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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


“Sie sind die Extremisten” – Venezuelas Präsident Hugo Chavez Rede vor der UN-Generalsversammlung (24.09.06)

September 24th, 2006 · Post your comment (35 Comments)

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Hugo Chavez

Frau Präsidentin, Exzellenzen, Staatschefs, Regierungschefs und hochrangige Repräsentanten aus der ganzen Welt. Guten Morgen Ihnen allen.

Zuallererst möchte ich, mit allem Respekt, alle von Ihnen, die noch nicht die Gelegenheit hatten, einladen, dieses Buch zu lesen, das wir gelesen haben: Noam Chomsky, einer der angesehendsten Intellektuellen Amerikas und der Welt. Eines von Chomskys neusten Werken: Hegemony or Survival – America’s Quest for Global Dominance [Hegemonie oder Überleben - Amerikas Streben nach Globaler Vorherrschaft, deutscher Titel: Hybris].

Ein ausgezeichnetes Stück, um uns zu helfen zu verstehen, was in der Welt im 20. Jahrhundert geschehen ist, was jetzt geschieht und die größte Gefahr, die über unserem Planeten schwebt: der hegemoniale Anspruch des US-Imperialismus’, der das tatsächliche Überleben der menschlichen Rasse gefährdet. Wir warnen weiter vor dieser Gefahr und rufen die Menschen der USA und der Welt auf, diese Bedrohung, die wie das Damoklesschwert ist, aufzuhalten.

Ich hatte geplant, ein Kapitel vorzulesen, aber um der Zeit willen werde ich es bei der Empfehlung belassen. Es ist schnell zu lesen. Es ist wirklich gut. Frau Präsidentin, Sie kennen es sicherlich. Es wurde in Englisch, Deutsch, Russisch und Arabisch veröffentlicht. Sehen sie, ich glaube, daß unsere Brüder und Schwestern in den Vereinigten Staaten die ersten Bürger sein sollten, die diesen Buch lesen, da die Gefahr in ihrem eigenen Haus ist.

Der Teufel ist in ihrem Haus. Der Teufel, der Teufel selbst ist in ihrem Haus.

Der Teufel kam gestern hierher. Gestern war der Teufel hier, an genau diesem Ort. Der Tisch, von dem ich spreche, richt noch immer nach Schwefel. Gestern, Damen und Herren, kam in genau diesen Saal der Präsident der Vereinigten Staaten, den ich “Den Teufel” nenne und sprach, als gehöre ihm die Welt. Es erforderte einen Psychiater, die gestrige Rede des US-Präsidenten zu analysieren.

Als Sprecher des Imperialismus’ kam er, um uns seine Rezepte für den Erhalt des derzeitigen Systems der Dominanz, Ausbeutung und Plünderung der Menschen der Welt zu geben. Es würde einen guten Alfred Hitchcock-Film ergeben. Ich könnte sogar einen Titel vorschlagen: “Das Rezept des Teufels”. Das soll heißen, daß der US-Imperialismus – und hier spricht Chomsky mit kristallener Klarheit – verzweifelte Anstrengungen unternimmt, um sein hegemonisches System der Dominanz zu festigen. Wir können nicht gestatten, daß dies geschieht, wir können ihnen nicht gestatten, eine Weltdiktatur aufzubauen, eine Weltdiktatur zu festigen.

Die Rede des tyrannischen Präsidenten der Welt war voller Zynismus, voller Heuchelei. Es ist diese imperiale Heuchelei, mit der er versucht, alles zu kontrollieren. Sie wollen uns das von ihnen ersonnene demokratische Modell aufzwingen, die falsche Demokratie der Eliten. Mehr noch, ein sehr originelles demokratisches Modell, aufgezwungen mit Explosionen, Bombardements, Invasionen und Kanonenschüssen. Das ist mal eine Demokratie! Man müßte noch einmal die These von Aristoteles und den ersten Griechen, die von Demokratie sprachen, begutachten, um zu sehen, welches Modell der Demokratie durch Marineinfanteristen, Invasionen, Aggressionen und Bomben aufgezwungen wird.

Der US-Präsident sagte gestern folgendes in diesem Saal, ich zitiere: “wo immer Sie sich hinwenden hören Sie Extremisten, die Ihnen sagen, daß Sie Ihrem Elend entkommen und Ihre Würde wiedererlangen können durch Gewalt und Terror und Märtyrertum.” Wo immer er hinschaut, sieht er Extremisten. Ich bin sicher, er sieht Dich, Bruder, mit Deiner Hautfarbe, und denkt, Du seist ein Extremist. Mit seiner Farbe ist der ehrwürdige Präsident von Bolivien, Evo Morales, der gestern hier war, ein Extremist. Die Imperialisten sehen überall Extremisten. Nein, es ist nicht so, daß wir Extremisten wären. Was passiert ist, daß die Welt aufwacht und die Menschen sich überall erheben. Ich habe den Eindruck, Herr Imperialisten-Diktator, daß Sie für den Rest Ihrer Tage in einem Alptraum leben werden, weil wir uns, gleichgültig, wo Sie hinblicken, gegen den US-Imperialismus erheben werden.

Ja, sie nennen uns Extremisten, uns die wir vollständige Freiheit in der Welt, Gleichheit unter den Menschen und Respekt für staatliche Souveränität fordern.

Wir erheben uns gegen das Imperium, gegen das Modell der Dominanz.

Später sagte der Präsident: “Heute möchte ich direkt zu den Menschen im weiteren Mittleren Osten sprechen: Mein Land wünscht Frieden.”

Das ist gewiß. Wenn wir durch die Straßen der Bronx, wenn wir durch die Straßen von New York, Washington, San Diego, California, jeder Stadt, San Antonio, San Francisco gehen und wir die Menschen auf der Straße fragen: die Menschen der USA wollen Frieden. Der Unterschied ist, daß die Regierung dieses Landes, der USA, keinen Frieden will, sie will uns ihr Modell der Ausbeutung und Plünderung und ihre Hegemonie mit der Drohung des Krieges aufzwingen. Das ist der kleine Unterschied. Die Menschen wollen Frieden und was passiert im Irak? Und was passierte im Libanon und in Palästina? Und was ist in den letzten 100 Jahren in Lateinamerika und der Welt geschehen und nun die neuen Drohungen gegen Venezuela, neue Drohungen gegen den Iran? Er sprach zum Volk des Libanons: “Viele von Ihnen erlebten, wie Ihre Häuser und Gemeinschaften ins Kreuzfeuer gerieten.” Was für ein Zynismus! Was für eine Fähigkeit, himmelschreiend vor aller Welt zu lügen! Die Bomben in Beirut, abgefeuert mit millimetergenauer Präzision sind “Kreuzfeuer”? Ich glaube, der Präsident denkt an Western-Filme, wo so aus der Hüfte schießen und jemand ins Feuer gerät.

Imperialistisches Feuer! Faschistisches Feuer! Mörderisches Feuer! Völkermordendes Feuer gegen die unschuldigen Menschen von Palästina und Libanon durch das Imperium und Israel. Das ist die Wahrheit. Jetzt sagen sie, sie wären aufgeregt, die Zerstörung von Häusern zu sehen.

Schließlich kam der US-Präsident, um zu den Menschen zu sprechen und um zu sagen, “Ich habe einige Dokumente mitgebracht, Frau Präsidentin”. Diesen Morgen sah ich einige Reden, während ich meine überarbeitete. Er sprach zu den Menschen Afghanistans, den Menschen des Libanons, den Menschen des Irans. Man fragt sich, während man hört, wie der US-Präsident zu diesen Menschen spricht, was diese Menschen zu ihm sagen würden. Ich glaube ich habe eine Vorstellung, da ich die Seelen der Mehrheit dieser Menschen kenne, die Menschen des Südens, die geknechteten Völker würden sagen: “Yankee-Imperialist geh nach hause!“ Das wäre der Ruf, der um die Welt ginge, wenn diese Menschen mit nur einer Stimme zu dem US-Imperium sprechen könnten.

Daher, Frau Präsidentin, Kollegen und Freunde, letztes Jahr kamen wir in diesen selben Saal, wie in den vergangenen acht Jahren und wir sagten etwas, das sich nun vollständig bestätigt hat. Ich glaube, daß fast niemand in diesem Raum aufstehen würde, um das System der Vereinten Nationen zu verteidigen. Lassen sie es uns ehrlich zugeben, das UN-System, das nach dem 2. Weltkrieg entstand, ist zusammengebrochen, zerschmettert, es funktioniert nicht. Nun, ok. Hierherzukommen und Reden zu halten und sich einmal im Jahr zu besuchen, ja, dafür funktioniert es. Und lange Dokumente auszufertigen und gute Reden wie Evos gestern und Lulas zu hören und darüber nachzudenken, ja, dafür funktioniert es. Und viele Reden, wie jene, die wir gerade vom Präsidenten von Sri Lanka und dem Präsidenten von Chile hörten. Aber wir haben diese Versammlung in ein nur noch sich beratendes Organ verwandelt, ohne jegliche Macht, den geringsten Einfluß auf die schreckliche Realität, die die Welt erfährt, zu nehmen. Daher schlagen wir hier und heute, am 20. September, vor, die Vereinten Nationen neuzugründen. Im vergangenen Jahr, Frau Präsidentin, machten wir vier zurückhaltende Vorschläge, von denen wir glauben, daß sie dringend von den Staatschefs, Regierungschefs, Botschaftern und Abgesandten verabschiedet werden müssen.

Erstens: Expansion. Gestern sagte Lula das gleiche. Der Sicherheitsrat, seine ständigen als auch seine nichtständigen Sitze, müssen für neue Mitglieder aus entwickelten, unterentwickelten und Ländern der Dritten Welt geöffnet werden.

Das hat höchste Priorität.

Zweitens: Die Anwendung effektiver Methoden zur Behandlung und Lösung von weltweiten Konflikten. Transparente Methoden der Diskussion und der Entscheidungsfindung.

Drittens: Die unverzügliche Abschaffung des antidemokratischen Veto-Mechanismus’, der Veto-Macht über Entscheidungen des Sicherheitsrates, scheint uns grundlegend zu sein und wird von allen gefordert. Hier ist ein kürzliches Beispiel: das unmoralische Veto der US-Regierung, das es den israelsichen Streitkräften erlaubte, den Libanon zu zerstören, vor unser aller Augen, indem es eine Resolution des UN-Sicherheitsrates verhinderte.

Viertens: Wie wir immer sagen, ist es notwendig, die Rolle, die Macht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zu stärken. Gestern hörten wir die Rede des Generalsekretärs, der sich dem Ende seiner Amtszeit nähert. Er erinnerte sich, daß die Welt in diesen zehn Jahren komplizierter geworden ist und daß sich die ernsten Probleme in der Welt, der Hunger, die Armut, die Gewalt und Verletzung von Menschenrechten, verschärft haben. Dies ist eine schreckliche Folge des Zusammenbruchs des UN-Systems und der imperialen Ansprüche der USA.

Frau Präsidentin, unseren Status als Mitglied anerkennend entschloß sich Venezuela vor mehreren Jahren, diese Schlacht innerhalb der UN mit unserer Stimme, unseren bescheidenen Überlegungen zu führen. Wir sind eine unabhängige Stimme, Würde und die Suche nach Frieden, die Schaffung eines internationalen Systems um die Verfolgung und hegemonische Aggression gegen Menschen weltweit anzuprangern, repräsentierend. So hat Venezuela seinen Namen präsentiert. Das Heimatland von Bolívar hat seinen Namen als einen Kandidaten für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat präsentiert. Natürlich wissen Sie alle, daß die US-Regierung einen offenen Angriff, einen unmoralischen globalen Angriff begonnen hat, um zu verhindern, daß Venezuela frei dazu gewählt wird, den offenen Sitz im Sicherheitsrat zu übernehmen. Sie haben Angst vor der Wahrheit. Das Imperium hat Angst vor der Wahrheit und unabhängigen Stimmen. Sie beschuldigen uns, Extremisten zu sein. Sie sind die Extremisten.

Ich möchte allen Ländern danken, die ihre Unterstützung für Venezuela angekündigt haben, selbst wenn die Wahl geheim und es für niemanden nötig ist, ihre Wahl zu enthüllen. Aber ich glaube, daß die offene Aggression des US-Imperiums die Unterstützung vieler Länder verstärkt hat, was wiederum Venezuela, unser Volk, unsere Regierung, moralisch gestärkt hat. Unsere Brüder und Schwestern von MERCOSUR haben beispielsweise als Block ihre Unterstützung für Venezuela angekündigt. Wir sind jetzt ein vollständiges Mitglied von MERCOSUR, zusammen mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay – viele weitere Länder Lateinamerikas wie Bolivien und alle CARICOM-Staaten haben ihre Unterstützung für Venezuela zugesichert. Die ganze Arabische Liga hat ihre Unterstützung für Venezuela angekündigt. Ich danke der arabischen Welt, unseren Brüdern der arabischen Welt und der Karibik. Die Afrikanische Union, fast alle Länder der afrikanischen Union haben ihre Unterstützung für Venezuela zugesichert als auch andere Länder wie Rußland, China und viele weitere auf der ganzen Welt. Ich spreche Ihnen allen im Namen Venezuelas, im Namen unseres Volkes und im Namen der Wahrheit meinen tiefsten Dank aus, weil Venezuela nach der Übernahme eines Sitzes im Sicherheitsrat dort nicht nur die Stimme Venezuelas, sondern auch die Stimme der Dritten Welt, die Stimme der Völker des Planeten, einbringen wird. Dort werden wir Würde und Wahrheit verteidigen.

Trotz all diesem glaube ich, Frau Präsidentin, daß es Gründe gibt, optimistisch zu sein.

Hoffnungslos optimistisch, wie ein Poet sagen würde, weil man jenseits dieser Drohungen, Bomben, Kriege, Aggressionen, Präventivkriegen und der Zerstörung ganzer Völker das Heraufziehen eines neuen Zeitalters beobachten kann.

Wie Silvio Rodríguez singt: “La era está pariendo un corazón” ["Das Zeitalter gebiert ein Herz"].

Alternative Tendenzen, alternative Gedanken und eine Jugend mit ausgeprägten Vorstellungen tauchen auf. Innerhalb knapp eines Jahrzehnts hat sich gezeigt, daß die Theorie vom Ende der Geschichte völlig falsch war. Die Errichtung des amerikansichen Imperiums, der amerikanische Friede, die Errichtung des kapitalistischen, neoliberalen Modells, das Elend und Armut schafft – alle völlig falsch. Die These ist völlig falsch und wurde fallengelassen. Jetzt muß die Zukunft der Welt bestimmt werden. Es gibt ein neues Morgenrot auf diesem Planeten, das überall in Lateinamerika, Asien, Afrika, Europa, Ozeanien gesehen werden kann. Ich möchte diese Vision des Optimismus’ betonen um unser Gewissen und unseren Willen zu festigen, für die Rettung der Welt zu kämpfen und eine neue, bessere Welt zu schaffen.

Venezuela ist in diesen Kampf eingetreten und dafür werden wir bedroht.

Die USA haben bereits einen Putsch in Venezuela geplant, finanziert und begonnen. Die USA unterstützen weiterhin Putschisten in Venezuela. Und sie unterstützen weiterhin Terrorismus gegen Venezuela.

Präsidentin Michelle Bachelet erinnerte vor einigen Tagen … Entschuldigung, ich meine vor ein paar Minuten … an die schreckliche Ermordung des früheren chilenischen Außenministers Orlando Letelier. Ich möchte nur folgendes hinzufügen: die schuldigen Parteien sind frei. Die für diese Tat, bei der auch ein US-Bürger getötet wurde, Verantwortlichen sind Nordamerikaner der CIA. Terroristen der CIA.

Zusätzlich müssen wir hier in diesem Raum uns daran erinnern, daß in einigen Tagen der 30. Jahrestag dieses Mordes und des schrecklichen Terroranschlags, bei dem ein Flugzeug der Cubana de Aviacíon mitten im Flug in die Luft gejagt wurde, wobei 73 unschuldige Menschen getötet wurden, sein wird. Und wo ist der schlimmste Terrorist dieses Kontinents, der zugegeben hat, der geistige Vater der Flugzeug-Sabotage zu sein? Er war einige Jahre in Venezuela im Gefängnis, entkam aber mit Hilfe von CIA-Beamten und der damaligen venezolanischen Regierung. Jetzt lebt er hier in den USA, geschützt durch die Regierung, obwohl er verurteilt wurde und gestanden hat. Die US-Regierung besitzt eine Doppelmoral und schützt Terrorismus.

Diese Überlegungen sollen zeigen, daß Venezuela dem Kampf gegen Terrorismus und gegen Gewalt verpflichtet ist und mit allen Menschen zusammenarbeitet, die für Frieden und eine gerechte Welt kämpfen.

Ich sprach von dem kubanischen Flugzeug. Luis Posada Carriles ist der Name jenes Terroristen. Er wird hier geschützt wie die korrupten Flüchtlinge, die aus Venezuela flohen. Eine Gruppe von Terroristen, die Bomben in Botschaften mehrerer Länder legten, unschuldige Menschen während des Putsches ermordeten und diesen bescheidenen Diener entführten. Sie wollten mich hinrichten, aber Gott streckte seine Hand aus, zusammen mit einer Gruppe guter Soldaten und dem Volk, das auf die Straßen ging. Es ist ein Wunder, daß ich hier bin. Die Anführer dieses Putsches und dieser Terroranschläge sind hier, geschützt durch die US-Regierung. Ich beschuldige die US-Regierung, Terrorismus zu schützen und eine völlig zynische Rede gehalten zu haben.

Da ich gerade von Kuba spreche, wir gingen glücklich nach Havana. Wir waren dort mehrere Tage. Während des G-15-Treffens und des NAM-Treffens war die Dämmerung eines neuen Zeitalters durch eine historische Resolution und Abschlußdokument offenkundig. Keine Sorge. Ich werde es nicht alles vorlesen. Aber hier ist eine Sammlung von Resolutionen, die in offenen Diskussionen mit Transparenz geschaffen wurden. Mit mehr als 50 Staatsoberhäuptern war Havana eine Woche lang die Hauptstadt des Südens. Wir haben die Bewegung der Blockfreien neu gestartet. Und wenn es etwas gibt, um das ich Sie alle, meine Brüder und Schwestern, bitten kann, dann ist dies, bitte der Stärkung der NAM Ihre Unterstützung zu gewähren, die so wichtig für das Auftauchen eines neuen Zeitalters, für die Verhinderung von Hegemonie und Imperialismus ist. Auch wissen Sie alle, daß wir Fidel Castro zum Präsident der NAM für die nächsten drei Jahre ernannt haben und wir sind sicher, daß Compañero Präsident Fidel Castro die Aufgabe mit großer Effektivität erfüllen wird. Jene, die wollten, daß Fidel stirbt, nun, sie sind weiterhin frustriert, da Fidel bereits wieder in seiner olivgrünen Uniform steckt und nun nicht nur der Präsident Kubas, sondern auch der Präsident der NAM ist.

Frau Präsidentin, liebe Kollegen, Präsidenten, eine sehr starke Bewegung des Südens entstand dort in Havana. Wir sind Männer und Frauen des Südens. Wir sind Inhaber dieser Dokumente, dieser Ideen, Meinungen und Gedanken. Ich habe meine Mappe und das von mir mitgebrachte Buch bereits geschlossen. Vergessen Sie es nicht. Ich empfehle es wirklich. Mit großer Demut versuchen wir Ideen zur Rettung des Planeten beizutragen, um ihn von der Bedrohung durch den Imperialismus zu retten. Und bald, so Gott will.

Früh in diesem Jahrhundert, so Gott will, so daß wir selbst mit unseren Kindern und Enkelkindern eine friedliche Welt sehen und erfahren können, unter den grundlegenden Regeln der UN, erneuert und verlegt. Ich glaube, daß die UN ihren Sitz in einem anderen Land, in einer Stadt im Süden finden müssen. Wir haben dies aus Venezuela vorgeschlagen. Sie alle wissen, daß mein medizinisches Personal im Flugzeug eingesperrt bleiben mußte. Der Leiter meiner Sicherheit ist in dem Flugzeug eingeschlossen. Sie erlauben ihnen nicht, zu den Vereinten Nationen zu kommen. Ein weiterer Mißbrauch und Skandal, dessen persönliche Anlastung an den schwefligen Teufel wir erbitten. Aber Gott ist mit uns.

Eine herzliche Umarmung und möge Gott uns alle schützen. Guten Tag.

Grundlage dieser Übersetzung ist die von Venezuelanalysis veröffentlichte englische Übersetzung der auf Spanisch gehaltenen Rede des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez vor der UN-Generalversammlung.

Quelle: Freace 24.09.06

Siehe auch
Altermedia 23.09.06



Tags: Allgemeines

35 responses so far ↓

  • 1 Freibeuter // Sep 24, 2006 at 15:19

    Nun, so weit, so gut…..Chavez ist bei der einheimischen Bevölkerung nun allerdings auch kein unbeschriebenes Blatt und schon gleich kein “Ersatz”-Jesus für USA-Geschädigte.

    Etliche Milliarden Petro-Dollars hat Chavez für sich und seine Familie abgezweigt, statt diese dem Wohl des Landes zukommen zu lassen. Er gilt dortselbst als korrupt und nutzt das Feindbild USA im Wesentlichen dazu, von seinen eigenen Machenschaften abzulenken.

    Dies ist die wenig bekannte Kehrseite der Medaille, die ich der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt lassen möchte….

  • 2 Systemfehler // Sep 24, 2006 at 16:09

    @ Freibeuter

    soviele “Petro-Dollars” wie das zionistische Westimperium aus seinen Kolonien, aus dem Germanenreservat, aus den öl-exportierenden Ländern… zur Finanzierung Israels, des “amerikan way of live and death” zieht dürfte Chavez aus den Ölquellen “seines” Landes wohl kaum bei Seite geschafft haben.

    Was also soll der primitive Versuch der Diskreditierung von Chavez?

  • 3 J.B. // Sep 24, 2006 at 17:07

    “Die Imperialisten sehen überall Extremisten.”

    Langsam müssen die Imperialisten auch Schiß in der Hose bekommen: Da tut sich weltweit was! Und es werden auch unsere Imperialisten ihr Fett wegbekommen, die überall (Rechts-)Extremisten sehen.

  • 4 GAP // Sep 24, 2006 at 17:13

    “Dies ist die wenig bekannte Kehrseite der Medaille, die ich der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt lassen möchte…. ”

    Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!

    Ich jedenfalls bin der Meinung, dass mir ein Chavez, der in seiner Situation als „Anprangerer“ der VSA “etliche Millionen Petrodollars” als Lebensgrundlage seiner zukünftig “international geächteten” Familie abzweigt, lieber ist, als die Kaste der Lobbyistenpolitiker – welche sich JÄHRLICH etliche Milliarden Dollars mit Hilfe von Vorstandspöstchen o.ä. “abzweigt”.

    Im Gegensatz zu Chavez nämlich, wird jeder Dollar dieser Herrschaften mit 100%iger Sicherheit zur Stärkung des Imperiums eingesetzt.

    “Dies ist die wenig bekannte Kehrseite der Medaille, die ich der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt lassen möchte…. ”

    Solcherart Kehrseiten eines Systemkritikers bleiben unter Garantie nicht unerwähnt. Dafür sorgen schon die Systemmedien ;-)

  • 5 Strelitz // Sep 24, 2006 at 18:31

    @ Freibeuter

    Daß Chavez überhaupt in die eigene Tasche wirtschaftet, belegen Sie mit NICHTS. So, wie es dasteht, ist es ein unqualifizierter Anwurf. Warum sich damit beschäftigen?

    Jedenfalls hat noch keiner den “Teufel” und Welt-Terroristen in seinem eigenen Milieu so angeredet wie Chavez!

  • 6 Watzmann // Sep 24, 2006 at 19:06

    Fazu zwei Meldungen:

    “14. September 2006
    Venezuela will US-Vorherrschaft brechen

    Venezuela will die Bewegung der Blockfreien nutzen, um die Vorherrschaft der Vereinigten Staaten in der Welt zu brechen. Mit der Präsidentschaft Kubas in der Bewegung sei ein historischer Zeitpunkt gekommen, wieder eine multipolare Welt zu schaffen, mit einem Gleichgewicht der Kräfte, sagte der venezolanische Außenminister Nicolas Maduro der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina: «Wir werden die Hegemonie des nordamerikanischen Imperialismus in den nächsten Jahren brechen.»

    Venezuelas Präsident Hugo Chavez strebt einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an und hofft dabei auf zahlreiche Stimmen aus den Reihen der Blockfreien, die sich in diesen Tagen in Havanna zu ihrem XIV. Gipfeltreffen versammelt haben. Durch die neuen Mitglieder – die Karibik-Staaten Haiti sowie St. Kitts und Nevis – werden der Staatenorganisation, die hauptsächlich in der Dritten Welt verankert ist, künftig 118 Länder angehören…”
    http://www.n24.de/politik/article.php?articleId=68392

    “23. September 2006
    USA halten Venezuelas Außenminister fest

    US-Sicherheitsbeamte haben am Samstag den venezolanischen Außenminister Nicolas Maduro nach dessen Aussagen mehr als anderthalb Stunden auf dem New Yorker Flughafen festgehalten. Er sei auf seiner Heimreise von der UN-Vollversammlung schikaniert und bedroht worden, berichtete Maduro. Außerdem hätten die Beamten seinen Pass und sein Flugticket eingezogen. Das US-Außenministerium entschuldigte sich bei dem Minister und der Regierung in Caracas.

    Maduro: Mit Schlägen gedroht:
    Anlass für den Zwischenfall war offensichtlich, dass Maduro nach einer Sicherheitskontrolle einen bereits überprüften Gegenstand wieder an sich nehmen wollte. Das habe ihm das Personal verweigert. Dem Minister zufolge verschlimmerte sich die Situation noch, nachdem er sich als Venezuelas Chefdiplomat zu erkennen gegeben habe. “Sie fingen an, mich zu beschimpfen und zu schreien. Dann brachten sie einen Polizisten und begannen, uns Schläge anzudrohen.” Als Vertreter des US-Außenministeriums eintrafen, habe er zunächst aufgeatmet: “Doch dann befahlen sie uns, Beine und Arme auszubreiten, damit die Polizei uns durchsuchen kann.” Erst eine Delegation unter Leitung des venezolanischen UN-Botschafters Francisco Arias Cardenas habe ihn wieder freibekommen, sagte Maduro.

    Verdacht “terroristischer Aktivitäten”
    Die US-Beamten am Flughafen hätten ihn zudem wegen seiner angeblichen Teilnahme am missglückten Putschversuch im Jahr 1992 “terroristischer Aktivitäten” bezichtigt. Der BBC zufolge soll Maduro wegen dieser Frage einem Metalldetektortest unterzogen worden sein, den er nicht bestand. Daraufhin wurde ihm der Pass entzogen. “Jetzt habe ich keine Papiere mehr und kann nicht reisen”, empörte sich der Minister in dem Interview. US-Einwanderungsbeamte hätten ihm erklärt, dass er durch einem Vermerk in seinen Unterlagen als “Fast-Terrorist” abgestempelt war.

    “Beschämende Situation”
    Der Außenminister sprach von einer “beschämenden Situation” und einem “Angriff auf internationales Recht”. UN-Generalsekretär Kofi Annan hat bereits ein Team von Anwälten auf den Vorfall angesetzt. Der Lateinamerika-Experte im US-Außenministerium, Thomas Shannon, reagierte in einem Telefonat befremdet.

    USA bedauern “Zwischenfall”
    Der Sprecher im US-Außenministerium, Gonzalo Gallegos, bestätigte und bedauerte den “Zwischenfall”. Die US-Regierung habe sich bei Maduro und der venezolanischen Regierung entschuldigt. Dagegen hatte ein Sprecher im Heimatschutzministerium zunächst die Vorwürfe des Ministers zurückgewiesen. Maduro sei lediglich zu einer zusätzlichen Sicherheitskontrolle gebeten worden. Es gebe keine Belege dafür, dass er “angegriffen, festgenommen oder in Gewahrsam genommen wurde, noch wurden seine Reisepapiere beschlagnahmt”. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses in Washington sagte CNN, die Beamten hätten nicht gewusst, wen sie sich vor sich hatten. Maduro hätte eine zweite Überprüfung verweigert. Dies habe zu dem Zwischenfall geführt.

    Zusammenhang mit Chávez-Rede?
    Venezuelas Vize-Präsident José Vicente Rangel bezeichnete die Behandlung des Ministers als “unerhörten Angriff” und stellte sie in Zusammenhang mit Chávez’ Schimpfkanonade während der UN-Vollversammlung. In einer Rede hatte dieser US-Präsident George W. Bush unter anderem als “Teufel”, “Lügner” und “Tyrannen” bezeichnet.”
    http://onnachrichten.t-online.de/c/91/55/37/9155370.html

  • 7 Peter // Sep 24, 2006 at 20:13

    Venezuelas Minister in New York festgehalten
    Freilassung nach kurzer Zeit
    Der venezolanische Aussenminister Nicolas Maduro ist nach eigenen Angaben auf dem New Yorker John F. Kennedy-Flughafen für kurze Zeit festgenommen worden.

    Er sei rund eine Stunde und 40 Minuten lang in einem Raum des Flughafens festgehalten worden. Pass und Flugtickets seien beschlagnahmt worden, sagte Maduro laut dem venezolanischen Fernsehen.

    Erst dann sei er an eine Delegation unter Leitung des venezolanischen UNO-Botschafters Francisco Arias Cardenas übergeben worden. Der Minister, der zuvor an der UNO-Vollversammlung in New York teilgenommen hatte, protestierte scharf gegen seine Behandlung.

    Annan soll Machtwort sprechen

    Nach Maduros Aussagen verschlimmerte sich die Situation auf dem Flughafen, nachdem er sich als Venezuelas Chefdiplomat zu erkennen gegeben habe. «Sie fingen an, mich zu beschimpfen und zu schreien. Dann brachten sie einen Polizisten (..) und begannen uns zu bedrohen.» Er warf der US-Regierung vor, internationales Recht zu missachten, und forderte UNO-Generalsekretär Kofi Annan zu seiner Stellungnahme auf.

    Venezuelas Vize-Präsident José Vicente Rangel bezeichnete die Behandlung des Ministers als einen «unerhörten Angriff». Er hielt den Zwischenfall für eine Reaktion der US-Behörden auf die Verbalattacke von Staatschef Hugo Chávez am vergangenen Mittwoch auf US-Präsident George W. Bush. Chávez bezeichnete den US-Präsidenten als Teufel.

    Nur zusätzliche Sicherheitskontrolle?

    Die US-Regierung wies Maduros Berichte zurück. Für keine der Vorwürfe gebe es Belege, sagte der Sprecher des Ministeriums für Innere Sicherheit, Russ Knocke. Maduro sei lediglich zu einer zusätzlichen Sicherheitskontrolle gebeten worden. Während dieser Routineabfrage sei seine Identität als Aussenminister von Venezuela bestätigt worden.

    Knocke betonte, Maduro sei weder «angegriffen, festgenommen oder in Gewahrsam genommen worden, noch wurden seine Reisepapiere beschlagnahmt».

  • 8 Freibeuter // Sep 24, 2006 at 20:54

    @systemfehler

    Ich habe dieses Faktum lediglich ins Gespräch gebracht, OHNE die von Ihnen angesprochene “Pax Americana” in irgendeiner Weise in Abrede stellen zu wollen.

    Ich erkenne keinen Widerspruch, daß eine rechtfertigt hier nicht das andere !

    Mit freundlichem Gruß

  • 9 Freibeuter // Sep 25, 2006 at 2:20

    @strelitz:

    Der Vollständigkeit halber reiche ich zu den Vorwürfen der Selbstbereicherung des Hugo Chavez folgende “Belege” – 2 von mehreren Quellen – nach :

    http://www.sopos.org/aufsaetze/4362a56d514bf/1.phtml

    http://www.firmaspress.com/320.htm

  • 10 Systemfehler // Sep 25, 2006 at 3:04

    @Freibeuter

    Dem Inhalt Ihres vorherigen Beitrags stimme ich zu.

    Es ist allerdings so dass sich bestimmte Kreise gern den Kommunikationsstrategien des “Handbuches der Kommunikationsguerillia” bedinen.

    Eine dieser Strategien besteht darinn, anstatt auf der Inhalt einer These einzugehen deren Verkünder lächerlich zu machen, in den Dreck zu ziehen…

    Diese Taktik wiederum wurde vermutlich aus den Thesen des Sun Tzu abgeleitet:

    1) Zersetzt, was immer im Land eurer Feinde gut ist,
    2) macht ihre Götter lächerlich und zerrt alles Herkömmliche
    in den Kot,
    3) unterhöhlt mit allen Mitteln das Ansehen ihrer führenden
    Schichten, verwickelt sie, wo immer möglich, in dunkle Geschäfte
    und gebt sie im richtigen Augenblick der Schande
    preis,
    4) verbreitet Streit und Uneinigkeit unter den Bürgern,
    5) stachelt die Jugend gegen die Alten auf,
    6) behindert in jeder Weise die Arbeit der Behörden,
    7) bringt überall eure Spitzel unter und
    8) scheut die Mitarbeit auch der niedrigsten und abscheulichsten
    Kreaturen nicht,
    9) stört, wo immer ihr könnt, die Ausbildung und die Versorgung
    der feindlichen Streitkräfte, untergrabt ihre Disziplin
    und lahmt ihren Kampfwillen durch schwüle Musik, schickt
    dann noch leichtfertige Frauen in ihr Lager und laßt sie das
    Werk des Verfalls zu Ende fuhren,
    10) spart weder mit Versprechungen, noch mit Geld oder
    Geschenken, denn all dies trägt reiche Zinsen (S.302, Jordis
    von Lohausen: Mut zur Macht. K Vowinckel Verlag, Berg
    am See 1979).”

    Diese “Zehn Regeln des Meisters Sun-Tsu” sind sozusagen das
    Gerüst, an dem sich alle Nachfolgenden orientiert
    haben, wenn es um Volks- und Weltherrschaftspläne ging.

    Vermutlich deshalb werden diese Thesen hier auch immerwieder gelöscht.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sunzi

    Dieter Rüggeberg vertritt in seinem Buch “GEHEIMPOLITIK – Der Fahrplan zur Weltherrschaft” ( ISBN 3-921338-15-8 ) die Auffassung dass auch die Protokolle auf diesen Thesen basieren.

    Ich reagiere deshalb auf solche Kommunikationsstrategien etwas allergisch.

    Mit freundlichem Gruß

  • 11 Systemfehler // Sep 25, 2006 at 3:06

    GEHEIMPOLITIK – Der Fahrplan zur Weltherrschaft
    http://download.yousendit.com/0FE60F9A64658EDF

  • 12 Freibeuter // Sep 25, 2006 at 8:13

    @Systemfehler :

    Ganz und gar nicht lag es in meiner Absicht, obigen Artikel entwerten zu wollen.
    Es ist durchaus anerkennenswert und richtig, daß man sich gegen US-amerikanische Unterminierungsversuche – ob wirtschaftlicher oder militärischer Art – wehrt.

    Allerdings darf es erlaubt sein, Fragen aufzuwerfen – jenseits der Kategorien von Sun Tzu – wer dieser Chavéz eigentlich ist, was diesen “Freiheitskämpfer” charakterlich auszeichnet und noch vieles mehr bezüglich seiner Integrität.

    Und da muß ich, schon nach kurzer Recherche im Internet, relativierend feststellen, daß dieser Herr – im Bezug auf persönliche Belange – seinen Feinden doch überraschend ähnlich ist.

    Quo vadis, Señor Chavez ?

  • 13 J.B. // Sep 25, 2006 at 8:55

    Unter google news bei der Eingabe von „Chavez“ und „Petrodollar(s)“ wird man nicht fündig, die zwei von Freibeuter genannten Quellen sind private Meinungen und nicht sehr aufschlußreich. So fabuliert der Schreiber in der einen Quelle auch:

    „Um dies zu erreichen, muss Chávez mit dem Morden beginnen. Doch sein Problem ist, dass er kein Terrorregime wie Gaddafi in Libyen und Castro auf Kuba aufbauen kann.“
    http://www.firmaspress.com/320.htm

    Dummes Geschwafel! Den gleichen substanzlosen Humbug könnte man Udo Voigt oder Gregor Gysi unterstellen.

    Bei Wikipedia liest man bzgl. Petrodollars und Chavez folgendes:

    „Der venezolanische Staatschef Hugo Chávez hat sich als der neben Saddam eifrigste Verfechter einer Euro-Fakturierung des Erdöls gezeigt. Außerdem ist sein Land ein weit größerer Erdöl-Exporteur als Syrien. Auch gegen Chávez ist die US-Regierung vorgegangen. Die USA unterstützen die venezolanischen Oppositionsparteien sowohl materiell, logistisch als auch organisatorisch – allein im Putschjahr 2002 flossen von ihr 877.000 Dollar an die Opposition. Mitglieder der amerikanischen Regierung beschuldigten Chávez wiederholt der Begünstigung des internationalen Terrorismus, insbesondere der kolumbianischen Guerillagruppe FARC. Auch Querverbindungen zu Al-Qaida wurden behauptet. Keine dieser Behauptungen aber konnte bisher bewiesen werden.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Petrodollar

    Einige substantiell wertvollere Hinweise wären wünschenswert, wenn man solche Behauptungen äußert!

  • 14 J.B. // Sep 25, 2006 at 9:02

    Interessant auch folgende Ausführungen

    Mit dem Kampf um einen ordentlichen Staat lauter Feinde geschaffen
    Die Nachricht, dass der Staatspräsident von Venezuela, Hugo Chávez, nach mehrtägigen Streiks und Demonstrationen von Unternehmerverbänden und Gewerkschaften durch das venezolanische Militär festgenommen und abgesetzt worden sei, wird hierzulande zunächst mit Befriedigung als längst überfällig zur Kenntnis genommen:

    “Der Traum ist ausgeträumt, die bolivarische Revolution von Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist nach knapp drei Jahren gescheitert.” (SZ 13.4.02 )

    Dass der Regierungswechsel in nicht ganz rechtsstaatlich-korrekter Weise herbeigeführt wurde, mittels Putsch, unter nur nachlässig dementierter Beihilfe der USA, ist nur Anlass zu ein bisschen ironischer Nostalgie und Neid auf die “einfachen Lösungen”, die den USA in ihrem engsten Zuständigkeitsbereich immer noch zur Verfügung stehen:

    “Ach, wenn nur alles so einfach wäre wie in Venezuela. In Amerikas Hinterhof lassen sich die Dinge auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer wie in alten Zeiten regeln. Hier, im Süden des Kontinents, findet Washington alle Mal einen General oder Geschäftsmann… und flugs ist dann ein ungeliebtes und gescheiteres Regime gestürzt…” (SZ 15.4.02 )

    So salopp reden demokratische Öffentlichkeitsarbeiter über das Abservieren eines gewählten Präsidenten, wenn der sich über längere Zeit als “weltpolitischer Störenfried” und “Unsicherheitsfaktor in Lateinamerika”, unbeliebt gemacht hat. Und sie hätten das exotische Intermezzo Chávez auch bald wieder zu den Akten gelegt, wenn denn seine Ablösung so geklappt hätte, wie es zunächst den Anschein hatte. Stattdessen aber kehrt “die größte Nervensäge Lateinamerikas” (Der Spiegel) zurück, da seine Anhänger noch massenhafter für ihn demonstrieren als seine Gegner gegen ihn, und – vor allem – wichtige Teile des Militärs sich auf seine Seite schlagen.

    Seine Gegner im In- und Ausland titulieren ihn abwechselnd als Psychopathen, Populisten, durchgeknallten Nationalisten oder kubafreundlichen Kommunisten. Und das alles nur, weil der Chef der Venezolaner glaubt, mit dem bisher gut funktionierenden Erdöllieferanten Venezuela etwas Neues anfangen zu müssen? Es fragt sich, warum die Welt eigentlich so genervt ist von seinem “Plan Bolivar”, dem gemäß aus dem viertgrößten Ölexportland der Welt endlich ein richtig ordentlicher Staat werden soll An seinem Programm, sollte man meinen, kann es nicht liegen, dass der Mann weltweit eine so schlechte Presse hat:

    “Wir wollen ein Modell entwickeln, in dem ein effizient agierender Staat und ein gesunder Markt verbunden werden, um eine wirkliche soziale Entwicklung der ganzen Gesellschaft zu fördern und nicht nur das Wohlergehen einer kleinen Gruppe. Unser Vorbild könnte am ehesten der Rheinische Kapitalismus sein….Wir werden die Privatisierungen im Energiesektor und der staatlichen Aluminiumindustrie vorantreiben … pragmatisch und nicht dogmatisch. Auf keinen Fall wollen wir etwas verstaatlichen, das sind Erfindungen unserer politischen Gegner.” (Die Woche, 30.9.99)

    Auch wenn vom Standpunkt der imperialistischen Führungsstaaten die Vorstellung etwas Lächerliches haben mag, dass ein exotischer Obrist und Ex-Putschist in Lateinamerika rund um seine Ölquellen die Einrichtung eines Musterlandes nach deutschem Vorbild plant; warum sollte man gegen derlei wohlmeinende Flausen etwas haben und ihn nicht machen lassen?
    http://www.gegenstandpunkt.com/gs/02/2/chavez.htm

  • 15 Thomas Brehl // Sep 25, 2006 at 10:19

    Wenn Ihr Nachbar Ihnen sagt, er sei auserwählt und Gott habe ihm befohlen die Welt zu retten, dann sorgen Sie als verantwortungsvoller Mitbürger -hilfsbereit wie Sie sind- für seine Einweisung in die Psychiatrie. So weit, so gut!

    Behauptet allerdings “der mächtigste Mann der Welt” dasselbe, wird´s problematisch.

    Bush und sein Auserwähltheitsglaube sind die zentrale Gefahr für den Weltfrieden! Daß die USA ohnehin über Leichen zu gehen bereit sind, wissen wir aus ihrer Geschichte. Mit Bush an der Spitze hat die Gefahrenlage, die vom us-amerikanischen Imperialismus ausgeht, eine ganz neue Qualität und Gefährdungsstufe erreicht. Ein in seiner Maßlosigkeit sowieso schon nicht zu überbietendes Land ist zusätzlich noch in die Fänge eines übergeschnappten Psychopathen geraten.

    Die Welt kann froh sein, wenn sie aus dieser Nummer halbwegs ungeschoren wieder raus kommt. Für einige ist es allerdings schon zu spät und tausende Opfer klagen bereits an. Daß aus diesen Tausenden und Zehntausenden nicht erneut Abermillionen werden, muß mehr als ein frommer Wunsch werden. Es muß in aktive Politik umgesetzt werden. Dazu hat Hugo Chavez den entscheidenden Schritt getan…

  • 16 griesgram // Sep 25, 2006 at 11:33

    Klingt wie eine konzertierte Aktinmit Iran!

  • 17 Systemfehler // Sep 25, 2006 at 14:12

    Die Macht des us-amerikanischen Finanz- und Militär-Imperiums basiert nicht auf wirtschaftlicher Stärke sondern auf dem Petro-Dollar-System von Bretton Woods.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20720/1.html

    Mit der Ölwaffe zur Weltmacht
    http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/Auf_Deutsch/Olwaffe/olwaffe.html
    http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_105c/T01.HTM
    http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_105a/T20.HTM

    Der Irak wollte als erster ÖL gegen Euros, nicht mehr gegen Dollars verkaufen, dann gabs Krieg..

    Iran, Venezuela, Syrien aber auch Norwegen sollen angekündigt haben zukünftig ÖL gegen Euros zu verkaufen. Russland will Öl gegen Rubel verkaufen..

    Die USA beziehen ca. 40% ihres Öl aus Venezuela. Die Bevölkerung Venezuelas hat davon allerdings nicht viel.

    Würde also ein wirklich freier Ölmarkt entstehen wäre die Vormachtstellung der durch die Israel-Lobby und die Hochfinanz gesteuerten USA dahin, die Amerikaner müssen für ihren way of life wieder selbst arbeiten.

    Die Kriegskosten scheinen ihnen jetzt schon über den Kopf zu steigen.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23618/1.html
    Mit der amerikanischen KFZ-Industrie geht es ebenfalls bergab.

    Die Hochfinanz scheint ihre Macht u.a. durch aufkaufen privatisierter (deutscher) Staatsbetriebe in die Zeit nach dem Dollar retten zu wollen..

  • 18 Thomas Brehl // Sep 25, 2006 at 19:03

    Das ist ja der Trick: Die Amis kaufen für ihre im Prinzip schon lange wertlosen Dollars weltweit ganze Schlüsselindustrien auf. Sie bringen sich Dank willfähriger Regierungen in den Besitz der Wasserversorgung, der Informationsstrukturen (Fernsehsender werden immer wieder gerne genommen!), der Energieversorgung, der Verkehrsbetriebe usw.

    Damit sind sie erstens ihr wertloses Spielgeld los, bringen sich zweitens in den Besitz erheblicher Sachwerte und können aufgrund der Bedeutung der Einkäufe notfalls diie gesamte Infrastruktur eines Landes lahmlegen.

    Nicht daß sie nicht auch gerne ballern, sprengen und töten, nein, aber sie zeigen dem der Sehen will und Hören kann, daß man auch ohne einen Schuß Pulver ein erfolgversprechendes imperialistisches Programm durchziehen kann.

    So wenig wie ich Chavez in allen wirtschaftspolitischen Fragen zustimmen kann oder Ahamdinejad in seiner religiösen Argumentation folgen möchte, so sehr steht dennoch für mich fest, daß diese Männer den wahren Feind der Völker erkannt haben und daß sie aus dieser Erkenntnis auch knallhart politische Konsequenzen gezogen haben.

    Solange es Menschen wie Ahmadinejad und Chavez gibt, haben wir alle eine Chance auf die dringend erforderliche Wende. Die jeweiligen Völker können froh und stolz sein, sie zu ihren Volksführern gewählt zu haben.

  • 19 Dike // Sep 25, 2006 at 20:53

    @ Thomas Brehl

    “Solange es Menschen wie Ahmadinejad und Chavez gibt, haben wir alle eine Chance auf die dringend erforderliche Wende. Die jeweiligen Völker können froh und stolz sein, sie zu ihren Volksführern gewählt zu haben.”

    So ist das.

    Beide Staatsmänner vertreten zuerst das Interesse ihres Volkes und nicht das USRAELS, wie vom bundesrepublikanischen Vasallen gefordert und erzwungen. Auf der Weltbühne sind Ahmadinedschad und Chavez derzeitig (noch) die EINZIGEN Staatsmänner, die vor aller Augen der hochkarätig kriminellen Führungselite in Washington und Tel-Aviv Paroli bieten. Beide Männer lassen sich von Vernunft und nicht von religiösem Fanatismus leiten und sind als Lichtsäulen und Hoffnungsträger für die Welt zu bewerten, wie auch zu preisen.

    Wenn Europa aus seiner Ohnmacht erwachen will, dann muß es sich aus der Umklammerung der Fremdmacht lösen. Chavez und Ahmadinedschad zeigen, wie das geht. Sie haben den Anfang gemacht. Europa kann den ihm zugeworfenen Ball aufgreifen, wenn es nur WILL. Die “bullys” , die Ausgeburten des Satans, haben Angst davor. Der Zeitpunkt scheint nahe, wo sich das Blatt der Geschichte wendet. Chavez und Ahmadinedschad tun auf jeden Fall das ihre, die höchstgefährliche Lage zu entschärfen. Benedikt R. tat/tut das Gegenteil.

  • 20 griesgram // Sep 25, 2006 at 21:02

    @Thomas Brehl
    Was nutzt es dem Yankee, wenn er Schlüssel kauft, die man ihm einfach aus der Hand nehmen, sprich enteignen,kann?
    Die “Käufe” kanner dioch nur behalten, wenn die Regierungen der betroffenen Staaten mitspielen.
    Das Schlüsselwort ist GATT! Raus da, ist die Devise!

  • 21 Olsen // Sep 25, 2006 at 22:40

    @Dike
    Ich habe da aber auch schon weitere Paroli von Staatsoberhäuptern gehört. In Südamerika scheint das die “Mode” zu werden. :-) Diese Oberhäupter der unterdrückten Staaten nutzen es vermehrt aus, daß Washington in Afghanistan und ganz besonders im Irak aufgezeigt bekommt, daß Macht nur begrenzt ist. Trotz waffentechnischer Überlegenheit. Und es kommt den Vasallen der tyrannischen Macht gar nicht zu Gute, daß sie sich einst die großartigen Gedanken der Aufklärung auf die Fahnen schrieben und propagieren. Um diesen Krieg zu gewinnen, müssen sie mehr und mehr ihr wahres Gesicht zeigen. Selbst die “Blinden” unter uns werden es sehen können und dadurch werden sie an Substanz in den bereits besiegten Ländern einbüßen. Vor 5 Jahren war ein Bürgerkrieg in den USA undenkbar, heute ist dies bereits nicht mehr der Fall. Die meisten Amerikaner definieren sich über ihre Werte von Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz etc. und es werden immer mehr, die erkennen, daß es diese Werte nur auf dem Papier gibt. Die Unruhe im Volk, die derzeit herrscht, wird selbst nicht mehr in den europäischen Vasallengazetten totgeschwiegen. Das Imperium löst sich auf. Es stirbt an seinen propagierten Werten, die es zu keiner Zeit bereit war, wirklich umzusetzen und am Mut der Völker, ganz besonders des irakischen Volkes, genährt durch den Erfolg des vietnamesischen Volkes. Sollte der Iran überfallen werden, könnte dieser Feldzug bereits das endgültige Ende des Imperiums einleuten. Schon aus diesem Grund sollte man Solidarität/Kameradschaft zum iranischen Volk, nebst Präsidenten pflegen. Es bleibt nur zu hoffen, daß dieses Monstrum nicht in seinen letzten Atemzügen vom alleszerstörenden Potenzial der Atomwaffen Gebrauch macht. Gedroht wurde seit längerem damit, aber letztendlich sitzen (hoffentlich!!!) noch MENSCHEN an den “roten” Knöpfen…

  • 22 Olsen // Sep 25, 2006 at 22:50

    @ Brehl
    Deine Beiträge weiter oben kann ich nur Zustimmung zollen. Ein (katholischer) Freund und ich, sind seit Wochen am überlegen, ob wir nicht Kontakte zum KDS suchen sollen. Ich war nie Mitglied einer Organisation (Jungpioniere, Thälmannpioniere und FDJ ausgeschlossen, wobei ich es mit 15 schaffte, aus der FDJ ausgeschlossen zu werden), aber gerade deine Beiträge, deine Art, sind es, die uns “neugierig” machen. Mußte ‘mal gesagt werden.

  • 23 griesgram // Sep 26, 2006 at 2:10

    @ Peter
    @Watzmann
    Ja, ja, das liebe Bedauern!
    Bedauert es “die Welt” nicht auch, daß die beiden Hochhäuser, das Pentagra…äh…gon und einige Botschaften eingestürzt sind?
    :-)

  • 24 Freibeuter // Sep 26, 2006 at 6:11

    @Thomas Brehl :

    Im Prinzip drücken Sie, eleganter formuliert, das aus, was ich denke.

    Wenn es aber “auffällt”, das der Dollar nix (mehr) wert ist und spielt nicht mehr mit in dem Ostküsten-Spielcasino, so muß man damit rechnen, in Cowboy-Manier “überzeugt” zu werden.

    Will am konkreten Beispiel folgendes heißen : Saddam Hussein wurde nicht deshalb mit Krieg überzogen, weil er – medial grandios inszeniert zur Täuschung der Massen – sich in den Besitz von “Massenvernichtungswaffen” gebracht hat – die haben ihm die Westmächte schon vor der “Kuwait-Invasion” reichlich verschafft – sondern aufgrund der Tatsache, das er der erste war, der es wagte, den “Petro-Euro” einführen zu wollen.

    Des Amis Dollar-Imperium wird dann fallen, wenn niemand mehr sein Spielgeld abnimmt….

    Bei allem mag ich dennoch zu bedenken geben : Immer Vorsicht mit der Verteilung von Lob an Leute wie Chavez, handelt es sich doch lediglich um gemeinsame Schnittmengen, aber nicht um die gleichen Zielsetzungen !

  • 25 stoiker // Sep 26, 2006 at 13:21

    Thomas Brehl
    Die Amis kaufen einen Scheiß auf.
    Immer noch nicht aus der Matrix ausgestiegen?
    Oder fürs Nichtaussteigen bezahlt?
    In einer Zeit, als selbst für Zyniker Gott noch ein Begriff war, fand man sich mit dem Spruch ab: “Der Mensch denkt und Gott lenkt”. Matrix-gottverlassen wissen Matrix-Aussteiger, daß es die Bewußtseinsdustrie ist, die denkt und das öffentliche Bewußtsein lenkt, das wiederum das Sein bestimmt.
    Hoast mi?

  • 26 Thomas Brehl // Sep 26, 2006 at 18:15

    @ Dr. Nitram Rethul

    Ich liebe das freie Arbeiten und habe keine Lust mich irgendeiner Parteidisziplin zu unterwerfen.

    Die Republikaner sind mir sowieso zu reaktionär, zu “schwarz-rot-gold” und machen aus ihrer Abneigung gegenüber den Vertretern eines nationalen Sozialismus keinen Hehl.

    Ich bin in meinem ganzen Denken revolutionär, sowohl was die nationale Lage Deutschlands, als auch die Verhältnisse in anderen Teilen der Welt betrifft. Was bitte soll ich bei den REP´s?

    Die DVU ist eine durch Dr. Frey ferngesteuerte Parteienattrappe. In einer solchen Organisation könnte ich mich schon gar nicht entfalten, geschweige denn wohlfühlen.

    Die NPD käme noch am ehesten für eine Mitgliedschaft in Frage aber auch hier müßte ich mich ja unnötigerweise verbiegen und mich einer Parteidisziplin unterwerfen, die schon so manchen idealistischen Freiheitskämpfer den letzten Nerv gekostet hat.

    Es ist halt eine (politische nicht materielle!) Kosten/Nutzenrechnung. Könnte ich als Parteimitglied mehr erreichen und selbst wenn, zu welchem Preis? Ich schließe für die Zukunft nichts aus und erkenne die Wandlung der NPD durchaus an, die mittlerweile auch nationalen Sozialisten eine Heimat bietet, wo sie sie doch früher in manchmal übler Weise bekämpft hat.

    Ich darf daran erinnern, daß Michael Kühnen den “SA-Sturm-8.-Mai”, die Vorläuferorganisation der ANS/NA nur geründet hat, weil ausgerechnet am Tag der deutschen Niederlage ein NPD-Funktionär auf´s übelste gegen Adolf Hitler und den Nationalsozialismus gehetzt hatte. Und ich habe auch nicht vergessen, daß -nachdem wir mit dem Aufbau der ANS/NA begonnen hatten- die “Deutsche Stimme” ein Bild von Michael Kühnen und mir veröffentlichte und darunter schrieb: “Diese traurigen Figuren behindern den deutschen Freiheitskampf”. Eine Schmähung, die ich nie vergessen habe, besonders vor dem Hintergrund der Gefahren, die wir tagtäglich auf uns nahmen, während sich die NPD gar nicht mehr traute, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen.

    Selbst wenn man unseren Weg des deutlichen Bezugs zum historischen Nationalsozialismus für falsch hielt, hätte es doch der medialen Beleidigungen nicht bedurft, sie waren kränkend und überflüssig, auch wenn wir sie damals kaum zur Kenntnis nahmen.

  • 27 Dike // Sep 26, 2006 at 23:20

    @ Olson
    “Ich habe da aber auch schon weitere Paroli von Staatsoberhäuptern gehört.”

    So? Von wem denn? Und wann war das? Ist das dokumentiert? Müßte ich doch auch wissen…;-) Würdest Du bitte diesbezüglich nachlegen? Und war das lautstark und öffentlich? SEHR WIRKSAM KANN ES JA NICHT GEWESEN SEIN.

    “Die meisten Amerikaner definieren sich über ihre Werte von Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz etc. und es werden immer mehr, die erkennen, daß es diese Werte nur auf dem Papier gibt.”

    Hm. Ich lebe da noch derzeit. Kann nix davon feststellen. Rein nix. Die Leute gehen ihrer Arbeit nach und sind froh wenn sie welche haben. Über Poilitik reden sie in den Betrieben wenig oder nur verhalten. Und abends hocken sie vor der zionistischen Glotze und hören sich an, was man sie glauben machen möchte… Die Indoktrination ist tief verankert… Holokotz”studies” an den Schulen verbreitet…

    Die Unruhe im Volk, die derzeit herrscht, wird selbst nicht mehr in den europäischen Vasallengazetten totgeschwiegen.

    Ich merke (leider) nichts von einer “Unruhe” in der Bevölkerung. (Übrigens, die Amis sind kein Volk.)

    “Das Imperium löst sich auf.”

    Wäre wünschenswert und dringendst notwendig, aber der Kaiser haut auf die Pauken, Olson.

    ” Sollte der Iran überfallen werden, könnte dieser Feldzug bereits das endgültige Ende des Imperiums einleuten.”

    Die Mörder haben den Angriff vor.

    “Schon aus diesem Grund sollte man Solidarität/Kameradschaft zum iranischen Volk, nebst Präsidenten pflegen.”

    Auf jeden. Sag’ ich ja schon die ganze Zeit. Ahmadinedschad ist derjenige, der paradoxerweise unsere westlichen Werte (Aufklärung)) retten könnte, sich redlich bemüht darum!, weshalb gegen ihn gehetzt und über ihn gelogen wird, daß sich die Balken biegen! Es darf doch nicht sein, daß die westlichen Werte gerettet werden. Das steht nicht im Plan der ZIOs.

    ” Es bleibt nur zu hoffen, daß dieses Monstrum nicht in seinen letzten Atemzügen vom alleszerstörenden Potenzial der Atomwaffen Gebrauch macht.”

    Da muß ich nur ganz tief Atem holen und mithoffen. Es muß alles getan werden, diese Lage zu entschärfen. Es darf unsererseits KEINE Hetze weder gegen den Iran und seinen Präsidenten, noch gegen Chavez über die Lippen kommen. Das ist nämlich präzise der Zios Zweck und Ziel.

    “Aber Gedroht wurde seit längerem damit, aber letztendlich sitzen (hoffentlich!!!) noch MENSCHEN an den “roten” Knöpfen…”

    “MENSCHEN” ? Wie ich schon des öfteren verlautete, Typen wie diese, die den Mord von Tausenden unschuldigen Menschen sanktionieren, in ihrem irren Taumel des Hasses gegen die Moslems hetzen und den von ihnen aufgeputschten “Krieg gegen den Terror” deshalb fabrizierten, daß sich Christen und Moslems gegenseitig zerfleischen, sind aus meiner Sicht …

    WIR müssen das Gewissen sein, ob Christ oder Atheist, oder sonst was, das spielt keine Rolle jetzt. Es geht ums Überleben.

  • 28 Thomas Brehl // Sep 26, 2006 at 23:50

    @ Olsen

    Mensch, jetzt hätte ich Dich/Euch doch fast vergessen, ´tschuldigung. Eine Kontaktaufnahme ist ja noch keine Beitrittserklärung und wir beißen ja auch alle nicht. Der Beitritt zur Fremdenlegion sollte vielleicht wirklich wochenlang überdacht werden, aber der Kontakt zu uns kann doch nur zur gegenseitigen Bewußtseinerweiterung beitragen.

    Wer uns besser verstehen will, sollte auf jeden Fall das “Wetterleuchten” (und hier besonders: “Antikapitalismus von rechts”) lesen. Selbst ich gehe nicht mit allen Aussagen dieser hervorragenden Arbeit von Micha Togram konform, aber hier fand ich einerseits die Analyse und andererseits auch die daraus resultierenden Lösungsansätze für die brennendsten Probleme unseres Volkes und unserer Zeit.

    Über das “Wetterleuchten” schrieb ich in einer Abhandlung:

    Liebe Kameraden, liebe Interessenten, liebe Interessierte,

    nicht jeder, der sich im Nationalen Widerstand betätigt, hat sich vorher eingehend mit den historischen, geistesgeschichtlichen oder auch wirtschaftspolitischen Vorgängen beschäftigt, die für die heute herrschenden Zustände in Deutschland, in Europa, ja in der ganzen Welt ursächlich verantwortlich sind.

    Muß jeder Aktivist Geschichtswissenschaft studiert haben? Muß jeder, der sich bedingungslos und mit ganzem Herzen der Sache seines Vaterlandes verschrieben hat, ein Universitätsstudium vorweisen können, um als vollwertiger Kämpfer anerkannt zu werden?

    Nein, sicherlich nicht und wir alle, die wir schon länger am Freiheitskampf unseres Volkes teilnehmen, wissen nur zu gut, daß es Situationen gibt, wo es völlig egal ist, ob der neben uns stehende Kamerad den Unterschied zwischen Kant und Schopenhauer kennt, wenn er denn nur ordentlich zulangen kann, um den Angriff des politischen Gegners abzuwehren.

    Es geht bei fehlendem Hintergrundwissen aber vielfach gar nicht um mangelnden Intellekt, viele Aktivisten resignieren heute einfach vor der scheinbar unauflöslichen Komplexität und Undurchschaubarkeit der politischen Abläufe in Vergangenheit und Gegenwart. Das Wesen einer guten Propaganda sei es, die Dinge ihrer Kompliziertheit zu berauben, hat einst Dr. Goebbels bekundet und unabhängig von der Beurteilung seiner historischen Rolle wurde und wird ihm von Freund wie Feind bis heute bestätigt, daß er ein Meister seines Fachs gewesen ist.

    Hier setzt auch das “Wetterleuchten”, das Theorieorgan des Kampfbundes Deutscher Sozialisten an. Wer sich in unserer komplizierten Welt besser orientieren möchte, wer rechte Positionen überzeugend vertreten können will, wer den Propagandisten des Kapitals oder den Verfechtern der “Multi-Kulti-Gesellschaft” argumentativ begegnen können möchte, der sollte das “Wetterleuchten” lesen. Auf leicht verständliche Weise und für jeden nachvollziehbar wird hier die Position des Kampfbundes Deutscher Sozialisten vermittelt aber man muß kein Mitglied in unserer Truppe sein, um im “Wetterleuchten” eine wahre Fundgrube antikapitalistischer Argumentation zu entdecken.

    In den bisher erschienenen sechs Ausgaben des “Wetterleuchten” wurden vom Verfasser Michael Togram unter dem Titel “Antikapitalismus von rechts” in fünf Grundsätzen die Positionen einer antikapitalistischen Rechten beschrieben. Die neueste Ausgabe enthält die Grundsätze 6 und 7, hier geht es um die Sozialistische Nation als nachkapitalistische Ordnung der Zukunft, sowie um die Feststellung, daß sich unser nationaler Freiheitskampf nicht gegen fremde Völker, sondern gegen das internationale Kapital richtet.

    Im von Micha Togram verfaßten und von unserem Leiter der Bezirksleitung-Berlin des KDS, Kampfgefährte Michael Koth, herausgegebenen “Wetterleuchten” lesen wir zum Beispiel in dessen neuester Ausgabe zum Thema “Internationale Hilfsorganisationen”:

    “Internationale Hilfsorganisationen sind vielfach die “caritativen” Hilfstruppen des westlichen Imperialismus. Ihre “Hilfslieferungen” dienen der Humanisierung und damit der Aufrechterhaltung der imperialistischen Kolonialherrschaft. Sie dienen der Verschleierung der Ausbeutung, der Lähmung der eigenen nationalen Kräfte, Einschläferung des nationalen Widerstandsgeistes, fördern die Akzeptanz der Fremdherrschaft und verteilen Wohltaten für Wohlverhalten. Damit zementieren die internationalen Hilfsorganisationen koloniale Abhängigkeitsverhältnisse und bilden auf diese Weise die Hilftstruppen eines humanitär angestrichenen Neokolonialismus.”

    Und zum besseren Verständnis der Handlungsweisen der Kapitalisten und zum Begreifen ihrer Ziele, läßt uns das “Wetterleuchten” wissen:

    “Das größte Verbrechen des Kapitalismus ist neben der Kommerzialisierung aller Lebensformen auf dieser Erde sein brutaler Kampf gegen die Nationalkulturen der Völker. Mit ihrer Vielfalt sind sie für die standardisierte Massenramschproduktion der internationalen Konzerne ein “Handelshindernis”. Zur kapitalistischen “Marketing” – Strategie gehört die systematische Egalisierung der Konsumgewohnheiten der Völker dieses Planeten. Hauptziel ist die Rationalisierung des Menschen und seiner Bedürfnisse im Interesse einer absatzorientierten Weltproduktion. Das wichtigste Instrument dieser Standardisierung von Menschen und ganzen Völkern ist der vom US-Handelsimperialismus den Nationen aufgezwungene “american way of life”. Er soll durch die Vernichtung nationaler Verbrauchs- und Kulturgewohnheiten zugleich der nationalen Industrie den Boden unter den Füßen wegziehen. Die unterschiedlich volksgeprägten Nationalkulturen sollen einer kapitalistisch vereinheitlichten Weltzivilisation weichen.”

    Und über die Rolle des Christentums erfahren wir:

    “Ein Vorläufer der kapitalistischen Menschennorminierung war und ist das orientalische Christentum. Seine untilgbare Schuld besteht in der Vernichtung unzähliger Volks- und Naturreligionen und ihre Ersetzung durch eine einheitlich genormte Konfessionswüste mit dem Standardprodukt eines monotheistischen Gottesglaubens als Marktführer. Jahrhundertelang wütete eine Sekte wandernder Wüstenprediger gegen die nationalen Kulturen der Völker, zerstörte ihre Tempel, hackte ihre heiligen Haine um und verbrannte Millionen von “Heiden” auf Scheiterhaufen oder brach ihnen die Knochen in den Folterkellern der Inquistion mit dem “Hexenhammer”. Rassenstolz und Volksbewußtsein galten in den Augen der Kirche als “Hoffahrt”. An ihre Stelle trat die “Demut” gläubiger Schafherden, die “aus der Tiefe” ihre “Hirten” um “Vergebung der Sünden” anflehten. Schuld und Sühne sind auch heute noch die psychologischen Folterinstrumente und geistigen Peitschen, mit denen die internationale Geldoligarchie ihre Weltherrschaft über geistig entmannte und zur Willfährigkeit dressierte Völker zu errichten trachtet.”

    Aber auch Wege aus der Misere werden aufgezeigt:

    “Es geht um die Verwirklichung einer antikapitalistischen Radikalität, die dem “ökonomischen Zeitalter” eine kompromißlose Absage erteilt und den Weg in eine nichtökonomische Kultur mit nichtökonomischen Werten und Idealen beschreitet. Es geht um den entschlossenen Bruch mit der ökonomischen Welt von gestern und einen umfassenden Neuanfang auf diesem Planeten. An die Stelle internationaler Mediemonopole mit ihren Publizierungs- und Denkverboten tritt die nationale Wissenschaftsfreiheit. Sie räumt auf mit den Propagandalügen der Umerziehung, in dem sie die hinterhältigen Absichten und Methoden der psychlologischen Kriegführung enthüllt und anprangert. Die an den Deutschen erstmals vorgenommene Umerziehung droht übrigens heute allen Völkern, die sich auf “nationalistische Abwege” begeben.
    In der nationalen Kulturpolitik offenbart sich der alles entscheidende Sinn und Zweck eines Sozialistischen Nationalstaates: Bekämpfung einer zivilisatorisch genormten Einheitsmenschheit durch die Bewahrung und Fortentwicklung der nationalkulturellen Völkervielfalt.”

    Diese kurzen Leseproben werfen ein Schlaglicht auf den Inhalt des “Wetterleuchten” und haben hoffentlich beim einen oder anderen das Interesse geweckt. Ein Probeexemplar (48 Seiten) erhaltet ihr für 3,–€ (+ 1,44 € Portokosten) bei der Bundesgeschäftsstelle des KDS: Postfach 03 04, 04607 Meuselwitz

  • 29 Dike // Sep 27, 2006 at 13:10

    @ Olson

    Nachtrag zu meinem Eintrag oben in bezug auf die von den europäischen Gazetten berichtete angebliche “Unruhe” unter der amerik. Bevölkerung:

    Heute kann man darüber u.a. lesen:

    “…there is no visible American opposition to Bush legitimizing the use of nuclear weapons in behest of US hegemony.”

    “…eine sichtbare Opposition zu Bushs Vorhaben der Anwendung von Atomwaffen im Bestreben die US-Vorherrschaft zu erhalten, ist in Amerika [unter der amerikanischen Bevölkerung] nicht zu erkennen.”

    http://www.informationclearinghouse.info/article15118.htm

    Why Bush Will Nuke Iran

    By Paul Craig Roberts

    09/26/06 “

  • 30 Völkischer Beobachter // Sep 27, 2006 at 21:45

    @ Dike:

    “John Podhoretz, Sohn des Neocon-Urvaters Norman Podhoretz, kritisierte die Zurückhaltung, dessen sich die USA und Israel im »Antiterrorkrieg« seiner Meinung nach befleißigten. »Kann irgendein Krieg gewonnen werden, wenn eine von zwei kämpfenden Seiten sich auf diese Weise selbst Grenzen setzt?« Und weiter: »Hätte der Zweite Weltkrieg von Großbritannien und den USA gewonnen werden können, wenn diese zwei Länder nicht bereit gewesen wären, Dresden mit Brandbomben zu belegen und Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abzuwerfen?«. Das ist die Argumentation eines größenwahnsinnigen Kriminellen, aber keine Einzelmeinung. Daß auch der Präsident selbst in diese Richtung denkt, zeigt ein Brief von höchsten US-Generälen an das Weiße Haus vom Frühjahr 2006: Sie protestierten gegen die Weigerung ihres Oberbefehlshabers, im Falle eines Krieges mit dem Iran den Einsatz von Nuklearwaffen auszuschließen, und drohten mit ihrer Demission.”

    http://www.jungewelt.de/2006/09-26/014.php

  • 31 Halbaraber // Sep 28, 2006 at 11:20

    Die Beschuldigungen gegen Chavez, der nicht einmal 3000 US$ im Monat verdient, gegen Morales und Castro sind nicht mehr auszuhalten. Und die Dummen glauben es – die Idealisten strafen Euch lügen!

    Die Allianz Chavez, Morales, Castro usw. ist der Anfang der neuen sozialischen Welle in Südamerika. Sie werden dem faschistioden USA-Regime die Stirn bis zum Letzten bieten. Und ich werde dabei sein, wenn die Revolution in Kuba beginnen wird.

    Ich bin ein Freiheitskämpfer, kämpfe gegen Imperialismus und Faschismus. Ich suche das Gute im Menschen – und dafür bin ich bereit zu sterben.

    Ihr auch, die gegen alles wettern?

    Vaterland oder Tod!

  • 32 Nuc // Sep 28, 2006 at 15:04

    Nun gut die Meinung Chavez über den Imperialismus sei mal dahingestellt. In der UN-Generalversammlung gilt eben der Grundsatz der Redefreiheit. Vielleicht sollte Herr Chavez auch anfangen dieses Recht seinen eigenen Bürgern einzuräumen?

  • 33 Olsen // Sep 30, 2006 at 21:06

    @Dike
    Seit wann zählt dein Verweis unter “europäische Massenmedien”, ist das nicht eine amerikanische Netzseite?
    Im Übrigen beziehe ich den Großteil meiner Informationen ebenfalls über’s Netz.
    Das du gewisse Äußerungen südamerikanischer Staatsoberhäupter und bekannter Volkspolitiker nicht vernommen hast, ist nicht mein Problem. Ich habe da weniger Defizite.
    @Thomas
    Diese Leseproben sind köstlich, besonders ihr Niveau. Auf diese Art läßt sich Politik machen und damit Menschen für die Sache begeistern.
    Eine Frage hätte ich noch an Dich, evtl. kannst Du sie mir beantworten, da Du Dich in Bezug auf das Dritte Reich besser auskennst. Weshalb verbrannte man wirklich die Werke Heinrich Heines? Ich konnte bisher keine Erklärung finden. Der Status “Jude” ist keine haltbare Begründung.

  • 34 Thomas Brehl // Oct 1, 2006 at 20:21

    @ Olsen

    Na ja, bei Heine war es wohl das Gesamtbild, das es geboten erscheinen ließ, seine Werke zu verbrennen. Eines der bekanntesten Zitate von Heine ist ja das „Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen!“ Es entstammt der Tragödie „Almansor“ und bezog sich auf die Bücherverbrennung vom Oktober 1817, als nationalgesinnte Studenten auf der Wartburg deutschfeindliches Schrifttum verbrannten. Das Hambacher Fest, heute noch als Geburtstsunde der deutschen Demokratie gefeiert, wird auch von Heine hochgelobt, während die Veranstaltung der nationalen Studenten auf der Wartburg Heines Groll heraufbeschwört. Er spricht von „beschränktem Teutomanismus“, von „obskurem Rabengesang“, siehe Zitat unten:

    „Das ist schön bei uns Deutschen: Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.“ Heinrich Heine

    „Das Hambacher Fest [beurkundete] einen großen Fortschritt, zumal wenn man es mit jenem anderen Fest vergleicht, das einst ebenfalls zur Verherrlichung gemeinsamer Volksinteressen auf der Wartburg stattfand. Nur in Außendingen, in Zufälligkeiten, sind sich die beiden Bergfeiern sehr ähnlich; keinesfalls ihrem tiefen Wesen nach. Der Geist, der sich auf Hambach aussprach, ist grundverschieden von dem Geiste oder vielmehr von dem Gespenste, das auf der Wartburg seinen Spuk trieb. Dort, auf Hambach, jubelte die moderne Zeit ihre Sonnenaufgangslieder und mit der ganzen Menschheit ward Brüderschaft getrunken; hier aber auf der Wartburg, krächzte die Vergangenheit ihren obskuren Rabengesang, und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren! Auf Hambach hielt der französische Liberalismus seine trunkensten Bergpredigten, und sprach man auch viel Unvernünftiges, so ward doch die Vernunft selber anerkannt als jene höchste Autorität, die da bindet und löset und den Gesetzen ihre Gesetze vorschreibt; auf der Wartburg hingegen herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anderes war als der Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand, und der in seiner Unwissenheit nichts Bessres zu erfinden wußte, als Bücher zu verbrennen.“ Heinrich Heine

    In einer Dokumentation der TU-Dresden heißt es über die Bücherverbrennung von 1933:

    „Wie angekündigt nahmen am Abend des 10. Mai 1933 im großen Saal des Studentenhauses Kommilitonen in SA- und SS-Uniformen Aufstellung. Ebenso waren der Rektor, eine große Zahl Professoren, Abgesandte von Behörden und der Presse erschienen, als der Gauobmann des NS-Reichsverbandes Deutscher Schriftsteller Will Vesper (1882-1962) über die “Zeitenwende in der Dichtung” sprach. Dabei bezeichnete er die “Allerweltsgeistigkeit des internationalen Judentums”, die seit Heinrich Heine bestünde, als “die schwerste Gefahr”.

    Beste Kampfesgrüße

    Thomas

  • 35 Olsen // Oct 3, 2006 at 16:41

    @Thomas
    Danke für die Auskunft.
    Meine Interpretation des Heine Zitates werde ich hier nicht veröffentlichen, diese würde das Gesagte im Lichte der Zeit versuchen zu beleuchten, eben im Kontext Heine – Umwelt. Keine reine Rechtfertigung seiner Worte. Diese haben heute oftmals einen anderen Sinn und man sieht die Dinge zu oft, aus einer Position heraus, die einen zeitlichbedingten größeren Erfahrungsschatz mitsichbringt, also auch eine andere Sichtweise.
    Vielleicht ist Heines’s “Hambachhaltung” wirklich der Grund gewesen, einleuchtend wäre dies zumindest, aber sein Gesamtwerk kann es nicht gewesen sein, sonst hätte man auch Goethe verbrennen können. Viel fehlt dann nicht mehr. Ich kann damit leben, daß Heine’s Werke Opfer politischer Unruhen geworden sind, rechtfertigen kann ich dies aber nicht, zu alledem Bücherverbrennungen nicht die Lösung sein können. Bücherverbrennungen sehe ich als ein Armutszeugniss und Tobsuchtsanfall geistiger Blindheit an. Die einzigste Bücherverbrennung, die ich befürworte, ja sogar das Zündeln übernehmen würde, wäre die Verbrennung von Büchern, in denen zur Bücherverbrennung aufgerufen wird.
    Danke für die Auskunft.

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