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Späte Rache – Londoner Bürgermeister wegen “Judenbeleidigung” für einen Monat vom Amt suspendiert (28.02.06)

February 28th, 2006 · Post your comment (1 Comment)

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London: Wegen eines scharfen Wortwechsels mit dem jüdischen Journalisten Oliver Finegold vom EVENING STANDARD im Februar vergangenen Jahres, mußte sich jetzt Londons Bürgermeister Ken Livingstone (Labour Party) vor einem Disziplinarausschuß der Stadt verantworten. DIE WELT beschrieb die Ursache für dieses Verfahren am 16. Februar letzten Jahres so:

„…Was war geschehen? “Standard”-Redakteur Oliver Finegold hatte vor wenigen Tagen den “roten Ken” um einen Kommentar gebeten nach einer abendlichen Feier in Londons Stadtverwaltung. Dort war Chris Smith, Kulturminister im ersten Blair-Kabinett, für seinen Mut geehrt worden, sich vor 20 Jahren als erster Politiker als homosexuell geoutet zu haben.
“Wie war die Party”, fragte Finegold unschuldig den Bürgermeister. Darauf dieser, die Hörner senkend: “Hast du mal daran gedacht, dich behandeln zu lassen?” Finegold beharrte: “War es eine gute Party? Und was bedeutete sie Ihnen?” Livingstone, jetzt ohne Visier: “Was hast du früher gemacht? Warst du ein deutscher Kriegsverbrecher?” Finegold: “Nein, ich bin Jude, und ich finde Ihre Bemerkung ziemlich beleidigend. Also, wie ging das hier heute?” Livingstone, giftig: “Na ja, du magst zwar jüdisch sein, aber eigentlich bist du genauso wie einer dieser KZ-Aufseher. Du machst, was du machst, weil du dafür bezahlt wirst, oder nicht?” …“

Ken Livingstone

Daß dies zu einem handfesten Skandal führte, muß wohl nicht weiter ausgemalt werden. Im Gegensatz zu bundesdeutschen Politikern ähnlichen Kalibers, weigerte sich Livingstone jedoch energisch sich zu entschuldigen – bis heute!

Die Quittung kam am letzten Freitag und lautete einen Monat Suspendierung. Anlaß für den Vorsitzenden des Londoner Jüdischen Forums Adrian Cohen diese Entscheidung zu begrüßen, gleichzeitig aber auch gönnerhaft zu betonen, daß eine „einfache Entschuldigung“ die Sache rechtzeitig vom Tisch genommen hätte.

Das mag wohl stimmen, was Reb Cohen jedoch nicht wissen kann ist, daß es selbst in einer Demokratie westlicher Prägung, wenn auch nur noch vereinzelt, Menschen gibt, die ihre Ehre höher stellen, als einen billigen Kotau vor dem allgemeinen Zeitgeist, vor allem wenn dieser auch noch hebräisch verbrämt ist. Die vier Wochen Suspendierung dürften Livingstone daher nichts ausmachen, dürfte diese seinem moralisches Ansehen und nicht zuletzt auch seiner Selbstachtung eher förderlich sein, als sich für etwas zu entschuldigen wo es nichts zu entschuldigen gibt.

Siehe auch
IKG News 27.02.06

Altermedia 07.03.05

Altermedia 17.02.05

Quelle: Störtebeker-Netz 28.02.06



Tags: Allgemeines

1 response so far ↓

  • 1 Linda KNIGHT // Oct 10, 2007 at 16:11

    I have used the image of Ken Livingston from your website article for a project I am doing… most images I buy very reasonably from the web but could not find one of him.

    Is it okay for me to use it, and if you require a small amount, let me know and I will recompense, thanks for any help, Linda

    This is no problem, dear Linda. - The houseworker

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