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„Soll der Dachdecker doch klagen“ – TAZ macht in Pogromstimmung (01.10.06)

October 1st, 2006 · Post your comment (7 Comments)

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Anklam / Berlin: Noch immer nicht beruhigt hat sich der mediale Mainstream über den Wahlerfolg der NPD in Mecklenburg-Vorpommern. Während Fernsehen und Presse in gewohnter Hetze machen, verlangt man in der SPD wieder einmal ein Parteiverbot als ultima ratio gegen allzu eigenständigen Wählerwillen. Das ist sogar der linken TAZ zuviel. So meinte dort eine Astrid Geisler am 28. September:
„…Doch der Verbotsreflex birgt eine bittere Botschaft: Offensichtlich ist es führenden demokratischen Volksvertretern egal, ob und wie militante Neonazis ihre Ideologien streuen. Neonazis dürfen in aller Ruhe Jugendliche indoktrinieren und systematisch Dorfgemeinschaften aufstacheln – solange sie dabei nicht die Einflusssphären der so genannten großen Politik touchieren. …
So ziehen nun erstmals in der bundesrepublikanischen Geschichte zwei Kameradschaftskader in einen Landtag ein, kassieren staatliche Diäten, dürfen ihre Mitglieder auf Kosten des Steuerzahlers mit Referentenpöstchen versorgen. Der Staat leistet damit Aufbauhilfe für militante Neonazigruppen. Das alles kann man entsetzlich finden. Trotzdem ist es nicht nur verlogen, angesichts des Wahlerfolgs der NPD plötzlich nach deren Verbot zu rufen, es ist sogar gefährlich. Denn die Botschaft an die Wähler lautet: Demokratie heißt, der Bürger darf zwar frei wählen. Aber wenn er sich für die Falschen entscheidet, dann wird deren Partei nach der Wahl eben verboten. So verabschiedet man die inzwischen knapp 60.000 NPD-Wähler in Mecklenburg-Vorpommern für immer aus der Demokratie. …“

Wahre Worte, die fast den Gedanken aufkommen lassen, dass die TAZ die Lage der Dinge erkannt und das Votum des Wählers anerkannt hat. Doch weit gefehlt. So wie der Wolf auch im Schafspelz ein Wolf bleibt, bleibt auch die TAZ, dass was sie ist, auch wenn sie sich zuweilen den Anschein sachlicher Objektivität gibt.

So spart Astrid Geisler nicht an klugen und überklugen Ratschlägen, an die „Demokraten“ in Mecklenburg-Vorpommern, die dazu beitragen sollen, die politische Entwicklung in das gewohnte politisch korrekte Geleise zurückzuführen. So meint sie:
„…Der Zustand der SPD in diesem Landstrich nährt den Verdacht, die Parteistrategen hätten die Gegend aus ihren Listen gestrichen. Die SPD hat dort ähnlich viele Mitstreiter wie die Neonazis in Kreuzberg. Wenn die SPD-Spitze es ernst meint mit ihrer Sorge um die Demokratie, dann muss sie schleunigst selbst in deren Rettung investieren. Denn die NPD lebt auch von der Schwäche der anderen Parteien.

Falls die Bürger in den neuen NPD-Hochburgen überhaupt wieder für demokratische Parteien zu begeistern sind, so wird dies nur durch mühsame, langwierige Überzeugungsarbeit gelingen. Die Demokraten in den betroffenen Dörfern werden das alleine nicht schaffen. Sie waren schon vor der Wahl überfordert, nun sind sie mancherorts auch noch zu Außenseitern degradiert. Sie brauchen Hilfe – finanzielle, personelle, juristische und strategische. Denn dort, wo die Rechtsextremen sich nun in der Mehrheit wissen, werden sie mehr denn je auftrumpfen. …“

Ein interessanter Vergleich, der unfreiwillig eine der Wurzeln für die nationalen Erfolge auf dem flachen Lande im Norden aufzeigt, so wünscht man dort vielleicht alles Mögliche, aber ganz gewiß keine Kreuzberger Verhältnisse, die im Übrigen nur von solchen „Demokraten“ gefordert werden, die in der Regel gar nicht aus den dortigen Breiten stammen, sondern Möchtegern-Politiker und –„Experten“ aus dem Westen verlangt werden und gegen die sich die Masse der Landbevölkerung mit allen Kräften wehrt. Da die selbsternannten „demokratischen“ Parteien nicht in der Lage sind, solchen Wünschen Rechnung zu tragen und sie darüber hinaus auch noch die Bevölkerung auf sozialem Gebiet mehr und mehr ruinieren, muß man kein Hellseher sein, dass diese sich zunehmend an die einzige politische Kraft wendet, die vom Sog der allgemeinen politischen Korruption und Verkommenheit noch nicht gänzlich erfasst ist oder ganz und gar auf politische Betätigung verzichtet.

Astrid Geisler

Um hierfür eine Wende einzuleiten, verlangt Astrid Geisler nunmehr von ihren Gesinnungsgenossen im Umgang mit deren politischen Gegner folgendes:
„…Ihr Vormarsch in Regionen wie Ostvorpommern oder Uecker-Randow ist nur zu stoppen, wenn die Demokraten sie im Alltagsleben klar ausgrenzen. Davon kann bisher keine Rede sein. In Postlow weigerte sich der Gemeindebürgermeister vor der Landtagswahl, öffentlich gegen die NPD einzutreten. In Bargischow stellt die Gemeinde den Neonazis ein Clubhaus zur Verfügung. Im Schaukasten vor dem Anklamer Gymnasium durfte ein rechtsextremer Dachdecker über Jahre mit einschlägiger Runensymbolik für seine Dienste werben, Rektorat und Kreisverwaltung zuckten mit den Schultern und verwiesen auf die komplizierte Rechtslage. Nur weil der Handwerker zahlungsunfähig wurde, flog seine Plakette kürzlich vom Schul-Vorplatz.
Kommunalpolitiker, Eltern, Lehrer, Schüler, Nachbarn müssen ermuntert werden, sich den Rechtsextremen entgegenzustellen. Sie müssen ihren Parolen widersprechen, ihre Propaganda zerlegen, mit dem NPD-Wähler nebenan das Gespräch suchen und: Zivilcourage zeigen. Sie müssen in den Bargischower Jugendclub gehen und sagen: Jetzt machen wir hier Programm! Sie müssen die Runen-Werbung vor dem Gymnasium abreißen und sagen: Soll der Dachdecker doch klagen! All das werden sich die Bürger nur trauen, wenn sie sich öffentlicher Unterstützung gewiss sein können. Bisher konnten sie das nicht. …“

Deutlicher kann man es wohl nicht sagen. Mit anderen Worten, die TAZ verlangt also, dass man auf Recht und Gesetz nunmehr gänzlich pfeift und unliebsame Personen nicht nur beruflich ausgrenzt, sondern, sofern sie selbständig sind, sogar in aller Öffentlichkeit wirtschaftlich bekämpft, indem man ihnen noch nicht einmal vergönnt, für ihren Handwerksbetrieb Werbung zu machen.
Ob man bei der TAZ weiß, dass man mit solchen Parolen allenfalls einen Wind sät, der sich in nicht allzu ferner Zeit zu einem Sturm entfachen könnte, bei dem nicht etwa irgendwelche nationalgesinnte Einzelpersonen den Kürzeren ziehen, sondern bestimmte Muster- und Berufsdemokraten, bei denen man dann möglicherweise das praktiziert, was die TAZ hier so wärmstens als Umgangsmethode für den politischen Gegner empfiehlt. So sollte man in der Redaktionsstube der TAZ zur Kenntnis nehmen, dass dem nationalen Spektrum auch solche Handwerksmeister bekannt sind, die sich in etablierten Parteien betätigen und die man ja bei der Gelegenheit vielleicht einmal mit diesem TAZ-Artikel konfrontieren könnte, um einmal nachzufragen, ob solche Methoden der politischen Auseinandersetzung künftig gewünscht werden, damit man sich schon mal darauf einrichten kann. Denkbar, dass es dann aber nicht nur beim Abreißen von Werbeplakaten für Handwerksbetriebe bleibt, die von der TAZ als politisch unbequem eingestuft werden. Dabei bleibt der erste Schlag natürlich dem Gegner, eine Hand wäscht eben die andere,

Und dann sollen die mal klagen.

Siehe auch
TAZ 28.09.06

Astrid Geisler

Quelle: Störtebeker-Netz 01.10.06



Tags: Allgemeines

7 responses so far ↓

  • 1 Völkischer Beobachter // Oct 1, 2006 at 14:49

    So ziehen nun erstmals in der bundesrepublikanischen Geschichte zwei Kameradschaftskader in einen Landtag ein, kassieren staatliche Diäten, dürfen ihre Mitglieder auf Kosten des Steuerzahlers mit Referentenpöstchen versorgen.

    Darüber muß man sich ausgerechnet bei der taz beschweren! Als Jürgen Trittin vom Kommunistischen Bund Westdeutschland mit seinen Spießgesellen und Maoisten wie Bütikofer auf den Listen der GRÜNEN in die westdeutschen Parlamente einzogen, hat man solch besorgte Töne aus dieser Richtung damals niemals vernommen!

  • 2 Ferrier // Oct 1, 2006 at 17:45

    @Völkischer Beobachter

    Natürlich hat man da keine Besorgnis gehört. Ich erinnere mich an ein Bekenntnis von Rainer Barzel, welches er kurz vor seinem Tod öffentlich machte. Da heißt es unter anderem, daß dem System schon früh klar wurde, daß es der Marxismus nicht schaffen würde, eine wirkungsvolle Alternative zu stellen… Was das bedeutet wissen wir wohl alle!

  • 3 Thomas Brehl // Oct 1, 2006 at 18:44

    Auf die Vorhaltung von taz und anderen, nun zögen sie also in den Landtag ein, kassierten staatliche Diäten und dürften ihre Mitglieder auf Kosten des Steuerzahlers mit Referentenpöstchen versorgen, sollte man stets mit Dr. Goebbels antworten:

    “So, wie ihr es uns vorgemacht habt, so machen wir es jetzt nach!”

  • 4 Schwert // Oct 1, 2006 at 20:01

    @Ferrier

    “Da heißt es unter anderem, daß dem System schon früh klar wurde, daß es der Marxismus nicht schaffen würde, eine wirkungsvolle Alternative zu stellen”

    Sie haben den Marxismus als Alternative “ausgeschaltet”, weil sie ihn mit ins System integriert haben (zumindest den Neomarxismus der Frankfurter Schule). Alle Politik-, Soziolgie- und Pädagogikstudenten gehen durch die Frankfurter Schule. Der Marxismus ist akzeptierter Bestandteil der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Er taugt hier nichts mehr für ein Rebellendasein. Kein Wunder warum die Linke von den Etablierten hofiert und deren “Projekte” mit saftigen Steuergeldern ausgestattet werden.

  • 5 Peter // Oct 1, 2006 at 20:11

    Gerade hat sich Margret Bezold-Chatwin, die denunzierende Sumpfpflanze dieses stinkenden Systems, verabschiedet, da taucht mit Astrid Geisler aus diesem Sumpf schon ein neues häßliches Gewächs auf. Diese Pflanze hat sich auf “Rechtsextremismus” spezialisiert und erhielt gerade für ihr penetrantes hetzende Geschmiere über “Das vergessene Land? Über den leisen und stetigen Aufstieg der Rechtsextremen in Ostvorpommern” den Otto-Brenner-Preis der volksfeindlichen Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall (Man mag sich nur die extrem antinationale Jury dieser Stiftung genauer ansehen). Otto Brenner war ehemaliger “Hilfsmonteur” bei HANOMAG in Hannover und wurde 1931 entlassen. Solche Leute landen dann typischerweise in der SPD. 1935 wurde Brenner vom Oberlandesgericht Hamm zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Astrid Geisler ist also in bester “Gesellschaft”.

  • 6 Z-O-G // Oct 1, 2006 at 20:44

    Nagut dann sollen sie mal anfangen. “Es sind die glücklichen Sklaven der Freiheit größter Feind”. Vielleicht ist es ganz hilfreich, wenn es uns allen mal ein bisschen schlechter geht, damit allgemein erkannt wird, was Sache ist in diesem “freien Rechtsstaat”.

  • 7 Einherier // Oct 2, 2006 at 1:21

    Das System “Sozialdemokratie” oder auch “Wir sind für alle auf der Welt verantwortlich”System, liegt schon seit über 20 jahren im sterben, und hat meines erachtens seine letzten 5-10 Jahre Lebensjahre erreicht.

    Die stümperhaften Reformversuche der Systemparteien sind nichts weiter als Lebensverlängernde massnahmen, oder zumindest der versuch welche herbei zu führen.

    Man erkennt langsam das aber die eigentliche “Krankheit” die zu 100 % bejahende “One World Politik” dieses System ist.

    Sei es der Libanon,sei es Afghanistan,oder derKongo, oder die 200000 Mios Arbeitslosen Einwanderer, und die tatsache das jeder 3te Häftling in Deutschland kriminell ist, erstaunlich bei einer Bevölkerungsanteils Quote von nichtmals 10%.

    Aus diesem Grunde greifen die Sozialdemokraten zu der aus Ihrer Sicht letzten möglichkeit, mann versucht die wachsende anhängerschaft der Nationaldemokratie aus dem alltags leben zu verbannen.

    Um es kurz zu machen: Die aussage man solle Betriebe und Firmen von Kameraden boykottieren beinhaltet nichts anderes als die Fenster schmirereien von damals “Kauft nicht beim Juden”.

    Aber abgesehen davon ist das System schon viel zu krank, und hat sich glaub ich mit seinem Tode abgefunden.Deshalb wird weder zu boykotten , oder oben erwähnter Szene kommen das jmnd in ein kameradenhaus geht und sagt”Ich/wir machen jetzt hier programm)(stele mir das lustig vor)

    Und die Deutschen Bürger und Bürgerinnen, die die jeden tag hart arbeiten,und am Monatsende Ihre immer höher werdenden Steuern zahlen,aber als auch die armen Kameraden und Kameradinnen, die in der arbeitslosigkeit vegetieren müssen, werden sich nicht länger von der “ARD und Bild” Propaganda des Systems täuschen lassen.

    Die einzige hoffnung für dieses Stystem, ist die konsequente umdenkensweise bei demthema “Globalisierung” da sich unsere derzeitige Regierung aber eig. seit 30 jahren nur noch dadurch auszeichnet, stoßen sie dem System selbst den Dolch in den Rücken.

    Die Sozialdemokratie ist bald tot, und die Nationaldemokratie wird folgen,oder um es anders zu sagen:

    Der König ist tot es lebe der König.

    Mit völkischem Gruß

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