach gesellte sich vermutlich seine Frau dazu und keifte die beiden NPD-Wahlhelfer an. Beide ließen sich aber durch den Mann nicht provozieren und forderten ihn freundlich auf, beiseite zu gehen. Dieser steigerte sodann seine Aktivitäten und ergriff einen NPD-Wahlhelfer blitzschnell am Kragen seines Hemdes in Halshöhe und würgte ihn.
Aufgrund des tätlichen Übergriffs sah sich der Wahlhelfer gezwungen, den Angreifer von sich zu schieben. Trotz dieser Gegenwehr ließ der Angreifer nicht los, obwohl der NPD-Wahlhelfer ihn hierzu mehrfach aufforderte. Hierauf stieß er den Angreifer mit der rechten Innenhandfläche gegen seine rechte Gesichtshälfte. Dies führte dazu, daß der Angreifer den NPD-Wahlhelfer sofort los ließ. Danach wurde das Wahlplakat unter den beleidigenden Kommentaren der beiden Anwohner befestigt
Wie sich jetzt im nachhinein herausstellte, soll es sich bei dem Angreifer um einen ehemaligen Kommunalpolitiker der Linkspartei.PDS handeln. Darüber hinaus soll der 69jährige, so eine Anwohnerin, auch in der DDR im Dorf keine unbedeutende Rolle inne gehabt haben. Das Verhalten des Täters spricht Bände für seine politische Anschauung.
Das Opfer, ein Wahlhelfer aus Schleswig-Holstein, hat bereits Anzeige erstattet. Von den Medien hat sich bislang nur NDR 1/ Radio MV bei der NPD über den Tatverlauf erkundigt. …“
Angesichts solcher Auspizien sollte es uns nicht wundern, wenn dieser Fall in der offiziellen Medienberichterstattung in Bälde kaum noch eine Rolle spielen wird, da nur allzu offensichtlich ist, wer hier den Streit vom Zaune gebrochen hat. Darüber hinaus wäre es uns neu, daß es neuerdings auf die Meinung des jeweiligen Anwohners ankommt, mit welcher Wahlplakatwerbung, die vor seinem Grundstück befindliche immerhin öffentliche (!) Straßenbeleuchtung ausgestattet wird. Offenbar gehört der alte Genosse zu jenen bedauernswerten Alzheimerpatienten mit partieller Gedächtniswahrnehmung, so daß er bei seinem Angriff auf den NPD-Wahlkampfhelfer möglicherweise im Glauben gehandelt hat, man lebe noch unter dem SED-Regime, so daß dieser kleine Notwehrklaps vielleicht notwendig gewesen ist, um ihn in die Gegenwart zurückzubringen.
Siehe auch
Schweriner Volkszeitung 17.08.06
Quelle: Störtebeker-Netz 17.08.06



13 responses so far ↓
1 Reinhard // Aug 18, 2006 at 0:37
Wie blöd kann man denn sein?
Wenn er das Plakat vor seiner Tür ablehnt (was nicht soo selten vorkommt). Dann ruft man selber die Polizei, wenn man die Zeit hat und würgt ihm eine rein, oder man lässt ihn schwätzen, das Plakat hängen und geht zur nächsten Laterne.
Wer da anfängt unnötiger weise rumzudreschen muss nochmal die einfachsten Regelen erklärt bekommen.
“Unmittelbar hiernach gesellte sich vermutlich seine Frau dazu und keifte die beiden NPD-Wahlhelfer an. Beide ließen sich aber durch den Mann nicht provozieren und forderten ihn freundlich auf, beiseite zu gehen.”
Das hat mit provozieren nichts zu tun. Zwei Sachen muss ein Wahlkampteam immer dabei haben. Handy und Photoapperat.
Wenn einer Schwierigkeiten macht wird sofort die Polizei gerufen.
2 Schwert // Aug 18, 2006 at 9:11
@ Reinhard
Wenn Sie jemandem an die Gurgel gehen, kann dieser Erstens schwerlich in Ruhe an sein Handy gehen, und Zweitens hoffe ich doch nicht, daß Sie so geisitg beschränkt sind, in keinster Weise Gegenwehr zu erwarten!?
3 bildad // Aug 18, 2006 at 15:22
“Am 20. Juli 2006 wurden gegen 22.30 Uhr einige Nationalisten im Nürnberger Stadtteil Johannis auf eine Plakataktion des Arbeiterbundes zum Wiederaufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) aufmerksam. Da die Kommunistenplakate noch naß waren und die illegale Verklebeaktion eine Sachbeschädigung darstellte, entschloß man sich kurzerhand, die Plakatierstrecke der linken Sektierer abzugehen und sämtliche geklebte Plakate zur Verschönerung des Stadtteils wieder zu entfernen. Man entsorgte sie ordnungsgemäß in die umliegenden Mülleimer. Die KPD-Plakate verstießen zudem noch gegen das bayererische Pressegesetz.
Während der Säuberungsaktion der Nürnberger Nationalisten wurde auch ein Polizeiauto entdeckt, das einen Verkehrsunfall in Nähe des Klinikum Nords aufnahm. Die Polizeibeamten auf die illegale Klebeaktion der Kommunisten angesprochen, entgegneten diese, daß man doch morgen auf die Polizeiinspektioin kommen solle, um diesen Vorfall anzuzeigen. Daraufhin gaben die Nationalisten an, daß die Klebereien noch frisch seien und so man die Täter gleich überführen könne…………………………….” (npd-nürnberg)
Finde ich aber etwas kindisch, gut man kann natürlich die illegalen Wahlplakate wieder abreißen oder überkleben, ist in Ordnung, aber da auf Hilfssheriff spielen und da um Anzeige und Verfolgung bei der Polizei betteln, ist irgendwie peinlich und gutmenschig.
”
Arbeiterbundes zum Wiederaufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands” hört sich irgendwie gefährlich an, sind wahrscheinlich Enver Hoxah Anhänger.
4 Dr. Juergen-N. Klein // Aug 18, 2006 at 19:45
Da jeder weiss wie sich die Systempresse auf derlei Vorfälle wirft, hätte man den armen Irren einen schönen Tag gewünscht, wäre weiter gegangen und hätte zwei Plakate aufgehangen. Aber an solchen Vorfällen sieht man wieder die Intelligenz auch unserer Aktivisten…
5 Nils // Aug 18, 2006 at 20:00
@Reinhard
Na, da haben wir ja mal ‘nen richtigen Klugscheißer…
Warum sollte man sich vom roten Rumgepöbel älterer Herrschaften davon abhalten lassen ein Plakat aufzuhängen?
Im Zuge eines Wahlkampfes ist es rechtens Plakate aufzuhängen und warum sollte man dieses Recht nicht auch in Anspruch nehmen?
Genauso klar wie es jedem Plakatierer ist, dass die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, das man angepöbelt wird oder in Streitgespräche verwickelt wird - sollte es jedem übereifrigen Rentner klar sein, das ein Anpacken an den Hals, sogleich quittiert wird…
Wenn man wegen jedem Querulanten die Polizei rufen würde, käme man sicherlich nicht wirklich vorwärts. Dann könnte man es lieber gleich sein lassen.
Hast Du schon mal brenzlige Situationen erlebt? Da wo es auf einmal von Rumgepöbel zur Rauferei wird? Denke nicht, ansonsten würdest Du so einen Mist wie Fotografieren gar nicht erst in Betracht ziehen, da hat man nämlich nicht erst eine halbe Stunde Vorlaufzeit und dann “3,2,1 - Los!”.
Ein bißchen weniger von oben herab, die Arbeit der Kameraden vor Ort beurteilen. Ansonsten noch viel Erfolg bei den Plakataktionen in Deiner Wohnstube!
6 koenig // Aug 19, 2006 at 13:48
Ich würde auch vor meinem Haus kein NPD-Plakat dulden.
7 Stalinist // Aug 20, 2006 at 22:49
Typisch rechtes Gesindel - kaum wird gegen die NPD-Propaganda protestiert setzt es Hiebe. Die feige Gewaltat gegenüber einem alten Mann, wird dann mit dem Verweis auf die Mitgliedschaft in der PDS gerechtfertigt. Deshalb Nazis sofort und unangekündigt - am besten von hinten - gewaltsam entgegen treten!
@ bildad
Der AB zum Wiederaufbau der KPD ist nicht von der PdAA unter Enver Hoxha beeinflusst, sondern folgt der Linie Mao Tse Tungs.
8 Nils // Aug 21, 2006 at 15:25
@ Stalinist
Du Spinner, lies den Text richtig.
Dein roter Bruder hat den Plakatierer am Hals gepackt, daraufhin hat er sich eine eingefangen. Oder deckt dein Protest auch einen tätlichen Angriff ab?
Deine angeprangerte “feige Gewalt” ist nichts weiter als eine Antwort gewesen.
Vielleicht sieht man sich ja mal auf der Straße, vielleicht ja sogar beim Plakatieren, das wär’s ja *gröhl*
So, dann mal husch husch und flux eine Lichterkette anmelden.

9 Braunbär // Aug 21, 2006 at 22:07
@Bildad
Die richtige Maßnahme wäre es gewesen, die Plakatierer ihrer Wege gehen zu lassen.
Aus folgenden Gründen:
Erstens kann es gar nicht genug linke Splitterparteien geben, ganz so, wie es nicht wenig genug rechte Splitterparteien geben kann.
Je weiter sich das gegnerische Wählerpotential aufsplittert, desto besser.
Zweitens hätten sich die Anlieger, deren Eigentum von der roten Brut verschönert worden ist, darüber bestimmt sehr gefreut und sich das SEHR lange gemerkt. Vielleicht sogar bis zur nächsten Wahl?
Wasser auf unsere Mühlen!
10 wartender Krieger // Aug 22, 2006 at 15:02
Genau! Immer feste druff und schön feige von hinten! Da kommt doch mal wieder eindrucksvoll die typisch stalinistische Genickschußmentalität durch!
Aber soll man von einem bolschewistischen Untermenschen wirklich erwarten, er hätte den Mut und die Ehre, einem Gegner offen und fair gegenüberzutreten?
Da war der PDS Rentner ja noch mutiger, obwohl er seine Kräfte da wohl grob überschätzt hat.
Aber um einen Lieblingssatz der Schriftleitung zu zitieren: “Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil”!
Und in diesem Falle war der nationale Keil auf diesen groben, roten Klotz noch geradezu zurückhaltend und nicht halb so grob, wie er hätte sein können!
11 bildad // Aug 26, 2006 at 21:05
“@ bildad
Der AB zum Wiederaufbau der KPD ist nicht von der PdAA unter Enver Hoxha beeinflusst, sondern folgt der Linie Mao Tse Tungs. ”
Nagut, aber der Name hat sich Hoxah mäßig angehört.
Wie geht die Wahrheitsgeschichte, wer war die einzige westdeutsche Partei, die in der DDR illegak gearbeitet hat?
Waren die Hoxah-Typen von der KPD/ML, haben bei ihrer Zerschlagung Länge mal Breite Haft kassiert.
12 bildad // Aug 26, 2006 at 21:15
“……1970 begann der Kampf zwischen dem KPD/ML-Zentralkomitee und dem KPD/ML-Zentralbüro, das seinen Sitz in Bochum hatte. Das Organ der KPD/ML-ZK war der “Roter Morgen”, das Organ der KPD/ML-ZB die Zeitung Rote Fahne. Bereits 1973 wurde die “Rote Fahne” eingestellt, die KPD/ML-ZB zerfiel. Es bildeten sich die KPD/ML-”Revolutionärer Weg” unter Willi Dickhut, die sich 1972 mit dem KAB/ML zum KABD zusammenschloß, und KPD/ML-Neue Einheit, die heute “Gruppe Neue Einheit” heißt. Nach Auflösung der Kommunistische Partei Deutschlands (Maoisten) wurde das Kürzel “KPD” wieder frei und die KPD/ML nannte sich um in “KPD”.
Als einzige K-Gruppe verfügte die KPD/ML seit Mitte der 1970er Jahre auch über einen Ableger in der DDR, dieser wurde größtenteils Anfang der 1980er Jahre vom MfS zerschlagen. Die Magdeburger Ortsgruppe reorganisierte sich nach der Wende 1989.
Die KPD/ML arbeitete in den 80er Jahren mit der trotzkistisch orientierten Gruppe Internationale Marxisten (GIM) zusammen, mit der sie sich 1986 zur Vereinigten Sozialistischen Partei (VSP) vereinigte. Ein Teil der KPD/ML machte die Vereinigung nicht mit, andere Mitglieder lösten sich später wieder von der VSP. Heute bestehen mindestens 3 Gruppen, die sich in Nachfolge der KPD/ML sehen….” (wikipedia)
Bei der Vereingung von Hoxah-Anhänger mit Trotzkisten, hätte Stalin gemeint, da paart sich Affe mit Schwein.
13 bildad // Aug 27, 2006 at 0:16
Bezüglich Enver Hoxah kann ich noch was persönliches beitragen.
Zu Weihnachten bekam ich ein Radio geschenkt, da war ich ca. 8 oder 9 Jahre, hab mich gefreut.
Da dreh ich herum, hatte ja Langwelle und Mittelwelle usw. , nagut dreh da herum die meisten Sender waren nicht so richtig gut zu empfangen “Radio Monte Carlo” und irgendwelche Sender deren Sprache ich nicht verstanden habe, muss ungarisch oder finnisch gewesen sein.
Plötzlich empfange ich sehr gut was, wo wer deutsch redet, “Sozialimperalismus” ” Faschismus auf deutschen Boden” “Knechte des Revisonismus” das war Radio Tirana.
Die hatten einen extrem starken Sender.
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