Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz
Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Schrift & Rede: Ausgemistet, aussortiert, exiliert (31.10.09

October 31st, 2009 · Post your comment (30 Comments)

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Rückblick auf ein Büchermassaker: Wie der Rechtschreibreformwahn Lücken in die Schulbibliotheken riß.

Als im Sommer 1996 die Einzelheiten der geplanten Rechtschreibreform bekannt wurden, glaubten besonders die Jugendbuchverlage, ihre Produkte möglichst rasch auf die neuen Schreibweisen umstellen zu müssen. Neue Schulbücher wurden ohnehin nur noch in Reformorthographie genehmigt, aber auch bei privater Lektüre sollten die Kinder sich nicht mehr an herkömmlichen Schreibweisen die Augen verderben. Angeblich entsprach dies dem Wunsch der Eltern; auch herrschte weithin die Vorstellung, die Reformschreibung sei gesetzlich vorgeschrieben. Die noch lebenden Autoren stimmten mehr oder weniger zähneknirschend zu; einige klagten in privaten Äußerungen über den Zwang, dem sie sich nicht zu entziehen vermochten.

Die Umstellung geschah durchweg so schnell wie nachlässig, keine andere Literaturgattung zeigte derart viele Irrtümer und Versehen. Die korrekten Umsetzungen der Reform waren allerdings sprachlich nicht besser als die fehlerhaften: “so Leid es Lilli auch tut” – “Ratte ist immer an allem Schuld” – “,Morgen!’, sagte er Hände reibend” – “Offenbar wirkte Mamsell sehr Furcht einflößend”. Die Reparaturbedürftigkeit der neuen Regeln stand für jeden Sachkundigen schon damals fest, und so kam es auch: Durch die Revisionen 2004 und 2006 wurden von den rund zehntausend reformierten Duden-Einträgen etwa viertausend nochmals geändert. Die Lebensdauer der Rechtschreibwörterbücher sank auf 23 Monate (Duden) oder gar nur 13 (Wahrig).

Im Rechtschreibwortschatz der Grundschulen betraf die Reform zwar nach amtlicher Zählung nur 24 Wörter (alle wegen der ss-Schreibung). Gleichwohl wurden von Anfang an auch Schul- und Leihbibliotheken durchforstet und von Büchern in “alter” Rechtschreibung gereinigt. Typische Vollzugsmeldung: “Alle Bücher in alter Rechtschreibung wurden ausgemistet.” Die Dunkelziffer dürfte enorm sein; wahrscheinlich sind Millionen Bände vernichtet worden. Hier können nur einige wenige Stimmen zitiert werden.

Ein Gymnasium in Stuttgart klagte 2004 über finanzielle Schwierigkeiten, nachdem “hunderte von Büchern aufgrund der Rechtschreibreform ausgemustert und ersetzt werden mußten”. Eine Schule in Bensheim meldet: “Bücher, die nicht mehr der neuen Rechtschreibung entsprachen, wurden ausgemistet.” Aus Hude: “Bücher aus der ehemaligen Schulbücherei sind allerdings nicht zu finden. ,Alle Bücher hier sind neu angeschafft. Das liegt an der Rechtschreibreform. Wir können den Kindern ja nicht zumuten, heute falsche Schreibweisen zu lesen’, erläutert die Rektorin.” Einzelnen Lehrern ging das Vernichten von Büchern gegen den Strich, sie schickten sie nach Polen oder Rumänien oder verkauften sie auf dem Flohmarkt. Gerade aus kleinen Büchereien in Landgemeinden wurden bis zu zwei Drittel aller Bücher aussortiert. Gern werden Spendengelder oder die Mittel von Fördervereinen dazu verwendet, die Folgen der Vernichtungsaktion auszugleichen: “Der Schulleiter, der vor kurzem die Literatur mit alter Rechtschreibung aussortierte, ist froh über die Idee des Fördervereins: ,Ohne ihn könnte sich das unsere kleine Schule niemals leisten’” (Obergrenzebach 2008). So auch an der Deutschen Schule in Madrid: “Bücher mit alter Rechtschreibung wurden aussortiert”, so hörte man hier 2009.

Die nächste Revision steht bevor, der Rat für deutsche Rechtschreibung diskutiert bereits das Unvermeidliche. Aber aus einem Ort im Sauerland wird noch kürzlich berichtet: “Wer sich in der Bücherei der Grundschule zur Zeit ein Buch ausleihen möchte, steht vor fast leeren Regalen. ,Vor zwei Wochen haben wir mit zwei Praktikantinnen des Gymnasiums unsere Bücher aussortiert, die noch die alte Rechtschreibung beinhalten’, erklärt Schulleiter P. B. Das Ergebnis: mehr als die Hälfte der Bücher sind nicht mehr zeitgemäß. (…) Gefunden hat er unter anderem alte Schätzchen wie ,Ferien auf Saltkrokan’ von 1964. ,Solche Bücher dürfen wir Kindern nicht mehr in die Hand geben’, betont er.” Das sollten jene Eltern zur Kenntnis nehmen, die sich im Internet verwundert fragen, warum in ihrer Gemeindebücherei die Werke von Lindgren und Kästner nicht mehr aufzufinden sind: Die alten Bände sind aussortiert, neue aber noch nicht angeschafft. Nicht alle Bücher jedoch werden in einer der verschiedenen Versionen der Reformschreibung nachgedruckt. Die Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft zum Beispiel teilt mit, daß die Werke ihres Namenspatrons aus Kostengründen kaum umgestellt werden dürften.

Ähnliche Meldungen gibt es aus Österreich. Dort wurden nach Auskunft der Schulleiter an jeder zweiten Volks- und Hauptschule die Buchbestände rigoros dezimiert, obwohl das Kultusministerium im Jahre 2004 ausdrücklich erklärt hatte: Ein Aussortieren von Büchern, die es nur in traditioneller Rechtschreibung gibt, “würde einen Eingriff in die literarische Vielfalt bedeuten”. Das Ministerium riet, nicht über den Rahmen der jährlichen Bestandspflege hinauszugehen. Ähnlich das hessische Kultusministerium: “Kein Buch muß ausgesondert oder vorzeitig ersetzt werden, nur weil es die alte Schreibweise enthält. Mehrbedarfsanträge dürfen daher weder direkt noch indirekt mit Anschaffungen rechtschreibreformierter Bücher begründet werden.”

Bei den Schulen ist dieser Aufruf zur Mäßigung offensichtlich nicht angekommen. Es wird auch selten bedacht, daß die namhaften deutschen Schriftsteller, darunter alle Büchner-Preisträger, sich weiterhin der herkömmlichen Orthographie bedienen und auf ihren Wunsch auch in Schulbüchern so gedruckt werden. Immer beliebter werden darüber hinaus Klassikertexte in Originalschreibweise, wie sie etwa bei Reclam und Suhrkamp in wohlfeilen Schulausgaben herauskommen. Die Büchervernichtung wäre auch unter diesem Gesichtspunkt nicht notwendig gewesen.

Vergleichbare Verluste hat es in Friedenszeiten bisher nicht gegeben. Die Urheber der Rechtschreibreform allerdings dürften von solchen Schreckensmeldungen unbeeindruckt bleiben. Auf Warnungen vor einem Traditionsbruch antworteten sie schon 1992 mit der kulturrevolutionären These: “Das meiste, was gedruckt oder geschrieben wird, gilt dem Tagesbedarf: Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Korrespondenz, Schulbücher. Geht man von 1995 als einem möglichen Reformdatum aus, so brauchen die Kinder, die ab dann lesen lernen, in den seltensten Fällen etwas von dem zu lesen, was vor 1995 geschrieben und gedruckt wurde.”

Theodor Ickler

(F.A.Z., 29.10.2009, Nr. 251 / Seite 31, modulo ClassGerman)

Quelle: Schrift & Rede 29.10.09



Tags: Allgemeines

30 responses so far ↓

  • 1 hihihihi // Oct 31, 2009 at 14:00

    Der Volksmund sagt:” Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt”. Bücherverbrennung ist politisch belastet und insofern obsolet. Es sei denn da sind Heilige Schriften mit vernichtet worden. Dann ist Wiedergutmachung zu leisten. Denn das wäre Kulturgut – Schändung, oder? Welche Kultur, bitte? Die Kultur die gesät ist geht doch schon ganz langsam auf – der Islam ! Und dann gilt das Gesetz – der Scharia ! Auch für alle Andersgläubigen !!

  • 2 hobbitli // Oct 31, 2009 at 14:23

    WAS steckt in Wahrheit hinter dieser – eher seltsamen – Rechtschreibreform?

    Weiss da jemand um handfeste Argumente, die meinen Verdacht entschärfen vermögen, dass es im Grund genommen darum geht:
    - die deutsche Sprache zu zersetzen,
    - die Sprechenden/Schreibenden zu verunsichern und zu verwirren &
    - damit längerfristig zu verdummen?
    also die PISA-Dumm-Quote ansteigen zu lassen.

    kurz: Die deutsche Sprache hinterlistig zu ERWÜRGEN! // (Mahler : ….. XY zu ermorden”)

    - WER waren/sind eigentlich die Bannerträger dieser Reform?

    - WER ihre finanziellen & ideellen Unterstützer?

    P.S:
    Es geht sicher um mehr, als nur (alle/alte) Bücher neu zu drucken!

  • 3 ReichsDeutscher // Oct 31, 2009 at 15:06

    nicht die erste und sicher nicht die letzte Bücher….

  • 4 Gassner // Oct 31, 2009 at 15:26

    meine guete bin ich bloed jetzt kapiere ich wieso sie diese vollkommen bescheuerte Reform durchsetzten, das war eine elegante Form der Buecherverbrennung so konnten sie Schriftsteller wie Fernau und andere altkonservative los werden ohne dass sich jemand darum kuemmerte- diese vorgehensweise einfach merken und bei Gelegenheit einsetzen. Auch wirds mit der Argumendation schwierig werden wenn man das mal umgekehrt durchfuert. Die Linken wollen den institutionellen Buergerkrieg sollen sie ihn haben dieses Systen funktioniert nur so lange der Rubel rollt und das wird bald zu ende sein dann wird die EU die Maske vom gesicht nehmen und die EU Truppen werden wahlweise unbotmaessige Laender besetzen aber auch das wird nur eine Episode. Es werden leider viele menschen zugrunde gehen bis dieses Sytem stirbt aber es wird sterben und dann. Rechtschreibreform und einfach vergessen.

  • 5 Saito // Oct 31, 2009 at 15:35

    Es dürfte darum gehen, die deutsche Geschichte auszulöschen. Denn wo sonst außer in der alten Literatur finden die jungen Deutschen die Erinnerungen an Ostpreußen, das Sudetenland usw.

    Es dürfte das Ziel der neoliberalen
    Bertelsmann-Stiftung sein, Deutschland mehr und mehr von seiner eigenen Geschichte und Kultur zu trennen, um es endgültig im neuen Superstaat EU aufzulösen.

    Bedenken möge man aber, dass was in Deutschland bislang gelang, so in anderen europäischen Staaten nicht gelingen wird. Das Scheitern und Auseinanderbrechen der EU dürfte auch nicht mehr allzulange auf sich warten lassen.

    mit freundlichen Grüßen

  • 6 Antiantifant // Oct 31, 2009 at 15:38

    Spätestens nach dem Lesen dieses Artikels wundert es mich, weshalb man bei AM relativ viele Artikel in der “neuen Schlechtschreibung” findet.

    Bei den Kommentaren ist es ja noch zu verstehen: die Jüngeren, die von der Schule her nur die neuen Versionen kennen, schreiben eben so. Aber auch die könnten sich in älterer Literatur oder z.B. in der “Jungen Freiheit”, die konsequent die bewährte Schreibweise beibehält, über die traditionelle Form informieren.

    Übrigens kann ich mich noch erinnern, daß vor der “Deform” als einer der wichtigen Gründe genannt wurde, die Probleme mit “das” und “daß” / “dass” zu vermindern. Seither sind mir aber deultich mehr Fehler in der Anwendung dieser Wörter aufgefallen als vorher. Vielleicht hätte man statt einer unsinnigen Reform einfach die alte Grundregel besser lehren sollen: im Zweifel probieren, das Wort durch “dieses” oder “welches” zu ersetzen. Gibt der Satz dann noch einen Sinn, ist “das” richtig. In allen anderen Fällen “daß”. Aber solche Feinheiten braucht man in einer Sprache wohl kaum noch zu erwarten, die sich immer mehr auf eine “Kanak-Sprak” hinbewegt. Eine Pidgin-Sprache, die sich so scheußlich anhört, daß man sich jedesmal stark beherrschen muß, dem Stammler nicht das Maul zu stopfen und ihn danach in eine Sprechschule zu schleppen.

  • 7 alter Sachse // Oct 31, 2009 at 15:39

    Unsere Sesselforzer in den Kultusministerien sind eben auch nicht mehr das was sie mal waren. Wer nichts zu tun hat, ersinnt eben eine Reform, da kommt man über die Jahre zur sicheren Beamtemrente. Sie sollten sich lieber dafür einsetzen, daß die meistgesprochene Sprache in der EU- Deutsch- als Amtssprache eingeführt wird- das wäre eine Aufgabe mit Sinn für die Hochbezahlten.

  • 8 Horst // Oct 31, 2009 at 17:23

    Oooooh ja, die deutsche Sprache wird dadurch zersetzt, und die deutsche Geschichte vernichtet und und und. Denn all jene Bücher, die den gemeinen Nationalisten zu Masturbationsparties angesichts der ehemaligen Grösse des “Reichs” verleiten könnten, gibt es mit Sicherheit auch nirgendwo mehr zu kaufen oder anderweitig zu lesen, denn die SCHULBIBLIOTHEKEN führen sie nicht mehr! Woha! Allerdings vermute ich mal, dass die wenigsten der hier lesenden und schreibenden “Menschen” tatsächlich bisher weder ein echtes Buch gekauft oder in einer der anderen schätzungsweise 3-4 öffentlichen Bibliotheken, die es angeblich in Deutschland geben soll, ausgeliehen haben. Dass hinter all dem der Jude steckt, war ja auch klar, nur gut, dass ihr im bevorstehenden Kampf um – ja um was eigentlich? – die Stellung haltet, Jungs! Leute, dass ihr nichts auf die Reihe bekommt, liegt nicht daran, dass die ganze Welt sich gegen euch verschworen hat, nein! Ihr seid einfach nur zu dumm zum Scheissen, es tut mir leid, das so sagen zu müssen! Und hört mal bitte mit dieser ständigen 1984-Zitiererei auf, das wirkt ja bald ironisch, wenn Faschismusverfechter die Allgegenwertigkeit staatlicher Obrigkeit anprangern.
    Und @Alter Sachse: Und wenn Deutsch die Amtssprache ist, was dann? Muss man sich nicht mehr die Blöße geben, weil man zu doof und/oder nationenfixiert ist, eine Fremdsprache zu lernen? Findet hier bestimmt eine Menge Befürworter! Also, mehr Qualitätsdummheit für alle Altermedialeser. Geht spielen, ihr armen, kranken Paranoiker.
    grinsende Grüße
    Horst

  • 9 Hans-Joachim // Oct 31, 2009 at 18:06

    hobbitli // Oct 31, 2009 at 14:23

    WAS steckt in Wahrheit hinter dieser – eher seltsamen – Rechtschreibreform?

    Ich zitiere mal ohne zu sagen, wen:

    Deine Kraft und Dein Wissen ist das Thi-Oth in Dir. Das Zeba-Oth ist Dir äußerlich und fremd.

    Suche also nach dem, was Dir eignet. Und erwirb es, damit Du es besitzen und nach Deiner Art leben kannst.

    Dem Fremden aber lasse sein Eigentum. Hebe es auf, wenn er es fallen läßt. Und gib es ihm aufgehoben zurück.

    Das ist Deine Bestimmung. Du kannst sie nicht hintergehen ohne zu scheitern.

    Nimm Sie an und Dein Leben wird gelingen.

    Das, was wir suchen sollen, weil es uns eignet, ist unsere Sprache. Und wenn sie entstellt wird, wird das sehr schwierig. Darum geht’s, imho.

  • 10 Eichhörnchen // Oct 31, 2009 at 18:12

    Damit wird deutlich, daß Ziel der “Rechtschreibreform” eben nicht bloß die Zerstörung der Deutschen Orthographie und Sprache, sondern der Deutschen Kultur und Geschichte als solchen (bzw. dessen was davon noch übrig ist): Die Barbarisierung der Reste des Deutschen Volkes, das Herabdrücken eines einst stolzen Volkes auf eine “zufällige” Ansammlung geschichts- und bindungsloser Fellachen.
    “Pessimists could see the day approaching when Germans would have nothing left to read except perhaps some of Grimm’s lighter fairy tales. Cracked one British officer to a U.S. colleague: “You people might yet be able to convert the Germans to your comics. . . .” ”
    http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,776847,00.html
    Zudem werden junge Deutsche auf diese Weise “beschützt” vor politisch-inkorrektem Gedankengut, wenn die Jugend- und Schulbibliotheken z. B. von nicht-multikulturellen und nicht-gender-gemainstreamten Werken ebenso “befreit” werden wie zuvor das besetzte Territorium des Deutschen Reiches z. B. von nicht-demokratischen und nicht-unmilitarischen Werken:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Censorship_in_the_Federal_Republic_of_Germany#Allied_occupation

  • 11 Eichhörnchen // Oct 31, 2009 at 18:26

    @ Horst # 8:
    “Und hört mal bitte mit dieser ständigen 1984-Zitiererei auf, das wirkt ja bald ironisch, wenn Faschismusverfechter die Allgegenwertigkeit staatlicher Obrigkeit anprangern.”

    Welche “staatliche Obrigkeit” meinen Sie? Die der BRD ja wohl kaum – wer kein Staat ist, kann auch keine “staatliche Obrigkeit” ausüben.
    Also diejenige der Alliierten Besatzer etwa?

  • 12 Andreas J. Voigt // Oct 31, 2009 at 22:02

    Meine Schriften verfasse ich stets in vollendeter „alter Rechtschreibung“ – garantiert! Fernerhin wird es mein neuestes Werk „Der Nationale Doppelroman“ nur in dieser „antiquierten“ Fassung geben – lesen Sie ihn doch und überzeugen Sie sich selbst! Danke!!!

    Herzliche Heilsgrüße aus Berlin
    Andreas J. Voigt

  • 13 Kukulkan // Oct 31, 2009 at 23:37

    Antiantifant #6 schrieb:

    „die Probleme mit “das” und “daß” / “dass” zu vermindern. Seither sind mir aber deultich mehr Fehler in der Anwendung dieser Wörter aufgefallen als vorher.“

    Wenns nur das wäre. Viel schlimmer ist, wenn Straße „Strasse“ oder grüßen „grüssen“ geschrieben wird. Von so was kriege ich Augenkrebs. Früher war alles klar, aber die Reform hat alles zerstört. Jeder schreibt anders, keiner weiß mehr, wies nun genau geht. Eine einzige Katastrophe.

    Natürlich ist das kein Zufall. Argumente habe ich aber leider auch keine, bis auf das hier: Der Sprachwissenschaftler Erhard Landmann behauptet herausgefunden zu haben, daß die Menschheit einst eine gemeinsame Ursprache gesprochen hat, die sich im Althochdeutschen erhalten hat. Dieses Althochdeutsch kann man problemlos in JEDER heutigen Sprache nachweisen. Nur scheint Herr Landmann tatsächlich der erste zu sein, der das in voller Tragweite erfasst hat.

    Ich vermute, daß man deshalb versucht, alles Deutsche zu zerstören, weil damit die Erinnerung an die Wahrheit über die Geschichte der Menschheit, die ja sowieso kaum mehr bekannt ist, ausgelöscht werden soll.

    http://www.fastwalkers.de
    Rubrik Erhard Landmann

  • 14 dagegen // Nov 1, 2009 at 3:41

    @Horst Hammerwerfer (8)

    Hast du dich eigentlich schon impfen lassen? Soll auch WIRKSAM gegen alles Deutsche sein…!

    Impfen gegen rechts! JETZT!!!

  • 15 Seemann // Nov 1, 2009 at 6:18

    Kukulkan // Oct 31, 2009 at 23:37
    Ich wäre Ihnen wirklich dankbar wenn Sie diesen hanebüchenen, pseudowissenschaftlichen “Mist” aus Ihren Kommentaren streichen, dies kommt ja schon einer Werbung gleich.

    Sie sind ja noch von der jüngeren Generation wenn ich recht erinnere( Schüler ), also wird sich im Laufe der Jahre auch noch Einiges an Erkenntnis formen, mag dies jetzt für Sie plausibel klingen ( was es für den Laien natürlich ist, da Landmann es sich hindreht wie er möchte, von seiner unverschämten Polemik und Arroganz in seinen Texten fange ich jetzt nicht an… ), können Sie später ob der Lächerlichkeit dieser Thesen evtl. mal drüber schmunzeln.

    Wie kann man nur an etwaige Ausserirdische mit ihren Raumschiffen usw. glauben, wo wir jede! Nacht, alleine hier in der BRD Tausende von Hobby-Astronomen haben, die den Sternenhimmel beobachten und von denen noch _nie_ auch nur eine Meldung über UFO’s o.Ä. kam… . Dies läßt sich auf die ganze Welt übertragen, aber vielleicht sind diese Leute alle “unwissend” und Teil einer Verschwörung[sic].

    Der beste Beweis für Außerirdische ist doch, daß sie “uns” eben nicht besuchen, so nieder entwickelt wie “wir” sind. ( Kleiner Scherz, wenn auch mit wahrem Gehalt?).

    Ich glaube auch an Leben außerhalb unserer Milchstraße / Spiralgalaxie ( bei grob! geschätzten ~ 100 Milliarden Galaxien im sichtbaren Universum ist dies sogar recht wahrscheinlich ( Hubble Deep Field, Hubble Ultra Deep Field ), allerdings sicher nicht in der Form, wie “uns” das Pseudowissenschaftler, Esoteriker und sonstige Laien glaubhaft machen wollen ).

    Zum Artikel:

    Ich habe mich nie mit diesem ganzen Wirrwarr der neuen Rechtschreibreform anfreunden können, benutze so gut es geht weiterhin die Alte, gelehrte. Wenn auch man sich schon manchmal dabei ertappt, wie man Schreibweisen der neuen Wirr-Reform angenommen hat, dies ist aber nicht schwer wieder auszumerzen.

    Dazu eine Frage: Weiß jemand, ob die Rechtschreibkorrekturen in aktuellen Browsern auf die neue Reform angepasst sind, oder basieren die weiterhin auf der alten, lange gelehrten?

    Einen schönen Sonntag allen Volksgenossen.

  • 16 Seemann // Nov 1, 2009 at 6:21

    Kukulkan // Oct 31, 2009 at 23:37

    Ich wäre Ihnen wirklich dankbar wenn Sie diesen hanebüchenen, pseudowissenschaftlichen “Mist” aus Ihren Kommentaren streichen, dies kommt ja schon einer Werbung gleich.

    Sie sind ja noch von der jüngeren Generation wenn ich recht erinnere( Schüler ), also wird sich im Laufe der Jahre auch noch Einiges an Erkenntnis formen, mag dies jetzt für Sie plausibel klingen ( was es für den Laien natürlich ist, da Landmann es sich hindreht wie er möchte, von seiner unverschämten Polemik und Arroganz in seinen Texten fange ich jetzt nicht an… ), können Sie später ob der Lächerlichkeit dieser Thesen evtl. mal drüber schmunzeln.

    Wie kann man nur an etwaige Ausserirdische mit ihren Raumschiffen usw. glauben, wo wir jede! Nacht, alleine hier in der BRD Tausende von Hobby-Astronomen haben, die den Sternenhimmel beobachten und von denen noch _nie_ auch nur eine Meldung über UFO’s o.Ä. kam… .
    Dies läßt sich auf die ganze Welt übertragen, aber vielleicht sind diese Leute alle “unwissend” und Teil einer Verschwörung[sic].

    Der beste Beweis für Außerirdische ist doch, daß sie “uns” eben nicht besuchen, so nieder entwickelt wie “wir” sind. ( Kleiner Scherz, wenn auch mit wahrem Gehalt?).

    Ich glaube auch an Leben außerhalb unserer Milchstraße / Spiralgalaxie ( bei grob! geschätzten ~ 100 Milliarden Galaxien im sichtbaren Universum ist dies sogar recht wahrscheinlich ( Hubble Deep Field, Hubble Ultra Deep Field ), allerdings sicher nicht in der Form, wie “uns” das Pseudowissenschaftler, Esoteriker und sonstige Laien glaubhaft machen wollen ).

    Zum Artikel:

    Ich habe mich nie mit diesem ganzen Wirrwarr der neuen Rechtschreibreform anfreunden können, benutze so gut es geht weiterhin die Alte, gelehrte. Wenn auch man sich schon manchmal dabei ertappt, wie man Schreibweisen der neuen Wirr-Reform angenommen hat, dies ist aber nicht schwer wieder auszumerzen.

    Dazu eine Frage: Weiß jemand, ob die Rechtschreibkorrekturen in aktuellen Browsern auf die neue Reform angepasst sind, oder basieren die weiterhin auf der alten, lange gelehrten?

    Einen schönen Sonntag allen Volksgenossen.

    Nachsatz: Bitte vorigen Kommentar löschen, wurde als komplettes Zitat geschluckt, daher hier Korrektur. Vielen Dank Küchenfee.

  • 17 hihihihi // Nov 1, 2009 at 11:16

    Das “Problem” läßt sich sehr einfach lösen. Alle lernen Koran-Arabisch. Das ist die künftige Weltsprache. 2030 werden 50 % der Bevölkerung islamisch als Religion angegeben haben. Das ist demokratisch abgestimmt die einfache Mehrheit. Damit läßt sich pluralistisch legal weltweit die Scharia einführen. In nur noch einer Generation ist es vollbracht und die Weltkarte ist der Islam. Warum wollt Ihr Euch streiten, heute … lernt Koran-Arabisch, studiert den Koran, Sure für Sure. Ihr werdet sehen, alle Probleme lassen sich damit lösen – für immer ! In den Niederlanden sind heute bereits 50 % aller Neugeborenen als islamisch registrieret. In 2050, also grob in zwei Generationen ist die Welt 100 % islamisch. Vielleicht wird es noch einige Wenige geben die das nicht verstehen wollen, aber das geht vorüber. Dankt Allah und seinem Propheten und preist seine ewige Güte – in Koran-Arabisch. Denn alle Menschen werden Brüder !

  • 18 Deja // Nov 1, 2009 at 12:47

    Der einzige Grund, warum irgendwelche Spinner mit Ihrem überflüssigen Quatsch die Chance haben, sich durchzusetzen, ist, daß sie BEACHTUNG finden.
    Wer hat sich denn je mit diesen Reform-Unsinn auseinandergesetzt, es sei denn, er würde dafür bezahlt?
    Ich selbst werde immer so schreiben, wie ich es gelernt habe, und wer Fehler findet, der darf sie behalten. Irgendwelche Multikulti-Gender-und weißichwas-Befürworter sollten schlicht ignoriert werden….das tut man mit fremden, verzogenen Vierjährigen auch, wenn sie einem allzu sehr auf die Nerven gehen.

  • 19 Deja // Nov 1, 2009 at 12:58

    @ schwachsinniger Nick-Name, Kommentar 17:

    Wenn man nicht ahnte, daß Du diesen Text als reine Provokation auf die Menschheit loslässt,
    könnte man meinen, Du machst Dir das alles ein wenig zu einfach.
    ( Schon Fehler gefunden ?)
    Alle Menschen werden Brüder……ja, aber zunächst muß der Islam gemäß seiner Natur alles anders denkende ausrotten…..

  • 20 hihihihi // Nov 1, 2009 at 14:54

    @Deja, 19.
    Fehler ??? Wo? Wie? Was? Wann? Warum? Wer?
    Ich bin doch dumm. Hat mir einmal ein Polizeipräsident mit den Worten bestätigt: Raus, Sie Idiot ! Dann bin ich gegangen, ganz traurig. Immer auf die Kleinen, das ist nicht nett. Niemand mag mich.

  • 21 Deja // Nov 1, 2009 at 15:26

    @ 20

    Friedrich der Große sagte einst:

    ” Und wenn die Muslime nach Deutschland kommen, so müssen wir Ihnen Moscheen bauen…”

    Der alte Fritz steht in meinen Augen für Toleranz, Freiheitsliebe, deutsche Aufrichtigkeit.Niemals aber hätte er Deutschland und vor allem DEUTSCHE SPRACHE für billige 30 Silbermünzen verkauft, und hätte dieser deutsche König geahnt, in welchem unverhältnismäßigen Maße und in welcher Art und Weise irgendwelche Fremden
    ihre Ansprüche durchzusetzen versuchen würden, so hätte er sich diesen Spruch wohl verkniffen.
    Von DUMM hab ich nichts gesagt, aber wirf Nationalen nicht irgendwelches Schwarz-und Weiß-Denken vor, während Du dich selbst schon längst für eine Farbe entschieden hast.

  • 22 Alejxei Rykow // Nov 1, 2009 at 16:37

    @Djea

    Genauer genommen: “alle Religionen Seindt gleich und guht wan nuhr die leüte so sie profesiren Erliche leüte seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land Pöpliren, so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen.”

    Und obwohl Friedrich II dem Deutschen sehr ablehnend gegenüber Stand, ist es doch ein schönes Beispiel für die von ihnen unterstellte Stasis einer Sprache, selbst jemand der sich stärker an der damaligen (ungeschriebenen) Norm orientiert hätte, schriebe ein Deutsch dass diesen Wandel deutlich anzeigen würden. Ein Besuch im Antiquariat ihres Vertrauens, wird genug Beispiele zu Tage fördern.

  • 23 Deja // Nov 1, 2009 at 17:26

    @ Rykow

    Das ist mir alles schon klar, diverse Originale sind mir wohl bekannt, allerdings geht es hierbei wohl nicht um Haarspaltereien, sondern darum, daß eine NATÜRLICHE SPRACHENTWICKLUNG nichts ist, dem man widerstehen sollte oder müßte.
    Das krankhafte gendern, anpassen und vorsätzliche Ausradieren ungeliebter Formen und sei es, den Museln das Deutschlernen zu ersparen aber doch.

  • 24 Saito // Nov 1, 2009 at 17:27

    Deja

    Der Alte Fritz sprach besser Französisch als Deutsch. Und die Bevölkerung damals in Preußen waren seine Untertanen.
    Soviel zum guten König!

    Andererseits können wir daraus lernen, daß sich Verhältnisse auch ändern . So wie im 18.Jahrhundert die “Gebildeten” Französisch sprachen und Frankreich bewunderten, so wird von diesen Kreisen heute Englisch bevorzugt und die USA bewundert. Beides wird auch wieder vergehen.
    Bleibt das Problem mit den Muslimen.

    mit freundlichen Grüßen

  • 25 Deja // Nov 1, 2009 at 17:38

    Korrektur:
    ….und sei es, UM den…..

  • 26 Deja // Nov 1, 2009 at 19:39

    Gut, wenn Ihr meint, Der olle Fritz wäre nicht nach eurem Geschmack….bitte.
    Dennoch braucht man kein Antiquariat, um zu wissen, daß Sprachen sich über die Zeit verändern, daran sei nun auch nichts schlimmes, ich, als geborener Berliner habe auch ein “Portemonaie” in der Tasche, hocke mich des abends mal auf die “Couch”, oder nutze als Kerl ein “Pissoir”…..Beispiele für übernommene französische Worte ins Deutsche… Rykow, nu renn nicht gleich wieder zum Bücherregal…mir geht es darum, ob eine Sprache sich mit der Zeit halt verändert, was normal sein mag, oder per Gesetz und Medienberieselung vergewaltigt wird.
    Wer kennt es nicht, das allseits “beliebte” Türkdeutsch?
    Es ist einfach nicht in Ordnung, wenn mir ein 15 jähriges, deutsches Mädel erzählt:
    “Ey, Alda, komm ma Bickendorf mit Deine Nazischeiss, isch kenn paar Leute, kannste die ersälen!”
    Was denken sich Eltern dabei, sowas zuzulassen?
    So, jetzt langts, ich geh ne Runde Schach spielen….und ich nutz FRITZ 7……bäh :-p

  • 27 hihihihi // Nov 1, 2009 at 21:32

    @21. Deja.
    Der Alte Fritz war ein großartiger Mann, der auch die Kriegskunst richtig einzuschätzen wußte. Und den Umgang mit geistreichen Menschen pflegte. Wie auch ein sparsamer Hausvater war. Und neugierig und wißbegierig war es auch, denn er verschloß sich nie dem Fortschritt. Der das einfache Volk achtete, aber sich nie gemein machte. Das machte seine Größe aus die er mit Würde trug. Und der er als schicksalhaft zugesprochene Bestimmung Achtung zollte und diese auch von Anderen einforderte. Daß französisch gesprochen wurde lag am Umbruch zu Latein und der sich abzeichnenden Kontroverse zur Geistlichkeit durch die aufkommenden Wissenschaften.
    Das Beste war aber sein Witz und sein analytischer Verstand. Er war und ist heute immer noch ein großer König.
    Es ist noch gar nicht so lange her daß dem englischen Sprachraum und damit auch der Sprache mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Sie war bis dahin mehr eine Sprache der des Handels und der Marine. Französisch galt als die Elitesprache, man versuchte sich in ihr dem Schliff der Diplomaten nahe zu kommen.Als eine hochentwickelte Sprache war ihre Artikulationsfähigkeit nahezu perfekt. So wie deutsch in den Naturwissenschaften. Ja, ichweiß, auch Geschichte.

    Und nicht Fritz 7 quälen, Seine Majestät gewinnt. Selbst v.Goethe respektierte das, auch wenn Napoleon I. erkannte: Was für ein Mann !

    Mein Vater war nur ein kleiner Offizier, aber er wußte sich zu bescheiden und brachte mir bei daß ein Krieg ein sehr ernster Vorgang sei den man sehr achtsam und sorgfältig zu bedenken hätte um ihn zu gewinnen. Schach zu spielen ist ein königliches Vergnügen. Ich wünsche damit eine gute Zeit und viel Vergnügen.

  • 28 Decerto // Nov 2, 2009 at 8:59

    Lieber Horst!

    Eigentlich müßte man Deinen Schrieb hier als von recht hoher Dreistigkeit ansehen. Andererseits aber spricht der Inhalt einem ernsthaften Angriff auf uns wieder Hohn. Ironischerweise scheinst Du derjenige zu sein, der nicht erkannt hat, daß wir nicht mehr in den Mittneunzigern leben, in denen sich nationale Gesinnung als “Randphänomen” abklassifizieren ließ und man das allgegenwärtige Bild des Glatzkopfes schürte. Was an der Mehrheit dieser Menschen nun besonders politisch gewesen sein soll, bleibt fraglich, ist aber heute tagespolitisch vom Tisch. Du magst es noch nicht mitbekommen haben, aber selbst nach der heutigen Propaganda offizieller staatlicher Stellen hat sich “der Neonazi gewandelt”; wir sind heute “nicht mehr so leicht zu erkennen” und vor allem deshalb “brandgefährlich”, weil wir “inzwischen mit verschiedenen Taktiken vorgehen”.

    Wenn Du in der Lage gewesen wärest, den Artikel zu lesen und zu verstehen – ein Unvermögen, welches man, soweit Du der jüngeren Generation angehörtest, mit Fug und Recht auf die heutige schulische Situation zurückführen könnte! -, dann hätte Dir auffallen müssen, daß keineswegs bemängelt wurde, die alten Bücher seien nicht mehr zu beziehen. Es ging nicht um öffentliche Bibliotheken (alleine von der DNB erhält man über die Fernleihe praktisch jedes nach ‘45 erschienene in deutscher Sprache erschienene Buch) und es ging auch nicht um den Erwerb aus zweiter Hand (ob nun Bücherbörsen, Antiquariate oder teilweise auch Flohmärkte) – es ging um Schulbibliotheken. Für die geistig etwas langsameren unter unseren selbsternannten Gegnern: Der Grund, warum dies beklagt wurde, ist schlicht der, daß über die Schulen (die zu besuchen immerhin ein “staatlicher” Zwang besteht) Tür und Tor der Manipulation der jüngsten Generation geöffnet sind. Und hier muß ich – möglicherweise sehr zu Deinem Verdruß – auch eine andere große Dystopie anführen: Huxleys “Brave New World”/”Schöne Neue Welt”. Einer der folgerichtigen Leitsätze seiner entarteten und praktisch jeder Menschlichkeit entkleideten Zukunftsvision ist: “History is bunk”/”Geschichte ist Blödsinn” (da ich ja als Nationalsozialist grundsätzlich (!) keine Fremdsprachen erlernt haben kann (das Urteil, ob es in meinem Falle nun mangelnder Verstand und/oder nationale Beschränktheit war, überlasse ich unserem Experten. Nicht etwa aus abfälligem Gehabe eines scheinmitleidigen Brotkrumenzuwurfes, sondern aus dem Grunde, daß ich es selbst schlicht und einfach nicht weiß), bin ich jetzt etwas in Verlegenheit, da mir nicht geläufig ist, welche Übersetzung dieses Spruches in den deutschen Ausgaben verbreitet ist). Und tatsächlich: Man muß Menschen entwurzeln, wenn man sie zu einer leicht formbaren, willigen Masse machen möchte. In der Schule bereits die Weichen zu stellen, daß ein Mensch niemals kritische Gedanken entwickelt, ist dazu sicherlich von unschätzbarem Wert.

    Das Resultat sehen wir heute: Schüler, die mitunter kaum die “Bundesländer” aufzählen können (dies systematisch aus einer Richtung zu tun, mag man ja gar nicht mehr verlangen), “verschenken” deutsches Gebiet im Osten, welches sie NICHT KENNEN. Ich liebe diese überheblichen Narren, die darauf beharren, das “ehemalige” Sudetenland sei nicht mehr deutsch, dann aber nicht in der Lage sind, mir auf der Karte auch nur einmal etwa Reichenberg zu zeigen oder Ostrau. Letzteres finden die nicht gänzlich deformierten mit etwas Glück dann doch – aber nur, weil der tschechische Name ähnlich klingt.

    Daß sich unser Beharren auf den tatsächlichen Grenzen Deutschlands auf geschichtliches und vor allem rechtliches (!) Bewußtsein zurückführt, vermag der geistig ausgemergelte Jetztmensch offenbar nicht zu begreifen und unterstellt, wohl dem eigenen minderwertigen Naturell entspringend, eine billige, materialistische, obszöne Triebhaftigkeit.

    Nur um der Richtigstellung der “Statistik” halber sei noch bemerkt, daß die hier anwesenden eher verdächtig sind, bereits einmal ein echtes Buch in der Hand gehabt zu haben, als der Durchschnittsbürger der sauberen BRd. Altermedia war es, um bloß ein einziges Beispiel zu nennen, das die Arndt-Frage aufgriff und mit entsprechender Literaturkenntnis behandelte – während sogar die studentischen Gegner Arndts sich damit begnügten, zusammenhangslose Zitate zu verwenden – dankenswerterweise u.a. zusammengestellt von Th. Fritsch. Verwundern darf dies freilich nicht: Das Niveau an den BRd-Universitäten ist ins Bodenlose gesunken. Die Studenten sind vielfach bequem, jetztmenschlich, ungeistig, faul. Eine saubere Literaturrecherche? Ach was, das kostet viel zu viel Mühe! Und außerdem sind Bücher (zumal: alte) doch ohnehin scheiße, oder? Die meisten Menschen, die heute bewußt die nationale Sache hochhalten, sind jene, die deutlich über Durchschnitt liegen. Nach meiner Erfahrung sprechen sie überwiegend mehrere Sprachen, verkehren mitunter beruflich im Ausland. Gerade in den verbliebenen hochgeistigen Gefilden müßte man sie suchen, auch wenn sie ihre Einstellung freilich nicht nach außen tragen. Da sich Dein Blick aber offenbar auf die Gosse beschränkt, mein gut gemeinter Rat dazu: Nimm hin, daß die Welt größer ist, als Dein Fassungsvermögen. Nur weil Du etwas nicht zu begreifen vermagst, heißt dies nicht, daß es auf den Rest der Menschheit auch zutreffen muß! Kleingeistige Modelle neigen zu Übervereinfachungen, die wesentliche Punkte außer Acht lassen und damit stets den eigenen Wert einbüßen. Sei ruhig, was Du bist – aber verschone uns damit. Es ist ja schön, daß Du uns nicht magst. Jedoch wird Dich niemand jemals dazu zwingen. Verlebe Deinen Haß doch einfach anderorts. Menschen, welche die Liebe eint, die Liebe zu Volk und Vaterland, bedürfen Deiner nicht. Es hat sich genügend Schmutz in die “eigenen Reihen” gemogelt und eine Haß-Unkultur geschaffen. Dieser Ballast reicht uns vollauf. Was wir nicht auch noch brauchen, sind primitive Besserwisser mit beschränkter Perspektive, die sich für allüberblickend halten und ohne jede konkrete Erfahrung, die dafür aber vermeinen, sie wüßten alles. Ich verweise Dich nicht an den Sandkasten, auch wenn ich unsicher bin, ob Du ihm wirklich in jeder Hinsicht entwachsen bist. Aber Du wirst doch sicherlich einen Ort finden, der Deiner gemäßer ist als dieser, oder?

    Abschließend bleibt mir wirklich nur noch die Frage zu stellen, auf wessen Seite denn nun die Paranoia wohnen…

  • 29 Schörner // Nov 2, 2009 at 9:55

    @hobbitli

    WAS steckt in Wahrheit hinter dieser – eher seltsamen – Rechtschreibreform?

    Hallo hobbitli,
    lies doch mal den Kommentar #8. Dann weißt Du, was das Ziel der Sprachreformatoren ist.

    In den USA hat man vor einigen Monaten einen anderen Weg genommen und alle Kinderbücher, die der linksinken politischen “Korrektheit” im Wege steht, verboten. Begründung: die Tinte sei gesundheitsschädlich.

    Und sie fühlen sich dennoch frei.

  • 30 Lodmund // Nov 4, 2009 at 0:35

    @ 28 Decerto:
    Du hast einen Zentner – mindestens – Perlen vor die Säue geschüttet. Sei gepriesen für Deine Worte.

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