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Schwerin / Mecklenburg: Daß Rot und Schwarz keineswegs weit auseinander liegen und im Grunde heute nichts anderes sind als das, was die sogenannte Nationale Front zu DDR-Zeiten war, wird tagtäglich immer mehr offenbarer. Verbale Scheinauseinandersetzungen in diversen Parlamenten kann man dabei wohl getrost als reinen Theaterdonner abtun. Rhetorische Showeinlagen, die lediglich dazu dienen, dem Wähler zu suggerieren, er besäße eine pluralistische Demokratie. Wie dieser „Pluralismus“ jedoch tatsächlich funktioniert, kann man derzeit einmal mehr in Mecklenburg-Vorpommern erleben, wo die geistigen Nachfahren der DDR-Blockparteien inzwischen dabei sind, Hand in Hand eines Verbotsverfahren gegen die NPD zu inszenieren.
Dabei liegt offen auf der Hand, dass dieses nicht so sehr aus Furcht vor den parlamentarischen Kapazitäten der NPD unternommen wird und auch nicht wegen vorliegender Straftaten, sondern einzig und allein aus reinem Futterneid. So können es die Kartellparteien nicht verwinden, dass sie in der NPD jetzt einen parlamentarischen Konkurrenten haben, der sie in ihren politischen und finanziellen Pfründen nicht nur beschneidet, sondern auch die Möglichkeit hat, ihre bisherige Mauschelpolitik und Vetternwirtschaft öffentlich bloßzustellen. Ganz klar, dass dies den sich als „demokratisch“ ausgebenden parlamentarischen Dreckschleudern und Backpfeifengesichtern der etablierten Parteien nicht gefallen kann.
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| Volker Schlotmann |
So verwundert es wohl wenig, wenn die jüngste CDU-Verbotsinitiative in Mecklenburg-Vorpommern gerade in der SPD mit Begeisterung begrüßt wird, obwohl man eigentlich gerade in dieser Partei über die Wirkung von Parteiverboten dieser Art am besten informiert sein sollte. Befall gibt es auch bei den SED-Nachfolgern in der PDS, die im Vergleich zu ihren Blockparteienkollegen bekanntlich über besonders einschlägige Repressionserfahrungen aus alten Allmachtstagen verfügen und deren Werturteil in diesem Zusammenhang sicherlich als besonders interessante Expertenmeinung zu betrachten ist.
Wo den Genossen der drei Blockparteien besonders der Schuh drückt, machte Sozialminister und SPD-Landeschef Erwin Sellering, deutlich als er gegenüber der Presse meinte: „Die Rechtsextremisten im Land werden immer dreister und frecher, ihre Drohreden immer unverhohlener.“ Sinnigerweise vergaß der aus dem Ruhrgebier stammende Genosse Sellering seine Behauptung durch ernstzunehmende Beispiele zu untermauern, so dass wohl davon auszugehen ist, dass es nicht so sehr die genannten „Drohreden“ sind, welche die Herren Genossen beunruhigen, sondern ganz schlicht und einfach, dass es überhaupt Leute gibt, die sich erdreisten, auf fundamentale Art und Weise anders zu denken als Politiker seiner Couleur.
Ähnliche Töne auch von SPD-Fraktionschef Volker Schlotmann, ebenso wie Sellering einer von jenen Westimporten, die den Osten als lediglich als eine Art politisches Goldgräberland für die eigene Karriere betrachten, nachdem sie es zuvor in der alten Heimat politisch zu nichts gebracht hatten und selbst in der eigenen Partei als Typen galten, die man politisch zu nichts zu gebrauchen kann. Optisch wirkend wie ein nachgemachter Rabbiner mit abgebrochener Lehrausbildung tut Schlotmann in der Regel so, als sei ausgerechnet er das moralische Gewissen des Schweriner Landtags. O-Ton Schlotmann: „Wer Pastörs und seinen Spießgesellen in der vergangenen Woche zuhören musste, weiß, dass es keiner V-Leute mehr bedarf, um Beweise für ein Verbotsverfahren zu sammeln.” Ebenso wie Sellering vergisst auch Schlotmann tatsächliche Anhaltspunkte für ernstzunehmende Straftaten von Seiten der NPD-Fraktion zu nennen. Wozu auch, schließlich ist man ja SPD-Genosse.
Schlotmann glaubt außerdem anmerken zu können, dass die CDU-Verbotspläne ein wichtiges Signal an die konservativen Wählergruppen im Lande seien, um dann weiter zu bemerken: „Ein von allen demokratischen Kräften des Landes getragenes Verbotsbestreben ist die Botschaft, die die Menschen erwarten. Jede Halbherzigkeit nützt den Rechtsextremisten in ihren Bemühungen, die demokratischen Kräfte zu spalten.”
Eine Ansicht, die vielleicht gar nicht mal so falsch ist. So erscheint uns das Tun der CDU in der Tat ein Signal an die konservativen Wählergruppen im Lande zu sein, freilich eines mit einer Signalwirkung, dass die Signalgeber vielleicht nicht beabsichtigt haben. So führte der realexistierende demokratische Umgang mit der NPD im Schweriner Landtag letztlich dazu, dass die Partei ihre politischen Positionen nicht nur festigen konnte, sondern auch dazu, dass ihr ihre Wählerschaft nach wie vor die Stange hält. Das machte bekanntlich die letzte Wählerumfrage in Mecklenburg-Vorpommern deutlich, nach der sieben Prozent der Wähler nach wie vor NPD wählen würden, wenn jetzt Landtagswahlen wären. Verbotsdiskussionen dieser Art dürften letztlich dazu dienen, dass dieser Prozentsatz nicht geringer wird, offenbart diese Diskussion doch einmal mehr, wo die eigentlichen Verfassungsfeinde und Demokratieverächter sitzen.
Siehe auch
Schweriner Volkszeitung 25.09.07





24 responses so far ↓
1 Detlef Nolde // Sep 25, 2007 at 12:35
Die Gründe der kapitalistischen Einheitsfront von Linkspartei bis hin zur CDU für ein Verbot ihres gleichfalls antikommunistischen, prokapitalistischen Konkurrenten mögen verlogen und falsch sein.
Das heißt nicht, daß es keine gute Gründe für ein NPD-Verbot geben würde. Spätestens die Jahre 33 bis 45 haben gezeigt, daß Nazis und alle mir ihnen verbündeten Rassisten eine hochgradig verbrecherische Kategorie darstellen, die keinerlei Toleranz verdient.
Lektüre:
Ernst Niekisch: Hitler - ein deutsches Verhängnis
Ernst Niekisch: Das Reich der niederen Dämonen - Eine Abrechnung mit dem Nationalsozialismus
2 die times // Sep 25, 2007 at 12:49
SPD bejubelt NPD-Verbotspläne durch CDU in Mecklenburg-Vorpommern
Wenn dem wirklich so sein sollte, dann kann man vielleicht darauf hoffen, daß sich die NPD doch mehr als 6% erhoffen kann.
Denn wegen 6% würden die wahrscheinlich nicht so einen Wind machen, oder doch?
Ich meine, in der BRD ist ja alles möglich.
3 Gunvald Larsson // Sep 25, 2007 at 13:03
Blockflöten halten zusammen.
4 Gimpel // Sep 25, 2007 at 14:31
Wie ein kluger Dieb der um die Ecke läuft, dann stehen bleibt, um den nachfolgenden Polizisten hilfreich zu entgegnen:
DAAAAA lief der Dieb lang ich habs gesehen!
Blockflöten krachen so schön beim zerbrechen.
5 Bonus // Sep 25, 2007 at 14:44
In Sachsen hat die NPD die spd schon bei den Umfragen überholt,* droht das Selbe nun auch bald MV ? Oder warum werden die etablierten parteien immer frecher und dreister in ihren Lügengeschichten und verlangen ein NPD Verbot? Haben sie Angst um ihre Posten und Pensionen das die NPD sie ihnen streitig macht?
Die NPD sollte den Antrag stellen das sich diese etablierten parteien nicht mehr Volksparteien nennen dürfen, weil sie das Volk nicht mehr vertreten sondern nur eine geringe Anzahl aus dem Selbigen das zur Gilde der Globalisierer und Multikultifanatiker gehören.
Das was das Volk will sagt die NPD offen und ehrlich. Warum werden keine Umfragen gemacht welche Partei was sagt und welche Partei die meisten Überschneidungspunkte mit dem Volk hat. Der klare Sieger wird die NPD sein und nicht diese altbackenen etablierten Altparteien.
*Es muss heißen, HATTE überholt. Nur so als kleine Randnotiz, nicht, dass es wichtig wäre. - Der Hausmeister
6 Hermann Ludwig // Sep 25, 2007 at 14:51
Detlef Nolde
Mal abgesehen davon, daß Sie leider kein Deutsch können (die Kategorie verdient keine Toleranz?): Wenn Nazis und alle mir ihnen verbündeten Rassisten eine hochgradig verbrecherische Kategorie darstellen - wie äußert sich dann Ihre Vermeidung jederlei Toleranz? Werfen Sie Bomben auf die Parteizentralen von Union, FDP, SPD? Auf Grüne und Linkspartei? Ermorden Sie amerikanische, britische, französische Soldaten? Das deutsche Volk und ausländische Besucher dazu?
7 Nationaler, Trier // Sep 25, 2007 at 16:19
Mann in den Schlot, wenn Männchen Schlotmann paßt überhaupt hinein.
8 Klaus 2 // Sep 25, 2007 at 16:41
@D.Nolde
Sie leiden an Moralischen Grössenwahn!
9 Schnecke // Sep 25, 2007 at 16:45
@Detlef Nolde
Ihren geistig,politischen Durchfall kennen wir jetzt schon.Wie wäre es wenn sie uns mal etwas über Bruce Darnell,diesem hochgratig schwulen Neger erzählen,der von ihnen und ihrer Sorte gerate zum Publikumsliebling gewählt wurde.Ein Neger der sich in Deutschland so hoch gefickt hat,daß sich jetzt sogar die Medien um ihn streiten und ARD will auch mal.Kommt deshalb die Gebührenerhöhung?Also erzählen sie mal,wie war es mit ihm?War er stürmisch oder eher zährtlich.Ich hoffe sie haben hinterher genug Geld in seiner Handtasche gefunden.Das sind doch eure Vorbilder,oder?
10 Martin // Sep 25, 2007 at 16:59
@ Detlef Nolde
Zur Ergänzung des von dir empfohlenen Autors Ernst Nikisch empfehle ich dir zur Lektüre ebenfalls Schneewitchen und die sieben Zwerge. Die sind nicht weniger glaubwürdig und wissenschaftlich als Nikisch.
11 codexregius // Sep 25, 2007 at 17:40
@Detlef Nolde
Herr Nolde,
wer Ihre Vergangenheit kennt, wird sicher über Ihren Beitrag schmunzeln…
In diesem Sinne…
12 Detlef Nolde // Sep 25, 2007 at 19:31
Hermann Ludwig :
“Wenn Nazis und alle mir ihnen verbündeten Rassisten eine hochgradig verbrecherische Kategorie darstellen - wie äußert sich dann Ihre Vermeidung jederlei Toleranz? Werfen Sie Bomben auf die Parteizentralen von Union, FDP, SPD? Auf Grüne und Linkspartei? Ermorden Sie amerikanische, britische, französische Soldaten? Das deutsche Volk und ausländische Besucher dazu?”
–> Wir wissen, was Nazis tun, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben. Daraus wird auch heute kein Hehl gemacht, nimm Dir nur mal die ersten Landser-Scheibe zur Hand. Ahso, ich verstehe, wer Kommunisten totschlagen will, der verdient unser aller Toleranz.
Schnecke :
“Ihren geistig,politischen Durchfall kennen wir jetzt schon.Wie wäre es wenn sie uns mal etwas über Bruce Darnell,diesem hochgratig schwulen Neger erzählen,der von ihnen und ihrer Sorte gerate zum Publikumsliebling gewählt wurde.”
–> Kenn ich nicht, erzähl mal.
codexregius :
“Herr Nolde, wer Ihre Vergangenheit kennt, wird sicher über Ihren Beitrag schmunzeln. In diesem Sinne.”
–> Welche Vergangenheit meinst Du? Bis vor zehn Jahren war ich noch Nazi - und nun? Darf man Deiner Meinung nach einen Holzweg nie verlassen, muß sein Leben lang einer politischen und sonstigen Auffassung anhängen? Ist das Dein Lebensmotto?
13 Hermann Ludwig // Sep 25, 2007 at 19:50
Detlef Nolde:
waren wir per Du? Meinen Musikgeschmack kennen Sie jedenfalls nicht.
Ich finde es erheiternd, daß Sie mir unterstellen, ich würde für das Totschlagen von Kommunisten “unser aller Toleranz” einfordern. Lesen können Sie also auch nicht.
14 Nettlef Dolde // Sep 25, 2007 at 20:27
… Das heißt nicht, daß es keine gute Gründe für ein Detlef-Nolde-Verbot geben würde. Spätestens die Jahre nach 1990 haben gezeigt, daß Noldes und alle mir ihnen verbündeten Noldisten eine hochgradig verbrecherische Kategorie darstellen, die keinerlei Toleranz verdient.
Lektüre:
Unernst Fliegenschiß: Pitti Platsch - ein deutsches Verhängnis
Unernst Fliegenschiß: Das Reich der niederen Danone-Kulturen - Eine Abrechnung mit dem Noldismus
15 Miraculi // Sep 26, 2007 at 6:12
Detlef Nolde: September 25th, 2007 at 19:31
–> Wir wissen, was Nazis tun, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben. Daraus wird auch heute kein Hehl gemacht, nimm Dir nur
mal die ersten Landser-Scheibe zur Hand. Ahso, ich verstehe, wer Kommunisten totschlagen will, der verdient unser aller Toleranz.
Zitat Ende.
===
Als Anwort darauf - vorher vlt. besser hinsetzen - etwas von einer ULTRA-LINKEN Seite im Netz (Quelle am Ende des Kommentars)
Auszug aus der “Veranstaltungen zum Auftakt der Ehrung Ernst Thälmanns in Berlin anlässlich seines 120. Geburtstages” (17.3.2006)
unter dem Titel: “Ernst Thälmann - Symbol gegen Faschismus und imperialistischen Krieg”. [Man fühlt sich wie 1952, wenn man das liest]:
—–
“Im Ringen um die Befreiung des Volkes von großkapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung, im Kampf gegen Nationalismus und
Militarismus erkannte Thälmann von Anfang an die Gefahr des macht-gierigen Faschismus und mahnte alle demokratischen Kräfte,
vor allem die sozialdemokratischen Klassen-Genossen, sich im Kampf dagegen zu einen. Was wäre der Menschheit erspart geblieben,
wären seine Mahnungen und Angebote nicht in den Wind geschlagen worden.”
—–
(Antwort des Verfassers:)
Das persifliert sich selbst.
Als wäre die KPD der 1920er und 1930er Jahre irgendwie der Hort der Aufklärung und Menschheit gewesen.”
Quelle: “Thälmann heute” -> http://zusammenfassung.blogsome.com/2006/03/21/thalmann-heute/
Zitat Ende.
===
Im Prinzip ist der Aussage in der Thälmann- (oder auch LL-) “Verehrer”-Rede nicht mehr zu entnehmen, als das, was Detlef Nolde schrieb.
Hinzuzufügen zum letzten Satz wäre eigentlich nur noch, dass die früherere KPD sich heute als LINKE (oder auch als SPDGRÜNECDU
usw.) betitelt, deren kranke Idiologie und VOR ALLEM ihr Verhalten, sich aber nicht unbedingt grundlegend von damals unterscheidet:
Intoleranz gegen die eigenen Landsleute und anti-demokratische Umtriebe als [Klassen-]Kampf gegen den Großkapitalismus zu verkaufen,
selbst aber zu jeder un- oder passender Gelegenheit, sich die Gelder von genau jenen “Teufel” stets gern in die eigenen Taschen stopfen…
Auf gut deutsch: Stets Wasser (zu den Genossen) predigen, selbst aber Wein saufen. Teilen mit dem MOB wollte man ja eh noch NIE!
16 Miraculi // Sep 26, 2007 at 6:28
Die obige Seite hat ihre “Missionierung” übrigens bereits am 15.5.2006 (um 8:18 Uhr) komplett eingestellt.
Den Grund liefern jene in ihrem Schlusswort auch gleich noch mit:
Zitat:
“So: WIR HABEN KEINEN BOCK MEHR.
Irgendwann hatten wir gehofft Entwicklungen kommentieren zu können,
aber letztlich dreht sich die Linke in Deutschland im Kreis.
Wir engagieren uns jetzt anderswo.
Wenn uns was nervt, werden wir schon Wege finden uns zu beschweren.
Ein Schlusszitat von uns:
Die Linke in Deutschland liegt nicht etwa am Boden, sie schwebt relativ frei, von der gesellschaftlichen Realität entfernt.”
Zitat Ende.
Dem Schlusssatz kann ich eigentlich nur noch hinzufügen, dass deren gutes Beispiel noch viele Nachahmer finden möge.
17 Detlef Nolde // Sep 26, 2007 at 8:56
Hermann Ludwig :
“Ich finde es erheiternd, daß Sie mir unterstellen, ich würde für das Totschlagen von Kommunisten “unser aller Toleranz” einfordern.”
-> Toleranz für Nazis bedeutet nichts anderes.
@Nettlef Dolde
Obzwar völlig sinnlos (so wie die Beiträge von Miraculi), so doch nicht unlustig. Da sage noch jemand, Nazis hätten keinen Humor.
18 Nettlef Dolde // Sep 26, 2007 at 19:05
Na sehen Sie, Herr Detlef: Ich habe Ihren Quark einfach umgestülpt und die Zielgruppe ausgewechselt. Und so schließe ich mich Ihrer Wertung an: Obzwar die Nolde-Beiträge völlig sinnlos sind, so sind sie doch nicht unlustig. Da sage noch jemand, fanatisierte Renegaten hätten keinen Humor.
19 Nettlef Dolde // Sep 26, 2007 at 19:06
Entschuldigung, es muß natürlich heißen: “Da sage noch jemand, fanatisierte Renegaten sorgten nicht für Humor.”
20 Detlef Nolde // Sep 26, 2007 at 20:41
Naja, Faschismus und Antifaschismus gleichzusetzen, Nazis und ihre Gegner, darauf sollte Dein Quark wohl hinauslaufen. Muß ich darauf wirklich ernsthaft eingehen?
Hoffentlich gibt es noch mehr Renegaten, die erkennen, welcher verbrecherischen Ideologie sie sich verschrieben haben, und daraus mutig ihre Konsequenzen ziehen.
21 Nettlef Dolde // Sep 26, 2007 at 21:25
“Naja, Faschismus und Antifaschismus gleichzusetzen, Nazis und ihre Gegner, darauf sollte Dein Quark wohl hinauslaufen. Muß ich darauf wirklich ernsthaft eingehen?”
Danke für die moralische Aufklärung: Nazis sind Untermenschen, ihre Gegner Götter. Die kann man natürlich nicht vergleichen. Das ging früher übrigens auch mit Juden, aber manche Fanatiker bessern sich nie.
“Hoffentlich gibt es noch mehr Renegaten, die erkennen, welcher verbrecherischen Ideologie sie sich verschrieben haben, und daraus mutig ihre Konsequenzen ziehen.”
Hoffentlich! Wir können noch mehr Mahlers, Rabehls, Frings, Gansels usw. gebrauchen, während wir Althänse, Hasselbäche, Noldes und Laucks entbehren können. Es ist doch weit besser, wenn die Intelligenz kommt und die Dämlichkeit entschwindet!
22 Detlef Nolde // Sep 27, 2007 at 8:34
Wer sprach von “Göttern” und “Untermenschen”? Niemand.
Und klar, wer zum Nazi wird, ist “intelligent”, wer diesen Krampf hinter sich hat, ist “dämlich”, mag er vorher als leitender Aktivist noch so anerkannt gewesen sein.
Glaubst Du diesen Unsinn tatsächlich, daß es eine positive Auslese gibt? Entschuldige, das kann ich mir nicht vorstellen.
Diese Nazi-Drinbleiber Masche kam wohl erstmals bei Scheringer, Römer, Rehm, Korn, Lenk zum Einsatz. Um einiges später bei Hepp bis hin zu Jahnel, Petri, Bar und andere mehr.
Was lernen wir daraus? Es hat sich nichts verändert, derlei gehört bei Noch-Nazis zum “politischen Geschäft”. Gilt es doch, die Abtrünnigen vor der verbliebenen eigenen Klientel und der Öffentlichkeit überhaupt madig zu machen.
Klar, soll doch der Nazi als Normalfall hingestellt werden, nicht etwa die die “restlichen” 99,9 Prozent der Bevölkerung.
Verkehrte Sektenwelt? Mit Sicherheit.
23 Nettlef Dolde // Sep 27, 2007 at 20:53
„Und klar, wer zum Nazi wird, ist “intelligent”, wer diesen Krampf hinter sich hat, ist “dämlich”, mag er vorher als leitender Aktivist noch so anerkannt gewesen sein.“
Es ist doch offensichtlich, daß vor allem Gewalttäter, Kriminelle, Schwule oder ganz eifrige Kostümfaschisten dazu prädestiniert sind, später als Vorzeigeaussteiger zu fungieren.
„Glaubst Du diesen Unsinn tatsächlich, daß es eine positive Auslese gibt? Entschuldige, das kann ich mir nicht vorstellen.“
Wenn ich mir die „Bewegung“ Anfang der 90er ansehe, dann gruselt es mich. Da hat sich schon vieles gebessert, auch wenn es immer noch schlecht genug ist. Die Besserung liegt einfach darin begründet, daß FAP-Spaßnasen, Bomberjacken-Glatzen oder NSDAP/AO-Kasper verschwinden und dafür politisch denkende Menschen dem Spektrum Marxisten bis Republikaner den Rücken kehren.
„Diese Nazi-Drinbleiber Masche kam wohl erstmals bei Scheringer, Römer, Rehm, Korn, Lenk zum Einsatz. Um einiges später bei Hepp bis hin zu Jahnel, Petri, Bar und andere mehr.“
Selber Drinbleiber! Ziehen Sie mal Ihren Schäel aus dem Quark!
„Was lernen wir daraus? Es hat sich nichts verändert, derlei gehört bei Noch-Nazis zum “politischen Geschäft”. Gilt es doch, die Abtrünnigen vor der verbliebenen eigenen Klientel und der Öffentlichkeit überhaupt madig zu machen.“
Was heißt denn madig? Lauck habe ich doch auch genannt, den können Sie gleich mitnehmen. Oder ist der schon in Ihrer Renegatenszene? Und sicher habe ich noch einige vergessen. Übrigens zog die herrschende Agitprop über Mahler, Rabehl, Frings, Gansel, Rita Hoffmann oder Molau auch nicht her, als diese noch in die BRD integriert waren. Die sind erst seit ihrem Ausstieg „schlechte Menschen“.
„Klar, soll doch der Nazi als Normalfall hingestellt werden, nicht etwa die die “restlichen” 99,9 Prozent der Bevölkerung.“
Was haben denn Renegaten mit „99,9 Prozent der Bevölkerung“ zu schaffen? Dieser Prozentsatz lebt wohl doch offen oder insgeheim nach dem Motto, daß man zwar den Verrat, aber nicht den Verräter liebt. Sie, Herr Detlef, denken nun, sich diese Liebe durch ganz besonderen Haß gegen Ihre Vergangenheit ergattern zu können. Das aber ist leider ein Trugschluß.
„Verkehrte Sektenwelt? Mit Sicherheit.“
Vielleicht sind solche Typen wie Sie für Sekten prädestiniert. Kostümfaschist und Aussteiger-Selbstdarsteller, das nimmt sich nicht viel. Die Bühne frei!
24 Detlef Nolde // Sep 28, 2007 at 8:55
Nettlef Dolde:
“Es ist doch offensichtlich, daß vor allem Gewalttäter, Kriminelle, Schwule oder ganz eifrige Kostümfaschisten dazu prädestiniert sind, später als Vorzeigeaussteiger zu fungieren.”
**** Das ist eben nicht offensichtlich, sondern eine durchsichtige Nazi-These, deren Gründe ich angedeutet habe. Ich nenne wiederum die Namen Scheringer, Korn, Lenk, Römer, Rehm, aktueller: Odfried Hepp, Stefan Jahnel, Jan Zobel (kein Nazi, aber Ex-NPD/JN), Michael Petri und Gabriel Landgraf. Selbst Althans war doch inmitten und ganz oben in der Szene.
Ergo, solange jemand Nazi ist, kann er gewalttätig, kriminell, kostümfaschistisch und sicherlich auch schwul sein. Ist er dann ein Macher, Ideologe, dann ist er ein normales, überdurchschnittlich angesiedeltes und anerkanntes Mitglied der “Bewegung”.
Steigt er jedoch aus Überzeugung aus, dann ist er alles mögliche Schlechte, meist kommt noch der selbst in der Szene gängige V-Mann-Vorwurf dazu, hört sich immer gut an.
Daß es natürlich auch andere gibt, nicht nur Kader die aussteigen, ist auch klar. Wir haben hier also einen Schnitt, der die Zusammensetzung in der Szene selber widerspiegelt. Richtig ist allerdings auch, daß es für langjährige Kader wesentlich schwerer ist, sich ihre Zweifel nicht nur einzugestehen, erst recht, wenn sie zum völligen Bruch mit der Ideologie führen, sondern auch und vor allem, dann konsequent praktisch auch den nächsten Schritt zu unternehmen, und alle Brücken hinter sich abzubrechen, auszusteigen.
Dazu gehört eine gewisse Portion Mut, zumal auch immer damit gerechnet werden muß, daß einem von Außerhalb der Szene Mißtrauen entgegengebracht wird. Diese außerordentlich schwierige Lebenssituation, diese Courage und Entschlossenheit, den eigenen Weg zu gehen, egal, was Nazis und andere darüber denken, dürfte vermutlich bei Führungskräften eine große Überwindung kosten. Erst recht, wenn diese mit ihrer Politik bereits Geld verdienen und nicht wüßten, wie sie danach wirtschaftlich weitermachen sollten.
Insofern kann davon ausgegangen werden, daß es eine ganze Reihe potentieller Aussteiger in der Nazi-Szene gibt, die sich jedoch, aus den genannten Gründen, nicht dazu durchringen, tatsächlich ihren Weg zu gehen. Wer es denoch tut, kann deshalb keine Negativauslese darstellen, ganz im Gegenteil.
Gabriel Landgraf schreibt dazu:
Frage: Als zum Jahreswechsel drei NPD-Landtagsabgeordnete ihre Partei verließen, höhnte die NPD über die zuvor von ihr gelobten Kader, diese seien eigentlich nutzlos gewesen. Auch über Sie heißt es nun – die “Freien Kräfte Berlin” schimpfen über Ihren “übermäßigen Alkoholkonsum und Geltungsdrang” und nennen Sie einen “nicht resozialisierbaren Kriminellen” –, Sie seien nie so wichtig gewesen, wie Sie sich heute selbst darstellen. Warum kann die Szene den Abschied hochrangiger Kader nicht verkraften?
Gabriel Landgraf: Zunächst gibt es nicht viele rechte Kader. Es fehlt in Deutschland an Führungspersönlichkeiten, die nachrücken können. Dann habe ich auch Geld und Energie in diese Bewegung gesteckt, was viele anerkannten. Projekte, Verteiler nahm ich mit mir und hinterließ eine Lücke. Doch ich denke ebenfalls, dass sich einige Personen ertappt gefühlt haben. Gerade die intelligenteren Personen. Einige müssen sich eingestehen, dass ich an Punkten Recht habe. Diesen Personen fehlt es leider dann an Willenskraft und Mut, ihr soziales Umfeld zu verlassen.
Frage: Und die Statements der “Freien Kräfte Berlin”?
Gabriel Landgraf: Darüber kann ich nur müde lächeln, ich habe eigentlich noch peinliche Fotos erwartet. Wie soll diese Szene auch sonst reagieren? In dieser Ideologie sind Widersprüche nicht offen diskutierbar, Schwächen und Zweifel nicht offen aussprechbar. Und ich bin überzeugt, dass der eine oder die andere sich schon Gedanken über einen Ausstieg gemacht haben, dass ich auch indirekt eine Debatte losgelöst habe. Gerade die am größten tönen, hetzen und beschimpfen, sind die Ersten, die, wenn das Licht der Nachttischlampe erlischt, unter der Decke über einen Ausstieg nachdenken.
Quelle: http://aufbruch.foren-city.de/topic,518,-neonazismus-ausstieg-u-neuanfang.html
Nettlef Dolde:
“Was heißt denn madig? Lauck habe ich doch auch genannt, den können Sie gleich mitnehmen. Oder ist der schon in Ihrer Renegatenszene?”
**** Was interessiert mich Dein AO-Kamerad? Im übrigen rede ich von jenen, die aus Überzeugung die Nazi-Szene verlassen, nicht von jenen, die als V-Leute dort eingeschleust werden oder irgendwann beginnen, als solche zu fungieren. Was ist mit Lauck? Nicht mehr Euer Mann, oder noch nie gewesen?
Nettlef Dolde:
“Und sicher habe ich noch einige vergessen. Übrigens zog die herrschende Agitprop über Mahler, Rabehl, Frings, Gansel, Rita Hoffmann oder Molau auch nicht her, als diese noch in die BRD integriert waren. Die sind erst seit ihrem Ausstieg „schlechte Menschen“.”
**** Diese Masche ist halt nicht nur bei einigen Nazis zu Hause, sondern auch andernorts. Besser wird das dadurch nicht. Das heißt wiederum nicht, daß ich es gleich-gut finden würde, egal, ob Nazi oder nicht. Jemanden, der seine Weg geht jedoch, derart übel nachzureden, mag eine moralisch-tiefstehende menschliche Eigenschaft sein, was ein Grund mehr ist, sich dieser nicht zu befleißigen, auf welcher Seite auch immer.
Nettlef Dolde:
“Sie, Herr Detlef, denken nun, sich diese Liebe durch ganz besonderen Haß gegen Ihre Vergangenheit ergattern zu können.”
**** Ich hasse weder meine Vergangenheit, empfinde diese Zeit auch nicht als verloren oder ähnliches, so wie ich es nicht nötig habe, mir die Liebe von irgendwelchen anderen Gruppen oder fremden Menschen zu ergattern. Du liegst also völlig falsch.
Nettlef Dolde:
“Vielleicht sind solche Typen wie Sie für Sekten prädestiniert. Kostümfaschist und Aussteiger-Selbstdarsteller, das nimmt sich nicht viel. Die Bühne frei!”
**** Einige dieser einstigen Kostümfaschisten aus FAP und WJ sitzen heute in den Vorständen der NPD. Ebenso aus dem KDS, mti dem die NPD ja auch zusammenarbeitet. Und Aussteiger-Selbstdarsteller? Naja, Nazis haben es halt lieber, wenn ein Aussteiger sich ins Privatleben verkriecht, auf Nachfragen hin schweigt und schon gar nicht beginnt, sich antifaschistisch zu betätigen.
Danach richte ich mich genauso wenig, wie nach Vorgaben, die von Seiten des demokratischen Mainstreams gestellt werden.
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